Lesung aus der Apostelgeschichte.
Durch die Hände der Apostel
geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk.
Alle kamen einmütig in der Halle Salomos zusammen.
Von den Übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschließen;
aber das Volk schätzte sie hoch.
Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt,
Scharen von Männern und Frauen.
Selbst die Kranken trug man auf die Straßen hinaus
und legte sie auf Betten und Liegen,
damit, wenn Petrus vorüberkam,
wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel.
Auch aus den Städten ringsum Jerusalem
strömten die Leute zusammen
und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit.
Und alle wurden geheilt.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus der Offenbarung des Johannes.
Ich, Johannes, euer Bruder und Gefährte in der Bedrängnis,
in der Königsherrschaft
und im standhaften Ausharren in Jesus,
war auf der Insel, die Patmos heißt,
um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus.
Am Tag des Herrn wurde ich vom Geist ergriffen
und hörte hinter mir eine Stimme, laut wie eine Posaune.
Sie sprach: Schreib das, was du siehst, in ein Buch
und schick es an die sieben Gemeinden in Kleinasien.
Da wandte ich mich um,
weil ich die Stimme erblicken wollte, die zu mir sprach.
Als ich mich umwandte,
sah ich sieben goldene Leuchter
und mitten unter den Leuchtern
einen gleich einem Menschensohn;
er war bekleidet mit einem Gewand
bis auf die Füße
und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold.
Als ich ihn sah,
fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder.
Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte:
Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte
und der Lebendige.
Ich war tot, doch siehe, ich lebe in alle Ewigkeit
und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.
Schreib auf, was du gesehen hast:
was ist und was danach geschehen wird.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus der Offenbarung des Johannes.
Ich, Johannes, euer Bruder und Gefährte in der Bedrängnis,
in der Königsherrschaft
und im standhaften Ausharren in Jesus,
war auf der Insel, die Patmos heißt,
um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus.
Am Tag des Herrn wurde ich vom Geist ergriffen
und hörte hinter mir eine Stimme, laut wie eine Posaune.
Sie sprach: Schreib das, was du siehst, in ein Buch
und schick es an die sieben Gemeinden:
nach Ephesus, nach Smyrna, nach Pergamon, nach Thyatira, nach Sardes, nach Philadelphia und nach Laodizea!
Da wandte ich mich um,
weil ich die Stimme erblicken wollte, die zu mir sprach.
Als ich mich umwandte,
sah ich sieben goldene Leuchter
und mitten unter den Leuchtern
einen gleich einem Menschensohn;
er war bekleidet mit einem Gewand
bis auf die Füße
und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold.
Sein Haupt und seine Haare waren weiß wie weiße Wolle,
wie Schnee,
und seine Augen wie Feuerflammen;
seine Beine glänzten wie Golderz, das im Schmelzofen glüht,
und seine Stimme war wie das Rauschen von Wassermassen.
In seiner Rechten hielt er sieben Sterne
und aus seinem Mund kam ein scharfes, zweischneidiges Schwert
und sein Gesicht leuchtete wie die machtvoll strahlende Sonne.
Als ich ihn sah,
fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder.
Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte:
Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte
und der Lebendige.
Ich war tot, doch siehe, ich lebe in alle Ewigkeit
und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.
Schreib auf, was du gesehen hast:
was ist und was danach geschehen wird.
Das Geheimnis der sieben Sterne,
die du auf meiner rechten Hand gesehen hast,
und der sieben goldenen Leuchter ist:
Die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden
und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden.
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
Am Abend dieses ersten Tages der Woche,
als die Jünger aus Furcht vor den Juden
bei verschlossenen Türen beisammen waren,
kam Jesus,
trat in ihre Mitte
und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten
zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.
Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch!
Wie mich der Vater gesandt hat,
so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte,
hauchte er sie an
und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Denen ihr die Sünden erlasst,
denen sind sie erlassen;
denen ihr sie behaltet,
sind sie behalten.
Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf,
war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
Die anderen Jünger sagten zu ihm:
Wir haben den Herrn gesehen.
Er entgegnete ihnen:
Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe
und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel
und meine Hand nicht in seine Seite lege,
glaube ich nicht.
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt
und Thomas war dabei.
Da kam Jesus bei verschlossenen Türen,
trat in ihre Mitte
und sagte: Friede sei mit euch!
Dann sagte er zu Thomas:
Streck deinen Finger hierher aus
und sieh meine Hände!
Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite
und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Thomas antwortete und sagte zu ihm:
Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm:
Weil du mich gesehen hast, glaubst du.
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Noch viele andere Zeichen
hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan,
die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind.
Diese aber sind aufgeschrieben,
damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist,
der Sohn Gottes,
und damit ihr durch den Glauben
Leben habt in seinem Namen.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der vorliegende Text kann in drei abgeschlossene Einheiten geteilt werden: die Begegnung Jesu mit den Jüngern, die Begegnung Jesu mit Thomas und die Schlusserklärung. Anders als sonst (Joh 18:20) finden die Ereignisse hinter verschlossenen Türen statt. Jesus tritt in die Mitte seiner Jünger und begrüßt sie mit dem jüdischen Friedensgruß -dieser wird nun zum Zeichen des Heiles und der Auferstehung. Nach einer Legitimationsgeste beauftragt und ermächtigt Jesus die Jünger (und Jüngerinnen?) zur Sündenvergebung. Wie das aber genau aussehen soll (Taufe etc.), bleibt unklar. Die Beauftragung findet sich versinnbildlicht in der Weitergabe des Lebensatems (vgl. Gen 2,7; Ex 37,9).
Die Thomas-Begegnung hat den Charakter einer Ermahnung an die nachösterlichen Gemeinden. Sie müssen sich anders als die Apostel damit begnügen, dass sie glauben sollen ohne zu sehen - in diesem Glauben aber sollen sie standhaft sein. Die Aussage, dass sich die Jüngerschar jeweils am ersten Tag der Woche (der Ausdruck “achter Tag” beinhaltet Ausgangs- und Endtag der Zählung) versammelte, ist ein Hinweis auf den Herrentag, zu dem die Gemeinde zusammenkommt, das Mahl feiert und an Jesu Gegenwart in den Gestalten von Brot und Wein glaubt, ohne ihn leiblich zu sehen. Die Bedeutung der Thomas-Geschichte im Auferstehungsgeschehen selbst ist zweitrangig. Das zeigt sich an dem Umstand, dass - anders als bei der ersten Begegnung Jesu mit der Jüngerschar - recht ungenau formuliert wird. So bleibt etwa die Frage, warum Thomas nicht bei der Schar ist, ungeklärt. Auch wird nicht beschrieben, ob Thomas Jesus berührt hat. Die Abschlusserklärung (Vv. 30f) unterstreicht die Ermahnung.
Es ist eine paradoxe Situation, die Johannes beschreibt: Die Jünger wissen durch Maria Magdalena bereits, dass Jesus lebt, dieses Wissen bleibt aber ohne Folgen. Sie tun nichts, denn ohne Jesus sind sie noch unfähig, etwas zu tun. Sie fühlen sich alleingelassen und sind voll Furcht hinter verschlossenen Türen. Da erscheint plötzlich Jesus, mitten unter den Jüngern macht er sich sichtbar. Er entbietet ihnen seinen Frieden, als Zeichen, dass er die gottfeindliche Welt besiegt hat, und er zeigt sich ihnen als der verherrlichte Gekreuzigte. Nun können sich die Jünger auch darüber freuen, dass Jesus zum Vater zurückgegangen ist.
Der zweite Friedensgruß soll die Jünger befähigen, sich der Welt als Gesandte Jesu zuzuwenden. Von nun an wird der Heilige Geist, der von Gott und von Jesus stammt, in den Jüngern weiterwirken.
Thomas kann dem Wort der Übrigen nicht trauen. Das Kommen Jesu acht Tage später gilt Thomas. Jesus tadelt zwar sein Begehren, weist es aber nicht zurück. Thomas spricht sein Bekenntnis, ohne sein Begehren, die Wunden zu berühren, auszuführen. Johannes schreibt diese Szene für die skeptischen Menschen. Im Zweifel des Thomas kommt auch ihr Zweifel zum Ausdruck. Sie sollen ebenfalls zum Bekenntnis für Jesus gelangen, auch wenn sie keine Chance mehr haben, ihren Zweifel durch die Möglichkeit einer eigenen Untersuchung ausräumen zu können.
Jesus zeigt bei seiner Begegnung nach seiner Auserstehung den Jüngern seine Wunden und fordert Thomas auf, seinen Finger in seine Wunden zu legen. Uns kann diese Szene anregen, mit Verwundungen behutsam und bewusst umzugehen.
Vor einigen Jahren wurde ich gebeten, die Begräbnisfeier für einen Mann zu halten, den ich die letzten Monate seines Lebens seelsorgerlich begleitete. Ein Krebsleiden führte zu einem frühen Tod. Ein Nebensatz in meiner Begräbnisansprache wurde von der hinterbliebenen Gattin anders verstanden, als ich ihn gemeint hatte, und hat sie tief verletzt. Weder ein Gespräch darüber noch meine Bitte um Entschuldigung konnten sie beruhigen. Wir sind uns seither nicht mehr begegnet. Ich weiß nicht, ob und wann diese ihre Wunde verheilt ist.
Wie diese Frau werde ich wohl schon öfter Menschen verletzt haben, ohne dass ich es wollte und ohne dass ich es danach erfahren habe. Mit Sicherheit bin ich auch vielen Menschen etwas schuldig geblieben, ohne dies beabsichtigt zu haben. Umgekehrt habe auch ich im Laufe meines Berufslebens Verletzungen davongetragen, gewollte und ungewollte. Früher oder später sind sie vernarbt. Die Erinnerung an manche Ereignisse ist aber noch vorhanden.
Der Evangelist Johannes lenkt im Bericht von der Begegnung des Auferstandenen mit den Jüngern unsere Aufmerksamkeit auf seine Wunden. Jesus zeigt sie und fordert Thomas auf, sie zu berühren, ja sogar seine Finger in seine Wunden zu legen.
Bei oberflächlicher Betrachtung haben diese ihm die Soldaten im Namen seiner Verfolger zugefügt. Aber gerade in den letzten Stunden seines Lebens gab es auch seelische Verletzungen durch seine Jünger. Da war der Verrat des Judas, der unterlassene Beistand der Jünger in seiner Todesangst auf dem Ölberg, die Verleugnung des Petrus, das Im-Stich-gelassen-werden auf dem Kreuzweg. Menschlich betrachtet sind das seelische Wunden, die noch nicht verheilt sein konnten.
Durch die Auferstehung Jesu treten diese in den Hintergrund und geraten aus dem Blickfeld. Jetzt zeigt er ihnen seine Hände und seine Seite, ohne die Wunden zum Vorwurf werden zu lassen. Für ihn sind sie angesichts der Auferstehung nicht mehr der Rede wert. Es braucht aber einen aufrichtigen Umgang mit dem eigenen Versagen. Ein bewusster und aufrichtiger Umgang mit dem eigenen Versagen, ob bewusst oder unbewusst, ob gewollt oder ungewollt, gibt dem Auftrag zur Sündenvergebung eine zusätzliche Tiefendimension.
In Begräbnisfeiern bitten wir Gott, er möge dem oder der Verstorbenen ein gnädiger Richter sein und ihm oder ihr alle Schuld und Sünden vergeben. Mindestens ebenso wichtig ist mir, dass wir die Verstorbenen um Vergebung bitten für alles, was wir ihnen schuldig geblieben sind, für alles, das wir nicht mehr klären und lösen konnten. Es tut gut, wenn wir bewusst zu den gegenseitigen Verwundungen stehen und wenn wir bewusst den Verstorbenen vergeben.
In einem Krankenhaus bin ich einmal Zeuge geworden, wie zwei hochbetagte Frauen - sie waren leibliche Schwestern - von einander Abschied genommen haben, weil eine von ihnen den baldigen Tod vor Augen hatte. Beide haben sich bedankt für alles, was sie sich wechselseitig geben konnten, und um Verzeihung gebeten für alles, was sie sich durch die Lebensumstände nicht geben konnten. Ich war zutiefst berührt.
Die Begegnung Jesu mit seinen Jüngern und der Umgang mit ihren Wunden zeigt mir, dass diese im Lichte der Auferstehung ein anderes Gewicht bekommen. Mit Recht singen wir "Die Wunden rot, jetzt o wie schön" (GL 337,2). Das darf uns aber nicht zu einer Verharmlosung der Wunden führen, die wir einander zugefügt haben. Es gilt, diese bewusst anzuschauen.
Solange wir seelische Verletzungen nicht ernst nehmen, kann es auch nicht zu einer wirksamen Versöhnung kommen. Ein vorschneller Ruf nach Barmherzigkeit vertieft eine Verletzung eher als er sie heilt. Der Sonntag der Barmherzigkeit bedeutet nicht, "nun ist eitle Wonne", sondern fordert einen bewussten Umgang mit persönlicher und gemeinschaftlicher Schuld angesichts der Barmherzigkeit Gottes. Wenn wir dann unsere Wunden und Narben ins Licht der Auferstehung stellen, können auch diese verwandelt und zur Quelle spiritueller Kraft werden.
Die Jünger müssen jeder einzeln schrittweise zum Glauben an die Auferstehung kommen. Thomas kann es nicht glauben, obwohl er schon lange Zeit mit Jesus in engem Kontakt gelebt hat. Er muss sich erst äußerlich und innerlich von Jesus berühren lassen, damit er glauben kann. Auch unser Glaube braucht Zeit zum Wachsen und schrittweise Vertiefung.
Selig, die nicht sehen und doch glauben. In einem sind sich die nach der Kreuzigung Jesu verbliebenen elf Apostel und Jünger völlig einig: Sie misstrauen der sie erreichenden Botschaft von der Auferstehung Jesu. Frauen aus dem engeren Umkreis Jesu hatten sich in der Frühe des ersten Ostertages zum Grabe aufgemacht, fanden es aber leer. Zwei den Menschen ähnliche Gestalten in weißen Gewändern verkündeten ihnen, er sei auferstanden. Diese Nachricht, von den Frauen den Aposteln und Jüngern überbracht, bewegt diese jedoch nicht zum Jubeln; sie halten die Nachricht für phantasievolles, aber dummes Frauengeschwätz. Trotz der Nachricht von der Auferstehung hält zwei von den Jüngern nichts davon ab, ohne jedes Zögern nach Emmaus aufzubrechen. Auch Thomas muss sich aus der Gruppe entfernt haben. Denn er ist am Abend, als Jesus den Jüngern erscheint, nicht anwesend. Dem späteren Bericht der Apostel und Jünger, der Auferstandene sei ihnen erschienen, traut Thomas nicht über den Weg. Er will den Auferstandenen selbst sehen. Nur das soll ihn überzeugen können.
Im Vergleich mit den anderen Aposteln und Jüngern ist Thomas nicht ungläubiger als diese. Wenn er den Glauben an Jesus völlig aufgegeben hätte, hätte er sich für immer verabschiedet, so wie die Emmausjünger es getan hatten. In seinem tiefsten Innern muss in Thomas eine Sehnsucht gelebt haben und verblieben sein, es möge wahr sein, was ihm von den anderen berichtet wurde. Aber jubeln und fest daran glauben will er erst nach persönlicher Überzeugung. Und dann geschieht, was er sich zutiefst gewünscht hat. Jesus kommt auch ihm wie den anderen entgegen, zeigt sich ihm und fordert ihn auf: Leg deine Finger in meine Wunden.
Thomas befindet sich plötzlich in einer Situation, die es bei uns Menschen gelegentlich gibt:
Tief etwas, das das Normale und Vertraute übersteigt, ersehnen, dabei aber skeptisch bleiben und eher nicht glauben, dass das Ersehnte eintreten und Wirklichkeit werden könnte, und dann fassungslos und überglücklich zugleich erleben, dass das zunächst nicht recht Glaubbare, aber zutiefst Ersehnte in Erfüllung geht. Thomas verschlägt es die Sprache. Er kann nur noch stammeln: Mein Herr und mein Gott.
Fragen wir uns: Was will der Evangelist Johannes den Gläubigen seiner Gemeinde mit diesem Bericht vermitteln?
Als erstes möchte er sicher, dass sie, und damit auch wir, sich einmal mit den Aposteln und Jüngern vergleichen. Drei Jahre hielten sie sich in der Nähe Jesu auf und erlebten ihn. Wie tief ließen sie sich eigentlich von den Worten und Taten Jesu berühren? Wie wenig haben sie davon in ihr Herz aufgenommen und darin bewahrt, sodass sie bei der Nachricht von seiner Auferstehung kaum reagieren. Offenbar unberührt verbleiben sie hinter verschlossenen Türen. Johannes möchte, dass wir uns fragen: In welchem Maße bewegt mich mein Glaube, die Worte und die Gestalt Jesu? Drängt er mich, Verschlossenes in mir zu öffnen, um begeistert meinen Glauben zu leben und aus ihm heraus zu handeln?
Das zweite Bild, das uns Johannes zur Betrachtung vor Augen stellt, ist der Apostel Thomas. Er hat den Spitznamen oder Beinamen: Didymus, Zwilling. Thomas trägt in der Tat zwei Seiten in sich. Einmal glaubt er nicht alles, was ihm selbst Vertraute sagen. Es überzeugt ihn nicht, was die Apostel und Jünger – diesmal sogar Männer – ihm vom Auferstandenen berichten. Und auch dem Menschen Jesus gegenüber muss er skeptisch gewesen sein. Dieser hatte ja seine Auferstehung mehrfach vorausgesagt. Lebendiger Glaube an die Worte Jesu hätte Thomas in Jubel versetzen müssen, als er den Bericht von der Erscheinung des Auferstandenen vernahm. Aber auch Jesus gegenüber behält seine Skepsis die Oberhand.
Die andere Seite des Apostels ist seine Sehnsucht in ihm, es möge wahr sein, was ihm so unglaublich vorkommt. Thomas ist nicht völlig ungläubig im Bezug auf Jesus, sonst hätte er sich längst für immer verabschiedet. Dieser Jesus war auch für ihn etwas ganz Besonderes, einmalig und wunderbar. Aber Auferstehung vom Tode, so etwas gab es noch nie. Darf man das ernsthaft glauben? Thomas möchte hundertprozentige Gewissheit haben, um endlich alle seine Zweifel begraben zu können. Dafür stellt er die Bedingung: Ich möchte ihn persönlich sehen.
Mit der Gestalt des Thomas und seinen zwei Seiten fängt Johannes viele auf, denen es ergeht wie dem Apostel. Die Gläubigen der Johannes-Gemeinde können Jesus nicht persönlich sehen. Wie sie sich verhalten sollen, sagt ihnen Jesus: Selig die mich nicht sehen und dennoch an mich glauben. Thomas hätte sich manchen Zweifel ersparen können, wenn er die dreijährige Begegnung mit Jesus besser für eine Vertiefung seines Glaubens genutzt hätte. Jesus kommt ihm trotzdem entgegen.
Im Blick auf unseren Glauben steht hier die Frage an: Wie sehr lasse ich mich innerlich berühren von den Worten, Hinweisen und durch das Leben Jesu? Stehen die Kenntnisse über ihn mehr als Berichte neben mir, erhöhen zwar mein Wissen, aber ohne mich immer neu herauszufordern und in meinem Glauben stärken?
Wir dürfen und sollten uns außerdem auch offen halten für eine Erfahrung, wie sie Thomas erleben durfte: Das noch mit großer Skepsis von uns Ersehnte und Erbetene wird auf einmal wahr. Dies darf auch uns erst einmal die Stimme verschlagen und umso mehr das Herz sprechen zu lassen: Mein Herr und mein Gott, ich glaube und ich danke.
Das Wirken Jesu auf Erden, für die Menschen da zu sein, setzt er als Auferstandener fort, indem er den Nöten seiner Apostel und Jünger entgegenkommt. Er wird sie auch künftig begleiten, wenn sie ihn nicht mehr von Angesicht zu Angesicht sehen können. Jesu Begleitung und Hilfe ist auch uns zugesagt. Wo wir wach genug sind, können wir dies immer wieder einmal deutlich spüren. Nehmen wir dies wahr, kosten wir diese Erfahrung aus! Sie wird uns helfen, unseren Glauben zu stärken und zu festigen.
Manchen Menschen fällt es schwer an ein Weiterleben nach dem Tod zu glauben. So können sie auch nicht an die Auferstehung Jesu glauben. Jesus ist in neuer Weise gegenwärtig, etwa in persönlichen Erfahrungen, wo zwei oder drei in seinem Namen beisammen sind oder auch in der Eucharistie.
Bei dem heutigen Evangelium geht es um die Überwindung der Macht des Todes. Wer von uns kann den Tod überwinden? Niemand. Man kann auch nicht durch Befestigungsanlagen den Tod aufhalten. Daher kann ich den Apostel Thomas gut verstehen. Er will handfeste Beweise, dass der Gekreuzigte lebt. Er sagt: „Wenn ich nicht an Jesu Händen das Mal der Nägel sehe und meine Finger in seine Seite legen kann, glaube ich nicht“ (Joh 20.25).
Ein Universitätsprofessor sagte mir Ähnliches: „Das Fortleben nach dem Tod, habe für ihn nur Unterhaltungswert“. Für ihn gilt nur das, was er sehen und begreifen kann. Mir ist da der Satz eingefallen: „Si tacuisses, philosophus mansisses“. Dieser Professor wäre in meinen Augen ein Philosoph geblieben, wenn er geschwiegen hätte. Denn schon Aristoteles spricht von der Unsterblichkeit der Seele. Aber im heutigen Evangelium geht es nicht um die Unsterblichkeit der Seele, sondern um die Auferstehung des Leibes. Das ist noch schwerer zu glauben. Aus diesem Grund wird die Auferstehung vehement bestritten.
Einmal habe ich bei Vorgesprächen zu einem Begräbnis den Satz gehört: „Die Auferstehung sei ein Märchen“. Ich bat dann den Sohn des Verstorbenen die Ansprache zu halten. Das hat er auch getan. Am Schluss seiner Rede hat er gesagt : „Lieber Vater, ich danke dir für alles. Auf Wiedersehen!“ Diesen Satz habe ich mir gemerkt. Wenn ich von einem Wiedersehen spreche, glaube ich doch an ein Fortleben.
Jetzt frage ich mich: Wie kann ich heute zum Glauben an die Auferstehung Jesu gelangen? Das ist gar nicht so leicht. Das braucht Zeit. Denn Jesus hat als Auferstandener keinen irdischen, sondern einen verklärten Leib. Mit so einem Leib kann er auch durch verschlossene Türen gehen. Als Jesus den Aposteln erschienen ist, dachten sie zunächst an einen Geist. An was wurde der Auferstandene erkannt? Maria Magdalene erkannte Jesus an der Stimme, die Emmausjünger erkannten Jesus am Brotbrechen und die Apostel an den Wunden. Und wie können wir Jesus erkennen? Nicht durch Wissen, sondern durch Erfahrungen.
Ich werde öfters zu religiösen Gesprächen eingeladen. Einmal sagte eine Teilnehmerin am Schluss der Runde Folgendes: „Die Situation war so dicht, dass ich die Gegenwart des Herrn spürte. Denn Jesus selbst hat gesagt: 'Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen (Mt 18,20)'“.
Noch dichter und intensiver kann einer den Auferstandenen in der Eucharistie erfahren. Ich war 1983 im Heiligen Land. Ich wollte auf dem Boden stehen, auf dem Jesus gestanden ist. Da sagte ein mir bekannter Archäologe: „Jerusalem ist oft zerstört worden. Du müsstest Grabungen machen, um sagen zu können, dass du auf dem Boden stehst, wo Jesus selbst gestanden ist“. Dieser Gedanke hat meine Freude an den historischen Stätten ein bisschen gedämpft. Ich bin dann in das Hotel zurückgegangen. In diesem Hotel war zu meinem Erstaunen auch eine Kapelle mit dem Allerheiligsten. Dort verweilte ich längere Zeit. Ich betrachtete das Flackern des ewigen Lichtes vor dem Tabernakel. Da kam mir der Gedanke: Warum suche ich Jesus an den historischen Stätten? Er ist hier gegenwärtig. Da erging es mir wie dem Jünger Kleophas. Ich erkannte den Auferstandenen in der Eucharistie. Auf einmal brannte in mir das Herz. Ich kann nicht mehr schweigen, ich verkünde mit ganzem Herzen unseren frohmachenden Glauben.
Von Ostern kann man nur in Superlativen sprechen. Denn Jesus hat nicht nur den Tod überwunden, sondern uns schon jetzt das ewige Leben gebracht. Der erste Mensch stammt von der Erde, der zweite Mensch stammt vom Himmel. Wir dürfen schon jetzt in der eucharistischen Feier am ewigen Hochzeitsmahl teilnehmen. Ja, das ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Darum lasst uns jubeln und fröhlich sein.
Doch ich kenne Menschen, die das Leben nicht schätzen. Sie meinen, dass mit dem Tod alles aus sei. Sie kennen nicht Christus, den Überwinder des Todes. Daher ist es von größter Bedeutung, dass wir eine persönliche Beziehung zu Jesus aufbauen. Nachfolge Jesu heißt: Bereit sein, sich von der bedingungslosen Liebe des Herrn verwandeln zu lassen.
Das höchste Gut ist unter uns in den Gestalten von Brot und Wein bis zum Ende der Zeiten gegenwärtig. Die Begegnung mit dem Herrn im Tabernakel öffnet uns neue Türen und Möglichkeiten. Nutzen wir sie! Die Schöpfung wird neu durch unseren Herrn. Jesus lebt und wirkt auch heute.
Was meinte Jesus mit dem Auftrag, die Sünden nachzulassen? Wir tun gut daran, zuvor die Begriffe wie Sünde und Schuld zu klären und auf ein tieferes Verständnis von Sünde als Gottferne unser Augenmerk zu richten.
Thomas gilt als der Zweifler, ja sogar als der "ungläubige". Er ist aber auch der ,der Fragen stellt, die gestellt werden müssen. Die Begegnung mit dem Auferstandenen führt ihn auf einen andere Ebene: Er wird mit den Wunden des Gemarterten und Hingerichteten konfrontiert.
Ostern ist noch nicht zu Ende. Nach dem ersten Überschwang der Freude über die Auferstehung Jesu, gilt es nun, für die verschiedenen Lebensbereiche daraus Konsequenzen zu ziehen. Ein Bereich ist unser Umgang mit Schuld und Verletzungen. In der Begegnung mit den Jüngern zeigt ihnen Jesus seine Wunden. Waren diese schon voll verheilt? Diese Begebenheit fordert uns heraus, auf die Wunden zu schauen, die wir einaner und ihm zugefügt haben, und einander und den Herrn um Vergebung zu bitten.
Glaube benötigt Wachheit und ein „sich-berühren-lassen“ im Herzen. Dieses Anliegen verfolgt der Evangelist Johannes mit seinem Evangelium von der Begegnung des Auferstandenen mit den Jüngern und im Besonderen mit Thomas.
Wir sollen und wollen uns davor bewahren, uns innerlich zu verschließen. Jesus möge uns entgegenkommen, wie er es bei den Aposteln und Jüngern tat, und uns helfen, Lebendigkeit und Festigkeit in unseren Glauben zu bringen.
Herr, Jesus Christus,
es liegt uns fern, dich zu verraten wie Judas.
Wir überlassen aber dein Herzensanliegen, das Reich Gottes, gerne dem Lauf der Geschichte.
Herr, erbarme dich!
Es liegt uns fern, dich zu verleugnen wie Petrus.
Wir verhalten uns aber oft so, als ob uns deine Botschaft nichts anginge.
Christus, erbarme dich.
Es liegt uns fern, dich im Stich zu lassen wie deine Jünger.
Wir verlassen aber gerne darauf, dass andere etwas tun.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du willst uns die Augen für dich und dein Wesen öffnen.
Herr, erbarme dich.
Du willst unsere Herzen berühren, um unseren Glauben zu stärken.
Christus, erbarme dich.
Du willst uns befreien, wenn wir durch Versagen oder Gleichgültigkeit uns innerlich verschließen.
Herr, erbarme dich.
Barmherziger Gott,
durch die jährliche Osterfeier
erneuerst du den Glauben deines Volkes.
Laß uns immer tiefer erkennen,
wie heilig das Bad der Taufe ist,
das uns gereinigt hat,
wie mächtig dein Geist,
aus dem wir wiedergeboren sind,
und wie kostbar das Blut, durch das wir erkauft sind.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 2. Sonntag der Osterzeit
Allmächtiger Gott,
du gibst uns in deiner Güte mehr,
als wir verdienen,
und Größeres, als wir erbitten.
Nimm weg, was unser Gewissen belastet,
und schenke uns jenen Frieden,
den nur deine Barmherzigkeit geben kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 27. Sonntag im Jahreskreis
Gott,
Friede und Vergebung
sind die großen Gaben des Auferstandenen an seine Jünger.
Schenke auch uns den Glauben,
daß der Herr mitten unter uns lebt und wirkt.
Durch Christus, unseren Herrn.
Allmächtiger Gott,
im Ostersieg deines Sohnes
hat die Erneuerung der Welt begonnen.
Öffne uns die Augen für die Gegenwart
des Auferstandenen in unserem Leben.
Darum bitten wir durch ihn, der mit dir lebt und
herrscht in Ewigkeit.
Barmherziger Gott,
du schenkst uns Vergebung und Gemeinschaft mit dir.
Laß uns dein Handeln nachahmen
und Boten deiner Barmherzigkeit sein.
Durch Christus, unseren Herrn.
Herr, Jesus Christus,
deine Auferstehung erfüllt uns mit Freude und Hoffnung.
Wir brauchen aber deine Hilfe, damit deine Frohe Botschaft die Welt verändert.
Wir bitten dich:
Für alle, die unserer Barmherzigkeit bedürfen.
Gib uns die Kraft, allen zu vergeben, die auf unsere Vergebung angewiesen sind.
Für alle, die Opfer kirchlichen oder persönlichen Machtmissbrauchs geworden sind.
Lass ihre Wunden heilen und gib ihnen die Kraft zu vergeben.
Für alle, die ihren Vertrauensvorschuss als Seelsorger missbraucht
und andere für ihre eigenen Interessen ausgenützt haben.
Lass sie das verübte Unrecht einsehen und zur Wiedergutmachung das Ihre beitragen.
Für die Verantwortungsträger der Kirche.
Gib ihnen den Mut, Fehler einzubekennen und notwendige Konsequenzen zu ziehen.
Für unsere Verstorbenen.
Lass sie die Vergebung der Sünden und Fehler erfahren,
die zu verkünden du uns berufen hast.
Mit Thomas und den anderen Jüngern bekennen wir dich als unseren Herrn und Gott.
Wir preisen dich für deine übergroße Barmherzigkeit. – Amen.
Herr Jesus Christus,
zuversichtlicher Glaube an dich war in den Aposteln und Jüngern geschwunden. Nicht nur ihre Türen, vor allem ihre Herzen waren verschlossen. Mit neuer Kraft hast du ihren Glauben versehen. In gleicher Weise willst du auch an uns handeln.
In diesem Vertrauen bitten wir dich:
Hilf uns, unsere Augen für dich zu öffnen und uns in unserem Herzen von dir, deinen Worten und deinem Wesen berühren zu lassen.
Christus, Auferstandener vom Tode…
Verhilf den Kindern, die dich heute ein erstes Mal empfangen, in ihrem Glauben zu wachsen und zu erstarken.
Christus, Auferstandener vom Tode…
Segne die Mühe und Arbeit aller, die im Dienst der Verkündigung stehen, dass es ihnen gelingt, den Menschen dein Wesen und Wirken für ihre Herzen zu erschließen.
Christus, Auferstandener vom Tode…
Gewähre allen, die in ihrem Leid und in ihren Nöten ihre Zuflucht zu dir nehmen und Hilfe erbitten, deinen Beistand.
Christus, Auferstandener vom Tode…
Die Verstorbenen, gläubig oder distanziert, nimm sie auf in die Gemeinschaft mit dir.
Christus, Auferstandener vom Tode…
Herr Jesus Christus,
deiner Fürsorge, Hilfe und Liebe vertrauen wir uns neu an
und danken dir beglückt.
Du bist unser Herr und Gott. – Amen.
Gelebter Glaube an Dich, den dreifaltigen Gott, braucht Erfahrung im Glauben und Gemeinschaft. Danach suchen wir, wenn wir uns um deinen Tisch und dein Wort versammeln. Du bist jetzt in unserer Mitte.
Dich bitten wir:
Für deine Kirche, dass sie ein Ort ist, an dem viele Menschen ihre Glaubenserfahrungen machen können.
Für unsere Gesellschaft, die sich von Kriegen, Überbevölkerung und Migrationsströmen, Klimaerwärmung und Zerstörung unseres Lebensraums bedroht fühlt und in einem gelebten Glauben keinen Halt mehr findet.
Für alle Menschen, die im steten Fluss ihres Lebens, den für sie richtigen Weg suchen..
Für alle, die in Unfrieden mit dir, ihren Mitmenschen oder sich selbst leben, dass sie deine Friedenszusage erreicht.
Für unsere Verstorbenen, dass sie in deiner Barmherzigkeit gut aufgehoben sind.
Mit allen Menschen, die durch Deinen Geist beschenkt, auf den von dir zugesagten Frieden hoffen,
preisen wir Dich, den Vater, Dich, den auferstanden Herrn Jesus Christus, im Heiligen Geist. - Amen.
Gott,
du hast deinem Volk
durch das Bekenntnis des Glaubens
und den Empfang der Taufe neues Leben geschenkt.
Nimm die Gaben (der Neugetauften und aller)
deiner Gläubigen gnädig an
und laß uns in dir Seligkeit und ewiges Leben finden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Sonntag der Osterzeit
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn erstehen die Kinder des Lichtes
zum ewigen Leben,
durch ihn wird den Gläubigen
das Tor des himmlischen Reiches geöffnet.
Denn unser Tod ist durch seinen Tod überwunden,
in seiner Auferstehung ist das Leben für alle erstanden.
Durch ihn preisen wir dich (in österlicher Freude)
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Osterzeit 2
Er kam durch verschlossene Türen
mitten hinein in ihre Ängstlichkeit
und schenkte
seinen Frieden
Er durchbrach alle Hindernisse
beseitigte alle Zweifel
und schenkte
seinen Frieden
Er kommt auch heute
in unsere verschlossenen Herzen
durch den Beton unserer Wände
und schenkt uns
seinen Frieden
Er durchbricht auch heute
unseren starren Egoismus
und unseren Unglauben
und schenkt uns
seinen Frieden
Allmächtiger Gott,
im heiligen Sakrament haben wir
den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen.
Laß diese österliche Gabe in uns weiterwirken
und fruchtbar sein.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Sonntag der Osterzeit

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
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Im Kontext von Einzelereignisses in der Urgemeinde (5,1-11: Betrug des Hananias und der Saphira; 5,17-21: Verhaftung der Apostel; 5,22-42: Die Apostel vor dem Hohen Rat) stellt dieser Abschnitt 5,12-16 einen sogenannten Sammelbericht dar. Dieser will einen Gesamteindruck vom Leben der ersten Christengemeinde vermitteln will: die davor und danach erzählten Einzelfälle sind als Beispiele für das Leben der Gemeinde insgesamt zu lesen.
Durch die Betonung der Wunderhandlungen der Apostel wird aufgewiesen, daß in allen Geschehnissen der jungen Gemeinde Gott am Werke ist; die Wunder bekräftigen die Verkündigung der Apostel. Die Folge der Predigt und der Wunder ist eine zahlenmäßige Zunahme der Gemeinde: Die Christen erobern die Öffentlichkeit - und zwar Männer und Frauen (Vers 14)!
Das Kennzeichen der Gemeinde ist ihre Einmütigkeit, die ihren Grund im Glauben an den einen Herrn hat. Der gemeinsame Glaube an ihn reißt die Schranken von Geschlecht (5,14), Herkunft (1,5-11) und Religion (11,1-8) nieder.