Herr, unser Gott,
deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns,
damit wir dein Wort im Herzen bewahren
und immer bereit sind, das Gute zu tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 28. Sonntag im Jahreskreis
Herr und Gott,
nimm die Gebete und Opfergaben
deiner Gläubigen an.
Lass uns diese heilige Feier
mit ganzer Hingabe begehen,
damit wir einst das Leben
in der Herrlichkeit des Himmels erlangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 28. Sonntag im Jahreskreis
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater,
zu danken und deine Größe zu preisen.
Du bedarfst nicht unseres Lobes,
es ist ein Geschenk deiner Gnade,
daß wir dir danken.
Unser Lobpreis kann
deine Größe nicht mehren,
doch uns bringt er Segen und Heil
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn rühmen wir jetzt
und in Ewigkeit dein Erbarmen und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 4
Wir danken dir, treuer und barmherziger Vater,
für Jesus, deinen Sohn unseren Herrn und Bruder.
Seine Liebe galt den Armen und Kranken,
den Ausgestoßenen und Sündern.
An keiner Not ging er vorüber.
Sein Leben und seine Botschaft lehren uns,
daß du ein Gott bist, der sich der Menschen annimmt
wie ein Vater sich um seine Kinder sorgt.
Darum loben und preisen wir dich,
wir rühmen deine Güte und Treue
und verkünden mit allen Engeln und Heiligen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 3
Allmächtiger Gott,
in der heiligen Opferfeier
nährst du deine Gläubigen
mit dem Leib und dem Blut deines Sohnes.
Gib uns durch dieses Sakrament
auch Anteil am göttlichen Leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 28. Sonntag im Jahreskreis
MB Samstag der 5. Woche der Fastenzeit
Papst Benedikt XVI. regte vor einigen Jahren an, die Apostelgeschichte in die Gegenwart zu führen. Auf diese Weise hat auch in der Erzdiözese Wien der Prozess APG 2010 begonnen. In der Pfarre Breitenfeld führten wir lange vor dem päpstlichen Vorschlag dazu einen zweijährigen Glaubenskurs mit Studienunterlagen für die TeilnehmerInnen durch und behandelten dabei in sehr lebhaften Diskussionen gesellschaftliche und kirchliche Probleme der Gegenwart.
Der diözesane Vorgang APG 2010 sieht drei Delegiertenversammlungen vor, wovon zwei bereits stattgefunden haben. Gute Organisation und viele Begegnungen trugen zu einer sehr menschlichen Atmosphäre bei trotz äußerst unterschiedlicher Positionierungen, was das Kirchenbild, das Konzilverständnis und notwendige Reformen betrifft. TeilnehmerInnen stellten fest, dass in der zweiten Versammlung schon weniger Schwung als in der ersten lag. Was sich immer mehr zeigt: Inhaltliche Fragen wie Gottesbild, Kirchenbild, Mystik, Fortleben der Sakramente können von Strukturfragen wie Personalmangel, Überalterung des Klerus, Zukunft der Pfarren, Finanzfragen nicht getrennt werden. Wer das weiterhin tut, verliert den Menschen mit seinen Sorgen und Nöten aus den Augen und verwaltet nur den Mangel.
Der 3. Delegiertenversammlung wird deshalb ein besonderes Augenmerk zukommen. Es ist zu hoffen, dass dann aus der Ängstlichkeit bis hin zur Lethargie Bewegung entsteht. Wie die Urgemeinde Jerusalems auch im inneren Bereich Probleme sozialer Natur, aber auch in unterschiedlichen Glaubensvorstellungen hatte, so erlebt es die Kirche gegenwärtig.
Worüber können und dürfen wir gegenwärtig auch in der Pfarre Breitenfeld nicht schweigen? Über den überbordenden römischen Zentralismus, etwa bei Bischofsbestellungen, über geplante Pfarrzusammenlegungen, die zu Monstergemeinden führen, über die Austrocknung der Sakramente wie Eucharistie, Versöhnung und Buße, Krankensalbung, ja sogar des Ehesakraments, über Probleme in der gegenwärtigen Sexualmoral und Ehegesetzgebung der Kirche, über die weltkirchliche Ängstlichkeit in der Ökumene, den Schritt zur eucharistischen Gastfreundschaft unter den christlichen Konfessionen zu wagen, über die vielen Kirchenaustritte und die kirchlich Fernstehenden. All das sind Themen auch für die Weiterarbeit im Pfarrgemeinderat.
Der Geist weht, wo er will, nicht nur in römischen Windkanälen, sondern auch ganz gehörig im pilgernden Volk Gottes auf dem Weg durch die Zeiten. Sind nicht Pfarrer- und Laien-Initiative und viele Reformbewegungen sehr starke Zeichen des Heiligen Geistes aus der Lethargie zu erwachen, die alles lähmt? Angst ist der Urfeind des Glaubens. Schweigen wir also nicht betreten darüber, wovon auch Klartext zu reden wäre.
Pfarrblatt der Pfarre Bretenfeld, Wien VIII., September 2010.

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