Lesung aus dem Buch Jesaja.
So spricht der Herr:
Auf, alle Durstigen, kommt zum Wasser!
Die ihr kein Geld habt, kommt,
kauft Getreide und esst, kommt und kauft ohne Geld
und ohne Bezahlung Wein und Milch!
Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt,
und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht?
Hört auf mich,
dann bekommt ihr das Beste zu essen
und könnt euch laben an fetten Speisen!
Neigt euer Ohr und kommt zu mir,
hört und ihr werdet aufleben!
Ich schließe mit euch einen ewigen Bund:
Die Erweise der Huld für David sind beständig.
Siehe, ich habe ihn zum Zeugen für die Völker gemacht,
zum Fürsten und Gebieter der Nationen.
Siehe, eine Nation, die du nicht kennst, wirst du rufen
und eine Nation, die dich nicht kannte, eilt zu dir,
um des HERRN, deines Gottes, des Heiligen Israels willen,
weil er dich herrlich gemacht hat.
Sucht den HERRN, er lässt sich finden,
ruft ihn an, er ist nah!
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Herr, unser Gott,
aus Güte und Menschenfreundlichkeit
hast du deinen eingeborenen Sohn
zum Erlöser der Welt eingesetzt,
durch ihn den Tod überwunden
und das Leben neu geschaffen.
Gib, dass wir, dieser Taten eingedenk,
dir in treuer Liebe verbunden bleiben
und einst die Vollendung der Erlösung an uns erfahren.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
(für Wortgottesdienstfeiern):
Kehrvers:
Dankt dem Vater mit Freude, er schenkt uns seinen Sohn.
(GL 633,8)
Gott und Vater, wir haben Grund dir zu danken,
denn du hast uns deinen Sohn geschenkt.
Er hat uns würdig gemacht,
das Erbe der Heiligen zu empfangen, die im Lichte sind.
Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen
und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.
Kehrvers
In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.
Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes,
der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
Kehrvers
Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden,
das Sichtbare und das Unsichtbare,
Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten,
alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.
Er ist vor aller Schöpfung, alles hat in ihm Bestand.
Kehrvers
Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche.
Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten;
so hat er in allem den Vorrang.
Kehrvers
Denn Gott wollte in seiner ganzen Fülle in ihm wohnen
um durch ihn alles zu versöhnen.
Er wollte alles auf Erden und im Himmel zu Christus führen,
der Frieden gestiftet hat durch das Blut seines Kreuzes.
Kehrvers
Danklied, z. B.: Mein ganzes herz erhebet dich... (GL 143)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Ihn hast du im Alten Bund verheißen,
ihn hast du gesandt,
den verlorenen Menschen zu retten.
Er ist in unserem Fleisch erschienen
und hat sich dir als Opfer dargebracht.
Durch seinen Tod und seine Auferstehung
hat er allen Völkern das Heil erwirkt.
In ihm finden wir überreiche Erlösung,
Befreiung aus der Knechtschaft,
Vergebung der Sünden.
In ihm haben wir die Wahrheit,
das Licht und das Leben.
Durch ihn empfangen wir den Geist des Glaubens und der Liebe.
Durch ihn erstrahlt uns die Hoffnung,
dass wir zu vollen Freiheit der Kinder Gottes gelangen.
Darum loben wir dich mit allen Engeln und Heiligen
und rufen in festlicher Freude:
Heilig...
Herr, unser Gott,
im heiligen Mahl haben wir den Leib
und das Blut deines Sohnes empfangen.
Der Glaube an ihn lässt uns das volle Leben erhoffen.
Lass uns in der Freude dieser Hoffnung
die nötigen Schritte tun, dieses Ziel zu erreichen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Fest des Heiligsten Erlösers
Herr Jesus Christus,
Leib und Leben hast du hingegeben,
um uns zu erlösen.
Wir bitten dich:
führe uns durch die Widerwärtigkeiten dieser Zeit
zur ewigen Vollendung,
der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
Allerheiligster Erlöser
Das Gleichnis vom Sämann erzählt, dass das Wort Gottes nicht immer auf fruchtbaren Boden fällt. Es geht der Frage nach, warum es nicht immer aufgeht und Frucht bringt. Die Gründe dafür sind oft auch bei uns selbst zu suchen. Es zeigt aber auch, wie es reichlich Frucht bringen kann, auch heute.
Das Gleichnis Jesu vom Sämann zählt vier unterschiedliche Böden auf, auf die der Same des Wortes Gottes fällt. Diese beschreiben nicht nur damalige Verhältnisse, sie gelten auch heute im übertragenen Sinn. Es gibt heute aber auch den guten Ackerboden, in dem der Same des Wortes Gottes aufgeht und Frucht bringt.
Umwelt-Appelle nerven und verleiten zum Wegschauen. Die Hoffnung, dass die gesamte Schöpfung von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden soll zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes, verlangt von uns Aufmerksames Hören und Sehen der Wirklichkeit und ein Umdenken.
Gott, du bist unser Ziel,
du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit
und führst sie auf den rechten Weg zurück.
Gib allen, die sich Christen nennen,
die Kraft, zu meiden, was diesem Namen widerspricht,
und zu tun, was unserem Glauben entspricht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 15. Sonntag im Jahreskreis
Gott,
sieh auf dein Volk, das im Gebet versammelt ist,
und nimm unsere Gaben an.
Heilige sie, damit alle, die sie empfangen,
in deiner Liebe wachsen und dir immer treuer dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 15. Sonntag im Jahreskreis
Guter Gott,
das Brot, das aus vielen Körnern bereitet wurde,
und der Wein, der aus vielen Trauben gewonnen wurde,
sind uns Zeichen dafür, dass Du für uns sorgst und uns nährst.
Wir bitten Dich, stärke und nähre uns mit dem Wort und dem Brot,
das vom Himmel kommt und das nur Du geben kannst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Kehrvers:
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn. (GL 616,5)
Großer Gott und Schöpfer des Alls,
wir kommen zu dir,
um dir zu danken und dir unseren Lobpreis darzubringen.
Du hast alles, was existiert, ins Dasein gerufen
und allem Lebenden deinen Atem eingehaucht.
Kehrvers
Mit der ganzen Schöpfung, die du der Vergänglichkeit unterworfen hast,
teilen wir die Hoffnung, dass wir aus der Verlorenheit
zur Herrlichkeit der Kinder Gottes befreit werden.
Kehrvers
Durch den Mund der Propheten hast du unermüdlich deinen Willen kundgetan
und dein Wort ausgesandt, damit die Menschen hören und verstehen,
zur Einsicht kommen und sich zu dir hin bekehren.
Kehrvers
In Jesus von Nazareth ist dein Wort Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt.
Er ist für uns zum Weizenkorn geworden,
das in die Erde fällt und stirbt, um reiche Frucht zu bringen.
Kehrvers
Eindringlich hat er uns die Frohe Botschaft vom Reich Gottes ans Herz gelegt,
damit wir sie aufnehmen, wie fruchtbarer Boden die Samenkörner aufnimmt
und reiche Frucht bringen lässt.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du uns die Hoffnung gibst,
dass dein Wort auch in uns und durch uns reiche Frucht bringt.
Mit der ganzen Schöpfung singen wir dir unser Lob:
Danklied, z. B: Mein ganzes Herz erhebet dich (GL 143)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater,
zu danken und deine Größe zu preisen.
Du bedarfst nicht unseres Lobes,
es ist ein Geschenk deiner Gnade,
daß wir dir danken.
Unser Lobpreis kann
deine Größe nicht mehren,
doch uns bringt er Segen und Heil
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn rühmen wir jetzt
und in Ewigkeit dein Erbarmen und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 4
Herr, unser Gott,
wir danken dir für die heilige Gabe.
Laß deine Heilsgnade in uns wachsen,
sooft wir diese Speise empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 15. Sonntag im Jahreskreis
Berüchtigt sind die Predigten, die in der Zeit der europäischen Aufklärung nicht nur gehalten, sondern auch vonseiten der Obrigkeit dringlichst empfohlen wurden. Achim Buckenmaier schilderte in einem Vortrag „200 Jahre Säkularisation - Glück oder Unglück für die Kirche?“ die Thematik solcher Predigten:
„Es gab jetzt Natur- und Ackerpredigten; es gab die sogenannte „Rossbollenpredigt“. Eine Weihnachtspredigt kam über den Stall von Bethlehem auf den Vorzug der Stallfütterung gegenüber der Koppelwirtschaft zu sprechen, eine Osterpredigt pries, ausgehend vom Gang der Jünger nach Emmaus, die Wohltat des Spazierengehens, an Pfingsten wurde über die frische Luft gesprochen, das Wort „der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ war ein willkommener Anlass, vom „unaussprechlichen Segen des Kartoffelanbaus“ zu reden.“
Aber sind wir heute besser? Es wird gepredigt (nicht nur, aber oft) über das Sich-selbst-Finden, das Sich-selbst-Lie-ben, die Geduld mit sich selbst, die Geduld mit den Anderen, über spirituelle Lebensqualität, Toleranz, Tierliebe und Verhalten im Straßenverkehr. Man predigt Humanismus und gibt Orientierungshilfen. All das ist noch ziemlich weit vom Christentum entfernt. Es kommt aus der Angst, die Gottesdienstteilnehmer wollten mit den Mysterien des Christentums nichts zu tun haben. Ob das nicht eine gewaltige Täuschung ist?
Aus: Gerhard Lohfink, Heute – wann sonst? Unangepasstes über Gott und die Welt. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2015.

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Dieser Text gehört noch zum zweiten Teil des Jesajabuches und ist im babylonischen Exil entstanden. Der Prophet spricht dem Volk das Heil Gottes zu. Der Herr wirbt um sein Volk und bietet ihm einen Bund an, der den Bund mit David übertrifft. Während die anderen Könige die Völker mit Waffengewalt unterwerfen müssen, werden die Völker freiwillig zu dem einen Gottesvolk hindrängen (Motiv der Völkerwallfahrt). Der Neue Bund und alles, was damit verheißen ist, hängt allerdings eng zusammen mit der Bereitschaft des Gottesvolkes, Gott zu suchen.