Die Katastrophen-Alarmmaschinerie mancher Medien spielt mit der Angst-Lust vieler Menschen. Das war offenbar zur Zeit Jesu nicht anders. Eingetretene und mögliche Katastrophen fordern von uns verantwortungsvolles Handeln. Spekulationen über den Weltuntergang nützen niemand.
Zur Zeit Jesu stand apokalyptische Literatur hoch im Kurs. Sie will nicht Angst einjagen, sondern ermahnt standhaft zu bleiben, auch wenn wir Gegenwind verspüren.
Die Zerstörung des Tempels, falsche Messiasse, Verwirrungen, Kriege, Seuchen, Hungersnöte, Erdbeben, Christenverfolgung, Hass auf die Gläubigen, Ablehnung der Christen in ihrer Familie…
Diese Sätze aus dem Evangelium gehören zur sogenannten apokalyptischen Literatur, die im Altertum weit verbreitet war. Das ist eine Mischung aus Visionen, Prophezeiungen und realen Begebenheiten. Sie suchte inmitten der Angst und Bedrängnis zu trösten und zu ermutigen. Sie hat die Christen des ersten Jahrhunderts herausgefordert und gestärkt, auf die schweren Nöte der Gläubigen Antworten aus dem Glauben zu finden.
Angesichts der Schreckensvisionen und Verfolgungen der Christen lädt Jesus auch uns heute ein. Mit dem Worten: „Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.“ Das Wort, das im griechischen Originaltext für „standhaft“ steht, hat viele Schattierungen: Geduld, Beständigkeit, Widerstandsfähigkeit und Vertrauen. Wenn man leidet oder mit der Versuchung kämpft aufzugeben, wenn man verfolgt wird, dann braucht man nichts nötiger als Standhaftigkeit.
Wahrscheinlich ist jeder von uns schon einmal in die Situation geraten, aufzugeben statt geduldig auszuhalten. Oder andere für schuldig zu erklären ohne unsern Teil einzubringen. Vielleicht haben wir das eine oder andere Mal auch der Versuchung nachgegeben. Eventuell stecken wir sogar gerade in einer solch schmerzlichen Lage. Fassen wir neuen Mut und bleiben wir standhaft! Wer Christus nachfolgen will, ist eingeladen, täglich sein Kreuz auf sich zu nehmen und – wenigstens mit dem Willen – ja zur schmerzlichen Situation zu sagen. Die Berufung des Christen ist eine Berufung zur Standhaftigkeit. Wenn wir das Kreuz annehmen und durchhalten, folgen wir Christus auf seinem Weg, der zum Vater führt, in das ewige Leben.
Um standhaft zu bleiben, können wir uns nicht auf unsere eigenen Kräfte verlassen. Wir brauchen die Hilfe Gottes. Wenn wir um die Tugend der Standhaftigkeit bitten, wird Gott sie uns geben. Es genügt nicht, getauft zu sein, oder ab und zu ein bisschen Frömmigkeit zu zeigen und ein gutes Werk zu tun. Wirklich standhaft ist, wer aus der Nächstenliebe heraus lebt, den Feinden vergibt und bereit ist zum Dienst an den Schwächeren.
Für uns heute ist das Böse eine unleugbare Realität, es sind die Verdrehung der Wahrheit, die Kriege, die Vergötzung des Geldes, die Ausbeutung der kleinen Leute. Viele lehnen den christlichen Glauben ab. Wir beobachten eine Gleichgültigkeit gegen Gott und die Kirche. Auch die Moralvorstellungen der Gesellschaft und die vieler Gläubiger widersprechen sich: In Fragen des Ungeborenen Lebens, der Euthanasie, in der Genforschung, in der Sexualmoral. In der Familie schmerzt es, wenn Mitglieder aus der Familie gleichgültig sind gegen die Kirche und Gott.
Es gibt einen grundsätzlichen Gegensatz zwischen der „Welt“ und ihrer Ichbezogenheit, wie es das Evangelium bezeichnet, und den Jüngerinnen und Jüngern Jesu.
Gegenwind ist ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Den gleichen Weg ist Jesus gegangen. Deshalb sollten wir vertrauen. Jesus hat genau das gesagt: „Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen verfolgt werdet, dann freut euch und jubelt ...!“ Vielleicht klingt das sehr abgehoben. Aber jedenfalls müssen wir an die vielen Schwestern und Brüder denken, die mit uns glauben und in vielen Ländern verfolgt werden.
Und dann heißt es: Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. Trotz aller Schwierigkeiten dürfen wir uns in der Hand Gottes wissen. Gott ist Vater. Er nimmt sich auch der noch so kleinen Sorge an für unser Leben und das der Menschen, die uns nahe stehen. Viele bekannte und unbekannte Märtyrer haben daraus ihre Kraft bezogen. Petrus ermutigt: Werft alle Eure Sorge auf den Herrn!
Lieder:
GL 84: Morgenglanz der Ewigkeit (4. Str.)
GL 90: Christus, du bist der helle Tag (3. Str.)
GL 282: Beim letzten Abendmahle
GL 360: Macht weit die Tore in der Welt
GL 365: Meine Hoffnung und meine Freude
GL 370: Christus, du Herrscher des Himmels
GL 409: Singt dem Herrn ein neues Lied (3. Str.)
GL 415: Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang
GL 416: Was Gott tut, das ist wohlgetan
GL 423: Wer unterm Schutz des Höchsten steht
GL 424: Wer nur den lieben Gott läßt walten
GL 425: Solang es Menschen gibt auf Erden
GL 428: Herr, dir ist nichts verborgen; du schaust mein Wesen ganz
GL 429: Gott wohnt in einem Lichte, dem keiner nahen kann
GL 435: Herr, ich bin dein Eigentum
GL 456: Herr, du bist mein Leben
GL 457: Suchen und Fragen
GL 464: Gott liebt diese Welt (6. und 7. Str.)
GL 481: Sonne der Gerechtigkeit
GL 485: O Jesu Christe, wahres Licht
GL 503: Mitten wir im Leben sind
GL 505: Wir sind nur Gast auf Erden
GL 551: Nun singt ein neues Lied dem Herren
GL 560: Christus, Sieger, Christus König
Psalmen und Kehrverse:
GL 622,1-2: Habt Mut, ihr Verzagten, und fürchtet euch nicht! Gott selbst wird kommen und euch erretten. - Mit Jes 35 oder mit Psalm 98 (GL 55,2) - VIII.
GL 622,4: Siehe, der Herr kommt in Herrlichkeit
GL 629,1-2: Du führst mich hinaus ins Weite, du machst meine Finsternis hell. - Mit Psalm 30 - I.
GL 629,5-5: Christus Sieger, Christus König, Christus, Herr in Ewigkeit. - Mit Phil 2,6-11 - VI.
Gott, du Urheber alles Guten,
du bist unser Herr.
Laß uns begreifen, daß wir frei werden,
wenn wir uns deinem Willen unterwerfen,
und daß wir die vollkommene Freude finden,
wenn wir in deinem Dienst treu bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 33. Sonntag im Jahreskreis
Allmächtiger Gott,
deine Vorsehung bestimmt den Lauf der Dinge
und das Schicksal der Menschen.
Lenke die Welt in den Bahnen deiner Ordnung,
damit die Kirche
in Frieden deinen Auftrag erfüllen kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 8. Sonntag im Jahreskreis
Herr, unser Gott,
die Gabe, die wir darbringen,
schenke uns die Kraft, dir treu zu dienen,
und führe uns zur ewigen Gemeinschaft mit dir.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 33. Sonntag im Jahreskreis
(für Wortgottesdienstfeiern):
Kehrvers:
Singet dem Herrn alle Länder der Erde,
singt dem Herrn und preiset seinen Namen. (GL 54,1)
Gott, unser Vater,
angesichts der Not so vieler unschuldig Leidender
fällt es uns oft schwer, dir zu danken und dich zu loben.
Dennoch glauben wir, dass du ein Gott des Lebens bist.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du uns Hoffnung gibst,
dass nicht jene das letzte Wort behalten,
die sich mit Gewalt und Unrecht über alles hinwegsetzen.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du dich auf die Seite der Schwachen und Ohnmächtigen stellst
und ihnen Recht verschaffst.
Du wirst kommen, um die Ungerechtigkeit dieser Welt zu beenden,
und du wirst jene richten,
die sich über Recht und Menschenwürde hinwegsetzen.
Kehrvers
Wir danken dir, dass du allen neues Leben schenken wirst,
die standhaft bleiben und treu zu deinem Namen halten;
dass du sie zum Tisch in deinem Reich führen wirst,
zum ewigen Gastmahl, das du denen bereitest, die dich lieben.
Kehrvers
Mit der ganzen Schöpfung,
die der Vergänglichkeit unterworfen ist,
und darauf wartet, von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden
zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes
rufen wir und singen wir dein Lob:
Danklied, z.B.: Singt dem Herrn ein neues Lied... (GL 409)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn deine Vorsehung waltet über jeder Zeit;
in deiner Weisheit und Allmacht
führst du das Steuer der Kirche
und stärkst sie durch die Kraft des Heiligen Geistes.
In ihm kann sie allezeit auf deine Hilfe vertrauen,
in Not und Bedrängnis zu dir rufen
und in Tagen der Freude dir danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir dein Erbarmen
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Heiliger Geist 2
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, allmächtiger Vater, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn du hast die Welt mit all ihren Kräften ins Dasein gerufen
und sie dem Wechsel der Zeit unterworfen.
Den Menschen aber hast du
auf dein Bild hin geschaffen und
ihm das Werk deiner Allmacht übergeben.
Du hast ihn bestimmt,
über die Erde zu herrschen,
dir, seinem Herrn und Schöpfer, zu dienen
und das Lob deiner großen Taten zu verkünden
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten und
mit all den Scharen des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 5
Barmherziger Gott,
wir haben den Auftrag deines Sohnes erfüllt
und sein Gedächtnis begangen.
Die heilige Gabe,
die wir in dieser Feier empfangen haben,
helfe uns,
daß wir in der Liebe zu dir und unseren Brüdern
Christus nachfolgen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 33. Sonntag im Jahreskreis
Das Kometenlied ist ein berühmtes Wiener Couplet aus der Posse Der böse Geist Lumpacivagabundus (UA: April 1833) von Johann Nestroy. Die Musik stammt von Adolf Müller senior. Den Text hatte Nestroy bereits für die nicht aufgeführten Possen Genius, Schuster und Marqueur sowie Der Feenball geschrieben (allerdings noch ohne die Musik Müllers) und danach im Lumpacivagabundus verwendet.
Das Kometenlied beklagt den Verfall der Welt und die Torheit der Menschen und sagt den Weltuntergang, hervorgerufen durch einen auf die Erde stürzenden Kometen, voraus. Der Refrain lautet: „Die Welt steht auf kein’ Fall mehr lang.“
Das Kometenlied wurde ursprünglich von Nestroy selbst in der Rolle des Knieriem gesungen, welcher als einzige Figur an die letztendlich doch nicht eintretende zerstörerische Wirkung des Kometen glaubt. Es ist im dritten Akt die achte Szene und wird von einem pseudowissenschaftlichen Monolog eingeleitet, in dem Astronomie und Astrologie vermischt werden und der Nestroys Komik berühmt machte. – Viele österreichische Schauspieler haben es interpretiert und mit aktuellen Zusatzstrophen angereichert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kometenlied - 08-11-2015
Streit ums Geld, Debatte über die richtige Strategie - konkrete Beschlüsse? Ab Montag tagt die Uno-Klimakonferenz in Marrakesch: Fragen und Antworten zu einer verzwickten Veranstaltung.
Von Axel Bojanowski
Mehr:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uno-klimakonferenz-in-marrakesch-was-der-gipfel-bringt-und-was-nicht-a-1119885.html
spiegel.de - 08-11-2016.
[HTML] Das ist dieses Jahr, von dem man reden wird
Das ist dieses Jahr, von dem man schweigen wird.
Die Alten sehen die Jungen sterben.
D je Törichten sehen die Weisen sterben.
Die Erde trägt nicht mehr, aber sie schluckt.
Der Himmel wirft keinen Regen, sondern nur Eisen.
Aus: Die Gedichte von Bertolt Brecht in einem Band. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1995 (1981).
Herr, sei du vor mir,
um mir den Weg zu zeigen.
Herr, sei du neben mir,
um mich in deine Arme zu schließen
um mich zu schützen.
Herr, sei du unter mir,
um mich aufzufangen,
wenn ich falle,
um mich aus der Schlinge zu ziehen.
Herr, sei du um mich herum,
um mich zu verteidigen,
wenn andere über mich herfallen.
Herr, sei über mir, um mich zu segnen.
4. Jahrhundert.
Aus: Peter und Annegret Kokschal, Gebete für das ganze Leben. Benno Verlag Leipzig 2004.

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