Lesung aus der Apostelgeschichte.
In jenen Tagen
brachten die Begleiter des Paulus ihn nach Athen. Mit dem Auftrag an Silas und Timotheus, Paulus möglichst rasch nachzukommen, kehrten sie zurück.
Während Paulus in Athen auf sie wartete, wurde sein Geist von heftigem Zorn erfasst; denn er sah die Stadt voll von Götzenbildern. Er redete in der Synagoge mit den Juden und Gottesfürchtigen und auf dem Markt sprach er täglich mit denen, die er gerade antraf. Einige von den epikureischen und stoischen Philosophen diskutierten mit ihm und manche sagten: Was will denn dieser Schwätzer? Andere aber: Er scheint ein Verkünder fremder Gottheiten zu sein. Denn er verkündete das Evangelium von Jesus und von der Auferstehung. Sie nahmen ihn mit, führten ihn zum Areopag und fragten: Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du vorträgst? Du bringst uns recht befremdliche Dinge zu Gehör. Wir wüssten gern, worum es sich handelt. Alle Athener und die Fremden dort taten nichts lieber, als die letzten Neuigkeiten zu erzählen oder zu hören.
Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte: Männer von Athen, nach allem, was ich sehe, seid ihr sehr fromm. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch. Der Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind. Er lässt sich auch nicht von Menschenhänden dienen, als ob er etwas brauche, er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt. Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt. Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir; wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seinem Geschlecht. Da wir also von Gottes Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung. Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, gebietet jetzt den Menschen, dass überall alle umkehren sollen. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.
Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören. So ging Paulus aus ihrer Mitte weg.
Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit, außerdem eine Frau namens Damaris und noch andere mit ihnen.
Hierauf verließ Paulus Athen und ging nach Korinth.
Kv: Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit – Kv
Oder GL 79,1 - oder: Halleluja.
Lobt den HERRN vom Himmel her, *
lobt ihn in den Höhen:
Lobt ihn, all seine Engel, *
lobt ihn, all seine Heerscharen, - Kv
Lobt ihn, ihr Könige der Erde und alle Völker, *
ihr Fürsten und alle Richter der Erde,
ihr jungen Männer und auch ihr jungen Frauen, *
ihr Alten mit den Jungen! - Kv
Loben sollen sie den Namen des HERRN, /
denn sein Name allein ist erhaben, *
seine Hoheit strahlt über Erde und Himmel.
Er hat erhöht die Macht seines Volks, /
zum Lob für all seine Frommen, *
für die Kinder Israels, das Volk, das ihm nahe ist. Halleluja! - Kv
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Noch vieles habe ich euch zu sagen,
aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.
Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit,
wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten.
Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden,
sondern er wird reden, was er hört,
und euch verkünden, was kommen wird.
Er wird mich verherrlichen;
denn er wird von dem, was mein ist, nehmen
und es euch verkünden.
Alles, was der Vater hat, ist mein;
darum habe ich gesagt:
Er nimmt von dem, was mein ist,
und wird es euch verkünden.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Unter den Religionssoziologen ist umstritten, ob den Menschen sozusagen von Natur aus eine Sehnsucht nach Gott innewohnt. Es gibt Menschen, denen nichts abgeht, wenn sie nicht an Gott glauben. Andere haben eine tiefe Sehnsucht nach etwas Höherem, einer Macht oder Kraft oder Person, die über allem steht. Die Gnade, an Gott glauben zu können, schenkt Geborgenheit, Halt, Kraft. Im Gespräch mit Gott schöpfen wir Kraft aus dieser Quelle.
Meine engen Grenzen,
meine kurze Sicht bringe ich vor dich.
Wandle sie in Weite:
Herr, erbarme dich.
Wandle sie in Weite:
Herr, erbarme dich.
Meine ganze Ohnmacht,
was mich beugt und lähmt, bringe ich vor dich.
Wandle sie in Stärke:
Herr, erbarme dich.
Wandle sie in Stärke:
Herr, erbarme dich.
Mein verlornes Zutraun,
meine Ängstlichkeit bringe ich vor dich.
Wandle sie in Wärme:
Herr, erbarme dich.
Wandle sie in Wärme:
Herr, erbarme dich.
Meine tiefe Sehnsucht
nach Geborgenheit bringe ich vor dich.
Wandle sie in Heimat:
Herr, erbarme dich.
Wandle sie in Heimat:
Herr, erbarme dich.
Herr, unser Gott,
du weißt, was uns fehlt,
du kennst die leeren Stellen in unserem Leben,
aber auch unsere Sehnsucht,
unser Zutrauen.
Schenke uns in deinem Erbarmen
die Fülle des Lebens,
dein Wort,
dein Reich.
Wie du es uns durch Jesus versprochen hast.
Wie es uns dein Geist bezeugt.
Dich loben wir
In Ewigkeit.
Manfred Wussow
Kehrvers:
Nach Gott, dem Lebendigen dürstet meine Seele.
Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, *
so lechzt meine Seele, nach dir, Gott.
Meine Seele dürstet nach Gott, *
nach dem lebendigen Gott.
Wann darf ich kommen *
und erscheinen vor Gottes Angesicht?
Meine Tränen sind mir Brot geworden bei Tag und bei Nacht; *
man sagt zu mir den ganzen Tag: Wo ist dein Gott?
Ich denke daran und schütte vor mir meine Seele aus: *
Ich will in einer Schar einherziehn.
Ich will in ihr zum Haus Gottes schreiten, *
im Schall von Jubel und Dank in festlich wogender Menge.
Was bist du bedrückt, meine Seele, *
und was ächzt du in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken *
für die Rettung in seinem Angesicht.
Bedrückt ist meine Seele in mir, /
darum gedenke ich deiner *
im Jordanland, am Hermon, am Berg Mizar.
Flut ruft der Flut zu beim Tosen deiner stürzenden Wasser, *
all deine Wellen und Wogen zogen über mich hin.
Bei Tag entbietet der HERR seine Huld *
und in der Nacht ist sein Lied bei mir, ein Gebet zum Gott meines Lebens.
Sagen will ich zu Gott, meinem Fels: *
Warum hast du mich vergessen?
Warum muss ich trauernd einhergehn, *
von meinem Feind unterdrückt?
Es trifft mich zu Tode in meinen Gebeinen, *
dass meine Bedränger mich verhöhnen,
da sie den ganzen Tag zu mir sagen: *
Wo ist dein Gott?
Was bist du bedrückt, meine Seele, *
und was ächzt du in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, *
der Rettung meines Angesichts und meinem Gott.
Kehrvers
Lesung aus der Apostelgeschichte.
In jenen Tagen brachten die Begleiter des Paulus ihn nach Athen. Mit dem Auftrag an Silas und Timotheus, Paulus möglichst rasch nachzukommen, kehrten sie zurück.
Während Paulus in Athen auf sie wartete, wurde sein Geist von heftigem Zorn erfasst; denn er sah die Stadt voll von Götzenbildern. Er redete in der Synagoge mit den Juden und Gottesfürchtigen und auf dem Markt sprach er täglich mit denen, die er gerade antraf. Einige von den epikureischen und stoischen Philosophen diskutierten mit ihm und manche sagten: Was will denn dieser Schwätzer? Andere aber: Er scheint ein Verkünder fremder Gottheiten zu sein. Denn er verkündete das Evangelium von Jesus und von der Auferstehung. Sie nahmen ihn mit, führten ihn zum Areopag und fragten: Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du vorträgst? Du bringst uns recht befremdliche Dinge zu Gehör. Wir wüssten gern, worum es sich handelt. Alle Athener und die Fremden dort taten nichts lieber, als die letzten Neuigkeiten zu erzählen oder zu hören.
Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte: Männer von Athen, nach allem, was ich sehe, seid ihr sehr fromm. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch. Der Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind. Er lässt sich auch nicht von Menschenhänden dienen, als ob er etwas brauche, er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt. Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt. Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir; wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seinem Geschlecht. Da wir also von Gottes Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung. Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, gebietet jetzt den Menschen, dass überall alle umkehren sollen. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.
Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören. So ging Paulus aus ihrer Mitte weg.
Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit, außerdem eine Frau namens Damaris und noch andere mit ihnen.
Hierauf verließ Paulus Athen und ging nach Korinth.
Die Coronakrise hat uns auch als Kirche vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Viele vertraute Abläufe im Pfarrleben bis hin zu unseren gewohnten Riten in Gottesdiensten durften nicht mehr in der gewohnten Weise vollzogen werden. Einige sind mit dieser Situation sehr kreativ umgegangen. Sie haben mittels moderne Medien die Gottesdienste gleichsam ins Haus geliefert. Eine Vielzahl an Gestaltungsvorschlägen für das Gebet in der Familie oder auch alleine wurden von vielen Seiten angeboten. Nicht alles ließ sich auf diese Weise "feiern": Erstkommunionfeiern, Firmungen und Hochzeiten mussten verschoben werden, Begräbnisse und andere Feiern konnten nur in einem sehr beschränkten Rahmen schlicht und einfach gestaltet werden.
Das kirchliche Leben ist im Normalfall sehr beständig und resistent gegen Änderungen. Dennoch darf man nicht übersehen, dass die Kirche im Laufe der Jahrhunderte wenn auch sehr behutsam und langsam ihre Feierformen den Gegebenheiten angepasst hat. Das gilt nicht nur für das Feiern, das gilt auch für die Formen der Verkündigung, der Mission.
Erst vor wenigen Tagen haben wir von der ersten ganz großen Anpassung gehört, als die Apostel und die ersten Gemeinden beschlossen haben, neue Mitglieder müssen nicht zuvor die jüdischen Gebräuche annehmen. Als Paulus auf seiner zweiten Missionsreise in Athen gelandet war, musste auch er sich einer neuen Situation stellen. Während er an den bisherigen Orten in Kleinasien und Nordgriechenland meist in jüdischen Gebetshäusern oder in frommen Familien predigen und für den "neuen Weg" werben konnte, sieht er sich in Athen einer griechisch geprägten Kultur gegenüber. Auf dem Areopag, sozusagen auf dem "Hauptplatz" der Stadt, trifft er diskussionsfreudige und interessierte Menschen. Gerne hätten sie mit ihm über alle möglichen religiösen Theorien geredet. Als er jedoch das Gespräch auf Jesus Christus und seine Auferstehung lenkte, belächelten sie ihn bzw. winkten sie freundlich ab. Immerhin, einige wenige schlossen sich ihm an.
Menschen den Glauben nahezubringen, ist ein mühsames Unterfangen. In vielem gleicht unsere Zeit der Situation im damaligen Athen. Menschen diskutieren gerne, "alles ist möglich", viele suchen Spiritualität, Kraftquellen… Um einige "Eckpunkte" kommen wir aber nicht herum: Jesus von Nazareth als gottgesandter Christus, sein Gottesbild, seine Gottesbeziehung, seine Auferstehung, das Wirken des Heiligen Geistes auch in unserer Zeit und anderes mehr. Auch wenn uns nicht große Scharen zulaufen und sich uns als Kirche anschließen, dürfen wir wie Paulus nicht müde werden, den Menschen einen Zugang zum Glauben zu erschließen.
Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott,
nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.
Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück,
nach Liebe, wie nur du sie gibst.
1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir.
In Sorge, im Schmerz – sei da, sei uns nahe, Gott.
2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir.
In Ohnmacht, in Furcht – sei da, sei uns nahe, Gott.
3. Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir.
In Krankheit, im Tod – sei da, sei uns nahe, Gott.
4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir.
Wir hoffen auf dich – sei da, sei uns nahe, Gott.
Hier bin ich,
Gott, vor Dir.
So wie ich bin.
Ich öffne mich Deiner Nähe.
Deine Lebenskraft fließt in mir,
mein Atem,
der mich trägt und weitet ...
lass Ruhe in mich einkehren ...
Hier bin ich,
Gott, vor Dir.
So wie ich bin.
Mit meiner Anspannung, meiner Freude,
meiner Traurigkeit und Enttäuschung.
Mit meiner Wut und meiner Ungeduld.
Mit meinem Stolz.
Mit meiner Sehnsucht.
Gott, Quelle des Lebens,
reinige mich,
erneuere mich.
Heile mich.
Quelle unbekannt in: Du bist der Atem meines Lebens. Das Frauengebetbuch. Herausgegeben von Benedikta Hinterberger OP, Andrea Kett, Hildegund Keul, Aurelia Spendel OP. Schwabenverlag / KlensVerlag, Ostfilder 2010.
Zu Jesus, der um unsere tiefe Sehnsucht nach einem erfüllten Leben weiß, kommen wir mit unseren Bitten:
Worauf wir letztlich bauen und wie wir mit unserer tiefen Sehnsucht nach einem erfüllten Leben umgehen, entscheidet sich in unserer Beziehung zu dir Christus, unserem Herrn und Erlöser.
Dir glauben und vertrauen wir, auf dich hoffen wir und für deine Liebe danken wir dir, heute und bis in Ewigkeit. - Amen.
Renate Witzani
Gott,
öffne mir die Augen,
mach weit meinen Blick und mein Interesse,
damit ich sehen kann, was ich noch nicht erkenne.
Gott,
öffne mir die Ohren,
mach mich hellhörig uns aufmerksam,
damit ich hören kann, was ich noch nicht verstehe.
Gott,
gib mir ein vertrauensvolles Herz,
das sich deinem Wort und deiner Treue überlässt
und zu tun wagt, was es noch nicht getan hat.
Gott,
ich weiß, dass ich nur lebe,
wenn ich mich von dir rufen und verändern lasse. - Amen.
© P. Michael Lidy CSsR
1. Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
2. Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr erstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.
3. Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.
4. Wir schauen auf zu Jesus Christ,
zu ihm, der unsre Hoffnung ist.
Wir sind die Glieder, er das Haupt,
erlöst ist, wer an Christus glaubt.
5. Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
(Text: nach Heinrich Bone 1847/EGB 1975, 3. und 4. Str.: Friedrich Dörr 1972; Melodie: nach Johann Leisentritt 1567)
1. Jesus Christus, guter Hirte,
Hoherpriester, Osterlamm,
für das Lamm, das sich verirrte,
starbst du an dem Kreuzesstamm.
2. Baum des Lebens, Strom des Heiles,
edler Weinstock, Himmelsbrot,
du nur kennst und führst die Deinen
in das Leben aus dem Tod.
3. Wort des Vaters, offne Türe,
Licht der Stadt Jerusalem,
lass uns deine Stimme hören,
lass uns deine Wege gehen.
(Text: Adelgart Gartenmeier 1997, Melodie: Kamilla Usmanova 2008)
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
Dir singt mein Herz und will nicht verstummen.
Dir will ich singen in Ewigkeit.
(Text: nach Psalm 30,12 – 13; Melodie: Johannes Falk *1963)
1. Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit!
Schon sinkt die Welt in Nacht und Dunkelheit.
Geh nicht vorüber, kehre bei uns ein.
Sei unser Gast und teile Brot und Wein.
2. Weit war der Weg. Wir flohen fort vom Kreuz.
Doch du, Verlorner, führtest uns bereits.
Brennt nicht uns ein Feuer, wenn du sprichst?
Zeige dich, wenn du nun das Brot uns brichst.
3. Weihe uns ganz in dein Geheimnis ein.
Lass uns dich sehn im letzten Abendschein.
Herr, deine Herrlichkeit erkennen wir:
Lebend und sterbend bleiben wir in dir.
(Text: Peter Gerloff, Melodie: Henry Monk 1861)
1. Vom Tode heut erstanden ist
der heilge Herre Jesus Christ,
der aller Welt ein Tröster ist. Halleluja.
2. Die ganze Erde staunt und bebt,
weil Gottes Herrlichkeit anhebt;
der Tod ist tot, das Leben lebt. Halleluja.
3. Des Herren Sieg bricht ins uns ein,
da sprengt er Riegel, Schloss und Stein;
in uns will Christus Sieger sein. Halleluja.
4. Nun jauchzt und jubelt überall.
Die Welt steht auf von ihrem Fall.
Gott herrscht in uns, er herrscht im All. Halleluja.
(Text: nach „Surrexit Christus hodie“ Engelberg1372, 2 – 4. Str.: Silja Walter 1968,; Melodie: 14. Jahrhundert/Böhmische Brüder 1501/bei Michael Weiße 1531)
1. Die ganze Welt, Herr Jesu Christ, Halleluja, Halleluja,
in deiner Urständ fröhlich ist. Halleluja, Halleluja.
2. Das himmlisch Herr im Himmel singt, Halleluja, Halleluja,
die Christenheit auf Erden klingt. Halleluja, Halleluja.
3. Jetzt grünet, was nur grünen kann, Halleluja, Halleluja,
die Bäum zu blühen fangen an. Halleluja, Halleluja.
4. Es singen jetzt die Vögel all, Halleluja, Halleluja,
jetzt singt und klingt die Nachtigall, Halleluja, Halleluja.
5. Der Sonnenschein kommt jetzt herein, Halleluja, Halleluja,
und gibt der Welt ein neuen Schein, Halleluja, Halleluja.
(Text: Friedrich Spee 1623, Melodie: Köln 1623, E: 1. Und 6. Str.: „Urständ: Auferstehung)
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich. - Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, - erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott Heiliger Geist,
Heiliger dreifaltiger Gott,…
Hl Maria, unsere liebe Frau von Lourdes, - bitte für uns!
Hl. Erzengel Raffael,
Alle Heiligen Engel,...
Hl. Josef,...
Hl. Johannes der Täufer,...
Hl. Lukas,...
Hl. Cosmas und hl. Damian,...
Hl. Blasius,...
Hl. Pantaleon,...
Hl. Corona,...
Hl. Rochus, hl. Sebastian und hl. Rosalia,...
Hl. Elisabeth von Thüringen,...
Hl. Katharina von Siena und hl. Katharina von Genua,...
Hl. Camillo von Lellis,...
Hl. Johannes von Gott,...
Hl. Aloisius Gonzaga
Hl. Karl Borromeus,...
Hl. Martin von Porres,...
Hl. Louise de Marillac,...
Sel. Niels Stensen,...
Hl. Damian de Veuster,...
Sel. Petrus Donders,…
Hl. Josefine Vannini,...
Hl. Josef Moscati,...
Hl. Markus Ji Tianxiang,...
Sel. Karl aus dem Hause Österreich,...
Sel. Ladislaus Batthyany,...
Sel. Restituta Kafka,...
Hl. Gianna Beretta Molla,...
Hl. Mutter Teresa,...
Hl. …….
All Ihr Heiligen Gottes,...
Jesus, sei uns gnädig. - Herr, befreie uns.
Von allem Bösen, - Herr, befreie uns.
Von der Corona-Epidemie, - Herr, befreie uns.
Durch deine Menschwerdung und Deine Auferstehung, - Herr, befreie uns.
Durch die Sendung des Hl. Geistes, - Herr, befreie uns.
Wir armen Sünder, - wir bitten dich, erhöre uns.
Mach uns bereit zu Buße und Umkehr,...
Schenke den Kranken Genesung,...
Gib den Verstorbenen das ewige Leben,...
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, verschone uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erhöre uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Lasset uns beten.
Barmherziger Gott,
du hilfst deinen Dienern in ihrer Not,
in Bedrängnis sowie Krankheit
und erhörst ihr Bitten.
Wir danken dir,
denn du hast uns Barmherzigkeit erwiesen.
Bewahre uns vor Unheil und Seuche
und schenke uns Freude wieder
in Gemeinschaft und in deinem Dienst.
Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren,
o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Führe uns zu deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stell uns vor deinem Sohne.
Amen.
Die Heiligen dieser Litanei, ein wenig vorgestellt:
Im Buch Tobit heilt der Erzengel Raffael (daher auch das Attribut Fisch),
Lukas war Evangelist und Arzt,
Cosmas und Damian waren bekannte altrömische Arzt-Märtyrer,
Blasius wird bei Rachenleiden angerufen (dank seines Martyriums),
Pantaleon war ebenso Mediziner,
Corona war Märtyrerin, früher Patronin der Lottospieler und dank dieser Pandemie eine
Seuchen-Fürsprecherin,
Rochus, Sebastian und Rosalia sind die klassischen Epidemie-Heiligen.
Im Mittelalter:
Elisabeth von Thüringen arbeitete im von ihr gegründeten Spital,
die beiden Katharinen sind die klassischen italienischen Krankenpfege-Heiligen.
In der Neuzeit:
Camillo von Lellis und Johannes von Gott sowie Josefine Vannini, die alle drei jeweils Krankenpflegeorden gegründet haben,
Karl Borromeus und Aloisius von Gonzaga pflegten Pestkranke. Aloisius starb an der Infektion,
Niels Stensen war Arzt, Humanist und Konvertit.
Im 19, und 20. Jahrhundert gab es einige Krankenpflege-Heilige:
Damian de Veuster lebte und starb bei den Aussätzigen auf Hawaii,
Petrus Donders in Surinam.
Josef Moscati war Arzt der Armen,
Markus Ji Tianxiang, Arzt, Opium-krank und Märtyrer,
der selige Karl von Österreich wurde Opfer der letzten großen Pandemie in Österreich,
der selige Ladislaus Batthyany war Arzt und Krankenhausgründer,
Restituta Kafka Krankenschwester und NS-Opfer,
die hl. Gianna Beretta Molla, Ärztin und Mutter, die ihr Leben für ihr Kind opferte,
Mutter Teresa von Kalkutta, die Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe.
Liebe Freunde, die Welt braucht Heilige,
und wir alle - ohne Ausnahme - sind zur Heiligkeit gerufen!
Habt keine Furcht!
Papst Franziskus
Gefunden in der Wallfahrtskirche Maria Grün, Wien
Lieber Gott,
ich bin in diesen schweren Zeiten dankbar dafür, dass meine Oma ihre Operation und die Krankenhauszeit gut überstanden hat und ohne Infektion nach Hause konnte. Ich bin auch dankbar dafür, dass mein Vater in seiner Quarantänezeit sich wohl und gesund fühlt und dass es meiner Familie und meinen Freunden gut geht. Ich finde es schade, dass ich mich mit meinen Freunden nicht treffen kann, dass ich nicht Fußball spielen kann und nicht in die Schule gehe.
Ich möchte dich darum bitten, dass sich die Covid-19 Pandemie nicht verschlimmert, dass es allen Menschen so weit wie möglich gut geht in dieser Zeit und dass ein Heilmittel bald vorhanden ist.
AMEN
Noah, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Lieber Gott,
dieser Corona Virus macht uns allen zu schaffen. Regale in Supermärkten sind leer. Alle drehen durch und hamstern. Die Menschen haben Angst und kaufen, dass die Einkaufswagen voll sind bis zum geht nicht mehr. Ich ärgere mich darüber, dass alle durchdrehen und die Schulen geschlossen sind, denn man kann nicht richtig lernen. Ich habe auch ein wenig Angst, aber nicht um mich, sondern um meine Omas.
Meine Omas bedeutet mir sehr viel, ich habe meine beiden Opas schon verloren und einen davon durfte ich nicht kennenlernen. Es ist beängstigend wie viele Menschen jetzt schon gestorben und infiziert sind. Ich ärgere mich auch über die Menschen die ignorant sind, die einfach sagen „mich interessiert das nicht, ich bin nicht geschädigt.“ Ich bitte dich, lass diese Menschen begreifen, was zurzeit los ist, damit nicht mehr Menschen sterben und dieser Albtraum bald vorbei ist.
AMEN.
Marc, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
www.dibk.at/Meldungen/Gebet-in-der-Coronakrise
Gedenke, o Herr unser Gott, auch Deines ganzen Volkes,
gieß auf alle den Reichtum Deines Erbarmens aus ...
derjenigen, die wir aus Unwissenheit, Vergeßlichkeit und der Menge der Namen nicht erwähnt haben,
gedenke Du selbst, o Gott;
denn Du kennst eines jeden Alter und Namen,
und jeder ist Dir vom Mutterschoße an bekannt.
Denn Du, o Gott, bist die Hilfe der Hilflosen,
die Hoffnung der Hoffnungslosen ...
und der Arzt der Kranken.
Werde selbst allen alles,
da Du einen jeden kennst, seine Bitten, sein Haus und sein Bedürfnis.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott Vater, Schöpfer der Welt,
du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt.
Schau auf deine Kinder,
die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden,
um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst,
heile unsere Kranken,
tröste ihre Familien,
gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit,
den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft,
den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung,
sondern erlöse uns von allem Bösen.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen.
Maria, Mutter der Kranken und Mutter der Hoffnung, bitte für uns!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat
und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen
und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung
und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes,
jetzt und in Ewigkeit. Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens und der einzig wahre Weinstock.
Ich glaube, dass du wirklich anwesend bist
im heiligsten Sakrament der Eucharistie.
Ich suche dich.
Ich preise dich und bete dich an.
Da ich dich nicht empfangen kann
im eucharistischen Brot und Wein
bete ich, dass du in mein Herz und meine Seele kommst,
damit ich mit dir vereint sein kann
durch deinen allmächtigen und allgegenwärtigen Heiligen Geist.
Lass mich dich empfangen und von dir genährt werden.
Werde für mich das Manna in meiner Wüste,
das Brot der Engel
für meine sehr menschliche Reise durch die Zeit,
ein Vorgeschmack auf das himmlische Festmahl
und Trost in der Stunde meines Todes.
Ich erbitte all dies im Vertrauen darauf, dass du selbst
unser Leben, unser Friede und unsere immerwährende Freude bist.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen,
die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die unter der Angst vor der Ansteckung leiden,
für alle, die die Quarantäne einhalten,
für alle, die sich in den Spitälern um die Kranken kümmern,
für alle, die in der Forschung den Virus bekämpfen,
und für die Politiker, die gewichtige Entscheidungen treffen, dass Gott uns bewahre und uns den Weg durch diese Zeit weise.
Akklamation nach jeder Anrufung: Erbarme dich unser!
Du heiliger Gott. (Jes 6,1-3)
Du gerechter Gott.
Du langmütiger Gott. (Ex 34,6)
Du Gott, reich an Huld. (Ex 34,6)
Du treuer Gott. (Ex 34,6)
Du geduldiger Gott. (Röm 15,5)
Gott des Mitleids mit den Leidenden. (Ps 106,44f)
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes. (2 Kor 1,3)
Gott, der uns tröstet wie eine Mutter. (Jes 66,13)
Gott, in dessen Schoss wir geborgen sind. (Hos 11)
Gott, an dessen Brust wir ruhen können. (Ps 131)
Gott, der uns nie vergisst. (Jes 49,15)
Gott, dessen Namen wir kennen. (Ex 3,14)
Gott, der uns eingezeichnet hat in seine Hände. (Jes 49,16)
Gott, der uns beim Namen ruft. (Jes 43,1)
Gott, dem wir gehören. (Jes 43,1)
Gott mit uns. (Mt 1,23)
Gott für uns. (Röm 8,31ff)
Gott, der uns aus der Gefangenschaft herausführt. (Ex 13,17-14,31)
Gott der Armen und Kleinen und Hilflosen. (Lk 1,46-55)
Gott, dessen Güte reicht soweit der Himmel ist. (Ps 36,5)
Gott aller, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. (Mt 11,28ff)
Gott, der weiss, was wir brauchen. (Mt 6,8)
Gott, der die Verlorenen sucht. (Mt 18,12-14)
Gott, der grösser ist als unser Herz.(1 Joh 3,20)
Gott, der den Hoffnungslosen Hoffnung gibt. (Röm 15,13)
Gott, der uns Sündern gnädig ist. (Lk 18,9-14)
Gott, dessen Erbarmen uns aus dem Tod rettet. (Eph 4,24)
Gott, unser Retter.
Gott des Lebens.
Du unsagbar grosser Gott.
Du leidenschaftlich liebender Gott.
Du unbegreiflich verzeihender Gott. (Lk 15,11-32)
Du masslos gnädiger Gott.
Du unendlich gütiger Gott.
Du barmherziger Gott.
Die Litanei ist stark von biblischen Texten inspiriert. Bei den meisten Anrufungen sind deshalb entsprechende Bibelstellen angegeben. Wenn keine Bibelstelle angegeben ist, bedeutet dies, dass dieser Aspekt der Barmherzigkeit Gottes sich an vielen Stellen der Bibel findet.
Die Bitten haben Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Magdenau formuliert - herzlichen Dank!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
(Stilles Gebet)
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz (www.liturgie.ch)
Guter Gott,
ich fühle mich nicht wohl und habe immer wieder Angst. So viele Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie geht es jetzt weiter? Bleibe ich gesund? Habe ich auch schon den Virus? Wie geht es den erkrankten Menschen bei uns und überall?
Mit all diesen Ängsten und Zweifeln komme ich zu Dir.
Du bist doch der liebe Gott seit meinen Kindertagen.
Ich schaue auf deinen Sohn am Kreuz, der all die Ängste und Nöte von uns Menschen selbst durchleben musste. Und ich sehe die vielen Kreuze in unseren Tagen, die Leid und Trauer bringen, die Hoffnung auf eine Zukunft zerstören.
Bist du der gute Gott, der auch jetzt zu mir steht?
Ich will glauben, dass Du mir nah bist in deiner Liebe.
Ich will vertrauen, dass Du treu bleibst in deiner Kraft der Nähe. Ich will hoffen, dass du mich erfüllst mit deiner Barmherzigkeit.
Guter Gott, gib uns deinen Geist der Solidarität und Stärke, der Hoffnung und Zuversicht. Lass uns erkennen, was jetzt wichtig ist und zählt.
Du bist der gute Gott, der uns befreit und begleitet! Lass uns in diesem Glauben die nächsten Schritte wagen. Amen.
https://mk-online.de/
Heiliger Sebastian,
du warst und bleibst für viele Menschen
ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich demütig:
Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns vor einer Erkrankung durch den Corona-Virus.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit,
frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Stärke unser Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
https://www.pfarre-gisingen.at/sebastian/gebet-zum-hl-sebastian-um-schutz-vor-dem-coronavirus/
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,
dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,
dass Du allein ewig bist,
dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!
Johannes Hartl, Theologe, Augsburger Gebetshaus
Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben,
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.
Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.
Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Dieses Gebet wird derzeit von der Don Bosco Familie weltweit gebetet; nach einem Gebet von Erzbischof Cesare Nosiglia,Turin)
https://www.donbosco4youth.at/de/news/details/novene-zu-maria-der-hilfe-der-christen-coronavirus.html
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.
Liebe Gemeinde, wenn Gott kommt, bleibt nichts „beim Alten“. Menschen geraten neu in Bewegung. Sie beginnen zu hoffen und zu wünschen. Wer wunschlos ist, der ist nicht glücklich, sondern verstorben, hat einmal ein kluger Politiker gesagt. Wer wunschlos ist, der ist nicht glücklich, sondern verstorben, denn er hat sich vergraben in einer Weltsicht ohne Erwartungen, ohne Hoffnung, ohne Horizont. Das ist in der Politik nicht anders als im persönlichen Leben. In einer solchen Weltsicht ist die Hoffnung ein Störfaktor.
Wenn Gott kommt, wird diese Weltsicht aufgebrochen, denn Gott provoziert neue Erwartungen und Hoffnungen, Sehnsüchte und Wünsche. Die Wüste beginnt zu blühen. Das ist wie eine Vision. Sind das Utopien, zu schön, um wahr zu sein? Die blühende Wüste, in der sich Teiche erstrecken, wo Dürre war? Das sind überschwängliche Hoffnungsbilder. Sie können annähernd fassen, was sich ereignet, wenn Gott kommt: neue Lebensmöglichkeiten, wo wir keine Möglichkeiten mehr sehen, neuer Mut, wo nur Angst herrschte, Vertrauen, wo nur Hass war. Diese Bilder malen mehr als alles. Menschen werden aus der Wüste ihrer erstorbenen Erwartungen, ihrer versteinerten Herzen, ihrer verlorenen Hoffnungen herausgeholt.
Prof. Dr. Gunda Schneider-Flume, Predigt über Jes. 35, 3-10 „Kraft der Erwartung“ in:
https://predigten.evangelisch.de/predigt/die-kraft-der-erwartung-predigt-ueber-jesaja-35-3-10-von-gunda-schneider-flume
Berühre du, o Gott,
die Gipfel meiner
Gedanken, damit in
den Tälern und Tiefen
meiner Seele deine
Saat wachse und reife.
Belebe du, o Gott,
die Kräfte meines
Herzens, damit darin
all das bewahrt bleibe,
womit du mich so reich
beschenkst.
Verwandle du, o Gott,
das Dickicht meiner
Trübsal, damit ich dein
heilsames Licht ausstrahle,
dort, wo ich
stehe.
Besiege du, o Gott, die
bösen Geister und
Gedanken in mir,
damit ich freimütig und
aufrichtig dir und den
Menschen diene.
Beflügle du, o Gott,
die Schwingen meiner
Fantasie, damit ich
nicht müde werde,
über dein Wirken zu
staunen.
Bestärke du, o Gott,
das Schwache in mir,
damit ich behutsam
und tatkräftig mich
einsetze für die Bewahrung
des Lebens.
Paul Weismantel in: Reinhard Kürzinger / Bernhard Sill, Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. Lizenzausgabe für Verlag Hohe, Erfstadt 2007.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
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Es geht um die Verherrlichung Jesu, die nicht vergangen ist, sondern immer wieder neu geschieht, wenn der Geist nämlich sein Wort weiter treibt und zum Vater führt. Das Zutrauen fällt besonders auf: einmal - es gibt die ganze Wahrheit, dann aber - wir haben sie nicht, wir bekommen sie auch nur so, wie wir sie "jetzt" tragen können. Die Menschlichkeit des Menschen und die Göttlichkeit Gottes sind gewahrt, aber aufeinander bezogen. Die "ganze Wahrheit" lässt sich nach diesen Worten auch nicht mit vergangenen Positionen identifizieren, bleibt aber auch nicht unverbindlich und für alles offen. In die Wahrheit führt der Geist, indem er das Wort Christi auslegt.
Der Abschnitt hat eine trinitarische Struktur: Es ist eine "Ich-Rede" des Sohnes, der über die Schätze des Vaters verfügt und es dem Geist überlässt, die Fülle auszuteilen. Dabei ist die Beziehung untereinander komplex, dreifaltig, keineswegs einlinig und in Schritte zerlegbar, jedes Detail offenbart die Einheit für Menschen, die noch nicht in der ganzen Wahrheit sind.
Zum Tenor der Abschiedsreden Jesu gehört auch die Zusage, dass die Jünger nicht Nachlaßverwalter sind, sondern Erben (Klaus Hemmerle).