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Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus dem Buch Genesis.
In Jenen Tagen
stellte Gott Abraham auf die Probe.
Er sprach zu ihm: Abraham!
Er sagte: Hier bin ich.
Er sprach: Nimm deinen Sohn,
deinen einzigen, den du liebst, Isaak,
geh in das Land Morija
und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne,
als Brandopfer dar!
Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte,
baute Abraham dort den Altar,
schichtete das Holz auf,
Abraham streckte seine Hand aus
und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.
Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel her zu und sagte:
Abraham, Abraham!
Er antwortete: Hier bin ich.
Er sprach:
Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus
und tu ihm nichts zuleide!
Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest;
du hast mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten.
Abraham erhob seine Augen,
sah hin und siehe, ein Widder hatte sich hinter ihm
mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen.
Abraham ging hin,
nahm den Widder
und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.
Der Engel des HERRN
rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu
und sprach:
Ich habe bei mir geschworen - Spruch des HERRN:
Weil du das getan hast
und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast,
will ich dir Segen schenken in Fülle
und deine Nachkommen überaus zahlreich machen
wie die Sterne am Himmel
und den Sand am Meeresstrand.
Deine Nachkommen werden das Tor ihrer Feinde einnehmen.
Segnen werden sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde,
weil du auf meine Stimme gehört hast.
Lesung aus dem Buch Genesis.
In Jenen Tagen
stellte Gott Abraham auf die Probe.
Er sprach zu ihm: Abraham!
Er sagte: Hier bin ich.
Er sprach: Nimm deinen Sohn,
deinen einzigen, den du liebst, Isaak,
geh in das Land Morija
und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne,
als Brandopfer dar!
Frühmorgens stand Abraham auf,
sattelte seinen Esel,
nahm zwei seiner Jungknechte mit sich und seinen Sohn Isaak,
spaltete Holz zum Brandopfer
und machte sich auf den Weg
zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte.
Als Abraham am dritten Tag seine Augen erhob,
sah er den Ort von Weitem.
Da sagte Abraham zu seinen Jungknechten:
Bleibt mit dem Esel hier!
Ich aber und der Knabe,
wir wollen dorthin gehen und uns niederwerfen;
dann wollen wir zu euch zurückkehren.
Abraham nahm das Holz für das Brandopfer
und lud es seinem Sohn Isaak auf.
Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand.
So gingen beide miteinander.
Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham.
Er sagte: Mein Vater!
Er antwortete: Hier bin ich, mein Sohn!
Dann sagte Isaak:
Hier ist Feuer und Holz.
Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer?
Abraham sagte:
Gott wird sich das Lamm für das Brandopfer ausersehen,
mein Sohn.
Und beide gingen miteinander weiter.
Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte,
baute Abraham dort den Altar,
schichtete das Holz auf,
band seinen Sohn Isaak
und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz.
Abraham streckte seine Hand aus
und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.
Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel her zu und sagte:
Abraham, Abraham!
Er antwortete: Hier bin ich.
Er sprach:
Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus
und tu ihm nichts zuleide!
Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest;
du hast mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten.
Abraham erhob seine Augen,
sah hin und siehe, ein Widder hatte sich hinter ihm
mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen.
Abraham ging hin,
nahm den Widder
und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.
Abraham gab jenem Ort den Namen:
"Der HERR sieht",
wie man noch heute sagt:
Auf dem Berg lässt sich der HERR sehen.
Der Engel des HERRN
rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu
und sprach:
Ich habe bei mir geschworen - Spruch des HERRN:
Weil du das getan hast
und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast,
will ich dir Segen schenken in Fülle
und deine Nachkommen überaus zahlreich machen
wie die Sterne am Himmel
und den Sand am Meeresstrand.
Deine Nachkommen werden das Tor ihrer Feinde einnehmen.
Segnen werden sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde,
weil du auf meine Stimme gehört hast.
Kv: Ich gehe meinen Weg vor Gott
im Lande der Lebenden. – Kv
Oder: GL 629,3
Ich glaube – auch wenn ich sagen muss: *
Ich bin tief erniedrigt!
Kostbar ist in den Augen des Herrn *
der Tod seiner Frommen. – Kv
Ach Herr, ich bin doch dein Knecht, /
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd! *
Gelöst hast du meine Fesseln.
Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen, *
ausrufen will ich den Namen des Herrn. – Kv
Meine Gelübde will ich dem Herrn erfüllen *
in Gegenwart seines ganzen Volkes,
in den Höfen des Hauses des Herrn, *
in deiner Mitte, Jerusalem. – Kv
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Rom.
Schwestern und Brüder!
bIst Gott für uns,
wer ist dann gegen uns?
Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont,
sondern ihn für uns alle hingegeben –
wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen?
Gott ist es, der gerecht macht.
Wer kann sie verurteilen?
Christus Jesus, der gestorben ist,
mehr noch: der auferweckt worden ist,
er sitzt zur Rechten Gottes
und tritt für uns ein.
Kv: Lob dir, Christus, König und Erlöser! - Kv
Aus der leuchtenden Wolke rief die Stimme des Vaters:
Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.
Lob dir, Christus, König und Erlöser!
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit
nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite
und führte sie auf einen hohen Berg,
aber nur sie allein.
Und er wurde vor ihnen verwandelt;
seine Kleider wurden strahlend weiß,
so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann.
Da erschien ihnen Elíja und mit ihm Mose
und sie redeten mit Jesus.
Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind.
Wir wollen drei Hütten bauen,
eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja.
Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte;
denn sie waren vor Furcht ganz benommen.
Da kam eine Wolke und überschattete sie
und es erscholl eine Stimme aus der Wolke:
Dieser ist mein geliebter Sohn;
auf ihn sollt ihr hören.
Als sie dann um sich blickten,
sahen sie auf einmal niemanden mehr bei sich außer Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen,
gebot er ihnen,
niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten,
bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.
Dieses Wort beschäftigte sie
und sie fragten einander, was das sei:
von den Toten auferstehen.
Die Erzählung von der Verklärung Jesu auf einem hohen Berg bietet einen Blick in den Himmel und eine Gottesbegegnung für Petrus, Jakobus und Johannes. Die Bedeutung dieser Erfahrung wird erst offenkundig nach dem Tod und der Auferstehung Jesu.
Gottesbegegnungen
Heute würde man das als „Aha“-Erlebnis“ oder eine „Aha“-Erfahrung bezeichnen, etwas, was den Menschen in Staunen versetzt, wo sich ihm etwas offenbart, etwas, was ihm Augen und Ohren öffnet. Von so einer Erfahrung der Jünger erzählt das Evangelium.
Wenn sich der Himmel „öffnet“, dann wird etwas erkennbar, was zuerst im Verborgenen war. Die biblische Sprache bringt so auf anschauliche Weise ihre Botschaft den Menschen nahe: Es wird verkündet, was in dieser Begegnung gehört, erkannt, offenbar geworden ist.
„Da kam eine Wolke und überschattete sie
und es erscholl eine Stimme aus der Wolke:
Dieser ist mein geliebter Sohn;
auf ihn sollt ihr hören.“
Einfach himmlisch, wie es bei Markus da zugeht: die Begleiter, Petrus, Jakobus und Johannes aus dem Zwölferkreis, gehen mit ihrer Lebenswelt, ihrem Alltag, ihren Gesprächen mit Jesus nach Jerusalem. Und da kommt es zum ersten Höhepunkt am „Glaubensberg“, zur „unglaublichen“ Gottesbegegnung, um dann wieder, wahrscheinlich mit etwas Mühe, abzusteigen aus dem himmlischen Geschehen, und geerdet zu werden.
Steil, so eine Glaubenserfahrung zu verkraften, zu verstehen, zu verarbeiten und zu schweigen, wie ihnen geboten wird. Markus setzt dieses „Schweigegebot“ als Stilmittel ein. Denn Tod und Auferweckung Jesu durchkreuzen und korrigieren die konventionellen Vorstellungen vom Messias. Davor kann Jesus zu leicht als Messias falsch verstanden werden.
Die „himmlische Begegnung“ auf dem Berg (Tabor?), die ein „gutes Ende“ erhoffen lässt, gibt einen tiefen Einblick in die Beziehung Gottes zu Jesus. Schon bei der Taufe Jesu wird dies verkündet: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“. Diese Offenbarung wird noch ein drittes Mal im Markusevangelium verkündet: unter dem Kreuz. Dort bekennt der römische Hauptmann „Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn“.
„Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“
Wer soll die Botschaft hören, an wen sind die himmlischen Worte gerichtet? - In beiden Bibelstellen wird das Wesentliche, Entscheidende über Jesus gesagt. Einmal in direkter Rede zugewandt an Jesus und zugleich als Vorstellung Jesu für alle. Wie ähnlich sich diese beiden Verse auch sind, so ist der jeweilige Adressaten-Kreis, der hört, was hier die göttliche Stimme verkündet, ein anderer. Mk 1,11 – Adressat ist Jesus, der geliebte Sohn, der von Gott gesandt ist. Mk 9,7 – hier wird Jesus als „mein geliebter Sohn“ seinen Begleitern, die aus dem Kreis der Zwölf sind, ans Herz gelegt. Diese himmlische Begegnung, an der die Begleiter Jesu teil hatten, ist verbunden mit dem Auftrag an sie: auf ihn zu hören!
Die Verklärung Jesu am Berg Tabor - ein „geographischer“ Höhepunkt - kann als „Auftauchen“ aus der Tiefe – im Jordantal war die Taufe Jesu - menschlicher Erfahrungen gesehen werden. Sie, die Jünger, sind angesprochen, bei ihnen kommt es zur Erleuchtung, sie erkennen Jesus als den Messias, der von Gott gesandt ist.
„Da kam eine Wolke und überschattete sie und es erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.“
Doch zuvor wird Jesus auf dem Berg Tabor in den Kreis der großen Propheten Israels gestellt, aufgenommen: „Da erschien ihnen Elija und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus.“ Sie, die wichtigsten Propheten des Judentums, stehen ihm zur Seite, beiseite, als er in himmlische Sphären entrückt.
Ein Augenblick, der festgehalten werden soll, wo man sich gerne häuslich einrichten möchte. Drei Hütten sollen daher gebaut werden. Doch der Schatten einer Wolke lässt aufhorchen! Es ist nicht alles, was sie wahrnehmen, Jesus umgeben mit den bedeutendsten Persönlichkeiten des Volkes Gottes. Die Wolke bedeutet Gottes Gegenwart und es wird ihnen Jesus, als der geliebte Sohn Gottes offenbart. Doch dann verschwindet das, was die Freunde vermeint gesehen zu haben, wofür sie sogar Hütten bauen wollten! Dieser „himmlische Ein- und Ausblick“ hat eine Veränderung in ihnen bewirkt.
Die Frage stellt sich: Was bleibt ihnen, was können sie von dieser Offenbarung auf dem Weg mit Jesus mitnehmen?
Zurück in die Niederungen des Lebens
„Während sie den Berg hinabstiegen, gebot er ihnen, niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.“
Hinabsteigen, zurückkehren in den Alltag braucht Zeit, denn das „Unglaubliche“ bedarf einer Erklärung, einer Darlegung, einer Antwort auf die himmlischen Worte. Sie suchten im Gespräch mit Jesus eine Antwort auf ihre Frage, was das sei: von den Toten auferstehen“.
So wiederholen sie mal fürs Erste die Worte „von den Toten auferstehen“. Sie nehmen diese Worte, die bereits das Ostergeheimnis vorwegnehmen, mit auf ihren Weg mit Jesus, dem geliebten Sohn Gottes, wie sie ihn auf dem Berg Tabor erfahren haben. Als Sohn Gottes wurde Jesus auch von jenen, die von bösen Geistern besessen waren, bezeichnet. „Er aber gebot ihnen, dass sie ihn nicht bekannt machen sollten.“ Das für Markus typische Schweigegebot gilt auch für sie.
Erst unmittelbar nach seinem Tod „darf“ der römische, heidnische Hauptmann als Bekenntnis sagen: „Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.“ (Mk 15,39). Die Erfahrung, dass Gott seinen geliebten Sohn aus dem Tod auferweckt hat, bestimmte im beginnenden und sich langsam ausbreitendenden Christentum die Erzählungen aus dem Leben Jesu. Nun ist es ist kein Geheimnis mehr, dass Jesus der Messias, Gottes geliebter Sohn ist. Offen darf es nun verkündet werden.
Jetzt erst, in der Gesamtheit der Erinnerung, kann das Ende am Kreuz, dem Jesus ausgeliefert wurde, gedeutet werden, im Lichte der Hoffnung und im Vertrauen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. So können die Tage auf Ostern hin zur sprudelnden Quelle werden, die unsere Hoffnung bestärkt.
Jesus nimmt Petrus, Jakobus und Johannes mit auf den Berg, und sie lernen ihn von einer ganz neuen Seite kennen. Sie sehen ihn in für sie neuen großen Zusammenhängen. Die Fastenzeit lädt uns ein, hinter Fassaden zu blicken und Menschen in ihrer unveräußerlichen Würde zu erkennen.
Vielleicht haben Sie auch schon einmal so eine Erfahrung gemacht: Sie kennen jemanden schon eine längere Zeit. Eines Tages machen Sie gemeinsam mit dieser Person eine Erfahrung, die Ihnen völlig neue Aspekte, eine völlig neue Seite an ihr eröffnet. Manchmal passiert das aufgrund einer neuen Gruppenkonstellation, manchmal, weil man einfach mehr Zeit miteinander verbringt oder sich beide Seiten in einem intensiven Gespräch öffnen. Manchmal trägt auch eine räumliche Veränderung dazu bei, dass man jemanden neu oder anders kennenlernt.
Ähnliches ist vielleicht auch den Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes mit Jesus passiert. Jesus nimmt die drei beiseite und gemeinsam gehen sie auf einen hohen Berg. Dort passiert es. Jesus wird verwandelt, seine Kleider werden strahlend weiß, Mose und Elija erscheinen und Jesus unterhält sich mit ihnen. Dann kommt eine Stimme aus den Wolken: „Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.“ Zu guter Letzt trägt Jesus den drei Jüngern auf, nichts davon zu erzählen, bis er auferstanden sei. Das ist doch die volle Überforderung - aber auch eine unglaubliche Wertschätzung.
Nun stellt sich vielleicht folgende Frage: Welche Seiten, welche Aspekte der Person Jesus können wir in dieser Erzählung erkennen? Der Evangelist Markus lässt sichtbar werden, in welcher Tradition sich Jesus bewegt. Er ist in direkter Verbindung mit der jüdischen Tradition, mit Mose, der sinnbildlich für die Thora steht, und mit den Propheten, in der Erzählung durch Elija vertreten. Und das alles wird sichtbar in der unmittelbaren Nähe Gottes, denn der Berg ist ein Symbol für die Nähe zu Gott.
In dieser Tradition wird uns immer wieder zugesagt, dass wir Menschen mit Würde sind. Im ersten Buch Mose, dem Buch Genesis steht geschrieben, dass wir als Bild Gottes geschaffen wurden - männlich und weiblich - und „es war sehr gut“. Die Würde ist uns von Anbeginn unserer Zeit geschenkt und ist deshalb nicht verhandelbar. Im zweiten Buch Mose, dem Buch Exodus, führt ebendieser sein Volk aus der Sklaverei Ägyptens, in der die Würde des Menschen mit Füßen getreten wurde. Der Weg führt in ein Leben, in dem die Menschen als Personen mit Würde in der Gemeinschaft gut leben können. Und auch die Gesetzgebung Mose hat dieses Leben als Person in Würde und in der Gemeinschaft zum Ziel.
Im heutigen Evangelium lässt Jesus die Jünger Petrus, Jakobus und Johannes an dem Ereignis am Berg teilhaben. Er öffnet sich und lässt sie an seinem Wesen teilhaben und die drei Jünger lassen sich ihrerseits darauf ein. Auch sie öffnen sich. Sie sind würdig bei diesem Gipfelereignis dabei zu sein. Petrus, Jakobus und Johannes werden vom Evangelisten namentlich genannt. Die Nennung beim Namen ist auch ein Zeichen der Würde. Sie werden als Personen mit Namen und Würde angesprochen.
„Die Würde des Menschen als Person ist unantastbar. Sie ist nicht verdient, kann nicht verhandelt oder verkauft werden.“ Das sagt auch die Christliche Soziallehre. Der Mensch als Person mit seiner Würde steht in ihrem Zentrum und aus der Personalität leiten sich auch alle anderen Prinzipien der Soziallehre (Gemeinwohl, Solidarität, Subsidiarität, Nachhaltigkeit und Option für die Armen) ab. In dieser Personalität gründet sich die Freiheit des Individuums, aber auch die Verantwortung in der Gemeinschaft. Person ist man immer auch im Zusammenleben mit anderen.
Wir leben in einer Zeit, in der unsere Leistung, unsere Arbeit, unsere Funktion, unser Aussehen, unsere Kleidung oft im Mittelpunkt stehen. Der erste Eindruck ist oft von Äußerlichkeiten geprägt. Doch was können wir sehen, wenn wir hinter das Offensichtliche blicken - unter die Oberfläche? Wir sehen den Menschen als Person mit ihrer Würde - mit der Würde, die allen Menschen gleich ist. Dahinter zu blicken fällt uns manchmal leicht, vor allem wenn es um Bekannte geht, um FreundInnen, um Menschen, die unseren Lebensstandard teilen. Doch was, wenn die eben genannten Aspekte nicht dem entsprechen, was wir als angenehm empfinden? Was ist mit den Menschen, die uns nicht entsprechen, die anders sind, anders aussehen als wir es gewohnt sind, mit denen wir lieber nichts zu tun haben wollen. Da fällt es schwer diese Würde zu sehen.
Arme Menschen kennen diese Erfahrungen. Sie werden nicht beachtet, und oft auch nicht geachtet. Diejenigen, die schon materiell in Ungerechtigkeit leben, werden dann auch noch menschlich ungleich behandelt. Und gerade deshalb: Als Bild Gottes sind wir geschaffen - wir alle - und die Personenwürde ist allen gleich. Der erste Schritt in Richtung einer gerechteren Gesellschaft, in der alle mit Würde leben können, ist also nicht, diesen Menschen die Würde zurückzugeben. Nein, das ist nicht nötig, denn sie besitzen diese Würde bereits. Der erste Schritt ist es, dahinter zu blicken, hinter das Offensichtliche, auf die Person mit ihrer Würde. Dazu müssen wir uns öffnen. Unsere Augen und Herzen öffnen.
Am Anfang habe ich Sie gefragt, ob Sie schon einmal eine Erfahrung gemacht haben, bei der Sie jemanden ganz anders kennengelernt haben und kennenlernen durften. Damit solche Erfahrungen gelingen, braucht es eine Haltung der Offenheit, eine Haltung, die uns auf die Person mit ihrer Würde blicken lässt. Eine solche Haltung müssen wohl auch die Jünger Petrus, Jakobus und Johannes gelebt haben, sonst hätte ihnen Jesus vielleicht nicht diese Erfahrung geschenkt. Die drei Jünger können uns mit dieser Haltung als Vorbilder dienen. Den ersten Schritt könnten wir ja in der Fastenzeit gehen.
Für die Fastenzeit nehmen wir uns gerne gute Vorsätze. Das Fasten soll uns helfen, Gott näher zu kommen. Meist sind es Vorsätze, auf etwas zu verzichten. Für diese Fastenzeit lade ich Sie ein, etwas bewusst einzunehmen. Und zwar die Haltung der Offenheit, die uns auf die Person mit ihrer Würde blicken lässt. Ich lade Sie ein, immer wieder dahinter zu blicken - hinter die Äußerlichkeiten und unter die Oberfläche. Denn was kann uns Gott näherbringen, als den Menschen mit Würde zu begegnen - so wie er geschaffen ist.
© Peter Habenschuß, Referent Fachbereich Arbeit der Katholischen Jugend OÖ; Jugendleiter Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf
Manche Erzählungen der Bibel und manche theologischen Redeweisen sind schwer verständlich und oft auch nur schwer erträglich. Sie sind aber unverzichtbar, wenn wir der existenzielle Tiefe der damit bezeichneten Zusammenhänge nicht ausweichen wollen. Wie können wir die Erzählung vom Opfer Abrahams und die Erklärung der Hingabe Jesu als Opfer verstehen?
Ein leidender Messias war für die meisten Juden unvorstellbar. Jesus lässt in seiner Verklärung einige seiner Jünger vorausschauen, wo sein Weg enden wird. Das volle Verständnis für seinen Weg wird den Jüngern jedoch erst nach seiner Auferstehung möglich sein.
Die biblischen Texte des 2. Fastensonntags zeigen uns dunkle und helle Seiten Gottes. In Momenthaften Augenblicken sehen wir das Ganze.
Bei der Berlinale wurde heuer ein Film von Karl Markovics vorgestellt, in dem Brigitte Beimpold eine Supermarktkassierin spielt, die eine Gotteserfahrung macht. Der Film kommt im März unter dem Titel "Superwelt" in unsere Kinos. Wie der Film und das darin Gezeigte zu beurteilen ist, kann ich nach dem kurzen Trailer nicht sagen. Aber das Thema passt zur heutigen Perikope, wo es ja auch um ein mystisches Erlebnis geht.
Jesus führt seine Jünger, Petrus, Jakobus und Johannes, auf einen Berg. Der Tradition nach ist das der Berg Tabor am Weg nach Jerusalem. Markus schildert uns dieses Geschehen 6 Tage nach dem Gespräch Jesu mit seinen Jüngern, indem er sie fragt, für wen die Leute des Messias halten und in dem er ihnen sein Leiden ankündigt. In beiden Situationen tritt Petrus hervor. Einmal, indem er seinen Glauben an Jesus als den von Gott gesandten Messias bekennt. Damit unterscheidet er sich von der allgemeinen Meinung, die in Jesus Elija oder sonst einen der Propheten sieht. Das andere Mal will er Jesus abhalten, seinen Leidensweg nach dem Willen des Vaters auf sich zu nehmen und wird schroff korrigiert.
Die Kirchenväter erklären uns dazu, dass bei diesem Geschehen die auftretenden Propheten Mose und Elija uns einerseits klar machen sollen, dass Jesus eben nicht Elija ist, andererseits aber auch den Vorwurf an Jesu entkräften, er selbst hätte sich göttliche Ehren zugesprochen. Wenn Mose, der nach der Tradition von Gott das Gesetz empfangen hat, und Elija, der sich als Eiferer für die Ehre Gottes erwiesen hat, mit ihm reden, dann muss alles seine Richtigkeit haben. Und auch jetzt tritt wieder Petrus besonders in Erscheinung. Er reagiert wieder sehr spontan und menschlich.
Die ganze Situation der Erscheinung können wir als mystische Erfahrung sehen. Es passieren Dinge, die unsere Denkkategorien von Raum und Zeit durch die Erscheinung der zwei großen Gestalten aus dem AT aufheben. Mystische Erfahrungen sind Augenblicke, die uns unmittelbar in unserem Sein ansprechen. Es sind Momente der Erfahrung zweckfreien Daseins. Vielleicht haben sie auch schon erlebt, wie sie verzaubert von einer tiefen menschlichen Begegnung, einem Musikstück oder der überwältigenden Schönheit der Natur sich der Realität ihrer Umgebung enthoben, herausgehoben, ekstatisch gefühlt haben. Das sind Momente, in denen nicht mehr der Zweck sondern nur mehr der Sinn des Lebens wichtig sind. Es sind kontemplative Momente.
Meister Eckhart drückt das so aus: "Die entscheidende Frage im Leben ist nicht: was tun, sondern wer wir sind." Aber gerade die Überlegung, wer sind wir eigentlich, macht uns auch oft hilflos. Da ist es schon leichter etwas zu tun, aktiv zu sein, dieser Tiefe des Lebens durch Aktion zu entfliehen. Und das macht Petrus: er will drei Hütten bauen.
Zweckfreies Sein erfüllt uns mit Sinn. Es führt zur Begegnung mit dem Transzendenten. Jesus und die Jünger haben am Berg eine Gottesbegegnung. Die Wolke weist der Tradition nach immer auf die Gegenwart Gottes hin. Diese Schriftstelle ist eine der drei im Markusevangelium geschilderten Ereignisse, in denen die Gottheit Jesu offenbar wird. Der Evangelist will seine Hörer und Leser damit zum Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn führen. Denn der Glaube an Kreuz und Auferstehung kann dem Menschen Sinn und Hoffnung auf Zukunft hin geben. In all dem, was uns so täglich passiert, Momente zu erleben, in denen wir Sinn erfahren, ist Lebenskunst.
Viktor Frankl, ein jüdischer Arzt, der viele Jahre im Konzentrationslager erlebt und überlebt hat, schreibt, dass es nicht unbedingt die Robusten und Starken waren, die diese Qualen überlebt haben. Es waren mehr die, die ein reiches Innenleben hatten; die in ihrer nach außen so hoffnungslosen Perspektive sich einen Blick in eine Zukunft bewahren konnten. Gerade diese Erfahrungen waren es, die ihn zu seiner Logotherapie - einer speziellen Richtung der Psychotherapie, die versucht die Menschen dabei zu begleiten, dass sie Sinn in ihrem Leben finden - geführt haben.
Vielleicht gelingt es uns, in diesen Wochen der vorösterlichen Bußzeit etwas zu machen, das zweckfrei Sinn gibt; dass wir spüren, wer wir sind, welchen Wert wir unabhängig von unserer Leistung haben; wer wir sind, nicht was wir haben, nicht was wir leisten; welchen Wert aber auch die Menschen unserer Umgebung als Person haben: unabhängig davon ob sie gesund oder krank sind, im Arbeitsprozess eingegliedert oder arbeitslos sind, arm oder reich sind, integriert oder exzentrisch sind. Lassen wir uns ermutigen, den Weg in die Tiefe zu gehen, und das uns geschenkte Leben anzunehmen, so wie es ist, mit allem Licht und allem Schatten. Machen wir uns auf die Suche nach der Begegnung mit dem Ursprung und Sinn von allem, nach Gott.
In der Fastenzeit gehen wir mit Jesus auf das Osterfest zu. Dies ist ein Weg, der uns durch den Tod hindurch zum unvergänglichen Leben führt. Am zweiten Fastensonntag nimmt uns Jesus mit auf den Berg der Verklärung, von dem aus sich der Sinn seines Lebens- und Leidensweges erschließt.
An ihn wenden wir uns am Beginn dieser Feier, ihn bitten wir:
Herr Jesus Christus, dein göttlicher Glanz erhellt uns Leben.
Herr, erbarme dich.
Du bist Gottes geliebter Sohn, auf den wir hören sollen.
Christus, erbarme dich.
Du bist durch den Tod hindurch gegangen und von den Toten auferstanden.
Herr, erbarme dich.
Gott, du hast uns geboten,
auf deinen geliebten Sohn zu hören.
Nähre uns mit deinem Wort
und reinige die Augen unseres Geistes,
damit wir fähig werden,
deine Herrlichkeit zu erkennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 2. Fastensonntag
Gütiger Gott,
durch das Wirken deiner Gnade
schenkst du uns schon auf Erden
den Anfang des ewigen Lebens.
Vollende, was du in uns begonnen hast,
und führe uns hin zu jenem Licht,
in dem du selber wohnst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Samstag in der 2. Fastenwoche
Gott, du bist in allem für uns.
Du hast uns so sehr geliebt,
dass du uns deinen geliebten Sohn in die Welt gesandt hast,
damit er uns ein Beispiel deiner Liebe und Zugewandtheit gebe.
Im Alltagstrott vergessen wir oft, dass du immer zu uns stehst.
Schenke uns wache Sinne,
dass wir uns in dieser Fastenzeit immer wieder auf diese, deine Zusage, besinnen.
Das erbitten wir durch Christus, unser Beispiel, für heute und alle Zeit. – Amen.
Plötzlich sahen die Jünger Jesus in einem ganz anderen Licht.
Dass auch wir das, was uns in dieser Pandemie irritiert und mutlos macht, in einem anderen Licht sehen können, bitten wir den Vater:
Für alle, die dein Wort verkünden;
für die, die darin Weisung für ihr Leben suchen;
für die, die sich im Rahmen ihrer Taufvorbereitung ganz besonders damit auseinandersetzen.
Für die, die derzeit ganz konkret unter den Folgen des Klimawandels leiden;
für die, die sich um Nachhaltigkeit bemühen;
für die, die noch zögern, ihre Lebensweise zu überdenken.
Für die, die in der Begegnung mit der Natur Abstand zu ihren Sorgen finden;
für die, die sich ehrenamtlich in den vielen Test- und Impfstraßen engagieren;
für die, die sich nicht damit abfinden können, dass ihre derzeitigen Lebensumstände nicht ihren Erwartungen entsprechen.
Für die, die Schmerzen und Leid nicht als Teil menschlichen Lebens akzeptieren können;
für die, die andere in ihrem Leid begleiten;
für die, die anderen durch ihr Beispiel Mut machen.
Für unsere Verstorbenen,
für die wir erhoffen, dass sie deine Herrlichkeit schauen können.
Dass wir wirklich am Ende unseres irdischen Lebens bei dir ankommen, können wir nicht als sicher annehmen. Aber unser Tun auf diesem Weg dahin, können wir nach dir ausrichten.
Dafür erbitten wir deine Hilfe und deinen Segen, jetzt und alle Tage. - Amen.
Herr,
das Opfer, das wir feiern,
nehme alle Schuld von uns.
Es heilige uns an Leib und Seele,
damit wir uns in rechter Weise auf das Osterfest vorbereiten.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Fastensonntag
Herrn, unser Gott,
im heiligen Opfer, das wir feiern,
nimm auch unsere Mühen an,
damit der äußere Verzicht,
den wir in diesen vierzig Tagen auf uns nehmen,
uns durch deine Gnade innerlich erneuere.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Donnerstag in der 2. Fastenwoche
Kehrvers:
Jubelt ihr Lande dem Herrn;
alle Enden der Erde schauen Gottes Heil. (GL 55,1)
Guter Gott, wir kommen zu dir, um dir zu danken
und deine Größe zu preisen.
Einst hast du Abraham auf die Probe gestellt,
um ihm die Fülle deines Segens zu schenken
und ihn zum Segen für alle Geschlechter der Erde zu machen.
Kehrvers
Mose und Elija hast du deine Herrlichkeit schauen lassen
Sie haben dein Volk durch schwierige Zeiten geführt
und ihm deinen Willen geoffenbart.
Kehrvers
Auf dem Berg der Verklärung
hast du Jesus als deinen geliebten Sohn geoffenbart,
an dem du Gefallen gefunden hast.
Kehrvers
Durch ihn hast du deinen Plan mit den Menschen vollendet.
Er ist durch Leiden und Tod hindurch
in deine himmlische Herrlichkeit eingetreten.
Kehrvers
Durch ihn hast du auch uns den Himmel aufgeschlossen
und lässt uns jetzt schon erahnen,
Was du denen bereitet hast, die dich lieben.
Kehrvers
Dafür loben und preisen wir dich
mit allen Engeln und Heiligen.
Zusammen mit der ganzen Schöpfung singen wir zu deinem Lob:
Danklied, z. B.: Gott wohnt in einem Lichte (GL 429)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat den Jüngern
seinen Tod vorausgesagt
und ihnen auf dem heiligen Berg
seine Herrlichkeit kundgetan.
In seiner Verklärung erkennen wir,
was Gesetz und Propheten bezeugen:
daß wir durch das Leiden mit Christus
zur Auferstehung gelangen.
Durch ihn rühmen wir deine Größe
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Fastensonntag 2
TEILEN heißt
geben und nehmen
denken und handeln
ich und du
gleiche Teile machen
TEILEN kann ich
Geld und Zelt
Leid und Freud
Dach und Brot
den Platz am Feuer
TEILEN mit
nah und fern
weiß und schwarz
alt und jung
Geringsten unter allen
TEILEN schenkt
Vertrauen und Liebe
Hoffnung und Frieden
Nähe und Geborgenheit
Angenommensein als Mensch
TEILEN
lindert Not und Elend
fördert Freundschaft und Verständnis
schafft Leben und Lebenssinn
TEILEN BRINGT MENSCHEN EINANDER NÄHER
Herr,
du hast uns im Sakrament
an der Herrlichkeit deines Sohnes Anteil gegeben.
Wir danken dir,
daß du uns schon auf Erden teilnehmen läßt
an dem, was droben ist.
Durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Fastensonntag
Barmherziger Gott,
dieses heilige Mahl mache uns frei von Schuld
und gebe uns Anteil an der Freude des Himmels.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Montag der Fastenzeit
Herr, Jesus Christus,
du hast die Jünger auf den Berg der Verklärung geführt,
damit sie die ganze Weite des Glaubens erkennen konnten.
Du hast ihnen gezeigt, wie strahlend das aus dir hervorleuchtet,
was du an Gottesliebe zu verkündigen hast
und ihnen auch den Blick auf die Vorbilder der vergangenen Zeit vor Augen geführt.
Wir haben dir in dieser Welt viele „Hütten“ gebaut – wir und unsere Vorfahren.
Hilf uns, dass unsere Kirchen sich füllen mit Glaubenskraft und Stärke,
damit sie den Menschen ein wahrer Ort der Gottesbegegnung werden können.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. – Amen.
Es segne uns der Vater,
der in seiner Liebe Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – ja Ewigkeit – in Händen hält.
Es segne uns der Sohn,
der um alles weiß, was unser menschliches Leben ausmacht.
Es segne uns die göttliche Kraft der Geistin des Lebens,
damit wir wachsen im Glauben und in der Liebe.
Suchen Sie sich für den Hausgottesdienst einen geeigneten Platz in Ihrer Wohnung,
zünden Sie eventuell eine Kerze an und beginnen Sie:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. - Amen.
In der Fastenzeit gehen wir mit Jesus auf das Osterfest zu. Dies ist ein Weg, der uns durch den Tod hindurch zum unvergänglichen Leben führt. Am zweiten Fastensonntag nimmt uns Jesus mit auf den Berg der Verklärung, von dem aus sich der Sinn seines Lebens- und Leidensweges erschließt.
Mit den Jahren
Ich bin schon lange nicht mehr,
ich gestehe, tief unten
in meinem Keller gewesen,
wo die alten Weine der Weisheit
liegen und das Wissen der
Jahrhunderte verstaubt,
das ich erwarb, o Thomas,
Tertullian und Berengar von Tours.
Auch war ich, fällt mir ein,
schon lange Zeit nicht mehr
da oben unterm Dach, wie früher,
wo ich den Schwalben nachsah
und selber das Fliegen versuchte.
Mit den Jahren gewöhnt
man sich an den alltäglichen
Bedarf, das, was gefragt ist
und was, und das ist wenig,
noch ankommt bei den Leuten.
So übe ich, die fremden Nöte
täglich mit Geduld zu hören,
dafür die eignen zu verschweigen,
die kostbare Zeit, wie gefordert,
mit ungezählten Beschäftigungen
pausenlos zu vertun,
die Rechnungen zu bezahlen
und mit den Drucksachen,
die der Postbote bringt,
auf dem Laufenden zu sein
in der Theologie des Tages.
Mit den Jahren
mag es dann gelingen,
mit Wasser zu kochen,
das unbegreifliche Brot
in sehr sehr kleinen
Brötchen zu backen
und langsam die Liebe
zu erlernen in allem.
Lothar Zenetti
Aus: Lothar Zenetti, Leben liegt in der Luft. Worte der Hoffnung. Matthias-Grünewald-Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2007.
Herr Jesus Christus, dein göttlicher Glanz erhellt uns Leben.
Herr, erbarme dich.
Du bist Gottes geliebter Sohn, auf den wir hören sollen.
Christus, erbarme dich.
Du bist durch den Tod hindurch gegangen und von den Toten auferstanden.
Herr, erbarme dich.
Gott, du bist in allem für uns.
Du hast uns so sehr geliebt,
dass du uns deinen geliebten Sohn in die Welt gesandt hast,
damit er uns ein Beispiel deiner Liebe und Zugewandtheit gebe.
Im Alltagstrott vergessen wir oft, dass du immer zu uns stehst.
Schenke uns wache Sinne,
dass wir uns in dieser Fastenzeit immer wieder auf diese, deine Zusage, besinnen.
Das erbitten wir durch Christus, unser Beispiel, für heute und alle Zeit. – Amen.
Beatrix Senft
Lesung aus dem Buch Genesis.
In Jenen Tagen
stellte Gott Abraham auf die Probe.
Er sprach zu ihm: Abraham!
Er sagte: Hier bin ich.
Er sprach: Nimm deinen Sohn,
deinen einzigen, den du liebst, Isaak,
geh in das Land Morija
und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne,
als Brandopfer dar!
Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte,
baute Abraham dort den Altar,
schichtete das Holz auf,
Abraham streckte seine Hand aus
und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.
Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel her zu und sagte:
Abraham, Abraham!
Er antwortete: Hier bin ich.
Er sprach:
Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus
und tu ihm nichts zuleide!
Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest;
du hast mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten.
Abraham erhob seine Augen,
sah hin und siehe, ein Widder hatte sich hinter ihm
mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen.
Abraham ging hin,
nahm den Widder
und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.
Der Engel des HERRN
rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu
und sprach:
Ich habe bei mir geschworen - Spruch des HERRN:
Weil du das getan hast
und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast,
will ich dir Segen schenken in Fülle
und deine Nachkommen überaus zahlreich machen
wie die Sterne am Himmel
und den Sand am Meeresstrand.
Deine Nachkommen werden das Tor ihrer Feinde einnehmen.
Segnen werden sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde,
weil du auf meine Stimme gehört hast.
Kv: Ich gehe meinen Weg vor Gott
im Lande der Lebenden. – Kv
Oder: GL 629,3
Ich glaube – auch wenn ich sagen muss: *
Ich bin tief erniedrigt!
Kostbar ist in den Augen des Herrn *
der Tod seiner Frommen. – Kv
Ach Herr, ich bin doch dein Knecht, /
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd! *
Gelöst hast du meine Fesseln.
Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen, *
ausrufen will ich den Namen des Herrn. – Kv
Meine Gelübde will ich dem Herrn erfüllen *
in Gegenwart seines ganzen Volkes,
in den Höfen des Hauses des Herrn, *
in deiner Mitte, Jerusalem. – Kv
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Rom.
Schwestern und Brüder!
bIst Gott für uns,
wer ist dann gegen uns?
Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont,
sondern ihn für uns alle hingegeben –
wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen?
Gott ist es, der gerecht macht.
Wer kann sie verurteilen?
Christus Jesus, der gestorben ist,
mehr noch: der auferweckt worden ist,
er sitzt zur Rechten Gottes
und tritt für uns ein.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit
nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite
und führte sie auf einen hohen Berg,
aber nur sie allein.
Und er wurde vor ihnen verwandelt;
seine Kleider wurden strahlend weiß,
so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann.
Da erschien ihnen Elíja und mit ihm Mose
und sie redeten mit Jesus.
Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind.
Wir wollen drei Hütten bauen,
eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja.
Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte;
denn sie waren vor Furcht ganz benommen.
Da kam eine Wolke und überschattete sie
und es erscholl eine Stimme aus der Wolke:
Dieser ist mein geliebter Sohn;
auf ihn sollt ihr hören.
Als sie dann um sich blickten,
sahen sie auf einmal niemanden mehr bei sich außer Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen,
gebot er ihnen,
niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten,
bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.
Dieses Wort beschäftigte sie
und sie fragten einander, was das sei:
von den Toten auferstehen.
Glaube ist vor allem ein Weg
Glaube ist vor allem ein Weg. Abraham war im Glauben unterwegs; er versuchte, den Gott kennenzulernen, an den er glaubte, von dem er aber nur wenig wußte. Abraham ist der Mensch, der Gott sucht; Abraham sind alle Menschen, die Gott suchen; Abraham ist jeder von uns auf seinem Weg zu Gott, jeder, der unterwegs ist, um seinem Wort zu folgen.
Auch wir sind gerufen, im Glauben voranzugehen. Ich meine, daß wir den Weg Abrahams und unseren Glaubensweg dem zuordnen können, was das Zweite Vatikanische Konzil in der Konstitution über die Kirche "Lumen Gentium" (Nr. 58) im Kapitel über Maria sagt: "So ging auch die selige Jungfrau den Pilgerweg des Glaubens. Ihre Vereinigung mit dem Sohn hielt sie in Treue bis zum Kreuz." Auf dem Pilgerweg des Glaubens verstand Maria immer mehr von Gott. Bitten wir den Herrn, er möge uns helfen, daß wir auf diesem Pilgerweg vorankommen.
Wie überwinden wir uns selbst? Wie können wir dieses Grundmißtrauen besiegen, das uns immer wieder belastet in der Beziehung zu Gott, zu den anderen, zu allem, was neu und wahr ist? Wie kommen wir heraus aus den Fesseln unserer Gewohnheiten und der überkommenen Sicherheiten? Gottes Wort wird alles überwinden. Ich denke dabei an einen Satz aus den "Geistlichen Übungen" des heiligen Ignatius von Loyola: "Wir müssen uns vom Wort Gottes durchdringen lassen."
Eine der Prüfungen, die den Glaubenden erwarten und die ihn auch in reiferen Phasen seines Glaubensweges heimsuchen, besteht in der Überwindung der Wolke der Sinnlosigkeit, der Leere, der Sinnverdunkelung.
Ein zeitgenössischer Theologe schreibt: "Ohne den Glauben, ohne die Augen der Liebe (die zum Glauben gehören) ist die Welt zu schlecht, als daß Gott gut sein, als daß es einen guten Gott geben könnte."
Jeder, der sich in den Glaubensdialog mit Gott hineinziehen ließ, erfährt früher oder später und mehr oder weniger stark dunkle Wegstrecken, Sinnlosigkeiten in seinem Leben wie in dem seiner Mitmenschen. Beziehungen zerbrechen, die so wertvoll, gerecht und echt schienen: Beziehungen in der Familie, zwischen Eltern und Kindern, zwischen Freunden. Schicksalsschläge treten ein; man erfährt Krankheit, begegnet dem Tod, erlebt das Scheitern berechtigter Hoffnungen, sieht das Leiden Unschuldiger ...
Solche dunklen Wegstrecken sind um so schwieriger, als es dabei nicht nur um Begriffe, sondern um leidvolle und einschneidende Wirklichkeiten geht, in die wir unversehens hineingestoßen werden. Der Kampf spielt sich also nicht auf der Ebene der Ideen ab, sondern auf der des konkreten Handelns: Wo ist hier der Sinn des Lebens? Wie kann das gläubige Bewußtsein diese dunklen Nächte der Sinnleere überwinden?
Mir scheint, daß eine Überwindung auf zwei Arten möglich ist: Zunächst durch die Bewegung des Glaubens selber, der sich auf den verläßt, der trotz alledem Sinn geben kann. Hier wirkt die Dynamik des gläubigen Vertrauens mit einer Ausdauer und Unüberwindbarkeit, die etwas Wunderbares an sich haben. Man würde es nicht glauben, wenn man es nicht selbst erlebt hätte.
In zweiter Linie wird die Sinnlosigkeit überwunden, weil wir durch die Auslieferung an das Geheimnis Gottes, die den Glauben ausmacht, dazu herausgefordert werden, nicht in Trägheit zu versinken, sondern selber - soweit wir dies können -, den schmerzlichen Erfahrungen einen Sinn zu verleihen.
So merken wir, daß Situationen, deren Bewältigung unmöglich schien, unverhoffte Gelegenheiten zu Solidarität, Freundschaft und Liebe werden. Solche Wege in die Weite eröffnen sich aber nur dann, wenn man sich ganz in die jeweilige Situation hineinbegibt. Daß der Mut zurückkehrt, erfordert Anstrengung, ist ein Geschenk, das aber etwas kostet. So etwas läßt sich nicht am grünen Tisch planen, sondern verlangt das tägliche Wagnis.
Carlo M. Martini
Aus: Carlo M. Martini, Seht, welch ein Mensch. Texte für alle Tage der Fasten- und Osterzeit. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1999.
Kehrvers:
Jubelt ihr Lande dem Herrn;
alle Enden der Erde schauen Gottes Heil. (GL 55,1)
Guter Gott, wir kommen zu dir, um dir zu danken
und deine Größe zu preisen.
Einst hast du Abraham auf die Probe gestellt,
um ihm die Fülle deines Segens zu schenken
und ihn zum Segen für alle Geschlechter der Erde zu machen.
Kehrvers
Mose und Elija hast du deine Herrlichkeit schauen lassen
Sie haben dein Volk durch schwierige Zeiten geführt
und ihm deinen Willen geoffenbart.
Kehrvers
Auf dem Berg der Verklärung
hast du Jesus als deinen geliebten Sohn geoffenbart,
an dem du Gefallen gefunden hast.
Kehrvers
Durch ihn hast du deinen Plan mit den Menschen vollendet.
Er ist durch Leiden und Tod hindurch
in deine himmlische Herrlichkeit eingetreten.
Kehrvers
Durch ihn hast du auch uns den Himmel aufgeschlossen
und lässt uns jetzt schon erahnen,
Was du denen bereitet hast, die dich lieben.
Kehrvers
Dafür loben und preisen wir dich
mit allen Engeln und Heiligen.
Zusammen mit der ganzen Schöpfung singen wir zu deinem Lob:
Danklied, z. B.: Gott wohnt in einem Lichte (GL 429)
Plötzlich sahen die Jünger Jesus in einem ganz anderen Licht.
Dass auch wir das, was uns in dieser Pandemie irritiert und mutlos macht, in einem anderen Licht sehen können, bitten wir den Vater:
Für alle, die dein Wort verkünden;
für die, die darin Weisung für ihr Leben suchen;
für die, die sich im Rahmen ihrer Taufvorbereitung ganz besonders damit auseinandersetzen.
Für die, die derzeit ganz konkret unter den Folgen des Klimawandels leiden;
für die, die sich um Nachhaltigkeit bemühen;
für die, die noch zögern, ihre Lebensweise zu überdenken.
Für die, die in der Begegnung mit der Natur Abstand zu ihren Sorgen finden;
für die, die sich ehrenamtlich in den vielen Test- und Impfstraßen engagieren;
für die, die sich nicht damit abfinden können, dass ihre derzeitigen Lebensumstände nicht ihren Erwartungen entsprechen.
Für die, die Schmerzen und Leid nicht als Teil menschlichen Lebens akzeptieren können;
für die, die andere in ihrem Leid begleiten;
für die, die anderen durch ihr Beispiel Mut machen.
Für unsere Verstorbenen,
für die wir erhoffen, dass sie deine Herrlichkeit schauen können.
Dass wir wirklich am Ende unseres irdischen Lebens bei dir ankommen, können wir nicht als sicher annehmen. Aber unser Tun auf diesem Weg dahin, können wir nach dir ausrichten.
Dafür erbitten wir deine Hilfe und deinen Segen, jetzt und alle Tage. - Amen.
Mag. theol. Dr. med. Renate Witzani
Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Kairos - Der rechte Augenblick
Lass ihn nicht vorübergehen -
den rechten Augenblick,
halt ihn fest,
dass er nicht entgleiten kann,
solang er jung ist,
solang er so nah geflogen kommt.
Pack ihn an der Haarlocke,
denn er entwischt so schnell,
kommt nie mehr vorbei -
es gibt kein nächstes Mal.
Ilse Pauls
Aus: Ilse Pauls, Worte am Weg. Gedichte. Wolfgang Hager Verlag, Stolzalpe 2013.
Herr, Jesus Christus,
du hast die Jünger auf den Berg der Verklärung geführt,
damit sie die ganze Weite des Glaubens erkennen konnten.
Du hast ihnen gezeigt, wie strahlend das aus dir hervorleuchtet,
was du an Gottesliebe zu verkündigen hast
und ihnen auch den Blick auf die Vorbilder der vergangenen Zeit vor Augen geführt.
Wir haben dir in dieser Welt viele „Hütten“ gebaut – wir und unsere Vorfahren.
Hilf uns, dass unsere Kirchen sich füllen mit Glaubenskraft und Stärke,
damit sie den Menschen ein wahrer Ort der Gottesbegegnung werden können.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. – Amen.
Beatrix Senft
Gott segne das Dunkel
Gott segne das Dunkel, das du nicht verstehst,
und lasse dich schauen
Sein Licht.
Gott segne deine Schwäche
und lasse dich erfahren
Seine Kraft.
Gott segne deine Schmerzen
und lasse sie zum Weg werden
zu Ihm.
Gott segne deine Fragen
und öffne dir Ohren und Herz,
dass du Seine Antwort verstehst zu Seiner Zeit.
Gott segne die Ungewissheit
und mache dich gewiss
Seiner Gegenwart.
Gott segne deine Hoffnung
und lasse dich vertrauen,
dass größer als deine Wünsche Seine Liebe ist.
Gott segne deine schlaflosen Nächte
und lasse den Glauben in dir wachsen,
dass ER dich führt.
Wilma Klevinghaus, in: Peter Müller: Wer aufbricht, kommt auch heim.
ja
hoch auf den Berg gestellt
Herr
möchte ich gerne sein
mit dir an meiner Seite
dass du mir zeigst
welche Zusammenhänge
sich „knäulen“ in den Wirren
meiner
und der Welt
Vergangenheit
wie sich alles
„bröselt“
in dem
was gegenwärtig ist
dass sich klären kann
was ich
an alten Mustern
hinter mir lassen
darf
kann
und soll
dass DU
heilend
deine Finger
in meine Wunden
aus
Lieblosigkeit
Unklarheit
Unvermögen
Versagen
legst
mir klaren Blick
schenkst
damit mir
der Weg
nach unten
der Weg
in das Leben
der Zukunft
mit
DEINEM SEGEN
gelingen kann
Das Opferfest, auch Eid el-Adha ist das höchste islamische Fest. Es wird zum Höhepunkt des Haddsch gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka, beginnt jährlich am Zehnten des islamischen Monats Dhu l-Hiddscha und dauert vier Tage. Aufgrund des islamischen Mondkalenders kann das Opferfest zu jeder Jahreszeit stattfinden, es verschiebt sich im Sonnenkalender rückwärts um meist elf Tage pro Jahr. 2017 fand das Opferfest vom 31. August bis 4. September statt.
[...]
Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht, der nach muslimischer Überlieferung die göttliche Probe bestanden hatte und bereit war, seinen Sohn Ismael (vgl. Isaak) Allah zu opfern. Als Allah seine Bereitschaft und sein Gottvertrauen sah, gebot er ihm Einhalt. Ibrahim und Ismail opferten daraufhin voller Dankbarkeit im Kreis von Freunden und Bedürftigen einen Widder. Die Geschichte wird im Koran in Sure 37,99–113 erzählt. In der Bibel ist es die Erzählung von der Opferung Isaaks (Genesis 22,1–19).
Mehr auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Opferfest
de.wikipedia.org
Die Hadsch, die Pilgerfahrt nach Mekka, findet jedes Jahr in einem bestimmten Zeitraum statt, der auch mit dem höchsten islamischen Fest, dem Id Al-Adha oder Opferfest, in Verbindung steht. Das Opferfest findet in Erinnerung an den Propheten Ibrahim und seinen Sohn Isma’il statt. Das Schlachtopfer ist ein Bestandteil der Riten der Hadsch. Auch den Muslimen, die nicht auf die Hadsch gehen, ist es empfohlen, am Id Al-Adha das Schlachtopfer durchzuführen. Das Opferfest geht darauf zurück, dass der Prophet Ibrahim gegenüber Allah gelobt hatte, falls Er ihm einen Sohn schenke, diesen um Seinetwillen zu opfern.
www.islamische-zeitung.de
Ich weiß wohl, dass manche unter euch hierher gekommen sind aus großer Bedrängnis und Trübsal. Einige von euch sind direkt aus engen Gefängniszellen gekommen. Einige von euch sind aus Gegenden gekommen, in denen ihr aufgrund eures Verlangens nach Freiheit mitgenommen und erschüttert wurdet von den Stürmen der Verfolgung und polizeilicher Brutalität. Ihr seid die Veteranen schöpferischen Leidens. Macht weiter und vertraut darauf, dass unverdientes Leiden erlösende Qualität hat.
Geht zurück nach Mississippi, geht zurück nach Georgia, geht zurück nach Louisiana, geht zurück in die Slums und Ghettos der Großstädte im Norden in dem Wissen, dass die jetzige Situation geändert werden kann und wird. Lasst uns nicht Gefallen finden am Tal der Verzweiflung.
Heute sage ich euch, meine Freunde, trotz der Schwierigkeiten von heute und morgen habe ich einen Traum. Es ist ein Traum, der tief verwurzelt ist im amerikanischen Traum. Ich habe einen Traum, dass eines Tages diese Nation sich erheben wird und der wahren Bedeutung ihres Credos gemäß leben wird: "Wir halten diese Wahrheit für selbstverständlich: dass alle Menschen gleich erschaffen sind."
Ich habe einen Traum, dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können.
Ich habe einen Traum, dass sich eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat, der in der Hitze der Ungerechtigkeit und Unterdrückung verschmachtet, in eine Oase der Gerechtigkeit verwandelt.
Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird. Ich habe einen Traum heute...
Ich habe einen Traum, dass eines Tages in Alabama mit seinen bösartigen Rassisten, mit seinem Gouverneur, von dessen Lippen Worte wie "Intervention" und "Annullierung der Rassenintegration" triefen ..., dass eines Tages genau dort in Alabama kleine schwarze Jungen und Mädchen die Hände schütteln mit kleinen weißen Jungen und Mädchen als Brüder und Schwestern. Ich habe einen Traum, dass eines Tages jedes Tal erhöht und jeder Hügel und Berg erniedrigt wird. Die rauhen Orte werden geglättet und die unebenen Orte begradigt werden. Und die Herrlichkeit des Herrn wird offenbar werden, und alles Fleisch wird es sehen.
Das ist unsere Hoffnung. Mit diesem Glauben kehre ich in den Süden zurück.
Mit diesem Glauben werde ich fähig sein, aus dem Berg der Verzweiflung einen Stein der Hoffnung zu hauen. Mit diesem Glauben werden wir fähig sein, die schrillen Missklänge in unserer Nation in eine wunderbare Symphonie der Brüderlichkeit zu verwandeln.
Mit diesem Glauben werden wir fähig sein, zusammen zu arbeiten, zusammen zu beten, zusammen zu kämpfen, zusammen ins Gefängnis zu gehen, zusammen für die Freiheit aufzustehen, in dem Wissen, dass wir eines Tages frei sein werden. Das wird der Tag sein, an dem alle Kinder Gottes diesem Lied eine neue Bedeutung geben können: "Mein Land von dir, du Land der Freiheit singe ich. Land, wo meine Väter starben, Stolz der Pilger, von allen Bergen lasst die Freiheit erschallen." Soll Amerika eine große Nation werden, dann muss dies wahr werden.
Dr. Martin Luther King Jr. Rede zum Marsch auf Washington am 28. August 1963 vor 250.000 Menschen am Lincoln Memorial.
http://www.dadalos.org/deutsch/Vorbilder/vorbilder/mlk/traum.htm
Ich träume von einer Kirche,
die arm ist,
die nicht Geld verspricht,
die den Menschen sieht
und jedem Prunk und Profitdenken einen einfachen Lebensstil entgegensetzt.
Ich träume von einer Kirche,
die nicht ihre Macht ausspielt,
die nicht über andere herrschen will,
wo Männer und Frauen gleichberechtigt sind,
wo sie gemeinsam in den Dienst genommen werden,
deren Strukturen demokratisch sind,
die jedem Christen Mündigkeit zugesteht,
die auf Prestige verzichtet und niemanden unterdrückt.
Ich träume von einer Kirche,
die demütig ist,
die Mut zum Dienen beweist
den Kranken, den Einsamen, den Außenseitern und Randgruppen,
die für das Leben einsteht,
die Obdachlosen Heimat gibt,
Alleinerziehende unterstützt,
die barmherzig ist,
die Schuld verzeiht,
die gescheiterten Eheleuten neue Zukunft gibt,
die Andersgläubige nicht verurteilt,
die Fremden Gastfreundschaft gewährt.
Ich träume von einer Kirche,
die ehrlich ist,
die Kritik zulässt und übt,
die politisch ist
und sich offen mit den Fragen unserer Zeit auseinandersetzt,
die Mut hat zu neuen Formen des Umgangs miteinander und mit der Schöpfung,
die Partei ergreift gegen ungerechte Strukturen und für den Frieden eintritt.
Ich träume von einer Kirche,
die jung ist,
die mich zu Wort kommen lässt und meine Sprache spricht,
die mich bejaht, wie ich bin,
die meine Fragen nach dem Sinn hört,
die sich für den Dialog zwischen den Generationen einsetzt,
die begeistert ist,
die vom Evangelium lebt,
die kreativ ist,
die sich auf dem Weg weiß,
die im Aufbruch bleibt,
die sich stören lässt und aufrüttelt, was eingefahren ist,
die die Chancen ergreift, die die Zeichen der Zeit zeigen.
Ich träume von einer Kirche,
die die Liebe Gottes erlebt,
wo Vertrauen wachsen kann, das zu Glauben wird,
die mir einen Raum der Freiheit gibt,
die Hoffnung hat und teilt,
die mich spüren lässt, dass Jesu Satz:
"Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich mitten unter ihnen" wahr ist,
die ruhe- und ratlos ist.
Ich träume von einer Kirche,
die lebenswert ist,
die Heimat gibt,
die Begegnung wagt,
Ich träume von einer Kirche ...
Ich und Du, wir sind Kirche.
Dorothee Hammschmitt auf dioezese-linz.at

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
Ihre Spende ermöglicht uns die Weiterführung und Weiterentwicklung des Predigtforums.
Eine weitere Schicht in dieser Geschichte ist, daß Menschenopfer im Umfeld Israels, d.h. bei der anderen Bevölkerung üblich waren. Waren auch bei den Israeliten Menschenopfer üblich? Jedenfalls sollte das Geopferte Gott zugeführt werden. Und es sollte nur das Beste sein. Somit war das Opfern der Erstgeburt angebracht. Dies wurde mit dem Vieh gemacht. Mit den Erstgeborenen der Menschen? Bekannt ist, daß die Israeliten die zu opfernde Erstgeburt der Menschen durch Opferung eines Tieres auslösten.
Letztendlich opfert Abraham seinen Sohn doch nicht. Werden folglich in Israel nicht Menschenopfer dargebracht, heißt dies nicht, Israel verehre deswegen Gott weniger als die anderen, die dies tun. Und wird dadurch nicht aufgezeigt, daß dieser Gott ein Gott der Lebenden ist?! Wieviele Menschenopfer fordern die Herren dieser Welt?
Es gibt viele Versuche, die unglaubliche Härte der Geschichte wegzuinterpretieren. Etwa der Versuch, in der Erzählung eine Gegengeschichte zu den damals außerhalb Israels üblichen Menschenopfern zu sehen. Die Geschichte wolle zeige, daß Gott keine Menschenopfer will. Abraham hatte jedoch seinen Sohn in Gedanken vielfach geopfert, bevor der Engel Gottes Einhalt geboten hat. Oder die Deutung als symbolische Geschichte: Söhne werden geopfert für das Vaterland, für heilige und unheilige Kriege, für den väterlichen Ehrgeiz...
Es kostet Kraft, die Geschichte auszuhalten, wie sie dasteht. Gott und das, was er von uns will, ist für uns Menschen oft hart und unverständlich. Auf der Suche nach dem Willen Gottes können wir auch irren. Den Mißbrauch des Namens Gottes verbietet das zweitwichtigste Gebot des Dekalogs. Sich von Gott ein Bild zu machen, birgt das Risiko eines eigenmächtigen Gottesbildes in sich.
Die Erzählung kann Anlaß sein, die eigenen Gottesvorstellungen und -bilder zu hinterfragen und die Unbegreiflichkeit Gottes neu zu erahnen.