Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus der Apostelgeschichte.
In jenen Tagen
kam Philippus in die Hauptstadt Samariens hinab
und verkündete dort Christus.
Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus;
sie hörten zu und sahen die Zeichen, die er tat.
Denn aus vielen Besessenen
fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus;
auch viele Lahme und Verkrüppelte wurden geheilt.
So herrschte große Freude in jener Stadt.
Als die Apostel in Jerusalem hörten,
dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte,
schickten sie Petrus und Johannes dorthin.
Diese zogen hinab
und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen.
Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen;
sie waren nur getauft auf den Namen Jesu, des Herrn.
Dann legten sie ihnen die Hände auf
und sie empfingen den Heiligen Geist.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus der Apostelgeschichte.
In jenen Tagen
kam Philippus in die Hauptstadt Samariens hinab
und verkündete dort Christus.
Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus;
sie hörten zu und sahen die Zeichen, die er tat.
Denn aus vielen Besessenen
fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus;
auch viele Lahme und Verkrüppelte wurden geheilt.
So herrschte große Freude in jener Stadt.
Ein Mann namens Simon
hatte schon länger in der Stadt Zauberei getrieben
und das Volk von Samarien in Staunen versetzt;
er gab sich als etwas Großes aus.
Alle achteten auf ihn, Klein und Groß,
und sie sagten: Dieser ist die Kraft Gottes,
die man die Große nennt.
Sie achteten aber deshalb auf ihn,
weil er sie lange Zeit durch Zaubereien in Staunen versetzt hatte.
Als sie jedoch dem Philippus Glauben schenkten,
der das Evangelium vom Reich Gottes
und vom Namen Jesu Christi verkündete,
ließen sie sich taufen, Männer und Frauen.
Auch Simon wurde gläubig,
ließ sich taufen und schloss sich dem Philippus an;
und als er die großen Zeichen und Machttaten sah,
geriet er außer sich vor Staunen.
Als die Apostel in Jerusalem hörten,
dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte,
schickten sie Petrus und Johannes dorthin.
Diese zogen hinab
und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen.
Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen;
sie waren nur getauft auf den Namen Jesu, des Herrn.
Dann legten sie ihnen die Hände auf
und sie empfingen den Heiligen Geist.
Kv: Jauchzt Gott zu, alle Länder der Erde! - Kv
Oder: Halleluja.
Oder: GL 643,3
Jauchzt Gott zu, alle Länder der Erde! /
Spielt zur Ehre seines Namens! *
Verherrlicht ihn mit Lobpreis!
Sagt zu Gott: Wie Ehrfurcht gebietend sind deine Taten; *
vor deiner gewaltigen Macht müssen die Feinde sich beugen. - Kv
Alle Welt bete dich an und singe dein Lob, *
sie lobsinge deinem Namen!
Kommt und seht die Taten Gottes! *
Ehrfurcht gebietend ist sein Tun an den Menschen: - Kv
Er verwandelte das Meer in trockenes Land, /
sie schreiten zu Fuß durch den Strom; *
dort wollen wir uns über ihn freuen.
In seiner Kraft ist er Herrscher auf ewig; /
seine Augen prüfen die Völker. *
Die Aufsässigen können sich gegen ihn nicht erheben. - Kv
Alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört; *
ich will euch erzählen, was er mir Gutes getan hat.
Gepriesen sei Gott; /
denn er hat mein Bittgebet nicht unterbunden *
und mir seine Huld nicht entzogen. - Kv
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus.
Schwestern und Brüder!
Heiligt in eurem Herzen Christus, den Herrn!
Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen,
der von euch Rechenschaft fordert
über die Hoffnung, die euch erfüllt;
antwortet aber bescheiden und ehrfürchtig,
denn ihr habt ein reines Gewissen,
damit jene,
die euren rechtschaffenen Lebenswandel in Christus
in schlechten Ruf bringen,
wegen ihrer Verleumdungen beschämt werden.
Denn es ist besser, für gute Taten zu leiden,
wenn es Gottes Wille ist,
als für böse.
Denn auch Christus ist der Sünden wegen
ein einziges Mal gestorben,
ein Gerechter für Ungerechte,
damit er euch zu Gott hinführe,
nachdem er dem Fleisch nach zwar getötet,
aber dem Geist nach lebendig gemacht wurde.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der erste Petrusbrief gehört zu den sogenannten Katholischen Briefen, d.h. dieser Brief ist als Rundschreiben an einen weiteren Leserkreis geschrieben. Damit sind letztlich alle gemeint, die diesen Brief einmal lesen werden. Zu den Adressaten gehören besonders die in der Diaspora lebenden Christen. Sie leben in den römischen Provinzen und haben sich in der heidnischen Umgebung gegen allerlei Anwürfe, Verdächtigungen und Diskriminierungen zu behaupten. Als Entstehungszeit wird das Jahr 90 angenommen. Der Autor ist unbekannt. Er hat sich mit dem Namen Petrus in die Tradition des großen Apostels gestellt, vertritt aber im wesentlichen paulinische Theologie. Vielleicht geschah das in der Absicht, die paulinische Theologie mit der kirchlich bedeutenden Stellung des Petrus zu verknüpfen, um eine Einheit herzustellen.
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Wer mich liebt, hält mein Wort.
Mein Vater wird ihn lieben,
und wir werden bei ihm Wohnung nehmen.
Halleluja.
Aus dem hl. Evangelium nach Johannes:
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn ihr mich liebt,
werdet ihr meine Gebote halten.
Und ich werde den Vater bitten
und er wird euch einen anderen Beistand geben,
der für immer bei euch bleiben soll,
den Geist der Wahrheit,
den die Welt nicht empfangen kann,
weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.
Ihr aber kennt ihn,
weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.
Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen,
ich komme zu euch.
Nur noch kurze Zeit
und die Welt sieht mich nicht mehr;
ihr aber seht mich,
weil ich lebe und auch ihr leben werdet.
An jenem Tag werdet ihr erkennen:
Ich bin in meinem Vater,
ihr seid in mir
und ich bin in euch.
Wer meine Gebote hat und sie hält,
der ist es, der mich liebt;
wer mich aber liebt,
wird von meinem Vater geliebt werden
und auch ich werde ihn lieben
und mich ihm offenbaren.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Joh 14,15-21 ist den Abschiedsreden Jesu entnommen. Es handelt sich um die johanneische Darstellung des Vermächtnisses Jesu. Interessant sind dabei folgende Aspekte:
Der Heilige Geist hat nicht nur die Funktion zu trösten (Paraklet), sondern er wird auch als der Geist der Wahrheit bezeichnet. Dabei beinhaltet der Begriff "Wahrheit" auch die Bedeutung, Inhalt der Offenbarung zu sein. Damit wird auch eine Verbindung zum Sohn hergestellt, der sich in Joh 14:6 als die Wahrheit bezeichnet.
In der starken Differenzierung zwischen denen, die den Geist besitzen und denen, die sie nicht verstehen, sehen wir eine Auswirkung des johanneischen Dualismus.
Vater, Sohn und Heiliger Geist werden im Johannesevangelium in unterschiedlichen Beziehungen zueinander geschildert. Identität und gleichzeitige Differenz prägen auch das Verhältnis zwischen Sohn und Geist in unserer Perikope: Der Vater sendet den Geist auf Bitten des Sohnes (Differenz). Der Sohn wird die Seinen nicht als Waisen zurücklassen, sondern er wird wiederkommen und die Seinen werden ihn im Heiligen Geist sehen (Identität).
Die Verbindung der Liebe mit dem Halten der Gebote ist ein Gedanke, der in der Bundestheologie des AT schon vorgeprägt ist. Mit der Verleihung des Geistes ist auch Bundeshoffnung verbunden (Ez 36:26-28), eine Vorstellung, die im jungen Christentum aufgegriffen wird (1 Thess 4:8). Die ersten christlichen Gemeinden kennen auch die enge Verbindung zwischen Gottes Liebe und dem Geist (Röm 5,5; 15,30).
Der Muttertag stimmt uns dankbar für die Liebe, die uns die eigene Mutter geschenkt hat und die Mütter der Gesellschaft schenken. Vorbild der Liebe, die Mütter schenken und der Liebe, mit der wir darauf antworten, ist die Liebe Gottes und unsere Antwort darauf. Sowohl die elterliche Liebe wie auch die Liebe Gottes pflanzt sich fort, in der Liebe, die wir anderen Menschen schenken.
Wie weit geht meine Liebe? Wie weit geht meine Liebe, die ich für einen anderen Menschen habe? Wie weit geht meine Liebe zu Jesus?
Ein Beispiel für eine Liebe, die sehr weit geht, ist die Liebe einer Mutter. Zumindest im Idealfall. In ihrer Liebe tut eine Mutter alles für ihr geliebtes Kind. Diese Liebe, die sie hat und verschenkt, lässt sie über sich hinausgehen, wie es auch der Spruch zum Ausdruck bringt: «Mütter sind Superhelden im Verborgenen.»
Doch machen wir den Realitätscheck. Der Muttertag lässt uns an unsere Mutter denken. Egal, wie alt wir sind. Wir sehen unsere Mutter vielleicht immer noch mit den Augen des Kindes, oder nicht mehr ganz so verklärt wie in Kindertagen, weil wir im Erwachsenenalter zu einem anderen Blick fähig sind. Wir erkennen das viele Gute, das wir durch sie erfahren haben: Sie hat uns auf die Welt gebracht, uns durch das Leben begleitet, soweit sie es vermochte. Vielleicht müssen wir auch eingestehen, dass nicht jede Mutter in ihrer Rolle aufging, nicht jede Mutter die ihr zugewiesene Rolle auszufüllen vermochte, nicht jede Mutter jene Bilderbuch-Mutter war oder sein konnte. Mütter können auch überfordert sein und scheitern manches Mal in dieser Aufgabe. Es gibt auch Mütter, die nicht immer die Liebe haben oder zeigen können, die ein Kind brauchen würde. Nicht immer ist eine Mutter-Kind-Beziehung eine gelungene und glückliche. Auch die mütterliche Liebe hat Grenzen.
In dieser Feier halten wir Gott unsere Mütter hin, alles, was sie für uns getan haben, wofür wir ihnen dankbar sind – und auch das andere, was wir vielleicht vermisst haben: Unsere Sehnsucht nach mütterlicher Liebe, Verständnis, Unterstützung und Geborgenheit.
Wie auch immer: An diesem Tag wird es wieder viele glänzende Mütteraugen geben und höherschlagende Mütterherzen, wenn das Kind vor einem steht und Blumen oder ein selbstgebasteltes Geschenk entgegenstreckt, und sogar noch ein Gedicht aufsagt, oder eine Karte geschrieben hat, vielleicht mit einem Text darauf wie dieser:
Mama, du hast mir das Leben geschenkt
und mich jeden Tag mit deiner Liebe getragen.
Ich weiß, dass keine Worte wirklich ausreichen,
um all das zu beschreiben,
was du für mich getan hast.
Ich danke dir von Herzen für all die Liebe,
die du mir immer gegeben hast
und immer noch gibst.
Du bist mein grösstes Geschenk.
Ich habe mich gefragt, wie dieser Text wohl klingen mag, wenn wir nur ein Wort austauschen? Wenn ich anstelle von Mama Gott sage?
Gott, du hast mir das Leben geschenkt
und mich jeden Tag mit deiner Liebe getragen…
Gottes Liebe wird erfahrbar durch die Liebe der Menschen, denen der väterlich-mütterliche Gott uns an die Seite gestellt hat. Seine Liebe geht über alle Grenzen. Sie geht sogar so weit, dass er uns sein Liebstes, seinen Sohn Jesus Christus, geschenkt hat.
Im Evangelium haben wir seine Worte gehört. Mit ihnen verabschiedet er sich von seinen Jüngern, bevor er zu Gott heimkehrt. Worte zum Abschied sind immer bedeutungsvoll. Man nimmt Abschied mit dem, was einem auf den Herzen liegt und was man noch mitteilen möchte. So sind auch Jesu Worte von Gewicht. In seiner Rede ist viel von Liebe die Rede und den Konsequenzen daraus. Die Liebe zu Jesus soll Widerhall finden im konkreten Leben, sprich im Halten der Gebote. Und auch umgekehrt ist es: Jesus erkennt, dass jemand ihn liebt, wenn er/sie das tut, was er aufgetragen hat.
Ist es nicht ähnlich zwischen Mutter und Kind? Das Kind liebt seine Mutter. Und deswegen tut es, was seine Mutter ihm sagt. Meistens halt. Umgekehrt liebt die Mutter das Kind. Und darum gibt sie ihm Weisungen mit, damit sein Leben ein gutes wird und gelingt.
Jesus geht in seinen Worten noch einen Schritt weiter: Er nimmt die Jünger und uns mit hinein in die Liebe seines Vaters: «Wer mich liebt, wird auch von meinem Vater geliebt werden.» Diese mütterlich-väterliche Liebe Gottes ist zwar von Anfang an bedingungslos. Aber auf sie will geantwortet werden mit dem, wie wir unser Leben gestalten. In einer kleinen Schöpfungsgeschichte heisst es am Ende, dass Gott den von ihm erschaffenen Menschen diesen Auftrag gibt: «Mensch, ich will, dass du mich vertrittst in der Liebe, die ich habe zu allen Menschen und zu allem, was ich geschaffen habe.»
Wie weit geht meine Liebe? Die Liebe, die ich habe und verschenken darf an andere, denen ich mein Leben verdanke, die mein Leben geprägt habe, mit denen ich mein Leben teilen und gestalten darf? Wie weit geht meine Liebe zu Jesus?
«Bis zum Mond und wieder zurück», heisst es im Bilderbuch «Weisst du eigentlich, wie lieb ich dich habe?
«Bis zum Himmel und wieder zurück», spricht uns Jesus zu. Soweit geht seine Liebe.
Dass wir das in dieser Feier nicht allein zugesagt bekommen, sondern auch erfahren dürfen, wünsche ich uns. Und dass er uns mit seinem Geist befähigt, weiter liebende Menschen zu sein und jene Liebe weitergeben können, die wir empfangen durften. Das wünsche ich uns. Nicht nur an diesem Muttertag. Aber heute vor allem.
In den Abschiedsreden gibt Jesus Anweisungen, wie die Kirche nach seinem Weggang in seinem Geist weiterbestehen kann. Es geht darum, dass wir in der Liebe bleiben. Ein besonderer Fall dieses in der Liebe bleiben, ist unser Verhältnis zu unseren Müttern. Unsere Dankbarkeit für unsere Mütter sollte aber auch gesellschaftliche Anerkennung und Unterstützung finden.
Im Evangelium des 6. Sonntags nach Ostern lesen wir aus der Abschiedsrede Jesu. Er spricht seinen Jüngern Mut zu und bekräftigt, dass er ihnen etwas hinterlassen hat: das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe. Wer in dieser Liebe bleibt, der wird das Geheimnis Gottes entdecken. Und er kündigt das Kommen des Heiligen Geist an. Jesus ist es wichtig, dass die Verbindung zu seinen Jüngern und auch zu uns nicht abreißt.
Wir wissen aus unserem Alltag: Was wir nicht regelmäßig tun, gerät in Vergessenheit. Ich merke das oft am Computer oder bei technischen Geräten: Eine Funktion, die ich ein Jahr lang nicht gebraucht habe, weiß ich plötzlich nicht mehr zu bedienen.
So ist es auch im Glauben. Darum hören wir Sonntag für Sonntag die Lesungen und das Evangelium. Darum feiern wir Eucharistie. Jesus sagt: „Bleibt in mir, und ich bleibe in euch.“ Das ist ein Geheimnis des Glaubens.
Damit wir Wichtiges nicht vergessen, gibt es Feiertage und Gedenktage. Heute feiern wir einen solchen Tag: den Muttertag. Er lädt uns ein, an unsere Mutter zu denken, ihr zu danken, dass sie uns das Leben geschenkt hat. Zwischen Mutter und Kind besteht eine tiefe, unauflösliche Verbindung. Solange die Mutter lebt, bleiben wir auf eine besondere Weise immer auch Kind.
Doch jede Beziehung muss sich wandeln. Gegenseitiger Respekt, Anerkennung und Dankbarkeit sind die Grundwerte, die ein gutes Miteinander ermöglichen. Der Muttertag kann helfen, diese Haltung neu zu entdecken. Natürlich ist das Verhältnis zur Mutter nicht immer einfach. Wir kommen aus ihr – und wir müssen uns von ihr lösen. Dieser Ablösungsprozess kann schmerzhaft sein, ist aber notwendig für ein gelingendes Leben.
Liebe Mütter, auch wenn Sie manchmal verzweifeln an Ihren Kindern: Bleiben Sie in der Liebe. Schauen wir auf Maria, die Mutter Jesu sie hat sehr gelitten an seinem Weg, doch blieb sie ihrem Sohn treu – in Liebe, im Vertrauen, im Schmerz.
Darum wollen wir heute unserer Mutter danken, dass sie die Schmerzen der Geburt auf sich genommen hat, und um Verzeihung bitten für die Schmerzen, die wir ihr im Laufe unseres Lebens zugefügt haben.
Wir wollen auch Gott bitten, dass er alle Mütter stärkt. Gott liebt wie eine Mutter. In Jesaja 66,13 spricht Gott: „Wie eine Mutter tröstet, so tröste ich euch.“ Das ist ein wunderbares Bild: Gott liebt uns bedingungslos. Er ist mitfühlend, tröstend, heilend – wie eine Mutter, die ihr Kind an die Brust nimmt und sagt: „Ich bin da.“
Der Muttertag hat aber auch eine gesellschaftliche Seite. Wir müssen uns fragen: Wie wird Mutterschaft heute anerkannt? Wird sie als Unterbrechung der Karriere gesehen? Als Belastung für den Arbeitsprozess? Anerkennen wir den tiefen Sinn der Mutterschaft, der weit über das eigene Leben hinausreicht?
Als mehrfacher Großvater erlebe ich, welchen Hürdenlauf viele Mütter bewältigen müssen: Anmeldungen in Krabbelstuben, Betreuungsplätze, Organisation von Busfahrten, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Manche Formalitäten wirken für Mütter wie eine Schikane.
Und ich sage es offen: Wenn Väter dieselben Wege gehen müssten – sich anstellen, zwei Jahre im Voraus Betreuungsstunden planen, ohne zu wissen, wie der Arbeitgeber reagiert – dann würde die Servicequalität für Familien sehr schnell steigen und viele Hürden würden wegfallen. Daher stellt sich die Frage: Wie gehen wir als Gesellschaft mit den Müttern um?
Es geht den meisten Müttern nicht zuerst ums Geld. Es geht um Anerkennung, Respekt und echte Unterstützung im täglichen Leben. Darum ist es gut, dass wir den Muttertag feiern. Wenn wir heute bewusst danken, wenn wir uns erinnern, was wir unserer Mutter verdanken, dann erfüllt dieser Tag seinen Sinn.
Und wenn unsere Gesellschaft an diesem Tag neu erkennt, welchen unverzichtbaren Dienst Mütter leisten, dann ist viel gewonnen.
Möge Gott alle Mütter segnen – die jungen und die alten, die glücklichen und die erschöpften, die lebenden und die Verstorbenen. Und möge er uns allen ein dankbares Herz schenken.
Wunder und Zeichen beeindrucken Menschen seit jeher. Auch Jesus hat Wunder getan. Wundersames kann uns aber auch täuschen. Worin liegt die Überzeugungskraft solcher Ereignisse. Woran erkennen wir den Geist der Wahrheit?
Vorbemerkung:
In der liturgischen Leseordnung wird der Absatz Apg 8,9-13 über den Zauberer Simon ausgelassen (vgl. "ungekürzte Fassung"). Die vorliegenden Predigtgedanken beziehen sich auf den gesamten Abschnitt Apg 8,5-17.
In der Osterzeit lesen wir aus der Apostelgeschichte, wie sich die frühe Gemeinde entwickelt und ausgebreitet hat. Heute hörten wir eine spannende Erzählung von der Auseinandersetzung mit dem Zauberer Simon. Dieser versetzt viele Leute in Staunen. Ja, man sagt sogar, dieser habe die Macht Gottes. Wir kennen das aus Märchen, aus Romanen, aus Filmen: der glänzende Verführer. „Er gab sich als etwas Großes aus“, schreibt die Apostelgeschichte; aufgeblasen, ohne Substanz, heiße Luft…
Der Apostel Philippus aber hat den Streit mit diesem Scharlatan nicht gescheut. Und er hat ihn gewonnen, wie die Geschichte erzählt. Er hat die Auseinandersetzung gewonnen, weil die Menschen die wahren Machttaten Gottes gesehen haben: Unreine Geister sind ausgefahren und viele Lahme und Verkrüppelte wurden geheilt.
Welche "Zauberer" gibt es heute, die alles Mögliche versprechen und zum Teil auch bewirken? Im persönlichen Bereich: Gesundheit, Glück, ewige Jugend. Und welche Blender im gesellschaftlichen Bereich, die ein schnelles und einfaches Heilmittel für alle Probleme versprechen?
Worin besteht der Unterschied zwischen den Tricks des Simon und den Machttaten des wahren Gottes, wie sie Philippus zeigt? - Ich meine: Der Zauberer macht es selbst; er ist selbst der Wundertäter, von dem es abhängt. Die Macht des Gottes Israels, des Vaters Jesu Christi jedoch, die Philippus verkündet, gibt dem Menschen selbst wieder Kraft, gibt ihm Würde und Aktivität zurück. Wenn dein unreiner Geist ausfährt, kannst du selbst wieder denken, kannst du selbst wieder deine Gefühle wahrnehmen. Du bist durch die Begegnung mit der Macht Gottes wieder du selber geworden. Wenn Lahme und Verkrüppelte geheilt werden, können sie sich wieder selbst bewegen, können etwas selber tun, können die Welt aktiv mitgestalten.
Der Geist Gottes macht lebendig – nicht abhängig.
Das ist auch das Kriterium für eine Unterscheidung in unserer Kirche heute: Für manche sind die Sakramente wie Zaubermittel und jene, die sie vermitteln wie Zauberer, die wirken, ohne dass sie sich selbst bemühen müssten. Dazu erhebt sich die Frage ist: Ermöglichen Glauben und Sakramente selbst zu denken, klar zu sehen und selbst zu gehen?
Im Evangelium verheißt Jesus den Geist der Wahrheit als Beistand. Manche verstehen Wahrheit als fest gefügte Katechismus-Sätze und ein gottgewolltes Bollwerk gegen die böse Welt. Vor dem Hintergrund der Erzählung der Apostelgeschichte bedeutet der Geist der Wahrheit aber: selber denken, die Wahrheit suchen, sich zu ihr hinbewegen; bzw. wenn wir im Leben unterwegs sind, die Wahrheit aus verschiedenen Blickwinkeln anschauen. Wahrheit ist kein Besitz. Von der Heiligen Geistkraft sprechen wir im Bild als Sturm oder als Taube. Das ist etwas Bewegliches und Bewegendes.
Im Geist der Beweglichkeit ist Wahrheitssuche; vergleichbar mit einer Wallfahrt. Die kann nur jeder und jede für sich machen. Diesen Weg kann dir niemand abnehmen. Und was ich auf dem Weg erlebt und gelernt habe, muss nicht für jeden anderen relevant sein. Aber wir können miteinander unterwegs sein und uns gemeinsam auf das Ziel unserer Wallfahrt hinbewegen. (Danke, Arnold Mettnitzer, für diesen Gedanken.)
„Steht jedem Rede und Antwort, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“, mahnt heute der Petrusbrief. Auch wenn wir selbstbewusst Ostern feiern, das Leben, das über den Tod siegt: Unser Zeugnis sei bescheiden und ehrfürchtig. Auch das ein Unterscheidungskriterium zu den Dämonen, die sich in Siegerpose vermeintlich als Geist Gottes ausgeben.
Die Wahrheit meines eigenen Menschseins finden, die Wahrheit einer Gesellschaft und Welt in Solidarität, gegenseitiger Verantwortung und in Geschwisterlichkeit mit der ganzen Schöpfung, die Wahrheit eines aufrechten Gangs für jede und für jeden: Das ist die Hoffnung, die ich habe, und darum bin ich Christ.
© Dr. Markus Himmelbauer, Pfarrseelsorger Pfarre Attersee
Die Abschiedsreden Jesu bereiten die Jünger auf die Zeit nach seinem Heimgang zum Vater vor. Was er begonnen hat, kann fortgesetzt werden, wo Menschen in seiner Liebe bleiben.
Heute haben wir es mit zu Herzen gehenden Texten zu tun. Es ist ja auch Muttertag. Wir hören von Hilfe und Heilung, versprochen wird uns auch der Beistand des Hl. Geistes als Unterstützung, denn wir sollen keine Waisen bleiben, deren Zukunft ungewiss ist. Dadurch geschehen Zeichen großer Liebe. So sieht der thematische Rahmen dieser Lesungen aus.
Gleich in der ersten Lesung ist von Heilung die Rede; nicht nur von körperlichen Gebrechen, sondern auch von Dämonen, von schlechtem Geist mit all den Gefahren, denen wir alle zeitlebens ausgesetzt sind. Da tritt Philippus, ein hellenistischer Christ, einer der sieben Diakone (vgl. Apg 6,5) auf. Er heilt, Lahme, Krüppel und befreit Menschen von „unreinen Geistern“ (Apg 8,7).
Das war möglich, weil er durch Handauflegung und Gebet die Macht dazu erhalten hatte. Was bedeuten Handauflegung und Gebet als begleitende Worte dazu? Handauflegung bedeutet berühren, Kontaktaufnahme, im Herzen berührt werden und berührt sein.
Das geschieht auch heute in den Weiheriten von Diakon, Priester, Bischof. Im Herzen berührt, bewegt und gerührt sein, hat mit Liebe zu tun.
Die zweite Lesung zeigt uns, wie die Praxis aussieht. Adressaten sind Judenchrist*innen in Kleinasien, die dort in der Minderheit leben. Ihre Umwelt hat mit jüdischer Kultur kaum zu tun und vom Christentum haben sie noch keine Kenntnis. Christen sollten jedoch „stets bereit sein, jedem Antwort zu geben, der euch [also die Christ*innen] nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ (1 Petr 3,15).
Damit wird eine Situation geschildert, die auch auf unsere Zeit zutrifft. Sind Christen heute in der Lage, anderen, u. U. sehr kritisch denkenden Menschen, Auskunft zu geben, warum sie Christen sind, warum sie ein religiöses Leben führen? Bei eingehenderer Nachfrage sagen sie oft: „Ich bin ja kein Theologe.“ Das waren auch die ersten Jünger Petrus und Andreas nicht, aber sie haben Menschen durch ihr beispielhaftes Leben mit Hilfe des Heiligen Geistes Menschen um sich gesammelt. Gerade heute braucht es einen krisenfesten, alltagstauglichen Glauben, braucht es Beschäftigung mit der Heiligen Schrift, Gebet und ein mit offenen Sinnen Beobachten, was sich alles in der engeren Umgebung und auch in der Welt abspielt.
Es gibt immer wieder Wege dazu, vielleicht auch Gründe, es nicht zu tun. Wenn man will, findet man Wege, sich mit Glaubensfragen zu beschäftigen, seinen Glauben zu leben. Das ist oft anstrengend, fordernd, zeitaufwändig. Wenn man nicht will, findet man Gründe, es nicht zu tun.
Das Evangelium verspricht uns Unterstützung, das Christentum sichtbar zu leben und es auszuweiten. Nach dem Weggang des irdischen Jesus ist uns der Beistand zugesagt, der Heilige Geist, der sich in uns entfalten will, uns zu starken Persönlichkeiten reifen lässt, wenn wir ihn nicht daran hindern durch allerlei ängstliche Argumente. Zu Ostern haben wir das größte Geschenk erhalten durch Tod und Auferstehung Jesu. Er hat den Liebesbund wieder hergestellt, den der Mensch gebrochen hat.
Das feiern wir jeden Sonntag hier beim „Stammtisch“ des Herrn. „Tut dies zu meinem Gedächtnis“, vernehmen wir im Hochgebet, auch zu unserer Erinnerung. Liebe verbindet Gott und Mensch. „Wenn ihr mich liebt, dann haltet ihr meine Gebote“; eine dringende Bitte, diese Bedingung anzunehmen und stets in Kontakt mit Gott zu verbleiben, diese Beziehung nicht abreißen zu lassen, tagtäglich zu erneuern. Dies ist oft anstrengend, aber es lohnt sich allemal. - Ich wünsche ihnen, dass es gelingt.
Der schriftkundige Philippus bricht nach Samarien auf, um das Wort zu verkünden. „…Sie hörten und sahen die Zeichen, die er tat.“ Das „Hören“ des Wortes ist Lukas, dem Autor der Apostelgeschichte, ein großes Anliegen. Es ist das, was die Gemeinschaft der ersten Christen zusammenfügt. Durch das Hören auf die heiligen Schriften - für die ersten Christen waren das die die Tora und die Schriften der Propheten - können sie ihren Glauben stärken und ihren Weg danach ausrichten.
„Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?“ (Lk 24,32)
Fast unglaublich, dass das Wort der Bibel einem so zu Herzen gehen kann – oder? Die Emmausjünger waren wohl selbst überrascht, was da mit ihnen passierte. Es ließ sie buchstäblich „neu durchstarten“. Zurück nach Jerusalem war nun die Devise. Unbedingt mussten sie zu den anderen, die dort versammelt waren, um zu erzählen, was sie erfahren hatten.
Wo war die Trauer, die Angst, die Hoffnungslosigkeit geblieben, die sie befallen hatte?
Es war die nachösterliche Erfahrung „seiner“ Gegenwart im Wort, im Brotbrechen, in der Gemeinschaft mit den anderen, die sie im Glauben gestärkt hat und verwandelte.
„Brannte nicht unser Herz?“ Wer bei Jesus in die Schule geht, muss dies mit Herz und Hirn tun! Bei Jesus in die Schule gehen bedeutet auch heute noch „aufdecken“, neu sehen lernen, was das Wort der Schrift für die Situation, in der wir sind, in der wir leben, an Möglichkeiten uns eröffnet, uns schenkt.
Herzlich willkommen in dieser Schule Jesu!
In der heutigen Lesung ist es der schriftkundige Philippus, der geleitet und gestärkt durch das Wort, aufbricht. Er setzt sich in Bewegung nach Samarien, um dort Christus zu verkünden: „Und [...] sie hörten und sahen die Zeichen, die er tat.“ (Apg 8,6).
Dieses „Hören“ des Wortes ist Lukas, Evangelist und Autor der Apostelgeschichte, ein großes Anliegen. Es ist das, was die Gemeinschaft der ersten Christen zusammenfügt. Durch das Hören der Heiligen Schriften - für die ersten Christen waren das die Tora sowie die Schriften der Propheten - können sie ihren Glauben stärken und ihren Weg danach ausrichten.
Es ist nicht einfach, das gehörte Wort zu erfassen, zu begreifen und in der jeweiligen Lebenssituation auch als Hilfe zu erkennen und anzunehmen. Das gilt für die ersten Christen damals, das gilt auch heute noch für uns, die wir hier im Gottesdienst versammelt sind und das Wort hören, Sonntag für Sonntag. Noch immer, bald 2000 Jahre später, vereint auch uns das Hören des Wortes.
Einst fragte Philippus, von dem wir hörten, einen Äthiopier, der in der Hebräischen Bibel las: „Verstehst du auch, was du liest?“. Diese Frage richtet sich auch an mich und an alle, die sie hören wolle. Was verstehen wir, wenn wir Texte aus der Apostelgeschichte hören, wie die heutige Lesung? Diese Frage ist berechtigt. Denn es braucht Hilfe, um das Wort, das wir hier im Gottesdienst hören, auch zu verstehen.
Stellen Sie sich vor, dass gehörte Worte unsere Lebenssituation, die persönliche oder die der Gemeinde, der Pfarre, trifft? Wer ist unser Philippus, der uns die Schrift deutet, erschließt, sodass wir gestärkt durch das Wort unseren Alltag in einem andern Licht sehen und vielleicht sogar voll Freude nach Hause gehen?
Fast unglaublich, dass das Wort der Bibel einem so zu Herzen gehen kann, so betroffen macht – oder? Bei den ersten Christen – so erfahren wir aus den Apostelbriefen und aus der Apostelgeschichte - löste das offen ausgesprochene Wort so manche Streitereien aus, untereinander, aber auch mit anderen Zuhörern. Dieser oft emotionale Wortwechsel über das Schriftwort wurde zu einer wichtigen Lernerfahrung der christlichen Gemeinden und hat sie untereinander vereint.
Auch heute noch sind wir miteinander im Hören des Wortes vereint. Der Tisch des Wortes ist auch heute wieder reich gedeckt gewesen. Haben Sie es bemerkt? Haben wir als Gottesdienstgemeinde dies wahrgenommen?
Hören wir noch einmal bewusst den Satz aus der Bibel: „Brannte uns nicht das Herz, als er uns den Sinn der Schrift erschloss und mit uns das Brot brach?“ Entdecken Sie (wir) in diesem Schriftwort das Vertraute der Beziehung, der Freundschaft zu Jesus? Das Wort kann auch uns durch die Beziehung zum Auferweckten verwandeln, im Glauben stärken?
Vielleicht sollten wir die Einladung in die Schule Jesu zu gehen annehmen, uns durch sein Wort in den biblischen Texten berühren lassen, damit auch wir spüren, wie uns das Herz brennt, wenn wir das Wort hören.
Die Schüler und Schülerinnen Jesu, wie einst die Emmausjünger oder Philippus, hat das Wort der Schrift bewegt, und sie haben sich auf den Weg gemacht. Ich wünsche auch uns, dass wir durch das Wort zum neuen „Durchstarten“ ermutigt werden.
Auf nach Jerusalem lautete die Devise für die Emmausjünger. So weit muss es für uns wirklich nicht sein. Es reicht fürs Erste, wenn wir mit neuem Mut und mit Freude uns nach dem Gottesdienst auf den Weg machen…
Der Sonntag vor der Himmelfahrt Christi bereitet uns schon auf die Zeit danach vor. Jesus wird uns nicht als Waisen zurücklassen. Er verheißt uns den Heiligen Geist. Die biblischen Texte zeigen uns, was das für uns bedeutet.
Pfingsten, Fest des Heiligen Geistes, rückt immer näher, das deuten auch die Texte dieses Sonntags an. Man könnte die Lesungen und das Evangelium so zusammenfassen: Werdet selbstständig, mündig, geht euren Lebensweg unter der Führung des Heiligen Geistes. Der Geist als das innerste Geheimnis von Mensch und Gott. Von welchem Geist (hebräische Übersetzung: Geistin) reden wir da? Von Dämonen ist die Rede. „Daimonion“ ist die innere Stimme.
In den synoptischen Evangelien findet man Dämonenaustreibungen als parasitäre Hausbesetzer, etwa bei Mt 8,28-34, wo Jesus zwei Besessene entgegenliefen, sehr gefährlich, sie schreien Jesus an: Was haben wir mit dir zu tun? Man dachte, dass Krankheit Besessenheit sei. Man nahm an, wo es Öffnungen im Körper gebe, kommen die Dämonen hinein bei Nase, Mund Ohren. Dämonen sind Schadensgeister in physischer und psychischer Hinsicht. Sie führen nicht zur Sünde. Wenn der Messias kommt, haben die Dämonen nichts mehr zu bestellen. Wir haben den menschlichen und den göttlichen Geist in uns.
Da ist die Unterscheidung der Geister wichtig und nachzuforschen, zu reflektieren: Was geht in mir vor? Wieso bin ich unruhig? Ist es Freude oder Nervosität, Angst? Karl Barth (1886-1968), evangelischer Theologe, benennt seine Dogmatik III: „Der Geist als Grund der Seele und des Leibes“: Wir haben Gottes Stimme in uns. Man sucht Gott überall und findet ihn in sich selbst, besonders durch Stille, durch Reflexion, will heißen: nach innen beugen, beten. Das verlangt hinhören, Ruhe, schweigen. Das Gewissen ist die gottgegebene Instanz, die zu guten Entscheidungen führen soll, zu einem Ja oder Nein in bestimmten Situationen, auch zu handeln oder etwas zu unterlassen. Gott hat uns dazu den freien Willen gegeben.
Durch die Person des Philippus, einem hellenistischen Christen, handelt Gott. Die Textstelle der ersten Lesung verschweigt die Person des Simon Magus, eines Magiers, eines Zauberers, der durch seine Kunststücke insofern Verwirrung schafft, weil sie den Heilungen des Philippus ähnlich sind. Was er zaubert, wissen wir nicht. Die Kirchenväter rücken ihn in die Nähe des Teufels. Simon wird zwar gläubig, will sich aber die Heilkunst, von Gott gegeben, mit Geld bei Petrus erkaufen, was dieser empört ablehnt. Gnade, Zuwendung, Berufung kann man nicht durch Geld erkaufen. Von daher kommt aber der Ausdruck „Simonie“, womit der vor allem im Mittelalter geübte Kauf geistlicher Ämter benannt wird. Philippus als Berufener tut mit Gottes Hilfe, bzw. dem Heiligen Geist viel Gutes.
Die zweite Lesung weist darauf hin, dass man auch für gute Taten Leid ertragen muss. So etwas werden Sie auch schon erlebt haben. In der Meinung Gutes zu tun erntet man ab und an Wut, Ärger, Neid, Aggression. Jesus hat das in seinem irdischen Dasein auch erlebt. Er wird in zwei Punkten angeklagt: Freiheit für die Menschen, mit der sie nichts anfangen können, weil sie unselbstständig und innerlich leer sind, und Gotteslästerung, weil bei den Pharisäern und anderen Menschen die Erkenntnis fehlt. Wer sieht und erkennt, wird auch Rechenschaft über seinen Glauben und über die Hoffnung, die in schweren Zeiten weiterhilft, geben können und dabei bescheiden bleiben, nachfragen, im Gespräch bleiben.
Das Evangelium ist Teil der Abschiedsrede Jesu. Er verspricht den Seinen einen Beistand auf dem Weg in die Mündigkeit. Jesus bleibt nicht hier auf Erden, deswegen die Abschiedsrede, aber er gibt uns Gaben, Geschenke, damit wir wissen, wie wir weiterleben sollen. Er ist kein "Helikoptergott", der aufpasst, dass ja nichts passiert. Das würde auch gegen den freien Willen des Menschen verstoßen.
Der Geist Gottes wirkt in uns, damit wir uns entfalten können. Um mit dem Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) zu sprechen, aus selbst verschuldeter Unmündigkeit frei zu werden. Dazu hilft uns das Gewissen, wie bereits erwähnt. Es ist Mittelpunkt christlicher Anthropologie. Durch Unterdrückung von außen wird in Kirche und Politik Gedankenfreiheit zur Ideologie. So musst du denken und handeln. Nachfragen könnte zur Kritik führen. Freiheitsentzug erleben wir bis heute auch durch Änderung der Sprache, oft auch in der Kirche - nicht nur im Ukrainekrieg. Viel wurde durch Angst erzwungen. Wo die Angst das Leben beherrscht, wird man eng-herzig. Gott entwickelt für uns Menschen durch den Heiligen Geist Autorität aus unserem Inneren (»augere« bedeutet übersetzt »wachsen«, »entfalten«), damit wir Gott ähnlich werden, das nennen wir „entfalten“. Beten wir darum, dass wir seine Gaben erkennen und annehmen, er will uns ja nicht als Waisen zurücklassen.
Der Zusammenhang zwischen Christusliebe und dem Halten von Geboten scheint auf den ersten Blick weit hergeholt. Auch das Wirken des Heiligen Geistes in unserem Alltag ist schwer greifbar. Dennoch haben sie viel miteinander zu tun. Das Akzeptieren und Halten von gesellschaftlichen Regeln kann eine Form der Nächstenliebe sein. Der Beistand und Tröster, den uns Jesus verheißen hat, wirkt mitten in unserem Alltag, mitten im zivilen Leben.
Weil wir einander lieben, halten wir Abstand und tragen wir Mund- und Nasenschutz. Vergangenen Sonntag war Muttertag. Weil wir auch unsere Mütter und Omas lieben, die nicht mit uns im selben Haushalt leben, waren wir angehalten, zu ihnen Abstand zu halten. Irgendwie paradox! Liebe verbinden wir normalerweise mit Nähe, Umarmung… Nun müssen wir aus Liebe das Gegenteil tun: Abstand halten.
Wir könnten nun diskutieren, ob das alles nötig ist. Wir könnten auch andere Umgangsregeln ersinnen und von der Regierung fordern, wie das manche tun. Regeln helfen aber nur, wenn sie für alle einsichtig und vollziehbar sind. Am Anfang der Coronakrise haben sich der eine oder andere darüber lustig gemacht. Erst als das Virus auch vor prominenten Politkern und hohen Beamten nicht Halt gemacht hat, und sich Personen infiziert haben, die meinten, die Vorsichtsmaßnahmen seien überzogen, sind die meisten kleinlaut geworden.
Wir mussten einen mehrere Wochen langen Lernprozess durchlaufen, um mit dieser für manche Mitbürger lebensbedrohlichen Situation angemessen umgehen zu können. Vor allem mussten wir und müssen wir immer noch lernen, die Vorschriften dem Sinn nach anzuwenden und sie von Woche zu Woche neuen Erkenntnissen gemäß anzupassen. Es reicht nicht aus, dass wir dem Buchstaben des Gesetzes genüge tun.
"Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten" und "Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben…", hörten wir im Evangelium. Der Umgang mit den Geboten Jesu ist ähnlich anspruchsvoll wie der Umgang mit den Corona-Schutzmaßnahmen.
An sich sind die Gebote Jesu und die Gebote Gottes aus dem Ersten Bund ganz einfach. Sie lassen sich mit dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe zusammenfassen oder an den zehn Fingern aufzählen. In der konkreten Anwendung ergeben sich aber endlose Diskussionen. Dabei stößt man auf viele Situationen, die sich nicht mit einem einfachen Gebots- und Verbots-Schema erledigen lassen. Auch hier müssen wir lernen, die Gebote Gottes und die Gebote Jesu dem Geiste nach anzuwenden. Wir kommen nicht umhin, die vielen Situationen und Sichtweisen zu diskutieren und unsere Umgangsformen entsprechend anzupassen.
Jesus hat den Jüngern einen Beistand verheißen, der sie im konkreten Leben begleiten wird. Das Liebesgebot Jesu und die Gebote Gottes müssen in jeder Herausforderung des konkreten Lebens neu ausformuliert werden. Die österreichischen Bischöfe sehen die Annahme der uns infolge der Pandemie auferlegten Einschränkungen als ein Gebot der Nächstenliebe. Die Nächstenliebe fordere das jetzt von uns, so die Bischöfe in einem Hirtenbrief.
Ähnliches gilt aber auch für alles andere, das auf uns zukommt. In jeder Epoche mussten sich die Menschen auf neue Entwicklungen einstellen und neue Regeln formulieren. Diese Gesetze und Vorschriften ins persönliche Legen zu integrieren, ist auch ein Gebot der Nächstenliebe. Nur so kann ein gedeihliches Miteinander gelingen. In ähnlicher Weise werden wir aber auch für die Klimakrise und für die gewaltigen politischen und weltwirtschaftlichen Umwälzungen, die auf uns zukommen, passende Lösungen finden müssen. Uns an diesem Suchprozess zu beteiligen, sind wir auch als Christen gefordert.
Die Zusage Jesu, dass uns der Heilige Geist beistehen wird, ist mehr als eine nebulöse spirituelle Verheißung. Sie hat für uns ganz konkrete Bedeutung. Wir dürfen darauf vertrauen, dass er uns auch in diesen scheinbar banalen und nichtreligiösen Lebensbereichen begleitet. Wir dürfen darauf vertrauen, dass uns der Heilige Geist in allen gegenwärtigen und künftigen kleinen und großen Herausforderungen beistehen und zu guten Lösungen führen wird.
Das Finden von guten Regeln und Wegen im Umgang mit alten und neuen Herausforderungen ist eine Seite, die wir mit dem Wirken des Heiligen Geistes in Verbindung bringen können. Noch eine andere Seite, die auch als Wirken des Heiligen Geistes betrachtet werden kann, ist im Zuge der Coronakrise sichtbar und spürbar geworden: Die hohe Bereitschaft zu Solidarität, gegenseitige Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme hat viele überrascht. Auch darin spüren wir Heiligen Geist und etwas von der Liebe des Vaters, die uns Jesus im Evangelium zugesagt hat. Bei aller Trennung zwischen Kirche und Staat hat unser ziviles Leben eine spirituelle Dimension, die für unser Christsein bedeutsam ist.
Gesetze und Gebote regeln das Zusammenleben der Menschen. Die Gebote der Hl. Schrift und die Gebote, die Jesus seinen Jüngern gegeben hat führen zum "Leben in Fülle", wenn sie aus den Geist Jeus heraus befolgt werden. Jesus hat uns dazu den Hl. Geist als Beistand gesandt.
Jesus lässt seine Jünger nicht als Waisen zurück. Er lädt sie ein, mit ihm verbunden zu bleiben. Wer mit Jeus verbunden ist, sieht die Welt mit anderen Augen.
Jesus hat uns seinen Heiligen Geist verheißen. Manches Mal haben wir den Eindruck, dass wir in einer geistlosen Welt leben. Wenn wir wie Jesu in selbstloser Weise lieben, verändert sich die Welt und wir werden von der Liebe des Vaters getragen.
Jeden Tag zeigt uns der Blick auf unseren Bauchnabel die lebenswichtige Verbindung zu jener Frau auf, die uns auf die Welt gebracht hat. Der Muttertag kann Einladung dafür sein, sich dessen bewusst zu werden, dass unser Leben ein verdanktes Leben ist. Ein Geschenk, für das andere einiges – auch Schweres und Schmerzen – auf sich genommen haben.
Wir danken den Müttern und allen mütterlichen Menschen für das Gute und Wichtige, das sie uns für unser Leben mitgegeben haben. Wir danken Gott, von dem alles Leben kommt und zu dem alles Leben hingeht, auch unser Leben. Wir danken auch Jesus, unserem Wegbegleiter und Herrn.
Rufen wir sein Erbarmen auf uns herab:
Religiöses Leben in öffentlichen Räumen konnte in den letzten Wochen infolge der Corona-Pandemie nur in reduzierten Formen stattfinden. Es war nicht leicht, die einschneidenden Regelungen zu ertragen. Die Österreichische Bischofskonferenz hat in einem Hirtenbrief die Notwendigkeit als einen Akt konkreter Nächstenliebe begründet: „»Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst« – dieses Gebot unseres Herrn Jesus Christus gehört zum Kern des Evangeliums. Daher liegen uns das von Gott geschenkte Leben, die Gesundheit und das seelische Heil aller Menschen am Herzen. In diesem Bewusstsein leistet die Katholische Kirche mit allen bisherigen und künftigen Einschränkungen des kirchlichen Lebens aufgrund der Corona-Pandemie einen großen und notwendigen Beitrag für die ganze Gesellschaft."
Wie eng das Halten von Geboten und die Liebe zu Jesus Christus zusammenhängen, führt uns heute das Johannesevangelium vor Augen. Dabei geht es nicht so sehr um das Einhalten von Vorschriften als vielmehr um das Erfüllen des Gebotenen mit Geist und Sinn.
Bitten wir Gott um Vergebung und Erbarmen für alle Oberflächlichkeiten und Schlampigkeiten mit dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe.
Herr Jesus Christus,
in deinem Leben und Sterben hast du gezeigt, was Liebe ist.
Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
du bist die Auferstehung und das Leben.
Wer an dich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
Christus, erbarme dich.
Herr Jesus Christus,
aus deiner Liebe leben wir.
Herr, erbarme dich.
Herr, Jesus Christus,
in deiner Zugewandtheit zu deinen Mitmenschen hast du uns ein Beispiel geben.
Herr, erbarme dich.
Das, was du verkündet hast, entstammt der Wahrheit des Vaters.
Christus, erbarme dich.
Du hast uns zugesagt, uns nicht alleine zu lassen,
sondern uns den göttlichen Beistand zu senden.
Herr, erbarme dich.
Herr, Jesus Christus,
aus Liebe zu deinem Vater und zu uns Menschen
warst du gehorsam bis zum Tod.
Herr, erbarme dich.
Du hast uns Gebote gegeben,
die uns zum wahren Leben führen.
Christus, erbarme dich.
Du hast uns den Geist der Wahrheit als Beistand verheißen,
der uns im Leben begleitet.
Herr, erbarme dich.
Allmächtiger Gott,
laß uns die österliche Zeit
in herzlicher Freude begehen
und die Auferstehung unseres Herrn preisen,
damit das Ostergeheimnis,
das wir in diesen fünfzig Tagen feiern,
unser ganzes Leben prägt und verwandelt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 6. Sonntag der Osterzeit
Gott, unser Vater.
Wir sind als deine Gemeinde versammelt
und rufen dich an:
Öffne unser Ohr,
damit wir hören und verstehen,
was du uns heute sagen willst.
Gib uns ein gläubiges Herz,
damit unser Beten dir gefällt
und unser Leben vor dir bestehen kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Auswahl 1
Gott, du hast uns geboten,
auf deinen geliebten Sohn zu hören.
Nähre uns mit deinem Wort
und reinige die Augen unseres Geistes,
damit wir fähig werden,
deine Herrlichkeit zu erkennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 2. Fastensonntag
Allwissender Gott,
kein Geheimnis ist dir verborgen,
du kennst das Verlangen unseres Herzens.
Reinige unsere Gedanken
durch die Eingießung des Heiligen Geistes,
damit wir dich über alles lieben
und aus ganzer Seele lobpreisen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Votivmesse vom Heiligen Geist
Herr, unser Gott,
dein Sohn hat vor seiner Himmelfahrt
seinen Aposteln den Heiligen Geist verheißen.
Sie haben den Reichtum
der göttlichen Weisheit empfangen;
schenke auch uns die Gaben deines Geistes.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 6. Samstag der Osterzeit
Mütterlich-väterlicher Gott,
vom Anfang unseres Lebens an sind wir geworfen auf dich. Unsere Mütter haben uns auf die Welt gebracht und mit dem versorgt, was wir zum Aufwachsen brauchten. Sie sind ein Beispiel für deine Liebe, die du hast für uns.
Vergilt ihnen alles Gute, das wir durch sie erfahren durften
und stärke du uns zu Werken der Liebe durch das Hören auf dein Wort.
Das erbitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. - Amen.
Gott, unser Vater.
In dieser Zeit, die uns viel abverlangt, fühlen wir uns oft verloren,
fühlen wir uns wie verwaist.
Orientierung zu finden fällt uns häufig schwer.
Schenke uns neu deinen Heiligen Geist,
den uns dein Sohn zugesprochen hat,
und stärke uns durch seine Hoffnungskraft.
Richte auf, was erlahmt und verkrümmt ist.
Das erbitten wir, durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. – Amen.
Gott unseres Lebens,
in kindlicher Zuversicht kommen wir zu dir mit dem, was uns als Bitte auf dem Herzen liegt, und mit dem, worum wir dich an diesem Sonntag und Muttertag besonders bitten wollen:
Für alle werdenden Eltern, die auf eine glückliche Geburt hoffen.
Für die Paare, deren Kinderwunsch unerfüllt geblieben ist.
Für Mütter und Väter, die mit ihren Aufgaben überfordert und auf Hilfe angewiesen sind.
Für Eltern, die nicht fähig sind, ihren Kindern ihre Liebe zu zeigen, oder nicht genügend Kraft haben, für sie sorgen können.
Für Mütter, die um ihr Kind trauern.
Für unsere verstorbenen Mütter, Großmütter und mütterlichen Menschen.
Für uns selbst, dass wir deine Gebote halten und Menschen sind, von denen Licht und Liebe ausgeht.
In einer kurzen Stille vertrauen wir dir auch unsere persönliche Bitten an…
Herr,
dein Wille soll geschehen, im Himmel und auf Erden.
Erhöre unser Bitten auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria
durch Jesus Christus, unseren Herrn. - Amen.
Mit der Verheißung der Gabe des Heiligen Geistes eröffnet Jesus seinen Jüngern und damit auch uns eine neue Perspektive über seinen Tod hinaus.
Um den Glauben an die Wirkmacht des Heiligen Geistes in unserem alltäglichen Leben lasst uns den Vater bitten:
Begleite alle mit deinem Geist,
die in den verschiedenen pastoralen Diensten ihren Glauben an deine Botschaft mit anderen teilen wollen.
Begleite alle mit deinem Geist,
die in vielen Ländern der Erde wegen ihres Glaubens verfolgt werden.
Begleite alle mit deinem Geist,
die sich durch die unterschiedlichen Meinungen und Behauptungen in der Beurteilung ihrer eigenen Lebenssituation und ihren Bedürfnissen verwirren lassen.
Begleite alle Mütter mit deinem Geist,
wenn sie sich um das leibliche Wohl ihrer Kinder sorgen, sie in Schutz und Geborgenheit aufwachsen lassen und für eine ungewisse Zukunft vorbereiten wollen.
Begleite alle Sterbenden mit deinem Geist
und gewähre unseren Verstorbenen deine Nähe und deinen Frieden.
Komm Heiliger Geist!
Heilige uns und stärke uns jetzt und allezeit. - Amen.
Guter Gott und Vater,
Jesus hat uns einen Beistand verheißen, der immer bei uns bleibt.
Im Vertrauen auf ihn bitten wir dich:
Für alle, die sich in der gegenwärtigen Situation von den Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie eingeengt fühlen.
Gib ihnen Verständnis und Einsicht in das Notwendige.
Für die Mitglieder der Krisenstäbe, die Verordnungen erlassen
und Sorge für das Gesundheitswesen tragen.
Lass sie das Wohl aller Menschen im Blick behalten.
Für alle, die durch die notwendigen Einschränkungen wirtschaftlichen Schaden erleiden.
Eröffne ihnen Wege, wie sie diesen erträglich halten können,
und lass sie ausreichend Hilfe finden.
Für alle, die durch die Pandemie leiblich oder seelisch zu leiden haben.
Stärke sie und lass sie Heilung erfahren.
Für alle Kinder und Jugendlichen, deren Fest der Erstkommunion oder der Firmung auf unbestimmte Zeit verschoben worden ist.
Stärke sie durch deinen Heiligen Geist, der ihnen in der Taufe zugesagt worden ist.
Für unsere verstorbenen Angehörigen und Freunde
und für die vielen Opfer der Pandemie.
Nimm sie auf in deine himmlischen Wohnungen.
Vater im Himmel,
Jesus hat uns deine Liebe zugesagt.
Bei dir finden wir Leben und Geborgenheit.
Dir danken wir in Christus und im Heiligen Geist. – Amen.
Gelebter Glaube schließt neben der persönlichen Beziehung zu Gott immer auch ein Miteinander und Müreinander ein. Vieles davon ist in diesen, durch die Pandemie bedingten Lebensumständen, schwieriger geworden.
Im Vertrauen auf den Beistand des Heiligen Geistes, der uns vom Vater versprochen ist, lasst uns bitten:
Für alle, die mithelfen, dass sich trotz der Beschränkungen unseres kirchlichen Lebens Formen gemeinschaftlicher Gottesdienste in virtueller oder realer Form verwirklichen lassen.
Für alle, die für die Gesundheit ihrer Bürger in Politik und Wissenschaft verantwortlich sind, dass sie ihre Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen treffen können.
Für unsere Bauern und alle jene, die durch ihre Arbeit beitragen, dass unsere Lebensmittelversorgung weiterhin aufrecht bleibt.
Für alle Christen, die auch in den realen Schwierigkeiten unseres derzeitigen Alltags zur Hoffnung berufen sind und diese auch mit anderen teilen.
Für die vielen Toten, die während der letzten Wochen oft unter entsetzlichen Umständen aus dem Leben geschieden sind.
Vater!
Im Glauben an dich erfahren wir Liebe, Hoffnung und Ermutigung für all das Schwere in unserem Leben.
Dir gilt unser Dank, unser Lob und alle Ehre. - Amen.
Guter Gott und Vater,
Jesus hat uns einen Beistand verheißen, der immer bei uns bleibt.
Im Vertrauen auf ihn bitten wir dich:
Für alle, die sich mit deinen Geboten schwertun.
Erschließe ihnen den Sinn und die Weisheit deines Willens.
Für alle, die Gesetze erstellen
und für Ordnung in unserem Gemeinwesen sorgen.
Lass sie das Wohl aller Menschen im Blick behalten.
Für alle Jugendlichen, die in diesen Wochen das Sakrament der Firmung empfangen.
Stärke sie durch deinen Heiligen Geist.
Für die vielen unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge,
die auf sich allein gestellt Wege ins Leben suchen müssen.
Lass sie Halt und Hilfe finden.
Für die Bischöfe und Priester, die dein Volk leiten und begleiten.
Schenke ihnen Weisheit und Liebe zu den Menschen.
Für unsere Verstorbenen.
Nimm sie auf in deine himmlischen Wohnungen.
Vater im Himmel,
du hast uns deine Liebe zugesagt.
In deiner Gegenwart finden wir Leben und Heimat.
Dir danken wir in Christus und im Heiligen Geist. – Amen.
Herr und Gott,
laß unser Gebet zu dir aufsteigen
und nimm unsere Gaben an.
Reinige uns durch deine Gnade,
damit wir fähig werden,
das Sakrament deiner großen Liebe zu empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 6. Sonntag der Osterzeit
Vater im Himmel,
lege deinen Geist in unser Herz,
damit er uns belebe und heilige
und zu einer wahren Opfergabe mache für dich.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.
MB Auswahl 9
Barmherziger Gott,
schau gütig auf die Gaben deines Volkes
und sende uns den Heiligen Geist.
Er reinige unsere Herzen,
damit dir gefallen kann, was wir darbringen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 7. Freitag der Osterzeit
Herr, unser Gott,
sieh auf die Gaben, die wir dir bringen: Brot und Wein.
Das ist nichts im Vergleich, womit du uns beschenkst.
Nimm das Wenige als Zeichen für unsere Hoffnung und unser Zutrauen an, dass du unser Weniges in dein Vieles zu verwandeln vermagst,
unser Unvermögen in dein Vermögen, unser Bruchstückhaftes in deine Vollendung. - Amen.
Gütiger Gott,
mit unserem Dank und Lob kommen wir zu dir:
Menschen haben deine Liebe als mütterliche Sorge und Zärtlichkeit erfahren.
Wir loben dich! - Wir preisen dich!
Wie eine Mutter ein Kind in ihrem Schoss trägt, so nahe sind wir deinem Herzen.
Wie eine Mutter ihr Kind tröstet, so tröstest du uns, o Gott.
Wenn uns auch Vater und Mutter verlassen, du, Gott, nimmst uns auf.
In deiner mütterlich-väterlichen Liebe hast du uns deinen Sohn Jesus Christus geschenkt. In ihm hat deine Liebe Hand und Fuss bekommen. In ihm ist deine Liebe den Menschen erschienen.
Jesus Christus hat uns gezeigt, wieweit deine Liebe geht und wozu sie fähig ist. Durch ihn hast du uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, deine Söhne und Töchter zu werden.
Du schenkst uns den Heiligen Geist, den Geist der Liebe und der Wahrheit.
Er begleitet uns und führt uns. Er macht uns fähig, die Liebe, die wir empfangen haben, weiterzugeben und Boten und Botinnen deiner Liebe zu sein.
Gütiger Gott, deine Liebe reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue bis zu den Wolken. So stimmen wir als deine Töchter und Söhne ein in den Lobpreis der Engel und Heiligen…
Kehrvers:
Jubilate Deo. Jubilate Deo. Halleluja (GL 398)
Vater im Himmel, wir haben uns hier versammelt,
um dir unseren Dank und unseren Lobpreis darzubringen.
Wir haben Grund, dir zu danken,
denn du hast uns durch Jesus deine einzigartige Liebe geoffenbart.
Kehrvers
Er hat unter uns gelebt,
er hat uns den Sinn der Heiligen Schriften erschlossen,
er hat die Wunden der Schöpfung geheilt
und uns durch die Botschaft vom Kommen deines Reiches Mut gemacht.
Kehrvers
Er hat uns verheißen, mit seinem Beistand unter uns gegenwärtig zu sein;
durch den Geist der Wahrheit, der uns in die ganze Wahrheit einführt,
und durch den Geist der Liebe, durch die er in uns ist, und durch die wir in ihm sind.
Kehrvers
Er hat uns seinen Frieden hinterlassen,
einen Frieden wie ihn die Welt nicht geben kann.
Sein Geist lässt uns nicht verzagen, sondern gibt uns Hoffnung,
auch wenn ihn die Welt nicht erkennt.
Kehrvers
Darum loben und preisen wir dich.
Wir danken dir gemeinsam mit der ganzen Schöpfung.
Danklied, z. B. Hoch sei gepriesen unser Gott (GL 384)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater,
in diesen Tagen freudig zu danken,
da unser Osterlamm geopfert ist,
Jesus Christus.
Das Alte ist vergangen,
die gefallene Welt erlöst,
das Leben in Christus erneuert.
Darum preisen wir dich in österlicher Freude und
singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Osterzeit 4
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn deine Vorsehung waltet über jeder Zeit;
in deiner Weisheit und Allmacht
führst du das Steuer der Kirche
und stärkst sie durch die Kraft des Heiligen Geistes.
In ihm kann sie allezeit auf deine Hilfe vertrauen,
in Not und Bedrängnis zu dir rufen
und in Tagen der Freude dir danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir dein Erbarmen
und singen mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Heiliger Geist 2
Gott, ich danke dir für meine Mutter.
Ich weiss, sie hat es nicht leicht gehabt.
Auf vieles hat sie verzichtet.
Die Aufgabe, Mutter zu sein, hat sie mit Freude erfüllt,
aber auch einiges von ihr abverlangt.
Vieles davon habe ich als Kind, als Teenager
gar nicht mitbekommen.
Wie oft hätte sie lieber Ja gesagt
und mir das gegeben, wonach ich gebeten habe,
konnte es aber nicht,
weil es einfach nicht ging oder nicht gut für mich war.
Sie wollte mich vor Unheil bewahren,
Sorgen sollte ich mir keine machen um sie.
Das sei ja ihre Aufgabe als Mutter.
Nicht umgekehrt.
Sie teilte mit mir die Freude
und auch den Schmerz.
Als ich nicht mehr nur bei ihr zuhause war,
sondern auch anderswo,
zerbrach es ihr ihr Herz.
Selbst in der Zeit ihrer Krankheit
wollte sie mich nicht belasten.
Als sie ihre Aufgabe als Mutter erfüllt hatte,
kehrte sie heim zu dir.
Gott ich danke dir für meine Mutter
und dass sie nun bei dir geborgen ist.
Gott ist nicht tot
das Licht nicht erloschen
die Tür nicht versperrt
die Wahrheit nicht verstummt
die Hoffnung nicht unbegründet
das Leben nicht sinnlos
Jesus nicht nur Vergangenheit
Jesus ist der Kommende
das Leben bekommt neu seinen Sinn
die Hoffnung blüht auf
die Wahrheit bricht durch
Türen öffnen sich
strahlendes Licht erfüllt die Welt
ja, wir dürfen glauben
und jubelnd bekennen
Gott -
unser Gott
LEBT
Allmächtiger Gott,
du hast uns durch die Auferstehung Christi
neu geschaffen für das ewige Leben.
Erfülle uns mit der Kraft dieser heilbringenden Speise,
damit das österliche Geheimnis in uns reiche Frucht bringt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 6. Sonntag der Osterzeit
Gütiger Gott,
in dieser Feier
hast du uns Anteil an deiner Gnade gegeben.
Sie mache uns fähig, dein Wort zu verstehen,
und bereit, die Gaben deines Geistes zu empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 7. Donnerstag der Osterzeit
Gütiger Gott,
du hast uns mit deinem Wort
und dem Brot des Lebens genährt.
Gib, daß wir gläubig auf deinen Sohn hören,
damit wir deine Kinder heißen und es in Wahrheit sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Taufe des Herrn
Herr, unser Gott,
du hast uns mit dem Brot des Himmels genährt.
Erfülle unsere Herzen mit der Freude des Heiligen Geistes
und gib,
daß uns einst als bleibende Gabe zuteil wird,
was wir auf Erden in dieser Feier empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Votivmesse vom Heiligen Geist
Unser Gott,
du hast uns deine liebende Gegenwart erfahren lassen und unsere Seelen gestärkt. Immer wieder beschenkst du uns mit der Kraft des Heiligen Geistes. Sie treibt uns an, die Welt, in der wir leben, in deinem Sinne zu gestalten und nach deinen Geboten zu leben.
Lass uns davon mitnehmen in die Aufgaben der neuen Woche.
Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, unseren Herrn. - Amen.
Gott, dein Segen möge uns begleiten,
deine Zärtlichkeit uns umfangen
und deine Liebe uns halten.
Deine Weisheit sei mit gutem Rat an unserer Seite
in allem, was wir beginnen und beenden.
Sie helfe uns, Ja zu sagen, wenn andere unsere Hilfe brauchen,
und Nein, wenn wir über die Grenzen unserer Kräfte gehen.
Mit deinem Segen möge es uns gelingen, von Herzen gütige Menschen zu sein.
So segne uns der dreieine Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. - Amen.
Es geschah, dass in einem Schoß Zwillingsbrüder empfangen wurden. Die Wochen vergingen und die Knaben wuchsen heran. In dem Maß, in dem ihr Bewusstsein wuchs, stieg die Freude. "Sag, ist es nicht großartig, dass wir empfangen wurden? Ist es nicht wunderbar, dass wir leben?"
Die Zwillinge begannen ihre Welt zu entdecken. Als sie die Schnur fanden, die sie mit ihrer Mutter verband und die ihnen die Nahrung gab, da sangen sie vor Freude: "Wie groß ist die Liebe unserer Mutter, dass sie ihr eigenes Leben mit uns teilt!"
Als aber die Wochen vergingen und schließlich zu Monaten wurden, merkten sie plötzlich, wie sehr sie sich verändert hatten. "Was soll das heißen?" fragte der eine. "Das heißt", antwortete der andere, "dass unser Aufenthalt in dieser Welt bald seinem Ende zugeht." "Ich will doch gar nicht gehen", entgegnete der andere, "aber vielleicht kommt noch irgendetwas nach der Geburt!"
"Wie könnte das sein?" fragte zweifelnd der erste, "wir werden unsere Lebensschnur verlieren, und wie sollten wir ohne sie leben können? Und außerdem haben auch schon andere vor uns diesen Schoß hier verlassen und keiner von denen ist zurückgekehrt und hat uns gesagt, dass es noch irgendeine Hoffnung gibt! Nein, die Geburt ist das Ende!"
So fiel der eine von ihnen in tiefen Kummer und sagte: "Wenn unser Leben mit der Geburt endgültig endet, welchen Sinn hat es denn dann gehabt? Gar keinen! Womöglich gibt es gar keine Mutter hinter alledem".
"Aber sie muss doch existieren", prophezeite der andere, "wie sollten wir sonst hierher gekommen sein. Und wie konnten wir am Leben bleiben?" "Hast du je unsere Mutter gesehen?" fragte der eine. "Womöglich lebt sie nur in unserer Vorstellung. Wir haben sie uns erdacht, weil wir uns dadurch unser Leben besser erklären können".
Und so waren die letzten Tage im Schoß der Mutter gefüllt mit vielen Fragen und großer Angst. Schließlich kam der Moment der Geburt. Als die Zwillinge ihre Welt verlassen hatten, öffneten sich ihre Augen. Sie schrien. Was sie sahen, übertraf ihre kühnsten Träume.
"Netzfund", Verfasser unbekannt
für immer und ewig
jemanden
an meiner Seite wissen
mich
vertrauensvoll
fallen lassen können
nicht alleine
durchs Leben gehen müssen
Rückendeckung haben
aufgefangen sein
gehalten
verstanden
nicht nur auf Zeit
sondern
für jetzt
und
für immer
Wunschtraum
jedes Menschen
Wunschtraum
aller
die sich auf Lebensbeziehungen
einlassen
oft
ein Traum
der der Wirklichkeit des Lebens
nicht standhalten kann
du
Jesus
sprichst uns
den Beistand
den der Vater geben wird
zu
und
dass er bei uns bleibt
in Wahrheit
und
in Weisheit
öffne
all unser Empfinden
damit wir bereit werden
uns von dieser Liebeszusage
tragen zu lassen
Beatrix Senft 2023.
Geistkraft ist mehr
als physische Präsenz
Der Geist der Wahrheit
er drängt sich nicht auf
ist einfach da
weckt auf
ist Beistand
wenn alles
drunter und drüber geht
oder Müdigkeit um sich greift
Lass ich ihn
werken und wirken
ín mir
mit mir?
Wie sonst
könnte ich kreativ sein
und lebendig
und Jesu Botschaft
wach halten?
Den Geist der Wahrheit
suchen
macht frei
entwirrt
verworrenen Gedanken
durchdringt
Gefühlschaos
orientiert
auf dem Weg
des Suchens
WAS ist JETZT dran
in meinem Leben
in der Unsicherheit
von Corona
im Gestopptsein des Gewohnten
auf der Suche nach dem
was wirklich zählt
Geist der Wahrheit
durchdringe uns
mit deinem MUT!
© Sr. Maria Schlackl SDS
https://salvatorianerinnen.at/engagement/verkuendigen-als-frau-in-der-kirche/lebensimpulse-sms/
Liebe Gläubige!
„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ – dieses Gebot unseres Herrn Jesus Christus gehört zum Kern des Evangeliums. Daher liegen uns das von Gott geschenkte Leben, die Gesundheit und das seelische Heil aller Menschen am Herzen. In diesem Bewusstsein leistet die Katholische Kirche mit allen bisherigen und künftigen Einschränkungen des kirchlichen Lebens aufgrund der Corona-Pandemie einen großen und notwendigen Beitrag für die ganze Gesellschaft. Wir danken allen Gläubigen, dass sie den bisher gewählten Weg des Gebetes und der konkreten Sorge für die Nächsten mitgegangen sind. Wir sind uns bewusst, dass dies mit großen und schmerzlichen Entbehrungen verbunden war. Papst Franziskus ist uns ein Vorbild im Kampf gegen die Pandemie und er sagt: „Gebet und stiller Dienst - das sind unsere siegreichen Waffen.“
Ganzer Hirtenbrief >>>
Der Geist der Wahrheit trügt nicht
sagt die Liebe
Auf die Liebe ist Verlass
sagt der Geist der Wahrheit
Gottes Geist stützt die Liebe
dessen Wesen Wahrheit ist
Ist dir dieser Beistand
vertraut
im Ringen
nach wahrhaftig lebendiger Liebe?
Will ‚die Welt‘
in Wahrheit
Gottes Geist gestalten lassen?
Und ICH?
© Sr. Maria Schlackl SDS
https://salvatorianerinnen.at/engagement/verkuendigen-als-frau-in-der-kirche/lebensimpulse-sms/
Gebote halten
was sie versprechen
sie schützen Leben
und lassen leben
gebotsfreie Zonen…
Anarchie lässt grüßen
Gebote halten mich
am Leben
Geh-Bote
will ich sein
für deine Gebote
für deine Lebensphilosophie
für deinen Liebesraum
in dem der Geist
der Wahrheit wirkt
© Sr. Maria Schlackl SDS
https://salvatorianerinnen.at/engagement/verkuendigen-als-frau-in-der-kirche/lebensimpulse-sms/
Ein Mensch begegnet einem zweiten.
Sie wechseln Förm- und Herzlichkeiten,
Sie zeigen Wiedersehensglück
Und gehn zusammen gar ein Stück.
Und während sie die Stadt durchwandern,
Sucht einer heimlich von dem andern
Mit ungeheurer Hinterlist
Herauszubringen, wer er ist.
Daß sie sich kennen, das steht fest,
Doch äußerst dunkel bleibt der Rest.
Das Wo und Wann, das Wie und Wer,
Das wissen alle zwei nicht mehr.
Doch sind sie, als sie nun sich trennen,
Zu feig, die Wahrheit zu bekennen.
Sie freun sich, daß sie sich getroffen;
Jedoch im Herzen beide hoffen,
Indes sie ihren Abschied segnen,
Einander nie mehr zu begegnen.
Aus: Eugen Roth, Ein Mensch. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1995.

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In Apg 8,5-8. 14-17 hören wir von der Verbreitung der christlichen Lehre in Samarien. Juden und Samaritaner hatten einander gegenüber Vorbehalte wegen ihrer unterschiedlichen religiösen Traditionen. Der christliche Glaube scheint diese Vorbehalte überwinden zu können.
Interessant an diesem Text ist auch, dass Taufe und Geistmitteilung als zwei unterschiedliche Geschehnisse bezeichnet werden. Im NT gibt es im Verständnis der Taufe viele Varianten. Taufe und Geistmitteilung fallen teilweise zusammen, teilweise auseinander. Im lukanischen Geschichtswerk fällt auf, dass Taufe in erster Linie sündenvergebende Kraft besitzt und eine Vorbereitung auf den Geistempfang darstellt (Apg 2,38; 19,5) Ausnahmsweise kommt der Heilige Geist aber auch ganz spontan auf die Zuhörer einer Predigt hinab (Apg 10,44-48). Wenn nun Taufe und Geistmitteilung getrennt werden, so heißt das nicht, dass die Taufe kein geistliches Geschehen ist, sondern es sollen verschiedene Schritte auf dem Weg der Initiation deutlich gemacht werden. Dieses Verständnis der Textstelle führte auch dazu, dass sie schon in früher Zeit als eine Begründung für die Firmung angesehen wurde. Wie Lukas war auch der frühen Kirche die ekklesiologische Komponente der Geistmitteilung wichtig: Die Verleihung des Geistes sollte dem Aufbau der ganzen Gemeinde dienen.
Praktische Tipps zum Vorlesen und Textauslegung der Katholischen Bibelwerke Deutschland, Österreich und Schweiz