Allmächtiger Gott,
sieh gütig auf dein Volk,
das mit gläubigem Verlangen das Fest der Geburt Christi erwartet.
Mache unser Herz bereit für das Geschenk der Erlösung,
damit Weihnachten für uns alle ein Tag der Freude und der Zuversicht werde.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 3. Adventsonntag
Treuer Gott,
manchmal haben wir nicht einmal Zeit, uns zu freuen.
Wir eilen und hetzen durch unser Leben,
überziehen uns mit Erwartungen,
versagen aber schon bei Kleinigkeiten.
Du aber schenkst uns bei dir Ruhe,
du redest freundlich mit uns,
du hörst auch das, was wir nicht zu sagen wagen.
Dich bitten wir:
Schenke uns ein fröhliches, leichtes Herz,
an deinem Tisch einen Platz
und Liebe füreinander.
Du kommst zu uns.
In Christus, unserem Herrn.
Herr, unser Gott,
in dieser Feier
erfüllen wir den Auftrag deines Sohnes.
Nimm unsere Gaben an
und gib deiner Kirche die Gnade,
immer und überall sein Opfer zu feiern.
Schenke uns durch dieses Geheimnis dein Heil,
das du der Welt bereitet hast.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Adventsonntag
Kehrvers:
Singt dem Herrn, alle Länder der Erde,
singt dem Herrn und preist seinen Namen.
(GL 54,1)
Guter Gott und Vater;
Wir kommen vor dein Angesicht, um dir Dank zu sagen,
weil Du deinem Volk nahe bist und mitten unter uns wohnst.
Kehrvers:
Durch Johannes den Täufer hast du das Heil angekündigt,
das allen Völkern zuteil werden soll.
Kehrvers:
Er hat die Menschen zur Umkehr gerufen
und sie im Jordan getauft zur Vergebung der Sünden.
Kehrvers:
Er hat auf den hingewiesen, der stärker ist als er,
und der kommen werde,
um uns mit Heiligem Geist und Feuer zu taufen.
Kehrvers:
Das nahe Fest der Geburt des Messias erfüllt uns mit Freude und Dank.
Mit allen Menschen guten Willens singen wird dir:
Danklied, z. B. Danket, danket dem Herrn… (GL 406)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel,
zu danken und dein Erbarmen zu preisen.
Denn schon leuchtet auf der Tag der Erlösung,
und nahe ist die Zeit unsres Heiles,
da der Retter kommt
unser Herr Jesus Christus.
Durch ihn rühmen wir das Werk deiner Liebe
und vereinen uns mit den Chören der Engel
zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
Präfation vom Advent 5
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Ihn hast du der verlorenen Menschheit
als Erlöser verheißen.
Seine Wahrheit leuchtet den Suchenden,
seine Kraft stärkt die Schwachen,
seine Heiligkeit bringt den Sündern Vergebung.
Denn er ist der Heiland der Welt,
den du gesandt hast, weil du getreu bist.
Darum preisen wir dich
mit den Cherubim und Serafim
und singen mit allen Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Advent 3
Barmherziger Gott,
komm durch dieses heilige Mahl
uns schwachen Menschen zu Hilfe.
Reinige uns von Schuld
und mache uns bereit für das kommende Fest.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Adventsonntag
Die musikalische Inszenierung der Geschichte Josuas wurde von Georg Friedrich Händel komponiert und vermutlich von Thomas Morell librettisiert (mit Handlungstext versehen). Händel integrierte 1750 die doppelt vierzeilige Dichtung des Siegeschors nachträglich auch in sein früheres Oratorium Judas Maccabäus (1746), welches im Jakobitenaufstand von 1745 einen politischen Hintergrund findet. In Deutschland (Berlin) erst 40 Jahre nach Entstehen uraufgeführt, wurde die dreistrophige Hymne schnell populär. Nach den napoleonischen Kriegen avancierte sie im Rahmen militärischer Feiern bald zum Lieblingsstück, wodurch insbesondere der Siegeschor berühmt wurde.
Das in Kontrafaktur des Chors konzipierte "Tochter Zion, freue dich" wurde im frühen 19. Jahrhundert gedichtet. Die Urheberschaft soll auf Johannes Escheburg oder den evangelischen Theologen Friedrich Heinrich Ranke zurückgehen. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts verfasste Ludwig van Beethoven diverse Violoncello- und Klaviervariationen, welche die Thematik des Weihnachtsliedes vorwegnahmen und so schon vorab als wichtige Multiplikatoren dienten. Bald nahm das Stück einen festen Platz innerhalb kirchlicher Weihnachtsfeierlichkeiten ein. Da jedoch weiblicher Kirchengesang noch im 19. Jahrhundert nicht zwingend gestattet war, wurden die Alt- und Sopranstimmen mit Jungen besetzt. Das Lied wurde daher insbesondere von Knabenchören gesungen, deren zeitgenössische Popularität für eine weitere Verbreitung sorgte. Das literarische Beispiel - Thomas Manns Buddenbrooks - spiegelt schließlich den Einzug Tochter Zions in das private Weihnachtsfest der bürgerlichen Familie um 1900.
Lars Winterberg auf ekd.de.
Die Unsicherheit kennen wir vermutlich alle, wenn man in diesen Tagen einen Menschen vor sich hat, in dessen Leben es gerade alles andere als fröhlich aussieht. Einen, von dem man weiß, wie sein Herz schwer ist von Kummer und Traurigkeit oder wie seine Gedanken von ernsten Sorgen erfüllt sind. Aber es ist doch jetzt Weihnachten! Was kann ich sagen? Was kann ich wünschen? "Fröhliche Weihnachten", wie es mir gerade schon auf der Zunge liegt? "Frohes Fest"?
Gut, wenn wir es in solchen Situationen jedenfalls nicht gedankenlos dahersagen, sondern darin spürbar Anteil nehmen an dem, was unser Gegenüber belastet. Und gut, wenn wir da, wo wir uns selbst so ein bisschen ungeschickt und hilflos angeredet finden, wenn wir dann selbst die innere Freiheit haben, es doch als Ausdruck der Zuwendung zu nehmen und als etwas, das gut tun möchte.
Keinesfalls aber sollten wir das Wort und den Gedanken der Freude in solchen Situationen vermeiden und verschweigen! Gerade dann möchte doch besonders von Freude gesprochen werden und sollen wir sie einander zuzusprechen suchen, wo erst einmal zu Freude gar kein Anlass zu sein scheint. Und das ist möglich. Die Freude, um die es hier geht, die gewinnt ihre Kraft ja nicht aus dem eigenen Lebensglück - und sie steht und fällt auch nicht mit dem, was unser Lebensglück ist und war. Die Freude, um die es hier geht, gewinnt ihre Kraft aus der Erfahrung der Nähe Gottes. Das ist es, was wir einander wünschen können und sollen. Die Freude, von der Paulus schreibt und von der die Engel anlässlich der Geburt des Kindes singen, die gewinnt ihre Kraft dadurch, dass dies Licht auch in die Dunkelheiten des eigenen Lebens hinein strahlt.
Auszug aus einer Predigt über Phil. 4,4-7 von Martin Germer in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am 4. Advent 2006.
Besetzung: Soli, Chor, 3 Trompeten, Pauken, 2 Traversflöten, 2 Oboen (auch als Oboe d'amore), Streicher, Basso continuo
Vorgesehener Aufführungszeitpunkt: 1. Weihnachtstag (25. Dezember)
Inhalt: Im ersten Teil wird die Geburt Jesu dargestellt. Bach eröffnet diesen Teil und damit das Oratorium wie die meisten seiner Kantaten mit einem groß angelegten Eingangschor, hier mit Pauken und Trompeten. "Jauchzet, frohlocket", die Gemeinde wird sofort unmittelbar angesprochen und in das aktuelle Geschehen einbezogen: "rühmet, was heute der Höchste getan". Die Weihnachtsgeschichte beginnt damit, dass Maria und Joseph durch ein Gebot des Kaiser Augustus gezwungen waren, ihre Heimat Galiläa zu verlassen und sich in Josephs Geburtsort Bethlehem zählen zu lassen (Nr. 2). Angestoßen durch diese äußere Bewegung spiegelt die Alt-Arie "Bereite dich, Zion" die innere adventliche Sehnsucht wider und gibt eine erste Ahnung von der Größe des Bevorstehenden. "Zion" wird entsprechend altchristlicher Tradition und der Brautmystik zu einem Bild für die christliche Gemeinde, die als Braut auf ihren Bräutigam (= Christus) wartet. Dass beim Choral "Wie soll ich dich empfangen" von Paul Gerhardt nicht die heute übliche Choralmelodie von Johann Krüger (1653), sondern die von "O Haupt voll Blut und Wunden ... erklingt, wurde früher theologisch dahingehend ausgedeutet, dass mit der Menschwerdung bereits das Leiden beginne und bei der Krippe bereits an das Kreuz erinnert werde. Die neuere Bachforschung hat jedoch nachgewiesen, dass dies die übliche Melodie in den Leipziger und Dresdner Gesangbüchern war.
Das Rezitativ "Und sie gebar ihren ersten Sohn" (Nr. 6) berichtet von Jesu Geburt. Indem Bach beim Wort "Krippe" in die Tonart d-Moll ausweicht und nicht das erwartete D-Dur verwendet, wird die tiefe Erniedrigung in der Menschwerdung Christi zum Ausdruck gebracht. Demgegenüber preist die Arie "Großer Herr, o starker König" (Nr. 8) hymnisch die Majestät Gottes. Darauf weisen die Tonart D-Dur, die gebrochenen Dreiklänge in der Trompete und die zahlreichen Oktavsprünge im Continuo, die die Totalität Gottes illustrieren. Bei den Worten "muss in harten Krippen schlafen" verstummt die Trompete und versinnbildlichen die Synkopen, wie unpassend diese Erniedrigung für den ewigen Gottessohn ist. Teil I schließt mit der Bitte, als ständige Erinnerung das eigene Herz zu einer Krippe werden zu lassen.
wikipedia.org 2012.
"Die zwölf Schritte der Anonymen Alkoholiker" - sie werden heute gegen verschiedene Süchte z.B. die Spielsucht auch eingesetzt.
1. Schritt:
Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind - und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
2. Schritt:
Wir kamen zu dem Glauben, dass eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann.
3. Schritt:
Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes - wie wir Ihn verstanden - anzuvertrauen.
4. Schritt:
Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.
5. Schritt:
Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
6. Schritt:
Wir waren völlig bereit, all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.
7. Schritt:
Demütig baten wir Ihn, unsere Mängel von uns zu nehmen.
8. Schritt:
Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten und wurden willig, ihn bei allen wieder gutzumachen.
9. Schritt:
Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut - wo immer es möglich war -, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.
10. Schritt:
Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.
11. Schritt:
Wir suchten durch Gebet und Besinnung die bewusste Verbindung zu Gott - wie wir Ihn verstanden - zu vertiefen. Wir baten Ihn nur, uns Seinen Willen erkennbar werden zu lassen und uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen.
12, Schritt:
Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an Alkoholiker weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.
www.anonyme-alkoholiker.de 2012.

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