Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus dem Buch Deuteronómium.
Wenn du den Herrn, deinen Gott, fürchtest,
indem du auf alle seine Gesetze und Gebote,
auf die ich dich verpflichte,
dein ganzes Leben lang achtest,
du, dein Sohn und dein Enkel,
wirst du lange leben.
Deshalb sollst du hören, Israel,
und sollst darauf achten, sie zu halten,
damit es dir gut geht
und ihr so unermesslich zahlreich werdet,
wie es der Herr, der Gott deiner Väter,
dir zugesagt hat:
ein Land, wo Milch und Honig fließen!
Höre, Israel!
Der Herr, unser Gott, der Herr ist einzig.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen,
mit ganzer Seele
und mit ganzer Kraft.
Und diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte,
sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv Ich will dich lieben, Herr, meine Stärke. – Kv
GL 649,1
Ich will dich lieben, Herr, meine Stärke, *
Herr, du mein Fels und meine Burg und mein Retter;
mein Gott, mein Fels, bei dem ich mich berge, *
mein Schild und Horn meines Heils, meine Zuflucht. – (Kv)
Ich rufe: Der Herr sei hoch gelobt! *
und ich werde vor meinen Feinden gerettet.
Es lebt der Herr, gepriesen sei mein Fels. *
Der Gott meiner Rettung sei hoch erhoben. – (Kv)
Seinem König verleiht er große Hilfe, /
Huld erweist er seinem Gesalbten, *
David und seinem Stamm auf ewig.
Darum will ich dir danken, Herr, inmitten der Nationen, *
ich will deinem Namen singen und spielen. – Kv
Lesung aus dem Hebräerbrief.
Schwestern und Brüder!
Im Ersten Bund folgten viele Priester aufeinander,
weil der Tod sie hinderte zu bleiben;
Jesus aber hat, weil er in Ewigkeit bleibt,
ein unvergängliches Priestertum.
Darum kann er auch die, die durch ihn vor Gott hintreten,
für immer retten;
denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten.
Ein solcher Hohepriester ziemte sich in der Tat für uns:
einer, der heilig ist,
frei vom Bösen, makellos,
abgesondert von den Sündern
und erhöht über die Himmel;
einer, der es nicht Tag für Tag nötig hat,
wie die Hohepriester
zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen
und dann für die des Volkes;
denn das hat er ein für alle Mal getan,
als er sich selbst dargebracht hat.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Das Gesetz nämlich macht Menschen zu Hohepriestern,
die der Schwachheit unterworfen sind;
das Wort des Eides aber,
der später als das Gesetz kam,
setzt den Sohn ein, der auf ewig vollendet ist.
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Wer mich liebt, hält mein Wort.
Mein Vater wird ihn lieben und wir werden bei ihm Wohnung nehmen.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit
ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin
und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
Jesus antwortete:
Das erste ist: Höre, Israel,
der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen und ganzer Seele,
mit deinem ganzen Denken
und mit deiner ganzen Kraft.
Als zweites kommt hinzu:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister!
Ganz richtig hast du gesagt:
Er allein ist der Herr
und es gibt keinen anderen außer ihm
und ihn mit ganzem Herzen,
ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben
und den Nächsten zu lieben wie sich selbst,
ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte,
und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes.
Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.
Neben ausführlichen Erklärungen helfen uns kurze und knappe Antworten, die das Wesentliche zusammenfassen. Sie prägen sich ins Gedächtnis ein und zeigen die Richtung an, in die wir gehen sollen.
„Erkläre mir etwas. Aber bitte so, dass ich es verstehe.“ Dieser Satz geht manchmal hin und her. Ich höre ihn von Menschen, die mich fragen. Ich kenne diesen Satz, wenn ich in einem Geschäft eine Beratung gebrauche. Das Angebot ist manchmal verwirrend. Oft genügen kurzen Antworten. Ich kann sie mir merken und mehr will ich nicht. Wenn es mir um den Hintergrund oder um die Geschichte geht, finde ich im Computer oder im Lexikon die Antworten. Wie kam es, dass diese Regel oder dieses Gesetz entstanden ist? Sie zu finden, zu lesen und zu verstehen dauert deutlich länger als eine knappe Antwort zu verdauen.
Um kurzen Antworten geht es auch in der ersten Lesung und dem Evangelium dieses Sonntags.
"Höre, Israel! Der Herr, unser Gott, der Herr ist einzig." (Deuteronomium 6,4).
Kann ich diese kurze Antwort unterschreiben und leben?
Die Soziologen beschreiben unsere Zeit als eine Zeit des Patchworks. Ein bisschen von hier und ein bisschen von da gehört für viele auch im Glauben dazu.
Wie sieht mein persönlicher Glaube und wie sieht meine religiöse Praxis aus? Gibt es eine „reine Lehre“ - kurz und knapp -, an die ich mich halte?
Das Buch Deuteronomium steht am Ende des Weges. Das Volk hatte sich auf Gott und die Worte des Moses eingelassen. Mit ihnen sind sie „durch dick und dünn“ gegangen. Sie haben gemerkt, wie stark ihre Gemeinschaft tragen kann, um das Ziel des Gelobten Landes zu erreichen. Not bindet und gemeinsames Erleben auch. Nach der Ankunft in Palästina ließ das nach. Die Menschen wollten sich einrichten und auch neugierig nach links und rechts schauen. Hat die Religion der Nachbarn auch etwas für mich? Sollte ich mich nicht integrieren und von da etwas annehmen?
"Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem Denken und mit deiner ganzen Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!" (Mk 12,30f).
Konzentriere dich auf dieses Gegenüber. Du siehst Gott in der Erfahrung der Geschichte. Du siehst Gott im anderen Menschen. Gehe mit beiden richtig um. Gib beiden in deinem Leben den Raum, den sie verdienen. - Gelingt das? Wer und was fordert Raum in mir? Wie entsteht da eine persönliche Liste von Schwerpunkten?
Jemand hat mir einmal gesagt: „Die Zahl der Menschen, mit denen ich in Kontakt sein kann, ist begrenzt. Wenn ich jemand Neuen in diesen Kreis lasse, fällt ein anderer aus dem Kreis heraus.“ Ich glaube, das stimmt. - Gehören Gott, meine Familie und mein Nächster in diesen Kreis, der bleibt?
Die kurzen und tragenden Antworten weisen in zwei Richtungen. In die Vergangenheit und nach vorne in die Zukunft. Wir schauen zurück in die Geschichte und machen das Gute daraus fruchtbar.
Zu Allerheiligen haben wir auf Menschen, die vor uns gelebt haben, zurückgeschaut. Diese hatten eine prägende Kraft für ihre Zeit. Was haben sie angestoßen, was auch jetzt noch trägt? Kann ich es fortsetzen?
Zu Allerseelen haben wir auf die Verstorbenen zurückgeschaut. Jeder hat „seine Leute“ erlebt und sich mit ihnen auseinandergesetzt. An manchen habe ich mich gerieben, aber auch ihren Rat gesucht. Sie haben Spuren bei mir hinterlassen. Was hat auf mich gewirkt?
Das Beispiel der Treue? Ihre Verlässlichkeit? Gaben sie mir das Gefühl wohlwollender Zuwendung?
Am Volkstrauertag denken wir an die vielen Opfer der Kriege. Diese Menschen bekamen den Krieg nicht in die Wiege gelegt. Sie mussten sich ihm stellen. Wie gelang ihnen das? Was hat sie getragen?
Vielleicht finden auch wir kurze und knappe Antworten, mit denen wir gut umgehen können und die uns die Richtung weisen.
© Oktober 2024 Pater Norbert Riebartsch, Kamillianer
Verordnungen, Regeln, Gebote und Gesetze begleiten unser tägliches Leben. Leicht verliert man dabei den Überblick und Diskussionen darüber entzweien die Betroffenen. Was hält uns zusammen? Nach alter biblischer Tradition ist es das Gebot der Liebe: Gott über alles zu lieben und den Nächsten wie sich selbst.
Warum eigentlich wagt keiner mehr, Jesus eine Frage zu stellen? Sind sie erschlagen? Überzeugt? Sprachlos? Bin ich erschlagen? Überzeugt? Sprachlos?
Richtig ist, dass das Verhältnis Jesus – Schriftgelehrte eher getrübt ist. Tauchen die Schriftgelehrten auf, gibt es auch gleich Diskussionen. Einerseits, weil ihre Fragen nicht echt sein können, andererseits in die Gruppe der Fangfragen fallen. Jesus soll in eine Falle gehen oder wenigstens zum Schweigen gebracht werden. So sieht es in vielen Geschichten aus. So werden viele Geschichten auch nacherzählt. Doch Vorsicht ist angeraten! Was, wenn die Frage des Schriftgelehrten ins Schwarze trifft, genau richtig ist und – endlich – gestellt werden muss? Was ist denn das größte Gebot? Das höchste? Wissen Sie es?
In der jüdischen Welt, in der Jesus groß wird, zu der er gehört und der er auch nie entwächst, gibt es viele Gebote. Sie gehen in die Hunderte. Sie versuchten, Gottes Wort und das Leben der Menschen zu schützen. Das eigene Glück auch. Gebote dienten als Schutzzäune und Schutzräume.
Bei uns haben viele religiöse Gebote längst ausgedient. Die Frage, was denn das wichtigste oder größte Gebot sei, ist dabei auch oft in Vergessenheit geraten. Wir wollen eigentlich überhaupt keine Gebote.
Doch in den letzten Jahren sind Verordnungen erlassen worden, die nicht nur täglich in den Nachrichtensendungen ihren Platz erobert haben, sondern sogar den Weg in die Kirche geschafft haben. Mit den Coronaschutzverordnungen – zum Beispiel – sind Hoffnungen verbunden, aber auch Skepsis. Die Impffrage hat das Zeug dazu, Risse in der Gesellschaft wahrnehmbar zu machen, Risse, die es – eigentlich – seit Langem gibt, nicht erst seit Corona.
Doch bei den vielen Fragen, die an unterschiedlichen Stellen – draußen wie drinnen – gestellt werden, fehlt eine: Was ist denn das größte, das höchste Gebot? Die Antwort Jesu – für uns der letzte Maßstab: das Gebot der Liebe. Das Gebot der Liebe zu Gott, das Gebot der Liebe zu den Menschen. Sprachlich ist es interessant: »Liebe zu« … Es ist eine Bewegung hin zu … Gott und den Menschen.
Wenn wir es Zuwendung nennen, eine Wendung zu, sehen wir, wohin wir uns bewegen. »Zu« ist ein Zauberwort, ein Wort voller Leben und Dynamik. Vielleicht muss ich mich drehen? Umdrehen? Hinschauen? Hingehen? »Zu« bleibt nicht sitzen. »Zu« schließt nicht die Augen.
Bei den Verordnungen, die wir kennen, die viele Paragraphen und Artikel umfassen, schält sich die Frage heraus, wie denn alles zusammengehalten wird und was denn die Mitte sein kann, um die sich alle Regelungen gruppieren. Ist es die Liebe? Im dürren Deutsch eines Rechtstextes, im trockenen Stil der Bürokratie, suche ich die Liebe und finde sie – ich finde sie sogar in der 3G‑Regel. Es gilt doch, aus Liebe etwas tun, aus Liebe etwas zu lassen, aus Liebe auch etwas in Kauf zu nehmen. Von Liebe redet zwar alle Welt, aber sie ist ein seltener und unerbetener Gast, wenn es um Interessen, Freiheiten und Geld geht. Verordnungen dienen als Schutzzäune und Schutzräume. Für was? Für wen?
Für die Liebe! Sie schützt – und ist zu schützen. Sie schenkt einen Raum – und geht dann doch nach draußen. Sie braucht die große Geste nicht – sie macht das Kleine groß.
Jetzt ist auch der Schriftgelehrte wieder da. Weg aber war er nie. Mit seiner Frage: „Welches Gebot ist das erste von allen?“
Der Schriftgelehrte ist ein belesener Mann. Er kennt die alten Überlieferungen, die alten Geschichten. Aber er kennt auch die Lieblosigkeit, die Unruhe, die Angst unter den Menschen. Im alltäglichen Dickicht der Meinungen, Vermutungen und Verwerfungen. Was ist denn jetzt das Größte, das Wichtigste, das Bedeutendste im Leben? Die einen sagen das – die anderen jenes. Ist Geld der höchste Wert? Macht Geld groß? Lässt sich mit Geld das Leben kaufen? Geld war immer verführerisch, auch in der Umgebung Jesu. Schließlich war auch sein Leben nicht mehr wert als 30 Silberlinge – oder soll ich sagen: Kröten?
Keine Frage: Menschen messen sich gerne mit dem, was sie haben – oder an dem, was sie nicht haben. Sie kaufen und verkaufen auch Menschen – wenn es nützlich ist. Dafür möchten sie am liebsten alle Regeln so zuschneiden, dass sie nicht gestört und nicht belangt werden können. Heute – und in Ewigkeit.
Die Liebe hat einen schweren Stand. Sie ist das zauberhafteste und anmutigste Wesen, aber auch das fremdeste und unheimlichste.
Jesus zitiert das Sch’ma Jisrael, das Urbekenntnis Israels:
„Höre, Israel,
der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen und ganzer Seele,
mit deinem ganzen Denken
und mit deiner ganzen Kraft.
Als zweites kommt hinzu:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“
In Jesu Wort hallt wider, was er in der hebräischen Bibel, im Alten Testament, vorgefunden hat. Es hallt wider, was wir dort auch lesen. Wir hören das Urvertrauen des Volkes Gottes! Alles, wirklich alles, ist der Liebe zugeordnet. Alles, wirklich alles, kommt aus der Liebe.
Warum eigentlich wagt keiner mehr, Jesus eine Frage zu stellen? Sind sie erschlagen? Überzeugt? Sprachlos? Bin ich erschlagen? Überzeugt? Sprachlos?
Es ist einfach das letzte Wort.
Am Ende soll es auch von uns heißen, wir seien nicht fern vom Reich Gottes.
Und der Friede Gottes,
der höher ist als unsere Vernunft,
bewahre unsere Herzen und Sinne
in Christus Jesus,
unserem Herrn.
Respekt vor Gott zeigt sich in konsequenter Gottes- und Nächstenliebe.
Vom Alten Testament ausgehend: Was heißt Ehrfurcht, und wie ist dieser Begriff mit dem Wort „Liebe“ zu vereinen, was ja Thema des Evangeliums ist? „Furcht“ ist ein altes deutsches Wort für „Respekt“, „Anerkennung“. „Ehrfurcht“ als permanente Freude über das Geschenk der Liebe Gottes an uns Menschen. Es gehört auch die Einsicht dazu, nicht Gott selbst zu sein, hat somit nichts mit Furcht oder Angst zu tun. Im Schma Israel (=Text der heutigen 1. Lesung, ein jüdisches Glaubensbekenntnis, das auf die Einzigkeit Gottes hinweist), ergänzt Jesus die Auffassung zum Liebesgebot.
Zur Erinnerung: Ein Schriftgelehrter, also nicht irgendwer, sondern ein maßgeblicher Theologe zur Zeit Jesu, der viele Dispute geführt hat, ist beeindruckt von der Argumentation Jesu und sucht das Gespräch mit ihm. Das ist auch deswegen interessant, weil die Juden 613 Gebote und Verbote haben. Da soll man sich noch zurechtfinden, ohne eine „Sünde“ zu begehen. Auffällig in diesen Texten ist auch, dass das Buch Deuteronomium und Levitikus zusammengezogen werden. Im Buch Levitikus geht es hauptsächlich um Tempelgesetze. Somit soll das Liebegebot auch im Tempelkult sichtbar werden.
Drei Themen werden uns besonders vor Augen geführt: Liebe, Leid und Tod. Wo menschliche Liebe zerstört wird, wird auch die Liebe Gottes, wenn nicht zerstört, so doch auf eine harte Probe gestellt. Liebe ist nicht beliebig, sondern heißt, sich ohne berechnende Absicht konkreten Situationen stellen. Liebe gibt und ist zum Opfer bereit. Sie kostet etwas. Wenn wir uns die Liebe zu Gott etwas kosten lassen, wird sie kostbar bleiben.
Liebe und Vertrauen und damit auch Glaube gehören zusammen. Wer sagt, ich glaube an Gott, brauche dazu aber nicht Gemeinschaft und Kirche, muss sich den Vorwurf der Beliebigkeit gefallen lassen. Zum Vergleich: Ich liebe meinen Hund, nicht aber seine Flöhe… Das will heißen: Ich liebe nur in Auswahl, nehme aber keine Schwierigkeiten in Kauf, auch wenn sie noch so klein sind.
Zur Liebe gehört Einfühlungsvermögen, oft auch die Überwindung mancher Hindernisse. Liebe fordert auch sicht- und hörbare Zeichen, im Sprechen, in der körperlichen Berührung (Umarmung), in Aufmerksamkeiten. Liebe kann auch hadern und auch leiden in verschiedenen Formen. Eltern leiden an ihren Kindern und umgekehrt. Eheleute fühlen sich vernachlässigt. Die Muttergottes leidet am Tod ihres Sohnes. Auch heute gibt es Familientragödien, wo Kinder allzu früh aus dem Leben gerissen werden.
Der Tod: Die Frage nach dem Tod ist auch Frage nach dem Sinn des Lebens: Wozu leben wir? Wozu das Ganze? Die Liebe zum Nächsten auch in den geistigen und leiblichen Werken der Barmherzigkeit ist bereits Gottesdienst und geht über den Tod hinaus.
Die Botschaft dieses Sonntags bringt uns Gedanken zu Liebe, Leid und Tod nahe. Alles Zerbrechliche soll zu einem guten Ganzen zusammengeführt werden. Das geht aber nur über Gottes- und Nächstenliebe in unserem irdischen Dasein, die Feindesliebe - ganz besonders schwierig - darf dabei nicht übersehen werden.
Gott liebt alle Menschen. Es ist aber ein Unterschied, wie Menschen drauf reagieren. Erst wenn wir seine Liebe mit Gegenliebe beantworten, kann sich die Liebesbeziehung zu Gott entfalten.
Ein Schriftgelehrter fragt Jesus nach dem größten Gebot. Jesus lässt ihn die Frage selbst mit einer Formel beantworten, die jeder Jude von Kindheit an auswendig wusste.
Die biblischen Texte des heutigen Tages geben uns kurz und prägnant die Richtung zum Ziel an. Sie helfen uns, unser Ziel zu finden.
In einem Spiel, nicht nur für Kinder, steht die Frage: Was ist das höchste Gebäude?
Wir können auch neugierig fragen: Welcher Fluss ist am längsten? Welche Stadt ist am größten?
Manchmal macht es richtig Spaß, die Superlative zu suchen.
Was das Wichtigste, Größte und Bedeutendste in unserem Leben ist, fragen wir heute.
Die Frage geht uns oft nach.
Wenn wir uns die Welt anschauen, in der wir leben.
Wenn wir auf unser Leben zurückblicken.
Wenn wir unsere Hoffnungen formulieren.
Im Gespräch mit einem Schriftgelehrten öffnet uns Jesus die Augen. Und die Ohren.
Ihn bitten wir:
Herr Jesus Christus,
als der Schriftgelehrte dich nach dem wichtigsten Gebot gefragt hat, hast du ihm Antwort gegeben.
Kyrie, eleison.
Du hast ihn aufgefordert, seine Augen für Gott und den Nächsten weit zu öffnen.
Christe, eleison.
Du hast ihm zu verstehen gegeben: Du kennst die Gebote, befolge sie.
Kyrie, eleison.
Herr,
wir sind im Bann von allem, was groß ist.
Von großen Leistungen, Häusern und Ideen lassen wir uns faszinieren.
Der Größenwahn kostet vielen Menschen die letzte Hoffnung.
Herr, erbarme dich.
Christus,
für dich ist die Liebe das Größte und Schönste.
Du schenkst Menschen einen neuen Anfang.
Für uns gehst du in den Tod und überwindest ihn.
Christus, erbarme dich.
Herr,
mit allen Kräften, Sinnen und Gedanken möchten wir dich lieben,
über unsere Schatten können wir nicht springen.
Doch in deiner Liebe werden uns die Menschen liebenswert.
Herr, erbarme dich.
Jesus aber hat, weil er in Ewigkeit bleibt,
ein unvergängliches Priestertum.
Darum kann er auch die, die durch ihn vor Gott hintreten,
für immer retten;
denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten.
Ehre sei Gott in der Höhe…
Herr, Jesus Christus,
aus Liebe zum Vater hast du dich in diese Welt senden lassen.
Herr, erbarme dich.
Auch in den Anfechtungen des Lebens bist du dem Weg der Liebe treu geblieben.
Christus, erbarme dich.
Auch Leid, Todeskampf und Tod konnten dich nicht von deinem liebenden Vertrauen abbringen.
Herr, erbarme dich.
Allmächtiger, barmherziger Gott,
es ist deine Gabe und dein Werk,
wenn das gläubige Volk dir würdig und aufrichtig dient.
Nimm alles von uns,
was uns auf dem Weg zu dir aufhält,
damit wir ungehindert der Freude entgegeneilen,
die du uns verheißen hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis
Heiliger Gott,
du hast uns das Gebot der Liebe
zu dir und zu unserem Nächsten aufgetragen
als die Erfüllung des ganzen Gesetzes.
Gib uns die Kraft,
dieses Gebot treu zu befolgen,
damit wir das ewige Leben erlangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 25. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
du hast uns erschaffen, damit wir dich preisen.
Gib, daß wir dich mit ungeteiltem Herzen anbeten
und die Menschen lieben, wie du sie liebst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 4. Sonntag im Jahreskreis
Allmächtiger Gott,
du bist unser Herr und Gebieter.
Mach unseren Willen bereit,
deinen Weisungen zu folgen,
und gib uns ein Herz, das dir aufrichtig dient.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 29. Sonntag im Jahreskreis
Gott,
du willst, dass wir dich lieben
aus ganzem Herzen und mit ganzer Seele.
Hilf uns, deinen Willen zu erfüllen,
damit wir Anteil haben an deinem Reich.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn,
der mit dir und dem Heiligen Geist lebt,
jetzt und in Ewigkeit.
WB 31. Sonntag im Jahreskreis B
Du unser Gott,
dein Volk konnte sich auf deine Trostworte verlassen.
Die Suchenden bekamen von Jesus die Antworten, die ihnen weiterhalfen.
Lass es auch in diesem Gottesdienst geschehen,
dass wir bei einem Wort sagen: Dafür musste ich heute kommen!
Darum bitten wir durch deinen Sohn Jesus Christus und den Heiligen Geist. - Amen.
Am ersten Tag der Woche,
am Tag der Auferstehung Jesu,
feiern wir dich, Gott,
du bist Anfang und Ende.
Die letzten Tage,
unsere Sorgen und Probleme,
unsere Hoffnungen und Träume,
bringen wir zu dir.
Das Unfertige und das Missratene,
das Gelungene und das Vollendete.
In deiner Liebe bist du groß,
in deiner Liebe machst du uns groß.
Wir sind schwach, wankelmütig und zerrissen.
Lass uns deinem Reich nahe sein.
In Christus, unserem Herrn. - Amen.
Herr, Jesus Christus,
in unserem Alltagstrott fällt es uns schon schwer,
ganz bei uns zu sein, auf uns zu achten.
Du forderst uns auf, unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst.
Schenke uns Achtsamkeit für unser eigenes Leben,
damit wir auch in Achtsamkeit und Liebe mit unseren Mitmenschen umgehen können.
Das erbitten wir mit Christus, der unsere Stärken und Schwächen kennt.
Schenke uns den Willen und die Kraft zum Neubeginn,
da wo wir es nicht geschafft haben. – Amen.
Gott,
dein Volk hat immer wieder Trostworte gehört, die es tragen konnten.
Wir denken nun an Menschen in Not und bitten für sie:
Sag ihnen dein tröstendes Wort!
Mit den dunklen Tagen steigen für manche Menschen wieder die Ängste.
Wir bitten für sie:
Die Menschen in den Kriegsgebieten dieser Erde fühlen sich wie Spielbälle der Mächtigen. Wir bitten für sie:
Chronisch kranke Menschen können mit dem Wunsch der „Guten Besserung“ wenig anfangen.
Wir bitten für sie:
Wer für andere Menschen helfend da ist, hat auch immer wieder ein gutes Wort nötig.
Wir bitten für sie:
Auch in dieser Woche mussten Menschen Abschied von einem Angehörigen nehmen.
Wir bitten für sie:
So vertrauen wir dir und hoffen wir auf dich, Gott. - Amen.
Für alle, die den Sendungsauftrag deiner Kirche als Antwort auf deine Liebe täglich neu mit Leben füllen.
Für dein auserwähltes Volk, unsere jüdischen Mitbürger, um die Erkenntnis deiner Weisungen in ihrer schwierigen Lebenssituation.
Für die Menschen, die durch ihre Mitarbeit in Caritas und Diakonie deine Liebe ihren Klienten verständlich und angreifbar machen.
Für alle, die sich nicht von Vorurteilen leiten lassen und immer wieder neue Wege zu Frieden und Versöhnung suchen.
Für alle Verstorbenen und alle jene, die ihrer in liebvoller Erinnerung gedenken.
Wer sich von dir geliebt weiß, kann nicht anders als dir zu danken, dich zu loben und deine Liebe weiter zu schenken. - Amen.
Die Liebe ist das Größte, das Wichtigste, das Schönste, das Bedeutendste. Wir träumen von einer neuen Welt, stolpern über unsere Zweifel und arrangieren uns mit Sachzwängen, die uns eingeredet werden.
Darum bitten wir heute:
Für die Menschen bitten wir, die in ihrer Sehnsucht, geliebt zu werden,
falsche Freunde und Freundinnen finden.
Wir bitten dich: Schreib uns deine Worte in unsere Herzen
Für die Menschen bitten wir, die sich selbst nicht lieben können,
die keinen Frieden finden mit sich und anderen.
Für die Menschen bitten wir, die sich für andere engagieren,
die Zeit und Kraft einsetzen, um anderen zu helfen.
Für die Menschen bitten wir, die in der Öffentlichkeit für Wahrheit und Recht einstehen,
die im gesellschaftlichen und politischen Getümmel von Liebe sprechen.
Für die Menschen bitten wir, die sich für ein Leben in der Kirche oder einem Orden entschieden haben, die Gott ganz und ungeteilt lieben wollen.
Für die Menschen bitten wir, die heute das Reformationsfest feiern,
die die Hoffnung, dass alle Trennungen und Spaltungen überwunden werden, nicht aufgeben.
Du forderst keine Liebe, du schenkst sie.
Hilf uns, in deiner Liebe zu leben,
du, der du größer bist als alles, was wir denken können.
Ohne Maß, der Weite des Himmels gleich,
sind wir von dir geliebt.
Vom Anfang der Welt.
Von Ewigkeit zu Ewigkeit. – Amen.
Angebote, wie Leben gut gelingen kann, gibt es zahlreiche. Im Gegensatz zu diesen schnelllebigen und oft wenig fundierten Ratschlägen hat sich das Doppelgebot der Gottes– und Nächstenliebe in Jahrtausenden und vielen Menschengenerationen bewährt. Bitten wir den Vater, dass wir auf seinen Wegen Halt und Weisung in unserem Leben erfahren:
Für die Kirche in ihren synodalen diözesanen Prozessen um Offenheit für deinen Willen und Gesprächsbereitschaft untereinander.
Für alle jungen Menschen in unserem Land, die in die Traditionen der vorigen Generationen hineingeboren, eigene Perspektiven für die Zukunft entwickeln müssen.
Für alle Menschen, die ihren Halt im Leben verloren haben: durch die Pandemie, die Vulkanausbrüche auf La Palma, die Klimakrise mit den Flut– und Brandkatastrophen der vergangenen Monate, Hungerkatastrophen oder politische Umbrüche mit Gefahr für Leib und Leben.
Für alle, die versuchen möglichst frei von Eigeninteressen anderen zu helfen und deren Bedürfnisse ernst nehmen.
Für unsere Verstorbenen, die wir im ewigen Leben, das uns Jesus Christus verheißen hat, geborgen glauben.
Im menschlichen Zusammenleben braucht es Regeln. Jesus Christus hat uns aber dich als einen Gott verkündet, der unser Wohl vor Buchstabengerechtigkeit stellt. Im Bewusstsein unserer Unzulänglichkeiten und Fehler bleibt uns nur Dankbarkeit für deine bedingungslose Liebe zu uns Menschen. - Amen.
Heiliger Gott,
diese Gabe werde zum reinen Opfer,
das deinen Namen groß macht unter den Völkern.
Für uns aber werde sie zum Sakrament,
das uns die Fülle deines Erbarmens schenkt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis
Gott,
sieh auf dein Volk, das im Gebet versammelt ist,
und nimm unsere Gaben an.
Heilige sie, damit alle, die sie empfangen,
in deiner Liebe wachsen und dir immer treuer dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 15. Sonntag im Jahreskreis
Wir haben unsere Gaben gebracht, Herr.
Wir kennen Brot und Wein als dein Geschenk an uns.
Segne diese Gaben,
damit darin Christus neu unter uns lebendig wird. – Amen.
Ich will dich lieben, Herr, meine Stärke,
Herr, du mein Fels und meine Burg und mein Retter;
Mit einem Stück Brot teilst du dein Leben mit uns,
mit einem Schluck Wein bist du einer von uns,
mein Gott, mein Fels, bei dem ich mich berge,
mein Schild und Horn meines Heils, meine Zuflucht.
Du verschenkst dich uns in Brot und Wein,
mit dir stehen wir auf und gehen in das Leben. - Amen.
Kehrvers:
Wir loben dich, wir danken dir.
Guter Gott, wir haben allen Grund dir zu danken und dich zu preisen.
Nimm an unseren Lobpreis und unseren Dank.
Kehrvers
Wir danken dir für die Liebe,
die du deinem Volk durch die ganze Menschheitsgeschichte hindurch erwiesen hast.
Wir danken dir für alle Frauen und Männer,
die uns immer wieder zu deinem Bund zurückgeführt haben.
Kehrvers
Vor allem danken wir dir für Jesus von Nazareth, deinen Sohn.
Er ist unser Bruder geworden und hat uns gezeigt,
wie wir dich und den Nächsten lieben können.
Er hat uns mit einer Liebe geliebt,
wie sie nicht größer sein kann.
Er hat sein Leben nicht geschont,
um uns mit dir zu versöhnen.
Kehrvers
Er hat den Bund mit dir erneuert
und für alle Menschen geöffnet.
Er hat uns gezeigt, wie auch wir einander lieben
und für einander da sein können.
Kehrvers
Für all das danken wir dir
und singen wir dir unser Loblieb,
Danklied: z. B. Danket, danket dem Herrn… GL 406
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat beim Lezten Abendmahl
das Gedächtnis des Kreuzesopfers gestiftet
zum Heil der Menschen bis ans Ende der Zeiten.
Er hat sich dargebracht als Lamm ohne Makel,
als Gabe, die dir gefällt,
als Opfer des Lobes.
Dieses erhabene Geheimnis heiligt
und stärkt deine Gläubigen,
damit der eine Glaube
die Menschen der einen Erde erleuchte,
die eine Liebe sie alle verbinde.
So kommen wir zu deinem heiligen Tisch,
empfangen von dir Gnade um Gnade und
werden neu gestaltet nach dem Bild deines Sohnes.
Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen und
singen wie aus einem Munde
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 2
Wir danken dir, treuer und barmherziger Vater,
für Jesus, deinen Sohn unseren Herrn und Bruder.
Seine Liebe galt den Armen und Kranken,
den Ausgestoßenen und Sündern.
An keiner Not ging er vorüber.
Sein Leben und seine Botschaft lehren uns,
daß du ein Gott bist, der sich der Menschen annimmt
wie ein Vater sich um seine Kinder sorgt.
Darum loben und preisen wir dich,
wir rühmen deine Güte und Treue
und verkünden mit allen Engeln und Heiligen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 3
Auf die Frage "Wie kann ich gut zu Gott beten?" antwortete Jesus kurz und knapp:
Erstens ehrlich,
zweitens beginne mit: Vater unser…
Herr Jesus Christus,
wenn wir dich nach dem Frieden fragen, sagst du:
Lebe ihn, wie ich ihn mit dir lebe.
Darum bitten wir:
Herr Jesus Christus
Niemand hat eine größere Liebe,
als wer sein Leben hingibt für seine Freunde,
spricht der Herr.
(Joh 15,13)
Oder:
Liebt einander,
wie ich euch geliebt habe,
spricht der Herr.
(Joh 15,13)
Oder:
So spricht der Herr:
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat
und wie ich durch den Vater lebe,
so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
(Joh 6,57)
Du, der über uns ist
Du, der da ist
Du, der einer von uns geworden ist
Du, der ist
auch in mir
mögen alle dich sehen
auch in mir
mögen alle den Weg erkennen
auch durch mich
mögen alle deine Liebe erfahren
auch durch mich
Du, der in mir ist -
bewahre mich in deiner Liebe
halte mich in deiner Hand
denn bei dir
ist alle Güte und Kraft.
Gütiger Gott,
du hast uns mit dem Brot des Himmels gestärkt.
Lass deine Kraft in uns wirken,
damit wir fähig werden,
die ewigen Güter zu empfangen,
die uns in diesen Gaben verheißen sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis
Barmherziger Gott,
du hast uns alle mit dem einen Brot des Himmels gestärkt.
Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe,
damit wir ein Herz und eine Seele werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Sonntag im Jahreskreis
Barmherziger Gott,
wir haben den Auftrag deines Sohnes erfüllt
und sein Gedächtnis begangen.
Die heilige Gabe,
die wir in dieser Feier empfangen haben,
helfe uns,
daß wir in der Liebe zu dir und unseren Brüdern
Christus nachfolgen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 33. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
im heiligen Mahl
hast du uns mit deinem Geist erfüllt.
Lehre uns durch die Teilnahme an diesem Geheimnis,
die Welt im Licht deiner Weisheit zu sehen
und das Unvergängliche mehr zu lieben
als das Vergängliche.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Adventsonntag
Gott,
dir gilt unser Dank für das,
was uns heute in dieser Feier berührt hat.
Du begleitest uns durch den Tag und die Woche.
Mit dir vertrauen wir darauf, dass diese Erfahrung uns stärkt.
Das sagen wir durch Christus, unseren Herrn. – Amen.
Große Worte, hast du uns, Gott anvertraut.
Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit.
Dein Reich.
Du hast diese Worte mit Leben gefüllt,
dich selbst in ihnen gegeben.
Du bist die Liebe, die Wahrheit und die Gerechtigkeit.
Hilf uns, für einander Worte zu finden,
die glücklich machen,
Zwietracht überwinden
und dein freundliches Gesicht zeigen
in Christus,
unserem Bruder, unserem Herrn,
in der Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist,
für alle Menschen,
für alle Zeit,
in Ewigkeit. – Amen.
Vater im Himmel,
dein Sohn Jesus Christus war dir gleich,
hielt aber nicht daran fest, sondern stellte sich mit uns auf eine Stufe,
um mitten unter uns zu sein.
Wir danken dir für die Sendung deines Sohnes
und sein liebendes Vorbild
und bitten dich, hilf uns darauf zu achten,
dass wir nicht nur auf unser Wohl schauen,
sondern auf ein gutes Miteinander und Gerechtigkeit für alle.
Darum bitten wir dich, mit Jesus, unseren Bruder und Herrn. – Amen.
Herr, unser Gott,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen
mit deiner Kraft und Gnade,
damit sie im Gebet dich ehren
und in lauterer Liebe einander dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Der Segen des allmächtigen Gottes,
des Vaters und des Sohnes +
und des Heiligen Geistes,
komme auf euch herab und
bleibe bei euch allezeit. - Amen.
MB Segensgebete 24
Es segne euch Gott mit seiner Verheißung:
Mein Reich soll auch deines sein. - Amen.
Es segne euch Gott mit dem Wort Jesu an den Schriftgelehrten:
Du bist nicht fern vom Reiche Gottes. -. Amen.
Es segne euch Gott mit den Gaben des Heiligen Geistes,
die andere für dich bekommen haben. - Amen.
Und der Segen des allmächtigen Gottes,
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
begleite Euch durch diese Woche. - Amen.
Es segne uns der Vater,
der uns kennt bis auf den Grund unseres Herzens.
Es segne uns Jesus, Gottes Sohn,
der uns ein Beispiel der Liebe gegeben hat.
Es segne uns der Hl. Geist,
dass er uns mit seiner Kraft stärkt
für ein Leben in liebender Zugewandtheit. – Amen.
Zwischen Stummsein,
das der Liebe schadet,
und einem Ausbruch von Worten,
der die Wahrheit übertönt,
schenk mir Dein Wort.
Aus: Benedikta Hintersberger (Hrsg); Du bist der Atem meines Lebens. Das Frauengebetbuch. Schwabenverlag Ostfildern 2006.
Ich will das neue Jahr begüßen...
Lied als PDF herunterladen...
Text: Hans Kirchhoff, Musik: Reinhard Burchhardt, Warburg 2009.
Auf ein Wort
Gott
manchmal denke ich
du hast ja gut reden –
dort in deiner unermesslichen Ewigkeit
wahrscheinlich ist es ja so
dass dort alles schon sehr „verklärt“ ist
alle schon diesen Sprung
vollzogen haben
deinem Ebenbild ganz gleich zu sein
aber ich
Herr
ich plage mich hier immer noch rum
nicht nur wenn ich in den Spiegel schaue
plage mich mit meiner Selbstannahme
mit dem Fettpolster um den Bauch
mit den Falten
die mein Leben spiegeln
plage mich mit den Schicksalsschlägen
mit den Erkrankungen und Verletzungen
mit so vielem
ich soll mich aber so lieben
wie ich bin
schöne Aufgabe
fordert mir oft viel ab
und dann
soll ich meinen Nächsten
auch noch lieben wie mich selbst
wie oft denke ich:
ich verstehe meine Wege nicht
und dann
DANN
kommt eine große Ruhe in mir auf
und die Erkenntnis
DU WEIS(S)T DEN WEG FÜR MICH
zu mir selbst
und zu den Mitmenschen
und dann
mache ich mich auf
in kleinen Schritten
und täglich neu
DAFÜR DANKE ICH DIR
Beatrix Senft, unveröffentlicht.
Höre Israel, der Herr ist Gott allein
Beug dich keinem anderen Gott
Er will einzig für dich sein.
Höre Israel, der Herr hat dich befreit,
Lass die Knechtschaft hinter dir,
Bleib ihm treu zu jeder Zeit.
Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit ganzem Herzen.
Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit aller Kraft.
Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem Denken
Und mit all deiner Leidenschaft.
Höre Gottes Volk, der Herr ist Gott allein, ehre ihm, werde eins.
Er will deine Mitte sein.
Höre Gottes Volk, der Herr hat dich befreit, legt dir keine Lasten auf
Außer dem was er dir zeigt.
Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit ganzem Herzen.
Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit aller Kraft.
Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit
Deinem Denken und mit all deiner Leidenschaft.
Höre Menschenkind, der Herr ist Gott allein.
Komm zu ihm, komme Heim, er will Vater für dich sein.
Höre Menschenkind, der Herr hat dich befreit,
Werde ganz, werde heil
Spiegle seine Herrlichkeit.
Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit ganzem Herzen
Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit aller Kraft
Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit
Deinem Denken und mit all deiner Leidenschaft.
Lai-lai-lai...
Ich will den Herrn meinen Gott lieben mit ganzem Herzen.
Ich will den Herrn meinen Gott lieben mit aller Kraft.
Ich will den Herrn meinen Gott lieben mit
Meinem Denken und mit all meiner Leidenschaft.
Albert Frey, Album: Tiefer sehen (2013)
https://lyricstranslate.com/de/albert-frey-h%C3%B6re-israel-lyrics.html
Lied:
https://www.youtube.com/watch?v=OSgVG-9CLcE
Bedecken Sie Ihre Augen mit der rechten Hand und sprechen Sie:
Höre Jisrael, der Ewige ist unser G-tt, der Ewige ist einzig.
Der folgende Vers wird leise gesagt:
Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Reiches für immer und ewig.
Du sollst den Ewigen, deinen G-tt, lieben mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deiner ganzen Kraft. Diese Worte, die Ich dir heute befehle, seien in deinem Herzen, schärfe sie deinen Kindern ein und sprich davon, wenn du in deinem Haus sitzest, und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst. Binde sie zum Zeichen an deine Hand, sie seien zum Stirnschmuck zwischen deinen Augen. Schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und deiner Tore.
Es wird sein, wenn ihr auf Meine Gebote immer hören werdet, die Ich euch heute gebiete, den Ewigen euren G-tt zu lieben und Ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, so werde Ich den Regen eures Landes zur richtigen Zeit geben, Frühregen und Spätregen, du wirst dein Getreide einsammeln, deinen Most und dein Öl. Ich werde das Gras auf deinem Feld für dein Vieh geben; du wirst essen und satt werden. Hütet euch, dass euer Herz nicht verführt werde und ihr abweichet und Göttern der anderen dienet und euch vor ihnen bückt. Der Zorn des Ewigen wird dann gegen euch entbrennen, Er wird den Himmel verschließen, dass kein Regen komme, und der Erdboden wird seinen Ertrag nicht geben; ihr werdet bald aus dem guten Land schwinden, welches der Ewige euch gibt. Leget diese, Meine Worte, in euer Herz und in eure Seele, bindet sie zum Zeichen an eure Hand, und sie seien zum Stirnschmuck zwischen euren Augen. Lehret sie eure Söhne, davon zu sprechen, wenn du in deinem Haus sitzest und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und deiner Tore. Damit eure Tage und die Tage eurer Kinder sich mehren auf dem Boden, den der Ewige euren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels über der Erde.
Der Ewige sagte zu Mosche, damit er es lehre: Rede zu den Kindern Jisrael und sage ihnen, sie sollen sich Zizit (Schaufäden) an die Ecken ihrer Kleider machen für alle ihre Generationen, und sie sollen an die Zizit der Ecke einen Faden himmelblauer Wolle geben. Es sei euch zu Zizit, damit ihr sie sehet und euch an alle Gebote des Ewigen erinnert und sie erfüllt, und späht nicht nach eurem Herzen und euren Augen, denen nachfolgend ihr Mir untreu werdet. Damit ihr all Meiner Gebote gedenkt und sie erfüllt und eurem G-tt heilig werdet. Ich bin der Ewige, euer G-tt, der Ich euch aus dem Land Ägypten geführt habe, um euch zum G-tt zu sein, Ich bin der Ewige euer G-tt.
Warum unsere Weisen das Gebet so konzipierten, wie wir es heute kennen.
Rabbiner Avraham Radbil, 25. Oktober 2021 – 19. Cheschwan 5782
https://www.juedische-allgemeine.de/religion/wie-das-schma-entstand/
… Gott liebhaben, lasst uns mal sehen, wie das für fromme Juden aussieht und wie sie das leben und im Alltag gestalten! Ein gläubiger Jude singt das jüdische Glaubensbekenntnis, wie es in unserem Predigttext vorliegt, am Morgen nach dem Aufstehen und am Abend vor der Nachtruhe. Nach alter Tradition legt er dazu die Gebetsriemen an. Er umwickelt, die Weisungen unseres Textes wörtlich befolgend, den linken Oberarm bis hinunter zur Hand mit einem Lederriemen, an dem eine kleine Kapsel befestigt ist, die unseren Text abgeschrieben enthält. Genauso umwickelt er auch seine Stirn mit einem zweiten Lederriemen. Die Kapsel mit dem Text liegt zwischen den Augen auf der Stirn. So hat er die Weisung Gottes direkt vor Augen! Auch am Türrahmen der Haus- oder Wohnungstür eines jüdischen Hauses ist solch ein Kästchen mit dem Sche‘ma Israel angebracht, so dass man daran denkt, jedes Mal wenn man das Haus verlässt oder wieder heimkommt. Höre Israel, Jahwe ist unser Gott, Jahwe allein! In Zeiten der Verfolgung sind unzählige Juden mit dem Sche‘ma Jisrael auf den Lippen gestorben und haben so den Namen Gottes geheiligt, zuletzt wohl in den Todeslagern der Nazis und im brennenden Warschauer Ghetto. Es gibt erschütternde Texte des Jossel Rachower, der in seiner letzten Stunde mitten im brennenden Warschau niederschreibt und Gott erklärt: Du kannst mich jetzt umbringen, aber ich werde dich immer lieben!...
Heidrun Moser, Predigt über Dtn. 6,4-9 am 22.06.2014 in Albbruck-Görwihl
https://www.evkg-albbruck.de/gottesdienste/predigten/item/575-predigt-zu-deuteronomium-6-4-9-am-22-06-2014.html
Jesus treibt die Frage um, wie man einen Menschen sieht. Die beste Antwort, so sagt Jesus, gibt es dann, wenn man einen Menschen mit den Augen Gottes sieht. Denn Gott ist der Schöpfer; nach seinem Ebenbild ist der Mensch erschaffen; Gott ist auch der Erlöser – er will und wird die Menschen retten. Dafür ist Jesus gekommen. Mit seiner Sendung, mit dem Doppelgebot der Liebe, erfüllt Jesus den ureigenen Willen Gottes.
Deshalb zitiert er auch beim „zweiten Gebot“, das dem ersten „gleich“ ist, weil es zur Nächstenliebe ruft, die Bibel Israels:
Sprecher:
„Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen.
Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du seinetwegen keine
Schuld auf dich laden. An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht
rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie
dich selbst.“ (Lev 19,17f)
kath.ruhr-uni-bochum.de
"Sch'ma Jisrael" bedeutet "Höre, Israel!". So heißt das Glaubensbekenntnis der Juden. Es steht in der Tora im 5. Buch Mose Kapitel 6. und ist das wichtigste Gebet im Judentum. Wenn sie es sprechen, legen viele Juden die Hand über die Augen. Damit schützen sie sich vor Ablenkungen, denn auf dieses Gebet wollen sie sich ganz konzentrieren.
Das Sch'ma Jisrael ist in hebräischer Sprache geschrieben. So lautet eine Übersetzung:
Höre Israel!
Gott ist einzig, darum sollst du ihn lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft!
Diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen geschrieben stehen und du sollst sie deinen Kindern erzählen und davon, wenn du zuhause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.
Du sollst sie als Zeichen um dein Handgelenk binden und sie sollen ein Merkzeichen auf deiner Stirn sein.
Du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.
https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/s/schma-jisrael - 30.10.2018.

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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
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Dieser Abschnitt schließt an den Dekalog (Dtn 5) an und leitet zu den Unterweisungen des Volkes über (Dtn 7-11).
Dtn 6,4-5 (bzw. 4-9) wurde später einer der wichtigsten liturgischen Texte des Judentums: Zusammen mit Dtn 11,13-21 und Num 15,37-41 ist es das "Schemac"-Gebet.
Wenn sich Israel an die Gesetze hält, wird ihm Wohlstand verheißen. Mit dem "Höre, Israel" (vgl. auch Dtn 5,1; 9,1; 20,3; 27,9) wird eine Grundsatzaussage, gleichsam ein Glaubensbekenntnis eingeleitet.
Das Bekenntnis zum einen Gott hängt zusammen mit dem Liebesgebot; es geht nicht mehr nur um ein juristisches Verhältnis anhand der Gesetze, sondern um ein Liebesverhältnis zu Gott, um "Vater-Kind".
"Diese Worte" (also eigentlich das gesamte Gesetzeswerk) müssen gelernt und weitergegeben werden.
Das Besondere dieser Stelle ist die eindringliche Aufforderung zur Gottesliebe (vgl. Hosea). Dieses ist das erste und wichtigste aller Gebote.