Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus der Apostelgeschichte.
In jenen Tagen
brach eine schwere Verfolgung
über die Kirche in Jerusalem herein.
Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samárien zerstreut,
mit Ausnahme der Apostel.
Die Gläubigen, die zerstreut worden waren,
zogen umher und verkündeten das Wort.
Als die Apostel in Jerusalem hörten,
dass Samárien das Wort Gottes angenommen hatte,
schickten sie Petrus und Johannes dorthin.
Diese zogen hinab
und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen.
Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen;
sie waren nur getauft auf den Namen Jesu, des Herrn.
Dann legten sie ihnen die Hände auf
und sie empfingen den Heiligen Geist.
Lesung aus dem Buch Ezechiel.
In jenen Tagen
legte sich die Hand des HERRN auf mich
und er brachte mich im Geist des HERRN hinaus
und versetzte mich mitten in die Ebene.
Sie war voll von Gebeinen.
Er führte mich ringsum an ihnen vorüber
und siehe, es waren sehr viele über die Ebene hin;
und siehe, sie waren ganz ausgetrocknet.
Er fragte mich: Menschensohn,
können diese Gebeine wieder lebendig werden?
Ich antwortete: GOTT und Herr, du weißt es.
Da sagte er zu mir: Sprich als Prophet über diese Gebeine
und sag zu ihnen: Ihr ausgetrockneten Gebeine,
hört das Wort des HERRN!
So spricht GOTT, der Herr, zu diesen Gebeinen:
Siehe, ich selbst bringe Geist in euch,
dann werdet ihr lebendig.
Ich gebe euch Sehnen, umgebe euch mit Fleisch
und überziehe euch mit Haut; ich gebe Geist in euch,
sodass ihr lebendig werdet.
Dann werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin.
Da sprach ich als Prophet, wie mir befohlen war;
und noch während ich prophetisch redete,
war da ein Geräusch:
Und siehe, ein Beben: Die Gebeine rückten zusammen,
Bein an Bein.
Und als ich hinsah, siehe, da waren Sehnen auf ihnen,
Fleisch umgab sie
und Haut überzog sie von oben.
Aber es war kein Geist in ihnen.
Da sagte er zu mir: Rede als Prophet zum Geist,
rede prophetisch, Menschensohn,
sag zum Geist: So spricht GOTT, der Herr:
Geist, komm herbei von den vier Winden!
Hauch diese Erschlagenen an,
damit sie lebendig werden!
Da sprach ich als Prophet, wie er mir befohlen hatte,
und es kam der Geist in sie.
Sie wurden lebendig und sie stellten sich auf ihre Füße -
ein großes, gewaltiges Heer.
Er sagte zu mir: Menschensohn,
diese Gebeine sind das ganze Haus Israel.
Siehe, sie sagen: Ausgetrocknet sind unsere Gebeine,
unsere Hoffnung ist untergegangen,
wir sind abgeschnitten.
Deshalb tritt als Prophet auf
und sag zu ihnen: So spricht GOTT, der Herr:
Siehe, ich öffne eure Gräber
und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf.
Ich bringe euch zum Ackerboden Israels.
Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin,
wenn ich eure Gräber öffne
und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole.
Ich gebe meinen Geist in euch,
dann werdet ihr lebendig
und ich versetze euch wieder auf euren Ackerboden.
Dann werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin.
Ich habe gesprochen
und ich führe es aus -
Spruch des HERRN.
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Éphesus.
Gepriesen sei Gott,
der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus.
In ihm hat er uns erwählt vor der Grundlegung der Welt.
In ihm habt auch ihr das Wort der Wahrheit gehört,
das Evangelium von eurer Rettung;
in ihm habt ihr das Siegel
des verheißenen Heiligen Geistes empfangen,
als ihr zum Glauben kamt.
Der Geist ist der erste Anteil unseres Erbes, hin zur Erlösung,
durch die ihr Gottes Eigentum werdet,
zum Lob seiner Herrlichkeit.
Darum höre ich nicht auf, für euch zu danken,
wenn ich in meinen Gebeten an euch denke;
denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn,
und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört.
Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn,
der Vater der Herrlichkeit,
gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung,
damit ihr ihn erkennt.
Er erleuchte die Augen eures Herzens,
damit ihr versteht,
zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid,
welchen Reichtum
die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt
und wie überragend groß
seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist.
Komm herab, o Heil'ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.
In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.
Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.
Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.
Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.
(Amen. Halleluja.)
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Halleluja. Halleluja.
Komm, Heiliger Geist,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen,
und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe!
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas:
In jener Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt,
voll Freude aus:
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen
und es den Unmündigen offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden;
niemand erkennt, wer der Sohn ist,
nur der Vater,
und niemand erkennt, wer der Vater ist,
nur der Sohn
und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Jesus wandte sich an die Jünger
nd sagte zu ihnen allein:
Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht.
Denn ich sage euch:
Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht,
und haben es nicht gesehen,
und wollten hören, was ihr hört,
und haben es nicht gehört.
Wir erleben gegenwärtig einen neuen Umgang mit Wissen und Wahrheit: "message control", "alternative Fakten" und eine Vielzahl von Experten ringen um den Einfluss im öffentlichen Leben. Wem können wir glauben? Was zählt der Glaube in diesem Kampf um die Wahrheit? Der von Jesus zugesagt Heilige Geist gibt uns Gelassenheit und Zuversicht.
"Ich weiß, dass ich nichts weiß", lautete die tiefe Erkenntnis des griechischen Philosophen Sokrates. Mit den Fragen, die er seinen Diskussionspartnern stellte, führte er sie zur Erkenntnis, wie wenig sie wirklich wissen. In unserer gegenwärtigen Welt wimmelt es nur so von Experten, offiziell berufenen und selbsternannten. Sie schreiben Gutachten für Regierungen, geben Interviews im Fernsehen, diskutieren am Stammtisch oder im Internet. Die "neuesten Erkenntnisse" werden in sozialen Medien verbreitet und von vielen ohne weitere Überprüfung für bare Münze gehalten. Dem stehen Menschen gegenüber, die sich skeptisch geben und allem misstrauen, was von offiziellen Einrichtungen verlautbart wird.
"Was ist Wahrheit?" fragte Pilatus im Prozess Jesu und machte damit deutlich, dass auch schon zu seiner Zeit Wahrheiten gemacht wurden und die Antwort von der jeweiligen Sichtweise abhing. Die Taktik, durch "message control", durch geschickt platzierte Informationskampagnen und oft auch durch Manipulation der Medien "alternative Fakten" zu schaffen, wird bei Politikern immer beliebter.
Im Umgang mit Glaubensfragen beobachten wir eine vergleichbare Entwicklung. Dank Religionsfreiheit und der Freiheit eines jeden und einer jeden, sich den Glauben selbst zurechtzulegen und als Privatsache zu betrachten, wissen viele nicht mehr, was sie glauben sollen, andere glänzen mit Besserwisserei und fühlen sich, sobald sie ein Buch gelesen haben, als Experten. Die großen Glaubensgemeinschaften haben durch Fehlverhalten und Missbrauch ihrer einstigen Autorität an Ansehen und Glaubwürdigkeit eingebüßt.
Ich bin froh darüber, dass man heute alles hinterfragen kann, ohne irgendwelche Sanktionen fürchten zu müssen, stehe aber immer noch vor nicht ganz einfachen Fragen: Was ist nun wirklich Wahrheit? Wem kann ich glauben? Woran kann ich mich halten?
Im Evangelium preist Jesus seine Jünger glücklich, weil sie sehen und hören, was Propheten und Könige vor ihnen gerne gesehen und gehört hätten, aber nicht sehen und hören konnten. Die Menschen, die Jesus als Jüngerinnen und Jünger nachfolgten, waren meist einfache Leute ohne besondere Schulbildung. Kaum einer von ihnen zählte zu den Weisen und Klugen ihrer Zeit. Sie sind mit dem allgemeinen Wissen ihrer Zeit aufgewachsen und haben nach Menschen Ausschau gehalten, an denen sie sich orientieren konnten. Einer von diesen war Johannes der Täufer, ein anderer Jesus von Nazareth. Durch Jesus haben sie gelernt, die alten Überlieferungen zu hinterfragen und tiefer zu verstehen. In seinen Predigten und durch sein Beispiel erschloss er ihnen den Sinn und den Geist der alten Schriften und Gebräuche.
Auch wir heute sind selig zu preisen. Wir haben die Freiheit, die vielen Glaubenssätze und Glaubensmeinungen zu hinterfragen und sie an dem zu messen und zu beurteilen, was uns glaubwürdige Zeugen vorleben. Wir sind darüber hinaus in der glücklichen Lage, fundierte Wissenschaftler und echte Experten zu haben, die für uns die alten Überlieferungen analysieren, bereithalten und weitergeben.
Nach seiner Auferstehung hat Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern den Heiligen Geist zugesprochen. Damit traut er ihnen zu, dass sie aus seinem Geist heraus jeweils die richtigen Antworten finden auf die Fragen, die uns das Leben stellt.
Das bedeutet jedoch nicht einen Freibrief für jede beliebige Meinung und Auffassung. Jesus selbst hat das Fundament der alten Glaubensüberlieferungen nicht verlassen. Er hat sie nach ihrem Geist und Sinn hinterfragt. Mit deren Weisheit ist er seinen eigenen Weg gegangen. Das verlief nicht ohne Auseinandersetzungen mit anderen Positionen und Auffassungen. Oft wird der tiefere Gehalt der alten Überlieferungen erst durch die Auseinandersetzungen sichtbar.
Mit dem reichen Schatz der Glaubensüberlieferung sind auch wir befähigt, unser Leben aus dem Geist Gottes heraus zu gestalten und in der Vielfalt der Meinungen den richtigen Weg zu finden. Dabei brauchen wir Auseinandersetzungen weder zu fürchten noch zu scheuen. Durch aufrichtiges Diskutieren und Hinterfragen trennt sich oft erst der Spreu vom Weizen, werden zweifelhafte Motive wie Machtausübung, Rechthaberei oder persönliche Eitelkeiten sichtbar. Der von Jesus zugesagte Heilige Geist gibt uns Zuversicht, dass wir auf diesem Weg besser verstehen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind, und welchen Reichtum uns die Herrlichkeit seines Erbes schenkt. Was Jesus den "Kleinen und Unmündigen" zugesprochen hat versuchte der Apostel Paulus den Christen in Ephesus bewusst zu machen. Auf dieses Erbe und die Zusage Jesu können wir uns auch heute verlassen. Das ist unser Glaube.
Der Heilige Geist wirkt im alltäglichen Leben der Christen, auch in den einfachen, theologisch nicht Versierten, er lässt die Gläubigen im Glauben wachsen und findet neue Wege in Krisenzeiten.
Lieder:
GL 165: Send uns deines Geistes Kraft
GL 341: Veni, creator Spiritus
GL 342: Komm, Heilger Geist, der Leben schafft
GL 343: Veni Sancte Spiritus
GL 344: Komm herab, o Heilger Geist
GL 345: Veni Sancte Spiritus
GL 346: Atme in uns, heiliger Geist
GL 347: Der Geist des Herrn erfüllt das All
GL 348: Nun bitten wir den Heiligen Geist
GL 349: Komm, o Tröster, Heilger Geist
GL 350: Geist der Zuversicht, Quelle des Trostes (Kanon)
GL 351: Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein
GL 355: Wir glauben Gott im höchsten Thron (2. und 5. Str.)
GL 389,3: Dass du mich einstimmen lässt (3. Str.)
GL 453: Bewahre und Gott, behüte uns Gott (4. Str.)
GL 456: Herr, du bist mein Leben, Herr, du bist mein Weg (4. Str.)
GL 487: Nun singe Lob, du Christenheit
GL 477: Gott ruft sein Volk zusammen (3. Str.)
Kehrverse und Psalmen:
GL 645,3-4: Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu - Mit Ps 104 - VII.
GL 645,5-6: Alle wurden erfüllt mit Heiligem Geist und kündeten Gottes große Taten - Mit Psalm 147 - V.
GL 646,1: Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis, Halleluja, Halleluja
GL 654,1: Ihr seid der Tempel Gottes, in euch wohnt Gottes Geist
Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus,
im Neuen Bund berufst du aus allen Völkern dein Volk
und führst es zusammen im Heiligen Geist.
Gib, dass deine Kirche ihrer Sendung treu bleibt,
dass sie ein Sauerteig ist für die Menschheit,
die du in Christus erneuern
und zu deiner Familie umgestalten willst.
Darum bitten wir durch ihn,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Pfingstmontag
Gottes Geist begleitet uns in unserem Alltag.
Ihn lasst uns bitten:
Wenn wir uns um die Kirche und ihre Zukunft sorgen, erhalte in uns die Hoffnung auf deinen Beistand.
Wenn uns Kriegstreiberei, Verachtung der Menschenrechte, Fanatismus in Religion und unter den Völkern die Aussicht auf ein friedvolles Miteinander rauben, treibe uns an, immer wieder neu nach Frieden zu streben.
Wenn Kranke und Notleidende an ihrer Situation verzweifeln, tröste sie und lass sie auf Menschen treffen, die ihnen Halt und Mut zusprechen können.
Wenn wir selbst im Glauben müde werden, belebe uns immer wieder neu mit deinen Gaben.
Wenn wir von lieben Menschen Abschied nehmen müssen, stärke uns in der Zuversicht auf deine Macht, die ewiges Leben schenkt.
Heiliger Geist,
du erfüllst uns mit deiner Kraft und nimmst uns auf in deine göttliche Einheit mit dem Vater und dem Sohn. - Amen.
Der Heilige Geist gibt uns die Kraft aus dem Glauben an Christus zu leben.
Im Heiligen Geist bitten wir durch Christus den Vater:
Hilf Deiner Kirche den Blick in der Gemeinschaft der Kirche auf das zu richten, was getan, was bewahrt und was verändert werden muss.
Hilf der Weltgemeinschaft auf die Menschen in jenen Ländern zu achten, die aufgrund ihrer Lebenssituation keinen Zugang zu adäquater Versorgung haben.
Hilf uns die Not derer zu lindern, die unserer Hilfe bedürfen aber selbst nicht fähig sind darum zu bitten.
Hilf uns selbst in unserem Alltag zu erkennen, was Du ganz persönlich mit uns in der jeweiligen Situation vorhast.
Hilf allen, die mit der Endlichkeit ihres irdischen Lebens konfrontiert sind, ihre Hoffnung auf Dich zu richten.
Denn Du lässt die Deinen nie allein.
Dafür danken wir Dir, dem dreieinen Gott, jetzt und allezeit. - Amen.
Wo Menschen zum Glauben kommen, wirkt Gottes Geist.
In ihm vertrauen wir den Vater unsere Bitten an:
Für die Einheit der Christen in aller Vielfalt ihrer spezifischen Berufungen.
Für die von der Pandemie besonders betroffenen Menschen, deren Länder nicht über ausreichende hygienische und medizinische Ressourcen verfügen.
Für alle Jugendlichen, die sich auf den Empfang der Firmung vorbereitet haben, jetzt aber eine unbeabsichtigte längere Vorbereitungszeit haben, in der sie dein Heiliger Geist in besonderer Weise begleiten möge.
Für unsere persönlichen Anliegen und die Menschen, deren Anliegen wir im Herzen tragen.
Für unsere Verstorbenen, für die die Osterbotschaft der tiefste Grund ihrer Hoffnung ist.
Vater! In deiner Größe und Liebe schenkst du uns die Fülle der Gaben, die gerade wir Menschen von heute brauchen, um dich anbeten und verehren zu können.
Dir gilt in der Einheit mit Christus und dem Heiligen Geist unser Dank und unser Lobpreis. - Amen.
Gott, unser Vater,
nimm unsere Gaben an,
in denen das Opfer deines Sohnes gegenwärtig wird.
Aus seiner Seitenwunde ist die Kirche hervorgegangen
als Werk des Heiligen Geistes.
Lass sie ihren Ursprung nie vergessen,
sondern daraus in dieser Feier Heil und Leben schöpfen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Pfingsmontag
Wir danken dir, Herr, für die Gabe deines Geistes.
Er schenkt uns die Fülle deiner Liebe.
Er schenkt uns Worte.
Er schenkt uns Brot und Wein ganz neu.
Dir bringen wir unseren Hunger nach Leben,
unsere Sehnsucht, geliebt und angenommen zu sein,
unsere Hoffnung, dich zu sehen.
Dein Geist verwandelt die Welt,
unser Leben,
Brot und Wein.
In Christus, Bruder und Herr. – Amen.
Kehrvers:
Meine Seele, preise den Herrn. (GL 650,3)
Gepriesen seist du, Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Du hast uns mit allem Segen deines Geistes gesegnet
durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.
Ihn hast du von den Toten auferweckt
und im Himmel auf den Platz zu deiner Rechten erhoben.
Alles hast du ihm zu Füßen gelegt
und ihn als Haupt über die Kirche gesetzt.
Kehrvers
In ihm hast du uns erwählt vor der Erschaffung der Welt,
damit wir heilig und untadelig leben vor Gott.
Aus Liebe hast du uns im Voraus dazu bestimmt,
deine Söhne und Töchter zu werden durch Jesus Christus
und nach deinem gnädigen Willen zu dir zu gelangen,
zum Lob deiner herrlichen Gnade.
Kehrvers
Du hat uns deine Liebe geschenkt in deinem Sohn;
durch sein Blut haben wir die Erlösung,
die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum deiner Gnade.
Durch ihn sind wir als Erben vorherbestimmt und eingesetzt.
Sein Geist ist der erste Anteil des Erbes, das wir erhalten sollen,
der Erlösung, durch die wir dein Eigentum werden zum Lob deiner Herrlichkeit.
Kehrvers
Du, Vater der Herrlichkeit,
gibst uns den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit wir dich erkennen.
Er erleuchtet die Augen unseres Herzens, damit wir verstehen,
zu welcher Hoffnung wir durch Christus berufen sind,
welchen Reichtum die Herrlichkeit deines Erbes den Heiligen schenkt
und wie überragend groß deine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist
durch das Wirken deiner Kraft und Stärke.
Danklied, z. B. Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben (GL 484)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat das Werk der Erlösung vollbracht,
er ist aufgefahren über alle Himmel
und thront zu deiner Rechten.
Er hat den Heiligen Geist,
wie er den Jüngern versprochen,
ausgegossen über alle,
die du zu deinen Kindern erwählt hast.
Darum preisen wir jetzt und in Ewigkeit dein Erbarmen
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
MB Heiliger Geist 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
immer und überall zu danken
und diesen Tag in festlicher Freude zu feiern.
Denn heute hast du das österliche Heilswerk vollendet,
heute hast du den Heiligen Geist
gesandt über alle,
die du mit Christus auferweckt
und zu deinen Kindern berufen hast.
Am Pfingsttag erfüllst du
deine Kirche mit Leben:
Dein Geist schenkt allen Völkern
die Erkenntnis des lebendigen Gottes
und vereint die vielen Sprachen
im Bekenntnis des einen Glaubens.
Darum preisen dich alle Völker
auf dem Erdenrund in österlicher Freude.
Darum rühmen dich die himmlischen Kräfte
und die Mächte der Engel
und singen das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Pfingsten
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
In ihm hast du uns zur Erkenntnis der Wahrheit geführt und
uns zu Gliedern seines Leibes gemacht
durch den einen Glauben und die eine Taufe.
Durch ihn hast du deinen Heiligen Geist
ausgegossen über alle Völker,
damit er Großes wirke mit seinen Gaben.
Er wohnt in den Herzen der Glaubenden,
er durchdringt und leitet die ganze Kirche
und schafft ihre Einheit in Christus.
Darum preisen wir jetzt und in Ewigkeit
dein Erbarmen und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig...
MB: Von der Einheit der Christen
Komm Heiliger Geist
wir brauchen dich
Komm du Sturm
zerreiß die Wolken unserer Traurigkeit
und lass uns die Sonne sehen
Komm du Atem des Lebens
hauche uns an
damit wir herausfinden
aus unserer Enge
und auferstehen aus Angst und Trägheit
Komm du Feuer
taue das Eis unserer Herzen auf
und entzünde uns neu
mit deiner Liebe
Komm Heiliger Geist
denn
wir brauchen deine Wärme
deinen Atem
dein Licht.
Geist Gottes
komm auf uns
und öffne uns für deine Botschaft
Geist Gottes
komm auf uns
und bereite uns für Jesu Nachfolge
Geist Gottes
komm auf uns
und erneuere unseren Glauben
Geist Gottes
komm auf uns
und stärke unsere Hoffnung
Geist Gottes
komm auf uns
und entzünde neu in uns die Liebe
Geist Gottes
komm auf uns
und begleite uns durchs Leben
Du hast mir Vieles anvertraut, mein Gott
mein Leben mit all seinen Kräften
seinen Höhen und Tiefen
und all den Talenten und Fähigkeiten
die in mir sind.
Du schenkst mir Zeit und Raum
diese zu entfalten
und fruchtbar zu machen
für mich und die anderen.
Dein Wort hast du mir anvertraut
dass ich es weitersage
und deine Liebe
dass sie mich anstecke
und antreibe
hin zu meinen Mitmenschen.
Vieles hast du mir anvertraut, mein Gott
ich möchte deinem Vertrauen gerecht werden
ich kann es nicht allein
doch ich darf gewiss sein
dass du mit mir bist
und dass dein Geist mich stärkt und führt.
Du selbst hast dich mir anvertraut
und so kann ich in deinem Namen
täglich neu beginnen
denn du gehst mit mir.
Gütiger Gott,
bewahre dem Volk der Erlösten deine Liebe und Treue.
Das Leiden deines Sohnes hat uns gerettet;
sein Geist, der von dir ausgeht, führe uns den rechten Weg.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Pfingstmontag
MB Freitag in der Osterwoche
Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes, der in jeder Situation alles neu machen kann. Die verängstigten Jünger wurden durch diesen Geist ermutigt, ihre Isolation zu verlassen und freimütig das Evangelium zu verkünden. Dieses pfingstliche Ereignis sowie den fünften Jahrestag des Erscheinens der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus nehmen wir zum Anlass, uns an alle Menschen in Österreich zu wenden. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie mussten wir das öffentliche Leben auf ein Minimum reduzieren. Selbst die gemeinsamen Gottesdienste, die vielen Menschen geistliche
Nahrung bieten, konnten nicht mehr stattfinden. Das war ein schwerer Verzicht, auch wenn dadurch in den Häusern und Wohnungen vielleicht mehr gebetet und damit mitten im Alltag der Glaube stärker wurde. Jetzt stehen wir in der Krisenbewältigung an einer Schwelle. Das öffentliche Leben wird schrittweise normalisiert.
Auf diesem Weg hin zu einer „erneuerten Normalität“ feiern wir Pfingsten, das Fest eines Neuen Geistes. Bereits in den vergangenen Wochen war sein belebender Atem im erfreulichen Zusammenhalt von Politik und Gesellschaft zu spüren.
Vollständiger Hirtenbrief als PDF
https://www.bischofskonferenz.at/
„Ich bin stolz auf unsere Kirche!" - So habe ich früher oft gesagt. Und ich bin noch immer stolz auf sie. Aber es gibt „Schwächen“ an unserer Kirche, die wir sehen müssen. Sie werfen Fragen auf, sie sind „fragwürdig“. - Ich denke dabei nicht an die Skandale, die es in der Kirche gegeben hat; und die Missstände, die wir so gut kennen und die eine Schande für die Kirche und uns Christen sind. Ich denke vielmehr an „Schwächen“ der Kirche, die zu ihrer „Grundausstattung“ gehören und immerzu ihr gehören werden. Sie sind ihr „auf den Leib geschnitten", und sie wird sie daher nie los werden.
Einige dieser „Schwächen“ springen ins Auge.
Die Apostel
Eine „Schwäche" gehört seit Anfang an zur Kirche. Jesus selber hat sie verursacht, als er die "Apostel“ ausgesucht hat.
Wenn wir nämlich mit etwas kritischem Sinn auf die Auswahl schauen, die Jesus getroffen hat, sind wir versucht zu sagen: es war eine „schlechte Wahl“! Die Männer, auf die seine Wahl gefallen ist, waren Arbeiter, Steuereintreiber, manche von ihnen politisch eher extrem, charakterlich unausgeglichen; und alle ungebildet! ... Ich habe Jesus öfters Vorwürfe gemacht, dass er solche Männer zu seiner Kerngruppe machte.
Aber ist es nicht höchst erstaunlich, dass diese inkompetenten und unfähigen Männer die Kirche aufgebaut und getragen haben? Nicht gescheite Leute haben Jesus und seine Botschaft in der Welt gegenwärtig gemacht, keine mächtigen Politiker oder Millionäre, sondern dieses arme Häuflein! Zeigt nicht gerade diese Tatsache, dass die Kirche nicht Menschenwerk ist, sondern von Gott und seinem Christus getragen und gehalten wird?
Paulus hat diese und andere „Schwächen“ der Kirche klar im Blick gehabt; er schreibt oft darüber, besonders in seinem 1. Brief an seine Freunde in Korinth: „Was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist.“(1 Kor 1,27f.).
Das ist die „Weisheit Gottes“ und die „Philosophie“ seines Messias!
Aus: Hans Schermann, Auf dem Weg des Lebens. Erfahrungen und Einsichten. Fromm Verlag, Saarbrücken 2017
Ich glaube an den Heiligen Geist.
Ich glaube, dass Gottes Geist meine Vorurteile abbauen kann.
Ich glaube, dass er meine Gewohnheiten ändern kann.
Ich glaube, dass sie meine Geleichgültigkeit überwinden kann.
Ich glaube, dass er mir Phantasie zur Liebe geben kann.
Ich glaube, dass sie mir Warnung vor dem Bösen geben kann.
Ich glaube, dass er mir Mut für das Gute geben kann.
Ich glaube, dass sie meine Traurigkeit besiegen kann.
Ich glaube, dass Gottes Geist mir Liebe zu Gottes Wort geben kann.
Ich glaube, dass er mir Minderwertigkeitsgefühle nehmen kann.
Ich glaube, dass sie mir Kraft im Leiden geben kann.
Ich glaube, dass er mir Gefährten und Gefährtinnen geben kann.
Ich glaube, dass sie mir mein Wesen durchdringen kann.
Ich glaube, dass er mir inneren und äußeren Frieden geben kann.
Ich glaube an den Heiligen Geist.
Karl Rahner: Erfahrungen des Geistes, Herder Verlag, Freiburg-Basel-Wien, 3. Aufl. 1981.

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