GL 159: Licht, das uns erschien...
GL 163,3
Oder:
Herr Jesus Christus,
geboren im Stall von Bethlehem, in tiefster Armut.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du Retter der Welt aus tiefster Dunkelheit.
Christus, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du Erlöser aus tiefster Schul:
Herr, erbarme dich.
Herr, unser Gott,
in dieser hochheiligen Nacht
ist uns das wahre Licht aufgestrahlt.
Laß uns dieses Geheimnis
im Glauben erfassen und bewahren,
bis wir im Himmel
den unverhüllten Glanz deiner Herrlichkeit schauen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Weihnachten in der Nacht
Allmächtiger Gott,
in dieser heiligen Nacht
bringen wir dir unsere Gaben dar.
Nimm sie an
und gib, daß wir durch den wunderbaren Tausch
deinem Sohn gleichgestaltet werden,
in dem unsere menschliche Natur
mit deinem göttlichen Wesen vereint ist.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB Weihnachten in der Nacht
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn Fleisch geworden ist das Wort,
und in diesem Geheimnis
erstrahlt dem Auge unseres Geistes
das neue Licht deiner Herrlichkeit.
In der sichtbaren Gestalt des Erlösers
läßt du uns den unsichtbaren Gott erkennen,
um in uns die Liebe zu entflammen
zu dem, was kein Auge geschaut hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 1
Herr, unser Gott,
in der Freude über die Geburt unseres Erlösers
bitten wir dich:
Gib uns die Gnade, ihm unser ganzes Leben zu weihen,
damit wir einst Anteil erhalten
an der ewigen Herrlichkeit deines Sohnes,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Weihnachten in der Nacht
... Die Menschen träumten Gottes Traum nicht mit. War Gottes Traum ausgeträumt?
Gott wagte noch mehr! Er wagte das Äußerste. Er ging selbst, Mensch unter Menschen, in sein Volk hinein und lebte seinen Traum in einem Menschen, in Jesus von Nazareth. Aller Entwurf Gottes sammelte sich in ihm: Hier war das neue Herz! Die Kraft Gottes ging von ihm aus, wer ihn berührte, wurde heil. Hier war der Keim des Gottesreiches auf Erden. Hier war der Mensch, der ganz Gott vertraute, der ganz mit Gott lebte. An dieser Stelle brach in der düsteren Menschengeschichte der Gewalt das Licht durch, die Dämonen flohen vor ihm.
Die Menschen, besonders die Kleinen, die Armen, spüren es. Sie sammelten sich um ihn am Ufer des galiläischen Meeres. Sie lauschten seinen Worten, in denen er die Grundsätze des Gottesreiches verkündete, den Traum Gottes wie sein Volk mitten unter den Völkern und für die Völker leben sollte: "Selig, die keine Gewalt anwenden; selig, die Frieden stiften, selig, die Barmherzigen..." Wenn ihr von Gott geliebt seid, so verkündete er, unendlich geliebt, habt ihr dann nicht alles? Wenn ihr Söhne und Töchter Gottes seid, seine Geliebten, was kann euch da noch fehlen? Was müsst ihr dann noch krampfhaft festhalten? Wenn ihr den Schatz im Acker gefunden habt, wenn ihr, so würden wir heute sagen, das große Los gezogen habt, dann könnt ihr alles andere loslassen. Wenn euch dann einer den Mantel nimmt, dann lasst ihm auch noch den Rock; wenn euch dann einer auf die rechte Wange schlägt, dann haltet ihm auch die andere hin. Dann könnt ihr sogar den Feind lieben, denn ihr seid doch in der großen Freude, ihr seid doch von Gott unendlich geliebt, von ihm, der seine Sonne aufgehen lässt über Gute und Böse.
Johannes Bours, Der Mensch wird des Weges geführt, den er wählt, Freiburg 1986.
In dieser Nacht öffnet sich der Himmel
um für immer offen zu bleiben.
In dieser Nacht berührt der Himmel die Erde,
um sie für immer zu verwandeln.
In dieser Nacht ist Gott Mensch geworden,
um sich auf ewig mit uns zu verbinden.
In dieser Nacht ist alles anders.
Für einen Augenblick
hält die Welt den Atem an.
Einsame und Verzweifelte,
Enttäuschte und Unzufriedene,
Starke und Selbstsichere,
Erfolgreiche und Glückliche
staunen über das Kind in der Krippe.
Gott wird Mensch.
Udo Hahn
GL 159: Licht, das uns erschien
Oder:
Herr, Jesus Christus,
du bist in die Welt gekommen, um alle Finsternis zu vertreiben.
Kyrie eleison.
Du schenkst uns das Licht des Glaubens.
Christe eleison.
Du hast uns berufen, als Kinder des Lichtes zu leben.
Kyrie eleison.
Allmächtiger Gott,
dein ewiges Wort ist Fleisch geworden,
um uns mit dem Glanz deines Lichtes zu erfüllen.
Gib, daß in unseren Werken widerstrahlt,
was durch den Glauben in unserem Herzen leuchtet.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
MB Weihnachten am Morgen
Himmlischer Vater,
erfülle die Gaben dieser Erde mit deinem Segen,
damit sie das Geheimnis dieses Tages darstellen:
Wie Christus
als neugeborener Mensch und als wahrer Gott
vor uns aufleuchtet,
so laß uns durch diese irdische Speise
das göttliche Leben empfangen.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB Weihnachten am Morgen
(für Wortgottesdienstfeiern)
Kehrvers:
Dankt dem Vater mit Freude, er schenkt uns seinen Sohn. (GL 633,8)
Großer, unbegreifbarer Gott,
wir wollen dir unsere Freude und unseren Dank zum Ausdruck bringen,
denn in Jesus von Nazareth ist dein ewiges Wort Fleisch geworden
und hat mitten unter uns gewohnt.
Kehrvers
Er ist das Leben, und das Leben ist das Licht der Menschen.
in ihm kam das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, in die Welt.
Kehrvers
Allen die ihn aufnahmen, gabst du die Macht, Kinder Gottes zu werden.
Er hat die Reinigung von den Sünden bewirkt
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade über Gnade.
Kehrvers
Alle Enden der Erde sehen nun das Heil unseres Gottes.
Darum jubelt heute der ganze Erdkreis
und stimmt mit den Engeln und Heiligen ein in den Lobpreis der Schöpfung:
Danklied: z. B.: Lobt Gott, ihr Christen alle gleich (GL 247)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn Fleisch geworden ist das Wort,
und in diesem Geheimnis
erstrahlt dem Auge unseres Geistes
das neue Licht deiner Herrlichkeit.
In der sichtbaren Gestalt des Erlösers
läßt du uns den unsichtbaren Gott erkennen,
um in uns die Liebe zu entflammen
zu dem, was kein Auge geschaut hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn groß ist das Geheimnis seiner Geburt,
heute ist er, der unsichtbare Gott,
sichtbar als Mensch erschienen.
Vor aller Zeit aus dir geboren,
hat er sich den Gesetzen der Zeit unterworfen.
In ihm ist alles neu geschaffen.
Er heilt die Wunden der ganzen Schöpfung,
richtet auf, was darniederliegt,
und ruft den verlorenen Menschen
ins Reich deines Friedens.
Darum rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen
singen das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
und dein Erbarmen zu rühmen
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn schaffst du den Menschen neu
und schenkst ihm ewige Ehre.
Denn einen wunderbaren Tausch hast du vollzogen:
dein göttliches Wort wurde ein sterblicher Mensch,
und wir sterbliche Menschen
empfangen in Christus dein göttliches Leben.
Darum preisen wir dich mit allen Chören der Engel
und singen vereint mit ihnen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 3
Herr, unser Gott,
die Menschwerdung deines Sohnes
erfülle uns mit Freude und Dank.
Laß uns dieses unergründliche Geheimnis
im Glauben erfassen und in tätiger Liebe bekennen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Weihnachten am Morgen
Der barmherzige Gott hat durch die Geburt seines Sohnes die Finsternis vertrieben
und (diese Nacht) diesen Tag erleuchtet mit dem Glanz seines Lichtes;
er mache eure herzen hell mit dem Licht seiner Gnade. - Amen.
Den Hirten ließ er durch den Engel die große Freude verkünden;
mit dieser Freude erfülle er euer ganzes Leben. - Amen.
In Christus hat Gott Himmel und Erde verbunden;
durch ihn schenke er allen Menschen guten Willens seinen Frieden,
durch ihn vereine er euch mit der Kirche des Himmels. - Amen.
Das gewähre euch der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohne und der Heilige Geist. - Amen.
MB Weihnachten
Die Gestalterin der ORF-Sendereihen "Alltagsgeschichte" und "Liebesg'schichten und Heiratssachen" wurde am 24. Dezember 1942 in Glasgow als Kind jüdischer Emigranten geboren. 1946 übersiedelte sie mit ihrer Familie nach Wien und absolvierte nach dem Besuch der Volks- und Mittelschule in Wien das Studium der Publizistik an der Universität Wien. Nebenbei sammelte die promovierte Publizistin bei diversen Tageszeitungen und Zeitschriften journalistische Erfahrung. Unter anderem war sie 1972 als Redakteurin bei der Wochenzeitschrift "profil" tätig.
Seit 1973 gestaltet sie für den ORF zahlreiche Magazinbeiträge und Dokumentationen, so zeichnete sie unter anderem für die Sendung "teleobjektiv" verantwortlich.
In der ORF-Kultur ist Elizabeth T. Spira seit 1989 beschäftigt. Seit 1985 gestaltet sie die Dokumentarfilm-Reihe "Alltagsgeschichte", seit 1997 "Liebesg'schichten und Heiratssachen".
Zahlreiche Auszeichnungen...
orf.at 2012.
Sie selbst wäre als Kandidatin für ihre Kuppelsendung "Liebesg'schichten und Heiratssachen" gänzlich ungeeignet. Nicht nur, dass Elizabeth T. Spira glücklich verheiratet ist, sie würde sich vor der Kamera auch nicht öffnen: "Meine Gefühle erzähle ich meinem Mann. Ich bin nicht jemand, der seine Gefühle zeigt, der alles herauskotzt. Da bin ich altmodisch erzogen", sagt die 69-Jährige.
Wenn in ORF 2 eine Staffel des Quotenhits startet, schaut nicht nur fast eine Million Österreicher zu, man wird Spira wieder vorwerfen, sie sei eine Voyeurin, die einsame Seelen einfängt. Kritik, die ihr schon lange gleichgültig ist: "Es ist mir wurscht, was geschrieben wird. Man darf mich auch total angreifen - aber g'scheit und nicht nur das Gleiche immer wiederkauen. Außerdem ist ein Journalist, der kein Voyeur ist, schlecht."
Neugierig war die Mutter einer Tochter schon immer, nur die Politiker interessierten sie für ihren Beruf als promovierte Publizistin und Journalistin bei "profil", "teleobjektiv" und dem "Inlandsreport" zu wenig: "Am Abend haben wir lieber gepokert, als Konzepte geschrieben", erinnert sich Spira. Also wandte sie sich der Unterhaltung zu und entwickelte mit Historiker Michael Mitterauer 1985 die "Alltagsgeschichten". Für sie "sicher keine klassische Sozialreportage. Bei mir kamen ganz normale Leute vor, eher das untere Drittel, das nicht so begünstigt worden ist". Aus dem Format entwickelten sich auch die "Liebesg'schichten", da man bei den Recherchen "so viele einsame Menschen" getroffen hat.
Das T in ihrem Namen verdankt sie übrigens Vater Leopold, dessen Deckname Toni war. Als jüdischer Kommunist von den Nationalsozialisten gleich doppelt gefährdet, floh er nach Glasgow, wo Spira am 24. Dezember 1942 zur Welt kam. Am Heiligen Abend rannte sie oft weinend auf die Straße: "Weil das Geld immer knapp war, war meinen Eltern jede Ausrede recht Geschenke zu sparen. Also gab es etwa einen Schi zum Geburtstag und einen zu Weihnachten."
Heuer feiert sie ihren 70er - ohne Tränen, ohne Pläne, denn "Pläne verstopfen die Zukunft, also lebe ich planlos."
Christoph Steiner in der Kleinen Zeitung 2012.
Ein kleines Mädchen wurde einmal von seiner Großmutter gefragt, ob es ihr ein Bild von Gott malen könnte. Die Kleine sagte: "Malen kann ich dir den lieben Gott nicht, aber ich kann dir sagen, wie er aussieht". "So", meinte die Großmutter, "wie sieht er denn aus?" "Er ist sehr groß - und sehr klein", antwortete das Mädchen. "Am Morgen reckt er sich ganz hoch auf, damit er alles gut sehen kann. Aber für die, die sich eh schon vor ihm fürchten, da macht er sich ganz klein - so klein wie ich. Nur für die frechen Leut', da ist er immer sehr groß". Das Kind hat etwas Richtiges erfasst. Gott ist groß und klein; ja gerade seine Größe, seine Souveränität, besteht darin, dass er auch "klein" sein kann; dass er eine gewisse Schwäche in Kauf nehmen kann. Er muss sich nicht ständig aufs Podest stellen. Er kann es sich leisten, arm und bedürftig zu erscheinen, in seiner Liebe. "Die Liebe fürchtet sich nicht vor ihrer eigenen Ohnmacht; darin ist sie allmächtig", so hat einmal jemand formuliert (Eberhard Jüngel). Wahre Liebe ist bereit, auf eine Stärke zu verzichten, die Zwang ausüben würde; denn sie will nicht überwältigen, sondern sucht die freie Zuwendung des anderen. Aber gerade so erweist sich ihre wahre Macht.
Den Hirten wird in der Heiligen Nacht gesagt: "Das soll euch zum Zeichen sein: ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe liegt" (Lk 2,12). Es käme darauf an, die Sprache zu hören, in der Gott in diesem Zeichen zu uns spricht. Es ist eine Sprache, die sich fortgesetzt hat im gesamten Leben und Wirken Jesu. Es ist die Sprache des Respekts vor unserer Freiheit, die Sprache einer gewaltlosen Liebe, die Sprache des uns geschenkten Vertrauens. Wenn wir diese Sprache verstehen, kann auch für uns die Zusage wahr werden: "Heute ist euch der Retter geboren, der Heiland, Jesus, der Bruder und Herr!" (Lk 2,11).
Augustin Schmied CSsR, Lichter die uns begleiten 2012.
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Die Kirche ist festlich geschmückt. Der Kirchenchor hat eine neue Messe einstudiert. Die Ministranten haben eifrig mit dem Weihrauchfass und den Leuchtern geübt. Es soll ein besonderer Gottesdienst werden. Heute am Weihnachtstag. Gestern Abend schon haben wir im Kreise unserer Lieben mit dem Feiern begonnen. Die Kerzen am Christbaum entzündet, Geschenke ausgepackt. Sich ein gutes abendliches Mahl gegönnt. So haben wir es gerne. So sind wir es uns auch gewöhnt. Das sind so die Standards für das Weihnachtsfest. Eine Psychologin hat unlängst gemeint: Wer bei diesem Spiel mitspielen will, der soll das tun. Wer nicht, soll das früh genug den anderen mitteilen.
Ich kenne solche Menschen, die da nicht mittun, die für sich entschieden haben mit dem Weihnachten feiern aufzuhören. Alleinstehende Verkäufer beispielsweise, die nach dem Stress der Adventwochen froh sind, dass der ganze Verkaufsrummel vorbei ist und sie endlich nichts mehr tun müssen, und sich schon gar keine Weihnachtslieder mehr anhören müssen. Die schlicht und einfach ihre Ruhe haben und sich ausruhen wollen.
Es gibt auch andere: Wer das ganze Jahr über kaum oder keine sozialen und familiären Beziehungen pflegt, wird dies auch nicht an den Weihnachtstagen tun. Da ist es schon viel, ein, zwei Weihnachtskarten zu schreiben. Wenn möglich, ist schon alles vorgedruckt und man muss nur noch unterschreiben. Jene Menschen sind an Weihnachten nicht mehr oder weniger ärmer dran als sonst.
Schließlich gibt es auch jene, die Weihnachten nicht feiern, weil sie einen anderen Glauben oder eine andere Weltanschauung haben. Geht ja auch, oder?
Es gibt auch noch jene andere nicht zu unterschätzende Gruppe, welche zwar offiziell sich als christlich deklariert, aber eher zu den praktizierenden Atheisten zu zählen wäre: Weihnachten als Fest der Liebe und als Fest der Familie, wäre wohl hier eine passende Definition.
Ich möchte ihnen nun nicht die Festtagsfreude nehmen. Im Gegenteil. Ich möchte aufzeigen, dass es alles andere als selbstverständlich ist, dass wir heute und hier miteinander in dieser Kirche das Fest der Geburt Christi so feierlich begehen dürfen. Es ist ein Geschenk.
Wie feiern die Geburt Christi, aber wir gratulieren Jesus nicht zu seinem Geburtstag. Wir zünden auch keine Kerzen auf einer Geburtstagstorte an und bringen ihm keine Geschenke mit. Das tun wir, wenn jemand von uns Geburtstag hat, als Zeichen der Zuneigung und Wertschätzung. Und als Zeichen der Dankbarkeit: Ich bin so froh, dass es dich gibt in meinem Leben.
Wir dürfen heute vielmehr feiern, dass Gott uns das größte Geschenk gemacht hat. Seinen Sohn. Wir sind die Beschenkten. Über alle Massen hinaus. Jede menschliche Vorstellung übersteigend.
Das Wort des Jahres 2012 lautet "Rettungsroutine". Es bezeichnet einen im alten Jahr nahezu selbstverständlich gewordenen Umgang mit hoch verschuldeten Ländern. Man hat sich gewöhnt, Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, damit angekündigtes Unheil verhindert werden kann. Worunter die Bevölkerung in den betroffenen Staaten zu leiden hat, ist schon genug.
"Rettungsroutine" hat wohl auch Gott im Laufe der langen Heilsgeschichte bekommen. "Rettungsroutine Gottes" meint, dass Gott nicht mit seinem Volk abgeschlossen hat, dass er es nicht einfach so seinem Schicksal überlassen kann, bei aller Freiheit, die er ihm immer wieder auch lässt.
Die Heilige Schrift weiß viel darüber zu erzählen, wie Gott hilfreich in das Geschick seines Volkes und einzelner eingreift. Immer wieder. Doch mit Jesus Christus, seinem Sohn, hat er ein für alle Mal der Welt und den Menschen Heil und Erlösung geschenkt. Jesus Christus ist der Retter, der Messias. So bekennen wir es in unserem Glauben.
"Nach christlicher Überzeugung hat Gott sich in Jesus auf unüberbietbare Weise offenbart und den Menschen einen Weg gezeigt, der zu einem geglückten Dasein führt. Das und nichts anderes ist mit Erlösung gemeint. Diesen Weg aber hat Jesus nicht nur gewiesen, sondern ist ihn auch selber gegangen." (Imbach, Josef, Hört der Engel helle Lieder. Brauchtum und Betrachtungen zur Advents- und Weihnachtszeit, S 93)
Jesus weist uns den Weg zu einem geglückten Dasein. Und er macht es uns vor, wie das geht.
Glücklich sein, das eigene Leben als sinn- und wertvoll erfahren, das ist die Triebfeder, die Motivation für unser Leben. Jesus selbst ist das Wort, das uns dazu den Weg in die richtige Richtung weist. "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt." haben wir im Evangelium gehört. Dieses Wort, nämlich Jesus selbst, Wohnung geben, auf dieses Wort sich einzulassen, daran Maßstab zu nehmen, das persönliche Leben immer wieder neu daraufhin auszurichten, das bleibt die konkrete Aufgabe jedes einzelnen Christen.
Herr Jesus, was willst du, dass ich tue?
Herr Jesus, hilf' mir in dieser Entscheidung?
Herr Jesus, was würdest du sagen?
Dann bleibt er nicht fern von mir, irgendwo, abseits jeglicher Realität, sondern dann ist er, der Erlöser und Retter, mitten unter uns und mitten in meinem Leben. Ja, vielleicht sogar auch Mitte meines Lebens?
Große Theologen haben versucht, das Geheimnis der Menschwerdung Gottes mit vielen Worten und langen Sätzen zu beschreiben und zu begreifen. Karl Rahner, der große Konzilstheologe, hat es - so meine ich - mit erstaunlich wenig und schlichten Worten auf den Punkt gebracht:
"Gott hat sein letztes, tiefstes, schönstes Wort
im fleischgewordenen Wort
in unsere Welt hineingesagt.
Und dieses Wort heißt:
Ich liebe dich, du Welt, du Mensch.
Ich bin da.
Ich bin bei dir.
Ich bin dein Leben.
Ich bin deine Zeit.
Ich weine deine Tränen.
Ich bin deine Freude." (Karl Rahner)
So einfach und doch zugleich wunderbar kann die Weihnachtsbotschaft sein. Wenn sie doch auch nur jene erreichen könnte, die Weihnachten nicht oder nicht mehr feiern können.
Dass wir Weihnachten feiern können, ist ein Geschenk, das wir sorgsam auspacken und behüten sollten. Damit es nicht verkommt, sondern im Gegenteil: unser Leben hell macht und erfüllt. Christ, der Retter, ist da! , mögen wir nicht allein in der Heiligen Nacht aus vollem Herzen singen können.
Für mich ist heute noch Advent. Warum? Ich kann Gott noch nicht von Angesicht zu Angesicht sehen. Aber Weihnachten sagt mir: Gott kommt mir in dieser Welt als Mensch entgegen. Welch eine Ehre! Welch eine Auszeichnung! Gottes Sohn steigt herab, um mich mit dem Lift in den höchsten Himmel zu führen.
Da frage ich mich, wer bin ich eigentlich, dass Gott so Großes an mir tut? Da frage ich mich aber auch, warum ziehe ich den Nächsten in den Dreck, warum spreche ich oft nur von seinen schlechten Seiten? Warum sprechen wir Christen nicht von dem, was Gott Großes an uns tut? Wenn ich einen Menschen auf dem Sterbebett sehe, denke ich mir: der Mensch ist aus sich nichts, Ohnmacht pur.
Aber in der weihnachtlichen Gegenwart des Herrn darf jeder Mensch aufblühen. Gott hat sich inkarniert, hat sich eingefleischt. Er teilt mit uns Freud und Leid, aber auch den Tod. Er lässt uns teilhaben an seinem Leben, damit auch wir auferstehen. Er nennt uns nicht mehr Knechte, sondern Freunde. Mit der Menschwerdung Gottes ist Christus unser Bruder geworden. Höher geht es nicht mehr. Daher sind wir nur ein wenig unter Gott gestellt (vgl. Ps 8). Weihnachten ist daher für mich ein größeres Wunder als die Erschaffung der Welt. Mit diesem Fest setzt Gott einen radikalen Neuanfang.
O, mögen doch alle Menschen vor diesem Gott niederfallen und ihn anbeten. Dieser Gott lässt unsere Sorgen vergessen, weil er uns berührt. Die deutsche Schriftstellerin Nelly Sachs (1891-1970) fragt den Höchsten: "Fing nicht deine Menschwerdung mit der Sehnsucht nach dem Menschen an?" Mit Weihnachten macht das Leben Sinn, macht uns Gott zu seinen Söhnen und Töchtern. Weihnachten führt uns ins Licht. Denn Gott traut sich uns auf ewig an. Er lässt seine Liebe und seine Herrlichkeit über uns aufgehen.
Professor Jozef Niewiadomski schrieb im "Tiroler Sonntag" (vom 20./27. Dez. 2012, S. 28), dass Gottes Sohn in meinen und der Menschen Saustall kommt, um ihn sauber zu machen. Er nimmt unsere Schande hinweg, gibt uns wie dem verlorenen Sohn einen Ring und ein hochzeitliches Gewand. Damit wir Menschen nicht ins Gericht kommen, heftet er unseren Schuldschein an sein Kreuz. Ich brauche mich vor Gott nicht mehr fürchten. Denn der erste, der den Weg zum Himmel fand, war ein Verbrecher, der rechte Schächer. Gottes Sohn ist die menschgewordene Liebe, damit wir uns in seinem Lichtkegel ändern können. Weihnachten ist ein Fest der Hoffnung, der Vergebung, der Zuversicht. Höre und staune: Durch die Menschwerdung Christi soll die ganze Welt verwandelt werden und ihr die Vergänglichkeit genommen werden.
"Die ganze Schöpfung soll das Kleid Christi anziehen", sagt der Diakon Ephräm, der Syrer, der im 4. Jahrhundert gelebt hat. Damit bekommt Weihnachten einen ganz tiefen Sinn: Das Unfertige in der Welt wird durch Christus vollendet, aber nicht auf Knopfdruck. Gott will sich mitteilen, sich verströmen, weil er die Liebe ist. Wir dürfen die Unvollkommenheiten der Welt und unsere Begrenztheiten annehmen, weil Gott die ganze Schöpfung mit seiner Herrlichkeit erfüllen wird. Ich brauche nicht alles tun, nicht perfekt sein, weil Christus alles gut macht: Die Kranken werden gesund, Blinde sehend und Aussätzige rein. Gott ist Mensch geworden, um alle unsere Tränen abzuwischen (Offb 21,4). Er will mit uns den Weg der Gnade, der Freundschaft und der Liebe gehen.
Weihnachten ist das größte Wunder. Es hört nie auf. Es setzt sich durch alle Jahrhunderte fort. Die Liturgie ist nichts anderes als ständige Weihnacht. Der Anfangstext des Liedes "Alle Jahre wieder kommt das Christuskind" ist daher nicht richtig.
Gott wird Mensch in jeder Eucharistiefeier. Christus steht vor unserer Tür und bittet um Einlass. Wir nehmen ihn auf und geben ihm Herberge. Daher betonen die Mystiker, dass es auf die Geburt Gottes in uns ankommt. Für C. G. Jung ist die Gottesgeburt im Menschen das Ziel der menschlichen Selbstwerdung. Wenn Gott im Menschen geboren wird, dann kommt er von dem kleinen Ich weg zu seinem eigentlichen Wesen, zum Selbst. Das Menschliche ist immer auf das Göttliche hingeordnet. Die Gottesgeburt in uns verwandelt den ganzen Menschen.
Die selige Elisabeth von der Dreifaltigkeit sagt: "Der Himmel ist in dir. Und suche ich ihn woanders, finde ich ihn nicht". Welch ein Wunder: Bethlehem ist in mir. Lasst uns Gott preisen und danken. Lasst uns anbeten den Herrn, der so Großes an uns tut.
Allmächtiger Gott,
du hast den Menschen in seiner Würde wunderbar erschaffen
und noch wunderbarer wiederhergestellt.
Laß uns teilhaben an der Gottheit deines Sohnes,
der unsere Menschennatur angenommen hat.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Weihnachten - Am Tag
Gott, unser Vater,
in diesen Gaben
willst du uns Versöhnung schenken
und uns wieder mit dir verbinden.
Nimm sie an
und gib durch sie unserem heiligen Dienst
die höchste Vollendung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Weihnachten am Tag
(für Wortgottesdienstfeiern)
Kehrvers:
Dankt dem Vater mit Freude, er schenkt uns seinen Sohn. (GL 633,8)
Großer, unbegreifbarer Gott,
wir wollen dir unsere Freude und unseren Dank zum Ausdruck bringen,
denn in Jesus von Nazareth ist dein ewiges Wort Fleisch geworden
und hat mitten unter uns gewohnt.
Kehrvers
Er ist das Leben, und das Leben ist das Licht der Menschen.
in ihm kam das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, in die Welt.
Kehrvers
Allen die ihn aufnahmen, gabst du die Macht, Kinder Gottes zu werden.
Er hat die Reinigung von den Sünden bewirkt
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade über Gnade.
Kehrvers
Alle Enden der Erde sehen nun das Heil unseres Gottes.
Darum jubelt heute der ganze Erdkreis
und stimmt mit den Engeln und Heiligen ein in den Lobpreis der Schöpfung:
Danklied: z. B.: Lobt Gott, ihr Christen alle gleich (GL 247)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn Fleisch geworden ist das Wort,
und in diesem Geheimnis
erstrahlt dem Auge unseres Geistes
das neue Licht deiner Herrlichkeit.
In der sichtbaren Gestalt des Erlösers
läßt du uns den unsichtbaren Gott erkennen,
um in uns die Liebe zu entflammen
zu dem, was kein Auge geschaut hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten
und mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn groß ist das Geheimnis seiner Geburt,
heute ist er, der unsichtbare Gott,
sichtbar als Mensch erschienen.
Vor aller Zeit aus dir geboren,
hat er sich den Gesetzen der Zeit unterworfen.
In ihm ist alles neu geschaffen.
Er heilt die Wunden der ganzen Schöpfung,
richtet auf, was darniederliegt,
und ruft den verlorenen Menschen
ins Reich deines Friedens.
Darum rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen
singen das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
und dein Erbarmen zu rühmen
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn schaffst du den Menschen neu
und schenkst ihm ewige Ehre.
Denn einen wunderbaren Tausch hast du vollzogen:
dein göttliches Wort wurde ein sterblicher Mensch,
und wir sterbliche Menschen
empfangen in Christus dein göttliches Leben.
Darum preisen wir dich mit allen Chören der Engel
und singen vereint mit ihnen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Weihnachten 3
Barmherziger Gott,
in dieser heiligen Feier
hast du uns deinen Sohn geschenkt,
der heute als Heiland der Welt geboren wurde.
Durch ihn sind wir wiedergeboren
zum göttlichen Leben,
führe uns auch zur ewigen Herrlichkeit durch ihn,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Weihnachten am Tag
[HTML] Jesus: "Das Wort". Mit dieser Ausdrucksweise ist zunächst einmal festgehalten, dass bei Jesus sein Wort, sein Reden ein zentrales und charakteristisches Element gewesen ist.
Jesus hat gesprochen, und sein Sprechen war ein Ereignis. Zuhörer haben ihre Betroffenheit einmal so ausgedrückt: "Noch nie hat ein Mensch so gesprochen wie er" (Joh 7,46). Ein anderes Mal sagen die Leute: "Er lehrt, spricht wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten" (Mk 1,22). Das Wort Jesu hatte eine beeindruckende Originalität, und es hatte eine innere Autorität und Kraft.
Dabei ist nicht nur an seine Predigt zu denken an Gruppen von Leuten. Genauso wichtig und mächtig waren die Worte, die Jesus zu Einzelnen persönlich sprach. Dazu gehören z.B. die Nachfolge-Worte. Das waren wirkmächtige Anrufe, die dem Leben der Apostel eine völlig neue Richtung gaben. Oder die heilenden und befreienden Worte. "Öffne dich!", sagt Jesus zu dem Taubstummen, und das Evangelium vermerkt: "da öffneten sich seine Ohren und das Band seiner Zunge wurde gelöst" (Mk 7,34f).
Solche Ereignisse und Erfahrungen waren mit ein Grund, dass man von Jesus sagen konnte: "Er ist das Wort". Was er sagte, das hat gewirkt. Es hat herausgefordert -man musste Stellung beziehen - und es hat befreit, ermutigt, geheilt.
Deshalb war eines der frühesten schriftlichen Dokumente im Urchristentum eine Sammlung von Jesus-Worten, die sogenannte Spruch- oder Redenquelle.
Einheit von Wort und Leben
Jesus ist das Wort. In dieser Formulierung ist weiterhin zum Ausdruck gebracht, dass bei Jesus Reden und Tun, Reden und Sein eine Einheit bildeten. Darin war seine Autorität letztlich begründet.
Wort und Existenz sind bei ihm nicht auseinandergeklafft. Jesus war selbst drin in dem, was er sagte: Er, mit seiner Überzeugung, mit seiner Hoffnung, seiner Liebe, auch mit der Bereitschaft, sein Wort wahrzumachen durch den Einsatz seines Lebens. Was er z.B. gesagt hat, gepredigt hat über das Erbarmen und die grenzenlose Liebe Gottes, das hat er gesagt im Wissen darum, dass ihm diese Botschaft das Leben kosten kann.
Bei Charles Peguy, einem französischen christlich orientierten Schriftsteller (1873-1914), findet sich der Satz: "Das Wort: der eine zieht es aus der Manteltasche, der andere reißt es aus seinem Fleisch". Das heißt: Der eine sagt etwas, ohne dass es ihn selbst tiefer berührt; bei dem anderen gibt es diesen Abstand nicht. Jesus ist mit seinem Wort eins geworden. Er hat es "aus seinem Fleisch gerissen". Er ist das Wort, das er spricht. Sein Wort ist "Fleisch geworden": in seinem Tun, seinem Leben und Leiden.
Gott zur Sprache gebracht
Jesus: Das WORT. Damit ist schließlich und vor allem gemeint, dass durch Jesus und in Jesus Gott zu Worte gekommen ist: der letzte Ursprung und Grund der Welt und unseres Lebens.
Was Gott seit je den Menschen sagen und mitteilen wollte, das ist in Jesus endgültig hörbar und sichtbar, hat in ihm Gestalt bekommen, ist "Fleisch geworden". Er ist das leibhaftige Wort Gottes, DIE Offenbarung des Vaters (vgl. Hebr 1,1f).
Wenn die Hl. Schrift vom "Worte Gottes" redet, dann ist damit auch gemeint, dass Gott sich uns zuwendet. Verbindung mit uns aufnimmt, Gemeinschaft zwischen sich und uns begründet, einen Bund stiftet. Jesus, das Wort Gottes in Person, das heißt dann: Er ist es, in dem Gott sich in letzter Konsequenz mit uns verbunden hat. Jesus selbst verkörpert die unauflösliche Verbindung zwischen Gott und den Menschen, den Neuen, ewigen Bund.
Aus:
Augustin Schmied, Lichter, die uns begleiten. Gedanken zu den christlichen Festen, veröffentlicht im Dezember 2012 hier im Downloadbereich des Predigtforums.

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