Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus der Apostelgeschichte.
In jenen Tagen
führte man die Apostel herbei
und stellte sie vor den Hohen Rat.
Der Hohepriester verhörte sie
und sagte: Wir haben euch streng verboten,
in diesem Namen zu lehren;
und siehe, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt;
ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.
Petrus und die Apostel antworteten:
Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt,
den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt.
Ihn hat Gott als Anführer und Retter
an seine rechte Seite erhoben,
um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken.
Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist,
den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.
Darauf ließen sie die Apostel auspeitschen;
dann verboten sie ihnen, im Namen Jesu zu predigen,
und ließen sie frei.
Sie aber gingen weg vom Hohen Rat
und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren,
für seinen Namen Schmach zu erleiden.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus der Apostelgeschichte.
In jenen Tagen
führte man die Apostel herbei
und stellte sie vor den Hohen Rat.
Der Hohepriester verhörte sie
und sagte: Wir haben euch streng verboten,
in diesem Namen zu lehren;
und siehe, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt;
ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.
Petrus und die Apostel antworteten:
Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt,
den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt.
Ihn hat Gott als Anführer und Retter
an seine rechte Seite erhoben,
um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken.
Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist,
den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.
Als sie das hörten,
gerieten sie in Zorn und beschlossen, sie zu töten.
Da erhob sich im Hohen Rat ein Pharisäer namens Gamaliël,
ein beim ganzen Volk angesehener Gesetzeslehrer;
er befahl, die Apostel für kurze Zeit hinausführen.
Dann sagte er: Israeliten, überlegt euch gut,
was ihr mit diesen Leuten tun wollt!
Vor einiger Zeit nämlich trat Theudas auf
und behauptete, er sei etwas Besonderes.
Ihm schlossen sich etwa vierhundert Männer an.
Aber er wurde getötet
und sein ganzer Anhang wurde zerstreut und aufgerieben.
Nach ihm trat in den Tagen der Volkszählung
Judas, der Galiläer, auf;
er brachte viel Volk hinter sich und verleitete es zum Aufruhr.
Auch er kam um und alle seine Anhänger wurden zerstreut.
Darum rate ich euch jetzt:
Lasst von diesen Männern ab und gebt sie frei;
denn wenn dieses Vorhaben
oder dieses Werk von Menschen stammt,
wird es zerstört werden;
stammt es aber von Gott,
so könnt ihr sie nicht vernichten;
sonst werdet ihr noch als Kämpfer gegen Gott dastehen.
Sie stimmten ihm zu,
riefen die Apostel herein und ließen sie auspeitschen;
dann verboten sie ihnen, im Namen Jesu zu predigen,
und ließen sie frei.
Sie aber gingen weg vom Hohen Rat
und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren,
für seinen Namen Schmach zu erleiden.
Kv: Herr, du zogst mich herauf aus der Tiefe;
ich will dich rühmen in Ewigkeit. – Kv
Oder: GL 312,5
Ich will dich erheben, Herr, /
denn du zogst mich herauf *
und ließest nicht zu, dass meine Feinde sich über mich freuen.
Herr, du hast meine Seele heraufsteigen lassen aus der Totenwelt, *
hast mich am Leben erhalten, sodass ich nicht
in die Grube hinabstieg. – (Kv)
Singt und spielt dem Herrn, ihr seine Frommen, *
dankt im Gedenken seiner Heiligkeit!
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick, *
doch seine Güte ein Leben lang. – (Kv)
Wenn man am Abend auch weint, *
am Morgen herrscht wieder Jubel.
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt, *
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. – Kv
Lesung
aus der Offenbarung des Johannes.
Ich, Johannes, sah und ich hörte die Stimme von vielen Engeln
rings um den Thron und um die Lebewesen und die Ältesten;
die Zahl der Engel war zehntausend mal zehntausend
und tausend mal tausend.
Sie riefen mit lauter Stimme:
Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist,
Macht zu empfangen,
Reichtum und Weisheit,
Kraft und Ehre,
Lob und Herrlichkeit.
Und alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde,
unter der Erde und auf dem Meer,
alles, was darin ist, hörte ich sprechen:
Ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm
gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft
in alle Ewigkeit.
Und die vier Lebewesen sprachen: Amen.
Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder
und beteten an.
Halleluja. Halleluja.
Christus ist auferstanden.
Er, der Schöpfer des Alls, hat sich aller Menschen erbarmt.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit
offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal,
am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise.
Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus,
Natanaël aus Kana in Galiläa,
die Söhne des Zebedäus
und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen.
Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit.
Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot.
Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihnen:
Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen?
Sie antworteten ihm: Nein.
Er aber sagte zu ihnen:
Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus
und ihr werdet etwas finden.
Sie warfen das Netz aus
und konnten es nicht wieder einholen,
so voller Fische war es.
Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus:
Es ist der Herr!
Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei,
gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war,
und sprang in den See.
Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot
- sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt,
nur etwa zweihundert Ellen -
und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
Als sie an Land gingen,
sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer
und darauf Fisch und Brot liegen.
Jesus sagte zu ihnen:
Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt!
Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land.
Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt,
und obwohl es so viele waren,
zerriss das Netz nicht.
Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst!
Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du?
Denn sie wussten, dass es der Herr war.
Jesus trat heran,
nahm das Brot und gab es ihnen,
ebenso den Fisch.
Dies war schon das dritte Mal,
dass Jesus sich den Jüngern offenbarte,
seit er von den Toten auferstanden war.
Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus:
Simon, Sohn des Johannes,
liebst du mich mehr als diese?
Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.
Jesus sagte zu ihm:
Weide meine Lämmer!
Zum zweiten Mal fragte er ihn:
Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?
Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.
Jesus sagte zu ihm:
Weide meine Schafe!
Zum dritten Mal fragte er ihn:
Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?
Da wurde Petrus traurig,
weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Liebst du mich?
Er gab ihm zur Antwort: Herr, du weißt alles;
du weißt, dass ich dich liebe.
Jesus sagte zu ihm:
Weide meine Schafe!
Amen, amen, ich sage dir:
Als du jünger warst, hast du dich selbst gegürtet
und gingst, wohin du wolltest.
Wenn du aber alt geworden bist,
wirst du deine Hände ausstrecken
und ein anderer wird dich gürten
und dich führen, wohin du nicht willst.
Das sagte Jesus,
um anzudeuten,
durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde.
Nach diesen Worten sagte er zu ihm:
Folge mir nach!
Der sog. unechte Schluss des Johannes-Evangeliums ist echt-kanonisch, variiert die Ostergeschichte und verleiht ihr einen besonderen Nachdruck. Gegen alle Vergeistigung oder Spirtualisierung - alte Gefährdungen der Auslegung (vgl. Doketismus, Gnosis u.a.) - fällt auf, dass der Auferstandene zu seinen Jüngern kommt, um mit ihnen zu essen: Geister essen nicht!
Aufbau und Gliederung der Geschichte sind kunstvoll: Die Verse 1-14 erzählen - analog - dem "dritten Tag" - die dritte Begegnung des Auferstandenen mit seinen Jüngern. Besonders hervorgehoben ist, was Petrus sagt und tut. Erzählt wird die Begegnung des Auferstandenen in der Form der synoptisch überlieferten Berufungsgeschichte (vgl. die Motive Fischfang - erfolglose Nacht - Geheiß Jesu, die Netze auszuwerfen - großer Fischzug) mit der Pointe, zu "kommen" und zu "essen". Unverkennbar ist auch der eucharistische Sprachgebrauch: Nehmet und esset...
Die Langfassung des Evangeliums fügt in den Versen 15-19 die Begegnung des Auferstandenen mit Petrus an. Er, der dreimal verleugnete, Jesus zu kennen, wird dreifach von ihm beauftragt, seine Herde zu weiden. In einem Ausblick wird auch auf das Geschick des Petrus ("Simon, Sohn des Johannes") verwiesen.
Über diesen beiden Schlussszenen steht, dass Jesus sich "danach" (nach Ostern) - vgl. Vers 1 - seinen Jüngern offenbart. Vers 14 schließt den ersten Teil ab: Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte. Am Ende des zweiten Teils - vgl. Vers 19 - wird die Offenbarung auf die Verherrlichung bezogen.
In Vers 19 wird allerdings auch deutlich, dass - in den beiden Teilen - Petrus mit der Autorität des Auferstandenen rehabilitiert wird. Das Christus-Bekenntnis Simons und das Petrus-Wort Jesu (Mt. 16) werden von dem Auferstandenen mit neuem Leben versehen. Wir sehen hier die ekklesiologische Seite von Ostern.
Wer mehr bedenken möchte, wird fündig unter:
http://www.perikopen.de/Lesejahr_C/03_Ost_C_Joh21_1-19_Weidemann.pdf
http://www.catena-aurea.de/ljcpas3.html
In aller Form hat der Evangelist das Evangelium mit Kapitel 20 abgeschlossen. Kapitel 21 dürfte später hinzugefügt worden sein und auf kirchliche Redaktion zurückgehen, wobei diese kirchliche Redaktion auch sonst im Johannesevangelium ständig durchkommt. Johannes berichtet nur von den Auferstehungsereignissen in Jerusalem. Hier in dieser Stelle halten sich die Jünger in Galiläa auf. Im Kapitel zuvor wird gesagt, der Auferstandene wird nicht mehr erscheinen. Hier erscheint er dennoch wieder. Ebenfalls wurden die Jünger bereits zuvor in ihr missionarisches Amt eingesetzt. Hier werden sie wiederum als Fischer vorgeführt. Der Jüngerkreis ist eigenartig zusammengestellt. Und noch eine Besonderheit: In diesem Kapitel erfahren wir, daß Natanaël aus Kana stamme.
Fischfang und Erscheinung des Auferstandenen werden erzählt, wie wenn es zuvor nichts gegeben hätte, also keine Geistbegabung. Der überwältigende Fischfang ist ein Wunder. Und der Lieblingsjünger begreift auch hier zuerst: Es ist der Herr. Das zweite Wunder erwartet die Jünger, mit dem reichen Fang eben wieder an Land, nämlich die bereitet Mahlzeit.
Viele Deutungen hat später das nicht zerreißende Netz bei dieser Fischmenge erfahren: Die große Menge der Gläubigen, oder die bleibende Einheit der Kirche ... Petrus zieht es alleine ans Land ... er ist der Leiter dieser Kirche ... Jedenfalls, die Beziehung zwischen den Jüngern und dem Auferstandenen ist distanzierter geworden. Der kirchlichen Redaktion gelingt es nicht, die Beziehung zwischen Jüngern und Herrn zu intensivieren. Die dreimalige Frage an Petrus durch Jesus: Liebst du mich, erinnert an die Verleugnung Jesu durch Petrus.
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit
offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal,
am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise.
Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus,
Natanaël aus Kana in Galiläa,
die Söhne des Zebedäus
und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen.
Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit.
Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot.
Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.
Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihnen:
Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen?
Sie antworteten ihm: Nein.
Er aber sagte zu ihnen:
Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus
und ihr werdet etwas finden.
Sie warfen das Netz aus
und konnten es nicht wieder einholen,
so voller Fische war es.
Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus:
Es ist der Herr!
Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei,
gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war,
und sprang in den See.
Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot
- sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt,
nur etwa zweihundert Ellen -
und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
Als sie an Land gingen,
sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer
und darauf Fisch und Brot liegen.
Jesus sagte zu ihnen:
Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt!
Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land.
Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt,
und obwohl es so viele waren,
zerriss das Netz nicht.
Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst!
Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du?
Denn sie wussten, dass es der Herr war.
Jesus trat heran,
nahm das Brot und gab es ihnen,
ebenso den Fisch.
Dies war schon das dritte Mal,
dass Jesus sich den Jüngern offenbarte,
seit er von den Toten auferstanden war.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der Evangelientext stammt aus dem zweiten Schluss des Johannesevangeliums. Am Ende des Evangeliums vom 2. Ostersonntag stand die Zusammenfassung des Evangeliums: Hilfen geben zur Erfahrung, dass Jesus der Messias ist und ein Leben in seinem Geist anbietet.
Nun macht der angehängte Schlussteil deutlich: Dieses Leben im Geist Jesu fiel selbst denen schwer, die ihn erlebt hatten. Aber am Ende tun sie es.
Die vorliegende Perikope findet sich im letzten Kapitel des Johannesevangeliums, das einen Anhang darstellt, dessen Form und Art sehr viele Fragen aufwirft, die hier nicht alle dargelegt werden können. So finden sich in diesem Kapitel drei in einander verwobene Geschichten, die in einem äußeren Zusammenhang gehalten werden: eine Geschichte vom Fischfang, ein Erscheinungsbericht und eine Mahlerzählung. Sie verbindet die Einheitlichkeit der handelnden Personen und des gleichen Ortes. Ganz losgelöst kann man dieses Kapitel indes nicht lesen, es ist Teil eines größeren Zusammenhangs, in den nach Vers 14 noch zwei weitere Erscheinungen gehören.
Von den sieben Personen, die Jesus begegnen, sind die ersten fünf solche, die in einer besonderen Beziehung zu Jesus standen: Petrus als der Wortführer der Apostel, Thomas als der, der sehen und begreifen durfte, Natanael, der Jesus schon einmal begegnet war (Joh 1,47) und die Söhne des Zebedäus. Wer die zwei anderen sind und woher sie kommen, bleibt unklar. Diese sieben bezeichnen die Fülle der Nachfolger Jesu, denen er begegnen will.
Die Erzählung vom Fischfang geht auf ein ähnliches Vorbild bei Lukas (5,1-11) zurück, das der Autor der vorliegenden Geschichte gekannt haben muss.
Die Erscheinung Jesu entspricht in ihrer Form der Begegnung mit den Emmausjüngern oder vom Zeitpunkt her der Begegnung mit Maria Magdalena.
Die Mahlszene entspricht atmosphärisch - und das ist die einzige Gemeinsamkeit - der lukanischen Szene, als die Jünger in Emmaus dem Auferstandenen in aller Unauffälligkeit und Schmucklosigkeit begegnen (Lk 24,13-35).
Diese Geschichten sind nun zu einem Missionsbericht zusammenkomponiert: Petrus holt das Netz der Kirche ein, in dem alle Völker (153 Fische als Symbole aller bekannten Fischarten = alle bekannten Völker) vorhanden sind. Sie werden dem Auferstandenen zu Füssen gelegt.
Bei diesem Evangelium handelt es sich um ein Nachtragskapitel, das im Rahmen der Endredaktion durch die johanneische Schule angefügt wurde. Die Schilderung enthält mehrere Widersprüche (Auftrag zum Fischfang in Vers 6 und bereitstehendes Mahl in Vers 9) und Doppelungen (Ziehen des Netzes in Verse 8. 11, Erkennen Jesu in Verse 7. 12). Das lässt darauf schließen, dass hier zwei Überlieferungen miteinander verwoben wurden. Verbunden mit dem Vorausgehenden wird die Geschichte durch die Verse 1 und 14. Diese sogenannte dritte Erscheinung des Auferstandenen unterscheidet sich von den beiden zuvor beschriebenen: Bei der ersten Begegnung (Joh 20,11-18) kam er zu Menschen, die angesichts des Todes Jesu fassungslos und verängstigt waren, und bei der zweiten Erscheinung (Joh 20,24-29) zu einem zutiefst Zweifelnden. Beides waren menschliche Ausnahmesituationen, in denen die Jünger durch eine außergewöhnliche Erfahrung wieder Lebensmut, Gottvertrauen und Perspektive gewannen und darin Jesus erkannten. Genauso kann es gläubigen Menschen auch heute bei Ausnahmesituationen wie Sternstunden ihres Lebens und überwundenen Krisen relativ leicht fallen, im Nachhinein darin Gottes Nähe zu erkennen. Im dritten Bericht ist die Situation dagegen eine andere: Die Jünger sind zurück in ihrem Alltagsgeschäft und mit dessen Fragen und Problemen so sehr beschäftigt, dass sie Jesus zunächst nicht erkennen (Vers 4).
Ähnlich geht es Christen auch heute oft in ihrem Alltag: Sie rechnen hier nicht mit Gottesbegegnung. Manche leben den Glauben auch eher zusätzlich zu Beruf, Familie und Ehrenamt. Gottesdienstbesuch und verlässliche kirchliche Gemeinschaft sind dann zwar als eigenständiger Bereich wichtig, aber Gottesbeziehung und Alltagsleben werden kaum durch persönliche Auseinandersetzung aufeinander bezogen. Hierauf wirft das Evangelium nun ein neues Licht: Jesus, der Mensch gewordene und menschlich erfahrbare Gott, lässt sich mitten im Alltag finden. So betrachtet vermag eine auf den ersten Blick unspektakuläre Erfahrung auch in Eintönigkeit und vergeblichem Mühen neuen Lebensmut und Sinn zu schenken. Das zu erkennen dauert – wie bei den Jüngern – etwas länger als bei besonderen Erlebnissen. Hilfreich kann es sein, jeden Abend mit einem entsprechenden Tagesrückblick den Blick zu schärfen für solch Gottesbegegnungen im Alltag. So können Leben und Glauben immer mehr ein einziger Vollzug werden.
Befreiend und herausfordernd zugleich ist die Passivität der erforderlichen Haltung: Man muss nichts Besonderes „machen“ (wie z. B. beten, zum Gottesdienst gehen) oder angestrengt nach Gott suchen, sondern gerade im Loslassen von festen Vorstellungen kann man ihn wie von selbst mitten im Alltag finden und sich von ihm finden lassen.
Claudia Simonis-Hippel, in: Bernhard Krautter/Franz-Josef Ortkemper (Hg.), Gottes Volk Lesejahr A 4/2011. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2011, S.93-104.
Der Auferstandene begegnet seinen Jüngern am See Genesareth und zeigt ihnen, dass für sein Werk eine neue Epoche angebrochen ist. Er befähigt sie, die Osterbotschaft weiterzutragen und ihren Auftrag zum Menschenfischen wahrzunehmen.
Eine Partnerschaft wäre jetzt wohl dahin. Wenn er sie, sie ihn oder in welcher Konstellation auch immer dreimal fragen muss: Liebst du mich? Dann stellte sich die Frage, was denn da bei den beiden so los ist. Misstrauen, Unglaube, Eifersucht? - Es scheint dann jedenfalls um diese Beziehung nicht zum Besten bestellt zu sein.
Die Szene, die sich da am Ende der heutigen Evangeliumsperikope abspielt, provoziert ähnlich seltsame Gefühle. Dreimal hakt Jesus nach: Liebst du mich? In unseren Gedanken können wir die Gesichtszüge sehen, die Petrus da entgleiten.
Versuchen wir eine Einordnung der Geschehnisse. Sowohl zeitlich wie auch im Ablauf des Johannesevangeliums befinden wir uns in der Zeit nach Ostern und damit in einer völlig neuen Situation der Beziehung Jesu dem auferstandenen Christus zu seiner Jüngerschaft. Jesu Begleiter sind nicht mehr der vorösterliche Kreis seiner Freunde. Diese Menschen sind nun einerseits Zeuginnen und Zeugen der Auferstehung und dann noch viel mehr Gesandte an Jesu Statt. Wenn Jesus sie in welcher Weise auch immer anspricht, dann schwingt da immer auch dieser Sendungsbefehl mit, der am Pfingstfest schließlich seine gesamtkirchliche Dimension erreicht. Schon jetzt gibt Jesus dem Petrus in seiner Enttäuschung mit: Weide meine Schafe! Und macht ihm klar: Schau jetzt über deinen eigenen Tellerrand hinaus. Denke, fühle und handle im Sinne des ganzen Erlösungsprojektes Gottes. Oder mit den Worten des Evangelisten: "Als du jünger warst, hast du dich selbst gegürtet und gingst, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst."
Die vorhergehenden Worte der Perikope schlüsseln auf, was damit gemeint ist; nicht nur für den Petrus, sondern auch für alle, die sich den Schuh dieser Osterbotschaft anziehen wollen, weil sie als Getaufte in den Fußspuren Jesu laufen. Also auch für uns.
Diese heutige Evangeliumsperikope ist eine vielschichtig komponierte Geschichte, sie ist geradezu eine Tauf- und Firmpredigt des Evangelisten mit dessen äußerst reichhaltigen Stilmitteln und Bildern. Aber es sind auch Worte an alle, die schon längst getauft und gefirmt oder gar geweiht sind.
Wir hören zu Beginn der Geschichte, dass die Jünger zum Fischen gehen. - Nun ja: Für Fischer war das eigentlich nicht sonderlich erwähnenswert. Doch bereits hier ist aus der Sicht des Evangelisten das Fischen bildhaft gemeint und sie sind nicht mehr als Fischer am See, sondern als Menschenfischer unterwegs: Die Freunde Jesu sollen Menschen für Christus gewinnen. Und sie müssen lernen: Wenn sie da nur ihren eigenen Ideen im Kopf folgen ohne Antworten auf Fragen wie "Was machen wir hier eigentlich? Was ist denn der Sinn unseres Tuns?", scheitern sie. Es kommt nichts dabei heraus. Vor aller Aktivität braucht es eine Antwort auf die so wichtige Frage: Wo ist die richtige Seite zum Fischen? Was macht Sinn, was ist angemessen, was führt weiter? Und dann: Im Vertrauen auf den Herrn und mit der richtigen Strategie - und nur so - funktioniert alles. Schon geht den Jüngern die Welt - angedeutet in Form von hundertdreiundfünfzig Fischen - ins Netz der Begeisterung für Christus. Das hat sich in der Nachfolgegemeinschaft Jesu bis zu unserer Zeit nicht geändert. Eine Kirche, die sich in wildem Aktionismus ergeht - “man muss ja was machen” -, ist eine Kirche, die wie Petrus nackt im Wasser paddelt. Deren Netze zerreißen früher oder später. Erst eine Kirche, die weiß, was sie tut und warum sie es tut, ist eine Kirche, die nicht im Trüben fischt. Das ist anstrengend, das kostet Kraft, zweifelsohne. Aber anders geht es nicht. Nach ihren Erfahrungen würden das die Fischer vom See Genesareth aus dem heutigen Evangelium sicher bestätigen.
So wie damals die Jünger bis zur Hüfte im Wasser standen, um zu fischen, geht es auch heute nicht anders. Wenn heute Menschen, die Kirche gestalten wollen, in einer Flughöhe über den Dingen kreisen, in der sich die Realität der Welt und unserer Glaubensgemeinschaft nicht mehr wahrnehmen lässt, bleiben die Netze leer und die Fragen ungelöst oder sie werden erst gar nicht vernommen.
Was geht mich das an, fragen Sie sich vielleicht gerade. Das sind Worte für Berufskatholikinnen und Berufskatholiken. - Nein, die Frage Jesu an Petrus ist keine Frage, die so ziellos durch den Kirchraum schwebt, bis sie sich auf irgendeiner Kathedra niederlässt, sie ist eine Frage, die sich an jeden Einzelnen und jede Einzelne richtet: Liebst DU mich? Natürlich muss die Kirche auf diese Frage als ganze antworten, aber ganz genau so auch jede und jeder einzelne Getaufte. Und diese Frage wird sich uns in der Nachfolge Jesu sicher viel öfter als nur dreimal stellen. Das Gebot der Christusnachfolge ist und bleibt eine lebenslange Herausforderung.
Das ist kein Grund zur Sorge oder zur Beunruhigung, eher zur österlichen Freude. Wie eingangs angedeutet, kleidet der Evangelist seine Botschaft in eine vielschichtig und vorsichtig komponierte Geschichte. Darin auch der Hinweis: Wir brauchen uns nicht selbst zu führen, nicht selbst zu ermutigen, nicht selbst zu nähren. Hörten wir doch: "Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf [bereits] Fisch und Brot liegen." Gott selbst kommt unserem Tun zuvor, er stattet uns aus mit dem, was es braucht und er lädt ein, dies zu mehren und zu teilen.
Besonders in diesem Heiligen Jahr 2025 sind wir Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung. Mit einer Grundhaltung der Hoffnung im Denken und Fühlen und einer Grundtendenz der Besonnenheit und der klugen Strategie im Handeln lässt sich gut und sicher eine Kirche der Zukunft bauen. Sodann gilt auch für uns, was die Apostel einst für sich erkannt haben: "Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm folgen."
Im 21. Kapitel wurde dem ursprünglichen Johannesevangelium noch eine Begegnung mit dem Auferstandenen und ein Gespräch mit den anwesenden Jüngern hinzugefügt. Dieses versteht sich nicht als Nachtrag, sondern gibt der gesamten Erzählung eine neue Zielrichtung. Die Frage "Liebst du mich?" stellt sich am Ende jedem, der durch dieses Buch in den Bann Jesu gezogen worden ist.
Ein junger Mann hat mich einmal um Rat gebeten. Ihn trieb die Frage um, ab seine Liebe zu seiner Freundin, die er schon einige Zeit kannte, stark genug sei, dass sie sich ihr Leben lang aneinander binden können. Gegenseitige Liebesbeteuerungen allein genügten ihm offenbar nicht. Wir haben lange miteinander überlegt, woran er das erkennen könne.
Hat Sie schon einmal jemand gefragt "Liebst du mich?" oder gar "Liebst du mich mehr als alle anderen?", wie wir es heute im Evangelium gehört haben? – Eine Frage, die durch Mark und Bein geht, wenn sie ernsthaft gestellt wird.
Wohlhabende Menschen – so meinen viele – haben es viel leichter, einen Partner oder eine Partnerin zu finden; auch sehr gescheite, erst recht besonders gut aussehende. Ihre Liebe ist jedoch oft begleitet von der bangen Frage: Werde ich geliebt, weil ich gut situiert bin, bzw. weil ich aus irgendwelchen Gründen für andere besonders interessant bin? Es macht einen großen Unterschied, ob ich beliebt bin oder ob ich als Person um meiner selbst willen geliebt werde. Dies ist wohl die tiefste Sehnsucht eines jeden Menschen. In puncto Liebe täuschen wir uns leicht selbst. Auch sind wir versucht, anderen etwas vorzumachen.
Dabei geht es um mehr als um gutes Zusammenpassen, um mehr als Sympathie, um mehr als gutes einander Verstehen, um mehr als Freundschaft, um mehr als… Berühmt geworden ist der Satz aus dem Buch der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry: Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.
Im Evangelium haben wir gehört, dass Jesus nach seiner im Johannesevangelium dritten Begegnung mit den Jüngern als Auferstandener den Petrus dreimal gefragt hat: "Liebst du mich?" und sogar: "Liebst du mich mehr als diese hier?" Für den Verfasser dieses nachträglich hinzugefügten Kapitels läuft offenbar das ganze Evangelium, der Bericht über das Leben, Sterben und Auferstehen Jesu auf diese Frage hinaus. Zugleich beinhaltet diese Begebenheit die Frage, wie es nun wohl mit der Herde, die Jesus als neues Volk Gottes um sich versammelt hat, weitergeht. Indirekt ist die Frage "Liebst du mich?" auch an die übrigen Jünger gerichtet, wenn er sie präzisiert: "Liebst du mich mehr als diese hier?"
In den nächsten Tagen wird ein neuer Papst, ein neuer Nachfolger des Petrus gewählt. Die Medien sind voll mit Spekulationen, wer es werden könnte, was vom neuen Papst erwartet wird und welche Qualifikationen für dieses Amt mitzubringen seien. Auf wen immer die Wahl fallen wird, auch für den neuen Papst wird die alles entscheidende Frage Jesu sein: "Liebst du mich?" und "Liebst du mich mehr als diese hier?", denn dieses Amt erschöpft sich nicht im Vorsitz von Kirchenversammlungen, sondern fordert seine ganze Persönlichkeit.
Ich selbst stehe noch ganz unter den Eindrücken, die sein Vorgänger Franziskus bei mir hinterlassen hat: Die Türen, die er geöffnet hat, und die Türen, die er ganz bewusst nicht geschlossen hat, wie es viele gewünscht haben. Ich bewundere seine Entschlossenheit bis zuletzt, bis zur Schmerzgrenze, für die ihm anvertraute Herde da zu sein.
Das heutige Evangelium lässt mich aber nicht bei der Bewunderung für den verstorbenen Papst Franziskus oder anderen großen Päpsten stehen bleiben. Die Frage Jesu "Liebst du mich?" und "Liebst du mich mehr als diese hier?" erlebe ich indirekt auch an mich gerichtet. Wie antworte ich diesem Jesus auf seine Frage? Wenn ich sie an mich heranlasse, geht sie mir durch Mark und Bein. Wie echt ist meine Liebe zu Jesus, wie stark und wie tragfähig? Woran erkenne ich selbst und die anderen, dass ich Jesus liebe? Kann auch ich sagen: "Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebe."?
Angesichts dieser Fragen treten alle Fragen der Kirchenpolitik in den Hintergrund, auch alle persönlichen Enttäuschungen von den realen Zuständen und Entwicklungen der Kirche, die mir Sorgen machen.
Für die Jünger Jesu beginnt nach seiner Auferstehung eine völlig neue Zeit, mit neuen Herausforderungen.
In den Bibeltexten dieses Sonntags haben wir es mit großen Ideen zu tun. In der ersten Lesung ist es der Widerstand gegen Unrecht, Widerstand gegen Redeverbot, das man den Jüngern seitens des Hohen Rates, der politisch-religiösen Behörde in Jerusalem, auferlegt hat.
Solchen Widerstand kennen wir auch heute; etwa in Ländern, wo Rede- und Gedankenfreiheit stark eingeschränkt sind und mit qualvollen Gefängnisstrafen oder dem Tod geahndet werden. Heute sollte Rede- und Gedankenfreiheit in vielen Teilen der Welt zu den Grundrechten der Demokratie gehören.
Vor kurzer Zeit war in den Medien zu hören, dass demokratische Rechte in der Welt bis zu 40% rückläufig seien; und das in Ländern, wo man zunächst viel auf diese demokratischen Errungenschaften gehalten hat und wo jetzt eher der Ruf nach dem „starken Mann“ vernehmbar ist. Man hört von Maulkorberlässen, verbunden mit offenen und heimlichen Drohungen.
Die Apostel ließen sich damals aber nicht einschüchtern mit der Bemerkung: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg 5,29). Einige Verse weiter gibt der Pharisäer Gamaliel, ein „angesehener Gesetzeslehrer“ einen Tipp: „Lasst von diesen Männern ab und gebt sie frei; denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen stammt, wird es zerstört werden; stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten; sonst werdet ihr noch als Kämpfer gegen Gott dastehen.“ (Apg 5,38-39). Diesen Ratschlag an den Hohen Rat erteilte er wahrscheinlich aus Angst vor Unruhen und Aufständen gegen das Römische Reich. Wahrheit und Gerechtigkeit haben sich aber noch immer den Weg gebahnt, auch wenn das Jahre kostet.
In der zweiten Lesung wird ein Gegenbild zur Herrschaft irdischer Mächte angeboten. Das Lamm empfängt Macht, Reichtum und Weisheit (Offb 5,12). Macht wir hier gewaltlos ausgeübt, als Ohnmacht der Liebe, die nach der ganzen Welt greift.
Der materielle Reichtum wird nicht abgelehnt, es besteht aber die Gefahr, sich darin zu verstricken. Das hebräische Wort „Reichtum“ wird als „Herrlichkeit“ übersetzt. Verherrlicht sein heißt: Gott ähnlich werden. Gott allein ist reich, und er macht uns durch die Gaben des Heiligen Geistes reich, die er jedem Menschen gibt: Liebe, Friede, Freude, Weisheit, Gerechtigkeit. Weisheit ist göttlich, Klugheit brauchen wir für die Herausforderungen und Aufgaben unseres irdischen Lebens. Weisheit und Klugheit sollen sich im göttlichen Geist vereinen.
Blicken wir noch auf die Jünger und darauf, wie es ihnen nach der Auferstehung ergangen ist. Zunächst nehmen die Jünger das leere Grab, den weggewälzten Stein und was sich rundherum tut, nicht ernst. In ihren Augen ist alles nur Geschwätz. Dann erscheint der auferstandene leibhaftige Jesus dreimal den Jüngern. Er isst mit ihnen Fisch und Brot - spätere Zeichen des Christentums. Bei der dritten Begegnung am See Genesareth waren es sieben Jünger. Zwei von ihnen Thomas und Nataniel haben noch immer große Zweifel. Bei Thomas war es möglicherweise eine innere Berührung, dass er sagen konnte: „Mein Herr und mein Gott“. Bei Nataniel vollzieht sich eine ähnliche Wendung: „Sohn Gottes“ und „König Israels“. Nur der namenlose Jüngling dürfte keine Zweifel gehegt haben.
Jedenfalls zeigt sich Jesus leibhaft als Mensch. Durch die Sinne werden wir wieder mit der Umwelt verbunden. Es geht um die Nähe Gottes zum Menschen, das braucht Zeit, um das zu realisieren. Auch die Emmausjünger waren sich ihrer Sache nicht sicher. Augustinus, Bischof von Hippo (354-430) kommentiert das so: „Der Meister geht mit den Jüngern und ist doch selbst der Weg. Sie aber gehen noch nicht auf diesem Weg, sondern er trifft sie, die auf diesen Weg abgeirrt sind… Er ging mit ihnen auf dem Weg wie ein Begleiter und war doch der Führer.“
Das Evangelium widmet sich noch ausgiebig der Rolle des Petrus, der schon im Jüngerkreis und in der Gemeinde eine gewisse Vorrangstellung hatte. Bei einem Hearing für einen Leitungsposten heute wäre er durchgefallen, dazu vielleicht noch Meldungen auf Instagram, ein Umfaller und Leugner, charakterschwach, wankelmütig bis zum Geht nicht mehr. Petrus ist eine Persönlichkeit zwischen Jesus-Verrat und Jesus-Liebe, zwischen Begeisterung und Wankelmut, Schuld und Scheitern, aber doch im Liebesgeständnis als Wiedergutmachung, im Christusverständnis und Osterglauben verankert. So vielgestaltig erleben wir auch in der Kirchengeschichte das jeweilige Amtsverständnis der Päpste.
Das Kapitel 21 des Johannesevangeliums wurde vermutlich nachträglich noch ein Stück weitergeschrieben. Es weist auf ein Ablaufdatum hin, das uns allen seit der Geburt mitgegeben wurde. „Als du jünger warst, hast du dich selbst gegürtet und gingst, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und hinführen, wohin du nicht willst.“ (Joh 21,18).
Lernen wir beizeiten loszulassen; die Begabungen und Talente, die wir vielleicht als selbstverständlich gerne angenommen haben, in die Hand Gottes zurückzulegen. Nicht wenige Menschen wird diese Aussage sehr schwerfallen. Wir alle sind doch autonome selbstständige Persönlichkeiten. Danken wir aber trotz alledem für die guten Gaben; zumindest jeden Sonntag in der Eucharistiefeier.
Sobald die Osterferien vorbei sind, beginnt für viele wieder der Alltag. Die Jünger sind zunächst in ihren Alltag zurückgekehrt. Denn ist es nun anders. Der Auferstandene ist in ihrem Leben gegenwärtig, oft unerkannt.
Es dauert oft nicht lange, da gehen wir nach Erlebnissen, nach Festen oder besonderen Tagen wieder zur Tagesordnung über. Das ist im Grunde ganz normal. Denn wir brauchen die besonderen Tage. Aus ihnen schöpfen wir Kraft. Sie haben uns aus dem alten Trott ein wenig herausgeholt, aus der Langeweile oder aus der Routine. Vielleicht hat sich ein wenig der Horizont erweitert.
Es scheint auch bei den Aposteln zu sein. Sie sind offensichtlich sehr schnell zum Alltag zurückgegangen. Sie haben ihren Beruf wieder aufgenommen. Sie mussten für ihren Lebensunterhalt sorgen. Ich stelle mir einmal vor: Jesus wäre nicht auferstanden. Jesus wäre ihnen nicht erschienen. Alles wäre nur ein schöner Traum gewesen.
Doch Ostern sagt uns: Jesus ist auferstanden. Jesus lebt. Das singen wir in den Osterliedern. Wenn wir es oft genug singen, dann soll dieser Glaube in uns fester werden, tiefer werden. Ostern geht weiter. Ich stelle immer wieder fest: Viele glauben, dass mit Ostern das Fest Ostern endet. Haben wir keinen Urlaub, dann fängt am Dienstag der Osterwoche die Arbeit wieder an. Doch die Osterzeit dauert bis zum Pfingsttag. Auch dann geht es mit Ostern weiter. Wenn Jesus der auferstandene und lebendige Herr ist, wenn er wirklich lebt, dann ist unser Leben von Ostern geprägt.
Das ist die frohe Botschaft, die uns diese Geschichte heute sagen kann. Dabei wird uns vieles erzählt, was wir auf unser persönliches Leben übertragen können. Diese Geschichte hat mit uns zu tun. Sie zeigt uns: Durch Ostern – durch die Auferstehung wird unser Leben, unser Alltag ein anderer. Jesus spielt in unserem Leben eine wichtige Rolle. Er ist bei uns.
Schauen wir uns diese Geschichte an. Jesus steht am Ufer des Sees von Tiberias. Es war der Alltag der Jünger. Jesus steht auch am Ufer unseres Lebens, mitten in dem, was uns beschäftigt. Es ist die Erziehung der Kinder, das Meistern unseres Berufsalltages ist oder unser gewöhnliches Leben ist. Die Jünger haben die Nacht gefischt. Das war die beste Zeit zum Fischen. Doch dieses Mal waren sie erfolglos. Auch wir fühlen uns oft erfolglos. Die Kinder scheinen sich nicht so zu entwickeln, wie wir es möchten. Wir haben uns gemüht und doch scheinen sie den Glauben nicht annehmen zu wollen. Oder es ist wieder etwas danebengegangen. So kann die Nacht auch stehen für unsere Zweifel, dafür, dass wir uns Gott fern fühlen. Doch mit Jesus gibt es ein Morgen, immer wieder einen Neuanfang. Denn es war am Morgen als Jesus den Jünger begegnet. Nun werfen sie wider jede Berufserfahrung die Netze noch einmal auf die andere Seite aus.
Können die Worte Jesu uns beflügeln, weiterzumachen? Vielleicht helfen uns die Worte von Jesus, neue Wege zu gehen und unsere Gedanken hintan zu stellen. Für den synodalen Weg zum Beispiel könnte es bedeuten, wie wichtig die Beziehung mit Jesus ist, wie sehr wir gemeinsam, ob Progressive wie Konservative, miteinander um richtige Wege streiten, aber auch um die richtigen Wege beten.
Dann gibt Jesus den Aposteln zu essen: Brot und Fisch. Ich sehe darin die Nahrung für unsere Seele. Das Brot erinnert an den Leib Christi am Abendmahl. Der Fisch ist ein wichtiges Erkennungszeichen Jesu. Jesus schenkt uns Nahrung zuerst für die Seele.
Wichtig ist in dieser Erzählung, dass Jesus den Petrus dreimal fragt: „Liebst du mich!“ Dreimal hatte Petrus Jesus verleugnet. Doch jetzt ist Petrus reif, Jesus nachzufolgen. Jetzt ist er wirklich reif, Jesus nachzufolgen, indem er selbst wie Jesus am Kreuz sterben wird. Doch ich sehe noch ein Ziel, warum Jesus diese Frage stellt. Es kommt für uns alle darauf an, Jesus zu lieben. Ganz gleich in welcher Berufung jemand lebt: Die Liebe zu Jesus ist wichtig vor allen Fähigkeiten, vor allen Gaben, die wir in die Gemeinde und im Leben einbringen. Wir können unsere Liebe zeigen, indem wir Gutes tun. Wir können die Liebe zeigen, indem wir einander dienen. Jesus hat im Abendmahl den Jüngern die Füße gewaschen. Jesus hat mit seinem Tun gezeigt: Jedes Amt ist ein Dienstamt. Jedem Machtdenken hat er eine Absage erteilt. Nicht zuletzt zeigte sich seine Liebe in seinem Tod am Kreuz. Alle Apostel waren bereit, für Jesus zu sterben. So sollen auch wir Jesus immer ähnlicher werden. Wenn Jesus unser Leben bestimmt, dann zeigen wir die Freude, die Petrus zeigt, als er in den See sprang, um Jesus nahe zu sein.
Auch nach Ostern gibt es für uns wie bei den Apostel Tage, in denen der Glaube leichtfällt, in denen wir merken, wie schön es ist, dass Jesus lebt, wieviel Kraft der Glaube schenkt. Es gibt auch die anderen Tage. Doch glauben wir fest, dass Jesus bei uns ist, dort, wo wir es zuerst gar nicht merken oder ob wir erst langsam eine Ahnung bekommen, dass Jesus in unserem Leben wirkt.
Ostern lässt uns nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen. Unser Alltag wird mit Jesus ein anderer. Unser Alltag wird mehr geprägt sein von der Hoffnung, von dem Ziel, dass wir an Ostern feiern – einst bei Gott zu leben. Darum wird der Alltag – wenn es so was für einen Menschen, der glaubt, der mit Jesus lebt, überhaupt noch gibt – ein anderer.
Nach den Feiertagen kehrt zwar der Alltag zurück. Damit ist aber Ostern nicht vorbei. Ostern ist dort, wo Menschen in der Gegenwart des Auferstandenen leben.
"Jetzt ist Ostern ja vorbei!" Liebe Schwestern, liebe Brüder, immer wieder höre ich Menschen so sprechen. Ich spüre, dass sie die Tage Ostersonntag und Ostermontag meinen. Doch Ostern ist nicht vorbei. Wir stehen mitten in der Osterzeit. Vom Kirchenjahr her betrachtet dauert sie bis zum Pfingstfest. Für viele Menschen läuft das Leben wieder in ganz normalen Bahnen. Die Ferien sind zu Ende. Man geht zur Arbeit. Ich denke hier an Eheleuten, die frisch verheiratet sind. Sie haben ein schönes Hochzeitsfest gefeiert. Doch jetzt gilt es, den Alltag in der Ehe zu bewältigen. Dort, wo diese zwei aufeinander zugehen, wo sie füreinander da sind, wo sie einander vergeben, dort wird das JA, das sie zueinander gesprochen haben, gelebt. Das sollte - so hat man es sich ja vor dem Altar versprochen - ein Leben lang geschehen.
Ostern ist nach diesen Feiertagen nicht vorbei. Es ist auch nach dem Osterfestkreis, der sich jetzt anschließt, nicht vorbei. Gerade im alltäglichen Leben gilt es, aus der frohen Botschaft von Ostern zu glauben.
Diese Situation hören wir im Evangelium von heute. Die Apostel gehen wieder ihrer Arbeit nach. Nicht nur heute, sondern auch in den Geschichten, die uns nach Ostern erzählt werden, hören wir: Jesus kommt Menschen entgegen. Er sucht sie auf. Langsam, aber sicher erkennen sie Jesus. Sie spüren: Jesus ist auferstanden. Mitten in ihrem Leben mit allen Schwierigkeiten und Enttäuschungen erkennen sie, dass Jesus da ist. Darum werfen sie noch einmal ihre Netze aus - und sie haben einen Riesenerfolg. Sie machen eine Erfahrung, die sie schon öfters mit Jesus gemacht haben. Auf sein Wort zu hören, das bringt Segen. Jesus lässt sie nicht allein. Er schenkt den Jüngern das, was sie brauchen. Sie spüren: Jesus ist bei ihnen. Er geht mit ihnen durch ihr Leben.
Daran zu glauben, dass Jesus, der Auferstandene mit mir durchs Leben geht, dass er mir nahe ist in meinen ganz persönlichen Schwierigkeiten, in meinen Enttäuschungen, dort lebe ich als österlicher Mensch. Als Christ zu leben heißt eben nichts anderes: Ich glaube an Jesus, dass er lebt, dass alles, was ich erlebe, seinen Sinn hat. Ich versuche auf ihn zu hören. Das kann geschehen, wenn ich das Wort Gottes lese. Ich kann auf ihn hören lernen im Gespräch mit anderen. Was können mir meine Mitmenschen sagen. Wir könne ihm begegnen in der heiligen Eucharistie. Jede Feier der Eucharistie ist ein Osterfest. Denn in jeder Eucharistie ist Jesus da in Brot und Wein, in seinem Leib und in seinem Blut. In jeder Feier der Eucharistie ist Jesus da, kommt in unser Leben. Jesus will unser Leben wandeln. Daraus zu leben, Kraft zu schöpfen - das ist nicht auf bestimmte Tage begrenzt, sondern auf das ganze Leben.
Wäre Jesus den Jüngern nicht erschienen, wäre er ihnen nicht entgegengekommen, wäre die Botschaft verblasst. Nach kurzer Zeit wäre alles so gewesen wie es vorher war. Wie wir heute nach ein paar schönen Tagen wieder in den Alltag zurückkehren, so wären die Jünger in ihr Leben zurückgekehrt.
Doch es ist eben nicht so. Denn Jesus lebt. Er sendet seine Jünger aus. Er fragt Petrus dreimal: Liebst du mich. Dreimal sagt Petrus: Ich liebe dich Herr. Petrus wird traurig. Denn er spürt, wie unvollkommen seine Liebe ist. Doch Petrus gibt seine Antwort. Auch das zeigt uns viel: Wir werden angefragt: Lieben wir Jesus. Ist unsere Antwort auch, dass wir uns von Jesus aussenden lassen? An unserem Platz, an dem wir stehen und leben, können wir zeigen, dass wir Jesus lieben. Wir lieben Jesus, wenn wir ihm vertrauen. Wir lieben ihn, wenn wir uns bemühen, seine Liebe sichtbar zu machen. Seine Liebe bedeutet Hingabe, da sein für uns. Wir lieben Jesus, wenn wir immer wieder bekennen, dass wir an Gott glauben.
Dieses Evangelium macht Hoffnung für alle Menschen, die an Jesus glauben, ganz besonders für seine Kirche. Kirche ist nicht eingegrenzt auf die römisch-katholische Kirche. Kirche bedeutet die Gemeinschaft aller, die an Gott glauben. Die Kirche muss österlich leben. Sie darf darauf vertrauen, dass ER da ist. Die Kirche muss auf IHN hören. Jesus ist da in den Schwierigkeiten, in der Sorge um den Mangel an Nachwuchs, in der Sorge, weil gerade in Westeuropa der Glaube eine immer geringere Bedeutung hat.
Jesus fragt auch seine Kirche "Liebst du mich!" Die Kirche muss ihre Antwort geben. Als Kirche dürfen wir darauf vertrauen - sie ist SEIN Werk, nicht das Werk der Menschen. Als Kirche bestehen wir, weil ER da ist - aus keinem anderen Grund. Wenn uns etwas gelingt, dann auch, weil andere Menschen uns zur Seite stehen. Das ist ein Zeichen, das ER da ist. Wir dürfen uns in seinen Dienst nehmen lassen. Erzählen wir von unserem Glauben? Leben wir anderen vor, dass ein Leben mit Jesus Hoffnung bringt?
"Liebst du mich." Das fragt Jesus seine Kirche. Das zeigt sie, wenn sie bereit ist, das aufzuarbeiten, was falsch gelaufen ist. Der Skandal um den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Geistliche muss aufgearbeitet werden, ohne Kompromiss. Es gilt, den Opfern beizustehen, nicht nur in Worten, sondern in tatkräftiger Hilfe.
Weil Jesus zu uns steht, sei es zu den einzelnen, sei es zu seiner Kirche, darum können wir auch wie Petrus und die Apostel den Mut haben, zum Glauben zu stehen. Wir können Gott mehr gehorchen als den Menschen. Wir können Jesus bezeugen, der für uns ans Kreuz gegangen ist und der auferstanden ist. IHN, den Lebendigen können wir anbeten.
Die Osterzeit ist vorbei? Die Osterzeit ist nicht vorbei. Jesus ist auferstanden. Er ist in unserem Leben da. Ostern ist immer.
Sind 153 Fische viele oder nur wenige? Es ist eine Zahl, die Fülle ausdrückt. In der Begegnung der Jünger mit Jesus am See von Tiberias berühren sich das irdische und das Himmlische. Ostern in dichter Symbolik ausgedrückt.
Die Lesung aus der Apostelgeschichte gibt uns durch das mutige Auftreten der Apostel Anstöße in mehrere Richtungen: Für die Wahrheit einstehen, nicht schweigen; Gott mehr gehorchen als den Menschen; Schuld nicht anderen in die Schuhe schieben; den Gegner nicht vernichtend bloßstellen; sondern sich um seine Besinnung und Umkehr bemühen.
Über die dritte Begegnung der Jünger mit dem Auferstandenen liegt eine eigenartige Stimmung. Jesus sucht seine Jünger auf und knüpft aufs Neue Freundschaft mit ihnen an.
Lieder:
GL 318: Christ ist erstanden von der Marter alle
GL 322: Ihr Christen singet hocherfreut
GL 324: Vom Tode heut erstanden ist
GL 325: Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit
GL 326: Wir wollen alle fröhlich sein
GL 328: Gelobt sei Gott im höchsten Thron
GL 329: Das ist der Tag, den Gott gemacht
GL 331: Ist das der Leib, Herr Jesu Christ
GL 332: Die ganze Welt, Herr Jesu Christ
GL 334: O Licht der wunderbaren Nacht
GL 336: Jesus lebt, mit ihm auch ich!
GL 337: Freu dich, erlöste Christenheit
GL 338: Jerusalem, du neue Stadt
GL 358: Ich will dich lieben, meine Stärke
GL 362: Jesus Christ, you are my life
GL 367: Jesus, dir leb ich
GL 368: O lieber Jesus, denk ich dein...
GL 368: O lieber Jesus, denk ich dein...
GL 377: O Jesu, all mein leben bist du
GL 414: Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
GL 456: Herr, du bist mein Leben, Herr, du bist mein Weg
GL 472: Manchmal feiern wir mittan am Tag
GL 474: Wenn wir das Leben teilen wie das täglich Brot
GL Ö837: Halleluja! Lasst uns singen
Psalmen und Kehrverse:
GL 38: Der Herr ist mein Licht und mein Heil. - Mit Psalm 27 - IV.
GL 333: Christus ist erstanden. Halleluja. Er hat den Tod bezwungen. Halleluja. Mit Psalm 118 (GL 66,4-5) oder mit Psalm 111 (GL 60,2) - VI.
GL 643,3: Jubelt dem Herrn. alle Lande, Halleluja, preist unsern Gott. - Mit Psalm 118 (GL 643,4-5) - VI.
GL 644,3: Auferstanden ist der Herr, Halleluja. - Mit Psalm 19 (GL 35,2) - VII.
Auch an diesem Sonntag geht die Verkündigung der Frage nach: Was meint denn Ostern eigentlich für mich persönlich, für unsere Glaubensgemeinschaft? Und lässt uns dabei wissen: Die Bedeutung der Osterbotschaft für uns Getaufte lässt sich von der Bedeutung für die ganze Kirche nicht trennen. Was Auferstehung mit mir macht, macht sie auch mit der Kirche. Alles oder nichts.
In der Karwoche und zu Ostern sind wir im Geiste mit Jesus mit hinauf nach Jerusalem gezogen und haben dort seinen Tod und seiner Auferstehung miterlebt. Wohin führt nun unser Weg nach Ostern? Kehren wir einfach in unser gewohntes Leben zurück oder hat sich in uns etwas verändert? Wer wie die Jünger auf diesem Weg dem Auferstandenen begegnet ist, geht als anderer den Weg mit Jesus weiter.
Am Beginn unserer Feier bitten wir den Herrn um sein Wohlwollen und Erbarmen.
Ab der Feier der Osternacht dürfen wir wieder das Gloria singen. In der Lesung aus der Offenbarung des Johannes hören wir das große Gloria, das Jesus, dem Auferstanden, im Himmel gesungen wird. Wir drücken unsere Freude aus, unsere Liebe und wir loben Gott für Jesus. Gott hat durch die Auferweckung Jesu wunderbar auch an uns gehandelt.
Jesus ist da, im Leben der Kirche und im Leben aller Schwestern und Brüder, oft unerkannt. Er ist jetzt in unserer Mitte. Er ruft uns, ihn zu lieben und ihm zu folgen.
Grüßen wir den Auferstandenen in unserer Mitte.
Jesus ist auferstanden. Das feiern wir in diesen Wochen ganz besonders. Auch in dieser Stunde wollen wir sein Wort hören und seinen Tod und seine Auferstehung feiern. Wir wollen ihn anbeten, ihn loben und preisen für seine Liebe zu uns. In dieser Stunde lasst uns unsere Liebe zu ihm bekennen.
Bitten wir IHN, der oft unerkannt am Wege unseres Lebens steht, um sein Erbarmen.
Herr Jesus Christus,
liebst du mich? - so fragst du Petrus.
Unsere Liebe ist unvollkommen,
doch wir können in diese Liebe wachsen, wie einst Petrus.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du warst wie ein Lamm, das geschlachtet wurde.
Du willst Frieden schenken. Dich loben wir.
Unser Lobpreis muss beständiger werden.
Christus, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du bist von Gott bezeugt und von Gott zu seiner Rechten erhoben.
Wir wollen dich als den Herrn anerkennen und auf dich hören.
Herr, erbarme dich.
Jesus Christus
du machst uns Mut,
uns den Herausforderungen unseres Glaubens zu stellen.
Herr, erbarme dich.
Jesus Christus
du schenkst uns die Freude,
die das Leben verändert und zum Ewigen hin öffnet.
Christus, erbarme dich.
Jesus Christus
du schenkst uns das Vertrauen,
dass es mit dir schon gut kommt, wenn die Zeiten schwierig sind.
Herr, erbarme dich.
Herr, Jesus Christus,
aus Scheu vor den Menschen ist unser Zeugnis von deiner Auferstehung oft kleinlaut.
Herr, erbarme dich.
Schnell lassen wir uns oft mundtot machen.
Christus, erbarme dich.
Oft gehorchen wir mehr dem Zeitgeist als deinem Heiligen Geist.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du, der oft eher unerkannt in unserem Leben wirkst.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du, der uns aufleuchtet wie ein Morgen nach finsterer Nacht,
oft auch nach Glaubensnacht.
Christus, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du, der auch uns in deine Nachfolge rufst.
Herr, erbarme dich.
Herr, Jesus Christus,
du gehst uns immer wieder nach,
auch wenn wir uns in alte Muster flüchten.
Herr, erbarme dich.
Du stehst für uns an bekannten und an neuen Ufern,
auch wenn wir dich nicht sehen, und erwartest uns.
Christus, erbarme dich.
Du sättigst uns immer wieder neu,
damit wir deinem Ruf zur Nachfolge folgen können.
Herr, erbarme dich.
Allmächtiger Gott,
lass die österliche Freude in uns fortdauern,
denn du hast deiner Kirche
neue Lebenskraft geschenkt
und die Würde unserer Gotteskindschaft
im neuen Glanz erstrahlen lassen.
Gib, dass wir den Tag der Auferstehung
voll Zuversicht erwarten
als einen Tag des Jubels und des Dankes.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 3. Sonntag der Osterzeit
Allmächtiger Gott,
laß uns die österliche Zeit
in herzlicher Freude begehen
und die Auferstehung unseres Herrn preisen,
damit das Ostergeheimnis,
das wir in diesen fünfzig Tagen feiern,
unser ganzes Leben prägt und verwandelt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 6. Sonntag der Osterzeit
Gütiger Gott,
im Licht der Auferstehung lädst du die Getauften ein, an einer Kirche zu bauen, in der alle Heimat finden.
Ermutige jene, die du zu einem Dienst in der Kirche berufen hast, voll Tatendrang und Phantasie voranzugehen.
Lass alle Gläubigen erkennen, wo und wie sie in der Kraft des Heiligen Geistes mitwirken können.
So bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder. -Amen.
Jesus,
du bist auferstanden
du lebst.
Für uns geht das Leben weiter
mit seinen Sorgen,
mit seinen Freuden.
Dein Wort macht uns Mut,
unser Leben mit dir zu bestehen,
unser Leben zu meistern
als österliche Menschen.- Amen.
Herr, Jesus Christus,
wie deine Jünger würden wir gerne in ein Boot steigen
und auf den See flüchten.
Würden uns gerne dem Elend und Leid dieser Welt entziehen.
Stelle dich auch an die Ufer unseres Lebens,
wenn wir leer und ungesättigt sind.
Fülle du uns neu,
damit wir den Anforderungen der kommenden Woche
in deinem Sinne folgen können.
Das erbitten wir von dir,
der du uns in deine Nachfolge gerufen hast.
Herr Jesus Christus,
mitten unter uns bist du unerkannt
Doch mit einem glaubenden Herzen
können wir dein Wirken bei uns erkennen.
Öffne unsere Herzen,
dass wir dich sehen und hören,
dass wir dich ehren
dass wir dich lieben.
Denn du liebst uns.
Der du mit Gott, dem Vater lebst und herrschst in alle Ewigkeit. - Amen.
Jesus Christus,
einst hast du für deine Jünger gesorgt. Du hast ihr Leben leichter gemacht. Im Glauben an deine Gegenwart im Wort und im Sakrament legen wir dir unsere Bitten in die Hände:
Wir beten für den künftigen Bischof von Rom:
Hilf ihm, die Zeichen der Zeit zu erkennen und deine Kirche im Angesicht so vieler Herausforderungen zu leiten.
Stärke ihn und ermutige ihn, Wege zu gehen, die noch niemand gegangen ist, wenn es der Treue zum Evangelium hilft.
Wir bitten dich für die Verantwortlichen in der heutigen Weltwirtschaftslage:
Befreie sie von Egomanie und Stolz und lass sie erkennen, wie notwendig es ist für Frieden und Gerechtigkeit, dass die Güter dieser Welt angemessen verteilt sind.
Wir beten für alle Frauen und Männer, die in unserer Kirche Verantwortung tragen:
Schenke ihnen Geduld, wenn die Dinge mal nicht zu ändern sind.
Gib ihnen Tatkraft und Phantasie, um die Kirche zu einer Gemeinschaft zu gestalten, die glaubwürdig von dir Zeugnis gibt.
Bewahre sie vor blindem Aktionismus.
Wir beten für unsere Verstorbenen:
Lass sie ihren Platz in der Ewigkeit finden, den du ihnen verheißen hast.
Lass sie dankbar zurückschauen auf all das, was gut und gelungen war, und schenke ihnen Versöhnung mit den Bruchstücken ihres Lebens.
Jesus Christus,
mit dir finden wir die rechte Seite unseres Lebensschiffes und du zeigst uns, wie Leben geht.
Dafür danken wir dir alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit. – Amen.
Der Auferstandene fragt auch uns wie Petrus: Liebst du mich?
Auch uns hat er die Mitsorge für seine Herde anvertraut.
Ihn bitten wir:
Schenke allen in Rom versammelten Kardinälen, die an der Wahl des neuen Hirten mitwirken, das Vertrauen in das Wirken deines Heiligen Geistes.
Für den aus ihrer Mitte, dem du als Nachfolger des Petrus deine Herde anvertraust.
Gib ihm den Mut und die Kraft, diese Aufgabe mit Leben zu erfüllen.
Lass alle, die sich deinem Volk zugehörig wissen, eins sein und gemeinsam am Aufbau deines Reiches mitwirken.
Befähige alle, die an dich glauben, die Liebe, die du uns durch dein Leben, deinen Tod und deine Auferstehung erwiesen hast, zu erwidern.
Vergilt allen verstorbenen Päpsten ihren Einsatz für die Leitung deiner Herde mit dem ewigen Leben.
Dir, Herr, gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit. – Amen.
Wenn die Enttäuschungen im Leben übermächtig werden und kaum verarbeitet werden können, versuchen wir uns manchmal durch die Routine unseres Alltags davon abzulenken. Erfüllung finden wir danach aber nur durch eine neue Perspektive, die uns wieder Halt und Hoffnung schenkt. Darum lasst uns gemeinsam den Herrn bitten:
Für alle Kinder, die in diesen Tagen erstmals zu deinem Tisch geladen sind, dass sie durch das gemeinsame Mahl Gemeinschaft und Zugehörigkeit zu deiner Kirche erleben.
Für die Menschen in den Hungergebieten unserer Welt, die durch Machtkämpfe, Verfolgung oder Klimakrise ihre Existenzgrundlage verloren haben und deren Unterstützung durch die Weltgemeinschaft derzeit auch höchst gefährdet ist.
Für alle jene, die entsprechend ihrer Verantwortung als Journalisten für Meinungsfreiheit und objektive Information der Gesellschaft eintreten und deshalb in totalitären Systemen eingeschüchtert und verfolgt werden.
Für alle Menschen, die sich missverstanden und um den Ertrag ihrer Mühen betrogen fühlen, um deine tröstende Nähe und Menschen, die sie begleiten und aufrichten.
Für alle Verstorbenen, dass sie sich im Licht deiner Barmherzigkeit geborgen sind.
Denn nur in dir, Herr, finden wir Weisheit und Kraft zu einem Leben nach deinem Willen. Dir gebührt Ehre, Lob und Herrlichkeit jetzt und immerdar. - Amen.
Zu unserem Herrn Jesus Christus, der sich den Aposteln offenbarte und auch in uns wirkt,
beten wir:
Schenke deiner Kirche und allen Menschen Mut, ihren Glauben in dieser schweren Zeit zu bekennen.
Hilf allen, dass in den Sorgen und Nöten des Alltags der Osterglaube erhalten bleibt.
Lass alle Erstkommunionkinder und allen jungen Menschen, die das Sakrament der Firmung empfangen, zu einer tiefen Freundschaft mit dir gelangen.
Erfülle alle Frauen und Männer, die Krieg und Terror zu verantworten haben, mit dem Geist der Reue und Umkehr.
Segne alle Bemühungen deine Kirche in unserer Zeit zu erneuern.
Erbarme dich aller Verstorbenen, besonders derer, die plötzlich aus dem Leben gerissen wurden und nimm sie auf in deine ewige Liebe.
Dir sei Lob und Preis, jetzt und in alle Ewigkeit. - Amen.
Verbunden mit allen Christen, mit denen wir zur Einheit berufen sind, bitten wir dich:
Jesus, du willst in deinem Leib der Kirche weiterleben.
Schenke ihr die Weisheit, Überlebtes loszulassen und Neues zu wagen.
Jesus, du nimmst dich derer an, die in Unsicherheit, Angst und großer Sorge leben.
Schenke jenen, die sich die Macht anmaßen über deren Leben, Politik und wirtschaftliche Vorhaben zu entscheiden, deinen Geist.
Jesus, du begegnest uns in unserem Alltag.
Schenke allen, die mit ihren Fähigkeiten und ihrem Fleiß in der Arbeitswelt von heute der Gemeinschaft dienen, deinen Geist.
Jesus, du stehst uns zur Seite, wenn wir versuchen unser Leben zu meistern.
Schenke uns in der Gefahr, dich aus den Augen zu verlieren, deinen Geist.
Jesus, du begleitest uns am Weg zur Vollendung.
Schenke unseren Verstorbenen die Gnade mit der Gottesmutter Maria Anteil an deiner Herrlichkeit zu erhalten.
Denn dir, Herr, gebührt alle Macht und Ehre, Lob und Herrlichkeit. - Amen.
Zu unserem Herrn Jesus Christus, der inmitten seiner Kirche wirkt,
beten wir voll Vertrauen:
Vertreibe alle Resignation und Ängstlichkeit aus dem Leben einzelner Christen, aus dem Leben unserer Gemeinde und aus dem Leben der Kirche.
Schenke denen Mut, die wegen ihres Glaubens benachteiligt werden oder die gehindert werden, ihren Glauben zu leben.
Sei denen nahe, die sich redlich mühen, dich immer tiefer kennen zu lernen.
Gib neue Kraft durch Ostern allen, die krank und einsam sind.
Segne alle Frauen und Männer, die ihr Leben der Anbetung geweiht haben.
Lass alle, die schwer krank und dem Sterben nahe sind, auf dich ihre Hoffnung setzen und deinen Trost erfahren.
Erbarme dich aller, die durch einen plötzlichen und grausamen Tod aus dem Leben gerissen worden sind.
Denn bist in unserer Mitte und auch die Mitte unseres Lebens. - Amen.
In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden. Er kennt uns und weiß um alle unsere menschlichen Schwächen und Stärken.
In diesem Vertrauen kommen wir mit unseren Bitten zu ihm:
Für Papst Franziskus, der deine Kirche in den schwierigen Situationen unserer Zeit leitet und ihre enge Anbindung an deine Botschaft zu verwirklichen sucht.
Für alle Christen, besonders aber für die Opfer in Sri Lanka und ihre Angehörigen, die ihren Glauben unter Verfolgung und Lebensgefahr ausüben.
Für alle Menschen, die nach tiefen Enttäuschungen nach Ritualen suchen, die ihnen neuen Halt geben.
Für alle Jugendlichen, die auf der Suche nach ihren Lebenszielen manche Irrwege und Neuanfänge wagen müssen.
Für alle Sterbenden, deren letzte Stunden ihres irdischen Lebens, von Schmerzen und Zweifeln erfüllt, auf menschliche Nähe und Beistand im Glauben angewiesen sind.
Denn du bist immer bei uns, auch dann, wenn wir deine Nähe nicht spüren und dich nicht erkennen.
An dich wollen wir glauben, dich ehren und preisen jetzt und alle Zeit. - Amen.
Allmächtiger Gott,
nimm die Gaben an,
die deine Kirche dir in österlicher Freude darbringt.
Du hast ihr Grund gegeben zu solchem Jubel,
erhalte ihr die Freude bis zur Vollendung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Sonntag der Osterzeit
Barmherziger Gott,
wie einst der Auferstandene für seine Jünger am Ufer des Sees Brot und Fisch bereitet hat, kommst du unserm Tun und Mühen stets zuvor.
Wenn wir jetzt die Gegenwart deines Sohnes unter den Gestalten von Brot und Wein feiern, schenkst du uns einen Vorgeschmack der kommenden Herrlichkeit.
Dafür danken wir dir durch Christus unseren Bruder und Herrn. – Amen.
Jesus,
du hast den Jünger Brot und Fisch
gereicht im Evangelium...
du reichst uns Brot und Wein,
deinen Leib und dein Blut.
Sie sind Zeichen deiner Liebe...
Forme uns nach deinem Wesen.
Wandle unsere Herzen
In Menschen, die so lieben wie du geliebt hast. - Amen.
Herr Jesus Christus,
mitten unter uns bist du jetzt
in Brot und Wein, in deinem Leib und in deinem Blut.
Du willst dich eins machen mit uns,
Du bist uns jetzt ganz nahe.
Durchdringe unser Leben,
wandle uns zu Menschen,
die mit Recht sagen können: "Ich liebe dich!"
Darum bitten wir dich. - Amen.
Kehrvers:
Auf, lasst uns jubeln dem Herrn,
vor sein Angesicht kommen mit Dank.
(GL 141)
Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus,
wir haben Grund dir zu danken
für das Große, das du an uns getan hast.
Du hast uns Jesus Christus, deinen Sohn, geschenkt
und mit ihm die Fülle des Lebens.
Kehrvers
Du hast ihn, den seine Gegner ans Kreuz gehängt und ermordet haben,
von den Toten auferweckt
und als Herrscher und Retter an deine Rechte erhoben,
um uns die Umkehr und die Vergebung der Sünden zu schenken.
Kehrvers
Er ist seinen Jüngern erschienen und hat sie von Neuem ausgesandt,
die Fülle des Lebens und des Heiles allen Menschen zu verkünden
und sie von Neuem als Hirten deiner Herde eingesetzt.
Kehrvers
Durch ihn lässt du auch uns teilhaben am ewigen Leben.
Schon jetzt schöpfen wir aus der Fülle deines göttlichen Reichtums
Freude und Hoffnung und können diese mit allen Menschen teilen.
Kehrvers
Darum danken und loben wir dich mit allen Engeln und Heiligen
und singen wir dir mit der ganzen Schöpfung.
Danklied, z. B.: Lasst uns loben, freudig loben (GL 489)
Wir danken dir, Vater im Himmel,
und rühmen dich
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn erstehen die Kinder des Lichtes
zum ewigen Leben,
durch ihn wird den Gläubigen
das Tor des himmlischen Reiches geöffnet.
Denn unser Tod ist durch seinen Tod überwunden,
in seiner Auferstehung ist das Leben für alle erstanden.
Durch ihn preisen wir dich (in österlicher Freude)
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Osterzeit 2
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Kommt und esst!
Und er nahm das Brot und gab es ihnen. Halleluja.
(vgl. Joh 21,12-13)
Oder:
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.
(Ps 30,12)
Der Auferstandene
begleitet jeden und jede von uns
wie einer
der sich nicht aufdrängt
der sich nicht gewaltsam Eintritt verschafft
in unser Herz
Er ist einfach da
lässt uns nicht im Stich
wartet auf uns
bestärkt und ermutigt uns
lädt uns ein
zum bereiteten Mahl
Und wir?
Um ihn zu erkennen
müssen wir uns öffnen
für die Liebe
müssen wir bereit sein
uns aussenden zu lassen
Er fragt auch uns:
Liebst du mich?
Dann folge mir nach
Ewiger Gott,
du hast uns durch die Ostergeheimnisse erneuert.
Wende dich uns voll Güte zu
und bleibe bei uns mit deiner Huld,
bis wir mit verklärtem Leib
zum unvergänglichen Leben auferstehen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Sonntag der Osterzeit
Allmächtiger Gott,
du hast uns durch die Auferstehung Christi
neu geschaffen für das ewige Leben.
Erfülle uns mit der Kraft dieser heilbringenden Speise,
damit das österliche Geheimnis in uns reiche Frucht bringt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 6. Sonntag der Osterzeit
Barmherziger Gott,
wir haben Mahl gehalten
und uns von dir stärken lasen durch das Brot des Lebens.
Wir haben dein Wort gehört
und uns ermutigen lassen zu einem Leben, das Zeugnis von dir gibt inmitten dieser Welt.
Nun gehen wir hinaus, um unser Leben zu leben aus der Kraft des Heiligen Geistes.
Für deinen Beistand danken wir heute, alle Tage bis in Ewigkeit. – Amen.
Jesus,
"folge mir nach!"
hast du zu Petrus gesagt.
"Folge mir nach!"
Auch ist das gesagt
Wir wollen dir folgen
an dem Platz, an dem wir stehen,
in der Aufgabe, die uns zugewiesen ist,
mit den Menschen, die mit uns leben.
Hilf uns überall dort
Zeugen deiner Osterbotschaft zu sein. - Amen.
Jesus Christus,
du hast uns geladen und uns zugesprochen:
„Kommt her und esst!“
Gestärkt durch dein Wort
und gesättigt in der Gemeinschaft des Mahles
dürfen wir in die neue Woche gehen.
Bleibe du an unserer Seite
und öffne uns immer wieder den Blick
für deinen Auftrag an dieser Zeit und dieser Welt.
Zu allem Tun schenke du uns deine Kraft
und deinen Segen,
mit dem Vater und dem Hl. Geist –
heute und für immer.
Herr Jesus Christus,
mitten unter uns bist du jetzt,
in unserem Leben und in unserem Alltag.
Mitten unter uns bist du jetzt.
Stärke unsere Liebe,
dass wir dich bezeugen können.
Darum bitten wir dich. - Amen.
die Schrecken des Karfreitags
der Leidensweg und Tod des Freundes -
auf den sie alles gesetzt hatten -
liegt hinter ihnen
sie haben es von den Frauen
schon erzählt bekommen
haben es schon selbst mehrmals erfahren –
selbst Thomas
mitten in ihrer Furcht
mitten in ihrem Verschlossen-Sein
dürfen sie die Freude erfahren
der HERR lebt
er ist auferstanden
doch haben sie ver-standen
haben sie verstanden
dass diese Erkenntnis auch Auftrag ist
gemeinsam kehren sie an den Ort zurück
von dem Jesus sie „vom Fleck weg“
zur Nachfolge gerufen hat
und sie tun das
was sie vorher taten
Petrus sagt es schlicht und einfach:
„Ich gehe fischen.“
und die kleine Truppe geht mit
es ist Nacht
beliebt zum Fischen
doch ihre Netze bleiben leer
und Jesus steht erneut da
und er fragt sie
ob sie etwas haben
was sättigt
nein
sie haben nichts zu bieten
und müssen sich noch einmal -
wieder einmal -
neu beschenken lassen
erfahren eine Geschichte -
die sie schon längst erlebt haben -
noch einmal ganz neu
und Petrus wird -
für mich vertretend für (uns) alle gefragt -
ob er Jeus liebt
hat dreimal die Möglichkeit
NEIN zu sagen
doch er sagt JA
und Jesus lässt ihn nicht im Unklaren
er sagt es verschlüsselt – und doch deutlich –
was diese Nachfolge mit sich bringt
ja – fordert
und dann kommt
schlicht und einfach:
„Folge mir nach!“
doch die Jünger damals -
und auch wir heute -
müssen auch erfahren
so schlicht und einfach
ist es oft nicht
ist es meist nicht
in seinen Fußstapfen zu gehen
es kann viel abverlangen
wenn wir es ernst nehmen
doch die Aufforderung gilt:
„Folge mir nach!“
Beatrix Senft
Der Krebs
Hatte ihn schon äußerlich gezeichnet
Und es konnte sich nur noch
Um Tage handeln
Und dabei fiel mir auf,
dass wir immer nur sagten:
„Es“ kann sich nur noch um Tage handeln,
aber dieses „ES“ war der Tod.
Und so war mein Besuch
Auf der Intensivstation
Voller Angst, Unsicherheit,
Schrecken,
ohne Hoffnung,
tausend Ängste hatten
meine Hoffnung zerstört!
Und dann das Surren
Und Piepsen
Und Ticken.
Wer lebt da eigentlich noch?
Und er,
Er, der Sterbende
Fasste meine Hand,
die bleiche,
zittrige,
verschwitzte.
Und er,
Er, der Sterbende,
sagte zu mir:
Ich werde jetzt sterben,
aber es wird mich nicht töten.
Ja, ich glaube an das ewige Leben
Herr, lehre mich
Hoffen
Wie dieser Sterbende.
Aus: Peter Boekholt, Am Aufbruch. Wege ins Leben, Kevelaer
Du stehst am Ufer
und wartest
auf uns.
Du sorgst
für uns,
deine Kinder.
Auch heute
gibst Du uns
Brot.
Im Herzen
erkennen wir:
Es ist der Herr.
Ilse Pauls
Sogar die Auferstehung bleibt verborgen
Das Eigenartigste an den Auferstehungserzählungen ist der Umstand, dass die Auferstehung Jesus immer als etwas Verborgenen beschrieben wird. Wenn man vom verborgenen Leben Jesu spricht, muss man weit über die Jahre seiner Verborgenheit in Nazareth hinausgehen. Das große Geheimnis im Leben von Jesus ist, dass alles daran seine verborgene Qualität hat: zunächst einmal seine Empfängnis und Geburt, dann die vielen Jahre, die er im Gehorsam gegenüber den Eltern lebte, dann sein so genanntes öffentliches Wirken, bei dem er diejenigen, die er heilte, bat, es nicht weiterzuerzählen, dann sein Tod zwischen zwei Verbrechern außerhalb der Mauern Jerusalems, und schließlich auch noch seine Auferstehung. Tatsächlich wird die Auferstehung nicht als glorreicher Sieg Jesu über seinen Feind geschildert. Sie dient nicht als Beweis seiner überwältigenden Fähigkeiten. Sie stellt auch keinen Vorwurf gegen diejenigen dar, die ihn zum Tod verurteilt haben. Jesus erschien nicht dem Hannas, Kajafas, Herodes oder Pilatus, ja nicht einmal seinen zweifelnden Anhängern Nikodemus und Josef von Arimathäa. Es fehlt jeder Gestus des "Seht her: Am Schluss habe ich eben doch Recht gehabt!" Da gibt es kein "Ich habe es euch ja immer schon gesagt." Es gibt nicht einmal ein zufriedenes Schmunzeln.
Nein, das entscheidendste Ereignis in der gesamten Geschichte der Schöpfung ist ein tief verborgenes Ereignis. Jesus erscheint als Fremder. Maria von Magdala sieht im Garten einen Fremden. Kleopas und sein Freund gehen mit einem Fremden bis nach Emmaus. Die Jünger sehen einen Fremden kommen und meinen, es sei ein Geist; Petrus, Thomas, Nathanael, Johannes, Jakobus und zwei andere Jünger hören, dass ihnen ein Fremder etwas vom Seeufer her zuruft. Wie sehr Jesus ein Fremder bleibt, wird kurz und knapp mit der geheimnisvollen Szene skizziert, bei er Jesus an einem Kohlenfeuer seinen Freunden Brot und Fisch reicht. Der Evangelist Johannes schreibt: "Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war" (Joh 21, 12). Die Verborgenheit der Auferstehung Jesu kommt nirgendwo besser als in diesem Satz zum Ausdruck. sie wussten, wer ihnen da Brot und Fisch reichte, aber sie wagten nicht, ihn zu fragen, wer er war. In der Gegenwart des auferstanden Herrn wurde der Unterschied zwischen Wissen und Nichtwissen, Anwesenheit und Abwesenheit, Offenbarung und Verborgenheit überstiegen.
Der auferstandene Jesus erschien den Jüngern
und sagte:
Ich bin es.
Sie staunten, aber sie konnten es noch nicht begreifen.
Jesus sagte zu ihnen:
So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und
am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem
Namen wird man allen Völkern verkünden,
sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.
Ihr seid Zeugen dafür
Als Jesus gekreuzigt worden war, waren seine Jünger
voller Angst, Trauer und Mutlosigkeit.
Wie sollte es weitergehen, nachdem durch das Leben Jesu
und sein Wirken so viel Hoffnung aufgekeimt war, aber
nun durch sein schreckliches Ende alles zerstört schien.
Nach seiner Auferstehung konnte Jesus durch seine
spürbare Gegenwart den Jüngern viel von ihrer
Angst nehmen.
Doch Jesus belässt es nicht bei den Erscheinungen.
Er macht die Jünger zu Zeugen:
Ihr seid Zeugen dafür!
Dieser Aufruf gilt auch uns,
die wir von Jesus Christus wissen und an ihn glauben.
Wir sind aufgerufen, Zeugnis davon zu geben,
dass Jesus auferstandne ist,
dass der Tod nicht das Letzte ist, was bleibt, sondern
durch die Auferstehung Jesu überwunden wird,
Zeugnis davon zu geben, dass mit dem Tod
nicht alles aus ist,
sondern etwa beendet wird und gleichzeitig ein neues
Leben beginnt, das ewige Leben,
Zeugnis zu geben, dass die Liebe das ist, was bleibt
und was den Tod überwindet.
Wie können wir in unserer jetzigen Zeit
Jesu Auferstehung bezeugen?
Es ist heute nicht selbstverständlich, sich über die
Geschehnisse von vor über 2000 Jahren mit anderen
Menschen zu unterhalten.
Nicht überall können wir über diese Ereignisse
so einfach sprechen.
Wie können wir dann die Auferstehung Jesu bezeugen?
Mit Worten allein ist dies nicht getan.
Diesen Worten müssen Taten folgen.
Taten, die von Liebe und Nächstenliebe geprägt sind.
Vor allem aber müssen wir überzeugt sein.
Wie geht das, überzeugt sein?
Wir können darum beten, dass unser Glaube an Jesus
Christus lebendig bleibt und wächst.
Wenn wir in diesem Glauben an die Überwindung
des Todes durch die Auferstehung verwurzelt sind,
was auch immer uns auf unserem je persönlichen
Lebensweg begegnen mag,
dann wird diese innere Haltung
auch unsere Mitmenschen anrühren.
Es bedarf keiner großen
und außergewöhnlichen Werke.
Ob wir an Jesus Christus und seine Auferstehung glauben,
zeigt sich in unserem Alltag.
Ohne dass wir es manchmal merken,
wird im Alltäglichen sichtbar,
ob wir an die Überwindung des Todes
durch die Liebe glauben können.
Nutzen wir unsere menschliche Freiheit,
die Gott uns geschenkt hat,
indem wir uns darin üben,
Böses durch Gutes zu überwinden,
nicht der Resignation anheim zu fallen,
in schwierigen Situationen nicht zu verzweifeln.
Nutzen wir unsere menschliche Freiheit,
um uns auf de Veränderungen im Leben einzulassen,
und unseren Teil dafür zu tun,
dass der Glaube an Jesus wächst
und die Liebe sichtbar wird.
Möge diese Zeit der Anbetung
den Glauben in uns stärken.
Ich lieb dich Herr,
keiner ist wie du,
Anbetend neigt sich mein Herz dir zu.
Mein König, Gott, nimm dies Lied von mir,
lass mich, Herr, ein Wohlklang sein vor dir!
Anna (Maria Hofstätter) liebt Jesus und Jesus liebt Anna. Sagt zumindest die Bibel. Und damit das so bleibt und weil die Welt so voller Schmutz und Leiden ist, schenkt Anna Jesus jeden Abend ein bisschen mehr als nur ein Gebet. Und so beginnt Ulrich Seidls zweiter Teil seiner Paradies-Trilogie auch gleich mit einem schmucken Bild. Anna kniet mit nacktem Oberkörper vorm Kreuz und peitscht sich aus. Die Verknüpfung zum ersten Teil, bei dem es um Liebe ging, wird schnell klar. Anna ist die Schwester der Hauptfigur aus <link http://www.kino-zeit.de/filme/paradies-liebe>Paradies: Liebe</link>, dem ersten Teil und auch sie ist eigentlich auf der Suche nach Liebe. Nur sucht sie diese nicht in Kenia bei Männern, die sie beschnakseln, sondern lieber zuhause bei Gott und vor allem dessen Sohn, der "so wunderschöne, tiefe und traurige Augen" hat. Schnakseln ist eh ganz schlimm, meint Anna, dagegen hilft nur viel beten und die Heilige Maria. Darum macht sich Anna in ihrem Urlaub auch auf, um SünderInnen auf den rechten Weg zu bringen. Vor allem diese ausländischen haben es ihr angetan. So fährt sie täglich in die Stadt, im Beutel eine Marienstatue und besucht (oder besser bedrängt) Menschen in deren Wohnungen.
Genau diese Szenen sind es auch, in denen Seidl seine stärksten Bilder findet, das Aufeinandertreffen dieser fremden Menschen, die mal verwundert, mal aggressiv auf die überraschende Heimsuchung Annas (und Marias) reagieren, sind einfach urkomisch und fast unerträglich zugleich. Noch schrecklicher ist dabei der Gedanke, dass solche Szenen inzwischen fast täglich im deutschen Fernsehen in Realityformaten über den Äther geschickt werden, nur mit dem Unterschied, dass sie außer Blamage nichts enthalten. Blamage und das radikale Aufzeichnen des alltäglichen Wahnsinns hat bei Seidl wiederum Methode - hier kommt er ran an die Figuren und deren Innenleben. Und auch an die österreichische Seele an sich, die bei ihm stets respektvoll, aber hyperehrlich portraitiert wird. Schön ist das nicht, die nackte Wahrheit ist eben hässlich und spießig zugleich.
1. Brich dem Hungrigen dein Brot.
Die im Elend wandern,
führe in dein Haus hinein;
trag die Last der andern.
2. Brich dem Hungrigen dein Brot;
du hast's auch empfangen.
Denen, die in Angst und Not,
stille Angst und Bangen.
3. Der da ist des Lebens Brot,
will sich täglich geben,
tritt hinein in unsre Not,
wird des Lebens Leben.
4. Dank sei dir, Herr Jesu Christ,
daß wir dich noch haben
und daß du gekommen bist,
Leib und Seel zu laben.
5. Brich uns Hungrigen dein Brot,
Sündern wie den Frommen,
und hilf, daß an deinen Tisch
wir einst alle kommen.
Text: Martin Jentzsch (1951), Musik: Gerhard Häusler (1953) in: EG 418

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
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Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, zeigt somit den Lesern, wie ein Leben aussieht, das auf den verheißenen Beistand vertraut. Ganz dicht wird das Kerygma gebracht: Tötung Jesu - Auferweckung - Erhöhung - Angebot von Umkehr u. Vergebung - Zeugnis geben. Im Schlußteil verurteilt bzw. maßregelt das Synedrium die Apostel, indem es eine Minimalforderung über sie verhängt, um selbst das Gesicht nicht zu verlieren.
Die Anklage offenbart die Angst der Behörde, dass der hingerichtete Jesus nicht tot ist. Drastisch ist davon die Rede, dass "das Blut dieses Menschen" - Jesu - über das Volk kommt und Unheil bringt. Petrus, vom Jüngerkreis getragen, verkündet vor Gericht jedoch die Auferweckung Jesu. "Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken."
Das Verhör endet - anders als in der Passionsgeschichte Jesu - mit Redeverbot und Freilassung. Jedoch erzählt Lukas, dass die Jünger sich freuen, gewürdigt worden zu sein, an der Schmach Christi teilzuhaben. Dass die Jünger sich nicht an das Schweigegebot halten, erzählt Lukas in der Apostelgeschichte. Sie ist die Fortsetzung des Evangeliums von der Auferweckung Jesu Christi. Die Kirche ist "creatura verbi" - Geschöpf und Dienerin dieser Verkündigung.