Maria besucht Elisabeth und teilt mit ihr ihre Freude. Es ist nicht leicht einen Menschen zu finden, mit dem man die tiefsten Gefühle oder gar Glaubenserfahrungen teilen kann. Weihnachten ist eine Chance, wo diese Sehnsucht Erfüllung finden kann und zu einem Ort der Gottesbegegnung werden kann.
Die Begegnung zwischen Maria und Elisabeth ist mehr als die Begegnung zweier schwangerer Frauen. Sie erkennen, dass sich an ihnen die Barmherzigkeit Gottes gezeigt hat.
Lieder:
GL 143: Mein ganzes Herz erhebet dich
GL 218: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit
GL 220: Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern
GL 221: Kündet allen in der Not
GL 222: Herr, send herab uns deinen Sohn
GL 223: Wir sagen euch an den lieben Advent
GL 224: Maria durch ein Dornwald ging
GL 227: Komm du Heiland aller Welt
GL 230: Gott, heilger Schöpfer aller Stern
GL 357: Wie schön leuchtet der Morgenstern
GL 372: Morgenstern der finstern Nacht
GL 395: Den Herren will ich loben
GL 527: Ave, Maria zart, du edler Rosengart
GL 528: Ein Bote kommt, der Heil verheißt
GL 530: Maria, Mutter unsres Herrn
GL 554: Wachet auf, ruft uns die Stimme
GL 622,4: Sieh, der Herr kommt in Herrlichkeit
GL Ö792: Herr, sende, den du senden willst
GL Ö795: Maria, sei gegrüßet, du lichter Morgenstern
GL Ö798: O komm, o komm, Emmanuel
Psalmen und Kehrverse:
GL 48: Biete deine Macht auf, Herr, unser Gott, und komm, uns zu retten! - Mit Psalm 80 - I.
GL 234,1: Ihr Himmel, tauet den Gerechten, ihr Woken regnet ihn herab. - Mit Psalm 80 (GL 48,2) - I.
GL 234,2: Rorate caeli desuper, et nubes pluant iustum. - Mit Psalm 80 (GL 48,2) - I.
GL 622: Habt Mut, ihr Verzagten, und fürchtet ein nicht! Gott selbst wird kommen und euch erretten. - Mit Jes 35 - VIII.
GL 633,3-4: Hebt euch ihr Tore, hebt euch, ihr Tore! Unser König kommt - Mit Psalm 24 - VII.
Allmächtiger Gott,
gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels
haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt.
Führe uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
MB 4. Adventsonntag
Gott, du Herr der Welt,
du hast alle Dinge geschaffen und den Menschen geboten,
die Mühen der Arbeit auf sich zu nehmen.
Lass alles, was wir beginnen,
dem Wohl unserer Mitmenschen
und dem Wachstum des Reiches Jesu Christi dienen,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Besondere Anliegen 25
Guter Gott, dir ist nichts unmöglich.
Wir bitten dich,
verwandle durch deinen Geist diese Gaben
zum Brot des Lebens und zum Kelch des Heiles
und erwecke durch ihn auch uns zu neuem Leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
(Anrufungen nach den sog. O-Antiphonen des Stundenbuchs)
Kehrvers:
Lobet den Herrn, preist seine Huld und Treue.
(GL 401)
Jesus, göttlicher Herr,
o Weisheit,
hervorgegangen aus Gottes Mund,
mächtig wirkst du in aller Welt, und freundlich ordnest du alles.
Kehrvers
Jesus, göttlicher Herr,
o Herr und Fürst des Hauses Israel,
du bist dem Mose erschienen in der Flamme des Dornbuschs
und gabst ihm das Gesetz am Sinai.
Kehrvers
Jesus, göttlicher Herr,
o Spross aus Isais Wurzel,
gesetzt zum Zeichen für die Völker.
Vor dir verstummen die Mächtigen,
dich rufen die Völker.
Kehrvers
Jesus, göttlicher Herr,
o Schlüssel Davids und Zepter des Hauses Israels.
Du öffnest und niemand schließt,
du schließest und niemand öffnet.
Kehrvers
Jesus, göttlicher Herr,
o Morgenstern,
Aufgang und Glanz des unversehrten Lichtes,
der Gerechtigkeit strahlende Sonne.
Kehrvers
Jesus, göttlicher Herr,
o König der Völker,
den sie alle ersehnen,
Eckstein, der das Getrennte eint,
Schlussstein, der den Bau zusammenhält.
Kehrvers
Jesus, göttlicher Herr,
o Immanuel,
Gott mit uns, du unser König und Lehrer,
du Sehnsucht der Völker und ihr Heiland.
Kehrvers
Danklied: z.B.: Nun danket alle Gott mit Herzen Mund und Händen (GL 405)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel,
zu danken und dein Erbarmen zu preisen.
Denn schon leuchtet auf der Tag der Erlösung,
und nahe ist die Zeit unsres Heiles,
da der Retter kommt
unser Herr Jesus Christus.
Durch ihn rühmen wir das Werk deiner Liebe
und vereinen uns mit den Chören der Engel
zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
Präfation vom Advent 5
Allmächtiger Gott,
du hast uns in diesem Mahl das Heil zugesagt
und uns schon jetzt Anteil daran gegeben.
Lass uns das Kommen deines Sohnes in Freude erwarten
und mache uns umso eifriger in deinem Dienst,
je näher das Fest seiner Geburt heranrückt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 4. Adventsonntag
Elisabeth! Maria!
Zwei Frauen - gleich und doch verschieden.
Alt und jung in guter Hoffnung.
Elisabeth! Maria!
Halt suchend - Halt gebend.
Welche Kraft - welche Freude.
Elisabeth! Maria!
Leibhaftige Begegnung.
Zärtlichkeit - Nähe
Elisabeth! Maria!
Gegeben von Gott.
Hinausgetragen in die Welt
von Frauen
im Mutterleib.
Elisabeth! Maria!
Das Reich Gottes ist nah.
"Die Hoffnung in sich tragen" 2. Advent 2006, Materialien für einen Gottesdienst Hg. Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V.
[HTML] Wo bist du
inneres Kind, göttliches Kind
in einer Sternstunde meines Lebens
ahnte ich dich
als Bewegung in mir
für einen kurzen Moment
spürte ich
dass es dich gibt
und dass du alles neu machst
dass du die Liebe pur bist
aber jetzt
wo bist du jetzt
vielleicht
kann ich dich wiederfinden
wenn ich statt in mir
in der Begegnung
mit anderen suche
dann, ja dann
hüpft es wieder
vor Freude
in mir
Monika Kilian (Quelle unbekannt)
Bewahren, was mich im Herzen berührt.
Nachklingen lassen, was in meinem Innersten Anklang findet.
Nachwirken lassen, was meine beharrliche Geduld fördert.
Bewahren, was verbindet mit allen Menschen guten Willens.
Pierre Stutz, Weihnachten unserer Sehnsucht folgen. Herder Spektrum.
Ich möchte dir begegnen,
großer, wunderbarer Gott,
hineingezogen werden in den Strom deiner Liebe,
der alles fortnimmt, was mein Leben bedrückt und erschwert.
Ich glaube daran, dass du mir dereinst solches schenken wirst.
Lass mich einen Hauch davon jetzt erfahren!
Ich fühle mich überfordert,
alle wollen etwas von mir!
Ich bin ausgelaugt, leer und einsam.
Du großer, wunderbarer Gott,
ich möchte Begegnung mit dir erfahren,
Begegnung, die mich wandelt.
Komm in meine Leere, fülle sie mit dir;
Komm in meine Einsamkeit, ziehe mich an dich!
Dann kann ich von dir erfüllt und verwandelt
Wieder leichtfüßiger meines Weges gehen
Und meine Weggefährten an dich erinnern.
Monika Nemetschek, Schattenseiten des Lebens - und wo bleibt Gott?
3 Monate bleibt sie bei Elisabeth, so heißt es. 3 Monate waren nötig, um zu fragen, aufzuarbeiten, zu klären, zu hoffen, zu beten. 3 Monate, die Maria vielleicht als Schutzraum gebraucht hat, bevor sie umkehren und heimkehren konnte. 3 Monate nehmen sie sich Zeit füreinander, für sich und Gott.
So beginnt die Weihnachtsgeschichte: zwei Frauen mit völlig unmöglichen Schwangerschaften, zu alt die eine, zu jung die andere. Zwei einfache Frauen, die nicht einmal befugt waren, den Tempel zu betreten, reden aus Gottes Geist. Ihre Begegnung rührt sie in der Tiefe an und verwandelt sie so, dass sie am Ende singen - ein Lied der Hoffnung.
Margot Runge, aus Adventkalender 2012, des Canisiuswerkes.
Mache dich auf den Weg und suche das Licht,
das tief in deiner Seele unter vielen Traurigkeiten fast erloschen ist.
Mache dich auf den Weg und grabe die Hoffnung aus,
die tief in deiner Seele unter tausend Ängsten ganz verschüttet ist.
Mache dich auf den Weg und lass die Lebenskräfte frei,
die tief in deiner Seele durch erlittene Schmerzen ganz gefesselt sind.
Mache dich auf den Weg und finde wieder heim zu dir selbst.
Und du wirst wieder leuchten und hoffen und leben.
Christa Spilling-Nöker in: "Wenn es Weihnachten wird" (Topos plus, Kevelaer 2009).
Vielleicht
wenn ich still werde
höre ich den Gesang der Sterne
im Blau der Nacht.
Vielleicht
wenn ich ruhig werde
höre ich das Lied der Sehnsucht
im Dämmern des Morgens.
Vielleicht
wenn ich ganz Ohr werde
höre ich den Klang des Schweigens
am helllichten Tag.
Vielleicht
wenn ich dich einlasse, Engel,
und du mich berührst
mit dem Flügel des Himmels
vielleicht
weckst du mein Ja
vielleicht wächst dann das Wunder.
Vielleicht. Jetzt?
"Für Gott ist nichts unmöglich"
Hildegard Nies, Te Deum, Dezember 2012.
Eine Person bildet den Brennpunkt eines weiten Raumes.
So kann man die Frage "Wer ist Jesus von Nazaret?" nicht getrennt von seiner Vor- und Nachgeschichte stellen. Keine Person kann verstanden werden
a) unabhängig von der vergangenen Geschichte, in der sie stand und die sie trägt und herausfordert und auf die sie kritisch reagiert;
b) unabhängig von ihren Beziehungen zu denen, mit denen sie umging, von Zeitgenossen, die von ihr empfangen, und die sie ihrerseits beeinflusst und zu bestimmten Reaktionen herausgelockt haben;
c) unabhängig von dem Einfluss, den die Person auf die Geschichte hatte, die nach ihr kommt, oder unabhängig von dem, was sie vielleicht unmittelbar in Bewegung setzen wollte.
Mit anderen Worten, eine menschliche Person ist der persönliche Brennpunkt einer Reihe von interaktiven Beziehungen zu Vergangenheit und Zukunft und zur eigenen Gegenwart. Dies alles gilt auch für Jesus.
Quelle: Edward Schillebeeckx, Jesus. Die Geschichte von einem Leidenden, Freiburg 1992.
"In den Evangelien - und auch schon in der Spruchquelle - wird Johannes klar als der Vorläufer Jesu gesehen. Seien Person und Predigt werden ihm vor- und untergeordnet. Wenn die Spruchquelle die von intensiver Naherwartung geprägte Täuferpredigt aufgenommen hat, darf vermutet werden, dass dies auf deren christlichen Verkündigung weiterwirkte...
Nach Mt. 11,12 ist in den Tagen Johannes des Täufers die Himmelsherrschaft bereits wirksam, wenn sie auch Gewalt erleiden muss. Nach Mt 3,2 kündigt er wie Jesus (vgl. 4,17) die Nähe der Himmelsherrschaft an. Nach Lk 16,16 gehört Johannes noch zur Epoche von Gesetz und Propheten und wird erst seitdem das Reich Gottes proklamiert. Die Spannung erscheint recht deutlich, wenn im Anschluss an Jesu Wort, das Johannes als den größten unter den Frauen Geborenen preist, gesagt wird: "Der Kleinste in der Himmelsherrschaft aber ist größer als er" (Mt 11,11 par).
In der eindeutigen Hinordnung auf Jesus sehen die Evangelien den Täufer als Mann zwischen den Epochen, als letzten Propheten der das Alte beschließt und zum neuen überleitet.
Am weitesten ist die 'Verchristlichung' des Täufers dort gediehen, wo er und sein Wirken mit Jesus parallelisiert werden. Im Johannesevangelium wird uns der Täufer vorgestellt als erster christlicher Bekenner, der Zeugnis ablegt für Jesus, damit alle zum Glauben an ihn gelangen (1,6-8), der sogar hinweist auf Christus als das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt (1,29). Damit ist er endgültig hineingestellt in das Evangelium und für dieses in Beschlag genommen.
Quelle: Gnilka Joachim, Die frühen Christen, Ursprünge und Anfang der Kirche, 1999.
Im Übrigen kann man nur sagen: Ich mache meine ersten Schritte in dieser Richtung. Nach diesen ersten Schritten werde ich die Möglichkeit und Freiheit haben, die nächsten wichtigen Schritte zu tun. In allem vertraue ich aber auf Gottes Führung und Fügung, und weiß, dass Gott den Gerechten und darüber hinaus auch den Sünder milde und leise auf seinem Weg führt, bis er bei dem angelangt ist, der das ewige Leben ist.
Quelle: Karl Rahner, Horizonte der Religiosität. Kleine Aufsätze, hrsg. von Georg Sporschill, Wien 1984.
Eine Person bildet den Brennpunkt eines weiten Raumes.
So kann man die Frage "Wer ist Jesus von Nazaret?" nicht getrennt von seiner Vor- und Nachgeschichte stellen. Keine Person kann verstanden werden
a) unabhängig von der vergangenen Geschichte, in der sie stand und die sie trägt und herausfordert und auf die sie kritisch reagiert;
b) unabhängig von ihren Beziehungen zu denen, mit denen sie umging, von Zeitgenossen, die von ihr empfangen, und die sie ihrerseits beeinflusst und zu bestimmten Reaktionen herausgelockt haben;
c) unabhängig von dem Einfluss, den die Person auf die Geschichte hatte, die nach ihr kommt, oder unabhängig von dem, was sie vielleicht unmittelbar in Bewegung setzen wollte.
Mit anderen Worten, eine menschliche Person ist der persönliche Brennpunkt einer Reihe von interaktiven Beziehungen zu Vergangenheit und Zukunft und zur eigenen Gegenwart. Dies alles gilt auch für Jesus.
Quelle: BR-online, "radioWissen"
am Du
zum Ich werden
und am Ich des anderen
zum Du werden
ansprechen
und
angesprochen sein
erfahren
mitteilen
was Leben bringt
und Leben bewirkt
Elisabeth
Frau des Priesters Zacharias
Frau mit Namen damals
und doch
wund
mit Grenzen die fragen lassen
kinderlos
angefragt
was ist die eigene Berufung
was Gottes Geschichte
Elisabeth
offen
weil die Hoffnung nicht erstickt ist,
offen
für Gottes Wort
offen
für Gottes Tun
offen
für die Begegnung mit Maria
Elisabeth
so bist Du Ich
in der Welt
die Menschen
zu jederfrau und jederman macht
Maria
junge Frau
voll Träume
voll Wünsche
voll Lust am Leben
Maria
suchend
nach Leben
in einer Welt
die verhindert
suchend
unter Menschen
voll Angst
Maria
ansprechbar
vom Leben
von
Gott
Ursprung
des Lebens
Maria
offen für das Neue
das keimt
wächst
ich werden
ansprechbar
und
Du
werden will
für andere
Elisabeth
Maria
Begegnung
die ausspricht
die Möglichkeit Leben
die sich aufmacht
den Menschen zu finden
ihn
am Ich
zum Du
und vom
Du
zum Ich werden lässt.
Bernhard Rathmer

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
Ihre Spende ermöglicht uns die Weiterführung und Weiterentwicklung des Predigtforums.