Lesung aus dem Buch Deuteronomium.
Mose sprach zum Volk:
Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott,
aus deiner Mitte, unter deinen Brüdern, erstehen lassen.
Auf ihn sollt ihr hören.
Der Herr wird ihn als Erfüllung von allem erstehen lassen,
worum du am Horeb, am Tag der Versammlung,
den Herrn, deinen Gott, gebeten hast,
als du sagtest:
Ich kann die donnernde Stimme des Herrn, meines Gottes,
nicht noch einmal hören
und dieses große Feuer nicht noch einmal sehen,
ohne dass ich sterbe.
Damals sagte der Herr zu mir:
Was sie von dir verlangen, ist recht.
Einen Propheten wie dich
will ich ihnen mitten unter ihren Brüdern erstehen lassen.
Ich will ihm meine Worte in den Mund legen
und er wird ihnen alles sagen, was ich ihm gebiete.
Den aber, der nicht auf meine Worte hört,
die der Prophet in meinem Namen verkünden wird,
ziehe ich selbst zur Rechenschaft.
Doch ein Prophet,
der sich anmaßt,
in meinem Namen ein Wort zu verkünden,
dessen Verkündigung ich ihm nicht geboten habe,
oder der im Namen anderer Götter spricht,
ein solcher Prophet soll sterben.
Kv: Hört auf die Stimme des Herrn;
verhärtet nicht euer Herz! – Kv
(GL 53,1)
Kommt, lasst uns jubeln dem Herrn, *
jauchzen dem Fels unsres Heiles!
Lasst uns mit Dank seinem Angesicht nahen, *
ihm jauchzen mit Liedern! – (Kv)
Kommt, wir wollen uns niederwerfen, uns vor ihm verneigen, *
lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer!
Denn er ist unser Gott, /
wir sind das Volk seiner Weide, *
die Herde, von seiner Hand geführt. – (Kv)
Würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören! /
Verhärtet euer Herz nicht wie in Meríba, *
wie in der Wüste am Tag von Massa!
Dort haben eure Väter mich versucht, *
sie stellten mich auf die Probe und hatten doch mein Tun gesehen. – Kv
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korinth.
Schwestern und Brüder!
Ich wünschte, ihr wäret ohne Sorgen.
Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn;
er will dem Herrn gefallen.
Der Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt;
er will seiner Frau gefallen.
So ist er geteilt.
Die unverheiratete Frau aber und die Jungfrau
sorgen sich um die Sache des Herrn,
um heilig zu sein an Leib und Geist.
Die Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt;
sie will ihrem Mann gefallen.
Dies sage ich zu eurem Nutzen:
nicht um euch eine Fessel anzulegen,
vielmehr, damit ihr euch in rechter Weise und ungestört
immer an den Herrn haltet.
Der Lesungstext schließt unmittelbar an die Lesung vom letzten Sonntag an. Als eine der konkreten Fragen christlicher Lebenshaltung behandelt Paulus im Ersten Korintherbrief das Thema Ehe und Ehelosigkeit. Im vorhergehenden Abschnitt, der am vergangenen Sonntag gelesen wurde, ist die ehelose Lebensform deswegen hervorgehoben, weil die Wiederkunft Christi unmittelbar erwartet wird. Diesem Argument wird hier nun ein zweites hinzugefügt: Der Ehelose wird weniger abgelenkt, und er hat mehr Zeit und Energie für "die Sache des Herrn". Die gesparten bzw. gewonnen Kräfte aus der ehelosen Lebensform lassen sich unmittelbar für den Dienst am Reich Gottes einsetzen. Dies ist ein auch heute gängiges (und gewiss richtiges) Argument für den Priesterzölibat. Es lässt sich aber sicher nicht mehr, wie von Paulus beabsichtigt, allgemein auf die Lebensverhältnisse aller Christen anwenden. Auch wer seiner Verantwortung in Ehe und Familie nachkommt betreibt auf seine Weise ganz maßgeblich die "Sache des Herrn". Umgekehrt werden sich alle, die ehelos leben, in ihrem Gewissen immer wieder fragen müssen, ob sie die gewonnenen Energien wirklich mit allem Ernst und Eifer für den Herrn verwenden. So bietet der Abschnitt sehr wohl wertvolle Anregungen, über Ehe und Ehelosigkeit zu reflektieren, wenn auch vielleicht mit anderen Beurteilungstendenzen als Paulus.
Halleluja. Halleluja.
Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen;
denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge
und lehrte.
Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre;
denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat,
nicht wie die Schriftgelehrten.
In ihrer Synagoge war ein Mensch,
der von einem unreinen Geist besessen war.
Der begann zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
Ich weiß, wer du bist:
der Heilige Gottes.
Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!
Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her
und verließ ihn mit lautem Geschrei.
Da erschraken alle
und einer fragte den andern: Was ist das?
Eine neue Lehre mit Vollmacht:
Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
Und sein Ruf
verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
Ein "Besessener", ein psychisch kranker Mensch begegnet im Synagogengottesdienst Jesus. Die Begegnung mit ihm heilt den Kranken. Besondere Menschen haben eine besondere Ausstrahlung. In der Begegnung mit Jesus spürten Menschen die Kraft Gottes.
Kirchgang – Ablauf wie üblich? Vielleicht haben Sie es sich gefragt, als Sie sich auf den Weg machten. Im Moment müssen wir die Frage verneinen. Kirchgang wie üblich ist im Moment nicht möglich: Keine Lieder – Abstand – Anmeldung und Maskenpflicht – kein Plausch hinterher auf dem Kirchplatz. Vor einem Jahr wäre uns das nicht wie üblich vorgekommen, aber jetzt ist alles anders. Und wer weiß, was wir daraus lernen.
Die Menschen in Kafarnaum, von denen das Evangelium heute spricht, erlebten es doppelt anders. Zum einen war da ein anderer Prediger. Es war niemand aus ihrem Ort. Es war kein vertrauter Mensch, dessen Lieblingsthemen man kennt. Es lohnt sich vielleicht, ihm aufmerksam zuzuhören. Diese Hoffnung erfüllte sich: „Die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat“ (Mk 1,22).
Und dann war da noch der Vorfall mit dem einem Besucher. Mag er auch an der Seele krank gewesen sein, sein Herz war es nicht. Dieser Mann begegnete in Jesus nicht nur einem, der mit einer gewissen Vollmacht lehrt. Er spürte in ihm die Kraft Gottes.
Die Menschen in der Synagoge hatten nicht nur etwas Außergewöhnliches zu berichten. Sie spürten ihre Betroffenheit und die tiefe bohrende Frage: Wie stehe ich zu diesem Jesus und seiner Lehre?
Es war dieses Mal anders und es war gut. Die Menschen in Kafarnaum spürten das. Sie konnten auch zu Zeugen werden. Sie konnten sagen: „Ich habe ihn erlebt. Ich weiß, wie überzeugend er ist. Ich weiß sogar, dass durch ihn neue Dinge geschehen. Er macht rein. Er befreit aus der Isolation. Ich war einmal dabei und kann mich immer noch gut daran erinnern.“
Ich stelle mir vor: Das würde nun hier geschehen. Jesus käme nicht, aber vielleicht ein überzeugender Mensch. Alle unsere Heiligen waren zunächst einfache Zeitgenossen. Ihre Mitmenschen haben sich an ihnen gerieben. Vorbilder sind selten angenehm für ihr näheres Umfeld. Sie sind für diese manchmal nur schwer zu ertragen.
Aber angenommen: Er wäre da und würde statt meiner hier stehen. Dieser Mensch würde uns erzählen, welche Erfahrungen er mit Gott gemacht hat. Er würde als ein Prophet den Blick darauf lenken, was Gott zu unseren großen gemeinsamen Themen denkt. Er würde uns helfen, Gottes Antwort zu finden und zu leben. Und er würde uns mit jedem Satz deutlich machen: Es ist keine Theorie, sondern Erfahrung. Jeder seiner Sätze hat seinen Platz im Leben.
Die Propheten des Alten Bundes waren selten Menschen, die außergewöhnlich sein wollten. Jesaja hat gerufen: „Hier bin ich, sende mich.“ Das war seine Antwort auf die Berufung. Die anderen taten sich schwerer damit. Die Propheten wussten: „Ich werde nicht geliebt und anerkannt. Ich muss den Finger auf die Wunde legen. Ich muss Bilder weitergeben, die mir selbst ein Graus sind.“ Sie wussten aber auch: Es muss sein.
Es ist schwer, die Stimmung eines Menschen zu spüren. Doch es geschieht immer wieder. Wir nehmen die Gefühle des anderen wahr und sprechen sie aus. Eineiige Zwillinge spüren über tausende von Kilometern, wenn mit dem anderen Zwilling etwas nicht stimmt.
Es gibt viele Berichte von Haustieren, die instinktiv und richtig auf die Gefühle von Frauchen oder Herrchen reagieren. Es gibt die Bilder der Tiere, die sich auf das Grab Verstorbener legen. Es ist nicht ihr Verstand, der sie so handeln lässt. Sie spüren etwas und leben es aus. (https://orf.at/stories/3198485)
Manchmal kommen wir an Orte, die für uns im positiven Sinne mystisch sind. Dort haben wir das Gefühl, Gott ganz nahe zu sein. Gedanken, die an diesem Ort entstehen, kommen uns vor wie eine göttliche Eingebung. So stelle ich mir die Erfahrung des Besessenen vor. Sie endet für ihn in der Befreiung – und dann ist Segen da.
Jesus wird bewundert wegen der Vollmacht, mit der er spricht. Diese zeigt sich in der Veränderung derer, die ihm begegnen, in der Unterscheidung der Geister und im Heilwerden an Seele und Leib.
Die bewundernswerte Vollmacht Jesu erwächst aus seiner Liebe, die scheinbar Unmögliches möglich macht.
Das Evangelium beginnt mit der Heilung eines unreinen Geistes. Diese Perikope lässt doch einige Fragen offen, die nicht leicht zu beantworten sind: die Frage nach "unreinen Geistern", in weiterem Zusammenhang nach dem Bösen und Besessensein. Wie soll man damit umgehen? Heilung ja, aber wie? Was ist bzw. worin besteht die "Lehre in Vollmacht"?
Auch im Christentum hören wir, genauso wie in anderen Religionen, von guten, helfenden, aber auch bösen, störenden Geistern. So erwächst allmählich die Erkenntnis, dass der Mensch nicht nur helle Seiten, sondern auch Schattenseiten in sich trägt.
Die "unreinen Geister" werden zweimal in dieser Stelle erwähnt, und Markus spricht auch in Kapitel 5 von der Heilung des Besessenen in Gerasa. Wie wir heute wissen, gibt es psychosomatische Zusammenhänge und Vorgänge. Besessenheiten sind krankhaft, sind Süchte, etwa nach Drogen, Alkohol. Auch sehr gebildete Menschen wissen, dass zuviel Alkohol der Gesundheit schadet, Unglück verursacht, dass Drogen nur für ganz kurze Zeit in eine scheinbar bessere Welt versetzen - trotzdem frönen sie dem Laster und werden abhängig.
Wahnvorstellungen wiederum gehen auf Besetztheit zurück, sind meist krankhafte Entwicklungen, bei denen Verhaltensabläufe entstehen, die unverständlich, ja gefährlich werden können (dissoziative Störungen). Die Grenzen von Besessenheit und Besetztheit sind sehr fließend, sind berauschend, wie eine Redewendung zeigt: machtbesoffen sein; Verfolgungswahn mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen. Dadurch werden verschiedene Geisteshaltungen offenbar. Manche dieser Formen können sich auch in krankhaften körperlichen Erscheinungen zeigen. Wenn die Psyche krank ist, trifft das auch sehr oft den Körper.
Zur Zeit Jesu und auch noch danach sah man Fieberanfälle, Epilepsie als unheimliche, nicht erklärbare Phänomene an, die dem Bösen, dem Dämonischen zugeschrieben werden. Und tatsächlich gibt es auch im Inneren des Menschen die Kraft der Zerstörung, sogar den Todestrieb. Blicken Sie nur in die Zeitungen, ins Internet oder Fernsehen. Da finden Sie alles bestätigt.
Dieser Mann, der uns im Evangelium dargestellt wird, den Jesus heilt, hat beide Kräfte in sich: die Kraft des Lebens, aber auch die Kraft der Zerstörung. Eine lebenslange Bewährung wird sein, wie wir mit diesen kaum lösbaren Gegensätzen umgehen. Es gibt Menschen, die haben die Fähigkeit durch Berührung, Handauflegung, durch eine angenehm vertraute Stimme, durch ein einladendes Äußeres etwas zu bewirken. Dann sprechen wir von der Aura, vom Fluidum einer Person.
Es ist schön, wenn wir sagen können: Du bist ein Segen für uns. Sie wird uns im Evangelium in der Person Jesu vorgestellt, weil er gekommen ist zu heilen, was verwundet ist und als wirksamer Ausdruck der Gottesherrschaft auch zu retten. Leider wird das nicht überall begriffen, deshalb scheint nach wie vor auch die Macht der Zerstörung Oberhand zu gewinnen.
"Heiliger Gottes" ist ein christologischer Titel, der sagt: Jesus stellt sich der Macht der Zerstörung entschieden entgegen.
"Lehre in Vollmacht", was das ist, sagt der Text an dieser Stelle nicht konkret. Die Austreibung wird als Folge der Lehre Jesu angesehen und auf seinem Weg mit den Jüngern später entwickelt. Dazu zählt auch, dass jeder sein "Kreuz auf sich nimmt", ihm "nachfolgt" (Mk 8,34f) und sich zu Christus bekennt. Es geht somit um die Überwindung des Bösen. Grundsätzlich ist dieser Kampf schon entschieden. Die Frage ist nur, welchen Mächten wir glauben.
Welche Möglichkeiten einer Heilung gibt es heute außer medizinischen psychotherapeutischen Behandlungsweisen? Heilung wird nicht durch gewaltsame Ausrottung des Bösen, sondern durch Liebe möglich werden: durch Sozialkontakte, etwa eingebunden in eine lebendige Pfarrgemeinde, die Vertrauen stärkt.
Wenn wirklich Böses durch die Tat eines Menschen geschieht, darf trotz allem keiner zum Teufel gemacht werden. Genau das ist unfassbar, nicht zu erklären, geradezu paradox. Der Glaube bekundet darüber eine Fassungslosigkeit, die Opfer wie Täter gleichermaßen ernst nimmt. Wie können wir diesem Umstand aus gläubiger Sicht begegnen? In wenigen Tagen beginnt die Vorbereitungszeit auf Ostern. Vielleicht hilft schon jetzt ein Blick auf das Kreuz mit einem der "Sieben Worte Jesu" nach Lk. 23,43: "Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein." Neben Jesus hängt der Gute neben dem Bösen. Mit b e i d e n tritt Jesus ins Gespräch. Er scheut nicht auch Kontakt mit dem Bösen zu haben, weil er alle - auch die Sünder retten will. Eine gute Nachricht für diesen 4. Sonntag im Jahreskreis, verbunden mit großer Selbstüberwindung, die uns zum Guten, auch zum inneren Frieden, führt.
Wir feiern jetzt Gottesdienst. Jede und jeder kommt mit einer Vorstellung hierher. Wir haben verschiedene Anliegen mitgebracht. Dafür wollen wir beten.
Wie wäre es für Sie, wenn es zu Überraschungen kommt? Wäre das etwas Belebendes? Wäre es eine irritierende Störung?
Der Gemeinde in Kafarnaum erging das so. Wir werden von ihrem besonderen Gottesdienst als Evangelium hören. Vielleicht spüren auch wir etwas von der belebenden Kraft Gottes.
Herr,
wir glauben nicht an böse Geister.
Aber wir werden sie auch nicht los.
Manchmal sind wir wie besessen.
Herr, erbarme dich.
Christus,
wir möchten stark sein.
Dir bekennen wir unsere Abhängigkeiten und Ängste.
Sprich du uns los.
Christus, erbarme dich.
Herr,
die bösen Geister glauben an dich.
Sie geben klein bei.
Hilf uns, aus ihrem Bann herauszutreten.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus,
du hast so von Gott gesprochen,
dass den Menschen das Herz aufgehen konnte.
Kyrie, eleison.
Du hast die Not der Menschen gesehen
und warst ihnen ganz nahe,
Christe, eleison.
Du hast einem Menschen neue Zukunft und Freiheit gegeben.
Kyrie, eleison.
Der liebende Gott erbarme sich unser
und führe uns in die Freiheit der Kinder Gottes. - Amen.
Herr, unser Gott,
du hast uns erschaffen, damit wir dich preisen.
Gib, daß wir dich mit ungeteiltem Herzen anbeten
und die Menschen lieben, wie du sie liebst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 4. Sonntag im Jahreskreis
Gott und Vater,
wir beten zu dir,
weil wir deine Nähe spüren.
Sprich uns an, ermutige uns
und lass geschehen,
was dein Reich unter uns wirken kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Vater im Himmel,
du lädst uns täglich neu ein, auf dich zu vertrauen,
ja, uns dir mit allem anzuvertrauen.
Mit unserer Freude,
unserem Glück,
aber auch mit unseren Ängsten, Nöten und Leiden.
Wir halten dir alles hin, was uns ausmacht.
Nimm du uns bei der Hand und führe uns
– dein Wille geschehe.
Gott,
unsere kleine Welt ist dir vertraut.
Du weißt, woran wir unser Herz hängen,
du weißt auch, welchen Einflüssen wir uns öffnen,
was uns gefangen nimmt und festhält.
Wir bitten dich,
die bösen Geister zu vertreiben,
die wir in unser Leben lassen,
die unsere Herzen eng machen
und immer neues Unheil stiften.
Schenke uns einen klaren Verstand,
ein reines Herz und einen starken Glauben.
Zu dir sind wir unterwegs.
Im Namen Jesu, deines Sohnes, unseres Herren,
in der Kraft deines Geistes
bis in Ewigkeit.
Herr Jesus,
du hast mit Vollmacht verkündet und in Freiheit gesetzt.
Wir bitten dich:
Herr, sei bei deinem Volk
Wir bitten dich für die Menschen, die im letzten Jahr noch unbeschwert mit uns Gottesdienst feiern konnten.
Wir bitten dich für die Menschen, die gerade in Quarantäne sind.
Wir bitten dich für die Menschen, die auf der Suche nach Wahrheit sind
Wir bitten dich für die Menschen, die sich als angeschlagen erleben
Wir bitten dich für die Menschen, die trauern.
Wir bitten dich für die Menschen, denen du nun bei dir endgültige Erlösung schenkst
Auf dich, Herr, können wir vertrauen,
heute und alle Tage unseres Lebens. – Amen.
Im Evangelium hören wir die bösen Geister sagen:
"Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes."
Lasst uns beten:
Für die Menschen, die sich mit bösen Geistern anlegen,
sich nicht einschüchtern lassen und offen über sie reden.
Stärke ihnen den Rücken - und hilf uns,
ihnen nicht in den Rücken zu fallen.
Wir rufen zu dir: Herr, lass uns in deiner Nachfolge leben.
Für die Menschen, die mit bösen Geistern Frieden geschlossen haben,
in Ruhe gelassen werden wollen
und sich aus allem heraushalten.
Wecke sie auf - und hilf uns, ihnen Beine zu machen.
Wir rufen zu dir: Herr, lass uns in deiner Nachfolge leben.
Für die Menschen, die mit bösen Geistern Geld verdienen,
andere ausnutzen und sich hinter hohlen Phrasen verstecken.
Stell dich ihnen in den Weg - und hilf uns, ihnen nicht auf den Leim zu gehen.
Wir rufen zu dir: Herr, lass uns in deiner Nachfolge leben.
Für die Menschen, die den Kampf mit dem Tod allein ausmachen,
abgeschoben und vergessen werden.
Lass ihnen dein Licht leuchten - und hilf uns,
ihre unerfüllten Hoffnungen zu übernehmen.
Wir rufen zu dir: Herr, lass uns in deiner Nachfolge leben.
Für uns bitten wir: dass wir mutig und unverzagt
in unseren Gemeinden Menschen eine Heimat geben,
uns ihrer Sorgen annehmen
und ihnen eine Begegnung mit dem guten Geist schenken.
Lass uns die Ideen nicht ausgehen -
und hilf uns, Gefährten zu finden.
Wir rufen zu dir: Herr, lass uns in deiner Nachfolge leben.
Du kennst unsere kleine Welt.
Schenke uns Liebe und Leidenschaft für deine große Welt,
Sehnsucht und Vertrauen in dein Reich.
Du gehst uns voraus.
Lass uns in deiner Nähe bleiben.
In Christus, unserem Herrn.
Herr, unser Gott,
wir legen die Gaben
als Zeichen unserer Hingabe auf deinen Altar.
Nimm sie entgegen
und mach sie zum Sakrament unserer Erlösung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 4. Sonntag im Jahreskreis
Gott und Vater,
Brot und Wein sind Teil deiner Schöpfung
und dein Geschenk an uns.
Wenn du deinen Segen spendest,
wird aus dem Geschenk der Natur
das Geschenk des Glaubens.
Tu es so
und erfülle uns.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. – Amen.
(für Wortgottesdienste ohne Priester)
Kehrvers:
Groß ist der Herr und hoch zu loben,
seine Größe ist unerforschlich.
Guter Gott und Vater,
wir sind hier, um dir zu danken und dich zu preisen.
In dir erkennen wir den Großen und Allmächtigen,
der unser Leben und unser Schicksal in den Händen hält
und der sich um uns sorgt wie ein guter Vater um seine Kinder.
Kehrvers
Einst hast du Propheten eingesetzt,
die in deinem Namen deinem Volk deinen Willen mitgeteilt haben
und ihm in schwierigen Zeiten kraftvoll vorangegangen sind.
Kehrvers
Nachdem die Zeit dafür reif war, hast du Jesus von Nazareth gesandt.
Klar und entschieden hat er den Menschen den Weg zum wahren Leben gewiesen.
Mit göttlicher Vollmacht hat er der Macht des Bösen Einhalt geboten.
Kehrvers
Sein Geist ist auch heute unter uns gegenwärtig
und stärkt alle, die von der Not ihres Lebens niedergedrückt werden.
Er lehrt uns, das Gute zu erkennen und zu tun,
und er gibt uns die Kraft, dem Bösen zu widerstehen.
Kehrvers
Für dein machtvolles Wirken in dieser Welt danken wir dir
mit allen, die auf dich hören und auf das endgültige Kommen deines Reiches warten.
Mit ihnen und mit der ganzen Schöpfung stimmen wir ein in dein Lob:
Danklied, z. B. Lobe den Herren (GL 258)
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn ihn hast du zum Haupt
der neuen Schöpfung gemacht,
aus seiner Fülle haben wir alle empfangen.
Obwohl er dir gleich war an Herrlichkeit,
hat er sich selbst erniedrigt
und der Welt den Frieden gebracht
durch sein Blut,
das er am Stamm des Kreuzes vergossen hat.
Deshalb hast du ihn über alle Geschöpfe erhöht,
so wurde er für jene, die auf ihn hören,
zum Urheber des ewigen Heiles.
Durch ihn preisen wir jetzt
und in Ewigkeit dein Erbarmen und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 1
Wir danken dir, treuer und barmherziger Vater,
für Jesus, deinen Sohn unseren Herrn und Bruder.
Seine Liebe galt den Armen und Kranken,
den Ausgestoßenen und Sündern.
An keiner Not ging er vorüber.
Sein Leben und seine Botschaft lehren uns,
daß du ein Gott bist, der sich der Menschen annimmt
wie ein Vater sich um seine Kinder sorgt.
Darum loben und preisen wir dich,
wir rühmen deine Güte und Treue
und verkünden mit allen Engeln und Heiligen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 3
Jesus lehrte nicht nur mit Vollmacht,
er gab uns Christen auch ein Gebet, dass uns begleitet:
Vater unser…
Herr Jesus, der unreine Geist spürte deine Nähe
und deinen heilenden Frieden,
der seine Macht brechen konnte.
Dich bitten wir:
Schaue nicht auf unsere Sünden…
An Jesus und seinem Wort
scheiden sich die Geister
sein Wort macht betroffen
es trifft uns
und legt frei
was unehrlich und verlogen
was verhärtet und lieblos
was leeres Geschwätz ist
in unserem Leben
Vieles treibt uns um
und zerrt uns hin und her
wir wollen nichts versäumen
doch nur das Eine ist wichtig
Jesu Wort hören
und sich davon treffen lassen
denn an ihm
scheiden sich die Geister
Barmherziger Gott,
das Sakrament der Erlösung,
das wir empfangen haben,
nähre uns auf dem Weg zu dir
und schenke dem wahren Glauben
beständiges Wachstum.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 4. Sonntag im Jahreskreis
Gott unser Vater,
die Menschen in Kafarnaum fragten:
Was ist das?
Wir wissen: Es ist ein Zeichen deiner Liebe.
Wir danken dir für dieses Zeichen,
das uns stärken wird für unseren Weg in dieser Woche. – Amen.
Treuer Gott,
dir bleibt nicht verborgen, wenn uns die Worte ausgehen,
wenn wir enttäuscht sind und keinen Mut mehr haben.
Du kennst die Wege, die wir hinter uns haben.
Mit vielem sind wir nicht im Reinen.
Nicht einmal mit uns.
Vor dir liegen aber auch die Wege offen, die wir gehen werden.
Bewahre uns vor einem Niemandsland.
Hilf uns, einander nicht auf Schuld festzulegen,
Animositäten zu pflegen
und alles besser zu wissen.
Stell uns dein Reich vor Augen.
Schenke uns deine Liebe.
Lass uns dann gemeinsam schauen, wachsen und gehen.
Bis du vollendest, was wir nicht vollenden können.
In und mit Christus, dem Anführer ins Leben.
Von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Du kennst unsere Wege und Träume, Gott.
Was uns verborgen ist, nimmst du in die Hand,
was wir nicht verstehen, ist in deinem Herzen.
Es fällt uns schwer, der Liebe das letzte Wort zu lassen.
Wir wägen ab,
wir sind vorsichtig,
wir sind ängstlich.
Aber wenn du uns deinen Geist schenkst,
springen wir über unsere Schatten,
überwinden Zweifel
und lassen uns nichts mehr einreden.
Wir gehen jetzt wieder in unseren Alltag.
Viele Proben warten auf uns,
Proben unserer Gelassenheit,
unseres Mutes, unseres Glaubens.
Schenke uns deine Liebe.
Und die Zukunft, die uns große Schritte wagen lässt
In Christus, unserem Herrn. – Amen.
Gott,
immer wenn wir deine Nähe spüren, geschieht etwas in uns.
Sie macht uns frei und lässt uns wachsen.
Gib uns dazu deinen Segen für heute und für die Woche.
Und so segne euch der Vater und der Sohn
und der Heilige Geist. – Amen.
Und der Segen Gottes,
dessen Kraft und Zusage größer ist
als all unsere Vorurteile, Verfehlungen, Ängste und Nöte,
er lege sich gnädig auf uns und stärke uns.
So segne uns Gott der Vater...
Gefangen
im Kreisen
von Gedanken
von Sorgen
gefangen
im alltäglichen Schrecken
im Kampf um das tägliche Leben
gefangen
auf der Suche nach Gerechtigkeit –
nach Liebe
gefangen in Vertrauensbruch
Untreue und
Verrat
gefangen
in mir selbst und meinen Geistern
mit dem Brett vor meinem Kopf
mit dem Knoten um meine Seele
löst sich der S C H R E I
findet ein Gegenüber
findet ein offenes Ohr
findet den HEILIGEN GOTTES
und ER befiehlt
allem, was mich fesselt
zu schweigen
und mich zu verlassen
und es zieht mich noch hin und her
wohin?
Es zieht mich zu dem
der Heil mir verheißt
der mich in meinem ganzen „So-Ist-Es-Sein“ umfängt
der alles wahrnimmt
was mich ausmacht
ALLES
und
der mich bergend umschließt
mich liebend wiegt – wie ein Kind
der mit seiner Liebe und Annahme
Heil-werden möglich machen will
(c) Beatrix Senft 2021, beatrix.senft@googlemail.com
Blicke ich nun auf mein Leben zurück, so kann und muss ich mich fragen: Was habe ich eigentlich erreicht? Was haben alle meine Bemühungen um eine Reform meiner Kirche schließlich erbracht?
Da habe ich mir im Lauf der Jahre die Finger buchstäblich wund geschrieben: Tausende von Seiten in meinen Büchern, Hunderte Artikel und Stellungnahmen in allen möglichen Sprachen, zahllose Interviews, Gespräche und Kolloquien ... Doch abgesehen von der Konzilszeit und dem unvergessenen Jahr 1963, in welchem ich als katholischer Christ gleichzeitig auf Papst Johannes XXIII. und Präsident Kennedy blicken konnte, musste ich ständig gegen den Wind segeln, und dies oft durch große Stürme und lange Regenzonen. Aber bin ich da eigentlich vorangekommen, oder bewege ich mich im Kreise?
Selbstmitleid ist in meinem Fall nicht angebracht. Ich bin kein Hiob, habe bis jetzt Leben und Gesundheit, Haus und Heimat bewahrt, habe ein unwahrscheinlich reiches Leben geführt. Habe mir Jahrzehnt um Jahrzehnt ein ständig um neue wichtige Themen ringendes literarisches Œuvre erarbeitet. Habe alle Regionen dieser Erde zwischen Spitzbergen und dem Kap der Guten Hoffnung und von Europa mehrfach rund um die Welt bis zum Chinesischen Meer und zur Südsee kennengelernt. Habe unbeschreiblich schöne Naturerlebnisse gehabt von den Gipfeln der Alpen bis in die Unterwasserwelten des Pazifik.
Nein, ich bin auch kein Jeremia, der als Prophet in Not und Elend leben musste, dem Klagen über sein Volk und die Regierenden aufgetragen waren und der Ablehnung durch sein Volk, Misshandlung und Verbannung erfahren musste. Ich habe immer und überall auch viel Zustimmung und Sympathie gefunden und habe zahllose wunderbare Menschen in allen Völkern und Religionen kennengelernt. Trotz offizieller Desavouierung konnte ich meinen Lehrstuhl und mein Institut bewahren, und nach meiner Emeritierung sogar eine eigene Stiftung gründen und so mein hoch qualifiziertes Mitarbeiterteam behalten. Ich erfuhr von meiner Familie und vom engsten Kreis meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so viel Treue, Zuneigung und Liebe, dass ich aufs Ganze gesehen - trotz mancher einsamer und schwieriger Stunden und Tage - ein glückliches Leben führen konnte.
Aus: Hans Küng, Erlebte Menschlichkeit. Erinnerungen. Piper Verlag, München Zürich 2013.
Das Gute kommt nie allein, und - Gott sei’s geklagt - der Gute auch nicht. Wird bereits das Erlösungswerk des Höchsten von einem Satan begleitet, so führen auch die niederen Chargen der Heilsvermittlung dunkle Wiedergänger mit sich. Es geht dabei durchaus um Arbeitsteilung: Selbst wenn Knecht Ruprecht dem Nikolaus einen Sack mit Wohltaten hinterher trägt, auszuteilen hat er selbst doch einzig die Rute. Und der etwas südlicher verbreitete Krampus teilt nicht nur besagte Rute, sondern auch allfällige Strafen mit ihr aus.
Was unser Brauchtum hier alle Jahre wieder aufführt, entstammt einer religionsgeschichtlich erprobten Verfahrensweise: Gegen die Ansteckung mit der Bosheit werden von der höchsten Güte Funktionäre des Bösen abgespalten. Ein Beispiel aus dem Alten Testament macht deutlich, wie das vor sich geht: Während im Zweiten Samuelbuch der Zorn Gottes den König David zu einer sündhaften Volkszählung reizt, übernimmt dieselbe Aufgabe in der Nacherzählung derselben Geschichte im Ersten Chronikbuch ein Satan (vgl. 1Sam 24,1 und 1Chr 21,1).
https://www.furche.at/gesellschaft/leibhaftig-boese-1197311 - abgerufen am 23. Jänner 2024
Jürgen Bründl in: Die Furche Nr. 43 vom 5. 12. 2013.
[In Peter Ustinovs Roman "Der Alte Mann und Mr. Smith" begegnen sich der Teufel und Gott unter der Bezeichnung „der Alte Mann“ auf der Erde. Sie werden zeitweise in eine Psychiatrie gebracht. Dort gibt es drei Patienten, die sich für Gott halten. Einer begegnet Gott]
Luther Bassing, ein äußerst korpulenter junger Mann mit kurzgeschorenen Haaren und dem gefährlich schläfrigen Gesichtsausdruck eines Sumoringers, firmierte intern als Gott Drei und galt als gefährlichster der drei.
„Äh, ich dachte, die beiden sollten sich kennenlernen. Gott Drei, ich möchte Ihnen Gott Vier vorstellen.“
Luther Bassing zitterte leicht, als er den Alten Mann ansah, und brach beinahe in Tränen aus.
Inzwischen standen sich der Alte Mann und Luther Bassing gegenüber, in einer Umarmung der Blicke verschlungen. Wer von beiden das Kräftemessen gewinnen würde, ließ sich noch nicht sagen.
„Verblüffend“, murmelte Dr. Kleingeld den Pflegern zu. „Normalerweise wäre Gott Drei über den Neuen hergefallen und hätte ihn fertiggemacht. Darum hatte ich…“ Er hatte den Satz noch nicht beendet, als Luther Bassing seinen mächtigen Körper auf den Fußboden senkte und vor dem Alten Mann niederkniete.
Langsam trat der Alte Mann vor und streckte die Hand aus. Luther Bassing ergriff sie nicht, sondern schaute auf den Boden und richtete seine Gedanken so vernehmlich nach innen, als faltete er ein Tischtuch. (…)
„Bei Gott Eins und Zwei wird er wild,“ sagte Dr. Kleingeld, „und bei Ihnen ist er die Sanftmut in Person. Warum?“
„Im tiefsten Inneren seines Herzens, trotz seiner überheblichen Behauptung, Gott zu sein, weiß er, dass er es nicht ist. Bei den anderen zwei Kandidaten weiß er, dass sie genausowenig Gott sind wie er. Das Säkulare der Situation macht sie aggressiv. In meinem Fall bemerkt er eine andere Qualität als Arroganz oder den Wunsch zu überzeugen. Ich behaupte nicht, Gott zu sein. Das habe ich nicht nötig.“ Und der Alte Mann betrachtete den sich auf ihn stützenden unbeweglichen Giganten. „Er ist eingeschlafen.“
Aus: Peter Ustinov; Der Alte Mann und Mr. Smith. ECON Verlag Düsseldorf und Wien 1993.
Als er [der Mensch] im Ungehorsam deine Freundschaft verlor
und der Macht des Todes verfiel,
hast du ihn dennoch nicht verlassen,
sondern voll Erbarmen allen geholfen,
dich zu suchen und zu finden.
Immer wieder hast du den Menschen deinen Bund angeboten
und sie durch die Propheten gelehrt, das Heil zu erwarten.
Aus dem Messbuch
Markus beschreibt im Evangelium die Macht Jesu. Ihm müssen alle dienen. Auch die unreinen Geister müssen seine Größe anerkennen. So wird Jesus zum Heiland. Dann ist es ein Segen, dass er die Macht hat.
Segen ist es aber nur, weil Jesus damit umgehen kann. Mit Macht handeln heißt bei Jesus: Gottes Idee über das Leben wird wieder möglich.
Ein belasteter Mensch spürt wieder Freiheit. Ein Mensch, vor dem alle Angst haben, kann wieder in Kontakt sein. Seine Nähe wird zugelassen. Er kann eine Dankbarkeit entwickeln und leben. Die kann ihn wieder mit Gott in Verbindung bringen.
Aus: Sonntagsgruß 93/2018 (Jahrgang 90), Konvent der Kamillianer Freiburg 2018.
Wenn es eines gibt,
was die Welt braucht
immer und immer wieder,
dann ist es:
inmitten der Suche nach Sinn
Hoffnung erhalten, die trägt.
Wenn es eines gibt,
was Christen tun sollen
immer und immer wieder,
dann ist es:
aus ihrer Hoffnung heraus
Hoffnung weiter schenken.
Aus: Petra Focke Hermann Josef Lücker, Gott und die Welt. Ohne Verlagsangabe, o. J.
Lesung aus dem Buch Deuteronomium.
Mose sprach zum Volk:
Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott,
aus deiner Mitte, unter deinen Brüdern, erstehen lassen.
Auf ihn sollt ihr hören.
Der Herr wird ihn als Erfüllung von allem erstehen lassen,
worum du am Horeb, am Tag der Versammlung,
den Herrn, deinen Gott, gebeten hast,
als du sagtest:
Ich kann die donnernde Stimme des Herrn, meines Gottes,
nicht noch einmal hören
und dieses große Feuer nicht noch einmal sehen,
ohne dass ich sterbe.
Damals sagte der Herr zu mir:
Was sie von dir verlangen, ist recht.
Einen Propheten wie dich
will ich ihnen mitten unter ihren Brüdern erstehen lassen.
Ich will ihm meine Worte in den Mund legen
und er wird ihnen alles sagen, was ich ihm gebiete.
Den aber, der nicht auf meine Worte hört,
die der Prophet in meinem Namen verkünden wird,
ziehe ich selbst zur Rechenschaft.
Doch ein Prophet,
der sich anmaßt,
in meinem Namen ein Wort zu verkünden,
dessen Verkündigung ich ihm nicht geboten habe,
oder der im Namen anderer Götter spricht,
ein solcher Prophet soll sterben.
Kv: Hört auf die Stimme des Herrn;
verhärtet nicht euer Herz! – Kv
(GL 53,1)
Kommt, lasst uns jubeln dem Herrn, *
jauchzen dem Fels unsres Heiles!
Lasst uns mit Dank seinem Angesicht nahen, *
ihm jauchzen mit Liedern! – (Kv)
Kommt, wir wollen uns niederwerfen, uns vor ihm verneigen, *
lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer!
Denn er ist unser Gott, /
wir sind das Volk seiner Weide, *
die Herde, von seiner Hand geführt. – (Kv)
Würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören! /
Verhärtet euer Herz nicht wie in Meríba, *
wie in der Wüste am Tag von Massa!
Dort haben eure Väter mich versucht, *
sie stellten mich auf die Probe und hatten doch mein Tun gesehen. – Kv
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korinth.
Schwestern und Brüder!
Ich wünschte, ihr wäret ohne Sorgen.
Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn;
er will dem Herrn gefallen.
Der Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt;
er will seiner Frau gefallen.
So ist er geteilt.
Die unverheiratete Frau aber und die Jungfrau
sorgen sich um die Sache des Herrn,
um heilig zu sein an Leib und Geist.
Die Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt;
sie will ihrem Mann gefallen.
Dies sage ich zu eurem Nutzen:
nicht um euch eine Fessel anzulegen,
vielmehr, damit ihr euch in rechter Weise und ungestört
immer an den Herrn haltet.
Der Lesungstext schließt unmittelbar an die Lesung vom letzten Sonntag an. Als eine der konkreten Fragen christlicher Lebenshaltung behandelt Paulus im Ersten Korintherbrief das Thema Ehe und Ehelosigkeit. Im vorhergehenden Abschnitt, der am vergangenen Sonntag gelesen wurde, ist die ehelose Lebensform deswegen hervorgehoben, weil die Wiederkunft Christi unmittelbar erwartet wird. Diesem Argument wird hier nun ein zweites hinzugefügt: Der Ehelose wird weniger abgelenkt, und er hat mehr Zeit und Energie für "die Sache des Herrn". Die gesparten bzw. gewonnen Kräfte aus der ehelosen Lebensform lassen sich unmittelbar für den Dienst am Reich Gottes einsetzen. Dies ist ein auch heute gängiges (und gewiss richtiges) Argument für den Priesterzölibat. Es lässt sich aber sicher nicht mehr, wie von Paulus beabsichtigt, allgemein auf die Lebensverhältnisse aller Christen anwenden. Auch wer seiner Verantwortung in Ehe und Familie nachkommt betreibt auf seine Weise ganz maßgeblich die "Sache des Herrn". Umgekehrt werden sich alle, die ehelos leben, in ihrem Gewissen immer wieder fragen müssen, ob sie die gewonnenen Energien wirklich mit allem Ernst und Eifer für den Herrn verwenden. So bietet der Abschnitt sehr wohl wertvolle Anregungen, über Ehe und Ehelosigkeit zu reflektieren, wenn auch vielleicht mit anderen Beurteilungstendenzen als Paulus.
Halleluja. Halleluja.
Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen;
denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge
und lehrte.
Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre;
denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat,
nicht wie die Schriftgelehrten.
In ihrer Synagoge war ein Mensch,
der von einem unreinen Geist besessen war.
Der begann zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
Ich weiß, wer du bist:
der Heilige Gottes.
Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!
Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her
und verließ ihn mit lautem Geschrei.
Da erschraken alle
und einer fragte den andern: Was ist das?
Eine neue Lehre mit Vollmacht:
Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
Und sein Ruf
verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
Ein "Besessener", ein psychisch kranker Mensch begegnet im Synagogengottesdienst Jesus. Die Begegnung mit ihm heilt den Kranken. Besondere Menschen haben eine besondere Ausstrahlung. In der Begegnung mit Jesus spürten Menschen die Kraft Gottes.
Kirchgang – Ablauf wie üblich? Vielleicht haben Sie es sich gefragt, als Sie sich auf den Weg machten. Im Moment müssen wir die Frage verneinen. Kirchgang wie üblich ist im Moment nicht möglich: Keine Lieder – Abstand – Anmeldung und Maskenpflicht – kein Plausch hinterher auf dem Kirchplatz. Vor einem Jahr wäre uns das nicht wie üblich vorgekommen, aber jetzt ist alles anders. Und wer weiß, was wir daraus lernen.
Die Menschen in Kafarnaum, von denen das Evangelium heute spricht, erlebten es doppelt anders. Zum einen war da ein anderer Prediger. Es war niemand aus ihrem Ort. Es war kein vertrauter Mensch, dessen Lieblingsthemen man kennt. Es lohnt sich vielleicht, ihm aufmerksam zuzuhören. Diese Hoffnung erfüllte sich: „Die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat“ (Mk 1,22).
Und dann war da noch der Vorfall mit dem einem Besucher. Mag er auch an der Seele krank gewesen sein, sein Herz war es nicht. Dieser Mann begegnete in Jesus nicht nur einem, der mit einer gewissen Vollmacht lehrt. Er spürte in ihm die Kraft Gottes.
Die Menschen in der Synagoge hatten nicht nur etwas Außergewöhnliches zu berichten. Sie spürten ihre Betroffenheit und die tiefe bohrende Frage: Wie stehe ich zu diesem Jesus und seiner Lehre?
Es war dieses Mal anders und es war gut. Die Menschen in Kafarnaum spürten das. Sie konnten auch zu Zeugen werden. Sie konnten sagen: „Ich habe ihn erlebt. Ich weiß, wie überzeugend er ist. Ich weiß sogar, dass durch ihn neue Dinge geschehen. Er macht rein. Er befreit aus der Isolation. Ich war einmal dabei und kann mich immer noch gut daran erinnern.“
Ich stelle mir vor: Das würde nun hier geschehen. Jesus käme nicht, aber vielleicht ein überzeugender Mensch. Alle unsere Heiligen waren zunächst einfache Zeitgenossen. Ihre Mitmenschen haben sich an ihnen gerieben. Vorbilder sind selten angenehm für ihr näheres Umfeld. Sie sind für diese manchmal nur schwer zu ertragen.
Aber angenommen: Er wäre da und würde statt meiner hier stehen. Dieser Mensch würde uns erzählen, welche Erfahrungen er mit Gott gemacht hat. Er würde als ein Prophet den Blick darauf lenken, was Gott zu unseren großen gemeinsamen Themen denkt. Er würde uns helfen, Gottes Antwort zu finden und zu leben. Und er würde uns mit jedem Satz deutlich machen: Es ist keine Theorie, sondern Erfahrung. Jeder seiner Sätze hat seinen Platz im Leben.
Die Propheten des Alten Bundes waren selten Menschen, die außergewöhnlich sein wollten. Jesaja hat gerufen: „Hier bin ich, sende mich.“ Das war seine Antwort auf die Berufung. Die anderen taten sich schwerer damit. Die Propheten wussten: „Ich werde nicht geliebt und anerkannt. Ich muss den Finger auf die Wunde legen. Ich muss Bilder weitergeben, die mir selbst ein Graus sind.“ Sie wussten aber auch: Es muss sein.
Es ist schwer, die Stimmung eines Menschen zu spüren. Doch es geschieht immer wieder. Wir nehmen die Gefühle des anderen wahr und sprechen sie aus. Eineiige Zwillinge spüren über tausende von Kilometern, wenn mit dem anderen Zwilling etwas nicht stimmt.
Es gibt viele Berichte von Haustieren, die instinktiv und richtig auf die Gefühle von Frauchen oder Herrchen reagieren. Es gibt die Bilder der Tiere, die sich auf das Grab Verstorbener legen. Es ist nicht ihr Verstand, der sie so handeln lässt. Sie spüren etwas und leben es aus. (https://orf.at/stories/3198485)
Manchmal kommen wir an Orte, die für uns im positiven Sinne mystisch sind. Dort haben wir das Gefühl, Gott ganz nahe zu sein. Gedanken, die an diesem Ort entstehen, kommen uns vor wie eine göttliche Eingebung. So stelle ich mir die Erfahrung des Besessenen vor. Sie endet für ihn in der Befreiung – und dann ist Segen da.
Jesus wird bewundert wegen der Vollmacht, mit der er spricht. Diese zeigt sich in der Veränderung derer, die ihm begegnen, in der Unterscheidung der Geister und im Heilwerden an Seele und Leib.
Die bewundernswerte Vollmacht Jesu erwächst aus seiner Liebe, die scheinbar Unmögliches möglich macht.
Das Evangelium beginnt mit der Heilung eines unreinen Geistes. Diese Perikope lässt doch einige Fragen offen, die nicht leicht zu beantworten sind: die Frage nach "unreinen Geistern", in weiterem Zusammenhang nach dem Bösen und Besessensein. Wie soll man damit umgehen? Heilung ja, aber wie? Was ist bzw. worin besteht die "Lehre in Vollmacht"?
Auch im Christentum hören wir, genauso wie in anderen Religionen, von guten, helfenden, aber auch bösen, störenden Geistern. So erwächst allmählich die Erkenntnis, dass der Mensch nicht nur helle Seiten, sondern auch Schattenseiten in sich trägt.
Die "unreinen Geister" werden zweimal in dieser Stelle erwähnt, und Markus spricht auch in Kapitel 5 von der Heilung des Besessenen in Gerasa. Wie wir heute wissen, gibt es psychosomatische Zusammenhänge und Vorgänge. Besessenheiten sind krankhaft, sind Süchte, etwa nach Drogen, Alkohol. Auch sehr gebildete Menschen wissen, dass zuviel Alkohol der Gesundheit schadet, Unglück verursacht, dass Drogen nur für ganz kurze Zeit in eine scheinbar bessere Welt versetzen - trotzdem frönen sie dem Laster und werden abhängig.
Wahnvorstellungen wiederum gehen auf Besetztheit zurück, sind meist krankhafte Entwicklungen, bei denen Verhaltensabläufe entstehen, die unverständlich, ja gefährlich werden können (dissoziative Störungen). Die Grenzen von Besessenheit und Besetztheit sind sehr fließend, sind berauschend, wie eine Redewendung zeigt: machtbesoffen sein; Verfolgungswahn mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen. Dadurch werden verschiedene Geisteshaltungen offenbar. Manche dieser Formen können sich auch in krankhaften körperlichen Erscheinungen zeigen. Wenn die Psyche krank ist, trifft das auch sehr oft den Körper.
Zur Zeit Jesu und auch noch danach sah man Fieberanfälle, Epilepsie als unheimliche, nicht erklärbare Phänomene an, die dem Bösen, dem Dämonischen zugeschrieben werden. Und tatsächlich gibt es auch im Inneren des Menschen die Kraft der Zerstörung, sogar den Todestrieb. Blicken Sie nur in die Zeitungen, ins Internet oder Fernsehen. Da finden Sie alles bestätigt.
Dieser Mann, der uns im Evangelium dargestellt wird, den Jesus heilt, hat beide Kräfte in sich: die Kraft des Lebens, aber auch die Kraft der Zerstörung. Eine lebenslange Bewährung wird sein, wie wir mit diesen kaum lösbaren Gegensätzen umgehen. Es gibt Menschen, die haben die Fähigkeit durch Berührung, Handauflegung, durch eine angenehm vertraute Stimme, durch ein einladendes Äußeres etwas zu bewirken. Dann sprechen wir von der Aura, vom Fluidum einer Person.
Es ist schön, wenn wir sagen können: Du bist ein Segen für uns. Sie wird uns im Evangelium in der Person Jesu vorgestellt, weil er gekommen ist zu heilen, was verwundet ist und als wirksamer Ausdruck der Gottesherrschaft auch zu retten. Leider wird das nicht überall begriffen, deshalb scheint nach wie vor auch die Macht der Zerstörung Oberhand zu gewinnen.
"Heiliger Gottes" ist ein christologischer Titel, der sagt: Jesus stellt sich der Macht der Zerstörung entschieden entgegen.
"Lehre in Vollmacht", was das ist, sagt der Text an dieser Stelle nicht konkret. Die Austreibung wird als Folge der Lehre Jesu angesehen und auf seinem Weg mit den Jüngern später entwickelt. Dazu zählt auch, dass jeder sein "Kreuz auf sich nimmt", ihm "nachfolgt" (Mk 8,34f) und sich zu Christus bekennt. Es geht somit um die Überwindung des Bösen. Grundsätzlich ist dieser Kampf schon entschieden. Die Frage ist nur, welchen Mächten wir glauben.
Welche Möglichkeiten einer Heilung gibt es heute außer medizinischen psychotherapeutischen Behandlungsweisen? Heilung wird nicht durch gewaltsame Ausrottung des Bösen, sondern durch Liebe möglich werden: durch Sozialkontakte, etwa eingebunden in eine lebendige Pfarrgemeinde, die Vertrauen stärkt.
Wenn wirklich Böses durch die Tat eines Menschen geschieht, darf trotz allem keiner zum Teufel gemacht werden. Genau das ist unfassbar, nicht zu erklären, geradezu paradox. Der Glaube bekundet darüber eine Fassungslosigkeit, die Opfer wie Täter gleichermaßen ernst nimmt. Wie können wir diesem Umstand aus gläubiger Sicht begegnen? In wenigen Tagen beginnt die Vorbereitungszeit auf Ostern. Vielleicht hilft schon jetzt ein Blick auf das Kreuz mit einem der "Sieben Worte Jesu" nach Lk. 23,43: "Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein." Neben Jesus hängt der Gute neben dem Bösen. Mit b e i d e n tritt Jesus ins Gespräch. Er scheut nicht auch Kontakt mit dem Bösen zu haben, weil er alle - auch die Sünder retten will. Eine gute Nachricht für diesen 4. Sonntag im Jahreskreis, verbunden mit großer Selbstüberwindung, die uns zum Guten, auch zum inneren Frieden, führt.
Suchen Sie sich für den Hausgottesdienst einen geeigneten Platz in Ihrer Wohnung,
zünden Sie eventuell eine Kerze an und beginnen Sie:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. - Amen.
Wir feiern jetzt Gottesdienst. Jede und jeder kommt mit einer Vorstellung hierher. Wir haben verschiedene Anliegen mitgebracht. Dafür wollen wir beten.
Wie wäre es für Sie, wenn es zu Überraschungen kommt? Wäre das etwas Belebendes? Wäre es eine irritierende Störung?
Der Gemeinde in Kafarnaum erging das so. Wir werden von ihrem besonderen Gottesdienst als Evangelium hören. Vielleicht spüren auch wir etwas von der belebenden Kraft Gottes.
Herr Jesus,
du hast so von Gott gesprochen,
dass den Menschen das Herz aufgehen konnte.
Kyrie, eleison.
Du hast die Not der Menschen gesehen
und warst ihnen ganz nahe,
Christe, eleison.
Du hast einem Menschen neue Zukunft und Freiheit gegeben.
Kyrie, eleison.
Der liebende Gott erbarme sich unser
und führe uns in die Freiheit der Kinder Gottes. - Amen.
Gott und Vater,
wir beten zu dir,
weil wir deine Nähe spüren.
Sprich uns an, ermutige uns
und lass geschehen,
was dein Reich unter uns wirken kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Vater im Himmel,
du lädst uns täglich neu ein, auf dich zu vertrauen,
ja, uns dir mit allem anzuvertrauen.
Mit unserer Freude,
unserem Glück,
aber auch mit unseren Ängsten, Nöten und Leiden.
Wir halten dir alles hin, was uns ausmacht.
Nimm du uns bei der Hand und führe uns
– dein Wille geschehe.
Herr Jesus,
du hast mit Vollmacht verkündet und in Freiheit gesetzt.
Wir bitten dich:
Herr, sei bei deinem Volk
Wir bitten dich für die Menschen, die im letzten Jahr noch unbeschwert mit uns Gottesdienst feiern konnten.
Wir bitten dich für die Menschen, die gerade in Quarantäne sind.
Wir bitten dich für die Menschen, die auf der Suche nach Wahrheit sind
Wir bitten dich für die Menschen, die sich als angeschlagen erleben
Wir bitten dich für die Menschen, die trauern.
Wir bitten dich für die Menschen, denen du nun bei dir endgültige Erlösung schenkst
Auf dich, Herr, können wir vertrauen,
heute und alle Tage unseres Lebens. – Amen.
(für Wortgottesdienste ohne Priester)
Kehrvers:
Groß ist der Herr und hoch zu loben,
seine Größe ist unerforschlich.
Guter Gott und Vater,
wir sind hier, um dir zu danken und dich zu preisen.
In dir erkennen wir den Großen und Allmächtigen,
der unser Leben und unser Schicksal in den Händen hält
und der sich um uns sorgt wie ein guter Vater um seine Kinder.
Kehrvers
Einst hast du Propheten eingesetzt,
die in deinem Namen deinem Volk deinen Willen mitgeteilt haben
und ihm in schwierigen Zeiten kraftvoll vorangegangen sind.
Kehrvers
Nachdem die Zeit dafür reif war, hast du Jesus von Nazareth gesandt.
Klar und entschieden hat er den Menschen den Weg zum wahren Leben gewiesen.
Mit göttlicher Vollmacht hat er der Macht des Bösen Einhalt geboten.
Kehrvers
Sein Geist ist auch heute unter uns gegenwärtig
und stärkt alle, die von der Not ihres Lebens niedergedrückt werden.
Er lehrt uns, das Gute zu erkennen und zu tun,
und er gibt uns die Kraft, dem Bösen zu widerstehen.
Kehrvers
Für dein machtvolles Wirken in dieser Welt danken wir dir
mit allen, die auf dich hören und auf das endgültige Kommen deines Reiches warten.
Mit ihnen und mit der ganzen Schöpfung stimmen wir ein in dein Lob:
Danklied, z. B. Lobe den Herren (GL 258)
An Jesus und seinem Wort
scheiden sich die Geister
sein Wort macht betroffen
es trifft uns
und legt frei
was unehrlich und verlogen
was verhärtet und lieblos
was leeres Geschwätz ist
in unserem Leben
Vieles treibt uns um
und zerrt uns hin und her
wir wollen nichts versäumen
doch nur das Eine ist wichtig
Jesu Wort hören
und sich davon treffen lassen
denn an ihm
scheiden sich die Geister
Gott unser Vater,
die Menschen in Kafarnaum fragten:
Was ist das?
Wir wissen: Es ist ein Zeichen deiner Liebe.
Wir danken dir für dieses Zeichen,
das uns stärken wird für unseren Weg in dieser Woche. – Amen.
Gott,
immer wenn wir deine Nähe spüren, geschieht etwas in uns.
Sie macht uns frei und lässt uns wachsen.
Gib uns dazu deinen Segen für heute und für die Woche.
Und so segne euch der Vater und der Sohn
und der Heilige Geist. – Amen.
Und der Segen Gottes,
dessen Kraft und Zusage größer ist
als all unsere Vorurteile, Verfehlungen, Ängste und Nöte,
er lege sich gnädig auf uns und stärke uns.
So segne uns Gott der Vater...
Du, Gott, der du mit uns auf dem Weg bist, der du unsere Fehler und Schwächen nicht ansiehst, sondern der du uns alles in deiner Liebe und Gnade verzeihst; der du uns deinen geliebten Sohn als
Bruder, Herrn und Heilsbringer gesandt hast, blicke herab auf uns, die wir flehend und betend vor dir stehen.
Wir bitten dich in dieser schweren Zeit der Corona-Epidemie und Not, gedenke deiner Liebe und Güte, die du den Menschen je und je in Zeiten der Belastungen gezeigt hast. Nimm auch in unserer Zeit unser Gebet liebend an und erhöre uns nach deiner Barmherzigkeit. Zeige dich als der ICH-BIN-DA, in guten und in schweren Zeiten.
Stärke uns in dieser Zeit, dass wir denen beistehen, die von der Krankheit gefährdet oder befallen sind und lass uns solidarisch und verantwortlich handeln. In deiner Güte lass uns alles Erdenkliche tun, damit diese Belastung für alle tragbar bleibt.
Denen, die durch die Erkrankung ihr Leben lassen mussten, schenke du deinen Frieden und lass sie Leben finden bei dir.
Lege du deinen Segen auf uns, dass wir durch diese schwere Zeit gelangen und bleibe bei uns, heute und morgen, und alle Zeit.
Heilige Maria, Heil der Kranken – bitte für uns.
Heilige Corona – bitte für uns.
Heiliger Rochus – bitte für uns.
Alle Heiligen Gottes – bittet für uns.
Guter JESUS,
DU bist einer von uns Menschen geworden
und hast uns Freunde genannt.
DU hast dich für uns als Brot gegeben,
damit wir bewusst aus dir leben können.
Leider kann ich diese Speise jetzt nicht leiblich empfangen.
Aber DU hast uns auch den Heiligen Geist verheißen und gesandt.
In diesem Geist weiß ich, dass DU da bist – immer und überall!
DU hälts die Schöpfung im Dasein
und auch ich lebe in deiner Hand.
DU hast mich schon gekannt,
ehe ich gezeugt und geboren wurde.
DU bist in mir da und um mich herum – immer und überall.
Weil DU die Schöpfung liebst
und zur Vollendung führen wirst,
darf auch ich auf dich hoffen.
So vereine ich mich im Geiste mit dir
und bitte dich:
Mache auch mich zu einer „Brotgabe“ für die Welt,
lass mich teilnehmen an deinem Werk
und hilf mir dabei.
Ich danke dir so sehr, dass DU da bist;
dass DU immer da bist
und überall
und dass DU mit mir und uns allen da bleiben wirst
in Ewigkeit! - Amen.
Aus Anlass der Corona-Pandemie im Jahr 2020
Die Welt ist aus den Fugen geraten.
Nichts ist mehr, wie es war.
So vieles, was für uns ganz selbstverständlich war,
ist auf einmal in Frage gestellt.
Geld, Erfolg, Ansehen
– was ist das alles noch wert,
wenn wir uns um unsere Gesundheit sorgen,
wenn wir Angst um unser Leben haben müssen?
Vorsichtig sind wir geworden.
Und demütig.
Und achtsam.
Die gegenseitige Rücksichtnahme
hat den Eigensinn in die Schranken gewiesen.
Das Habenwollen ist dem Geben gewichen.
Gemeinsam nach Wegen zu suchen, die aus der Not herausführen,
zählt mehr als das Streben, sich selbst wichtig zu machen.
Wir spüren,
was es bedeutet,
nicht allein zu sein,
jemanden zu haben,
der uns nahe ist
– und sei’s nur in Gedanken.
Und in Gebeten.
So bitten wir dich,
Gott,
gib uns Halt
in diesen haltlosen Zeiten.
Lass uns mutig nach vorn schauen,
zuversichtlich den Tag erwarten,
der der Nacht folgt,
dem Licht entgegensehen,
das die Dunkelheit verdrängt
und dann,
wenn es wieder hell geworden ist
– in uns und um uns herum –
das Unsere dafür tun,
dass das Gute,
das wir in diesen Tagen säen und pflanzen,
Früchte tragen
und bleiben möge.
Unter uns.
Allen zum Segen.
Eckhard Hermann
Lieber Gott,
dieser Corona Virus macht uns allen zu schaffen. Regale in Supermärkten sind leer. Alle drehen durch und hamstern. Die Menschen haben Angst und kaufen, dass die Einkaufswagen voll sind bis zum geht nicht mehr. Ich ärgere mich darüber, dass alle durchdrehen und die Schulen geschlossen sind, denn man kann nicht richtig lernen. Ich habe auch ein wenig Angst, aber nicht um mich, sondern um meine Omas.
Meine Omas bedeutet mir sehr viel, ich habe meine beiden Opas schon verloren und einen davon durfte ich nicht kennenlernen. Es ist beängstigend wie viele Menschen jetzt schon gestorben und infiziert sind. Ich ärgere mich auch über die Menschen die ignorant sind, die einfach sagen „mich interessiert das nicht, ich bin nicht geschädigt.“ Ich bitte dich, lass diese Menschen begreifen, was zurzeit los ist, damit nicht mehr Menschen sterben und dieser Albtraum bald vorbei ist.
AMEN.
Marc, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Lieber Gott,
ich bin in diesen schweren Zeiten dankbar dafür, dass meine Oma ihre Operation und die Krankenhauszeit gut überstanden hat und ohne Infektion nach Hause konnte. Ich bin auch dankbar dafür, dass mein Vater in seiner Quarantänezeit sich wohl und gesund fühlt und dass es meiner Familie und meinen Freunden gut geht. Ich finde es schade, dass ich mich mit meinen Freunden nicht treffen kann, dass ich nicht Fußball spielen kann und nicht in die Schule gehe.
Ich möchte dich darum bitten, dass sich die Covid-19 Pandemie nicht verschlimmert, dass es allen Menschen so weit wie möglich gut geht in dieser Zeit und dass ein Heilmittel bald vorhanden ist.
AMEN
Noah, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich. - Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, - erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott Heiliger Geist,
Heiliger dreifaltiger Gott,…
Hl Maria, unsere liebe Frau von Lourdes, - bitte für uns!
Hl. Erzengel Raffael,
Alle Heiligen Engel,...
Hl. Josef,...
Hl. Johannes der Täufer,...
Hl. Lukas,...
Hl. Cosmas und hl. Damian,...
Hl. Blasius,...
Hl. Pantaleon,...
Hl. Corona,...
Hl. Rochus, hl. Sebastian und hl. Rosalia,...
Hl. Elisabeth von Thüringen,...
Hl. Katharina von Siena und hl. Katharina von Genua,...
Hl. Camillo von Lellis,...
Hl. Johannes von Gott,...
Hl. Aloisius Gonzaga
Hl. Karl Borromeus,...
Hl. Martin von Porres,...
Hl. Louise de Marillac,...
Sel. Niels Stensen,...
Hl. Damian de Veuster,...
Sel. Petrus Donders,…
Hl. Josefine Vannini,...
Hl. Josef Moscati,...
Hl. Markus Ji Tianxiang,...
Sel. Karl aus dem Hause Österreich,...
Sel. Ladislaus Batthyany,...
Sel. Restituta Kafka,...
Hl. Gianna Beretta Molla,...
Hl. Mutter Teresa,...
Hl. …….
All Ihr Heiligen Gottes,...
Jesus, sei uns gnädig. - Herr, befreie uns.
Von allem Bösen, - Herr, befreie uns.
Von der Corona-Epidemie, - Herr, befreie uns.
Durch deine Menschwerdung und Deine Auferstehung, - Herr, befreie uns.
Durch die Sendung des Hl. Geistes, - Herr, befreie uns.
Wir armen Sünder, - wir bitten dich, erhöre uns.
Mach uns bereit zu Buße und Umkehr,...
Schenke den Kranken Genesung,...
Gib den Verstorbenen das ewige Leben,...
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, verschone uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erhöre uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Lasset uns beten.
Barmherziger Gott,
du hilfst deinen Dienern in ihrer Not,
in Bedrängnis sowie Krankheit
und erhörst ihr Bitten.
Wir danken dir,
denn du hast uns Barmherzigkeit erwiesen.
Bewahre uns vor Unheil und Seuche
und schenke uns Freude wieder
in Gemeinschaft und in deinem Dienst.
Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren,
o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Führe uns zu deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stell uns vor deinem Sohne.
Amen.
Die Heiligen dieser Litanei, ein wenig vorgestellt:
Im Buch Tobit heilt der Erzengel Raffael (daher auch das Attribut Fisch),
Lukas war Evangelist und Arzt,
Cosmas und Damian waren bekannte altrömische Arzt-Märtyrer,
Blasius wird bei Rachenleiden angerufen (dank seines Martyriums),
Pantaleon war ebenso Mediziner,
Corona war Märtyrerin, früher Patronin der Lottospieler und dank dieser Pandemie eine
Seuchen-Fürsprecherin,
Rochus, Sebastian und Rosalia sind die klassischen Epidemie-Heiligen.
Im Mittelalter:
Elisabeth von Thüringen arbeitete im von ihr gegründeten Spital,
die beiden Katharinen sind die klassischen italienischen Krankenpfege-Heiligen.
In der Neuzeit:
Camillo von Lellis und Johannes von Gott sowie Josefine Vannini, die alle drei jeweils Krankenpflegeorden gegründet haben,
Karl Borromeus und Aloisius von Gonzaga pflegten Pestkranke. Aloisius starb an der Infektion,
Niels Stensen war Arzt, Humanist und Konvertit.
Im 19, und 20. Jahrhundert gab es einige Krankenpflege-Heilige:
Damian de Veuster lebte und starb bei den Aussätzigen auf Hawaii,
Petrus Donders in Surinam.
Josef Moscati war Arzt der Armen,
Markus Ji Tianxiang, Arzt, Opium-krank und Märtyrer,
der selige Karl von Österreich wurde Opfer der letzten großen Pandemie in Österreich,
der selige Ladislaus Batthyany war Arzt und Krankenhausgründer,
Restituta Kafka Krankenschwester und NS-Opfer,
die hl. Gianna Beretta Molla, Ärztin und Mutter, die ihr Leben für ihr Kind opferte,
Mutter Teresa von Kalkutta, die Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe.
Liebe Freunde, die Welt braucht Heilige,
und wir alle - ohne Ausnahme - sind zur Heiligkeit gerufen!
Habt keine Furcht!
Papst Franziskus
Gefunden in der Wallfahrtskirche Maria Grün, Wien
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,
dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,
dass Du allein ewig bist,
dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!
Johannes Hartl, Theologe, Augsburger Gebetshaus
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.
Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben,
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.
Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.
Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Dieses Gebet wird derzeit von der Don Bosco Familie weltweit gebetet; nach einem Gebet von Erzbischof Cesare Nosiglia,Turin)
https://www.donbosco4youth.at/de/news/details/novene-zu-maria-der-hilfe-der-christen-coronavirus.html
Heiliger Sebastian,
du warst und bleibst für viele Menschen
ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich demütig:
Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns vor einer Erkrankung durch den Corona-Virus.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit,
frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Stärke unser Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
https://www.pfarre-gisingen.at/sebastian/gebet-zum-hl-sebastian-um-schutz-vor-dem-coronavirus/
Guter Gott,
ich fühle mich nicht wohl und habe immer wieder Angst. So viele Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie geht es jetzt weiter? Bleibe ich gesund? Habe ich auch schon den Virus? Wie geht es den erkrankten Menschen bei uns und überall?
Mit all diesen Ängsten und Zweifeln komme ich zu Dir.
Du bist doch der liebe Gott seit meinen Kindertagen.
Ich schaue auf deinen Sohn am Kreuz, der all die Ängste und Nöte von uns Menschen selbst durchleben musste. Und ich sehe die vielen Kreuze in unseren Tagen, die Leid und Trauer bringen, die Hoffnung auf eine Zukunft zerstören.
Bist du der gute Gott, der auch jetzt zu mir steht?
Ich will glauben, dass Du mir nah bist in deiner Liebe.
Ich will vertrauen, dass Du treu bleibst in deiner Kraft der Nähe. Ich will hoffen, dass du mich erfüllst mit deiner Barmherzigkeit.
Guter Gott, gib uns deinen Geist der Solidarität und Stärke, der Hoffnung und Zuversicht. Lass uns erkennen, was jetzt wichtig ist und zählt.
Du bist der gute Gott, der uns befreit und begleitet! Lass uns in diesem Glauben die nächsten Schritte wagen. Amen.
https://mk-online.de/
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
(Stilles Gebet)
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz (www.liturgie.ch)
Beten wir für alle Menschen,
die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die unter der Angst vor der Ansteckung leiden,
für alle, die die Quarantäne einhalten,
für alle, die sich in den Spitälern um die Kranken kümmern,
für alle, die in der Forschung den Virus bekämpfen,
und für die Politiker, die gewichtige Entscheidungen treffen, dass Gott uns bewahre und uns den Weg durch diese Zeit weise.
Akklamation nach jeder Anrufung: Erbarme dich unser!
Du heiliger Gott. (Jes 6,1-3)
Du gerechter Gott.
Du langmütiger Gott. (Ex 34,6)
Du Gott, reich an Huld. (Ex 34,6)
Du treuer Gott. (Ex 34,6)
Du geduldiger Gott. (Röm 15,5)
Gott des Mitleids mit den Leidenden. (Ps 106,44f)
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes. (2 Kor 1,3)
Gott, der uns tröstet wie eine Mutter. (Jes 66,13)
Gott, in dessen Schoss wir geborgen sind. (Hos 11)
Gott, an dessen Brust wir ruhen können. (Ps 131)
Gott, der uns nie vergisst. (Jes 49,15)
Gott, dessen Namen wir kennen. (Ex 3,14)
Gott, der uns eingezeichnet hat in seine Hände. (Jes 49,16)
Gott, der uns beim Namen ruft. (Jes 43,1)
Gott, dem wir gehören. (Jes 43,1)
Gott mit uns. (Mt 1,23)
Gott für uns. (Röm 8,31ff)
Gott, der uns aus der Gefangenschaft herausführt. (Ex 13,17-14,31)
Gott der Armen und Kleinen und Hilflosen. (Lk 1,46-55)
Gott, dessen Güte reicht soweit der Himmel ist. (Ps 36,5)
Gott aller, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. (Mt 11,28ff)
Gott, der weiss, was wir brauchen. (Mt 6,8)
Gott, der die Verlorenen sucht. (Mt 18,12-14)
Gott, der grösser ist als unser Herz.(1 Joh 3,20)
Gott, der den Hoffnungslosen Hoffnung gibt. (Röm 15,13)
Gott, der uns Sündern gnädig ist. (Lk 18,9-14)
Gott, dessen Erbarmen uns aus dem Tod rettet. (Eph 4,24)
Gott, unser Retter.
Gott des Lebens.
Du unsagbar grosser Gott.
Du leidenschaftlich liebender Gott.
Du unbegreiflich verzeihender Gott. (Lk 15,11-32)
Du masslos gnädiger Gott.
Du unendlich gütiger Gott.
Du barmherziger Gott.
Die Litanei ist stark von biblischen Texten inspiriert. Bei den meisten Anrufungen sind deshalb entsprechende Bibelstellen angegeben. Wenn keine Bibelstelle angegeben ist, bedeutet dies, dass dieser Aspekt der Barmherzigkeit Gottes sich an vielen Stellen der Bibel findet.
Die Bitten haben Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Magdenau formuliert - herzlichen Dank!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens und der einzig wahre Weinstock.
Ich glaube, dass du wirklich anwesend bist
im heiligsten Sakrament der Eucharistie.
Ich suche dich.
Ich preise dich und bete dich an.
Da ich dich nicht empfangen kann
im eucharistischen Brot und Wein
bete ich, dass du in mein Herz und meine Seele kommst,
damit ich mit dir vereint sein kann
durch deinen allmächtigen und allgegenwärtigen Heiligen Geist.
Lass mich dich empfangen und von dir genährt werden.
Werde für mich das Manna in meiner Wüste,
das Brot der Engel
für meine sehr menschliche Reise durch die Zeit,
ein Vorgeschmack auf das himmlische Festmahl
und Trost in der Stunde meines Todes.
Ich erbitte all dies im Vertrauen darauf, dass du selbst
unser Leben, unser Friede und unsere immerwährende Freude bist.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat
und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen
und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung
und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes,
jetzt und in Ewigkeit. Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott Vater, Schöpfer der Welt,
du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt.
Schau auf deine Kinder,
die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden,
um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst,
heile unsere Kranken,
tröste ihre Familien,
gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit,
den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft,
den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung,
sondern erlöse uns von allem Bösen.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen.
Maria, Mutter der Kranken und Mutter der Hoffnung, bitte für uns!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr, ich bin dein Eigentum,
dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm
hast du mir’s gegeben.
Väterlich führst du mich
auf des Lebens Wegen
meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht,
du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht
durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich
in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Gib auch, dass ich wachend sei,
Herr, an deinem Tage,
und das Licht der Gnaden treu
durch mein Leben trage.
Dass ich dann fröhlich kann
dir am End der Zeiten
Herr, entgegenschreiten.
Gedenke, o Herr unser Gott, auch Deines ganzen Volkes,
gieß auf alle den Reichtum Deines Erbarmens aus ...
derjenigen, die wir aus Unwissenheit, Vergeßlichkeit und der Menge der Namen nicht erwähnt haben,
gedenke Du selbst, o Gott;
denn Du kennst eines jeden Alter und Namen,
und jeder ist Dir vom Mutterschoße an bekannt.
Denn Du, o Gott, bist die Hilfe der Hilflosen,
die Hoffnung der Hoffnungslosen ...
und der Arzt der Kranken.
Werde selbst allen alles,
da Du einen jeden kennst, seine Bitten, sein Haus und sein Bedürfnis.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
www.dibk.at/Meldungen/Gebet-in-der-Coronakrise
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
Originaltitel: Ik sta voor U
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Lothar Zenetti
1) Lobpreiset all zu dieser Zeit,
wo Sonn und Jahr sich wendet,
die Sonne der Gerechtigkeit,
die alle Nacht geendet.
Refrain:
Dem Herrn, der Tag und Jahr geschenkt,
der unser Leben trägt und lenkt,
sei Dank und Lob gesungen.
2) Christus hat unser Jahr erneut
und hellen Tag gegeben,
da er aus seiner Herrlichkeit
eintrat ins Erdenleben.
3) Er ist der Weg, auf dem wir gehn,
die Wahrheit, der wir trauen.
Er will als Bruder bei uns stehn,
bis wir im Glanz ihn schauen.
1. Der du die Zeit in Händen hast,
Herr, nimm auch dieses Jahres Last
und wandle sie in Segen.
Nun von dir selbst in Jesus Christ
die Mitte fest gewiesen ist,
führ uns dem Ziel entgegen.
2. Da alles, was der Mensch beginnt,
vor seinen Augen noch zerrinnt,
sei du selbst der Vollender.
Die Jahre, die du uns geschenkt,
wenn deine Güte uns nicht lenkt,
veralten wie Gewänder.
3. Wer ist hier, der vor dir besteht?
Der Mensch, sein Tag, sein Werk vergeht;
nur du allein wirst bleiben.
Nur Gottes Jahr währt für und für,
drum kehre jeden Tag zu dir,
weil wir im Winde treiben.
4. Der Mensch ahnt nichts von seiner Frist.
Du aber bleibest, der du bist,
in Jahren ohne Ende.
Wir fahren hin durch deinen Zorn,
und doch strömt deiner Gnade Born
in unsre leeren Hände.
5. Und diese Gaben, Herr, allein
lass Wert und Mass der Tage sein,
die wir in Schuld verbringen.
Nach ihnen sei die Zeit gezählt;
was wir versäumt, was wir verfehlt,
darf nicht mehr vor dich dringen.
6. Der du allein der Ewge heisst
und Anfang, Ziel und Mitte weisst
im Fluge unsrer Zeiten:
Bleib du uns gnädig zugewandt
und führe uns an deiner Hand,
damit wir sicher schreiten.
Jochen Klepper (1937) 1938
1. Zu Bethlehem geboren,
ist uns ein Kindelein,
das hab' ich auserkoren,
sein eigen will ich sein.
Eia, eia, sein eigen will ich sein.
2. In seine Lieb’ versenken
will ich mich ganz hinab;
mein Herz will ich ihm schenken
und alles, was ich hab’,
eia, eia, und alles, was ich hab’.
3. O Kindelein, von Herzen
will ich dich lieben sehr,
in Freuden und in Schmerzen
je länger und je mehr,
eia, eia, je länger und je mehr.
4. Die Gnade mir doch gebe,
bitt’ ich aus Herzensgrund,
dass ich allein dir lebe
jetzt und zu aller Stund’,
eia, eia, jetzt und zu aller Stund’.
5. Dich, wahren Gott, ich finde
in unser’m Fleisch und Blut;
darum ich mich dann binde
an dich, mein höchstes Gut,
eia, eia, an dich, mein höchstes Gut.
6. Lass mich von dir nicht scheiden,
knüpf’ zu, knüpf’ zu das Band
der Liebe zwischen beiden;
nimm hin mein Herz zum Pfand,
eia, eia, nimm hin mein Herz zum Pfand!
Friedrich Spee (1638)
1. Menschen, die ihr wart verloren,
lebet auf, erfreuet euch!
Heut ist Gottes Sohn geboren,
heut ward er den Menschen gleich.
Lasst uns vor ihm niederfallen,
ihm soll unser Dank erschallen:
„Ehre sei Gott, Ehre sei Gott,
Ehre sei Gott in der Höhe!“
2. Welche Wunder reich an Segen
stellt uns dies Geheimnis dar!
Seht, der kann sich selbst nicht regen,
durch den alles ist und war.
Lasst uns vor ihm niederfallen …
3. Selbst der Urquell aller Gaben
leidet solche Dürftigkeit!
Welche Liebe muss der haben,
der sich euch so ganz geweiht!
Lasst uns vor ihm niederfallen …
4. Menschen! Liebt, o liebt ihn wieder
und vergesst der Liebe nie!
Singt mit Andacht Dankeslieder
und vertraut, er höret sie!
Lasst uns vor ihm niederfallen …
Christoph Bernhard Verspoell (1810)
1) Lobt Gott, ihr Christen alle gleich,
in seinem höchsten Thron,
der heut schließt auf sein Himmelreich
und schenkt uns seinen Sohn,
und schenkt uns seinen Sohn.
2) Er kommt aus seines Vaters Schoß
und wird ein Kindlein klein,
er liegt dort elend, nackt und bloß
in einem Krippelein,
in einem Krippelein.
3) Er äußert sich all seiner G'walt,
wird niedrig und gering
und nimmt an eines Knechts Gestalt,
der Schöpfer aller Ding,
der Schöpfer aller Ding.
4) Er wechselt mit uns wunderlich:
Fleisch und Blut nimmt er an
und gibt uns in seins Vaters Reich
die klare Gottheit dran,
die klare Gottheit dran.
5) Er wird ein Knecht und ich ein Herr;
das mag ein Wechsel sein!
Wie könnt es doch sein freundlicher,
das herze Jesulein,
das herze Jesulein!
6) Heut schließt er wieder auf die Tür
zum schönen Paradeis;
der Cherub steht nicht mehr dafür.
Gott sei Lob, Ehr und Preis,
Gott sei Lob, Ehr und Preis!
1. Ich steh an deiner Krippen[3] hier,
o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel und Mut, nimm alles hin
und laß dir’s wohlgefallen.
2. Da ich noch nicht geboren war,
da bist du mir geboren
und hast mich dir zu eigen gar,
eh ich dich kannt, erkoren.
Eh ich durch deine Hand gemacht,
da hast du schon bei dir bedacht,
wie du mein wolltest werden.
3. Ich lag in tiefster Todesnacht,
du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht’,
wie schön sind deine Strahlen!
4. Ich sehe dich mit Freuden an
und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann,
bleib ich anbetend stehen.
O daß mein Sinn ein Abgrund wär
und meine Seel ein weites Meer,
daß ich dich möchte fassen!
1) Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel in Chören,
singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehren!
Sehet doch da: Gott will so freundlich und nah zu den Verlornen sich kehren.
2) Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden!
Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden.
Friede und Freud wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden!
3) Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget;
sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget!
Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd; alles anbetet und schweiget.
4) Gott ist im Fleische: wer kann dies Geheimnis verstehen?
Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen.
Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen.
5) Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken?
Du willst dich selber, dein Herze der Liebe, mir schenken.
Sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut versenken?
6) König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde,
dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde:
du sollst es sein, den ich erwähle allein; ewig entsag ich der Sünde.
7) Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren,
komm doch, mein Heiland, denn ohne dich bin ich verloren!
Wohne in mir, mache ganz eins mich mit dir, der du mich liebend erkoren.
1. Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
2. Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr erstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.
3. Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.
4. Wir schauen auf zu Jesus Christ,
zu ihm, der unsre Hoffnung ist.
Wir sind die Glieder, er das Haupt,
erlöst ist, wer an Christus glaubt.
5. Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
(Text: nach Heinrich Bone 1847/EGB 1975, 3. und 4. Str.: Friedrich Dörr 1972; Melodie: nach Johann Leisentritt 1567)
1. Jesus Christus, guter Hirte,
Hoherpriester, Osterlamm,
für das Lamm, das sich verirrte,
starbst du an dem Kreuzesstamm.
2. Baum des Lebens, Strom des Heiles,
edler Weinstock, Himmelsbrot,
du nur kennst und führst die Deinen
in das Leben aus dem Tod.
3. Wort des Vaters, offne Türe,
Licht der Stadt Jerusalem,
lass uns deine Stimme hören,
lass uns deine Wege gehen.
(Text: Adelgart Gartenmeier 1997, Melodie: Kamilla Usmanova 2008)
1. Die ganze Welt, Herr Jesu Christ, Halleluja, Halleluja,
in deiner Urständ fröhlich ist. Halleluja, Halleluja.
2. Das himmlisch Herr im Himmel singt, Halleluja, Halleluja,
die Christenheit auf Erden klingt. Halleluja, Halleluja.
3. Jetzt grünet, was nur grünen kann, Halleluja, Halleluja,
die Bäum zu blühen fangen an. Halleluja, Halleluja.
4. Es singen jetzt die Vögel all, Halleluja, Halleluja,
jetzt singt und klingt die Nachtigall, Halleluja, Halleluja.
5. Der Sonnenschein kommt jetzt herein, Halleluja, Halleluja,
und gibt der Welt ein neuen Schein, Halleluja, Halleluja.
(Text: Friedrich Spee 1623, Melodie: Köln 1623, E: 1. Und 6. Str.: „Urständ: Auferstehung)
1. Vom Tode heut erstanden ist
der heilge Herre Jesus Christ,
der aller Welt ein Tröster ist. Halleluja.
2. Die ganze Erde staunt und bebt,
weil Gottes Herrlichkeit anhebt;
der Tod ist tot, das Leben lebt. Halleluja.
3. Des Herren Sieg bricht ins uns ein,
da sprengt er Riegel, Schloss und Stein;
in uns will Christus Sieger sein. Halleluja.
4. Nun jauchzt und jubelt überall.
Die Welt steht auf von ihrem Fall.
Gott herrscht in uns, er herrscht im All. Halleluja.
(Text: nach „Surrexit Christus hodie“ Engelberg1372, 2 – 4. Str.: Silja Walter 1968,; Melodie: 14. Jahrhundert/Böhmische Brüder 1501/bei Michael Weiße 1531)
1. Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit!
Schon sinkt die Welt in Nacht und Dunkelheit.
Geh nicht vorüber, kehre bei uns ein.
Sei unser Gast und teile Brot und Wein.
2. Weit war der Weg. Wir flohen fort vom Kreuz.
Doch du, Verlorner, führtest uns bereits.
Brennt nicht uns ein Feuer, wenn du sprichst?
Zeige dich, wenn du nun das Brot uns brichst.
3. Weihe uns ganz in dein Geheimnis ein.
Lass uns dich sehn im letzten Abendschein.
Herr, deine Herrlichkeit erkennen wir:
Lebend und sterbend bleiben wir in dir.
(Text: Peter Gerloff, Melodie: Henry Monk 1861)
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
Dir singt mein Herz und will nicht verstummen.
Dir will ich singen in Ewigkeit.
(Text: nach Psalm 30,12 – 13; Melodie: Johannes Falk *1963)
1. Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken?
Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken.
Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht.
2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich über alle Welt gegeben;
mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben.
Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine Zuversicht.
3. Jesus lebt! Wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre.
Gnade hat er zugesagt, dass der Sünder sich bekehre.
Gott verstößt in Christus nicht; dies ist meine Zuversicht.
4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein, sein sei auch mein ganzes Leben;
reines Herzens will ich sein und den Lüsten widerstreben.
Er verlässt den Schwachen nicht; dies ist meine Zuversicht
5. Jesus lebt! Ich bin gewiss, nichts soll mich von Jesus scheiden,
keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden.
Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; dies ist meine Zuversicht.
6. Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben.
Welchen Trost in Todesnot wird er meiner Seele geben,
wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht!
T: nach Christian Fürchtegott Gellert 1757.
Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott:
https://www.youtube.com/watch?v=IopcSexAVls
Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens,
https://www.youtube.com/watch?v=kclZw0H-mys
1. Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
2. Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf dem Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.
3. Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.
4. Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied. - Amen.
Youtube-Version:
https://www.youtube.com/watch?v=41cSIWZnPrk
Originaltitel: Zolang er mensen zijn op aarde, Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Dieter Trautwein.
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge,
in deiner Liebe birgst du uns.
Du bist nicht fern, denn die zu dir beten
wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.
Du bist nicht sichtbar für unsre Augen,
und niemand hat dich je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben,
dass du uns trägst, dass wir bestehen.
Guter Gott, dein Sohn ist für uns Mensch geworden und geht alle unsere Wege mit.
Wir bitten dich:
Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und bekräftigen wir, in dem wir das Gebet des Herrn sprechen:
Wer unterm Schutz des Höchsten steht (GL 424)
1) Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.
2) Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.3)
Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft, wird erhört.
Ich will mich zeigen als sei Gott, ich bin ihm nah in jeder Not;
des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.
Gefangen
im Kreisen
von Gedanken
von Sorgen
gefangen
im alltäglichen Schrecken
im Kampf um das tägliche Leben
gefangen
auf der Suche nach Gerechtigkeit –
nach Liebe
gefangen in Vertrauensbruch
Untreue und
Verrat
gefangen
in mir selbst und meinen Geistern
mit dem Brett vor meinem Kopf
mit dem Knoten um meine Seele
löst sich der S C H R E I
findet ein Gegenüber
findet ein offenes Ohr
findet den HEILIGEN GOTTES
und ER befiehlt
allem, was mich fesselt
zu schweigen
und mich zu verlassen
und es zieht mich noch hin und her
wohin?
Es zieht mich zu dem
der Heil mir verheißt
der mich in meinem ganzen „So-Ist-Es-Sein“ umfängt
der alles wahrnimmt
was mich ausmacht
ALLES
und
der mich bergend umschließt
mich liebend wiegt – wie ein Kind
der mit seiner Liebe und Annahme
Heil-werden möglich machen will
(c) Beatrix Senft 2021, beatrix.senft@googlemail.com
Als er [der Mensch] im Ungehorsam deine Freundschaft verlor
und der Macht des Todes verfiel,
hast du ihn dennoch nicht verlassen,
sondern voll Erbarmen allen geholfen,
dich zu suchen und zu finden.
Immer wieder hast du den Menschen deinen Bund angeboten
und sie durch die Propheten gelehrt, das Heil zu erwarten.
Aus dem Messbuch
Wenn es eines gibt,
was die Welt braucht
immer und immer wieder,
dann ist es:
inmitten der Suche nach Sinn
Hoffnung erhalten, die trägt.
Wenn es eines gibt,
was Christen tun sollen
immer und immer wieder,
dann ist es:
aus ihrer Hoffnung heraus
Hoffnung weiter schenken.
Aus: Petra Focke Hermann Josef Lücker, Gott und die Welt. Ohne Verlagsangabe, o. J.

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Die Bestimmungen über das Prophetenamt lassen sich in zwei Abschnitte teilen:
Die Verse 9 bis 14 verbieten religiöse Praktiken wie sie im Umfeld Israels üblich waren: Zauberei, Wahrsagerei usw. Das Prophetenamt Israels unterscheidet sich von diesen grundlegend. Der von Jahwe eingesetzte Prophet spricht im Auftrag Jahwes. Er verkündet, was Jahwe ihm zu verkündigen gibt, während die Zauberer und Hellseher der Umwelt Israels den Willen Gottes zu deuten versuchen. In den Versen 15 bis 22 wird das Prophetenamt Israels in positiver Weise beschrieben. Es wird in der Weise ausgeübt, wie Mose es vorgelebt hat.
Später wurde diese Zusage auf einen endzeitlichen messianischen Propheten bezogen. Das vom Propheten Ausgesagte gilt aber grundsätzlich. Das Volk Gottes braucht keine Hellseher, Stern- und Zukunftsdeuter. Ihm wurde das Gesetz Gottes ein für allemal verkündet. Der Prophet Jahwes ist Künder des Gottesrechts.