Lesung aus dem Buch der Weisheit.
Strahlend und unvergänglich ist die Weisheit;
wer sie liebt, erblickt sie schnell,
und wer sie sucht, findet sie.
Denen, die nach ihr verlangen,
kommt sie zuvor und gibt sich zu erkennen.
Wer sie am frühen Morgen sucht,
braucht keine Mühe,
er findet sie vor seiner Türe sitzen.
Über sie nachzusinnen, ist vollkommene Klugheit;
wer ihretwegen wacht,
wird schnell von Sorge frei.
Sie geht selbst umher,
um die zu suchen, die ihrer würdig sind;
freundlich erscheint sie ihnen auf allen Wegen
und kommt ihnen entgegen bei jedem Gedanken.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv Meine Seele dürstet nach dir, mein Gott. – Kv
GL 420
Gott, mein Gott bist du, dich suche ich, *
es dürstet nach dir meine Seele.
Nach dir schmachtet mein Fleisch *
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. – (Kv)
Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum, *
zu sehen deine Macht und Herrlichkeit.
Denn deine Huld ist besser als das Leben. *
Meine Lippen werden dich rühmen. – (Kv)
So preise ich dich in meinem Leben, *
in deinem Namen erhebe ich meine Hände.
Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele, *
mein Mund lobt dich mit jubelnden Lippen. – (Kv)
Ich gedenke deiner auf meinem Lager *
und sinne über dich nach, wenn ich wache.
Ja, du wurdest meine Hilfe, *
ich juble im Schatten deiner Flügel. – Kv
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Thessalonich.
Schwestern und Brüder,
wir wollen euch über die Entschlafenen nicht in Unkenntnis lassen,
damit ihr nicht trauert wie die anderen,
die keine Hoffnung haben.
Denn wenn wir glauben,
dass Jesus gestorben und auferstanden ist,
so wird Gott die Entschlafenen
durch Jesus in die Gemeinschaft mit ihm führen.
Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn:
Wir, die Lebenden,
die noch übrig sind bei der Ankunft des Herrn,
werden den Entschlafenen nichts voraushaben.
Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen,
wenn der Befehl ergeht,
der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt.
Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen;
dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind,
zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt
zur Begegnung mit dem Herrn.
Dann werden wir immer beim Herrn sein.
Tröstet also einander mit diesen Worten!
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der Abschnitt des Ersten Thessalonicherbriefs eröffnet in der Absetzung zu den vorherigen Versen über die Bruderliebe ein neues Thema: die Entschlafenen. Es wird abgelöst im 5. Kapitel vom Thema Zeiten.
Zunächst argumentiert Paulus mit seiner eigenen Glaubensüberzeugung und dem Lebensschicksal Jesu. Dann erfolgt eine zweite Begründung, der er wie auch im Eucharistiethema des 1. Korintherbriefs besonderes Gewicht verleiht, indem er ein Argument als Herrenwort kennzeichnet.
Schließlich werden apokalyptische Bilder der Zeit benutzt. Am Anfang und Ende des Abschnitts steht noch einmal die Zielbestimmung: Wir wollen euch besser stellen als die Hoffnungslosen. Und tröstet die Menschen.
Paulus richtet sich in diesem Brief an die heidenchristliche Gemeinde der Thessalonicher. Man kann davon ausgehen, dass dieser Abschnitt deshalb geschrieben wurde, weil den Thessalonichern das Heil der Verstorbenen ungewiss war. Angesichts der Erwartung des nahenden Gottesreiches ist es verständlich, dass sich die Thessalonicher nicht auf die allgemeine Erfahrung des Todes einstellten. Sie erwarteten, dem wiederkommenden Jesus als noch Lebende zu begegnen. Aber nun machen sie die Erfahrung, dass Gemeindemitglieder sterben.
Mit dem Hinweis auf das Sterben und die Auferstehung Jesu erschließt Paulus die Hoffnung, dass auch die bereits verstorbenen Gemeindemitglieder zur Herrlichkeit gelangen werden. Paulus will nicht über die bereits "Entschlafenen" reden, sondern er will einer Haltung entgegenwirken, die von Hoffnungslosigkeit beherrscht ist. Paulus macht klar, dass Rat- und Hoffnungslosigkeit angesichts des Todes nicht Sache der Christen ist, wie auch immer die Erwartung für die Zukunft der Toten sein mag.
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Thessalonich.
Schwestern und Brüder,
wir wollen euch über die Entschlafenen nicht in Unkenntnis lassen,
damit ihr nicht trauert wie die anderen,
die keine Hoffnung haben.
Denn wenn wir glauben,
dass Jesus gestorben und auferstanden ist,
so wird Gott die Entschlafenen
durch Jesus in die Gemeinschaft mit ihm führen.
Halleluja. Halleluja.
Seid wachsam und haltet euch bereit!
Denn der Menschensohn kommt
zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit
erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
Mit dem Himmelreich
wird es sein wie mit zehn Jungfrauen,
die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
Fünf von ihnen waren töricht
und fünf waren klug.
Die törichten nahmen ihre Lampen mit,
aber kein Öl,
die klugen aber nahmen mit ihren Lampen
noch Öl in Krügen mit.
Als nun der Bräutigam lange nicht kam,
wurden sie alle müde und schliefen ein.
Mitten in der Nacht aber erscholl der Ruf:
Siehe, der Bräutigam!
Geht ihm entgegen!
Da standen die Jungfrauen alle auf
und machten ihre Lampen zurecht.
Die törichten aber sagten zu den klugen:
Gebt uns von eurem Öl,
sonst gehen unsere Lampen aus!
Die klugen erwiderten ihnen:
Dann reicht es nicht für uns und für euch;
geht lieber zu den Händlern
und kauft es euch!
Während sie noch unterwegs waren, um es zu kaufen,
kam der Bräutigam.
Die Jungfrauen, die bereit waren,
gingen mit ihm in den Hochzeitssaal
und die Tür wurde zugeschlossen.
Später kamen auch die anderen Jungfrauen
und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!
Er aber antwortete ihnen und sprach: Amen, ich sage euch:
Ich kenne euch nicht.
Seid also wachsam!
Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der Text des Evangeliums gehört zum Sondergut des Matthäus. Er gliedert sich in den Kontext des gesamten 25. Kapitels ein. In verschiedenen Beispielen wird immer wieder deutlich: Auch bei Gott gibt es Gericht und Entscheidung, und darin ist er oft anders als man glaubt.
Der Text müsste eigentlich von hinten entschlüsselt werden. Zentral ist zum Verständnis die Ablehnung der törichten Jungfrauen durch den Bräutigam: "Ich kenne euch nicht!" Um zu verstehen, warum Menschen für das Reich Gottes abgelehnt werden, wird das Gleichnis erzählt. Die Abgelehnten haben sich nicht vorbereitet und die Bedeutung der Gegenwart nicht gesehen.
In mehreren Details wird in diesem Gleichnis anders geschildert als es der jüdischen Hochzeitstradition entspricht. Somit wird deutlicher, dass eine Botschaft vermittelt werden soll.
Die Aufgabe der Brautjungfern bei einer Hochzeit besteht darin, den Bräutigam mit brennenden Lampen einzuholen. Matthäus kennzeichnet die Klugheit der klugen Jungfrauen dadurch, dass sie zu den Lampen auch genügend Ölvorräte in Krügen bereitstellen, während dies die Törichten verabsäumen. Auch wenn am Ende dieses Gleichnisses vom Bräutigam gesagt wird: "Seid wachsam!", zeigt das Einschlafen aller Jungfrauen, dass der Blick nicht auf den Schlaf, sondern auf das allzeitige Bereitsein zu richten ist.
Matthäus geht es um die Verzögerungsthematik hinsichtlich der Parusie (Wiederkunft Christi). Die Törichten leben in der Illusion, dass der Bräutigam schon bald käme, während sich die Klugen auf eine lange Wartezeit eingerichtet haben. Der Text ist an alle gerichtet als Warnung und Mahnung zur Wachsamkeit und Vorsorge angesichts des unbekannten Zeitpunktes der "Ankunft des Menschensohnes." Die Folgen des Unvorbereitetseins zeigen sich in dem Wort des Bräutigams: "Ich kenne euch nicht!" Er sagt sich von den Törichten los, sie gehören nicht mehr zu seiner Gefolgschaft.
Das Matthäusevangelium hat als zentrale Mitte das Liebesgebot, um das sich die Verkündigung des Christus als Erben des Alten Bundes aufbaut. In dem Gottessohn gewinnt der Weg Gottes mit den Menschen eine neue Qualität. Die Mahnung zur Erwartung der Vollendung des Reiches Gottes hat der Autor - wie so oft - in die Form eines Gleichnisses gefasst. Es steht in der Umgebung der Leidensgeschichte, die im Auferstehungsgeschehen den Anbruch dieses Reiches auf Erden verheißt.
Beim Gleichnis von den törichten und klugen Jungfrauen springt uns zunächst die Mahnung zur Wachsamkeit ins Auge. Der gebannte Blick auf ein mögliches böses Ende lässt uns die Einladung Gottes zum großen Fest überhören. Im Trubel des Alltäglichen sollen wir nicht das große Fest vergessen, zu dem uns Gott geladen hat.
Wohl jedem von uns klang das eben gehörte Gleichnis vertraut, die Geschichte von den 5 törichten und den 5 klugen Jungfrauen gehört, so kann gesagt werden, zum Kulturgut. Sie hat viele Menschen bewegt, Künstler haben die zehn Jungfrauen an den mittelalterlichen Domen in Stein gehauen. Dichter haben sich von ihnen inspirieren lassen, Komponisten haben wunderbare Bearbeitungen dazu geschrieben. Gerade bei bekannten Texten besteht allerdings die Gefahr, nur mit halbem Ohr hinzuhören und zu überhören, was Jesus uns wirklich sagen will.
Gleich zu Beginn lohnt es sich, auf jedes Wort zu achten: Jesus sagt nicht: „es waren einmal 10 Jungfrauen“, sondern: „mit dem Himmelreich wird es sein wie mit 10 Jungfrauen“. Er blickt also nicht zurück auf Vergangenes, sondern wirft einen Blick nach vorn. Jenen, die wie die törichten Jungfrauen handeln, die sich nicht sorgfältig auf ihre Aufgabe vorbereiten, welche unzuverlässig sind und gedankenlos in den Tag hineinleben, wird es wie diesen ergehen: Sie werden nicht in den Festsaal hineingelassen, sondern müssen draußen bleiben. Die anderen, welche für das Notwendige vorsorgen, welche klug handeln, gehen mit hinein in den Festsaal.
Jesus spricht seine damaligen Zuhörer und auch uns direkt an und sagt: „Seid wachsam!“ Ihr habt die Wahl, ihr könnt töricht oder klug handeln. Seid euch aber der Konsequenzen, welche sich daraus ergeben, bewusst.
Im Gegensatz zu den Menschen in der Frühzeit des Christentums rechnen wir heute nicht mehr täglich und stündlich mit der Wiederkunft Christi. Für uns persönlich kann aber das Ende trotzdem jederzeit da sein – wie ein Dieb in der Nacht. Weiß ich denn, ob ich meine nächste Fahrt mit dem Auto überlebe? Ob mich nicht schon bald eine tödliche Krankheit befällt? Oft schlägt der Tod ganz brutal dazwischen, trifft uns völlig unvorbereitet und macht von jetzt auf gleich Hoffnungen und Lebenspläne zunichte. Und wenn ich mich heute noch aufmachen müsste zum himmlischen Hochzeitsfest, kann ich mir sicher sein, dass das Öl in meinem Gefäß lang genug reichen würde?
Aber wenn es so ist, was können wir dann tun? Sind wir in der Lage, ständig wachsam zu sein? Müssen wir jederzeit mit dem Schlimmsten rechnen? Sollen wir jeden Tag mit dem Gefühl beginnen, dass es der letzte sein könnte? Ich glaube, das hält kein Mensch durch. Unser Leben stellt viele Anforderungen an uns, und denen kann niemand gerecht werden, wenn er immer nur auf das Ende sieht. Ständig mit dem Tod rechnen, das macht auf Dauer lebensuntüchtig. Ich glaube, so ist das Gleichnis auch nicht gemeint. Schließlich schlafen die klugen Jungfrauen genauso ein wie die törichten. Aber sie können auch beruhigt schlafen, sie haben ja vorgesorgt.
Welche Vorsorge können wir treffen? - Wir dürfen wissen: Gott lädt uns zu einer Hochzeit. Jenseits unseres irdischen Lebens liegt ein Fest ohne Ende. Gott und wir, endlich für immer vereint, das ist Grund genug, um zu feiern. Daneben wird jede „Traumhochzeit des Jahres“ armselig wirken. Gott will uns alle dabeihaben. Keiner soll fehlen, auch nicht einer. Wenn wir uns das vor Augen führen, ist das nicht Motivation genug, alles daransetzen, um mitfeiern zu können? Wenn uns das Fest so viel wert ist, dass wir unbedingt dabei sein wollen, sind wir dann nicht motiviert genug, alles dafür tun, was wir können?
Was bedeutet das im Blick auf das Fest in Gottes neuer Welt? Matthäus würde wohl sagen: hört auf die Worte Jesu und müht euch, den Willen seines Vaters im Himmel zu tun. Wie es gehen kann, dazu ist in seinem Evangelium einiges nachzulesen, von der Bergpredigt an. Oder in dem doppelten Liebesgebot: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“ und „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. Natürlich müssen wir nicht ständig ans Sterben denken oder an die Wiederkunft Christi. Aber wir sollten darüber nachdenken, was wir unseren Mitmenschen Gutes tun können und es dann auch tun. Im Sterben dann können wir unser Leben in Gottes Hände legen, auch wenn uns in Sachen Gottes- und Nächstenliebe nicht alles gelungen ist. Gott will nicht, dass wir uns zum Perfektionismus quälen, sondern dass wir tun, was dran ist, und uns dann nach getaner Arbeit an seinen gedeckten Tisch setzen. Viele sind uns dorthin schon vorangegangen, aber neben ihnen sind noch eine Menge Plätze frei. Sie reichen für uns alle.
Das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen verstört. Es hinterlässt viele offene Fragen. Es stellt uns selbst vor die Frage: Wo lässt du dein Licht leuchten?
Das Gleichnis von den 10 Jungfrauen mahnt uns zur Wachsamkeit. Wer liebt, wartet auf den Geliebten, hat Sehnsucht nach ihm. Wir sollen auf den Herrn warten, wie auf den Geliebten, die Geliebte.
In der Erzählung von den zehn Jungfrauen werden die Mädchen in törichte und kluge eingeteilt. Der Text möchte uns einladen, klug und weise zu werden.
Lieder:
GL 84: Morgenglanz der Ewigkeit
GL 233: O Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu
GL 357: Wie schön leuchtet der Morgenstern
GL 358: Ich will dich lieben, meine Stärke
GL 385: Nun saget Dank und lobt den Herren (3. und 4. Str.)
GL 429: Gott wohnt in einem Lichte
GL 435: Herr, ich bin dein Eigentum (4. Str.)
GL 464: Gott liebt diese Welt (7. Str.)
GL 481: Sonne der Gerechtigkeit (2. Str.)
GL 485: O Jesu Christe, wahres Licht
GL 551: Nun singt ein neues Lied dem Herren (1. und 3. Str.)
GL 554: Wachet auf, ruft uns die Stimme (1. und 2. Str.)
GL 621: Hört, eine helle Stimme ruft
Kehrverse und Psalmen:
GL 38: Der Herr ist mein Licht und mein Heil. - Mit Psalm 27 - IV.
GL 616,1-2: Gott, du mein Gott, dich suche ich, meine Seele dürstet nach dir. Mit Psalm 63 - IV.
GL 622,4: Sieh, der Herr kommt in Herrlichkeit... - V.
Wir haben uns als Kirche Jesu Christi versammelt, um Gottes Wort zu hören und gemeinsam Mahl zu halten. Möge uns die Gemeinschaft mit Gott und mit den Menschen, die wie wir auf das endgültige Kommen des Reiches Gottes warten, Kraft für den Alltag geben.
Allmächtiger und barmherziger Gott,
wir sind dein Eigentum,
du hast uns in deine Hand geschrieben.
Halte von uns fern, was uns gefährdet,
und nimm weg, was uns an Seele und Leib bedrückt,
damit wir freien Herzens deinen Willen tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB 32 Sonntag im Jahreskreis
Zu Gott, unserem Vater im Himmel,
beten wir voller Vertrauen:
Stärke unseren Glauben an die Wiederkunft Christ
und an ein glückliches Leben in deinem Reich.
Herr des Lebens, wir bitten dich, erhöre uns!
Belebe deine Kirche und bewahre sie vor Lähmung.
Herr des Lebens…
Stärke die Christen, die sich der Verkündigung des Glaubens widmen.
Herr des Lebens…
Lass uns wachsam bleiben
und im Alltag nicht vergessen, welche Zukunft du uns verheißen hast.
Herr des Lebens…
Nimm unsere Verstorbenen auf in dein Reich
und tröste die Hinterbliebenen.
Herr des Lebens…
Gott, du Spender allen Lebens,
gemeinsam mit allen Erlösten preisen wir dich mit deinem Sohn und dem Heiligen Geist
jetzt und alle Zeit. – Amen.
Gerade jetzt wird uns allen die Verletzlichkeit und Begrenztheit alles Lebens bewusst.
Lasst uns miteinander und für einander beten:
Wir beten mit allen, die sich im Glauben an dich nicht von ihren Lebensängsten erdrücken lassen, die Hoffnung und Zuversicht verbreiten.
Wir beten mit allen, die sich in den Dienst des Wohls der Gesellschaft stellen:
für die Wissenschaftler, die Politiker, die Ärzte und das Pflegepersonal, für alle, die dafür sorgen, dass wir unsere täglichen Bedürfnisse stillen können.
Wir beten mit allen, die an Covid-19 erkrankt sind, die angstvoll auf ihr Testergebnis warten, die befürchten, durch ihr Verhalten andere gefährdet zu haben.
Wir beten mit allen, die danach verlangen, dir in deiner Weisheit und deinem Wirken in ihrem persönlichen Leben zu begegnen.
Wir beten mit allen, die trauern, die am Verlust eines lieben Menschen leiden, die einsam sterben müssen und für unsere Verstorbenen.
Denn deine Weisheit erstrahlt in der Schöpfung.
Auf dich hin ist alles angelegt.
Dir gilt unser Lobpreis jetzt und bis in Ewigkeit. - Amen.
Gott, unser Vater,
nimm unsere Opfergaben gnädig an
und gib, dass wir mit gläubigem Herzen
das Leidensgeheimnis deines Sohnes feiern,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB 32. Sonntag im Jahreskreis
MB Mittwoch in der Karwoche
Kehrvers:
Jubelt, ihr Lande, dem Herrn;
alle Enden der Erde schauen Gottes Heil.
(GL 55,1)
Großer, erhabener Gott,
dir gebührt unser Lobpreis und Dank.
Deine Weisheit hat Klein und Groß erschaffen
und trägt gleiche Sorge für alle.
Über sie nachzusinnen ist vollkommene Klugheit
und wer sie sucht, findet sie.
Kehrvers
Dereinst wirst du deine Schöpfung vollenden
und alle heimholen, die in deiner Gnade stehen,
wenn Christus kommt und die Toten zu neuem Leben erweckt.
Dann wirst du unsere Hoffnung erfüllen
und alle, die mit Christus gestorben sind,
zur Auferstehung und zur Herrlichkeit führen.
Kehrvers
Wenn er zur Stunde kommt, die niemand kennt,
wird er allen, die ihn wach und bereit erwarten, die Tür öffnen
und am himmlischen Hochzeitsmahl teilhaben lassen.
In Erwartung dieses Tages
stimmen wir ein in den Lobpreis der ganzen Schöpfung und singen:
Danklied, z.B.: Lass uns. Loben, freudig loben. (GL 489:)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben.
Denn in dir leben wir,
in dir bewegen wir uns und sind wir.
Jeden Tag erfahren wir aufs neue
das Wirken deiner Güte.
Schon in diesem Leben
besitzen wir den Heiligen Geist,
das Unterpfand ewiger Herrlichkeit.
Durch ihn hast du Jesus auferweckt von den Toten
und uns die sichere Hoffnung gegeben,
daß sich an uns das österliche Geheimnis vollendet.
Darum preisen wir dich
mit allen Chören der Engel und
singen vereint mit ihnen
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Sonntage 6
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater im Himmel, zu danken
und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben
durch unseren Herrn Jesus Christus.
In dankbarer Liebe
gedenken wir seines Todes,
bekennen seine Auferstehung
in lebendigem Glauben und erwarten
voll Hoffnung und Zuversicht
sein Kommen in Herrlichkeit.
Darum preisen wir jetzt und in Ewigkeit
dein Erbarmen und singen
mit den Chören der Engel
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Wochentage 5
Herr Jesus,
wenn wir uns bei den Worten des Evangeliums fragen,
ob wir auf deinen Wegen sind,
kann die Kraft deines Friedens uns Sicherheit geben.
Sie kann uns auch neu auf deine Spur bringen.
Darum bitten wir:
Schaue nicht auf unsere Sünde...
Auch wir möchten rufen:
mach uns auf, Herr
die Tür zu deinem Herzen
mach auf
die Tür zu deinem Reich
Du hast die Tür längst aufgemacht
du wartest auf unser Kommen
wir möchten sagen können
ja, Herr wir kommen
wir sind bereit
wir wollen nicht mehr schlafend dahinleben
sondern uns auf den Weg machen
deine Wahrheit
und deine Liebe zu verkünden
durch unser Leben
Wir wollen uns aufmachen
und das tun
was du uns aufträgst
wir wollen uns aufmachen
für dich, unser Gott
Wir danken dir, gütiger Gott,
für die heilige Gabe,
in der wir die Kraft von oben empfangen.
Erhalte uns in deinem Geist
und lass uns dir stets aufrichtig dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 32. Sonntag im Jahreskreis
Am auffälligsten unterscheiden sich die Leute darin,
dass die Törichten immer wieder dieselben Dummheiten machen,
die Gescheiten immer wieder neue.
Aus: Karl Heinrich Waggerl "Aphorismen", 2003 Otto Müller Verlag, Salzburg, Wien.
Wir sind nicht gefangen
im Grab unserer Ängste,
nicht festgenagelt
an das Kreuz unseres Versagens,
nicht gelähmt
von den Sorgen um unsere Zukunft,
denn
Gott führt uns
aus dem Dunkel ins Licht,
aus der Ohnmacht zu neuer Kraft,
aus dem Tod ins Leben.
Vera-Sabine Winkler auf www.krippenweg.de
Lebendiger Gott
Gib Frieden
uns und allen Toten
Gib Ruhe
uns und allen Toten
Gib Leben
uns und allen Toten
Was du den Toten gibst
gib uns
Was du uns gibst
gib allen Toten
Damit wir eine Gemeinschaft sind
die Toten
seit Anfang der Welt
und wir
die jetzt leben
Aus: Anton Rotzetter; Gott, der mich atmen lässt. Gebete. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 1986.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
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Schneller am Ziel
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Die Lesung ist dem Buch der Weisheit entnommen. Weisheitssammlungen hatten im Orient eine weite Verbreitung. Das Buch der Weisheit wurde erst seit dem 2. Jahrhundert zum biblischen Kanon dazugezählt.
Die Weisheit hat einen göttlichen Ursprung und wird personifiziert. Dadurch kann sie alle Eigenschaften annehmen, die zur Unterweisung und Ermutigung der Menschen nötig sind. Denn sie befasst sich mit den großen Themen der Menschheit.
Es handelt sich hier um die Sehnsucht der Weisheit, mit dem Menschen die Welt zu gestalten - vielleicht ein Bild für den Wunsch, göttliches Tun im Alltag zu erkennen.
Der Verfasser versucht, den "königlichen Adressaten" (siehe Vers 6,1) die Weisheit als erstrebenswertes Gut nahe zu bringen. Einerseits wird die Weisheit dargestellt als etwas, das jeder - am besten getrieben aus Liebe zur Weisheit - suchen muss.
Weisheit ist für uns oft mit anstrengendem Lernen und mit mühevoller Auseinandersetzung mit unseren Lebenserfahrungen verbunden. Doch dieser Text will uns eines anderen belehren: Wer sich auf die Weisheit, auf das Nachsinnen einlässt, der braucht keine Mühe zu fürchten. Denn sie kommt dem Menschen entgegen, um sich entdecken zu lassen. Nicht erst in den großen Gedankengebilden der Menschen steckt sie, sie ist bereits in den kleinen Dingen vor der Türe zu finden.
Praktische Tipps zum Vorlesen und Textauslegung der Katholischen Bibelwerke Deutschland, Österreich und Schweiz