Lesung aus der Offenbarung des Johannes.
Ich, Johannes sah einen vom Himmel herabsteigen;
auf seiner Hand trug er den Schlüssel zum Abgrund
und eine schwere Kette.
Er überwältigte den Drachen, die alte Schlange
- das ist der Teufel oder der Satan - ,
und er fesselte ihn für tausend Jahre.
Er warf ihn in den Abgrund,
verschloss diesen
und drückte ein Siegel darauf,
damit der Drache die Völker nicht mehr verführen konnte,
bis die tausend Jahre vollendet sind.
Danach muss er für kurze Zeit freigelassen werden.
Dann sah ich Throne;
und denen, die darauf Platz nahmen,
wurde das Gericht übertragen.
Ich sah die Seelen aller, die enthauptet worden waren
um des Zeugnisses für Jesus und des Wortes Gottes willen.
Sie hatten das Tier und sein Standbild nicht angebetet
und sie hatten das Kennzeichen nicht auf ihrer Stirn
und auf ihrer Hand anbringen lassen.
Sie gelangten zum Leben
und zur Herrschaft mit Christus für tausend Jahre.
Dann sah ich einen großen weißen Thron
und den, der auf ihm saß;
vor seinem Anblick flohen Erde und Himmel
und es gab keinen Platz mehr für sie.
Ich sah die Toten vor dem Thron stehen,
die Großen und die Kleinen.
Und Bücher wurden aufgeschlagen;
und ein anderes Buch, das Buch des Lebens, wurde geöffnet.
Die Toten wurden gerichtet,
nach dem, was in den Büchern aufgeschrieben war,
nach ihren Taten.
Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren;
und der Tod und die Unterwelt gaben ihre Toten heraus,
die in ihnen waren.
Sie wurden gerichtet, jeder nach seinen Taten.
Der Tod und die Unterwelt aber wurden in den Feuersee geworfen.
Das ist der zweite Tod: der Feuersee.
Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet war,
wurde in den Feuersee geworfen.
Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde;
denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen,
auch das Meer ist nicht mehr.
Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem,
von Gott her aus dem Himmel herabkommen;
sie war bereit wie eine Braut,
die sich für ihren Mann geschmückt hat.
Kv - Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen!- Kv
Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht
nach den Höfen des HERRN.
Mein Herz und mein Fleisch,
sie jubeln dem lebendigen Gott entgegen. - Kv
Auch der Sperling fand ein Haus *
und die Schwalbe ein Nest, wohin sie ihre Jungen gelegt hat -
deine Altäre, HERR der Heerscharen, *
mein Gott und mein König. - Kv
Selig, die wohnen in deinem Haus, *
die dich allezeit loben.
Selig die Menschen, die Kraft finden in dir, *
Sie schreiten dahin mit wachsender Kraft. - Kv
Halleluja. Halleluja.
Richtet euch auf und erhebt eure Häupter;
denn eure Erlösung ist nahe.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an:
Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben,
erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
So erkennt auch ihr,
wenn ihr das geschehen seht,
dass das Reich Gottes nahe ist.
Amen, ich sage euch:
Diese Generation wird nicht vergehen,
bis alles geschieht.
Himmel und Erde werden vergehen,
aber meine Worte werden nicht vergehen.
Weitere Gottesdienstvorschläge auf: www.netzwerk-gottesdienst.at
Wir zünden eine Kerze an…
Am Ende dieser Woche legen wir in Gottes Hand zurück:
Die Tage, die Nachrichten, die Klagen und die Sorgen.
Im Namen des Vaters , des Sohnes und des Hl. Geistes.
Orgelvorspiel zu „Wie lieblich schön, Herr Zebaoth:
https://www.youtube.com/watch?v=mNiqJR7TWgM
Ein Lied zum Singen, Sprechen oder summen
https://www.youtube.com/watch?v=cd0sbP3AgLY
Wie lieblich schön, Herr Zebaoth – Psalm 84 (Ö)
Wie lieblich schön, Herr Zebaoth,
ist deine Wohnung, o mein Gott;
wie sehnet sich mein Herz zu gehen,
wo du dich hast geoffenbart,
und bald in deiner Gegenwart
im Vorhof nah am Thron zu stehen.
Du gibst Befriedigung und Leben,
Herr Zebaoth, du wirst auch mir
– mein Herr, mein Gott, ich traue dir –
bei deinem Altar Freude geben.
O selig, wer dort allezeit
in deinem Lobe sich erfreut.
Wohl, wohl dem Menschen in der Welt,
der dich für seine Stärke hält,
von Herzen deinen Weg erwählet!
Geht hier sein Pfad durchs Tränental,
er findet auch in Not und Qual,
dass Trost und Kraft ihm nimmer fehlet;
von dir herab fließt mild und hell
auf ihn der reiche Segensquell.
(Matthias Jorissen 1798, Psalm 84, EG 282
Psalm 84,3-6a.8a
Wir beten einen Psalm zusammen:
Kv - Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen!- Kv
Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht *
nach den Höfen des HERRN.
Mein Herz und mein Fleisch, *
sie jubeln dem lebendigen Gott entgegen. - Kv
Auch der Sperling fand ein Haus *
und die Schwalbe ein Nest, wohin sie ihre Jungen gelegt hat -
deine Altäre, HERR der Heerscharen, *
mein Gott und mein König. - Kv
Selig, die wohnen in deinem Haus, *
die dich allezeit loben.
Selig die Menschen, die Kraft finden in dir, *
Sie schreiten dahin mit wachsender Kraft. – Kv
Du, Herr, kennst meine Sehnsucht,
die Ruhelosigkeit und die Anspannung.
Am Sonntag zünden wir die 1. Kerze an.
Es wird Advent.
Aber es nicht mehr so wie früher.
Vieles ist anders.
Ich möchte mich freuen können,
mich mit anderen Menschen treffen,
mit ihnen Zeit verbringen.
Jetzt komme ich zu dir.
Du hilfst mir, Kraft zu finden in dir,
meine Schritte werden fest
und in deinem Haus finde ich Unterschlupf.
Wie die Spatzen, die sich um nichts sorgen müssen,
wie die Schwalben, die vor nichts Angst haben.
Schenke mir das Glück, es ihnen gleich zu tun.
So sei es! (Übersetzung von AMEN)
Ich, Johannes sah einen vom Himmel herabsteigen;
auf seiner Hand trug er den Schlüssel zum Abgrund und eine schwere Kette.
Er überwältigte den Drachen, die alte Schlange
- das ist der Teufel oder der Satan - ,
und er fesselte ihn für tausend Jahre.
Er warf ihn in den Abgrund,
verschloss diesen
und drückte ein Siegel darauf,
damit der Drache die Völker nicht mehr verführen konnte,
bis die tausend Jahre vollendet sind.
Danach muss er für kurze Zeit freigelassen werden….
Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde;
denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen,
auch das Meer ist nicht mehr.
Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem,
von Gott her aus dem Himmel herabkommen;
sie war bereit wie eine Braut,
die sich für ihren Mann geschmückt hat.
Da kommt einer vom Himmel. Ich sehe sein Gesicht nicht. Ich kenne seinen Namen nicht. Aber ich sehe den großen Schlüssel – und die Kette. Schwere Glieder. Es klirrt. Muss die Kette vom Himmel kommen? Warum kommt sie vom Himmel? Fallen darf sie nicht. Sie würde alles erschlagen. Die Kette.
Da kommt einer vom Himmel. Er überwältigt einen Riesen. Ein Untier. Eine Schlange.
Es ist die Weltenschlange, die die Erde erdrückt, ihr die Luft nimmt, alle Knochen bricht.
Es ist der Drache aus dem Märchen.
Es ist der Teufel. Sagenhaft.
Es ist der Tod. Schrecklich.
Das Bild ist mythisch. Es ist mythisch schön. Ich sehe die Kette wieder. Sie ist schwer. Was sie wohl wiegt? Sie wiegt so viel, dass der Teufel sie in 1000 Jahren nicht abschütteln kann, dass der Tod sich 1000 Jahre in sie verbeißt. 1000 Jahre sind eine Ewigkeit. Gestückelt. 1000 Jahre überschaue ich nicht. Ich bin schon glücklich, am Abend von einem Tag zu erzählen. Und auch dann weiß ich nicht alles.
Da kommt einer vom Himmel. Er öffnet den Abgrund. Der Drache muss in ihm verschwinden. Der Riese. Das Untier. Die Schlange. Der Teufel. Das war’s. Deckel drauf. Oben dann noch das Siegel. Niemand kann es brechen. Damit der Drache die Völker nicht mehr verführen kann.
In vielen Geschichten muss der Teufel daran glauben. Wirklich: daran glauben. Ob ich das glaube?
Dann sehe ich einen neuen Himmel und eine neue Erde.
Dann sehe ich die heilige Stadt, das neue Jerusalem,
von Gott her aus dem Himmel herabkommen.
Schön wie eine Braut.
Da kommt einer vom Himmel. Ich sehe sein Gesicht: Christus. Ich darf seinen Namen nennen. Er hat den großen Schlüssel. Was er aufschließt? Mein Leben. Was er mir abnimmt? Die Ketten!
Die Ketten nimmt er mir ab. Schwere Glieder. Es klirrt. Die Weltenschlange hatte mich gefesselt. Ich konnte nicht mehr gehen. Jeder Schritt tat weh. Die Nächte glichen einer Hölle. Keine Hoffnung auf Entkommen. Kein Licht im Kerker. Kein Trost in der Kälte. Aber jetzt liegt sie auf der Erde. Die Kette. Wie ein stummes Relikt. Wie eine Erinnerung. Wie ein Traum. Ich sehe die Kette. Ich weiß, dass der Teufel gefesselt ist. Ich weiß, dass der Tod in Ketten liegt.
Da kommt einer vom Himmel. Prächtig. Von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig! Das Licht wird hell, der Stern geht auf! Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abendmahl (aus: Wachet auf, ruft uns die Stimme, V. 2)
https://www.nzz.ch/feuilleton/lkirchen-in-corona-zeiten-warum-meiden-menschen-die-eigene-stille-ld.1588329?kid=_2020-11-25&mktcid=&ga=&mktcval=&trco=&reduced=true
In der Neuen Zürcher Zeitung (25.11.2020) war ein schönes Kirchenschiff – von oben – fotografiert. Im Text darunter heißt es:
„Kirchen sind Orte des Sich-Versammelns und gemeinsamen Wartens, des Hoffens. Ein Hafen für jenes Treibgut, als das ein Mensch sich manchmal wahrnimmt.“
Wir beten heute für die Menschen, die einen Raum suchen, um zur Ruhe zu kommen, die ihre Gedanken hier lassen können, die in Steinen, Farben und Geräuschen ihre Träume finden.
Wir beten heute für die Menschen, die einen Impfstoff entwickeln, die ihn an sich ausprobieren lassen, die für die weltweite Verteilung Sorge tragen.
Wir beten heute für die Menschen, die skeptisch auf alles schauen, was von „oben“ an Verordnungen, Ratschlägen und Nachrichten kommt, die sich in ihren Blasen und Chatrooms einigeln, die an andere Menschen nicht denken können.
Herr, wenn wir uns als Treibgut wahrnehmen – sei du unser Hafen. Wenn wir dann in einer Kirche sitzen oder durch sie gehen, sind wir mit den vielen Menschen verbunden, die vor uns schon hier waren und uns ihre Hoffnungen hinterlassen haben. Schenke uns deinen Frieden.
Ich danke dir, mein himmlischer Vater,
durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn,
dass du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast,
und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel,
dass dir all mein Tun und Leben gefalle.
Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände.
Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.
Als dann mit Freuden an dein Werk gegangen
und etwa ein Lied gesungen
oder was dir deine Andacht eingibt.
Des Abends, wenn du zu Bett gehst,
kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:
Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen
Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser.
Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:
Ich danke dir, mein himmlischer Vater,
durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn,
dass du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast,
und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe,
und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten.
Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände.
Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Die letzten Strophen aus dem Lied „Wie lieblich schön, Herr Zebaoth“
Wir wandern in der Pilgerschaft und gehen fort von Kraft zu Kraft, vor Gott in Zion zu erscheinen. Hör mein Gebet, Herr Zebaoth, vernimm's, vernimm's, o Jakobs Gott. Erquicke mich auch mit den Deinen; bis wir vor deinem Throne stehn und dort anbetend dich erhöhn.
Du unser Schild, Gott, schau uns an, schau uns in dem Gesalbten an. Ein Tag in deinem Haus ist besser denn tausend, ohn dich nah zu sehn; ja auf der Schwelle nur zu stehn an meines Gottes Haus, ist größer, als lang in stolzer Ruh der Welt zu wohnen in der Bösen Zelt.
Denn Gott der Herr ist Sonn und Schild, er deckt uns, er ist gut und mild, er wird uns Gnad und Ehre geben. Nichts mangelt dem, der in der Not auf Gott vertraut; er hilft im Tod, er selber ist der Frommen Leben. Heil dem, der stets in dieser Welt, Herr Zebaoth, an dich sich hält.
Zusammengestellt von Pfarrer Manfred Wussow
Aus Anlass der Corona-Pandemie im Jahr 2020
Die Welt ist aus den Fugen geraten.
Nichts ist mehr, wie es war.
So vieles, was für uns ganz selbstverständlich war,
ist auf einmal in Frage gestellt.
Geld, Erfolg, Ansehen
– was ist das alles noch wert,
wenn wir uns um unsere Gesundheit sorgen,
wenn wir Angst um unser Leben haben müssen?
Vorsichtig sind wir geworden.
Und demütig.
Und achtsam.
Die gegenseitige Rücksichtnahme
hat den Eigensinn in die Schranken gewiesen.
Das Habenwollen ist dem Geben gewichen.
Gemeinsam nach Wegen zu suchen, die aus der Not herausführen,
zählt mehr als das Streben, sich selbst wichtig zu machen.
Wir spüren,
was es bedeutet,
nicht allein zu sein,
jemanden zu haben,
der uns nahe ist
– und sei’s nur in Gedanken.
Und in Gebeten.
So bitten wir dich,
Gott,
gib uns Halt
in diesen haltlosen Zeiten.
Lass uns mutig nach vorn schauen,
zuversichtlich den Tag erwarten,
der der Nacht folgt,
dem Licht entgegensehen,
das die Dunkelheit verdrängt
und dann,
wenn es wieder hell geworden ist
– in uns und um uns herum –
das Unsere dafür tun,
dass das Gute,
das wir in diesen Tagen säen und pflanzen,
Früchte tragen
und bleiben möge.
Unter uns.
Allen zum Segen.
Eckhard Hermann
1. Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
2. Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr erstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.
3. Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.
4. Wir schauen auf zu Jesus Christ,
zu ihm, der unsre Hoffnung ist.
Wir sind die Glieder, er das Haupt,
erlöst ist, wer an Christus glaubt.
5. Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
(Text: nach Heinrich Bone 1847/EGB 1975, 3. und 4. Str.: Friedrich Dörr 1972; Melodie: nach Johann Leisentritt 1567)
1. Jesus Christus, guter Hirte,
Hoherpriester, Osterlamm,
für das Lamm, das sich verirrte,
starbst du an dem Kreuzesstamm.
2. Baum des Lebens, Strom des Heiles,
edler Weinstock, Himmelsbrot,
du nur kennst und führst die Deinen
in das Leben aus dem Tod.
3. Wort des Vaters, offne Türe,
Licht der Stadt Jerusalem,
lass uns deine Stimme hören,
lass uns deine Wege gehen.
(Text: Adelgart Gartenmeier 1997, Melodie: Kamilla Usmanova 2008)
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
Dir singt mein Herz und will nicht verstummen.
Dir will ich singen in Ewigkeit.
(Text: nach Psalm 30,12 – 13; Melodie: Johannes Falk *1963)
1. Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit!
Schon sinkt die Welt in Nacht und Dunkelheit.
Geh nicht vorüber, kehre bei uns ein.
Sei unser Gast und teile Brot und Wein.
2. Weit war der Weg. Wir flohen fort vom Kreuz.
Doch du, Verlorner, führtest uns bereits.
Brennt nicht uns ein Feuer, wenn du sprichst?
Zeige dich, wenn du nun das Brot uns brichst.
3. Weihe uns ganz in dein Geheimnis ein.
Lass uns dich sehn im letzten Abendschein.
Herr, deine Herrlichkeit erkennen wir:
Lebend und sterbend bleiben wir in dir.
(Text: Peter Gerloff, Melodie: Henry Monk 1861)
1. Vom Tode heut erstanden ist
der heilge Herre Jesus Christ,
der aller Welt ein Tröster ist. Halleluja.
2. Die ganze Erde staunt und bebt,
weil Gottes Herrlichkeit anhebt;
der Tod ist tot, das Leben lebt. Halleluja.
3. Des Herren Sieg bricht ins uns ein,
da sprengt er Riegel, Schloss und Stein;
in uns will Christus Sieger sein. Halleluja.
4. Nun jauchzt und jubelt überall.
Die Welt steht auf von ihrem Fall.
Gott herrscht in uns, er herrscht im All. Halleluja.
(Text: nach „Surrexit Christus hodie“ Engelberg1372, 2 – 4. Str.: Silja Walter 1968,; Melodie: 14. Jahrhundert/Böhmische Brüder 1501/bei Michael Weiße 1531)
1. Die ganze Welt, Herr Jesu Christ, Halleluja, Halleluja,
in deiner Urständ fröhlich ist. Halleluja, Halleluja.
2. Das himmlisch Herr im Himmel singt, Halleluja, Halleluja,
die Christenheit auf Erden klingt. Halleluja, Halleluja.
3. Jetzt grünet, was nur grünen kann, Halleluja, Halleluja,
die Bäum zu blühen fangen an. Halleluja, Halleluja.
4. Es singen jetzt die Vögel all, Halleluja, Halleluja,
jetzt singt und klingt die Nachtigall, Halleluja, Halleluja.
5. Der Sonnenschein kommt jetzt herein, Halleluja, Halleluja,
und gibt der Welt ein neuen Schein, Halleluja, Halleluja.
(Text: Friedrich Spee 1623, Melodie: Köln 1623, E: 1. Und 6. Str.: „Urständ: Auferstehung)
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich. - Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, - erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott Heiliger Geist,
Heiliger dreifaltiger Gott,…
Hl Maria, unsere liebe Frau von Lourdes, - bitte für uns!
Hl. Erzengel Raffael,
Alle Heiligen Engel,...
Hl. Josef,...
Hl. Johannes der Täufer,...
Hl. Lukas,...
Hl. Cosmas und hl. Damian,...
Hl. Blasius,...
Hl. Pantaleon,...
Hl. Corona,...
Hl. Rochus, hl. Sebastian und hl. Rosalia,...
Hl. Elisabeth von Thüringen,...
Hl. Katharina von Siena und hl. Katharina von Genua,...
Hl. Camillo von Lellis,...
Hl. Johannes von Gott,...
Hl. Aloisius Gonzaga
Hl. Karl Borromeus,...
Hl. Martin von Porres,...
Hl. Louise de Marillac,...
Sel. Niels Stensen,...
Hl. Damian de Veuster,...
Sel. Petrus Donders,…
Hl. Josefine Vannini,...
Hl. Josef Moscati,...
Hl. Markus Ji Tianxiang,...
Sel. Karl aus dem Hause Österreich,...
Sel. Ladislaus Batthyany,...
Sel. Restituta Kafka,...
Hl. Gianna Beretta Molla,...
Hl. Mutter Teresa,...
Hl. …….
All Ihr Heiligen Gottes,...
Jesus, sei uns gnädig. - Herr, befreie uns.
Von allem Bösen, - Herr, befreie uns.
Von der Corona-Epidemie, - Herr, befreie uns.
Durch deine Menschwerdung und Deine Auferstehung, - Herr, befreie uns.
Durch die Sendung des Hl. Geistes, - Herr, befreie uns.
Wir armen Sünder, - wir bitten dich, erhöre uns.
Mach uns bereit zu Buße und Umkehr,...
Schenke den Kranken Genesung,...
Gib den Verstorbenen das ewige Leben,...
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, verschone uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erhöre uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Lasset uns beten.
Barmherziger Gott,
du hilfst deinen Dienern in ihrer Not,
in Bedrängnis sowie Krankheit
und erhörst ihr Bitten.
Wir danken dir,
denn du hast uns Barmherzigkeit erwiesen.
Bewahre uns vor Unheil und Seuche
und schenke uns Freude wieder
in Gemeinschaft und in deinem Dienst.
Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren,
o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Führe uns zu deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stell uns vor deinem Sohne.
Amen.
Die Heiligen dieser Litanei, ein wenig vorgestellt:
Im Buch Tobit heilt der Erzengel Raffael (daher auch das Attribut Fisch),
Lukas war Evangelist und Arzt,
Cosmas und Damian waren bekannte altrömische Arzt-Märtyrer,
Blasius wird bei Rachenleiden angerufen (dank seines Martyriums),
Pantaleon war ebenso Mediziner,
Corona war Märtyrerin, früher Patronin der Lottospieler und dank dieser Pandemie eine
Seuchen-Fürsprecherin,
Rochus, Sebastian und Rosalia sind die klassischen Epidemie-Heiligen.
Im Mittelalter:
Elisabeth von Thüringen arbeitete im von ihr gegründeten Spital,
die beiden Katharinen sind die klassischen italienischen Krankenpfege-Heiligen.
In der Neuzeit:
Camillo von Lellis und Johannes von Gott sowie Josefine Vannini, die alle drei jeweils Krankenpflegeorden gegründet haben,
Karl Borromeus und Aloisius von Gonzaga pflegten Pestkranke. Aloisius starb an der Infektion,
Niels Stensen war Arzt, Humanist und Konvertit.
Im 19, und 20. Jahrhundert gab es einige Krankenpflege-Heilige:
Damian de Veuster lebte und starb bei den Aussätzigen auf Hawaii,
Petrus Donders in Surinam.
Josef Moscati war Arzt der Armen,
Markus Ji Tianxiang, Arzt, Opium-krank und Märtyrer,
der selige Karl von Österreich wurde Opfer der letzten großen Pandemie in Österreich,
der selige Ladislaus Batthyany war Arzt und Krankenhausgründer,
Restituta Kafka Krankenschwester und NS-Opfer,
die hl. Gianna Beretta Molla, Ärztin und Mutter, die ihr Leben für ihr Kind opferte,
Mutter Teresa von Kalkutta, die Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe.
Liebe Freunde, die Welt braucht Heilige,
und wir alle - ohne Ausnahme - sind zur Heiligkeit gerufen!
Habt keine Furcht!
Papst Franziskus
Gefunden in der Wallfahrtskirche Maria Grün, Wien
Lieber Gott,
ich bin in diesen schweren Zeiten dankbar dafür, dass meine Oma ihre Operation und die Krankenhauszeit gut überstanden hat und ohne Infektion nach Hause konnte. Ich bin auch dankbar dafür, dass mein Vater in seiner Quarantänezeit sich wohl und gesund fühlt und dass es meiner Familie und meinen Freunden gut geht. Ich finde es schade, dass ich mich mit meinen Freunden nicht treffen kann, dass ich nicht Fußball spielen kann und nicht in die Schule gehe.
Ich möchte dich darum bitten, dass sich die Covid-19 Pandemie nicht verschlimmert, dass es allen Menschen so weit wie möglich gut geht in dieser Zeit und dass ein Heilmittel bald vorhanden ist.
AMEN
Noah, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Lieber Gott,
dieser Corona Virus macht uns allen zu schaffen. Regale in Supermärkten sind leer. Alle drehen durch und hamstern. Die Menschen haben Angst und kaufen, dass die Einkaufswagen voll sind bis zum geht nicht mehr. Ich ärgere mich darüber, dass alle durchdrehen und die Schulen geschlossen sind, denn man kann nicht richtig lernen. Ich habe auch ein wenig Angst, aber nicht um mich, sondern um meine Omas.
Meine Omas bedeutet mir sehr viel, ich habe meine beiden Opas schon verloren und einen davon durfte ich nicht kennenlernen. Es ist beängstigend wie viele Menschen jetzt schon gestorben und infiziert sind. Ich ärgere mich auch über die Menschen die ignorant sind, die einfach sagen „mich interessiert das nicht, ich bin nicht geschädigt.“ Ich bitte dich, lass diese Menschen begreifen, was zurzeit los ist, damit nicht mehr Menschen sterben und dieser Albtraum bald vorbei ist.
AMEN.
Marc, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
www.dibk.at/Meldungen/Gebet-in-der-Coronakrise
Gedenke, o Herr unser Gott, auch Deines ganzen Volkes,
gieß auf alle den Reichtum Deines Erbarmens aus ...
derjenigen, die wir aus Unwissenheit, Vergeßlichkeit und der Menge der Namen nicht erwähnt haben,
gedenke Du selbst, o Gott;
denn Du kennst eines jeden Alter und Namen,
und jeder ist Dir vom Mutterschoße an bekannt.
Denn Du, o Gott, bist die Hilfe der Hilflosen,
die Hoffnung der Hoffnungslosen ...
und der Arzt der Kranken.
Werde selbst allen alles,
da Du einen jeden kennst, seine Bitten, sein Haus und sein Bedürfnis.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott Vater, Schöpfer der Welt,
du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt.
Schau auf deine Kinder,
die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden,
um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst,
heile unsere Kranken,
tröste ihre Familien,
gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit,
den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft,
den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung,
sondern erlöse uns von allem Bösen.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen.
Maria, Mutter der Kranken und Mutter der Hoffnung, bitte für uns!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat
und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen
und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung
und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes,
jetzt und in Ewigkeit. Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens und der einzig wahre Weinstock.
Ich glaube, dass du wirklich anwesend bist
im heiligsten Sakrament der Eucharistie.
Ich suche dich.
Ich preise dich und bete dich an.
Da ich dich nicht empfangen kann
im eucharistischen Brot und Wein
bete ich, dass du in mein Herz und meine Seele kommst,
damit ich mit dir vereint sein kann
durch deinen allmächtigen und allgegenwärtigen Heiligen Geist.
Lass mich dich empfangen und von dir genährt werden.
Werde für mich das Manna in meiner Wüste,
das Brot der Engel
für meine sehr menschliche Reise durch die Zeit,
ein Vorgeschmack auf das himmlische Festmahl
und Trost in der Stunde meines Todes.
Ich erbitte all dies im Vertrauen darauf, dass du selbst
unser Leben, unser Friede und unsere immerwährende Freude bist.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen,
die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die unter der Angst vor der Ansteckung leiden,
für alle, die die Quarantäne einhalten,
für alle, die sich in den Spitälern um die Kranken kümmern,
für alle, die in der Forschung den Virus bekämpfen,
und für die Politiker, die gewichtige Entscheidungen treffen, dass Gott uns bewahre und uns den Weg durch diese Zeit weise.
Akklamation nach jeder Anrufung: Erbarme dich unser!
Du heiliger Gott. (Jes 6,1-3)
Du gerechter Gott.
Du langmütiger Gott. (Ex 34,6)
Du Gott, reich an Huld. (Ex 34,6)
Du treuer Gott. (Ex 34,6)
Du geduldiger Gott. (Röm 15,5)
Gott des Mitleids mit den Leidenden. (Ps 106,44f)
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes. (2 Kor 1,3)
Gott, der uns tröstet wie eine Mutter. (Jes 66,13)
Gott, in dessen Schoss wir geborgen sind. (Hos 11)
Gott, an dessen Brust wir ruhen können. (Ps 131)
Gott, der uns nie vergisst. (Jes 49,15)
Gott, dessen Namen wir kennen. (Ex 3,14)
Gott, der uns eingezeichnet hat in seine Hände. (Jes 49,16)
Gott, der uns beim Namen ruft. (Jes 43,1)
Gott, dem wir gehören. (Jes 43,1)
Gott mit uns. (Mt 1,23)
Gott für uns. (Röm 8,31ff)
Gott, der uns aus der Gefangenschaft herausführt. (Ex 13,17-14,31)
Gott der Armen und Kleinen und Hilflosen. (Lk 1,46-55)
Gott, dessen Güte reicht soweit der Himmel ist. (Ps 36,5)
Gott aller, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. (Mt 11,28ff)
Gott, der weiss, was wir brauchen. (Mt 6,8)
Gott, der die Verlorenen sucht. (Mt 18,12-14)
Gott, der grösser ist als unser Herz.(1 Joh 3,20)
Gott, der den Hoffnungslosen Hoffnung gibt. (Röm 15,13)
Gott, der uns Sündern gnädig ist. (Lk 18,9-14)
Gott, dessen Erbarmen uns aus dem Tod rettet. (Eph 4,24)
Gott, unser Retter.
Gott des Lebens.
Du unsagbar grosser Gott.
Du leidenschaftlich liebender Gott.
Du unbegreiflich verzeihender Gott. (Lk 15,11-32)
Du masslos gnädiger Gott.
Du unendlich gütiger Gott.
Du barmherziger Gott.
Die Litanei ist stark von biblischen Texten inspiriert. Bei den meisten Anrufungen sind deshalb entsprechende Bibelstellen angegeben. Wenn keine Bibelstelle angegeben ist, bedeutet dies, dass dieser Aspekt der Barmherzigkeit Gottes sich an vielen Stellen der Bibel findet.
Die Bitten haben Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Magdenau formuliert - herzlichen Dank!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
(Stilles Gebet)
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz (www.liturgie.ch)
Guter Gott,
ich fühle mich nicht wohl und habe immer wieder Angst. So viele Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie geht es jetzt weiter? Bleibe ich gesund? Habe ich auch schon den Virus? Wie geht es den erkrankten Menschen bei uns und überall?
Mit all diesen Ängsten und Zweifeln komme ich zu Dir.
Du bist doch der liebe Gott seit meinen Kindertagen.
Ich schaue auf deinen Sohn am Kreuz, der all die Ängste und Nöte von uns Menschen selbst durchleben musste. Und ich sehe die vielen Kreuze in unseren Tagen, die Leid und Trauer bringen, die Hoffnung auf eine Zukunft zerstören.
Bist du der gute Gott, der auch jetzt zu mir steht?
Ich will glauben, dass Du mir nah bist in deiner Liebe.
Ich will vertrauen, dass Du treu bleibst in deiner Kraft der Nähe. Ich will hoffen, dass du mich erfüllst mit deiner Barmherzigkeit.
Guter Gott, gib uns deinen Geist der Solidarität und Stärke, der Hoffnung und Zuversicht. Lass uns erkennen, was jetzt wichtig ist und zählt.
Du bist der gute Gott, der uns befreit und begleitet! Lass uns in diesem Glauben die nächsten Schritte wagen. Amen.
https://mk-online.de/
Heiliger Sebastian,
du warst und bleibst für viele Menschen
ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich demütig:
Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns vor einer Erkrankung durch den Corona-Virus.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit,
frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Stärke unser Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
https://www.pfarre-gisingen.at/sebastian/gebet-zum-hl-sebastian-um-schutz-vor-dem-coronavirus/
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,
dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,
dass Du allein ewig bist,
dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!
Johannes Hartl, Theologe, Augsburger Gebetshaus
Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben,
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.
Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.
Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Dieses Gebet wird derzeit von der Don Bosco Familie weltweit gebetet; nach einem Gebet von Erzbischof Cesare Nosiglia,Turin)
https://www.donbosco4youth.at/de/news/details/novene-zu-maria-der-hilfe-der-christen-coronavirus.html
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.
Wer unterm Schutz des Höchsten steht (GL 424)
1) Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.
2) Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.3)
Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft, wird erhört.
Ich will mich zeigen als sei Gott, ich bin ihm nah in jeder Not;
des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.
Guter Gott, dein Sohn ist für uns Mensch geworden und geht alle unsere Wege mit.
Wir bitten dich:
Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und bekräftigen wir, in dem wir das Gebet des Herrn sprechen:
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge,
in deiner Liebe birgst du uns.
Du bist nicht fern, denn die zu dir beten
wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.
Du bist nicht sichtbar für unsre Augen,
und niemand hat dich je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben,
dass du uns trägst, dass wir bestehen.
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
Originaltitel: Ik sta voor U
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Lothar Zenetti
Herr, ich bin dein Eigentum,
dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm
hast du mir’s gegeben.
Väterlich führst du mich
auf des Lebens Wegen
meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht,
du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht
durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich
in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Gib auch, dass ich wachend sei,
Herr, an deinem Tage,
und das Licht der Gnaden treu
durch mein Leben trage.
Dass ich dann fröhlich kann
dir am End der Zeiten
Herr, entgegenschreiten.
Youtube-Version:
https://www.youtube.com/watch?v=41cSIWZnPrk
Originaltitel: Zolang er mensen zijn op aarde, Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Dieter Trautwein.
1. Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
2. Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf dem Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.
3. Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.
4. Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied. - Amen.
Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens,
https://www.youtube.com/watch?v=kclZw0H-mys
Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott:
https://www.youtube.com/watch?v=IopcSexAVls
"Wenn Licht und Finsternis zusammenkommen, siegt immer das Licht." Diejenigen, die es nicht glauben wollten, lud der Redner zu folgendem ein: "Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einem ganz lichterfüllten Raum, während es draußen ganz dunkel ist. Öffnen Sie die Fenster, öffnen Sie die Türen, lassen Sie die ganze Dunkelheit in den lichtvollen Raum hinein. Was geschieht? Verdunkelt sich der Raum? Wird das Licht im Raum von der einbrechenden Dunkelheit verschluckt? Nein!
Die Dunkelheit vergeht im Licht.
Oder stellen Sie sich dasselbe andersherum vor: Sie sind in einem dunklen Raum. Draußen ist es hell. Öffnen Sie wieder alle Fenster und Türen. Was geschieht? Das Licht strömt herein und vertreibt die Dunkelheit. So geschieht es immer, wenn Licht und Finsternis einander begegnen. Das Licht strömt hinein und vertreibt die Dunkelheit. So geschieht es immer, wenn Licht und Finsternis einander begegnen. Das Licht wird immer siegen.
Deshalb haben alle Mytologien darauf hingewiesen, die Finsternis meide das Licht, um nicht selbst Licht zu werden! Immer siegt das Licht! Wie trostreich und hoffnungsvoll ist dieses Wort im Hinblick auf geschichtliche Abläufe oder auf gegenwärtige Geschehnisse, die aussichtslos erscheinen; aber auch im Hinblick auf alles, was es an Unstimmigkeiten in unserem Leben gibt.
Herkunft unbekannt
Wir können angesichts des Todes nicht in fatalistischer Weise sprechen: Gott will es. Wir müssen das andere hinzusetzen: Gott will es nicht. Der Tod zeigt an, dass die Welt nicht so ist, wie sie sein sollte, sondern dass sie der Erlösung bedarf.
Christus allein ist die Überwindung des Todes. Hier kommt das „Gott will es“ und „Gott will es nicht“ zur schärfsten Zuspitzung und zum Austrag. Gott willigt ein in das, was Gott nicht will, und von nun an muss der Tod dennoch Gott dienen.
Allein in Kreuz und Auferstehung Jesu Christi ist der Tod in Gottes Gewalt gekommen, muss er den Zielen Gottes dienen. Nicht eine fatalistische Ergebung, sondern der lebendige Glaube an den für uns gestorbenen und auferstandenen Jesus Christus vermag ernstlich mit dem Tode fertigzuwerden.
Dietrich Bonhoeffer (1906–1945) aus: „Bruder Tod“
Einer wird kommen,
der die Knoten deines Lebens
auflöst,
der den roten Faden findet,
der aus dem Labyrinth
hinaus führt,
der deine schmerzenden Glieder
berührt,
der deine Verletzungen
heilt.
Und du wirst staunen -
ER kommt nicht als Held.
Als kleines Kind
wird ER kommen,
mit einem Lächeln
voll Wärme,
das alles in dir
zerfließen lässt,
mit einem Strahlen,
das Glanz in dein Leben bringt,
mit einem Lachen,
das dich vergessen lässt,
was einmal war.
Aus: Ilse Pauls, Auf dem Weg. Gedichte und Gebete. Edition Club d' Art. Hrsg. Präsid. Olga Elisabeth Jagoutz, Sonnengasse 16, Klagenfurt, Österreich.
Strahlen brechen viele aus einem Licht.
Unser Licht heißt Christus.
Strahlen brechen viele aus einem Licht –
und wir sind eins durch ihn.
Zweige wachsen viele aus einem Stamm.
Unser Stamm heißt Christus.
Zweige wachsen viele aus einem Stamm –
und wir sind eins durch ihn.
Gaben gibt es viele, Liebe vereint.
Liebe schenkt uns Christus.
Gaben gibt es viele, Liebe vereint –
und wir sind eins durch ihn.
Dienste leben viele aus einem Geist,
Geist von Jesus Christus.
Dienste leben viele aus einem Geist –
und wir sind eins durch ihn.
Glieder sind es viele, doch nur ein Leib.
Wir sind Glieder Christi.
Glieder sind es viele, doch nur ein leib –
und wir sind eins durch ihn.
Dieter Trautwein (1976) in: EG 268.

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