Unkraut und Weizen lassen sich nicht von Anfang an klar unterscheiden; auch nicht in den verschiedenen Bemühungen in der Seelsorge. Gott kennt unsere Herzen und kann entschieden, was gut und was schlecht ist. Hüten wir uns davor, vorschnell zu urteilen.
Herr, Jesus Christus,
du siehst das Gute, wo wir nur Böses erkennen.
Herr, erbarme dich.
Du rufst die Menschen zur Umkehr.
Christus, erbarme dich.
Du läßt das Gute wachsen und reifen.
Herr. erbarme dich.
Herr, unser Gott, sieh gnädig auf alle,
die du in deinen Dienst gerufen hast.
Mach uns stark im Glauben,
in der Hoffnung und in der Liebe,
damit wir immer wachsam sind
und auf dem Weg deiner Gebote bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 16. Sonntag im Jahreskreis
Herr, du hast die vielen Opfer,
die dir je von Menschen dargebracht werden,
in dem einen Opfer des Neuen Bundes vollendet.
Nimm die Gaben deiner Gläubigen an
und heilige sie,
wie du einst das Opfer Abels angenommen hast;
und was jeder einzelne zu deiner Ehre darbringt,
das werde allen zum Heil.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 16. Sonntag im Jahreskreis
Kehrvers:
Danket dem Herrn, denn er ist gütig,
denn seine Huld währt ewig. (GL 558,1)
Guter und langmütiger Gott,
wir kommen zu dir, um dir unseren Dank und Lobpreis darzubringen.
Kehrvers
Weil du über Stärke verfügst, richtest du in Milde
und behandelst du uns mit großer Nachsicht.
Du hast dein Volk gelehrt,
dass der Gerechte menschenfreundlich sein muss.
Kehrvers
Dein Sohn lehrte die Menschen in Gleichnissen,
dass du mit uns Geduld hast bis zur Ernte.
Du lässt Böses neben dem Guten wachsen
und gibst uns die Gewissheit,
dass das Gute trotzdem reiche Frucht trägt.
Kehrvers
Wie ein unscheinbares Senfkorn austreibt
und zu einem hohen Gewächs wird,
in dem die Vögel Platz finden,
so entfaltet sich das Reich Gottes durch deine Kraft und Stärke.
Kehrvers
Wie ein wenig Sauerteig einen große Menge Mehl durchsäuert,
durchdringst du unsere Welt mit deinem Geist
und gibst du ihr ein neues Angesicht.
Kehrvers
Deinem Wirken vertrauen wir.
Daher singen wir Dir unseren Lobgesang
gemeinsam mit der ganzen Schöpfung.
Danklied, z. B: Nun lobet Gott im hohen Thron (GL 393)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn in dir leben wir,
in dir bewegen wir uns und sind wir.
Jeden Tag erfahren wir aufs neue
das Wirken deiner Güte.
Schon in diesem Leben
besitzen wir den Heiligen Geist,
das Unterpfand ewiger Herrlichkeit.
Durch ihn hast du Jesus auferweckt von den Toten
und uns die sichere Hoffnung gegeben,
daß sich an uns das österliche Geheimnis vollendet.
Darum preisen wir dich
mit allen Chören der Engel und
singen vereint mit ihnen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 6
Herr,
du hast uns mit reichen Gaben beschenkt.
Lass uns in der Danksagung verharren
und einst die Fülle des Heils erlangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 14. Sonntag im Jahreskreis
Herr,
wir können uns mit vielem nicht abfinden,
was uns Tag für Tag begegnet.
Wir können auch vieles nicht ändern,
was unser Leben klein oder zunichte macht.
Hilf uns, aus dem Bann des Bösen herauszutreten,
die Wahrheit zu sagen
und deinem Wort zu trauen.
Wenn wir es mit der Angst zu tun bekommen,
dann schenke uns Mut,
wenn wir uns ducken,
dann lass uns die herrliche Freiheit deiner Kinder finden.
So viele Menschen warten darauf, dass wir ihnen beistehen,
Lasten tragen helfen und unheilvolle Gräben überwinden.
Lass uns zu ihnen gehen
In Christus, unserem Herrn.
Gott segne unser Bemühen, unsere Zweifel und unsere Angst,
er segne unsere Schwächen und Unzulänglichkeiten.
Er segne sie, dass sie uns nicht zu Fall bringen,
sondern zur Einsicht und Milde werden gegenüber allen anderen,
die ebenso wie wir, schwach sind, unzulänglich und bemüht.
Und er segne unsere Stärken und Begabungen,
dass sie nicht zur Eitelkeit heranwachsen und zur Arroganz
sondern zur Achtung und Wertschätzung für alle anderen,
mit ihren Stärken und Begabungen.
Dazu sei und bleibe der Segen Gottes bei uns
durch Gott, dem Vater in seinem Sohn und Heiligen Geist. - Amen.
(c) Burghard Förster<Burghard.Foerster@kathluzern.ch>
1. Wir pflügen und wir streuen
den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen
steht in des Himmels Hand:
der tut mit leisem Wehen
sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim wir gehen,
Wuchs und Gedeihen drauf.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt
und hofft auf ihn!
2. Er sendet Tau und Regen
und Sonn- und Mondenschein,
er wickelt seinen Segen
gar zart und künstlich ein
und bringt ihn dann behende
in unser Feld und Brot:
es geht durch unsre Hände,
kommt aber her von Gott.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm,
dankt und hofft auf ihn!
3. Was nah ist und was ferne,
von Gott kommt alles her,
der Strohhalm und die Sterne,
der Sperling und das Meer.
Von ihm sind Büsch und Blätter
und Korn und Obst von ihm,
das schöne Frühlingswetter
und Schnee und Ungestüm.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm,
dankt und hofft auf ihn!
4. Er läßt die Sonn aufgehen,
er stellt des Mondes Lauf;
er läßt die Winde wehen
und tut den Himmel auf.
Er schenkt uns so viel Freude,
er macht uns frisch und rot;
er gibt den Kühen Weide
und unsern Kindern Brot.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm,
dankt und hofft auf ihn!
Matthias Claudius, 1782

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