Auf dem Weg nach Jerusalem, wo Jesus durch seinen Gehorsam am Kreuz endgültig den Tod überwinden wird, erweckt er in Bethanien seinen Freund Lazarus vom Tod. In der Gegenwart Christi kann der Tod das Leben nicht mehr verhindern.
Der Evangelist Johannes wählt einige wenige Wunder aus dem Wirken Jeus aus und präsentiert sie uns als Zeichen seiner göttlichen Größe und Vollmacht. Höhepunkt ist die Auferweckung des Lazarus, durch die Johannes uns zeigt: Jesus ist Herr, über Leben und Tod.
Die Auferweckung des Lazarus ist die Ouvertüre zum großen Ereignis der Auferstehung. Jesus setzt ein Zeichen, dass Auferstehung schon begonnen hat.
Jesus zeigt Erbarmen mit den Schwestern des toten Lazarus. Helfen ist konkrete Umkehr.
Herr, unser Gott,
dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt
dem Tod überliefert.
Lass uns in seiner Liebe bleiben
und mit deiner Gnade aus ihr leben.
Darum bitten wir im Heiligen Geist durch Christus unseren Herrn.
MB 5. Fastensonntag
Herr, unser Gott.
Junge und alte Menschen,
einfache und kluge,
erfolgreiche und solche, die sich schwertun,
hast du hier zusammengeführt als deine Gemeinde.
Gib einem jeden
etwas von deinem guten, heiligen Geist,
damit wir dich und uns selbst
und einander besser verstehen
und vorankommen auf dem Weg,
auf den du uns miteinander gestellt hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.
MB Auswahl 15
Niemand ist Leid und Schmerz gegenüber immun.Erhöre unsere gesprochenen
Lass uns dessen in unserem Beten bewusst sein,
damit der Mensch in diesen Befindlichkeiten in unseren Glaubensgemeinden vorkommt.
Überkommen uns Glaubensnot und Glaubenszweifel,
lass uns dies nicht zur Seite drängen,
sondern reiche uns darin deine leitenden Hände.
Stärke die hauptamtlich in der Kirche Tätigen,
damit sie sich nicht hinter Gesetzteskomma verschanzen,
sondern wagen den Menschen mit dem Blick Jesu zu begegnen.
Täglich werden wir mit Schreckensmeldungen
und Wahnsinnstaten medial überhäuft.
Wir müssen uns davor schützen, uns distanzieren;
und dennoch lass uns nicht innerlich kalt werden
gegenüber Elend und Not,
sondern alles in unserem Beten da sein
und vor dich, unseren Gott, bringen.
Wir befinden uns in der Fastenzeit,
wir werden die Kartage feiern und Ostern.
Dieses Feiern, die Liturgie an sich, umfasse uns
und durchdringe uns in unserem Menschsein,
in den Dimensionen zwischen Leid und Freude,
zwischen Kommen und Gehen in unserer Existenz,
damit wir durch dich unseren Gott berührt, erschüttert und erhöht werden.
Erhöre uns, allmächtiger Gott.
Du hast uns durch dein Wort
zum Zeugnis eines christlichen Lebens berufen.
Reinige uns durch dieses Opfer
und stärke uns zum Kampf gegen das Böse.
Darum bitten wir im Heiligen Geist
durch Christus unseren Herrn.
MB 5. Fastensonntag
Kehrvers.
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn. (GL 615,5)
Guter Gott, wir kommen zu dir, um dir zu danken.
Du hast uns das Leben geschenkt
und alles, was unser Leben reich macht:
Freundschaft, Beziehung und Menschen, die uns nahe sind.
Kehrvers
In Jesus von Nazareth hast du uns neues,
unvergängliches ewiges Leben geschenkt.
Er ließ uns deine Herrlichkeit sehen,
denn durch ihn hast du den Tod überwunden.
Kehrvers
Er hat uns seinen Geist eingehaucht und lebendig gemacht.
Dein Geist wohnt nun in uns
und bestimmt unser Leben.
Kehrvers
Er hat uns die Hoffnung gegeben,
dass jeder, der an ihn glaubt, leben wird, auch wenn er stirbt,
und auf ewig nicht sterben wird.
Kehrvers
Für dieses neue Leben danken wir dir und preisen wir dich.
Wir stimmen ein in das Lob der Engel und Heiligen
und singen:
Danklied, z. B.: Nun saget Dank und lobt den Herren (GL 385, bes. 2. Str.)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Da er Mensch ist wie wir,
weinte er über den Tod seines Freundes,
da er Gott ist von Ewigkeit,
rief er Lazarus aus dem Grabe.
Er hat Erbarmen mit uns Menschen
und führt uns zum neuen Leben
durch die österlichen Sakramente.
Durch ihn preisen wir das Werk deiner Liebe
und vereinen uns mit den Chören der Engel
zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Fastensonntag 5
Christus spricht:
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der an mich glaubt,
wird auf ewig nicht sterben.
(Joh 11,25-26)
Allmächtiger Gott,
du hast uns das Sakrament der Einheit geschenkt.
Lass uns immer lebendige Glieder Christi bleiben,
dessen Mahl wir empfangen haben.
Darum bitten wir im Heiligen Geist
durch Christus unseren Herrn.
MB 5. Fastensonntag
Der barmherzige Gott, der seinen Sohn für uns dahingegeben
Und uns in ihm ein Beispiel der Liebe geschenkt hat,
segne euch und mache euch bereit,
Gott und den Menschen zu dienen. – Amen.
Und Christus, der Herr,
der uns durch sein Sterben dem ewigen Tode entrissen hat,
stärke euren Glauben und führe eich zur unvergänglichen Herrlichkeit. - Amen.
Und allen, die ihm folgen auf dem Weg der Entäußerung,
gebe er Anteil an seiner Auferstehung und an seiner Herrlichkeit. – Amen.
Das gewähre euch der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
MB Vom Leiden des Herrn
Ein Vierjähriger brachte seinen Vater in der Kirche inmitten einer Trauung mit einer ernsten Frage in Verlegenheit. Sacha fragte laut: "Warum ist der Mann (am Kreuz) tot?" Der Vater, ein bekannter Schauspieler, gab die Geschichte in einer Boulevardzeitschrift wieder. Er erklärte, das Schlimmste für ihn sei nicht gewesen, dass sein Junge laut gefragt habe, sondern dass er nicht gewusst habe, was er antworten solle. Er ging jedoch auf das Risiko ein und ließ das Gespräch seinen Lauf nehmen. Zunächst schien sich die Situation zu verschlimmern.
"Weißt du, Sacha, der Mann ist tot, weil die Menschen ihn nicht verstanden haben."
"Das ist doch kein Grund, Papa!"
"Ich weiß, Liebling, aber dort wo Menschen zugange sind, kann man auch Gemeinheiten finden."
"Was?"
"Die Menschen sind nicht immer nett zueinander. Aber keine Sorge, er lebt wieder."
Sobald er dies gesagt hatte, wünschte sich der Vater, wie er zugibt, er hätte es nicht gesagt. Sein Sohn antwortete:
"Man kann sterben und wieder leben?"
"Nein. Liebling, nur er."
"Warum er und nicht ich?"
"Sacha, warum glaubst du, dass der Mann starb und dann nicht mehr tot war?"
Sacha dachte eine Weile nach.
"Weil er noch nicht fertig war mit dem, was er zu sagen hatte.!
Elaine Champagne, Spiritualität aus dem Munde der Kinder und Säuglinge, in Concilium, Internationale Zeitschrift für Theologie, Dezember 2007, 43 Jahrgang / Heft 5, S 572, Stichting Concilium, Erasmusplein 1, 6525 HT Nijmegen, Niederlande Martin Laroque, Jésus, Sacha et Moi, in Entfants Québec 18 (2006/6) 96

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