Die Botschaft der alttestamentlichen Lesung von einem neuen Anfang, den Gott an Jerusalem wirken will, dürfen wir als Christinnen und Christen auch an die Kirche, an unsere Pfarre und an uns selbst gerichtet wissen.
Lesung aus dem Buch Baruch.
Leg ab, Jerusalem, das Kleid deiner Trauer und deines Elends
und bekleide dich mit dem Schmuck der Herrlichkeit,
die Gott dir für immer verleiht!
Leg den Mantel der göttlichen Gerechtigkeit an;
setz dir die Krone der Herrlichkeit des Ewigen aufs Haupt!
Denn Gott will deinen Glanz
dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel zeigen.
Gott gibt dir für immer den Namen:
Friede der Gerechtigkeit und Herrlichkeit der Gottesfurcht.
Steh auf, Jerusalem, und steig auf die Höhe!
Schau nach Osten und sieh deine Kinder:
Vom Untergang der Sonne bis zum Aufgang
hat das Wort des Heiligen sie gesammelt.
Sie freuen sich, dass Gott an sie gedacht hat.
Denn zu Fuß zogen sie fort von dir, weggetrieben von Feinden;
Gott aber bringt sie heim zu dir,
ehrenvoll getragen wie in einer königlichen Sänfte.
Denn Gott hat befohlen:
Senken sollen sich alle hohen Berge und die ewigen Hügel
und heben sollen sich die Täler zu ebenem Land,
sodass Israel
unter der Herrlichkeit Gottes sicher dahinziehen kann.
Wälder und duftende Bäume aller Art
spenden Israel Schatten auf Gottes Geheiß.
Denn Gott führt Israel heim in Freude,
im Licht seiner Herrlichkeit;
Erbarmen und Gerechtigkeit kommen von ihm.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv - Groß hat der Herr an uns gehandelt.
Da waren wir voll Freude. – Kv
(oder GL 432)
Als der HERR das Geschick Zions wendete,
da waren wir wie Träumende.
Da füllte sich unser Mund mit Lachen
und unsere Zunge mit Jubel. - Kv
Da sagte man unter den Völkern:
Groß hat der HERR an ihnen gehandelt!
Ja, groß hat der HERR an uns gehandelt.
Da waren wir voll Freude. - Kv
Wende doch, HERR, unser Geschick
wie die Bäche im Südland!
Die mit Tränen säen,
werden mit Jubel ernten. - Kv
Sie gehen, ja gehen und weinen
und tragen zur Aussaat den Samen.
Sie kommen, ja kommen mit Jubel
und bringen ihre Garben. - Kv
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Philippi.
Schwestern und Brüder!
Immer, wenn ich für euch alle bete,
bete ich mit Freude.
Ich danke für eure Gemeinschaft im Dienst am Evangelium
vom ersten Tag an bis jetzt.
Ich vertraue darauf,
dass er, der bei euch das gute Werk begonnen hat,
es auch vollenden wird bis zum Tag Christi Jesu.
Denn Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne
im Erbarmen Christi Jesu.
Und ich bete darum,
dass eure Liebe immer noch reicher
an Einsicht und jedem Verständnis wird,
damit ihr beurteilen könnt, worauf es ankommt.
Dann werdet ihr rein und ohne Tadel sein für den Tag Christi,
erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit,
die durch Jesus Christus kommt,
zur Ehre und zum Lob Gottes.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Philippi.
Schwestern und Brüder!
Immer, wenn ich für euch alle bete,
bete ich mit Freude.
Ich danke für eure Gemeinschaft im Dienst am Evangelium
vom ersten Tag an bis jetzt.
Ich vertraue darauf,
dass er, der bei euch das gute Werk begonnen hat,
es auch vollenden wird bis zum Tag Christi Jesu.
Es ist nur recht,
dass ich so über euch alle denke,
weil ich euch ins Herz geschlossen habe.
Denn ihr alle habt Anteil an der Gnade,
die mir durch meine Gefangenschaft
und die Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums gewährt ist.
Denn Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne
im Erbarmen Christi Jesu.
Und ich bete darum,
dass eure Liebe immer noch reicher
an Einsicht und jedem Verständnis wird,
damit ihr beurteilen könnt, worauf es ankommt.
Dann werdet ihr rein und ohne Tadel sein für den Tag Christi,
erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit,
die durch Jesus Christus kommt,
zur Ehre und zum Lob Gottes.
Halleluja. Halleluja.
Bereitet den Weg des Herrn !
Macht gerade seine Straßen!
Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.
Halleluja.
Die Botschaft der alttestamentlichen Lesung von einem neuen Anfang, den Gott an Jerusalem wirken will, dürfen wir als Christinnen und Christen auch an die Kirche, an unsere Pfarre und an uns selbst gerichtet wissen.
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius;
Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa,
Herodes Tetrarch von Galiläa,
sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und der Trachonitis,
Lysanias Tetrarch von Abilene;
Hohepriester waren Hannas und Kajaphas.
Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes,
den Sohn des Zacharias.
Und er zog in die Gegend am Jordan
und verkündete dort überall
die Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden,
wie im Buch der Reden des Propheten Jesaja geschrieben steht:
Stimme eines Rufers in der Wüste:
Bereitet den Weg des Herrn!
Macht gerade seine Straßen!
Jede Schlucht soll aufgefüllt
und jeder Berg und Hügel abgetragen werden.
Was krumm ist, soll gerade,
was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden.
Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
In einer breit angelegten historischen Verortung wird kurz und auf das Wesentliche reduziert der Täufer sichtbar. Wie in der prophetischen Überlieferung „ergeht“ das Wort Gottes und macht Johannes, den Sohn des Zacharias (vgl. Luk 1), zu einem Propheten. In der lukanischen Darstellung wird diese Berufung zur „Erfüllung“ der Reden des (zweiten) Jesaja im babylonischen Exil.
In Jesaja 40 heißt es: „Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden; denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hat's geredet“ (Verse 3-5).
Die Unterschiede, die auch auffallen und auf verschiedenen Textüberlieferungen beruhen, sind nicht gravierend. Gemeinsam sind: das Wüstenmotiv, die Wegbereitung und die – kommende – Herrlichkeit.
Anders als in Jes. 40,6-11 akzentuiert Lukas die Verkündigung des Täufers: Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Für den Evangelisten gehört das zu der Brücke, die in Kap. 4 einen Pfeiler erhält: Jesus legt in der Synagoge von Nazareth die Schrift aus - auch aus dem Propheten Jesaja (61, 1-2): „Heute ist dieses Wort aus der Schrift erfüllt vor euren Ohren“ (Luk 4,21).
Wer einen Blick auf die Auslegung der Kirchenväter werfen möchte: http://www.catena-aurea.de/ljcadv2.html
Die Perikope stammt aus dem Täuferbericht Lk 3,1-20, der deutlich macht, dass das Wirken des Gottessohnes die Vollendung prophetischen Wirkens der Vorzeit ist. Der Täuferbericht besteht aus drei Teilen: Berufung und Wirken des Johannes, Taufkatechese, Gefangennahme.
Die Verse 1f beschreiben die Berufung des Johannes in einer historisch festumrissenen Zeit: Nach den Angaben handelt es sich ungefähr um das Jahr 27/28 n. Chr. Aufgrund einer fehlenden Zeitrechnung in Zahlen beschreibt Lukas die Jahreszahlen nach den Regierenden - nach dem Kaiser in Rom, seinem Stellvertreter in der Provinz und den regierenden Vasallen.
Johannes wird nun gerufen, das Gotteswort zu verkünden, eine eigentliche prophetische Erwählung ist ihm ja bereits in die Wiege gelegt worden (Kap. 1). Damit unterscheidet sich die Berufung des Johannes von anderen Prophetenberufungen. Somit wird die Wirksamkeit seines Auftretens aus zwei Quellen gespeist: die Berufung von Mutterleib an und die Vollendung der Jesaja-Prophetie in seiner Person.
Der Umstand, dass Johannes in der Wüste lebte, aber am Jordan wirkte, liegt wohl darin begründet, dass das Taufhandeln und die Wüstenworte des Jesaja nur so in Einklang miteinander verstanden werden konnten.
Die Taufhandlung des Johannes erhält ihren Wert aus der dopelten Berufung. In dieser Taufe, die wohl mehr als eine Besprengung, sondern eher ein Bad gewesens ein dürfte, wird nicht nur der Prophetie Ausdruck gegeben, sondern ein Zeichen für kommendes Heil gesetzt: Die Taufhandlung verweist über sich selbst hinaus, was in der Taufe dann abgeschlossen wird.
Lukas liegt sehr viel daran, für das Auftreten des Täufers Johannes eine genaue Zeitangabe zu machen. Ein sechsfacher Zeitvergleich wird angestellt, und damit wird zugleich auf die politische Situation in Israel hingewiesen.
Das 15. Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius ist höchstwahrscheinlich von Oktober 27 bis September 28 n. Chr. anzusetzen.
Mitten in der „Weltgeschichte“, in einer genau festgelegten und auch genau festzustellenden Zeit, vollzieht sich die „Heilsgeschichte“. Johannes ruft zur Umkehr auf. Seine Taufe wird zum „Zeichen“ für die Rettung vor dem Gericht Jahwes. Aber der frohe Heroldsruf, eine Straße für Gottes Kommen zu bauen, zeigt, daß der Bußruf zugleich als Verheißung des Heiles verstanden werden muß. „Alles Fleisch“, d. h. alle Menschen werden das Heil schauen, das von Gott kommt. So wird hier bereits deutlich, daß Lukas das „Evangelium für die Heiden“ geschrieben hat.
Heil für alle Menschen
Wie bereits in der Vorgeschichte (Lk 1-2) wird auch hier klar: Jesus überbietet Johannes - er ist der Erwartete. Johannes ist der Vorbereiter der Heilsbotschaft und der Heilszeit, der er aber selbst noch nicht angehört. Während die Tätigkeit des Johannes bei Lukas hier endet - er landet im Gefängnis (vgl. Lk 3,20) -, beginnt nun das Wirken und der Weg Jesu (Lk 3,21f).
Der historische Background
Dem Evangelisten Lukas ist das Auftreten des Johannes als Wegbereiter und Verkünder sehr wichtig. Er bettet diese Botschaft in eine ganz konkrete historische Situation an einem geografisch konkreten Ort ein. Dazu benennt er viele historische Herrscher und deren Herrschaftsgebiete, die den Menschen damals bekannt waren. Das 15. Jahr des Kaisers Tiberius (14-37) lässt sich leicht errechnen; es ist 28 oder 29 n.Chr. Die Angaben des Lukas sind in diesem Fall historisch überprüfbar, der Autor selbst ist sehr bemüht um einen zeitlichen und geografischen Rahmen. Pontius Pilatus als Statthalter wird in allen Evangelien genannt. Mit dem Tetrarchen Herodes ist Herodes Antipas gemeint - er ist ein Sohn von Herodes dem Großen, ebenso sein Bruder Philippus. Von Hannas wissen wir, dass er 15 n.Chr. von den Römern als Hohepriester zwar abgesetzt wurde, aber nach wie vor großen Einfluss ausübte; dies ist unter anderem daran zu erkennen, dass sein Schwiegersohn Kajaphas ihm nachfolgte.
Johannes, der Prophet
Mit dem Wort, das an ihn erging, steht Johannes der Täufer ganz in der Tradition der großen Propheten des Alten Testaments. Er tritt in der (südlichen) Jordangegend als Wanderprediger in einem relativ kleinen Gebiet auf. Die Umkehr (wörtlich: umdenken), zu der Johannes aufruft, ist nach seiner Predigt die Voraussetzung, um im bald kommenden Gericht bestehen zu können. Die Zugehörigkeit zum auserwählten Volk reicht nicht aus - sie muss sich im Handeln zeigen. Seine Taufe ist eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Buße und Umkehr ...
Das Zitat des Propheten Jesaja (VV. 4-6 in Anlehnung an Jes 40,3-5) wird nun aktualisiert: Der erwartete Messias kommt und bei ihm ist sein Volk. Die Wegbereitung ist nicht im geografischen Sinne oder als Auftrag für die örtliche Straßenmeisterei zu verstehen, sondern sie ist ein zutiefst inneres Ereignis: Buße, Umdenken und entsprechendes Handeln sind gefordert.
... für alle
Wichtig ist dem Evangelisten Lukas die Botschaft, dass alle Menschen die Gelegenheit bekommen, das Heil zu sehen - nicht nur das jüdische Volk, sondern auch die heidnische Bevölkerung (Lk 3,6; aber auch schon Lk 2,31f). Jeder ist zur Umkehr und damit zum Heil gerufen.
Armin Haiderer
© Diözese Linz. Team Bibelwerk Linz und Glaubenskommunikation
Die Zeit, in der Johannes der Täufer aufgetreten ist, kann in mancher Hinsicht mit unserer Zeit verglichen werden. Damals wie heute haben einfache Menschen die Sehnsucht, sich an Gott auszurichten, aufzuräumen und neue, gerade Wege zu gehen.
Die Wüste, in der Johannes der Täufer predigt, wird zum Symbol für Orte, wo man nicht leben kann. Und gerade in dieser Wüste wird neues Leben von Gott her verheißen. Dies gibt uns Hoffnung, ein neues Aufblühen des Lebens zu erwarten.
Johannes der Täufer hat mit seinem Ruf zur Umkehr und seiner Taufe zur Vergebung der Sünden dem Messias den Weg bereitet. Dieser überbietet ihn noch mit seiner Botschaft von der Barmherzigkeit. Gott geht auf uns Menschen zu, weil er uns unendlich liebt. Die Heiligen des Advents bereiten uns mit ihrem Lebensbeispiel auf das Kommen des Messias vor.
<h3>Sozialpredigt zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2015.</h3> Als Christen wissen wir uns als Abbilder Gottes geschaffen. Dies gibt uns eine Würde, die wir als Basis für das Anerkennen und Eintreten für die Menschenrechte betrachten können. Sich dieser Würde bewusst zu werden, ist auch eine Herausforderung des Advents. Dies kann uns die Kraft geben, sich die vielen Defizite im Zugestehen dieser Rechte in Erinnerung zu rufen und selbst für die Rechte aller Menschen einzutreten.
Dank moderner Technik fühlen wir uns über viele Hindernisse erhaben. Es gibt aber vieles, was uns hindert, ein zufriedenes und erfülltes Leben zu führen. Durch die Taufe sind wir der Dunkelheit und dem Tod entrissen. Dieses Bewusstsein gibt uns Kraft, die Hindernisse, die uns von einander trennen, zu überwinden.
Lieder:
GL 218: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit
GL 221: Kündet allen in der Not
GL 223: Wir sagen euch an den lieben Advent
GL 231: O Heiland, reiß die Himmel auf
GL 233: O Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu
GL 357: Wie schön leuchtet der Morgenstern (4. Str.)
GL 360: Macht weit die Pforten in der Welt!
GL 372: Morgenstern der finstern Nacht
GL 385: Nun saget Dank und lobt den Herren (3. Str.)
GL 446: Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun
GL 554: Wachet auf, ruft uns die Stimme
Psalmen und Kehrverse:
GL 47: In den Tagen des Herrn sollen Gerechtigkeit blühen und Fülle des Friedens - Mit Psalm 72 - V.
GL 56: Freut euch, wir sind Gottes Volk, erwählt durch seine Gnade. - Mit Psalm 100 - V.
GL 69: Der Herr hat Großes an uns getan, sein Name sei gepriesen. - Mit Psalm 126 - IX.
GL 226: Bereitet den Weg des Herrn, machet eben seine Pfade - Mit Psalm 42 und 43 (GL 42,2) - VI.
GL 622,1-2: Habt Mut, ihr Verzagten, und fürchtet euch nicht! Gott selbst wird kommen und euch erretten. - Mit Jes 35 - VIII.
GL 651,5: Freut euch, wir sind Gottes Volk, erwählt durch seine Gnade. - Mit Psalm 34 - V.
Allmächtiger und barmherziger Gott,
deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg.
Lass nicht zu,
dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern,
deinem Sohn entgegenzugehen.
Führe uns durch dein Wort und deine Gnade
zur Gemeinschaft mit ihm,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 2. Adventsonntag
Verborgener Gott,
du läßt uns Menschen gewähren,
du wartest und greifst nicht ein.
Du gibst uns Zeit,
du öffnest uns Wege,
du redest zu uns in Langmut und Liebe.
Wir danken dir für deine Geduld.
Bring uns heute zur Besinnung.
Mach uns offen für dich.
Laß die ganze verlorene Menschheit hinfinden zu dir.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.
MB Auswahl 22
Barmherziger Gott,
wir bekennen, dass wir immer wieder versagen
und uns nicht auf unsere Verdienste berufen können.
Komm uns zu Hilfe, ersetze, was uns fehlt,
und nimm unsere Gebete und Gaben gnädig an.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Adventssonntag
Gabengebet
Vater im Himmel,
in deinem Sohn ist der Welt
das Licht aufgeleuchtet,
das unserem irdischen Leben den Weg weist.
Laß uns in der Feier seines Opfers
das göttliche Leben empfangen,
damit wir selbst Licht werden für die Welt.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB Auswahl 7
Kehrvers:
Singet dem Herrn ja singet ihm!
Preist seinen Namen, macht kund sein Heil. Halleluja
Barmherziger Gott,
wir kommen zu dir, um dir unseren Dank und Lobpreis darzubringen.
Denn du kommst, um dein Volk zu dir heimzuführen.
Durch die Propheten hast Du es gelehrt,
dass du dich deines Volkes erbarmst
und auf seinen Hilferuf hörst.
Kehrvers
Wir danken dir für ihren Aufruf zur Umkehr.
Was krumm ist, soll gerade werden,
was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du uns Hoffnung gegeben hast
auf den Tag Christi hin, an dem er die Welt vollenden wird.
Kehrvers
Mit allen Engeln und Heiligen
stimmen wir in das Lob der ganzen Schöpfung ein
und singen:
Danklied, z. B.: Kündet allen in der Not… (GL 221)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Von ihm redet die Botschaft aller Propheten,
die jungfräuliche Mutter trug ihn voll Liebe in ihrem Schoß,
seine Ankunft verkündete Johannes der Täufer
und zeigte auf ihn,
der unerkannt mitten unter den Menschen war.
Er schenkt uns in diesen Tagen die Freude,
uns für das Fest seiner Geburt zu bereiten,
damit wir ihn wachend und betend erwarten
und bei seinem Kommen
mit Liedern des Lobes empfangen.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Advent 2
Herr, unser Gott,
du hast gewollt,
daß sich das Bild deines Sohnes
auspräge im Wesen der Getauften,
die du zu deinem Tisch geladen hast.
Ermutige uns, dem Evangelium zu folgen
und deinem Heiligen Geist Raum zu geben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Schlussgebete zur Auswahl 6
Rufer in der Wüste
wird er genannt
der junge Mann,
der nur von dem lebte,
was die Natur hergab;
der selbst ein Gerufener war,
berufen,
das Heil zu verkünden;
der Vorläufer dessen,
der das Heil der Welt ist.
Der Rufer in der Wüste,
hat alles dafür gegeben,
seine besten Jahre.
Und lässt am Ende
seines kurzen Lebens
nachfragen:
"Bist du es, der da kommen soll?
Oder sollen wir auf einen anderen warten?"
Der scheinbar Unerschütterliche,
der Starke und Unbeugsame,
der von Gott ausdrücklich Gerufene
ist Glaubender,
Anfragender,
nicht Wissender.
Woher nehmen wir die Gewissheit,
dass unser Leben so richtig ist
wie es ist?
Andrea Wilke auf www.bistum-erfurt.de
Im deutschen Sprachgebrauch wird "Desertifikation" häufig etwas verkürzt mit "Wüstenbildung" übersetzt. Das Problem, das dieser Begriff beschreibt, ist jedoch Ergebnis eines vielschichtigen Prozesses, der von Menschen in Gang gesetzt und durch den Klimawandel noch verschärft wird.
Man spricht von Desertifikation, wenn in Gebieten mit relativ trockenem Klima die natürlichen Ressourcen (Boden, Vegetation, Wasser) als Folge einer zu intensiven Nutzung durch den Menschen beeinträchtigt oder zerstört werden. Eine solche Zerstörung hat dramatische Folgen: Die Vegetation geht zurück oder verschwindet vollständig; Wasser wird zum Mangelgut; die Böden erodieren, versalzen oder versanden; Sand wird vom Wind verfrachtet und zerstört die Infrastruktur. Kurz: Das Land wird unfruchtbar und verödet. Man spricht dann häufig auch von Landdegradierung.
Trockengebiete machen rund 40 Prozent der Landfläche der Erde aus. Sie bilden den Lebensraum und die Existenzgrundlage für einen großen Teil der Weltbevölkerung: Allein im ländlichen Raum der Trockengebiete – das heißt außerhalb großer Städte – lebt rund eine Milliarde Menschen.
www.desertifikation.de
Über 400.000 Leser von Feuerherz hat Senait Meharis Schicksal als Kindersoldatin bewegt. Zwar hat die Sängerin Zuflucht in Deutschland gefunden, doch damit ist Senaits Geschichte noch nicht zu Ende. Denn mit ihrer Kindheit hat sie auch die Heimat verloren - jetzt kehrt sie zurück nach Afrika, um ihre Wurzeln und ihren Platz in der Welt zu finden.
Sie wollte heimkehren, doch sie fand ein zerstörtes Paradies: Der Krieg hat der traditionellen Gesellschaft ihrer Heimat Eritrea tiefe Wunden zugefügt, die Menschen sind körperlich und seelisch gezeichnet. Senait begegnet ehemaligen Kindersoldatinnen, die nicht wie sie dem Elend entfliehen konnten, und unvermittelt ergreift die Vergangenheit wieder von ihr Besitz. Aber dann trifft sie ihre Großmutter Sifan. Bei ihr findet Senait, was ihr die Ich-Kultur des Westens nicht geben kann: die Gemeinschaft, das Füreinander-da-Sein - und vor allem die Musik, die schon ihre Kindheit geprägt hat. Wüstenlied ist die Geschichte einer jungen Frau und ihrer Sehnsucht nach einem Ort in der Welt, wo sie zu Hause sein kann. Auf der Suche nach diesem Platz versöhnt Senait in sich die Welten Afrikas und Europas, und sie entwickelt - nicht zuletzt durch ihre Musik - die Kraft und das Selbstvertrauen, sich zwischen den Kulturen zu behaupten.
http://www.afrikaroman.de
2012 war das Jahr der Korruptionsaufarbeitung, weitere Maßnahmen müssen folgen: Die Idee, die Amtszeit von Politikern mit zwei Perioden zu begrenzen, hat was.
THOMAS PRIOR (Die Presse)
http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1320663
Im Ausland wird Österreich als korrupt wahrgenommen. Einiges hier sei "eines Rechtsstaates unwürdig", kritisiert Transparency. Kampf gegen Korruption werde von der Regierung nicht schnell genug vorangetrieben.
05.12.2012 | 18:09 | GERHARD HOFER (Die Presse)
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1320710
Ein Viertel der Jugendlichen hält alle Parteien für korrupt, das Image der Politiker ist schlechter denn je. Auch die Kirche spielt für viele Junge keine Rolle, wiewohl ihnen konservative Werte wichtig sind.
10.09.2012 | 18:04 | (Die Presse)
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1288625
diepresse.com
Die fünfte Heldentat nun war von ganz anderer Art. Einen riesigen Stall, den Stall des Augias, sollte Herakles säubern. Eine wenig ehrenvolle, zumal die Stallanlagen des Augias seit nun schon 30 Jahren vor sich hinsumpften. Der Augiasstall muss gen Himmel gestunken haben.
Herakles gelang es, den Augiasstall an nur einem einzigen Tag zu säubern. Wieder griff er zu einem , auf das niemand zuvor gekommen war. Herakles leitete zwei nahe gelegene Flüsse um. So gelang es ihm, den Augiasstall von all dem Mist zu befreien, der seit Jahrzehnten in ihm moderte.

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Schneller am Ziel
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Autor und Entstehungszeit des Buches Baruch sind unbekannt. Trotzdem werden Spuren in die Jeremia-Geschichte gelegt, in der Baruch eine gewichtige Rolle spielt. Als deuterokanonisches oder auch apokryphes Buch ist es in der Septuaginta, der bedeutenden griechischen Übersetzung des Alten Testaments, auch dem Jeremia-Buch angehängt worden.
Das eigentliche Buch Baruch beginnt mit einer historischen Einführung (1,1-14), in der zunächst (1-2) festgestellt wird, dass das Buch vier Jahre nach der Zerstörung Jerusalems durch die Chaldäer in Babel von Baruch (dem Sekretär des Propheten Jeremia) geschrieben und dann (3-14) in einer Versammlung Ex-König Jojachin und anderen Juden im babylonischen Exil vorgelesen wird. Die Versammlung reagiert mit Weinen und Gebet und veranstaltet eine Sammlung. Das gesammelte Geld, das Buch und Tempelgeräte, die verschleppt worden waren, die Baruch aber zurückerhalten hatte, werden mit der Bitte um Opfer im Tempel und Gebet nach Jerusalem überbracht.
Die Lesung ist dem letzten Abschnitt entnommen: 4,5 bis 5,9 und besteht aus 4 Oden, die mit der Aufforderung "Hab(t) Vertrauen" einsetzen: Verse 4,5. 21. 27. 30. In diesem Rahmen gibt die Lesung einen Psalm wider, der in 4,36 bis 5,9 überliefert wird. Auffällig ist nicht nur die große Nähe zu dem 11. - apokryphen - Psalm Salomons, sondern auch die sprachliche und gedankliche Nähe zu Deuterojesaja.
Es sind Bewegungsmetaphern, die den Psalm strukturieren: Leg ab - leg an - steh auf. Dem Kleid der Trauer steht der Schmuck der Herrlichkeit gegenüber, die Gott "für immer" verleiht. Nicht von einer Episode ist die Rede, sondern von einem gänzlich Neuen, das sich jeder Grenze entzieht: "Für immer" wird auch der Name gegeben: Friede der Gerechtigkeit und Herrlichkeit der Gottesfurcht.
Jerusalem, auf dem Tiefpunkt seiner Geschichte, geschmäht und deprimiert, wird von Gott mit Glanz überhäuft - und dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel gezeigt. Die Bilder, die in schneller Folge die Bewegung aufnehmen und sich geradezu überbieten, erzählen von der Heimkehr. Die babylonische Gefangenschaft ist zu Ende, Gottes Gericht ist zu Ende, die Resignation ist zu Ende. Der letzte Satz beschließt den Psalm hymnisch: "Denn Gott führt Israel heim in Freude, im Licht seiner Herrlichkeit, Erbarmen und Gerechtigkeit kommen von ihm."
Der Text der 1. Lesung dieses Adventssonntages stammt aus dem späten atl. Buch Baruch. Der Namensgeber des Buches war vermutlich 'Sekretär' des Propheten Jeremia. Beide arbeiten in einer Kultur, die mit Schriften vertraut ist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass etwa Vers 7 deutliche Anspielungen auf den Deuterojesaja-Vers 40,4 enthält: Der Autor dieser Stelle wie der Autor des letzten Teiles des Buches Baruch könenn Zeitgenossen gewesen sein. Grundsätzlich ist der Befund zur Entstehungsgeschichte sehr uneinheitlich.
Die Verse sind Ermutigungsreden an das Volk Israel in der babylonischen Verbannung. Diese Verse sind aber wohl kaum zur Zeit des Exils entstanden, sondern eher im 1. Jahrhundert v. Chr.
Das Buch Baruch ist in der uns vorliegenden Form erst sehr spät abgefaßt worden (1. Jhdt. v. Chr), und enthält eine Sammlung verschiedener Schriften. Bar 5 ist Teil eines Heilswortes über die Heimkehr der jüdischen Diaspora. Der Autor schildert sie in leuchtenden Farben.
An unserem Lesungstext sind deutlich zwei Teile zu erkennen (Verse 1-4, 5-9). Beide beginnen mit einer Mahnung, einer Aufforderung an die Stadt Jerusalem: Die Stadt soll sich zuerst auf das Heilsgeschehen vorbereiten, ihre Trauer ablegen, und dann Ausschau halten. Denn Gott ist schon dabei, das Heil zu wirken, er bringt die Zerstreuten heim. Die ganze Schöpfung wird gleichsam eingeladen, mitzuhelfen, daß diese Heimkehr leicht gemacht, ja zu einem Triumphzug wird.
Baruch - ein Schreiber in Jerusalem
Baruch ben Nerija, seines Zeichens Schreiber in Jerusalem, ist aus dem Buch des Propheten Jeremia bekannt. Dort fungiert er einmal als Notar, wenn er den Kaufvertrag für den Acker verwahrt, den Jeremia von Hanamel, dem Sohn seines Onkels Schallum, erwirbt (Jer 32,6-15). Zum anderen ist er vor allem derjenige, der nach dem Diktat des Propheten dessen bisherige Verkündigung auf eine Rolle schreibt, damit sie öffentlich vorgelesen wird (vgl. Jer 36). Durch diesen Auftrag wird Baruch gleichsam zu einem Mittler der prophetischen Botschaft. Als solcher tritt er uns auch entgegen, wenn er frühere Worte von Propheten aufgreift und in einer eigenen Schrift aktualisiert.
Aktualisierung prophetischer Botschaft
Baruch 5,1-9 ist in dieser Weise ein aktualisierter Text, in welchem der Verfasser auf verschiedene Weissagungen des Jesaja-Buches zurückgreift und die Stadt Jerusalem auffordert, das Kleid der Trauer abzulegen (V. 1), das heißt, die Zeit der Trauer nach der Zerstörung und der Wegführung der Einwohner durch die Babylonier (587 v.Chr.) zu beenden und sich mit Schmuck zu bekleiden (vgl. VV. 1f), denn Gott wird ihren Glanz erneuern und sie mit einem Ehrennamen vor aller Welt auszeichnen (VV. 3f). Mit diesem Aufruf wird zugleich die vorherige Klage Jerusalems beantwortet (vgl. Bar 4,9-20) und ihre Hoffnung auf eine Wende bestätigt (vgl. 4,21-29).
Gott greift heilsam ein
Gleich der Freudenbotin in Jes 40,9 soll Jerusalem auf einen hohen Berg steigen und nach Osten schauen (V. 5). Denn wie sie die Wegführung ihrer Kinder sehen musste (vgl. Bar 4,10.23.26.37), so soll sie jetzt ihre Rückkehr erwarten. Aber neu gegenüber Jesaja ist, dass Gottes Wort diese von überall her, von Westen (Untergang der Sonne) und Osten (Aufgang) sammelt (V. 5). Neu ist auch, dass nicht die Völker sie ehrenvoll zurückbringen (vgl. Jes 66,20), sondern Gott selber es tun wird (V. 6). Wie in Jes 40,3f wird ihr Weg eine ebene Straße sein und Bäume werden ihnen Schatten spenden, wenn Gott sie als Zeichen seines Erbarmens heimführt in ihr Land (VV. 7-9). Baruch ergänzt also die Verheißungen Jesajas, denn auch im Westen, also in anderen Ländern, gibt es solche, die noch heimkehren müssen und ein neues Eingreifen Gottes nötig haben.
Jerusalem - Bild für die Kirche
Nach christlichem Verständnis ist die als Person angeredete Stadt Jerusalem ein Bild für die Kirche. Daher blickt hier die Kirche („Jerusalem“) als Heimat der von Gott Erlösten bereits freudig voraus auf die Gedächtnisfeier der Geburt des Erlösers.
Das Evangelium (Lk 3,1-6) lässt allerdings keinen Zweifel daran, dass es nicht nur „in jener Zeit“, sondern auch heute nötig ist, den Weg zu diesem Geschehen innerhalb der Kirche und in uns selber zu bereiten.
Franz Hubmann
© Diözese Linz. Team Bibelwerk Linz und Glaubenskommunikation