Lesung aus dem Buch Ezechiel.
So spricht Gott, der Herr:
Siehe, ich selbst bin es,
ich will nach meinen Schafen fragen
und mich um sie kümmern.
Wie ein Hirt sich um seine Herde kümmert
an dem Tag,
an dem er inmitten seiner Schafe ist, die sich verirrt haben,
so werde ich mich um meine Schafe kümmern
und ich werde sie retten aus all den Orten,
wohin sie sich am Tag des Gewölks
und des Wolkendunkels zerstreut haben.
Ich, ich selber werde meine Schafe weiden
und ich, ich selber werde sie ruhen lassen –
Spruch Gottes, des Herrn.
Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen,
die vertriebenen zurückbringen,
die verletzten verbinden,
die schwachen kräftigen,
die fetten und starken behüten.
Ich will ihr Hirt sein
und für sie sorgen, wie es recht ist.
Ihr aber, meine Herde – so spricht Gott, der Herr —,
siehe, ich sorge für Recht zwischen Schaf und Schaf.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Buch Ezechiel.
So spricht Gott, der Herr:
Siehe, ich selbst bin es,
ich will nach meinen Schafen fragen
und mich um sie kümmern.
Wie ein Hirt sich um seine Herde kümmert
an dem Tag,
an dem er inmitten seiner Schafe ist, die sich verirrt haben,
so werde ich mich um meine Schafe kümmern
und ich werde sie retten aus all den Orten,
wohin sie sich am Tag des Gewölks
und des Wolkendunkels zerstreut haben.
Ich werde sie aus den Völkern herausführen,
ich werde sie aus den Ländern sammeln
und ich werde sie in ihr Land bringen.
Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide,
in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes.
Auf guter Weide werde ich sie weiden
und auf den hohen Bergen Israels
wird ihr Weideplatz sein.
Dort werden sie auf gutem Weideplatz lagern,
auf den Bergen Israels
werden sie auf fetter Weide weiden.
Ich, ich selber werde meine Schafe weiden
und ich, ich selber werde sie ruhen lassen –
Spruch Gottes, des Herrn.
Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen,
die vertriebenen zurückbringen,
die verletzten verbinden,
die schwachen kräftigen,
die fetten und starken behüten.
Ich will ihr Hirt sein
und für sie sorgen, wie es recht ist.
Ihr aber, meine Herde – so spricht Gott, der Herr —,
siehe, ich sorge für Recht zwischen Schaf und Schaf.
Ihr Widder und ihr Böcke,
ist es euch zu wenig,
dass ihr auf der besten Weide weidet
und euer übriges Weideland
mit euren Füßen zertrampelt?
Dass ihr das klare Wasser trinkt
und den Rest des Wassers
mit euren Füßen verschmutzt?
Meine Schafe müssen abweiden,
was eure Füße zertrampelt haben,
und trinken, was eure Füße verschmutzt haben.
Darum - so spricht GOTT, der Herr, zu ihnen:
Siehe, ich selbst bin es,
ich sorge für Recht zwischen fettem Schaf
und magerem Schaf.
Weil ihr all die Schwachen
mit Seite und Schulter zur Seite drängt
und mit euren Hörnern wegstoßt,
bis ihr sie nach draußen zerstreut habt,
werde ich meinen Schafen zu Hilfe kommen.
Sie sollen nicht länger zum Raub werden
und ich werde für Recht sorgen
zwischen Schaf und Schaf.
Kv: Der Herr ist mein Hirt,
nichts wird mir fehlen. – Kv
(GL 37,1)
Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. /
Er lässt mich lagern auf grünen Auen *
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Meine Lebenskraft bringt er zurück. *
Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen. – (Kv)
Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, *
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir, *
dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. – (Kv)
Du deckst mir den Tisch *
vor den Augen meiner Feinde.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, *
übervoll ist mein Becher. – (Kv)
Ja, Güte und Huld *
werden mir folgen mein Leben lang
und heimkehren werde ich ins Haus des Herrn *
für lange Zeiten. – Kv
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korinth.
Schwestern und Brüder!
Christus ist von den Toten auferweckt worden
als der Erste der Entschlafenen.
Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist,
kommt durch einen Menschen
auch die Auferstehung der Toten.
Denn wie in Adam alle sterben,
so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.
Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge:
Erster ist Christus;
dann folgen, wenn Christus kommt,
alle, die zu ihm gehören.
Danach kommt das Ende,
wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft entmachtet hat
und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.
Denn er muss herrschen,
bis Gott ihm alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.
Der letzte Feind, der entmachtet wird,
ist der Tod.
Wenn ihm dann alles unterworfen ist,
wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen,
der ihm alles unterworfen hat,
damit Gott alles in allem sei.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korinth.
Schwestern und Brüder!
Christus ist von den Toten auferweckt worden
als der Erste der Entschlafenen.
Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist,
kommt durch einen Menschen
auch die Auferstehung der Toten.
Denn wie in Adam alle sterben,
so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.
Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge:
Erster ist Christus;
dann folgen, wenn Christus kommt,
alle, die zu ihm gehören.
Danach kommt das Ende,
wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft entmachtet hat
und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.
Denn er muss herrschen,
bis Gott ihm alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.
Der letzte Feind, der entmachtet wird,
ist der Tod.
Denn: Alles hat er seinen Füßen unterworfen.
Wenn es aber heißt, alles sei unterworfen,
ist offenbar der ausgenommen,
der ihm alles unterwirft.
Wenn ihm dann alles unterworfen ist,
wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen,
der ihm alles unterworfen hat,
damit Gott alles in allem sei.
Halleluja. Halleluja.
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn!
Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David,
das nun kommt.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt
und alle Engel mit ihm,
dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden
und er wird sie voneinander scheiden,
wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen,
die Böcke aber zur Linken.
Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen:
Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid,
empfangt das Reich als Erbe,
das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist!
Denn ich war hungrig
und ihr habt mir zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir zu trinken gegeben;
ich war fremd
und ihr habt mich aufgenommen;
ich war nackt
und ihr habt mir Kleidung gegeben;
ich war krank
und ihr habt mich besucht;
ich war im Gefängnis
und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen:
Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen
und dir zu essen gegeben
oder durstig
und dir zu trinken gegeben?
Und wann haben wir dich fremd gesehen
und aufgenommen
oder nackt
und dir Kleidung gegeben?
Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen
und sind zu dir gekommen?
Darauf wird der König ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,
das habt ihr mir getan.
Dann wird er zu denen auf der Linken sagen:
Geht weg von mir, ihr Verfluchten,
in das ewige Feuer,
das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
Denn ich war hungrig
und ihr habt mir nichts zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
ich war fremd
und ihr habt mich nicht aufgenommen;
ich war nackt
und ihr habt mir keine Kleidung gegeben;
ich war krank und im Gefängnis
und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden auch sie antworten:
Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig
oder fremd oder nackt
oder krank oder im Gefängnis gesehen
und haben dir nicht geholfen?
Darauf wird er ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt,
das habt ihr auch mir nicht getan.
Und diese werden weggehen
zur ewigen Strafe,
die Gerechten aber
zum ewigen Leben.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Das Christkönigfest ist ein "Ideenfest". Es zelebriert einen Gedanken des Glaubens, der aus dem Selbstverständnis der Christen herausgewachsen ist. Es hat trotzdem eine dichte biblische Basis. Christus ist König nicht wie irdische Könige, sondern ein ganz anderer König, wie ihn das Volk Gottes erwartet hat. Ein König, der gutes Leben für alle Menschen will. Wir können dieses Königsreich mitgestalten, indem wir Nächstenliebe und Solidarität leben.
Wir sind nicht verwöhnt mit Vorbildern von Königen oder von Staatsoberhäuptern. Nicht, dass es sie nicht gäbe - glücklicherweise schon noch. Quer durch die Geschichte lassen sich immer wieder zahlreiche Staatsoberhäupter oder andere politisch Verantwortliche ausmachen, die wirklich als Vorbilder dienen können. Aber gerade die allerjüngste Zeit, etwa auch mit einem Blick auf die US-Wahlen, hat uns vor Augen geführt, wie das aussehen kann, wenn sich Macht mit Arroganz, unermesslicher Rücksichtslosigkeit und grenzenlosem Egoismus paart. Wie soll man angesichts solcher Situationen vor allem Heranwachsenden Vertrauen in politische Verantwortliche vermitteln, wenn diese es mit aller Kraft darauf anlegen, dass man ihnen nicht vertrauen kann. Natürlich mag ein bisschen Glanz und Glamour um eine Person was ganz Faszinierendes sein, rückt aber die Person ausschließlich an die Stelle der Sachthemen, dann war es das.
Nix mit Thron - Krippe und Kreuz!
Die Kirche feiert heute das Fest Christus König. Wenn wir uns diesem Fest mit unseren weltlichen Vorstellungen und Maßstäben von einem Königtum, von einer Herrschaft annähern, muss unser Verstehen und Meditieren scheitern. Das Christkönigsfest ist vielmehr das genaue Gegenteil von dem, was wir uns unter Herrschaft üblicherweise vorstellen. Und das macht es ziemlich provokant. Das Christkönigsfest ist herausfordernd, weil es uns etwa fragen lässt, welche weltlichen Ausdrucksformen wir unserer Christusbeziehung geben. Schaffen wir es, unseren Glauben so zu leben, dass das Herrschaftliche der Allmacht Gottes wohl zum Schwingen kommt, aber trotzdem in unserem Glaubensleben die Atmosphäre einer Krippe und eines Kreuzes gewahrt bleibt? Schauen wir uns auch in der Kirche um, entdecken wir nur zu oft, wie das in manchem Pomp und mancher kirchlicher Selbstdarstellung so richtig schief geht.
Aber gucken wir näher hin. Das Christkönigsfest ist ein Ideenfest. Es zelebriert einen Gedanken, eine Wahrheit unseres Glaubens, kein Heilsereignis wie etwa Weihnachten oder Ostern. Es wurde von Papst Pius XI. im Jahr 1925 zum 1600. Gedenktag einer ökumenischen Versammlung der Kirche, des Konzils von Nizäa, eingerichtet - so der äußere Anlass. Zugleich bot dieses Fest aber wenige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg auch die Möglichkeit, die Bedeutung des Untergangs verschiedener europäischer Monarchien und die Bedeutung der weiter bestehenden Herrschaftshäuser vor einem christlichen Hintergrund zu reflektieren. Neben einem frommen Hintergrund lässt sich also auch ein ganz realpolitischer Charakter dieses Festes ausmachen.
Zu diesem Fest hörten wir die matthäische Erzählung vom Weltgericht. Maßstab dieses Gerichts ist das Handeln für das Wohl des Nächsten. Die Idee von der Solidarität mit dem Menschen in Not zieht sich ja durch die ganze biblische Tradition. Wer in Not ist, kann einem Frommen nicht egal sein, denn “wer den Armen verspottet, schmäht dessen Schöpfer“ (Spr 17,5a). Die neutestamentliche Botschaft geht nun aber gegenüber dem Alten Testament noch einen entscheidenden Schritt weiter. Sie ruft nicht nur auf zu Solidarität mit dem armen Menschen um dessentwillen, es geht nicht nur einfach um den Nächsten wegen dessen Person - die neutestamentliche Botschaft ruft auf zu Solidarität mit dem Armen um Christi willen. Weil der Gottesssohn Solidarität mit uns Menschen über jegliche Grenzen hinaus gelebt hat und sogar sein Leben gegeben hat, sollen wir auch Anteil haben an dieser Art von Solidarität, die eben wesentlich mehr ist, als einfach nur gut und nett zu sein.
Paulus schreibt an seine Gemeinde in Korinth, so hörten wir: "Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden." Und lässt uns damit wissen: Wir alle, die wir auf Christi Tod getauft sind, leben auch mit ihm. So geht göttliche Solidarität. Die Konsequenz ist aber, dass wir in unserem Leben, in unserem Wirken von dieser Solidarität ein Zeugnis geben sollen. Wir sollen Solidarität - Nächstenliebe - um Christi willen praktizieren. Und so eine Nächstenliebe um Christi willen fragt zuerst nach dem Anderen und erst dann nach der eigenen Person. Wenn das nicht wahrhaftig eine Herausforderung ist.
Der Christkönigssonntag ruft uns nicht nur zur Nächstenliebe, die den Anderen allem voran stellt, er ruft uns auch zu einer Machtausübung, die immer zuerst den Anderen und seine Bedürfnisse im Blick hat. Eine Steigerung aller Herausforderungen. Und dabei ist wichtig: Macht meint nicht nur politische oder wirtschaftliche Macht. Macht haben wir immer dann, wenn wir für Andere eine Verantwortung übernommen haben - sei es in der Familie, am Arbeitsplatz, ja sogar in Freundeskreisen. Stets, so die Botschaft des Christkönigssonntags, sollen wir uns so verhalten, dass der, der arm, klein, erniedrigt, schutz- und machtlos ist, ermächtig wird, ganz und gar zu seiner Geschöpflichkeit zu finden kann, Sohn oder Tochter Gottes sein kann. - Denn alles, was wir zum Aufbau eines Anderen tun, das, so das heutige Evangelium, tun wir zum Gedeihen von Gottes endloser Liebe unter uns Menschen.
Wir sehen: Der Christkönigssonntag ist nicht einfach nur so der letzte Sonntag im Kirchenjahr, nach dem dann der Advent beginnt. Der Christkönigssonntag und seine Botschaft haben es in sich. Und diese Botschaft des heutigen Sonntags wird umso brisanter, je mehr wir als Christinnen und Christen feststellen müssen, wie eben in Macht- und Herrschaftssituationen nicht der Andere, sein Wohl und Heilwerden im Vordergrund stehen, sondern Kalkül und Eigeninteressen. Selbst in der Kirche. Selbst wenn dieser Christkönigssonntag kein Ereignis aus der Heilgeschichte feiert, sondern eine Idee, eine Glaubenswahrheit, so können wir doch feststellen, wie dringendst notwendig er ist.
Die gegenwärtigen äußeren Umstände schüren in uns den Pessimismus. Das Christkönigsfest lässt uns hoffen, weil Gott selbst unser Hirt und König sein will. Wir können in sein Reich eintreten, wenn wir konkret Nächstenliebe leben.
Was erhoffen wir uns? Was erhofften sich Menschen von Königen und Kaisern in früherer Zeit? Welche Erwartungen haben wir heute an die Mächtigen? Die Präsidentschaftswahlen in den USA haben das Nervenkostüm vieler angegriffen. Immer wieder kommt es zu Machtwechseln. Durch die Globalisierung nehmen auch immer mehr Menschen Anteil an solchen Ereignissen, da sie auch Auswirkungen auf die ganze Welt haben.
Was erhoffen wir uns heute? Am Beginn des zweiten Lockdowns in diesem Jahr ist es wichtig, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Viele Menschen haben sich vom ersten Lockdown im Frühjahr noch nicht erholt – finanziell, psychisch und sozial. Seit den ersten Novemberwochen, die durch den tragischen Terroranschlag in Wien zusätzlich überschattet wurden, macht sich bei nicht wenigen eine gewisse Resignation breit. „Das bringt ja alles nix.“ „Wo soll das noch enden?“ Solche Aussagen höre ich immer wieder. Aktuell hoffen wir, dass zumindest der Lockdown insoferne etwas bringt, als dass die Zahlen der Infizierten zurückgehen. Wo das alles enden wird, kann niemand sagen.
Nun dürfen wir seit einer Woche wieder keine gemeinsamen Gottesdienste feiern. Ist das nicht zum Verzweifeln? Solch pessimistische Strömungen sind nachvollziehbar – und trotzdem dürfen wir hoffen. Der offizielle Titel des heutigen Sonntags lautet „Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs des Weltalls”. Damit kommt zu Ausdruck, wer Jesus Christus für uns Christ/innen ist und wer er für alle Menschen, für den ganzen Kosmos sein will.
Wir stehen am Ende des Kirchenjahres und wissen heute nur, dass der Advent 2020 ganz anders sein wird. Im Advent versuchen wir uns Jahr für Jahr auf das Kommen dieses Königs vorzubereiten, der als armes Kind im Stall geboren wird. Mir ist der Gedanke gekommen, dass der heurige Advent aus spiritueller Sicht ein Geschenk sein kann. Ich kann mir Zeit nehmen, mich mit diesem König auseinanderzusetzen. Und schnell wird klar: das ist kein Mächtiger, der einfach dreinfährt und alles tanzt nach seiner Pfeife. Er ist ein ganz anderer König, einer, dessen Reich nicht von dieser Welt ist, einer, der ganz klein anfängt.
In der Lesung aus dem Ezechielbuch wird Gott als der gute Hirte beschrieben, der sich selber um seine Schafe kümmert. Dieser Hirte tut genau das, wonach wir uns heute besonders sehnen:
„Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen,
die vertriebenen zurückbringen,
die verletzten verbinden,
die schwachen kräftigen,
die fetten und starken behüten.
Ich will ihr Hirt sein
und für sie sorgen, wie es recht ist.“
Jede/r von uns kennt jemanden, der verloren gegangen ist, aufgrund der Pandemie oder anderer Lebenskrisen. Täglich sehen wir in den Nachrichten Fotos von den Vertriebenen – auch im Flüchtlingslager auf Lesbos ist es jetzt kalt. Viele Menschen sind verletzt, leiden unter der gegenwärtigen Situation. Manche haben das Gefühl, dass sie keine Kraft mehr haben, dass sie nicht mehr weiterkönnen. Gott sorgt für sie, wie es recht ist. Dazu bedient er sich uns Menschen.
In der Offenbarungsrede im Matthäus-Evangelium haben wir es heute klar und deutlich gehört, wir wissen, was zu tun ist, wenn auch wir einst in das Reich Gottes kommen wollen. Ich muss nicht die Welt retten, aber doch meinen persönlichen Beitrag leisten. Tätige Nächstenliebe ist für mich keine Option, sondern eine Bedingung. Gerade jetzt im Lockdown ist auch nicht so vieles physisch möglich. Lassen wir uns vom Geist Gottes ermutigen, werden wir kreativ: denken wir an Menschen, die wir schon längere Zeit nicht gesehen haben, melden wir uns bei ihnen, rufen wir an oder nehmen Kontakt über die sozialen Medien auf. Werden wir selbst zu Hoffnungsträger/innen für jene, die traurig und verzweifelt sind. Je mehr von uns das schaffen, desto heller wird es in unserer Welt!
Jesus ist ein König, der andere Maßstäbe setzt, als wir von Herrschern gewohnt sind. Ihm geht es um ein gutes Leben für alle, in dem die Grundbedürfnisse aller gestillt werden. Wir sind berufen, die Welt nach diesen anderen Maßstäben umzugestalten.
Da kommt einer und stellt alles auf den Kopf. Jesus ist ein König, der andere Maßstäbe als die gewohnten anlegt. Seine Herrlichkeit findet Ausdruck im Blick auf das Alltägliche, er nimmt die in den Blick, deren Leben permanent bedroht ist. Jesus, der Menschensohn ist ganz Mensch und stellt die Frage nach dem Leben, nach einem Leben für alle. Biblisch gesehen geht es um den bevorzugten Blick auf die Benachteiligten, die Armen. Mit ihnen identifiziert sich Jesus. Schaffen wir es als Gemeinde, als Christinnen und Christen, die Grundbedürfnisse für diese Menschen zu stillen? Das ist auch heute die entscheidende Frage, an der wir gemessen werden.
Da tauchen Bilder aus Moria auf, Menschen und Kinder in ihren Zelten ohne Boden, hungernd und frierend, die Zelte immer wieder unter Wasser, Obdachlose auf unseren Straßen und Plätzen, die uns ihre Hände entgegenstrecken und um eine Spende bitten, hungrig, Tausende, die täglich weltweit verhungern, weil wir es nicht schaffen, zu teilen, Menschen, die ihre Arbeit verlieren, die in Kurzarbeit große Gehaltsverluste hinnehmen müssen und nicht mehr über die Runden kommen, Arbeitslose, die mit sehr wenig auskommen müssen, Bezieher und Bezieherinnen von Mindestsicherung, wo das Geld bei steigenden Mieten und Lebenserhaltungskosten hinten und vorne nicht reicht.
Die Antworten der Bibel überraschen. Was wären eigentlich unsere Antworten darauf?
Kämen uns auch die Hungrigen, Durstigen, Obdachlosen, Ausgegrenzten in den Sinn?
Der König, der uns im Evangelium begegnet, ist anders. Er ist einer, der mit herkömmlichen Königstraditionen bricht, ein König, der eine frohe Botschaft für die Benachteiligten bringt. Er stellt nicht die Frage: Was hast du Großes geleistet, wieviel hast du gearbeitet? Hast du gut verdient? Wieviel liegt auf deinem Konto? Wie viele Immobilien hast du? Fährst du ein großes Auto? Hast du in deinem Leben Berühmtheit erlangt, warst du eine wichtige Person des öffentlichen Lebens? Nein, das alles ist Nebensache. Der biblische König ist im Kontrast zu den Königen seiner Zeit, die auf Kosten der Menschen Hofstaat gehalten haben, Kriege geführt und Leben vernichtet haben.
Diesen Königen des Todes setzt Jesus einen König des Lebens, Jahwe, gegenüber. Und er bringt prägnant auf den Punkt, worum es im Zusammenleben geht. In Gemeinschaft aufeinander schauen, dass alle leben können. „Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben, ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben,“ ihr habt mich aufgenommen, getröstet, bekleidet und mich besucht, mich in der Arbeitslosigkeit aufgefangen.
Auf den Punkt gebracht geht es um die Sicherung der Grundbedürfnisse. In unserem Umfeld und auch weltweit. Das gilt es immer wieder in den Blick zu nehmen, uns berühren lassen und Hand anlegen, damit die Verhältnisse gerecht werden können. Dafür Sorge zu tragen obliegt aber nicht unserer Beliebigkeit. Von der Tora her gibt es die Verpflichtung dazu, die Mitmenschen und deren Sorgen und Nöte im Blick zu haben. Das macht uns Matthäus bewusst. Der und die Geringste wird als Maßstab für eine solidarische und gerechte Welt genommen. Zuwendung zum anderen wird zum Maßstab des Menschseins. An unseren Früchten werden wir erkannt. Die Frage: Wem werde ich zum Nächsten, entscheidet über unser Christ- und Christinsein. Ganz konkret: Wem hast du geholfen, damit ihr Leben besser sein wird?
Für viele im heutigen Evangelium scheint die Grundhaltung der Nächstenliebe ganz selbstverständlich, sie ist in Fleisch und Blut übergegangen. Das zeigt auch ihre Antwort: „Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen, wann durstig?“ Wir wüssten nicht wann und wo. Aneinander zu handeln wird nicht zur großen, außergewöhnlichen Sache erhoben sondern Tora, Nächstenliebe wird getan, ganz konkret und alltäglich. Das braucht keine Veröffentlichung in sozialen Medien oder der Kirchenzeitung. Nein, Nächstenliebe, aneinander tätig werden, ist Alltagsgeschäft, muss einfach getan werden, weil wir als Menschen miteinander verbunden sind, verantwortlich füreinander, einander Nächste.
Unser Tun wird zur entscheidenden Sache, für uns und für die Anderen. Wer, wenn nicht wir, könnte man sagen, sind verantwortlich, dass das Reich Gottes anbrechen kann. Wer, wenn nicht wir, haben es in der Hand, Hand anzulegen, mit unseren Händen zu teilen, damit alle genug bekommen können, damit gutes Leben, Leben in Fülle für alle möglich werden kann. Wir müssen an der Seite derer stehen, die unter die Räder kommen, auch dort da sein, wo Menschen ihre Arbeit zu verlieren drohen.
Mitfühlen und Mitgehen zum Beispiel mit den ArbeitnehmerInnen von MAN, wo der Standort Steyr aus Gier der Eigentümer in ein Billiglohnland verlagert werden soll. Auch da sein, wo Menschen, die in Kurzarbeit sind, ihre Lebenshaltungskosten wegen der Lohneinbußen nicht mehr tragen können, vielleicht ganz praktisch auch mit finanzieller Unterstützung. Umverteilung konkret. Da sein bei ArbeitnehmerInnen, deren Arbeitsplätze in der Coronakrise weggestrichen wurden, gerade auch bei den hunderten entlassenen LeiharbeiterInnen, die in der Arbeitswelt so schon weniger im Blick sind, und auch bei den vielen, die im Handel ihre Arbeit verloren haben und die medial nicht vorkommen. Da sein mit den Arbeitslosen, bei denen, wo das Leben eng geworden ist.
Jesus will unsere Blicke bewusst auf die Benachteiligten lenken. Die wesentliche Aufgabe eines Königs im alten Israel war, Tora zu tun, also zu schauen, dass die Weisungen des Ewigen getan werden, Gerechtigkeit und Frieden stiften und Lebensmöglichkeiten für alle sichern. Dazu braucht es auch eine dementsprechende Struktur des Zusammenlebens. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt“, das zählt wirklich. Unser Leben soll ein Segen sein, gerade auch für die Geringsten.
Matthäus richtet uns mit seinem Text auf Verhältnisse aus, die wir sonst leicht übersehen, in unserem alltäglichen Leben ausblenden. Das normal Unsichtbare, Unscheinbare wird in den Blick gerückt. Die Bibel schreibt uns quasi eine To-do-list für unseren christlichen Alltag. Keine Frage: Wie oft hast du den Gottesdienst besucht, deine Sonntagspflicht erfüllt? Gottesdienst ist hier der Dienst am Nächsten. Unser Tun ist das Entscheidende, und auch unser Nicht-Tun. Jede und jeder wird gebraucht, damit wir in Verbundenheit miteinander leben können. In der Zuwendung zum Nächsten, zur Nächsten entscheidet sich unsere Menschlichkeit und zeigt sich letztlich das Gesicht unserer Gesellschaft.
Oben und unten werden biblisch immer wieder bewusst verkehrt und somit neu beschrieben. Das soll uns zum Nachdenken anregen, wie wir uns als Menschen zueinander in Beziehung setzen sollen. Als Menschen sind wir geschaffen, gegenseitig aufeinander angewiesen. Wir sind Hüter und Hüterinnen unserer Brüder und Schwester. So weit, so klar der Auftrag. Wir haben alle füreinander Sorge zu tragen. So bleibt die Frage, wie wir uns als Menschen zueinander verhalten sollen, immer eine wesentliche. Matthäus gibt uns dabei die bevorzugte Blickrichtung vor.
Es liegt an uns. Wo die Worte Jesu eingelöst werden, bricht messianische Zeit an, ist das Reich Gottes mitten unter uns und könnten die Worte der Apostelgeschichte Wirklichkeit werden, wo alle alles gemeinsam hatten: „Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt.“ (Apg 4,34)
© Mag. Fritz Käferböck-Stelzer, Leiter des Treffpunkts mensch&arbeit Nettingsdorf, Diözese Linz.
Der letzte Sonntag im Kirchenjahr erscheint zunächst belanglos. Wir feiern ihn als Fest von Christus als König. Auf dieses Ziel hin läuft nicht nur das Kirchenjahr sondern die ganze Heilsgeschichte hin. In seinem endgültigen Gericht wird die Welt zurechtgerückt.
Die Gerichtsrede des Matthäus knüpft an die Hirtenrede des Propheten Ezechiel an. Der Menschensohn wird sich beim Endgericht auf die Seite der Armen und Schwachen stellen, wie der Hirte die (schwachen) Schafe von den (starken) Böcken scheidet, die die schwachen Tiere zur Seite drängen und deren Weide zertrampeln.
Der Gerichtsrede bei Matthäus geht das Gleichnis vom anvertrauten Geld voraus. Dort wird der, der sich den Druck Geld zu vermehren entzieht ins Gefängnis geworfen. Jesus preist im Gerichtsgleichnis jene selig, die Gefangene besuchen. Er stellt sich auf die Seite der Schwachen. Die Opfer von Gewalt und Ausbeutung im Blick zu haben, ist für den Weltenrichter der entscheidende Punkt.
Vorzubereiten: Krone, Königsmantel, Hirtenstab, Stoff-Schaf, Banner; Minikerze.</br> Ein Ministrant steht in zivil vor dem Altar und wird zum Hirten/König verwandelt. Dazu werden ihm nach und nach Insignien verliehen, die mit kurzen Texten erklärt werden: jede Insignie steht für eine im Evangelium erwähnte gute Tat. Die Insignien sind: Umhang, Hirtenstab, Schaf, Banner und Krone.
Wir feiern Christkönig. Sein Königtum ist wunderbar alternativ. Keine Skandale, keine Verleumdungen, keine Hetzereien - nur Gnade und Barmherzigkeit, Sorge um die Schwachen des Reiches. Können wir das fassen?
Herr Jesus Christus
Güte und Barmherzigkeit statt Unterdrückung und Ausbeutung.
Herr erbarme dich.
Umsicht und Vorsicht statt Wettkampf und Eifersucht.
Christus erbarme dich.
Heil und ewiges Leben statt Kurzlebigkeit und Banalität.
Herr erbarme dich.
Der gute Gott erbarme sich unser
er nehme von uns Schuld und Sünde
er mache uns umsichtig und aufmerksam
und lasse sein Reich unter uns wachsen.
Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast deinem geliebten Sohn
alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden
und ihn zum Haupt der neuen Schöpfung gemacht.
Befreie alle Geschöpfe von der Macht des Bösen
damit sie allein dir dienen
und dich in Ewigkeit rühmen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.
MB Christkönigsonntag
Allmächtiger und barmherziger Gott
dein Sohn hat uns gezeigt wie Herrschaft unter Menschen geht,
die einen Vorgeschmack vom Reich Gottes verbreitet.
Lass uns nie müde werden,
uns nach den Schwachen und Armen umzuschauen
und sie zum Maßstab unseres Handeln zu machen.
So bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.- Amen.
Der Anspruch des Königtums Christi stellt uns vor Herausforderungen, denen wir oft nicht gewachsen sind.
Daher bitten wir dich, guter Gott:
Für alle, die Verantwortung für andere tragen:
dass sie deren Möglichkeiten und Grenzen sehen, fordern können und fördern wollen.
Für jene, die sich an Macht berauschen:
dass sie erkennen, wie sie ohne die Sorge für Mensch und Umwelt nichts nützen und großen Schaden anrichten.
Für jene, die die Kirche als Anbruch des Reiches Gottes hier auf Erden gestalten:
dass sie Christus auf dem Thron des Kreuzes als Vorbild nie aus den Augen verlieren.
Für jene, die zaudern und zögerlich durchs Leben gehen:
dass sie lernen, nach dem Beispiel des Gottessohnes richtig zu entscheiden und zu handeln, wenn es darauf ankommt.
Für all jene, die den Raum irdischer Herrschaft verlassen und nach diesem Leben einen Ort in der Ewigkeit gefunden haben:
dass sie ihren Platz bei dir finden.
Gütiger Gott, dein Sohn ließ uns wissen, wie Reich Gottes geht.
Hilf uns, dass wir fähig werden, schon hier auf Erden Spuren dieses Reiches zu legen.
So bitten wir durch ihn, Christus unseren Bruder und Herrn. – Amen.
Herr unser Gott,
wir bringen das Opfer deines Sohnes dar,
das die Menschheit mit dir versöhnt.
Er, der für uns gestorben ist,
schenke allen Völkern Einheit und Frieden,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
MB Christkönigsonntag
Gütiger Gott
wir haben den Altar bereitet mit den Gaben,
die du uns selbst geschenkt hast.
Erfülle uns nun mit deiner Gegenwart
und lass uns jene nicht vergessen,
denen es am Notwendigsten mangelt.
Das erbitten wir durch Christus unseren Herrn. – Amen.
Kehrvers:
Jubelt ihr Lande dem Herrn;
alle Enden der Erde schauen Gottes Heil.
(GL 55,1)
Guter Gott,
wir kommen vor dein Angesicht, um dir zu danken
und dir unseren Lobpreis zu singen.
Du bist der Hirte der Völker,
der sich um seine Schafe kümmert
und sie von allen Orten zurückholt, wohin sie sich zerstreut haben.
Kehrvers
Du hast uns deinen Sohn zum Bruder gemacht.
Er hat die große Trennung von dir aufgehoben,
die durch Adams Schuld in die Welt gekommen ist.
Kehrvers
Er hat sich den Armen und Schwachen zugewandt
und ihnen gegeben, was sie zum Leben brauchen.
Seine Jünger und Freunde hat er gelehrt,
ihn in den gering Geachteten gegenwärtig zu sehen
und ihnen Gutes zu tun.
Kehrvers
Er hat den Tod überwunden
und ist als Erster der Entschlafenen von den Toten erweckt worden.
Du hast ihn als König eingesetzt,
der die Schöpfung zur Vollendung führen wird.
Kehrvers
Darum loben und preisen wir dich
und singen wir mit dem ganzen Universum dein Lob.
Danklied, z.B.:
Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren (GL 392)
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
immer und überall zu danken.
Du hast deinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn Jesus Christus,
mit dem Öl der Freude gesalbt
zum ewigen Priester und zum König
der ganzen Schöpfung.
Als makelloses Lamm und
friedenstiftendes Opfer hat er sich
dargebracht auf dem Altar des Kreuzes,
um das Werk der Erlösung zu vollziehen.
Wenn einst die ganze Schöpfung
seiner Herrschaft unterworfen ist,
wird er dir, seinem Vater, das ewige,
alles umfassende Reich übergeben:
das Reich der Wahrheit und des Lebens,
das Reich der Heiligkeit und der Gnade,
das Reich der Gerechtigkeit,
der Liebe und des Friedens.
Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen und
singen das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Christkönig
Jesus stellte sich immer wieder unter das Wort des Vaters.
Er erlebte aber auch:
Mein Vater schenkt mir, was ich dafür gebrauche.
So dürfen wir nun hoffen und um das bitten, was wir brauchen:
Das Reich Christi wird ein Reich des Friedens sein.
Dann ist vollendet, was wir jetzt manchmal ahnen können.
Um uns darin zu stärken, bitten wir:
Herr, Jesus Christus, schaue nicht auf unsere Sünden. . .
Christus spricht:
Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid,
empfangt das Reich als Erbe,
das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist!
(Mt 25,34)
Oder:
Dem König der Ewigkeit, dem unvergänglichen, unsichtbaren, einzigen Gott,
sei Ehre und Herrlichkeit in alle Ewigkeit!
(1 Tim 1,17)
Oder:
Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn.
Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe!
(Lk 19,38)
Wie die Sonnenstrahlen
so erwärmt sein Glanz
unsere erkalteten Herzen
Wie die Sonnenstrahlen
so erleuchtet sein Licht
unser zweifelndes Denken
Wie die Sonnenstrahlen
so belebt seine Kraft
unser verängstigtes Bemühen
Wie die Sonnenstahlen
so durchdringt seine Wärme
unsere dunklen Stunden
Der Sieger
über alle Tiefen
alle Ängste
alles Unverständnis
alle Dunkelheit
ist ER
Christus der König
Allmächtiger Gott,
du hast uns berufen,
Christus, dem König der ganzen Schöpfung, zu dienen.
Stärke uns durch diese Speise,
die uns Unsterblichkeit verheißt,
damit wir Anteil erhalten
an seiner Herrschaft und am ewigen Leben.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB Christkönigsonntag
Gott, unser Vater
wir haben das Wort vom Heil gehört
und das Brot des Lebens geteilt.
Lass uns so gestärkt nun hinausgehen
und in der Welt Zeugnis geben
von der Herrschaft deiner Barmherzigkeit unter den Menschen.
So bitten wir durch Christus unseren Herrn.
Wir danken dir, Christus König,
dass du das letzte Wort hast,
das entscheidende Urteil verkündest
und uns alle richtest.
Vor deinem Gericht fürchten wir uns.
Unsere Verteidigungsversuche, Ausflüchte und Schutzbehauptungen
lässt du nicht gelten.
Schenke uns liebevolle Blicke
für deine kleinsten und geringsten Brüder und Schwestern
und lass sie bei uns Heimat und Freundschaft finden.
Wir gehen in eine neue Woche
(und freuen uns auf den 1. Advent).
Um dein Kommen bitten wir dich.
In Christus, unserem Herrn.
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch immer der, der dir gerade gegenübersteht,
und das notwendigste Werk ist immer die Liebe.
Meister Eckhart
Die ersten Christen hatten es nicht leicht: Verfolgungen machten ihnen das Leben schwer. Gleichzeitig sollte die Einheit im Glauben erhalten bleiben, und das Glaubensbekenntnis musste wiederum durchdacht sein, um sich Fragen der heidnischen Umgebung zu stellen.
Intensiv rang man nach den Zeiten der Christenverfolgung um theologische Fragen: Was war denn nun der Mann aus Nazareth? War er Mensch? War er Gott? War er ein Zwischenwesen? Synoden und Konzilien beschäftigten sich damit.
Mit Vertretern der unterlegenen Ansicht wurde nicht zimperlich umgegangen - Exkommunikationen und Verbannungen waren die Strafen. An einen der heftigsten Streitigkeiten der jungen Kirche erinnert das Christkönigsfest, das die katholische Kirche am letzten Sonntag des Kirchenjahres feiert.
Das Konzil von Nizäa hatte im Jahr 325 die Gottheit Christi gegenüber der Lehre des Arius definiert. Dieser hatte um 320 die Ansicht verbreitet, Jesus Christus sei seinem göttlichen Vater nur untergeordnet und keineswegs wahrer Gott. Vielmehr sei er Gottes erstes und vollkommenstes Geschöpf, durch dessen Vermittlung die Welt vom Vater geschaffen wurde.
Arius sah den Sohn auf der Seite der anderen Kreaturen. Dies entsprach dem damaligen griechisch geprägten Denken, das sich einen stufenweisen Ab- und Aufstieg der Wesen von Gott her bzw. zu Gott hin vorstellen konnte, wie es etwa die griechischen Sagen beschreiben. Dies aber widersprach dem Glauben der Kirche.
Schärfster Gegner des "Irrlehrers" Arius war der heilige Athanasius, der spätere Bischof von Alexandrien. Er argumentierte so: Wenn Jesus nur ein zwar edles und hoch erhabenes Geschöpf war, dann habe er die Menschen nicht von der Macht der Sünde und des Todes befreien können. Dazu habe es Gottes selbst bedurft.
Das Konzil von Nizäa bekannte daher den Glauben an die Gottheit Jesu. Dieses Bekenntnis findet sich im so genannten Großen Glaubensbekenntnis, das alle Kirchen des Ostens und Westens miteinander verbindet und von Zeit zu Zeit in den Gottesdiensten gesprochen wird.
Darin heißt es: "Wir glauben an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater."
Diese theologische Ansicht will verdeutlichen, dass sich in Jesus von Nazareth Gott geoffenbart hat; oder anders gesagt: In Jesus erkennen die Menschen, wie Gott ist. Negativ machte sich dieser theologische Streit im Lauf der Geschichte dadurch bemerkbar, dass die Gottheit Jesu überbetont und die Menschheit Jesu stark zurückgedrängt wurde.
Der Arianismus hielt sich noch über mehrere Jahrhunderte bei verschiedenen Germanenstämmen - so ist etwa die bekannte Wulfila-Bibel der Westgoten vom arianischen Bischof Wulfila übersetzt worden. Erst durch Kaiser Karl dem Großen gab es die klare Wendung zum Katholizismus.
Mit dem Christkönigsfest endet das katholische Kirchenjahr. Es lenkt den Blick auf Jesus Christus, von dem die Christen glauben, dass er am Ende der Zeit als König wiederkommen wird und zu dem sich die Kirche unterwegs sieht.
Seit 1969 wird dieses Fest am Sonntag vor dem 1. Advent begangen; zuvor wurde es am letzten Oktobersonntag gefeiert. Papst Pius XI. führte das Christkönigsfest im Jahr 1925 ein in Erinnerung an das Konzil von Nizäa, das 1.600 Jahre zuvor (325) tagte.
Norbert Göckener, November 2002.
Lesung aus dem Buch Ezechiel.
So spricht Gott, der Herr:
Siehe, ich selbst bin es,
ich will nach meinen Schafen fragen
und mich um sie kümmern.
Wie ein Hirt sich um seine Herde kümmert
an dem Tag,
an dem er inmitten seiner Schafe ist, die sich verirrt haben,
so werde ich mich um meine Schafe kümmern
und ich werde sie retten aus all den Orten,
wohin sie sich am Tag des Gewölks
und des Wolkendunkels zerstreut haben.
Ich, ich selber werde meine Schafe weiden
und ich, ich selber werde sie ruhen lassen –
Spruch Gottes, des Herrn.
Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen,
die vertriebenen zurückbringen,
die verletzten verbinden,
die schwachen kräftigen,
die fetten und starken behüten.
Ich will ihr Hirt sein
und für sie sorgen, wie es recht ist.
Ihr aber, meine Herde – so spricht Gott, der Herr —,
siehe, ich sorge für Recht zwischen Schaf und Schaf.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Buch Ezechiel.
So spricht Gott, der Herr:
Siehe, ich selbst bin es,
ich will nach meinen Schafen fragen
und mich um sie kümmern.
Wie ein Hirt sich um seine Herde kümmert
an dem Tag,
an dem er inmitten seiner Schafe ist, die sich verirrt haben,
so werde ich mich um meine Schafe kümmern
und ich werde sie retten aus all den Orten,
wohin sie sich am Tag des Gewölks
und des Wolkendunkels zerstreut haben.
Ich werde sie aus den Völkern herausführen,
ich werde sie aus den Ländern sammeln
und ich werde sie in ihr Land bringen.
Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide,
in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes.
Auf guter Weide werde ich sie weiden
und auf den hohen Bergen Israels
wird ihr Weideplatz sein.
Dort werden sie auf gutem Weideplatz lagern,
auf den Bergen Israels
werden sie auf fetter Weide weiden.
Ich, ich selber werde meine Schafe weiden
und ich, ich selber werde sie ruhen lassen –
Spruch Gottes, des Herrn.
Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen,
die vertriebenen zurückbringen,
die verletzten verbinden,
die schwachen kräftigen,
die fetten und starken behüten.
Ich will ihr Hirt sein
und für sie sorgen, wie es recht ist.
Ihr aber, meine Herde – so spricht Gott, der Herr —,
siehe, ich sorge für Recht zwischen Schaf und Schaf.
Ihr Widder und ihr Böcke,
ist es euch zu wenig,
dass ihr auf der besten Weide weidet
und euer übriges Weideland
mit euren Füßen zertrampelt?
Dass ihr das klare Wasser trinkt
und den Rest des Wassers
mit euren Füßen verschmutzt?
Meine Schafe müssen abweiden,
was eure Füße zertrampelt haben,
und trinken, was eure Füße verschmutzt haben.
Darum - so spricht GOTT, der Herr, zu ihnen:
Siehe, ich selbst bin es,
ich sorge für Recht zwischen fettem Schaf
und magerem Schaf.
Weil ihr all die Schwachen
mit Seite und Schulter zur Seite drängt
und mit euren Hörnern wegstoßt,
bis ihr sie nach draußen zerstreut habt,
werde ich meinen Schafen zu Hilfe kommen.
Sie sollen nicht länger zum Raub werden
und ich werde für Recht sorgen
zwischen Schaf und Schaf.
Kv: Der Herr ist mein Hirt,
nichts wird mir fehlen. – Kv
(GL 37,1)
Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. /
Er lässt mich lagern auf grünen Auen *
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Meine Lebenskraft bringt er zurück. *
Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen. – (Kv)
Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, *
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir, *
dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. – (Kv)
Du deckst mir den Tisch *
vor den Augen meiner Feinde.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, *
übervoll ist mein Becher. – (Kv)
Ja, Güte und Huld *
werden mir folgen mein Leben lang
und heimkehren werde ich ins Haus des Herrn *
für lange Zeiten. – Kv
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korinth.
Schwestern und Brüder!
Christus ist von den Toten auferweckt worden
als der Erste der Entschlafenen.
Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist,
kommt durch einen Menschen
auch die Auferstehung der Toten.
Denn wie in Adam alle sterben,
so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.
Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge:
Erster ist Christus;
dann folgen, wenn Christus kommt,
alle, die zu ihm gehören.
Danach kommt das Ende,
wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft entmachtet hat
und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.
Denn er muss herrschen,
bis Gott ihm alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.
Der letzte Feind, der entmachtet wird,
ist der Tod.
Wenn ihm dann alles unterworfen ist,
wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen,
der ihm alles unterworfen hat,
damit Gott alles in allem sei.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korinth.
Schwestern und Brüder!
Christus ist von den Toten auferweckt worden
als der Erste der Entschlafenen.
Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist,
kommt durch einen Menschen
auch die Auferstehung der Toten.
Denn wie in Adam alle sterben,
so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.
Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge:
Erster ist Christus;
dann folgen, wenn Christus kommt,
alle, die zu ihm gehören.
Danach kommt das Ende,
wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft entmachtet hat
und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.
Denn er muss herrschen,
bis Gott ihm alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.
Der letzte Feind, der entmachtet wird,
ist der Tod.
Denn: Alles hat er seinen Füßen unterworfen.
Wenn es aber heißt, alles sei unterworfen,
ist offenbar der ausgenommen,
der ihm alles unterwirft.
Wenn ihm dann alles unterworfen ist,
wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen,
der ihm alles unterworfen hat,
damit Gott alles in allem sei.
Halleluja. Halleluja.
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn!
Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David,
das nun kommt.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt
und alle Engel mit ihm,
dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden
und er wird sie voneinander scheiden,
wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen,
die Böcke aber zur Linken.
Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen:
Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid,
empfangt das Reich als Erbe,
das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist!
Denn ich war hungrig
und ihr habt mir zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir zu trinken gegeben;
ich war fremd
und ihr habt mich aufgenommen;
ich war nackt
und ihr habt mir Kleidung gegeben;
ich war krank
und ihr habt mich besucht;
ich war im Gefängnis
und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen:
Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen
und dir zu essen gegeben
oder durstig
und dir zu trinken gegeben?
Und wann haben wir dich fremd gesehen
und aufgenommen
oder nackt
und dir Kleidung gegeben?
Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen
und sind zu dir gekommen?
Darauf wird der König ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,
das habt ihr mir getan.
Dann wird er zu denen auf der Linken sagen:
Geht weg von mir, ihr Verfluchten,
in das ewige Feuer,
das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
Denn ich war hungrig
und ihr habt mir nichts zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
ich war fremd
und ihr habt mich nicht aufgenommen;
ich war nackt
und ihr habt mir keine Kleidung gegeben;
ich war krank und im Gefängnis
und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden auch sie antworten:
Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig
oder fremd oder nackt
oder krank oder im Gefängnis gesehen
und haben dir nicht geholfen?
Darauf wird er ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt,
das habt ihr auch mir nicht getan.
Und diese werden weggehen
zur ewigen Strafe,
die Gerechten aber
zum ewigen Leben.
(Lektionare 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Am letzten Sonntag im Kirchenjahr feiern wir das Christkönigsfest – ein Ideenfest, das 1925 von Papst Pius XI. eingeführt wurde. Nehmen wir dieses Fest zu Anlass, über Christus als König in meinem Leben nachzudenken.
1. Gelobt seist du, Herr Jesu Christ, ein König aller Ehren; dein Reich ohn alle Grenzen ist, ohn Ende muss es währen. Christkönig, Halleluja, Halleluja.
2 Das All durchtönt ein mächtger Ruf: „Christ, A und O der Welten!“ Das Wort, das sie zu Anfang schuf, wird bis ans Ende gelten. Christkönig, Halleluja, Halleluja.
3. Auch jeder Menschenseele Los fällt, Herr, von deinen Händen, und was da birgt der Zeiten Schoß, du lenkst es aller Enden. Christkönig, Halleluja, Halleluja.
4. O sei uns nah mit deinem licht, mit deiner reichen Gnade, und wenn du kommst zu dem Gericht, Christ, in dein Reich uns lade. Christkönig, Halleluja, Halleluja.
Herr Jesus Christus
Güte und Barmherzigkeit statt Unterdrückung und Ausbeutung.
Herr erbarme dich.
Umsicht und Vorsicht statt Wettkampf und Eifersucht.
Christus erbarme dich.
Heil und ewiges Leben statt Kurzlebigkeit und Banalität.
Herr erbarme dich.
Allmächtiger und barmherziger Gott
dein Sohn hat uns gezeigt wie Herrschaft unter Menschen geht,
die einen Vorgeschmack vom Reich Gottes verbreitet.
Lass uns nie müde werden,
uns nach den Schwachen und Armen umzuschauen
und sie zum Maßstab unseres Handeln zu machen.
So bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.- Amen.
Lesung aus dem Buch Ezechiel.
So spricht Gott, der Herr:
Siehe, ich selbst bin es,
ich will nach meinen Schafen fragen
und mich um sie kümmern.
Wie ein Hirt sich um seine Herde kümmert
an dem Tag,
an dem er inmitten seiner Schafe ist, die sich verirrt haben,
so werde ich mich um meine Schafe kümmern
und ich werde sie retten aus all den Orten,
wohin sie sich am Tag des Gewölks
und des Wolkendunkels zerstreut haben.
Ich werde sie aus den Völkern herausführen,
ich werde sie aus den Ländern sammeln
und ich werde sie in ihr Land bringen.
Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide,
in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes.
Auf guter Weide werde ich sie weiden
und auf den hohen Bergen Israels
wird ihr Weideplatz sein.
Dort werden sie auf gutem Weideplatz lagern,
auf den Bergen Israels
werden sie auf fetter Weide weiden.
Ich, ich selber werde meine Schafe weiden
und ich, ich selber werde sie ruhen lassen –
Spruch Gottes, des Herrn.
Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen,
die vertriebenen zurückbringen,
die verletzten verbinden,
die schwachen kräftigen,
die fetten und starken behüten.
Ich will ihr Hirt sein
und für sie sorgen, wie es recht ist.
Ihr aber, meine Herde – so spricht Gott, der Herr —,
siehe, ich sorge für Recht zwischen Schaf und Schaf.
Ihr Widder und ihr Böcke,
ist es euch zu wenig,
dass ihr auf der besten Weide weidet
und euer übriges Weideland
mit euren Füßen zertrampelt?
Dass ihr das klare Wasser trinkt
und den Rest des Wassers
mit euren Füßen verschmutzt?
Meine Schafe müssen abweiden,
was eure Füße zertrampelt haben,
und trinken, was eure Füße verschmutzt haben.
Darum - so spricht GOTT, der Herr, zu ihnen:
Siehe, ich selbst bin es,
ich sorge für Recht zwischen fettem Schaf
und magerem Schaf.
Weil ihr all die Schwachen
mit Seite und Schulter zur Seite drängt
und mit euren Hörnern wegstoßt,
bis ihr sie nach draußen zerstreut habt,
werde ich meinen Schafen zu Hilfe kommen.
Sie sollen nicht länger zum Raub werden
und ich werde für Recht sorgen
zwischen Schaf und Schaf.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt
und alle Engel mit ihm,
dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden
und er wird sie voneinander scheiden,
wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen,
die Böcke aber zur Linken.
Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen:
Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid,
empfangt das Reich als Erbe,
das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist!
Denn ich war hungrig
und ihr habt mir zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir zu trinken gegeben;
ich war fremd
und ihr habt mich aufgenommen;
ich war nackt
und ihr habt mir Kleidung gegeben;
ich war krank
und ihr habt mich besucht;
ich war im Gefängnis
und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen:
Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen
und dir zu essen gegeben
oder durstig
und dir zu trinken gegeben?
Und wann haben wir dich fremd gesehen
und aufgenommen
oder nackt
und dir Kleidung gegeben?
Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen
und sind zu dir gekommen?
Darauf wird der König ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,
das habt ihr mir getan.
Dann wird er zu denen auf der Linken sagen:
Geht weg von mir, ihr Verfluchten,
in das ewige Feuer,
das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
Denn ich war hungrig
und ihr habt mir nichts zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
ich war fremd
und ihr habt mich nicht aufgenommen;
ich war nackt
und ihr habt mir keine Kleidung gegeben;
ich war krank und im Gefängnis
und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden auch sie antworten:
Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig
oder fremd oder nackt
oder krank oder im Gefängnis gesehen
und haben dir nicht geholfen?
Darauf wird er ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt,
das habt ihr auch mir nicht getan.
Und diese werden weggehen
zur ewigen Strafe,
die Gerechten aber
zum ewigen Leben.
Was erhoffen wir uns? Was erhofften sich Menschen von Königen und Kaisern in früherer Zeit? Welche Erwartungen haben wir heute an die Mächtigen? Die Präsidentschaftswahlen in den USA haben das Nervenkostüm vieler angegriffen. Immer wieder kommt es zu Machtwechseln. Durch die Globalisierung nehmen auch immer mehr Menschen Anteil an solchen Ereignissen, da sie auch Auswirkungen auf die ganze Welt haben.
Was erhoffen wir uns heute? Am Beginn des zweiten Lockdowns in diesem Jahr ist es wichtig, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Viele Menschen haben sich vom ersten Lockdown im Frühjahr noch nicht erholt – finanziell, psychisch und sozial. Seit den ersten Novemberwochen, die durch den tragischen Terroranschlag in Wien zusätzlich überschattet wurden, macht sich bei nicht wenigen eine gewisse Resignation breit. „Das bringt ja alles nix.“ „Wo soll das noch enden?“ Solche Aussagen höre ich immer wieder. Aktuell hoffen wir, dass zumindest der Lockdown insoferne etwas bringt als dass die Zahlen der Infizierten zurückgehen. Wo das alles enden wird, kann niemand sagen.
Nun dürfen wir seit einer Woche wieder keine gemeinsamen Gottesdienste feiern. Ist das nicht zum Verzweifeln? Solch pessimistische Strömungen sind nachvollziehbar – und trotzdem dürfen wir hoffen. Der offizielle Titel des heutigen Sonntags lautet „Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs des Weltalls”. Damit kommt zu Ausdruck, wer Jesus Christus für uns Christ/innen ist und wer er für alle Menschen, für den ganzen Kosmos sein will. Wir stehen am Ende des Kirchenjahres und wissen heute nur, dass der Advent 2020 ganz anders sein wird. Im Advent versuchen wir uns Jahr für Jahr auf das Kommen dieses Königs vorzubereiten, der als armes Kind im Stall geboren wird. Mir ist der Gedanke gekommen, dass der heurige Advent aus spiritueller Sicht ein Geschenk sein kann. Ich kann mir Zeit nehmen, mich mit diesem König auseinanderzusetzen. Und schnell wird klar: das ist kein Mächtiger, der einfach dreinfährt und alles tanzt nach seiner Pfeife. Er ist ein ganz anderer König, einer, dessen Reich nicht von dieser Welt ist, einer, der ganz klein anfängt.
In der Lesung aus dem Ezechielbuch wird Gott als der gute Hirte beschrieben, der sich selber um seine Schafe kümmert. Dieser Hirte tut genau das, wonach wir uns heute besonders sehnen:
„Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist.“ Jede/r von uns kennt jemanden, der verloren gegangen ist, aufgrund der Pandemie oder anderer Lebenskrisen. Täglich sehen wir in den Nachrichten Fotos von den vertriebenen – auch im Flüchtlingslager auf Lesbos ist es jetzt kalt. Viele Menschen sind verletzt, leider unter der gegenwärtigen Situation. Manche haben das Gefühl, dass sie keine Kraft mehr haben, dass sie nicht mehr weiterkönnen. Gott sorgt für sie, wie es recht ist. Dazu bedient er sich uns Menschen.
In der Offenbarungsrede im Matthäus-Evangelium haben wir es heute klar und deutlich gehört, wir wissen, was zu tun ist, wenn auch wir einst in das Reich Gottes kommen wollen. Ich muss nicht die Welt retten, aber doch meinen persönlichen Beitrag leisten. Tätige Nächstenliebe ist für mich keine Option, sondern eine Bedingung. Gerade jetzt im Lockdown ist auch nicht so vieles physisch möglich. Lassen wir uns vom Geist Gottes ermutigen, werden wir kreativ: denken wir an Menschen, die wir schon längere Zeit nicht gesehen haben, melden wir uns bei ihnen, rufen wir an oder nehmen Kontakt über die sozialen Medien auf. Werden wir selbst zu Hoffnungsträger/innen für jene, die traurig und verzweifelt sind. Je mehr von uns das schaffen, desto heller wird es in unserer Welt! Amen.
1) Mein Hirt ist Gott, der Herr, er will mich immer weiden,
darum ich nimmermehr kann Not und Mangel leiden;
er wird auf grüner Au, so wie ich ihm vertrau,
mir Rast und Nahrung geben und wird mich immerdar
an Wassern, still und klar, erfrischen und beleben.
2) Er wird die Seele mein mit seiner Kraft erquicken,
wird durch den Namen sein auf rechte Bahn mich schicken,
und wenn aus blinder Wahl ich auch im finstern Tal
weitab mich sollt verlieren, so fürcht ich dennoch nicht;
ich weiß mit Zuversicht, du, Herr, du wirst mich führen.
3) Du wirst zur rechten Zeit den Hirtenstab erheben,
der allzeit ist bereit, dem Herzen Trost zu geben.
Dazu ist wunderbar ein Tisch mir immerdar von dir,
o Herr, bereitet, der mir die Kräfte schenkt,
wann mich der Feind bedrängt, und mich zum Siege leitet.
4) Du hast mein Haupt getränkt, gesalbt mit Freudenöle,
den Kelch mir eingeschenkt, hoch voll zur Lust der Seele.
Herr, deine Gütigkeit wird durch des Lebens Zeit
mich immer treu begleiten, dass ich im Hause dein
fest möge wohnhaft sein, zu ewiglichen Zeiten.
Christus ist der König der Welt. Zu ihm rufen wir:
Für alle Menschen, die unterdrückt und unfrei sind:
Kyrie eleison!
Für alle, die unter Lockdown leiden:
Kyrie eleison!
Für alle, die von Naturkatastrophen betroffen sind:
Kyrie eleison!
Für alle Kinder, die in Flüchtlingslagern leben:
Kyrie eleison!
Für alle Jugendlichen, die auf der Suche nach Halt und Orientierung in ihrem Leben sind:
Kyrie eleison!
Für alle Einsamen und Kranken:
Kyrie eleison!
Herr Jesus Christus, du selbst kümmerst dich um uns und bist uns nahe.
Wir loben und preisen dich, jetzt und in Ewigkeit. - Amen.
Göttliche Kraft stärke deinen Rücken,
sodass du aufrecht stehen kannst,
wo man dich beugen will!
Göttliche Zärtlichkeit bewahre deine Schultern,
sodass die Lasten, die du trägst,
dich nicht niederdrücken.
Göttliche Weisheit bewege deinen Nacken,
sodass du deinen Kopf frei heben
und ihn frei dorthin neigen kannst,
wo deine Zuneigung von Nöten ist!
Göttliche Zuversicht erfülle deine Stimme,
sodass du sie erheben kannst,
laut und klar.
Göttliche Sorgfalt behüte deine Hände,
sodass du berühren kannst,
sanft und bestimmt.
Göttliche Kraft stärke deine Füße,
sodass du auftreten kannst,
fest und sicher.
Göttlicher Segen sei mit dir!
Claudia Mitscha-Eibl
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Am letzten Sonntag im Kirchenjahr feiern wir das Christkönigsfest – ein Ideenfest, das 1925 von Papst Pius XI. eingeführt wurde. Nehmen wir dieses Fest zu Anlass, über Christus als König in meinem Leben nachzudenken.
1. Gelobt seist du, Herr Jesu Christ, ein König aller Ehren; dein Reich ohn alle Grenzen ist, ohn Ende muss es währen. Christkönig, Halleluja, Halleluja.
2 Das All durchtönt ein mächtger Ruf: „Christ, A und O der Welten!“ Das Wort, das sie zu Anfang schuf, wird bis ans Ende gelten. Christkönig, Halleluja, Halleluja.
3. Auch jeder Menschenseele Los fällt, Herr, von deinen Händen, und was da birgt der Zeiten Schoß, du lenkst es aller Enden. Christkönig, Halleluja, Halleluja.
4. O sei uns nah mit deinem licht, mit deiner reichen Gnade, und wenn du kommst zu dem Gericht, Christ, in dein Reich uns lade. Christkönig, Halleluja, Halleluja.
Herr Jesus Christus
Güte und Barmherzigkeit statt Unterdrückung und Ausbeutung.
Herr erbarme dich.
Umsicht und Vorsicht statt Wettkampf und Eifersucht.
Christus erbarme dich.
Heil und ewiges Leben statt Kurzlebigkeit und Banalität.
Herr erbarme dich.
Allmächtiger und barmherziger Gott
dein Sohn hat uns gezeigt wie Herrschaft unter Menschen geht,
die einen Vorgeschmack vom Reich Gottes verbreitet.
Lass uns nie müde werden,
uns nach den Schwachen und Armen umzuschauen
und sie zum Maßstab unseres Handeln zu machen.
So bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.- Amen.
Lesung aus dem Buch Ezechiel.
So spricht Gott, der Herr:
Siehe, ich selbst bin es,
ich will nach meinen Schafen fragen
und mich um sie kümmern.
Wie ein Hirt sich um seine Herde kümmert
an dem Tag,
an dem er inmitten seiner Schafe ist, die sich verirrt haben,
so werde ich mich um meine Schafe kümmern
und ich werde sie retten aus all den Orten,
wohin sie sich am Tag des Gewölks
und des Wolkendunkels zerstreut haben.
Ich werde sie aus den Völkern herausführen,
ich werde sie aus den Ländern sammeln
und ich werde sie in ihr Land bringen.
Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide,
in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes.
Auf guter Weide werde ich sie weiden
und auf den hohen Bergen Israels
wird ihr Weideplatz sein.
Dort werden sie auf gutem Weideplatz lagern,
auf den Bergen Israels
werden sie auf fetter Weide weiden.
Ich, ich selber werde meine Schafe weiden
und ich, ich selber werde sie ruhen lassen –
Spruch Gottes, des Herrn.
Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen,
die vertriebenen zurückbringen,
die verletzten verbinden,
die schwachen kräftigen,
die fetten und starken behüten.
Ich will ihr Hirt sein
und für sie sorgen, wie es recht ist.
Ihr aber, meine Herde – so spricht Gott, der Herr —,
siehe, ich sorge für Recht zwischen Schaf und Schaf.
Ihr Widder und ihr Böcke,
ist es euch zu wenig,
dass ihr auf der besten Weide weidet
und euer übriges Weideland
mit euren Füßen zertrampelt?
Dass ihr das klare Wasser trinkt
und den Rest des Wassers
mit euren Füßen verschmutzt?
Meine Schafe müssen abweiden,
was eure Füße zertrampelt haben,
und trinken, was eure Füße verschmutzt haben.
Darum - so spricht GOTT, der Herr, zu ihnen:
Siehe, ich selbst bin es,
ich sorge für Recht zwischen fettem Schaf
und magerem Schaf.
Weil ihr all die Schwachen
mit Seite und Schulter zur Seite drängt
und mit euren Hörnern wegstoßt,
bis ihr sie nach draußen zerstreut habt,
werde ich meinen Schafen zu Hilfe kommen.
Sie sollen nicht länger zum Raub werden
und ich werde für Recht sorgen
zwischen Schaf und Schaf.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt
und alle Engel mit ihm,
dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden
und er wird sie voneinander scheiden,
wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen,
die Böcke aber zur Linken.
Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen:
Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid,
empfangt das Reich als Erbe,
das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist!
Denn ich war hungrig
und ihr habt mir zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir zu trinken gegeben;
ich war fremd
und ihr habt mich aufgenommen;
ich war nackt
und ihr habt mir Kleidung gegeben;
ich war krank
und ihr habt mich besucht;
ich war im Gefängnis
und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen:
Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen
und dir zu essen gegeben
oder durstig
und dir zu trinken gegeben?
Und wann haben wir dich fremd gesehen
und aufgenommen
oder nackt
und dir Kleidung gegeben?
Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen
und sind zu dir gekommen?
Darauf wird der König ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,
das habt ihr mir getan.
Dann wird er zu denen auf der Linken sagen:
Geht weg von mir, ihr Verfluchten,
in das ewige Feuer,
das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
Denn ich war hungrig
und ihr habt mir nichts zu essen gegeben;
ich war durstig
und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
ich war fremd
und ihr habt mich nicht aufgenommen;
ich war nackt
und ihr habt mir keine Kleidung gegeben;
ich war krank und im Gefängnis
und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden auch sie antworten:
Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig
oder fremd oder nackt
oder krank oder im Gefängnis gesehen
und haben dir nicht geholfen?
Darauf wird er ihnen antworten:
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt,
das habt ihr auch mir nicht getan.
Und diese werden weggehen
zur ewigen Strafe,
die Gerechten aber
zum ewigen Leben.
Was erhoffen wir uns? Was erhofften sich Menschen von Königen und Kaisern in früherer Zeit? Welche Erwartungen haben wir heute an die Mächtigen? Die Präsidentschaftswahlen in den USA haben das Nervenkostüm vieler angegriffen. Immer wieder kommt es zu Machtwechseln. Durch die Globalisierung nehmen auch immer mehr Menschen Anteil an solchen Ereignissen, da sie auch Auswirkungen auf die ganze Welt haben.
Was erhoffen wir uns heute? Am Beginn des zweiten Lockdowns in diesem Jahr ist es wichtig, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Viele Menschen haben sich vom ersten Lockdown im Frühjahr noch nicht erholt – finanziell, psychisch und sozial. Seit den ersten Novemberwochen, die durch den tragischen Terroranschlag in Wien zusätzlich überschattet wurden, macht sich bei nicht wenigen eine gewisse Resignation breit. „Das bringt ja alles nix.“ „Wo soll das noch enden?“ Solche Aussagen höre ich immer wieder. Aktuell hoffen wir, dass zumindest der Lockdown insoferne etwas bringt als dass die Zahlen der Infizierten zurückgehen. Wo das alles enden wird, kann niemand sagen.
Nun dürfen wir seit einer Woche wieder keine gemeinsamen Gottesdienste feiern. Ist das nicht zum Verzweifeln? Solch pessimistische Strömungen sind nachvollziehbar – und trotzdem dürfen wir hoffen. Der offizielle Titel des heutigen Sonntags lautet „Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs des Weltalls”. Damit kommt zu Ausdruck, wer Jesus Christus für uns Christ/innen ist und wer er für alle Menschen, für den ganzen Kosmos sein will. Wir stehen am Ende des Kirchenjahres und wissen heute nur, dass der Advent 2020 ganz anders sein wird. Im Advent versuchen wir uns Jahr für Jahr auf das Kommen dieses Königs vorzubereiten, der als armes Kind im Stall geboren wird. Mir ist der Gedanke gekommen, dass der heurige Advent aus spiritueller Sicht ein Geschenk sein kann. Ich kann mir Zeit nehmen, mich mit diesem König auseinanderzusetzen. Und schnell wird klar: das ist kein Mächtiger, der einfach dreinfährt und alles tanzt nach seiner Pfeife. Er ist ein ganz anderer König, einer, dessen Reich nicht von dieser Welt ist, einer, der ganz klein anfängt.
In der Lesung aus dem Ezechielbuch wird Gott als der gute Hirte beschrieben, der sich selber um seine Schafe kümmert. Dieser Hirte tut genau das, wonach wir uns heute besonders sehnen:
„Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist.“ Jede/r von uns kennt jemanden, der verloren gegangen ist, aufgrund der Pandemie oder anderer Lebenskrisen. Täglich sehen wir in den Nachrichten Fotos von den vertriebenen – auch im Flüchtlingslager auf Lesbos ist es jetzt kalt. Viele Menschen sind verletzt, leider unter der gegenwärtigen Situation. Manche haben das Gefühl, dass sie keine Kraft mehr haben, dass sie nicht mehr weiterkönnen. Gott sorgt für sie, wie es recht ist. Dazu bedient er sich uns Menschen.
In der Offenbarungsrede im Matthäus-Evangelium haben wir es heute klar und deutlich gehört, wir wissen, was zu tun ist, wenn auch wir einst in das Reich Gottes kommen wollen. Ich muss nicht die Welt retten, aber doch meinen persönlichen Beitrag leisten. Tätige Nächstenliebe ist für mich keine Option, sondern eine Bedingung. Gerade jetzt im Lockdown ist auch nicht so vieles physisch möglich. Lassen wir uns vom Geist Gottes ermutigen, werden wir kreativ: denken wir an Menschen, die wir schon längere Zeit nicht gesehen haben, melden wir uns bei ihnen, rufen wir an oder nehmen Kontakt über die sozialen Medien auf. Werden wir selbst zu Hoffnungsträger/innen für jene, die traurig und verzweifelt sind. Je mehr von uns das schaffen, desto heller wird es in unserer Welt! Amen.
1) Mein Hirt ist Gott, der Herr, er will mich immer weiden,
darum ich nimmermehr kann Not und Mangel leiden;
er wird auf grüner Au, so wie ich ihm vertrau,
mir Rast und Nahrung geben und wird mich immerdar
an Wassern, still und klar, erfrischen und beleben.
2) Er wird die Seele mein mit seiner Kraft erquicken,
wird durch den Namen sein auf rechte Bahn mich schicken,
und wenn aus blinder Wahl ich auch im finstern Tal
weitab mich sollt verlieren, so fürcht ich dennoch nicht;
ich weiß mit Zuversicht, du, Herr, du wirst mich führen.
3) Du wirst zur rechten Zeit den Hirtenstab erheben,
der allzeit ist bereit, dem Herzen Trost zu geben.
Dazu ist wunderbar ein Tisch mir immerdar von dir,
o Herr, bereitet, der mir die Kräfte schenkt,
wann mich der Feind bedrängt, und mich zum Siege leitet.
4) Du hast mein Haupt getränkt, gesalbt mit Freudenöle,
den Kelch mir eingeschenkt, hoch voll zur Lust der Seele.
Herr, deine Gütigkeit wird durch des Lebens Zeit
mich immer treu begleiten, dass ich im Hause dein
fest möge wohnhaft sein, zu ewiglichen Zeiten.
Christus ist der König der Welt. Zu ihm rufen wir:
Für alle Menschen, die unterdrückt und unfrei sind:
Kyrie eleison!
Für alle, die unter Lockdown leiden:
Kyrie eleison!
Für alle, die von Naturkatastrophen betroffen sind:
Kyrie eleison!
Für alle Kinder, die in Flüchtlingslagern leben:
Kyrie eleison!
Für alle Jugendlichen, die auf der Suche nach Halt und Orientierung in ihrem Leben sind:
Kyrie eleison!
Für alle Einsamen und Kranken:
Kyrie eleison!
Herr Jesus Christus, du selbst kümmerst dich um uns und bist uns nahe.
Wir loben und preisen dich, jetzt und in Ewigkeit. - Amen.
Göttliche Kraft stärke deinen Rücken,
sodass du aufrecht stehen kannst,
wo man dich beugen will!
Göttliche Zärtlichkeit bewahre deine Schultern,
sodass die Lasten, die du trägst,
dich nicht niederdrücken.
Göttliche Weisheit bewege deinen Nacken,
sodass du deinen Kopf frei heben
und ihn frei dorthin neigen kannst,
wo deine Zuneigung von Nöten ist!
Göttliche Zuversicht erfülle deine Stimme,
sodass du sie erheben kannst,
laut und klar.
Göttliche Sorgfalt behüte deine Hände,
sodass du berühren kannst,
sanft und bestimmt.
Göttliche Kraft stärke deine Füße,
sodass du auftreten kannst,
fest und sicher.
Göttlicher Segen sei mit dir!
Claudia Mitscha-Eibl
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Aus Anlass der Corona-Pandemie im Jahr 2020
Die Welt ist aus den Fugen geraten.
Nichts ist mehr, wie es war.
So vieles, was für uns ganz selbstverständlich war,
ist auf einmal in Frage gestellt.
Geld, Erfolg, Ansehen
– was ist das alles noch wert,
wenn wir uns um unsere Gesundheit sorgen,
wenn wir Angst um unser Leben haben müssen?
Vorsichtig sind wir geworden.
Und demütig.
Und achtsam.
Die gegenseitige Rücksichtnahme
hat den Eigensinn in die Schranken gewiesen.
Das Habenwollen ist dem Geben gewichen.
Gemeinsam nach Wegen zu suchen, die aus der Not herausführen,
zählt mehr als das Streben, sich selbst wichtig zu machen.
Wir spüren,
was es bedeutet,
nicht allein zu sein,
jemanden zu haben,
der uns nahe ist
– und sei’s nur in Gedanken.
Und in Gebeten.
So bitten wir dich,
Gott,
gib uns Halt
in diesen haltlosen Zeiten.
Lass uns mutig nach vorn schauen,
zuversichtlich den Tag erwarten,
der der Nacht folgt,
dem Licht entgegensehen,
das die Dunkelheit verdrängt
und dann,
wenn es wieder hell geworden ist
– in uns und um uns herum –
das Unsere dafür tun,
dass das Gute,
das wir in diesen Tagen säen und pflanzen,
Früchte tragen
und bleiben möge.
Unter uns.
Allen zum Segen.
Eckhard Hermann
1. Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
2. Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr erstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.
3. Wir sind getauft auf Christi Tod
und auferweckt mit ihm zu Gott.
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist,
ein Leben, das kein Tod entreißt.
4. Wir schauen auf zu Jesus Christ,
zu ihm, der unsre Hoffnung ist.
Wir sind die Glieder, er das Haupt,
erlöst ist, wer an Christus glaubt.
5. Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.
(Text: nach Heinrich Bone 1847/EGB 1975, 3. und 4. Str.: Friedrich Dörr 1972; Melodie: nach Johann Leisentritt 1567)
1. Jesus Christus, guter Hirte,
Hoherpriester, Osterlamm,
für das Lamm, das sich verirrte,
starbst du an dem Kreuzesstamm.
2. Baum des Lebens, Strom des Heiles,
edler Weinstock, Himmelsbrot,
du nur kennst und führst die Deinen
in das Leben aus dem Tod.
3. Wort des Vaters, offne Türe,
Licht der Stadt Jerusalem,
lass uns deine Stimme hören,
lass uns deine Wege gehen.
(Text: Adelgart Gartenmeier 1997, Melodie: Kamilla Usmanova 2008)
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
Dir singt mein Herz und will nicht verstummen.
Dir will ich singen in Ewigkeit.
(Text: nach Psalm 30,12 – 13; Melodie: Johannes Falk *1963)
1. Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit!
Schon sinkt die Welt in Nacht und Dunkelheit.
Geh nicht vorüber, kehre bei uns ein.
Sei unser Gast und teile Brot und Wein.
2. Weit war der Weg. Wir flohen fort vom Kreuz.
Doch du, Verlorner, führtest uns bereits.
Brennt nicht uns ein Feuer, wenn du sprichst?
Zeige dich, wenn du nun das Brot uns brichst.
3. Weihe uns ganz in dein Geheimnis ein.
Lass uns dich sehn im letzten Abendschein.
Herr, deine Herrlichkeit erkennen wir:
Lebend und sterbend bleiben wir in dir.
(Text: Peter Gerloff, Melodie: Henry Monk 1861)
1. Vom Tode heut erstanden ist
der heilge Herre Jesus Christ,
der aller Welt ein Tröster ist. Halleluja.
2. Die ganze Erde staunt und bebt,
weil Gottes Herrlichkeit anhebt;
der Tod ist tot, das Leben lebt. Halleluja.
3. Des Herren Sieg bricht ins uns ein,
da sprengt er Riegel, Schloss und Stein;
in uns will Christus Sieger sein. Halleluja.
4. Nun jauchzt und jubelt überall.
Die Welt steht auf von ihrem Fall.
Gott herrscht in uns, er herrscht im All. Halleluja.
(Text: nach „Surrexit Christus hodie“ Engelberg1372, 2 – 4. Str.: Silja Walter 1968,; Melodie: 14. Jahrhundert/Böhmische Brüder 1501/bei Michael Weiße 1531)
1. Die ganze Welt, Herr Jesu Christ, Halleluja, Halleluja,
in deiner Urständ fröhlich ist. Halleluja, Halleluja.
2. Das himmlisch Herr im Himmel singt, Halleluja, Halleluja,
die Christenheit auf Erden klingt. Halleluja, Halleluja.
3. Jetzt grünet, was nur grünen kann, Halleluja, Halleluja,
die Bäum zu blühen fangen an. Halleluja, Halleluja.
4. Es singen jetzt die Vögel all, Halleluja, Halleluja,
jetzt singt und klingt die Nachtigall, Halleluja, Halleluja.
5. Der Sonnenschein kommt jetzt herein, Halleluja, Halleluja,
und gibt der Welt ein neuen Schein, Halleluja, Halleluja.
(Text: Friedrich Spee 1623, Melodie: Köln 1623, E: 1. Und 6. Str.: „Urständ: Auferstehung)
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich. - Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich. - Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, - erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott Heiliger Geist,
Heiliger dreifaltiger Gott,…
Hl Maria, unsere liebe Frau von Lourdes, - bitte für uns!
Hl. Erzengel Raffael,
Alle Heiligen Engel,...
Hl. Josef,...
Hl. Johannes der Täufer,...
Hl. Lukas,...
Hl. Cosmas und hl. Damian,...
Hl. Blasius,...
Hl. Pantaleon,...
Hl. Corona,...
Hl. Rochus, hl. Sebastian und hl. Rosalia,...
Hl. Elisabeth von Thüringen,...
Hl. Katharina von Siena und hl. Katharina von Genua,...
Hl. Camillo von Lellis,...
Hl. Johannes von Gott,...
Hl. Aloisius Gonzaga
Hl. Karl Borromeus,...
Hl. Martin von Porres,...
Hl. Louise de Marillac,...
Sel. Niels Stensen,...
Hl. Damian de Veuster,...
Sel. Petrus Donders,…
Hl. Josefine Vannini,...
Hl. Josef Moscati,...
Hl. Markus Ji Tianxiang,...
Sel. Karl aus dem Hause Österreich,...
Sel. Ladislaus Batthyany,...
Sel. Restituta Kafka,...
Hl. Gianna Beretta Molla,...
Hl. Mutter Teresa,...
Hl. …….
All Ihr Heiligen Gottes,...
Jesus, sei uns gnädig. - Herr, befreie uns.
Von allem Bösen, - Herr, befreie uns.
Von der Corona-Epidemie, - Herr, befreie uns.
Durch deine Menschwerdung und Deine Auferstehung, - Herr, befreie uns.
Durch die Sendung des Hl. Geistes, - Herr, befreie uns.
Wir armen Sünder, - wir bitten dich, erhöre uns.
Mach uns bereit zu Buße und Umkehr,...
Schenke den Kranken Genesung,...
Gib den Verstorbenen das ewige Leben,...
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, verschone uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erhöre uns.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. - Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. - Christus, erhöre uns.
Lasset uns beten.
Barmherziger Gott,
du hilfst deinen Dienern in ihrer Not,
in Bedrängnis sowie Krankheit
und erhörst ihr Bitten.
Wir danken dir,
denn du hast uns Barmherzigkeit erwiesen.
Bewahre uns vor Unheil und Seuche
und schenke uns Freude wieder
in Gemeinschaft und in deinem Dienst.
Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren,
o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Führe uns zu deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stell uns vor deinem Sohne.
Amen.
Die Heiligen dieser Litanei, ein wenig vorgestellt:
Im Buch Tobit heilt der Erzengel Raffael (daher auch das Attribut Fisch),
Lukas war Evangelist und Arzt,
Cosmas und Damian waren bekannte altrömische Arzt-Märtyrer,
Blasius wird bei Rachenleiden angerufen (dank seines Martyriums),
Pantaleon war ebenso Mediziner,
Corona war Märtyrerin, früher Patronin der Lottospieler und dank dieser Pandemie eine
Seuchen-Fürsprecherin,
Rochus, Sebastian und Rosalia sind die klassischen Epidemie-Heiligen.
Im Mittelalter:
Elisabeth von Thüringen arbeitete im von ihr gegründeten Spital,
die beiden Katharinen sind die klassischen italienischen Krankenpfege-Heiligen.
In der Neuzeit:
Camillo von Lellis und Johannes von Gott sowie Josefine Vannini, die alle drei jeweils Krankenpflegeorden gegründet haben,
Karl Borromeus und Aloisius von Gonzaga pflegten Pestkranke. Aloisius starb an der Infektion,
Niels Stensen war Arzt, Humanist und Konvertit.
Im 19, und 20. Jahrhundert gab es einige Krankenpflege-Heilige:
Damian de Veuster lebte und starb bei den Aussätzigen auf Hawaii,
Petrus Donders in Surinam.
Josef Moscati war Arzt der Armen,
Markus Ji Tianxiang, Arzt, Opium-krank und Märtyrer,
der selige Karl von Österreich wurde Opfer der letzten großen Pandemie in Österreich,
der selige Ladislaus Batthyany war Arzt und Krankenhausgründer,
Restituta Kafka Krankenschwester und NS-Opfer,
die hl. Gianna Beretta Molla, Ärztin und Mutter, die ihr Leben für ihr Kind opferte,
Mutter Teresa von Kalkutta, die Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe.
Liebe Freunde, die Welt braucht Heilige,
und wir alle - ohne Ausnahme - sind zur Heiligkeit gerufen!
Habt keine Furcht!
Papst Franziskus
Gefunden in der Wallfahrtskirche Maria Grün, Wien
Lieber Gott,
ich bin in diesen schweren Zeiten dankbar dafür, dass meine Oma ihre Operation und die Krankenhauszeit gut überstanden hat und ohne Infektion nach Hause konnte. Ich bin auch dankbar dafür, dass mein Vater in seiner Quarantänezeit sich wohl und gesund fühlt und dass es meiner Familie und meinen Freunden gut geht. Ich finde es schade, dass ich mich mit meinen Freunden nicht treffen kann, dass ich nicht Fußball spielen kann und nicht in die Schule gehe.
Ich möchte dich darum bitten, dass sich die Covid-19 Pandemie nicht verschlimmert, dass es allen Menschen so weit wie möglich gut geht in dieser Zeit und dass ein Heilmittel bald vorhanden ist.
AMEN
Noah, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Lieber Gott,
dieser Corona Virus macht uns allen zu schaffen. Regale in Supermärkten sind leer. Alle drehen durch und hamstern. Die Menschen haben Angst und kaufen, dass die Einkaufswagen voll sind bis zum geht nicht mehr. Ich ärgere mich darüber, dass alle durchdrehen und die Schulen geschlossen sind, denn man kann nicht richtig lernen. Ich habe auch ein wenig Angst, aber nicht um mich, sondern um meine Omas.
Meine Omas bedeutet mir sehr viel, ich habe meine beiden Opas schon verloren und einen davon durfte ich nicht kennenlernen. Es ist beängstigend wie viele Menschen jetzt schon gestorben und infiziert sind. Ich ärgere mich auch über die Menschen die ignorant sind, die einfach sagen „mich interessiert das nicht, ich bin nicht geschädigt.“ Ich bitte dich, lass diese Menschen begreifen, was zurzeit los ist, damit nicht mehr Menschen sterben und dieser Albtraum bald vorbei ist.
AMEN.
Marc, 8. Klasse (RS CoJoBo - Collegium Josephinum Bonn)
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
www.dibk.at/Meldungen/Gebet-in-der-Coronakrise
Gedenke, o Herr unser Gott, auch Deines ganzen Volkes,
gieß auf alle den Reichtum Deines Erbarmens aus ...
derjenigen, die wir aus Unwissenheit, Vergeßlichkeit und der Menge der Namen nicht erwähnt haben,
gedenke Du selbst, o Gott;
denn Du kennst eines jeden Alter und Namen,
und jeder ist Dir vom Mutterschoße an bekannt.
Denn Du, o Gott, bist die Hilfe der Hilflosen,
die Hoffnung der Hoffnungslosen ...
und der Arzt der Kranken.
Werde selbst allen alles,
da Du einen jeden kennst, seine Bitten, sein Haus und sein Bedürfnis.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott Vater, Schöpfer der Welt,
du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt.
Schau auf deine Kinder,
die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden,
um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst,
heile unsere Kranken,
tröste ihre Familien,
gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit,
den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft,
den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung,
sondern erlöse uns von allem Bösen.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen.
Maria, Mutter der Kranken und Mutter der Hoffnung, bitte für uns!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat
und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen
und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung
und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes,
jetzt und in Ewigkeit. Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens und der einzig wahre Weinstock.
Ich glaube, dass du wirklich anwesend bist
im heiligsten Sakrament der Eucharistie.
Ich suche dich.
Ich preise dich und bete dich an.
Da ich dich nicht empfangen kann
im eucharistischen Brot und Wein
bete ich, dass du in mein Herz und meine Seele kommst,
damit ich mit dir vereint sein kann
durch deinen allmächtigen und allgegenwärtigen Heiligen Geist.
Lass mich dich empfangen und von dir genährt werden.
Werde für mich das Manna in meiner Wüste,
das Brot der Engel
für meine sehr menschliche Reise durch die Zeit,
ein Vorgeschmack auf das himmlische Festmahl
und Trost in der Stunde meines Todes.
Ich erbitte all dies im Vertrauen darauf, dass du selbst
unser Leben, unser Friede und unsere immerwährende Freude bist.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen,
die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die unter der Angst vor der Ansteckung leiden,
für alle, die die Quarantäne einhalten,
für alle, die sich in den Spitälern um die Kranken kümmern,
für alle, die in der Forschung den Virus bekämpfen,
und für die Politiker, die gewichtige Entscheidungen treffen, dass Gott uns bewahre und uns den Weg durch diese Zeit weise.
Akklamation nach jeder Anrufung: Erbarme dich unser!
Du heiliger Gott. (Jes 6,1-3)
Du gerechter Gott.
Du langmütiger Gott. (Ex 34,6)
Du Gott, reich an Huld. (Ex 34,6)
Du treuer Gott. (Ex 34,6)
Du geduldiger Gott. (Röm 15,5)
Gott des Mitleids mit den Leidenden. (Ps 106,44f)
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes. (2 Kor 1,3)
Gott, der uns tröstet wie eine Mutter. (Jes 66,13)
Gott, in dessen Schoss wir geborgen sind. (Hos 11)
Gott, an dessen Brust wir ruhen können. (Ps 131)
Gott, der uns nie vergisst. (Jes 49,15)
Gott, dessen Namen wir kennen. (Ex 3,14)
Gott, der uns eingezeichnet hat in seine Hände. (Jes 49,16)
Gott, der uns beim Namen ruft. (Jes 43,1)
Gott, dem wir gehören. (Jes 43,1)
Gott mit uns. (Mt 1,23)
Gott für uns. (Röm 8,31ff)
Gott, der uns aus der Gefangenschaft herausführt. (Ex 13,17-14,31)
Gott der Armen und Kleinen und Hilflosen. (Lk 1,46-55)
Gott, dessen Güte reicht soweit der Himmel ist. (Ps 36,5)
Gott aller, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. (Mt 11,28ff)
Gott, der weiss, was wir brauchen. (Mt 6,8)
Gott, der die Verlorenen sucht. (Mt 18,12-14)
Gott, der grösser ist als unser Herz.(1 Joh 3,20)
Gott, der den Hoffnungslosen Hoffnung gibt. (Röm 15,13)
Gott, der uns Sündern gnädig ist. (Lk 18,9-14)
Gott, dessen Erbarmen uns aus dem Tod rettet. (Eph 4,24)
Gott, unser Retter.
Gott des Lebens.
Du unsagbar grosser Gott.
Du leidenschaftlich liebender Gott.
Du unbegreiflich verzeihender Gott. (Lk 15,11-32)
Du masslos gnädiger Gott.
Du unendlich gütiger Gott.
Du barmherziger Gott.
Die Litanei ist stark von biblischen Texten inspiriert. Bei den meisten Anrufungen sind deshalb entsprechende Bibelstellen angegeben. Wenn keine Bibelstelle angegeben ist, bedeutet dies, dass dieser Aspekt der Barmherzigkeit Gottes sich an vielen Stellen der Bibel findet.
Die Bitten haben Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Magdenau formuliert - herzlichen Dank!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
(Stilles Gebet)
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz (www.liturgie.ch)
Guter Gott,
ich fühle mich nicht wohl und habe immer wieder Angst. So viele Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie geht es jetzt weiter? Bleibe ich gesund? Habe ich auch schon den Virus? Wie geht es den erkrankten Menschen bei uns und überall?
Mit all diesen Ängsten und Zweifeln komme ich zu Dir.
Du bist doch der liebe Gott seit meinen Kindertagen.
Ich schaue auf deinen Sohn am Kreuz, der all die Ängste und Nöte von uns Menschen selbst durchleben musste. Und ich sehe die vielen Kreuze in unseren Tagen, die Leid und Trauer bringen, die Hoffnung auf eine Zukunft zerstören.
Bist du der gute Gott, der auch jetzt zu mir steht?
Ich will glauben, dass Du mir nah bist in deiner Liebe.
Ich will vertrauen, dass Du treu bleibst in deiner Kraft der Nähe. Ich will hoffen, dass du mich erfüllst mit deiner Barmherzigkeit.
Guter Gott, gib uns deinen Geist der Solidarität und Stärke, der Hoffnung und Zuversicht. Lass uns erkennen, was jetzt wichtig ist und zählt.
Du bist der gute Gott, der uns befreit und begleitet! Lass uns in diesem Glauben die nächsten Schritte wagen. Amen.
https://mk-online.de/
Heiliger Sebastian,
du warst und bleibst für viele Menschen
ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich demütig:
Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns vor einer Erkrankung durch den Corona-Virus.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit,
frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Stärke unser Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
https://www.pfarre-gisingen.at/sebastian/gebet-zum-hl-sebastian-um-schutz-vor-dem-coronavirus/
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,
dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,
dass Du allein ewig bist,
dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!
Johannes Hartl, Theologe, Augsburger Gebetshaus
Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben,
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.
Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.
Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Dieses Gebet wird derzeit von der Don Bosco Familie weltweit gebetet; nach einem Gebet von Erzbischof Cesare Nosiglia,Turin)
https://www.donbosco4youth.at/de/news/details/novene-zu-maria-der-hilfe-der-christen-coronavirus.html
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.
Wer unterm Schutz des Höchsten steht (GL 424)
1) Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.
2) Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.3)
Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft, wird erhört.
Ich will mich zeigen als sei Gott, ich bin ihm nah in jeder Not;
des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.
Guter Gott, dein Sohn ist für uns Mensch geworden und geht alle unsere Wege mit.
Wir bitten dich:
Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und bekräftigen wir, in dem wir das Gebet des Herrn sprechen:
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge,
in deiner Liebe birgst du uns.
Du bist nicht fern, denn die zu dir beten
wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.
Du bist nicht sichtbar für unsre Augen,
und niemand hat dich je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben,
dass du uns trägst, dass wir bestehen.
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
Originaltitel: Ik sta voor U
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Lothar Zenetti
Herr, ich bin dein Eigentum,
dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm
hast du mir’s gegeben.
Väterlich führst du mich
auf des Lebens Wegen
meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht,
du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht
durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich
in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Gib auch, dass ich wachend sei,
Herr, an deinem Tage,
und das Licht der Gnaden treu
durch mein Leben trage.
Dass ich dann fröhlich kann
dir am End der Zeiten
Herr, entgegenschreiten.
Youtube-Version:
https://www.youtube.com/watch?v=41cSIWZnPrk
Originaltitel: Zolang er mensen zijn op aarde, Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Dieter Trautwein.
1. Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
2. Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf dem Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.
3. Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.
4. Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied. - Amen.
Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens,
https://www.youtube.com/watch?v=kclZw0H-mys
Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott:
https://www.youtube.com/watch?v=IopcSexAVls
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch immer der, der dir gerade gegenübersteht,
und das notwendigste Werk ist immer die Liebe.
Meister Eckhart
Die ersten Christen hatten es nicht leicht: Verfolgungen machten ihnen das Leben schwer. Gleichzeitig sollte die Einheit im Glauben erhalten bleiben, und das Glaubensbekenntnis musste wiederum durchdacht sein, um sich Fragen der heidnischen Umgebung zu stellen.
Intensiv rang man nach den Zeiten der Christenverfolgung um theologische Fragen: Was war denn nun der Mann aus Nazareth? War er Mensch? War er Gott? War er ein Zwischenwesen? Synoden und Konzilien beschäftigten sich damit.
Mit Vertretern der unterlegenen Ansicht wurde nicht zimperlich umgegangen - Exkommunikationen und Verbannungen waren die Strafen. An einen der heftigsten Streitigkeiten der jungen Kirche erinnert das Christkönigsfest, das die katholische Kirche am letzten Sonntag des Kirchenjahres feiert.
Das Konzil von Nizäa hatte im Jahr 325 die Gottheit Christi gegenüber der Lehre des Arius definiert. Dieser hatte um 320 die Ansicht verbreitet, Jesus Christus sei seinem göttlichen Vater nur untergeordnet und keineswegs wahrer Gott. Vielmehr sei er Gottes erstes und vollkommenstes Geschöpf, durch dessen Vermittlung die Welt vom Vater geschaffen wurde.
Arius sah den Sohn auf der Seite der anderen Kreaturen. Dies entsprach dem damaligen griechisch geprägten Denken, das sich einen stufenweisen Ab- und Aufstieg der Wesen von Gott her bzw. zu Gott hin vorstellen konnte, wie es etwa die griechischen Sagen beschreiben. Dies aber widersprach dem Glauben der Kirche.
Schärfster Gegner des "Irrlehrers" Arius war der heilige Athanasius, der spätere Bischof von Alexandrien. Er argumentierte so: Wenn Jesus nur ein zwar edles und hoch erhabenes Geschöpf war, dann habe er die Menschen nicht von der Macht der Sünde und des Todes befreien können. Dazu habe es Gottes selbst bedurft.
Das Konzil von Nizäa bekannte daher den Glauben an die Gottheit Jesu. Dieses Bekenntnis findet sich im so genannten Großen Glaubensbekenntnis, das alle Kirchen des Ostens und Westens miteinander verbindet und von Zeit zu Zeit in den Gottesdiensten gesprochen wird.
Darin heißt es: "Wir glauben an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater."
Diese theologische Ansicht will verdeutlichen, dass sich in Jesus von Nazareth Gott geoffenbart hat; oder anders gesagt: In Jesus erkennen die Menschen, wie Gott ist. Negativ machte sich dieser theologische Streit im Lauf der Geschichte dadurch bemerkbar, dass die Gottheit Jesu überbetont und die Menschheit Jesu stark zurückgedrängt wurde.
Der Arianismus hielt sich noch über mehrere Jahrhunderte bei verschiedenen Germanenstämmen - so ist etwa die bekannte Wulfila-Bibel der Westgoten vom arianischen Bischof Wulfila übersetzt worden. Erst durch Kaiser Karl dem Großen gab es die klare Wendung zum Katholizismus.
Mit dem Christkönigsfest endet das katholische Kirchenjahr. Es lenkt den Blick auf Jesus Christus, von dem die Christen glauben, dass er am Ende der Zeit als König wiederkommen wird und zu dem sich die Kirche unterwegs sieht.
Seit 1969 wird dieses Fest am Sonntag vor dem 1. Advent begangen; zuvor wurde es am letzten Oktobersonntag gefeiert. Papst Pius XI. führte das Christkönigsfest im Jahr 1925 ein in Erinnerung an das Konzil von Nizäa, das 1.600 Jahre zuvor (325) tagte.
Norbert Göckener, November 2002.

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Das Bild des Hirten, der über seine Herde wacht, ist nicht neu, aber immer eindrucksvoll. Jeremia verglich oft die Könige mit Hirten. Übten nicht Saul und David den Beruf des Hirten aus, ehe sie zu Königen Israels wurden? Jene, die Ezechiel als schlechte, gewissenlose Hirten schildert (Ez 34,2-10), sind ihre letzten Nachfolger in Juda. Ihr Eigennutz, ihre Verbrechen und Morde haben die Herde zerstreut. Aber auf dieses dunkle Bild folgt die Heilsverheißung: die Schafe werden wieder gesammelt, Israel wird wieder hergestellt.
Wie der Psalmist verheißt (Ps 23), wacht Gott persönlich über jedes seiner Schafe, über das verirrte, verwundete, schwache - und auch über das fette, da es ja nur dann gesund bleiben kann, wenn es geschützt wird vor den Gefahren des Weges, der Raubtiere und der Unwetter. Diese Weissagung voll Hoffnung und Liebe verwendet Jesus zu seiner Parabel vom verlorenen Schaf und zur Allegorie vom guten Hirten.
Im Abschnitt unserer Lesung ist es Jahwe selbst, der seine Schafe aus der Zerstreuung zusammenführt, sie auf gute Weide im Bergland Israels führt und für Recht unter ihnen sorgt. Es wird ein Bild von Jahwe gezeichnet, das ihn selbst als aktiv zeigt, wenn es darauf ankommt. Er ist ein Gott, der sich für sein Volk im Exil einsetzt und dafür Sorge trägt, dass es Heimat findet.
Praktische Tipps zum Vorlesen und Textauslegung der Katholischen Bibelwerke Deutschland, Österreich und Schweiz
Auslegung aus jüdischer und christlicher Perspektive