Gesetze und Gebote regeln das Zusammenleben der Menschen. Die Gebote der Hl. Schrift und die Gebote, die Jesus seinen Jüngern gegeben hat führen zum "Leben in Fülle", wenn sie aus den Geist Jeus heraus befolgt werden. Jesus hat uns dazu den Hl. Geist als Beistand gesandt.
Jesus lässt seine Jünger nicht als Waisen zurück. Er lädt sie ein, mit ihm verbunden zu bleiben. Wer mit Jeus verbunden ist, sieht die Welt mit anderen Augen.
Jesus hat uns seinen Heiligen Geist verheißen. Manches Mal haben wir den Eindruck, dass wir in einer geistlosen Welt leben. Wenn wir wie Jesu in selbstloser Weise lieben, verändert sich die Welt und wir werden von der Liebe des Vaters getragen.
Allmächtiger Gott,
laß uns die österliche Zeit
in herzlicher Freude begehen
und die Auferstehung unseres Herrn preisen,
damit das Ostergeheimnis,
das wir in diesen fünfzig Tagen feiern,
unser ganzes Leben prägt und verwandelt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 6. Sonntag der Osterzeit
Guter Gott und Vater,
Jesus hat uns einen Beistand verheißen, der immer bei uns bleibt.
Im Vertrauen auf ihn bitten wir dich:
Für alle, die sich mit deinen Geboten schwertun.
Erschließe ihnen den Sinn und die Weisheit deines Willens.
Für alle, die Gesetze erstellen
und für Ordnung in unserem Gemeinwesen sorgen.
Lass sie das Wohl aller Menschen im Blick behalten.
Für alle Jugendlichen, die in diesen Wochen das Sakrament der Firmung empfangen.
Stärke sie durch deinen Heiligen Geist.
Für die vielen unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge,
die auf sich allein gestellt Wege ins Leben suchen müssen.
Lass sie Halt und Hilfe finden.
Für die Bischöfe und Priester, die dein Volk leiten und begleiten.
Schenke ihnen Weisheit und Liebe zu den Menschen.
Für unsere Verstorbenen.
Nimm sie auf in deine himmlischen Wohnungen.
Vater im Himmel,
du hast uns deine Liebe zugesagt.
In deiner Gegenwart finden wir Leben und Heimat.
Dir danken wir in Christus und im Heiligen Geist. – Amen.
Herr und Gott,
laß unser Gebet zu dir aufsteigen
und nimm unsere Gaben an.
Reinige uns durch deine Gnade,
damit wir fähig werden,
das Sakrament deiner großen Liebe zu empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 6. Sonntag der Osterzeit
Kehrvers:
Jubilate Deo. Jubilate Deo. Halleluja (GL 398)
Vater im Himmel, wir haben uns hier versammelt,
um dir unseren Dank und unseren Lobpreis darzubringen.
Wir haben Grund, dir zu danken,
denn du hast uns durch Jesus deine einzigartige Liebe geoffenbart.
Kehrvers
Er hat unter uns gelebt,
er hat uns den Sinn der Heiligen Schriften erschlossen,
er hat die Wunden der Schöpfung geheilt
und uns durch die Botschaft vom Kommen deines Reiches Mut gemacht.
Kehrvers
Er hat uns verheißen, mit seinem Beistand unter uns gegenwärtig zu sein;
durch den Geist der Wahrheit, der uns in die ganze Wahrheit einführt,
und durch den Geist der Liebe, durch die er in uns ist, und durch die wir in ihm sind.
Kehrvers
Er hat uns seinen Frieden hinterlassen,
einen Frieden wie ihn die Welt nicht geben kann.
Sein Geist lässt uns nicht verzagen, sondern gibt uns Hoffnung,
auch wenn ihn die Welt nicht erkennt.
Kehrvers
Darum loben und preisen wir dich.
Wir danken dir gemeinsam mit der ganzen Schöpfung.
Danklied, z. B. Hoch sei gepriesen unser Gott (GL 384)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater,
in diesen Tagen freudig zu danken,
da unser Osterlamm geopfert ist,
Jesus Christus.
Das Alte ist vergangen,
die gefallene Welt erlöst,
das Leben in Christus erneuert.
Darum preisen wir dich in österlicher Freude und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Osterzeit 4
Allmächtiger Gott,
du hast uns durch die Auferstehung Christi
neu geschaffen für das ewige Leben.
Erfülle uns mit der Kraft dieser heilbringenden Speise,
damit das österliche Geheimnis in uns reiche Frucht bringt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 6. Sonntag der Osterzeit
Ein Mensch begegnet einem zweiten.
Sie wechseln Förm- und Herzlichkeiten,
Sie zeigen Wiedersehensglück
Und gehn zusammen gar ein Stück.
Und während sie die Stadt durchwandern,
Sucht einer heimlich von dem andern
Mit ungeheurer Hinterlist
Herauszubringen, wer er ist.
Daß sie sich kennen, das steht fest,
Doch äußerst dunkel bleibt der Rest.
Das Wo und Wann, das Wie und Wer,
Das wissen alle zwei nicht mehr.
Doch sind sie, als sie nun sich trennen,
Zu feig, die Wahrheit zu bekennen.
Sie freun sich, daß sie sich getroffen;
Jedoch im Herzen beide hoffen,
Indes sie ihren Abschied segnen,
Einander nie mehr zu begegnen.
Aus: Eugen Roth, Ein Mensch. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1995.

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