Gütiger Gott.
Bei dir ist Freude über jeden Menschen,
der umkehrt und Buße tut.
Denn du bist der Vater, der für alle ein Herz hat.
Lass uns darauf vertrauen und deinem Ruf folgen.
Hilf uns,
dass auch wir einander vergeben,
wie du uns vergibst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.
MB Auswahl 27
Allmächtiger, barmherziger Gott,
es ist deine Gabe und dein Werk,
wenn das gläubige Volk dir würdig und aufrichtig dient.
Nimm alles von uns,
was uns auf dem Weg zu dir aufhält,
damit wir ungehindert der Freude entgegeneilen,
die du uns verheißen hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis
Barmherziger Gott,
du schenkst uns Vergebung und Gemeinschaft mit dir.
Laß uns dein Handeln nachahmen
und Boten deiner Barmherzigkeit sein.
Durch Christus, unseren Herrn.
Gott, unser Vater, du hast uns das Leben geschenkt,
und weißt, was wir brauchen.
Zu dir kommen wir mit unseren Bitten:
Wir beten für alle Menschen, die zu Außenseitern geworden sind.
Lass sie Platz finden in der Gemeinschaft des Gottesvolkes.
Wir beten für alle, die durch Hartherzigkeit andere zu Außenseitern machen.
Lass sie lernen von deiner Hochherzigkeit.
Wir beten für alle, die sich in der Gemeinschaft der Kirche
nicht mehr wohl und angenommen fühlen.
Lass sie Menschen begegnen, deren christliches Leben für sie glaubwürdig ist.
Wir beten für die jungen Menschen in unseren Gemeinden.
Schenke ihnen Freude am Glauben
und lass sie in die Gemeinschaft der Kirche hineinwachsen.
Wir beten für jene älteren Menschen in unserer Gesellschaft;
die sich als überflüssig oder abgeschoben erleben.
Lass sie Wertschätzung und Hochachtung erfahren.
Gott, unser Vater, wir danken dir für alle Liebe und Barmherzigkeit,
die wir in unserem Leben erfahren haben. Amen.
Heiliger Gott,
diese Gabe werde zum reinen Opfer,
das deinen Namen groß macht unter den Völkern.
Für uns aber werde sie zum Sakrament,
das uns die Fülle deines Erbarmens schenkt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
dieses heilige Opfer helfe uns,
daß wir den alten Menschen ablegen
und den neuen anziehen,
der nach deinem Bild geschaffen ist.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB
GL 558: Litanei vom Heilswirken Gottes.
Kehrvers:
Danket dem Herrn, denn er ist gütig,
denn seine Huld währt ewig. (GL 558,1)
Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig.
So sollen alle sprechen, die vom Herrn erlöst sind,
die er aus ihrer Not befreit hat.
Kehrvers
Er hat uns aus den Ländern gesammelt,
vom Aufgang der Sonne bis zum Niedergang.
In unserer Bedrängnis riefen wir zum Herrn,
er hat uns unseren Ängsten entrissen.
Kehrvers
Er hat uns zu Töchtern und Söhnen Gottes erwählt
und in das Volk Gottes zurückgeholt.
Als Menschensohn ist er gekommen,
um zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Kehrvers
Er hat uns Barmherzigkeit erwiesen.
und uns ein Beispiel gegeben,
wie auch wir einander barmherzig sein sollen.
Kehrvers
Nicht um uns zu richten ist er in die Welt gekommen,
sondern um zu retten.
Er will, dass wir das Leben haben
und es in Fülle haben.
Kehrvers
Dafür danken wir dir, barmherziger Vater,
und loben wir dich mit der ganzen Schöpfung:
Danklied, z. B.: Nun saget Dank und lobt den Herren (GL 385)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn wir erkennen deine Herrlichkeit in dem,
was du an uns getan hast:
Du bist uns mit der Macht deiner Gottheit
zu Hilfe gekommen und
hast uns durch deinen menschgewordenen Sohn
Rettung und Heil gebracht
aus unserer menschlichen Sterblichkeit.
So kam uns aus unserer Vergänglichkeit
das unvergängliche Leben
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir jetzt und in Ewigkeit
dein Erbarmen und singen mit den
Chören der Engel das Lob
deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 3
Wir danken dir, treuer und barmherziger Vater,
für Jesus, deinen Sohn unseren Herrn und Bruder.
Seine Liebe galt den Armen und Kranken,
den Ausgestoßenen und Sündern.
An keiner Not ging er vorüber.
Sein Leben und seine Botschaft lehren uns,
daß du ein Gott bist, der sich der Menschen annimmt
wie ein Vater sich um seine Kinder sorgt.
Darum loben und preisen wir dich,
wir rühmen deine Güte und Treue
und verkünden mit allen Engeln und Heiligen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
Präfation aus dem Schweizer Hochgebet 3
Wir danken dir, Gott, allmächtiger Vater,
und preisen dich für dein Wirken in dieser Welt
durch unseren Herrn Jesus Christus:
Denn inmitten einer Menschheit,
die gespalten und zerrissen ist,
erfahren wir,
daß du Bereitschaft zur Versöhnung schenkst.
Dein Geist bewegt die Herzen,
wenn Feinde wieder miteinander sprechen,
Gegner sich die Hände reichen,
und Völker einen Weg zueinander suchen.
Dein Werk ist es,
wenn der Wille zum Frieden den Streit beendet,
Verzeihung den Haß überwindet
und Rache der Vergebung weicht.
Darum können wir nicht aufhören,
dir zu danken und dich zu preisen.
Wir stimmen ein
in den Lobgesang der Chöre des Himmels,
die ohne Ende rufen:
Aus dem Hochgebet Versöhnung 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir Dank zu sagen, heiliger Gott.
Du hörst nicht auf,
uns zu einem reicheren Leben zu berufen.
Weil du ein Gott voll herzlichen Erbarmens bist,
wirst du nicht müde,
uns immer neu deine Verzeihung anzubieten.
Du lädst den sündigen Menschen ein,
auf deine Vergebung zu bauen.
Obwohl wir deinen Bund gebrochen hatten,
hast du dich nicht von uns abgewandt.
Durch deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus,
hast du zwischen dir und der Menschheit
ein neues Band geknüpft, das nicht mehr zerreißt.
Immer wieder wendest du dein Volk dir zu
und läßt es aufatmen in Christus.
Du gibst ihm Mut,
sich mehr und mehr dem Heiligen Geist zu überlassen
und den Menschen zu dienen.
Darum bewundern wir dich und danken dir.
Wir verkünden die Kraft deiner Liebe
und die Freude deines Heiles in Christus.
Wir vereinen unsere Stimmen
mit den ungezählten Stimmen des Himmels und rufen:
Aus dem Hochgebet Versöhnung 2
Gütiger Gott,
du hast uns mit dem Brot des Himmels gestärkt.
Lass deine Kraft in uns wirken,
damit wir fähig werden,
die ewigen Güter zu empfangen,
die uns in diesen Gaben verheißen sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 31. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
du hast gewollt,
daß sich das Bild deines Sohnes
auspräge im Wesen der Getauften,
die du zu deinem Tisch geladen hast.
Ermutige uns, dem Evangelium zu folgen
und deinem Heiligen Geist Raum zu geben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Schlussgebete zur Auswahl 6
Herr, unser Gott,
schenke uns durch dieses Sakrament die Fülle deines Erbarmens
und mache uns heil.
Gewähre uns deine Hilfe,
damit wir so vor dir leben können, wie es dir gefällt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB
Der gütige Gott, der alles liebt, was er geschaffen hat,
schenke euch Lebenskraft und Freude.
Jesus Christus, der gekommen ist,
um zu suchen und zu retten, was verloren ist,
lasse euch teilhaben an der Gemeinschaft des Volkes Gottes.
Der Heilige Geist, der allen Willen zum Guten
und jedes Werk des Glaubens vollendet,
begleite euch in euren täglichen Mühen.
Das gewähre euch der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Jeder des anderen Ärgernis
jeder des anderen Spaß
jeder des anderen Spielautomat
Goldene Serie, schrecklicher Reinfall
jeder des anderen Kontaktperson
Wackelkontakt, total überdreht
jeder des anderen Fels
jeder aus Stein.
Es gibt keinen Grund
dich nicht zu belügen
jedem ist alles egal.
Jeder eine Nummer
ein Loch und im Eimer
alle auf Nummer Sicher.
Jeder sieht mir irgendwie ähnlich
und verschläft jeden Tag
diesen billigen Traum:
Wenn jeder jedem Feuer gäbe
mit brennendem Paß
wäre keiner mehr jeder.
Ralf Rothmann, Gebet in Ruinen. Gedichte. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000.
ist auf dem Baum angekommen. Es ist, als ob sein ganzes Leben auf diesen Augenblick zugelaufen wäre, dieses Leben, aus dem er sich mehr und mehr ein Gewissen machte. Alle Selbstsicherheit ist von ihm abgefallen. Er hat sein Leben vertan, da er auf die falsche Karte setzte, auf Geldgewinn und Reichtum. Nun sitzt er im Geäst des Baumes so, als wolle er sich wie Adam und Eva vor Gott verstecken. Als Kollaborateur der verhassten Besatzer, der Römer, ist er von seinen eigenen Landsleuten geächtet. Auch deshalb sucht er im Geäst des Baumes Schutz vor ihren bösen Blicken.
Aber da ist auch ein Funken von Sehnsucht und Hoffnung, das noch etwas Einmaliges und Unerwartetes in seinem Leben aufbrechen könnte.
Ja, wenigstens einen Blick will Zachäus auf Jesus erhaschen. Das ist noch weniger, als den Saum seines Gewandes zu berühren. Und da steht Jesus schon unter seinem Baum, schaut zu ihm hinauf, schaut ihn an mit seinen unendlichen gütigen Augen. Und Zachäus spürt, dass er, so wie ihm zumute ist, bis auf den Seelengrund verstanden und geliebt ist. Nein, es sind keine Vorleistungen zu erbringen. Nur vom Baum muss er herabsteigen - wieder auf festen Grund. Indem Jesus ihn ansieht und sich ihm zuwendet, hat Zachäus ein neues Ansehen gewonnen, und das ermutigt ihn, den Rabbi bei sich einzuladen. Wie selbstverständlich gelingt ihm die Umkehr zu einem neuen, befreiten Leben.
Karlheinz May, Vom Duft der Auferstehung. Die vier Evangelien in Auszügen. Bernardus Verlag, Aachen 2009.

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