Allmächtiger Gott,
du gibst uns in deiner Güte mehr,
als wir verdienen,
und Größeres, als wir erbitten.
Nimm weg, was unser Gewissen belastet,
und schenke uns jenen Frieden,
den nur deine Barmherzigkeit geben kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 27. Sonntag im Jahreskreis
Allmächtiger Gott,
nimm die Gaben an,
die wir nach deinem Willen darbringen.
Vollende in uns das Werk der Erlösung und der Heiligung
durch die Geheimnisse,
die wir zu deiner Verherrlichung feiern.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 27. Sonntag im Jahreskreis
(für Wortgottesdienstfeiern):
Kehrvers:
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
(GL 616,5)
Treuer und barmherzigerGott,
wir treten vor dich, um dir zu danken für alles,
was du Großes an uns getan hast.
Kehrvers
Du hörst auf das Rufen der Menschen,
die Unterdrückung und die Macht des Bösen erleben.
Du lässt nicht im Stich, die dir vertrauen.
Du setzt ein Ende der Macht der Gewalttäter
und ziehst die Unterdrücker zur Rechenschaft.
Kehrvers
Du stärkst jene, die ihre Hoffnung auf dich setzen
und sei ihr Glaube so klein wie ein Senfkorn.
Großes vollbringen, die auf dich vertrauen
und daran festhalten, was vor dir gut und gerecht ist.
Kehrvers
Jesus dein Sohn, hat sich selbst zum Diener aller gemacht.
und uns deine Liebe erfahren zu lassen.
Die Gewissheit deiner väterlichen Liebe
hat unser Leben verändert
und lässt es in neuem Licht erscheinen.
Kehrvers
Du ermutigst uns, an dieser gesunden Lehre fest zu halten
und ihm in der Liebe zu dir und den Menschen nachzufolgen.
Durch die Kraft des Geistes, der ins uns wohnt,
stärkst du uns im Glauben und in der Liebe,
die uns in Christus Jesus geschenkt ist.
Kehrvers
Dafür danken wir dir und preisen wir dich
mit allen Engeln und Heiligen.
Wir stimmen ein in den Lobgesang der ganzen Schöpfung
und singen:
Danklied, z. B: Lasst uns loben, freudig loben (GL 489)
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn durch seine Geburt
hat er den Menschen erneuert,
durch sein Leiden unsere Sünden getilgt,
in seiner Auferstehung den Weg zum Leben
erschlossen und in seiner Auffahrt zu dir
das Tor des Himmels geöffnet.
Durch ihn rühmen dich deine Erlösten und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 4
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn wir erkennen deine Herrlichkeit in dem,
was du an uns getan hast:
Du bist uns mit der Macht deiner Gottheit
zu Hilfe gekommen und
hast uns durch deinen menschgewordenen Sohn
Rettung und Heil gebracht
aus unserer menschlichen Sterblichkeit.
So kam uns aus unserer Vergänglichkeit
das unvergängliche Leben
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir jetzt und in Ewigkeit
dein Erbarmen und singen mit den
Chören der Engel das Lob
deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 3
Gott und Vater,
du reichst uns das Brot des Lebens
und den Kelch der Freude.
Gestalte uns nach dem Bild deines Sohnes,
der im Sakrament unsere Speise geworden ist.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB 27. Sonntag im Jahreskreis
1. Ich weiß, woran ich glaube,
ich weiß, was fest besteht,
wenn alles hier im Staube
wie Sand und Staub verweht;
ich weiß, was ewig bleibet,
wo alles wankt und fällt,
wo Wahn die Weisen treibet
und Trug die Klugen prellt.
2. Ich weiß, was ewig dauert,
ich weiß, was nimmer läßt;
mit Diamanten mauert
mir's Gott im Herzen fest.
Die Steine sind die Worte,
die Worte hell und rein,
wodurch die schwächsten Orte
gar feste können sein.
3. Auch kenn ich wohl den Meister,
der mir die Feste baut,
er heißt der Herr der Geister,
auf den der Himmel schaut,
vor dem die Seraphinen
anbetend niederknien,
um den die Engel dienen:
ich weiß und kenne ihn.
4. Das ist das Licht der Höhe,
das ist der Jesus Christ,
der Fels, auf dem ich stehe,
der diamanten ist,
der nimmermehr kann wanken,
der Heiland und der Hort,
die Leuchte der Gedanken,
die leuchten hier und dort.
5. So weiß ich, was ich glaube,
ich weiß, was fest besteht
und in dem Erdenstaube
nicht mit als Staub verweht;
ich weiß, was in dem Grauen
des Todes ewig bleibt
und selbst auf Erdenauen
schon Himmelsblumen treibt.
Ernst Moritz Arndt, 1819.
In einem fernen Land lebte eine Frau, deren einziger Sohn starb. In ihrem Kummer ging sie zu einem heiligen Mann und fragte ihn: "Welche Gebete und Beschwörungen kennst du, um meinen Sohn wieder zum Leben zu erwecken?"
Er antwortete ihr: "Bring mir einen Senfsamen aus einem Hause, das niemals Leid kennen gelernt hat. Damit werden wir den Kummer aus deinem Leben vertreiben."
Die Frau begab sich auf die Suche nach dem Zauber-Senfkorn. Auf ihrem Weg kam sie bald an ein prächtiges Haus, klopfte an die Tür und sagte: "Ich suche ein Haus, das niemals Leid erfahren hat. Ist dies der richtige Ort? Es wäre wichtig für mich."
Die Bewohner des Hauses antworteten ihr: "Da bist du an den falschen Ort gekommen", und sie zählten all das Unglück auf, das sich jüngst bei ihnen ereignet hatte.
Die Frau dachte bei sich: "Wer kann diesen armen unglücklichen Menschen wohl besser helfen als ich, die ich selber so tief im Unglück bin?" Sie blieb und tröstete sie.
Später, als sie meinte, genug Trost gespendet zu haben, brach sie wieder auf und suchte aufs Neue ein Haus ohne Leid. Aber wo immer sie sich hinwandte, in Hütten und Palästen, überall begegnete ihr das Leid.
Schließlich beschäftigte sie sich ausschließlich mit dem Leid anderer Leute. Dabei vergaß sie die Suche nach dem Zauber-Senfkorn, ohne dass es ihr bewusst wurde. So verbannte sie mit der Zeit den Schmerz aus ihrem Leben.

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