Lesung aus dem Buch Maleáchi.
Ein großer König bin ich,
spricht der HERR der Heerscharen,
und mein Name ist bei den Völkern gefürchtet.
Jetzt gilt dieses Gebot für euch, ihr Priester:
Wenn ihr nicht hört
und nicht von Herzen darauf bedacht seid,
meinen Namen in Ehren zu halten
- spricht der HERR der Heerscharen -,
dann schleudere ich meinen Fluch gegen euch.
Ihr aber, ihr seid abgewichen vom Weg,
ihr habt viele zu Fall gebracht durch eure Weisung;
ihr habt den Bund Levis zunichte gemacht,
spricht der HERR der Heerscharen.
Darum mache ich euch verächtlich
und erniedrige euch vor dem ganzen Volk,
so wie ihr euch nicht an meine Wege haltet
und auf die Person seht bei der Weisung.
Haben wir nicht alle denselben Vater?
Hat nicht der eine Gott uns erschaffen?
Warum handeln wir dann treulos,
einer gegen den andern,
und entweihen den Bund unserer Väter?
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Buch Maleáchi.
Ein großer König bin ich,
spricht der HERR der Heerscharen,
und mein Name ist bei den Völkern gefürchtet.
Jetzt gilt dieses Gebot für euch, ihr Priester:
Wenn ihr nicht hört
und nicht von Herzen darauf bedacht seid,
meinen Namen in Ehren zu halten
- spricht der HERR der Heerscharen -,
dann schleudere ich meinen Fluch gegen euch
und verfluche den Segen, der auf euch ruht;
ja, ich habe ihn schon verflucht,
weil ihr nicht von Herzen darauf bedacht seid.
Siehe, ich schlage euch den Arm ab
und werfe euch Unrat ins Gesicht,
den Unrat eurer Feste,
und man wird euch zu ihm hinausschaffen.
Dann werdet ihr erkennen,
dass ich dieses Gebot über euch erlassen habe,
damit mein Bund mit Levi bestehen bleibe,
spricht der HERR der Heerscharen.
Mein Bund bedeutete für ihn Leben und Heil,
beides gab ich ihm, dazu Ehrfurcht:
Er sollte mich fürchten
und vor meinem Namen erschrecken.
Zuverlässige Weisung kam aus seinem Mund,
nichts Verkehrtes fand sich auf seinen Lippen,
in Frieden und Aufrichtigkeit ging er mit mir seinen Weg
und viele hielt er davon ab, schuldig zu werden.
Ja, die Lippen des Priesters bewahren Erkenntnis
und aus seinem Mund erwartet man Weisung;
denn er ist der Bote des HERRN der Heerscharen.
Ihr aber, ihr seid abgewichen vom Weg,
ihr habt viele zu Fall gebracht durch eure Weisung;
ihr habt den Bund Levis zunichte gemacht,
spricht der HERR der Heerscharen.
Darum mache ich euch verächtlich
und erniedrige euch vor dem ganzen Volk,
so wie ihr euch nicht an meine Wege haltet
und auf die Person seht bei der Weisung.
Haben wir nicht alle denselben Vater?
Hat nicht der eine Gott uns erschaffen?
Warum handeln wir dann treulos,
einer gegen den andern,
und entweihen den Bund unserer Väter?
Kv.: Herr, bewahre meine Seele in deinem Frieden! – Kv
(GL 441)
HERR, mein Herz überhebt sich nicht, *
nicht hochmütig blicken meine Augen,
ich gehe nicht um mit großen Dingen, *
mit Dingen, die mir nicht begreiflich sind. - Kv
Vielmehr habe ich besänftigt, habe zur Ruhe gebracht meine Seele. /
Wie ein gestilltes Kind bei seiner Mutter, *
wie das gestillte Kind, so ist meine Seele in mir.
Israel, warte auf den HERRN *
von nun an bis in Ewigkeit! - Kv
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Thessalonich.
Schwesern und Brüder!
Wir sind euch freundlich begegnet:
Wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt,
so waren wir euch zugetan
und wollten euch
nicht nur am Evangelium Gottes teilhaben lassen,
sondern auch an unserem Leben;
denn ihr wart uns sehr lieb geworden.
Ihr erinnert euch, Brüder und Schwestern,
wie wir uns gemüht und geplagt haben.
Bei Tag und Nacht haben wir gearbeitet,
um keinem von euch zur Last zu fallen,
und haben euch so das Evangelium Gottes verkündet.
Darum danken wir Gott unablässig dafür,
dass ihr das Wort Gottes,
das ihr durch unsere Verkündigung empfangen habt,
nicht als Menschenwort,
sondern - was es in Wahrheit ist -
als Gottes Wort angenommen habt;
und jetzt ist es in euch, den Glaubenden, wirksam.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Thessalonich.
Schwesern und Brüder!
Wir predigen nicht, um euch irrezuführen
und nicht in unlauterer oder betrügerischer Absicht,
sondern wir tun es,
weil Gott uns geprüft und uns das Evangelium anvertraut hat,
nicht also um den Menschen,
sondern um Gott zu gefallen,
der unsere Herzen prüft.
Nie haben wir mit unseren Worten zu schmeicheln versucht,
das wisst ihr,
und nie haben wir aus versteckter Habgier gehandelt,
dafür ist Gott Zeuge.
Wir haben auch keine Ehre bei den Menschen gesucht,
weder bei euch noch bei anderen,
obwohl wir als Apostel Christi
unser Ansehen hätten geltend machen können.
Im Gegenteil,
wir sind euch freundlich begegnet:
Wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt,
so waren wir euch zugetan
und wollten euch
nicht nur am Evangelium Gottes teilhaben lassen,
sondern auch an unserem Leben;
denn ihr wart uns sehr lieb geworden.
Ihr erinnert euch, Brüder und Schwestern,
wie wir uns gemüht und geplagt haben.
Bei Tag und Nacht haben wir gearbeitet,
um keinem von euch zur Last zu fallen,
und haben euch so das Evangelium Gottes verkündet.
Ihr seid Zeugen und auch Gott ist Zeuge,
wie gottgefällig, gerecht und untadelig wir uns
euch, den Glaubenden, gegenüber verhalten haben.
Ihr wisst auch,
dass wir, wie ein Vater seine Kinder,
jeden Einzelnen von euch
ermahnt, ermutigt und beschworen haben
zu leben, wie es Gottes würdig ist,
der euch zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit beruft.
Darum danken wir Gott unablässig dafür,
dass ihr das Wort Gottes,
das ihr durch unsere Verkündigung empfangen habt,
nicht als Menschenwort,
sondern - was es in Wahrheit ist -
als Gottes Wort angenommen habt;
und jetzt ist es in euch, den Glaubenden, wirksam.
Halleluja. Halleluja.
Einer ist euer Vater, der im Himmel.
Einer ist euer Lehrer, Christus.
Halleluja.
Jesus kritisiert in die Pharisäer in einem Ton, dass man sich als einfacher Bibelleser nur wundern kann. Matthäus überträgt die Kritik Jesu auf die Christengemeinde seiner Zeit. Was Jesus fordert, ist zeitlos und ruft einen jeden von uns zur Selbstkritik.
Wer mit Kindererziehung zu tun hat, weiß, wie wichtig neben den Worten auch das eigene Vorbild ist. Wenn auf große Worte keine Taten folgen, werden wir unglaubwürdig. Auch wenn wir hinter unseren Idealen oft zurückbleiben, ist es jedoch wichtig, Ideale, Werte und Ziele zu haben.
Lieder
GL 143: Mein ganzes Herz erhebet dich
GL 144: Nun jauchzt dem Herren, alle Welt
GL 164: Der in seinem Wort uns hält
GL 170: Allein Gott in der Höh sei Ehr
GL 216: Im Frieden dein, o Herre mein
GL 381: Dein Lob, Herr, ruft der Himmel aus
GL 384: Hoch sei gepriesen unser Gott
GL 395: Den Herren will ich loben
GL 422: Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
GL 424: Wer nur den lieben Gott lässt walten
GL 428: Herr, dir ist nichts verborgen
GL 440: Hilf, Herr meines Lebens
GL 448: Herr, gib uns Mut zum Hören (2. Str.)
GL 464: Gott liebt diese Welt
GL 491: Ich bin getauft und Gott geweiht
GL 543: Wohl denen, die da wandeln
GL 552: Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt
Psalmen und Kehrverse
GL 33: Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde. - Mit Psalm 8 - VII.
GL 34: Herr, wer darf Gast sein in deinem Zelt, wer darf weilen auf deinem heiligen Berg? - Mit Psalm 15 oder mit Psalm 131 (GL 72,2) - VI.
GL 71: Selig, wer Gott fürchtet und auf seinen Wegen geht. - Mit Psalm 128 - VIII.
GL 639,3-4: Beim Herrn ist Barmherzigkeit, bei ihm ist Erlösung in Fülle. - Mit Psalm 130 - II.
Aus den politische Wahlkämpfen wissen wir, dass Polarisierungen zwar das eigene Profil schärfen, dass sie jedoch nach der Wahl jedoch oft hinderlich sind, konstruktiv zusammenzuarbeiten. Das gilt auch für das Leben der Kirche. Wo wir einander als konservativ, progressiv, liberal oder sonstwie abstempeln, hindern wir einander, auf das hinzuhören, was Gott uns sagen will.
Wir tun gut daran, Gott und einander um Vergebung und Barmherzigkeit zu bitten, bevor wir an ihn herantreten.
Herr, Jesus Christus, du allein bist unser Meister.
Wir sollen einander Schwestern und Brüder sein.
Herr, erbarme dich.
Gott allein sollen wir als unseren Vater anreden.
Wir sollen als Kinder Gottes leben.
Christus, erbarme dich.
Jesus Christus allein soll unser Lehrer sein.
Wir sollen einander dienen und gegenseitig aufbauen.
Herr, erbarme dich.
Allmächtiger, barmherziger Gott,
es ist deine Gabe und dein Werk,
wenn das gläubige Volk dir würdig und aufrichtig dient.
Nimm alles von uns,
was uns auf dem Weg zu dir aufhält,
damit wir ungehindert der Freude entgegeneilen,
die du uns verheißen hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis
Gott.
Dein Sohn ist zu uns gekommen,
nicht um sich bedienen zu lassen,
sondern um zu dienen.
Gib, daß wir von ihm lernen,
wie wir leben sollen.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
MB Auswahl 8
Guter Gott,
du hast uns Jesus von Nazareth als Lehrmeister gegeben.
An ihm können wir sehen,
wie wir Dich und einander in Liebe und Ehrfurcht begegnen sollen.
Lass sein Wort und sein Beispiel bei uns auf fruchtbaren Boden fallen.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Bruder und Meister. - Amen.
Guter Gott,
du kennst uns besser, als wir uns selbst kennen,
und weißt, was wir brauchen.
Dich bitten wir:
Für alle, die in der Kirche als Lehrer tätig sind;
- für die Professoren an den Hochschulen und Universitäten,
- für die Lehrer in den Schulen und Kindergärten
- und für die Prediger und Gottesdienstleiter.
Befähige sie, den ihnen Anvertrauten die Frohe Botschaft zu erschließen.
Für alle, die in der Kirche ein Leitungsamt wahrzunehmen haben;
- für die Bischöfe und ihre Mitarbeiter in den diözesanen Ämtern,
- für die Priester und Diakone
- und für die Leiter der pfarrlichen Gremien.
Schenke ihnen Kraft und Ausdauer für ihre Aufgaben
und den Mut, ihr Amt als Dienst an deinem Volk auszuüben.
Für alle christlichen Gemeinschaften und Konfessionen.
Lass sie erkennen, was alle eint, die sich auf dein Evangelium berufen,
und wie alle Getauften gemeinsam ihre Sendung in unserer Welt erfüllen können.
Für alle verstorbenen Schwestern und Brüder.
Lass sie teilhaben am himmlischen Gastmahl,
wenn du alle Menschen zur Vollendung ihres Lebens führst.
Denn du bist unser aller Gott und Schöpfer,
du allein bist unser Meister, Vater und Lehrer,
dir wollen wir gemeinsam dienen. – Amen.
Heiliger Gott,
diese Gabe werde zum reinen Opfer,
das deinen Namen groß macht unter den Völkern.
Für uns aber werde sie zum Sakrament,
das uns die Fülle deines Erbarmens schenkt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis
Kehrvers:
Groß ist der Herr und hoch zu loben,
seine Größe ist unerforschlich.
Guter Gott, unser aller Vater,
wir kommen zu dir,
um dir unser Lob und unseren Dank darzubringen.
Wir danken dir,
dass du mit deinem Volk einen ewigen Bund geschlossen hast
und in Treue zu deinem Bund stehst.
Kehrvers
Du hast uns deinen Willen kundgetan durch die Gebote,
die du durch Mose deinem Volk übergeben
und durch Propheten und Priester ausgelegt hast.
Kehrvers
Dein Sohn Jesus Christus
hat uns den Sinn der Heiligen Schriften erschlossen
und uns den Beistand gesandt,
der uns befähigt zu erkennen,
wie wir dir in rechter Weise dienen.
Kehrvers
Wir danken dir für das Zeugnis der Boten,
durch deren Verkündigung
auch wir dein Wort empfangen und angenommen haben.
Nun ist es in uns wirksam.
Kehrvers
Dafür loben und preisen wir dich
mit allen Engeln und Heiligen stimmen wir ein
in das unaufhörliche Lob der ganzen Schöpfung und rufen:
Danklied, z.B. "Mein ganzes Herz erhebet dich" (GL 143)
Wir danken dir, Vater,
Herr des Himmels und der Erde,
und preisen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn, dein Wort, hast du die Welt geschaffen
und lenkst sie in deiner Weisheit.
Ihn, deinen menschgewordenen Sohn,
hast du uns zum Mittler gegeben.
Er hat deine Botschaft verkündet
und uns gerufen, ihm zu folgen.
Er hat uns erlöst durch sein Kreuz
und mit deinem Geiste besiegelt.
Er ist der Weg, der uns zu dir führt,
er ist die Wahrheit, die uns frei macht;
er ist das Leben und erfüllt uns mit Freude.
Durch ihn führst du deine Söhne und Töchter zusammen
zu einer einzigen Familie.
Darum rühmen wir jetzt und in Ewigkeit dein Erbarmen
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
MB Besondere Anliegen 3
Wir danken dir, heiliger, starker Gott.
Du lenkst die Geschicke der Welt
und sorgst für jeden Menschen.
Du versammelst uns zu einer Gemeinschaft,
damit wir alle dein Wort hören
und deinem Sohn im Glauben folgen.
Er ist der Weg - auf diesem Weg gelangen wir zu dir;
er ist die Wahrheit - sie allein macht uns frei;
er ist das Leben und erfüllt uns mit Freude.
Darum danken wir dir, Vater, für deine Liebe,
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Wir stimmen ein in den Gesang der Engel
und bekennen zum Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 2
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn ihn hast du zum Haupt
der neuen Schöpfung gemacht,
aus seiner Fülle haben wir alle empfangen.
Obwohl er dir gleich war an Herrlichkeit,
hat er sich selbst erniedrigt
und der Welt den Frieden gebracht
durch sein Blut,
das er am Stamm des Kreuzes vergossen hat.
Deshalb hast du ihn über alle Geschöpfe erhöht,
so wurde er für jene, die auf ihn hören,
zum Urheber des ewigen Heiles.
Durch ihn preisen wir jetzt
und in Ewigkeit dein Erbarmen und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 1
Gütiger Gott,
du hast uns mit dem Brot des Himmels gestärkt.
Lass deine Kraft in uns wirken,
damit wir fähig werden,
die ewigen Güter zu empfangen,
die uns in diesen Gaben verheißen sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis
Gott,
in deiner Treue sind unsere Wege gut aufgehoben.
Wir gehen in eine neue Woche.
Wir wissen nicht, was sie uns bringt.
Aber wir bitten um deinen Segen
für unsere Aufgaben, Arbeiten und Herausforderungen,
und um deinen Beistand,
wenn es Konflikte zu durchstehen gilt.
Behüte die Menschen, die wir lieben,
und auch die, die uns fremd bleiben.
Für die Kraftquellen, die du uns auftust,
danken wir dir.
Bei dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Licht sehen wir das Licht.
In Christus, unserem Herrn.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
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Im großen Zusammenhang der biblischen Überlieferung verdeutlicht die Lesung aber auch, dass trotz Gefangenschaft in Babel, die als Strafgericht verstanden wurde, der religiöse Trott nicht nur wieder aufgelebt ist, sondern einfach fortgeführt wird. Dabei ist für das Verständnis die Klammer wichtig, die der Prophet seiner Gerichtsbotschaft gibt: Am Anfang stellt Jahwe sich vor als großer König, dessen Name bei den Völker gefürchtet ist - und am Ende reiht sich der Prophet ein in die Reihe der Gescholtenen: Und wir, haben wir nicht alle denselben Vater? Warum handeln wir dann treulos?
Ein bristanter Punkt könnte bei einer nur oberflächlichen Lesung untergehen: Dass die Priester vom Weg abweichen und Menschen zu Fall bringen, zeigt sich besonders darin, dass sie auf die Person sehen, also Gefälligkeitsurteile fällen, käuflich werden und ihre Macht missbrauchen. Das verletzt nicht nur die
Wahrheit, sondern die Menschen.
Der Tempel war der nach der Rückkehr aus dem Babylonischen Exil mühsam wieder aufgebaut und eingeweiht worden (515), aber der religiöse, kulturelle und auch der politisch- wirtschaftliche Aufschwung war damit nicht eingetreten. Der Prophet zeigt sehr deutlich die Mißstände auf und charakterisiert mit harten Worten das Verhalten vor allem der Priester: Sie haben das Vertrauen in Gott verloren, ehren ihn nicht mehr, ja betrügen ihn sogar. Sie haben den Bund mit Gott gebrochen und müssen mit den Konsequenzen rechnen.
Die Lesung dieses Sonntags ist aus der ersten Rede des Maleachi regelrecht herausgeschnipselt und versucht alle drastischen Vergleiche, die der Prophet verwendet, zu umgehen. Einen so anthropomorph gezeichneten Gott, dem das Verhalten seines Volkes so nah geht, daß er ihm den Arm abschlagen und den eigenen Müll ins Gesicht werfen will, kann man wohl dem Sonntagspublikum nicht zumuten. Die bildlichen Ausdrücke der Prophetenrede wurden sicher auch damals nicht wörtlich verstanden. Maleachi wollte die Menschen aufrütteln, haben wir das nicht nötig?
Praktische Tipps zum Vorlesen und Textauslegung der Katholischen Bibelwerke Deutschland, Österreich und Schweiz