Die biblischen Lesungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet den Lektionaren 2018 ff entnommen. - © 2024 staeko.net. - vgl. Impressum.
Die Katholischen Bibelwerke in Deutschland, Österreich und Schweiz stellen auf ihren Webseiten ausführliche Kommentare und Anleitungen zum Lesen der biblischen Lesungen für Sonn- und Feiertage zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Mit freundlicher Genehmigung der Katholischen Bibelwerke übernehmen wir die Kurzeinleitungen zu den Lesungen.
Lesung aus dem Buch Genesis.
In jenen Tagen
brachte Melchisedek, der König von Salem,
Brot und Wein heraus.
Er war Priester des Höchsten Gottes.
Er segnete Abram
und sagte:
Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott,
dem Schöpfer des Himmels und der Erde,
und gepriesen sei der Höchste Gott,
der deine Feinde an dich ausgeliefert hat.
Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lesung aus dem Buch Genesis.
In jenen Tagen
nahmen die Feinde die ganze Habe von Sodom und Gomorra
sowie alle ihre Nahrungsvorräte mit und zogen ab.
Als sie abzogen, nahmen sie auch Lot, den Neffen Abrams,
und seine Habe mit;
Lot wohnte damals in Sodom.
Ein Flüchtling kam und berichtete es dem Hebräer Abram;
Abram wohnte bei den Eichen des Amoriters Mamre,
des Bruders Eschkols und Aners.
Sie waren Abrams Bundesgenossen.
Als Abram hörte, sein Bruder sei gefangen,
führte er seine ausgebildete Mannschaft,
dreihundertachtzehn Mann,
die in seinem Haus geboren waren,
heraus
und nahm die Verfolgung auf bis nach Dan.
In der Nacht teilten sie sich in Gruppen,
er und seine Knechte.
Er schlug sie und verfolgte sie bis Hoba,
nördlich von Damaskus.
Er brachte die ganze Habe zurück,
auch seinen Bruder Lot und dessen Habe
brachte er zurück
sowie die Frauen und das Kriegsvolk.
Als er nach dem Sieg über Kedor-Laomer
und die mit ihm verbündeten Könige zurückkam,
zog ihm der König von Sodom ins Schawetal entgegen,
das jetzt Tal des Königs heißt.
Melchisedek, der König von Salem,
brachte Brot und Wein heraus.
Er war Priester des Höchsten Gottes.
Er segnete Abram
und sagte:
Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott,
dem Schöpfer des Himmels und der Erde,
und gepriesen sei der Höchste Gott,
der deine Feinde an dich ausgeliefert hat.
Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.
Kv: Du bist Priester auf ewig
nach der Ordnung Melchisedeks. – Kv
So spricht der HERR zu meinem Herrn:
Setze dich zu meiner Rechten
und ich lege deine Feinde
als Schemel unter deine Füße. - Kv
Das Zepter deiner Macht streckt der HERR aus vom Zion her:
Herrsche inmitten deiner Feinde!
Dich umgibt Herrschaft am Tag deiner Macht,
im Glanz des Heiligtums.
Ich habe dich aus dem Schoß gezeugt vor dem Morgenstern. - Kv
Der HERR hat geschworen und nie wird es ihn reuen:
Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.
Der HERR steht dir zur Rechten;
er zerschmettert Könige am Tag seines Zorns. - Kv
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korinth.
Schwestern und Brüder!
Ich habe vom Herrn empfangen,
was ich euch dann überliefert habe:
Jesus, der Herr,
nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot,
sprach das Dankgebet,
brach das Brot
und sagte: Das ist mein Leib für euch.
Tut dies zu meinem Gedächtnis!
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch
und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut.
Tut dies, sooft ihr daraus trinkt,
zu meinem Gedächtnis!
Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt,
verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lobe, Zion, deinen Hirten;
dem Erlöser der Verirrten
stimme Dank und Jubel an.
Lass dein Lob zum Himmel dringen;
ihn zu rühmen, ihm zu singen,
hat kein Mensch genug getan.
Er ist uns im Brot gegeben,
Brot, das lebt und spendet Leben,
Brot, das Ewigkeit verheißt,
Brot, mit dem der Herr im Saale
dort beim österlichen Mahle
die zwölf Jünger hat gespeist.
Lobt und preist, singt Freudenlieder;
festlich kehrt der Tag uns wieder,
jener Tag von Brot und Wein,
da der Herr zu Tisch geladen
und dies heilge Mahl der Gnaden
setzte zum Gedächtnis ein.
Was bei jenem Mahl geschehen
sollen heute wir begehen
und verkünden seinen Tod.
Wie der Herr uns aufgetragen,
weihen wir, Gott Dank zu sagen,
nun zum Opfer Wein und Brot.
* Seht das Brot, der Engel Speise,
Brot auf unsrer Pilgerreise,
das den Hunger wahrhaft stillt.
Abrams Opfer hats gedeutet,
war im Manna vorbereitet,
fand im Osterlamm sein Bild.
Guter Hirt, du Brot des Lebens,
wer dir traut, hofft nicht vergebens,
geht getrost durch diese Zeit.
Die du hier zu Tisch geladen,
ruf auch dort zum Mahl der Gnaden
in des Vaters Herrlichkeit.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Lobe, Zion, deinen Hirten;
dem Erlöser der Verirrten
stimme Dank und Jubel an.
Lass dein Lob zum Himmel dringen;
ihn zu rühmen, ihm zu singen,
hat kein Mensch genug getan.
Er ist uns im Brot gegeben,
Brot, das lebt und spendet Leben,
Brot, das Ewigkeit verheißt,
Brot, mit dem der Herr im Saale
dort beim österlichen Mahle
die zwölf Jünger hat gespeist.
Lobt und preist, singt Freudenlieder;
festlich kehrt der Tag uns wieder,
jener Tag von Brot und Wein,
da der Herr zu Tisch geladen
und dies heilge Mahl der Gnaden
setzte zum Gedächtnis ein.
Was bei jenem Mahl geschehen
sollen heute wir begehen
und verkünden seinen Tod.
Wie der Herr uns aufgetragen,
weihen wir, Gott Dank zu sagen,
nun zum Opfer Wein und Brot.
* Seht das Brot, der Engel Speise,
Brot auf unsrer Pilgerreise,
das den Hunger wahrhaft stillt.
Abrams Opfer hats gedeutet,
war im Manna vorbereitet,
fand im Osterlamm sein Bild.
Guter Hirt, du Brot des Lebens,
wer dir traut, hofft nicht vergebens,
geht getrost durch diese Zeit.
Die du hier zu Tisch geladen,
ruf auch dort zum Mahl der Gnaden
in des Vaters Herrlichkeit.
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes
und machte gesund, die der Heilung bedurften.
Als der Tag zur Neige ging,
kamen die Zwölf
und sagten zu ihm: Schick die Leute weg,
damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen,
dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen;
denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.
Er antwortete ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen!
Sie sagten: Wir haben nicht mehr
als fünf Brote und zwei Fische;
wir müssten erst weggehen
und für dieses ganze Volk etwas zu essen kaufen.
Es waren nämlich etwa fünftausend Männer.
Er aber sagte zu seinen Jüngern:
Lasst sie sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig lagern!
Die Jünger taten so
und veranlassten, dass sich alle lagerten.
Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische,
blickte zum Himmel auf,
sprach den Lobpreis und brach sie;
dann gab er sie den Jüngern,
damit sie diese an die Leute austeilten.
Und alle aßen und wurden satt.
Als man die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelte,
waren es zwölf Körbe voll.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der Bericht des Lukas von der wunderbaren Brotvermehrung ist stark von der eucharistischen Praxis der Christen des ersten Jahrhunderts geprägt. Jesus stillt den geistigen und den leiblichen Hunger der Menschen.
Täglich werden wir mit Bildern hungernder Kinder und Erwachsener, denen im Krieg der Zugang zu Nahrung vorenthalten wird, konfrontiert. Hunger als Waffe im Krieg. Bilder vom Hunger in anderen Ländern kommen bei uns gar nicht mehr an. Wo immer Hunger herrscht, sind Kinder besonders betroffen. Die Ursachen für den Hunger sind vielfältig und vielschichtig. Hier ist nicht der Platz sie ausreichend zu diskutieren. Neben dem physischen Hunger gibt es auch geistigen Hunger: den Hunger nach Frieden, nach Gerechtigkeit, Bildung. Nicht zuletzt ist auch emotionaler Hunger zu erwähnen: Hunger nach Akzeptanz, Anerkennung, Zuwendung, Liebe…
Im Evangelium haben wir gehört, wie Jesus seine Zuhörerschaft auf überraschende Weise mehrfach gesättigt hat. Allzu leicht bleiben wir am Wunder, das Jesus offensichtlich gewirkt hat, hängen. Es geht in diesem Bericht nicht nur um das Wunder, sondern vor allem um das Zeichenhafte des Aktes, den Jesus hier setzte.
Es beginnt bereits mit der Einleitung. Hier heißt es: "Jeus redete zum Volk vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften." – und das bis zum Abend! Er stillte zuerst den geistigen Hunger und den Hunger nach Gesundheit.
Mit seiner Predigt, die hier nicht im Detail ausgeführt ist, geht er an die Wurzeln des Hungers: die ungerechte Verteilung der Lebensgüter, Hartherzigkeit, Habgier, soziale Ungerechtigkeit… Menschen, die nach den Regeln des Reiches Gottes leben, gehen anders miteinander um. Dies unterstreicht Jesus, indem er Exempel statuiert. Er ließ das Wenige, das zum Essen vorhanden war, an die Leute austeilen. Und siehe da: "Alle aßen und wurden satt. Als man die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll."
Wie oft geraten wir in Panik, wenn wir fürchten, dass von etwas zu wenig da ist, oder wir zu wenig bekommen. Wir hamstern, legen Vorräte an, die wir später wieder still und heimlich entsorgen, wenn wir sie dann doch nicht brauchen. Im Wettstreit um die Lebensgüter vergessen wir leicht jedes Mitgefühl und jede Moral. Reinhard May hat diesen Kampf um das kalte Buffet in seinem Chanson treffend beschrieben. Leider gilt das nicht nur vom kalten Buffet, sondern auch in vielen anderen Zusammenhängen: z.B. "Amerika first" (oder auch "Austria first") als politisches Programm, im Kampf um die Wasservorräte, um seltene Erden, verschiedenste Rohstoffe oder auch in der Idee der Verteidigung der "Festung Österreich" bzw. "Festung Europa".
Wir feiern heute Fronleichnam. Was bedeutet dieses Fest? Ist es mehr als ein schöner Brauch? Was wollen wir damit ausdrücken? Welches Zeichen setzen wir, wenn wir mit der Prozession mitgehen und nicht nur zusehen? Und was bedeutet es uns, wenn wir zuvor Eucharistie feiern?
Die Fronleichnamsprozession hat durchaus auch den Charakter einer Demonstration. Wir bekennen uns damit zu den Werten des Reiches Gottes. Wie Demonstranten verkünden wir mit den religiösen Symbolen, die wir mittragen, den Liedern und Gebeten und nicht zuletzt durch die festliche Musik eine Botschaft: Die Botschaft vom Reich Gottes.
Wir zeigen ein frohes und stolzes Miteinander. Mittelpunkt ist Jesus Christus im Heiligsten Sakrament. Er verkörpert das Füreinander, das uns ins Christsein eingeschrieben ist. "Dies ist mein Leib für euch", hat Jesus vor der Hingabe seines Lebens beim Abschiedsmahl von sich gesagt.
Die Feier der Eucharistie ist für uns "Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens" (LG 1). Sie verwandelt uns. In ihr zelebieren wir das Miteinander und Füreinander, das die Welt verwandelt, und im Mitfeiern werden wir selbst Teil dieser neuen Welt.
Dem Hunger in Palästina und in den anderen Teilen der Weltstehen wir ohnmächtig gegenüber. Wir protestieren gegen alle, die den Hunger als Waffe oder als Mittel der Unterdrückung einsetzen. Wir zeigen aber auch, dass eine andere Welt möglich ist.
Zu Fronleichnam steht ein Stück Brot im Mittelpunkt als Symbol der Güte Gottes und seiner Gegenwart.
Der geistliche Schriftsteller Anthony de Mello beschreibt in einer Geschichte, dass Gott noch einmal und so zu den Menschen kommen will, wie es nötig ist. Da ein Engel Hunger und Arbeitslosigkeit als die größten Nöte ausmacht, lässt Gott den Engel wissen: „Dann werde ich in der Form von Nahrung für die Hungernden erscheinen und als Arbeit für die Arbeitslosem.“ [siehe den Kontext „Gott, der Ernährer“]
Ich werde in der Form von Nahrung für die Hungernden erscheinen – und das kann Brot sein. Wir feiern an Fronleichnam dieses Brot – als Nahrung für Leib und Seele.
Wenn ich den Gedanken von de Mello weiterführe, erschiene Gott ja so, wie es eine Antwort auf die Not ist. Würde er dann vielleicht in unserer Zeit noch ganz anders erscheinen? Vielleicht als Friedensbote für jene, die an Krieg leiden? Vielleicht als neue Luft für jene, die an Long Covid leiden? Vielleicht als Gesprächspartner oder Mediator für Familien und Paare, die sich nichts mehr zu sagen haben?
Auch unsere bekannten Lieder des Fronleichnam erweitern dieses Spektrum. Mit jeder Not können wir ins Gebet vor dem Allerheiligsten gehen. Dort können wir verweilen und fragen: „Was kann deine Antwort auf meine Not sein?“
Ein eigener Blick kann auf unsere Blumenteppiche gehen. Wovon erzählen sie? Ist es ein Motiv, das einen Dank ausdrückt? Zeigt das Motiv etwas von einer Sehnsucht, die wir ins (Blumen-)Bild bringen. Jeder Blumenteppich besagt auch: „Herr, ich habe mir Zeit genommen und mir Mühe gemacht für dich! Du bist täglich gut zu uns, dann kann ich es heute auch sein!“
Aber heute bleibt es dabei: Gott erscheint unter uns in der Gestalt des Brotes. Die biblischen Texte erinnern uns an einige Erfahrungen, die das Volk Israel und die ersten Gemeinden der Christen mit dem Brot gemacht haben.
- Melchisedek will Abraham ehren – und bringt ihm das Brot.
- Paulus beschreibt etwas, was schon lebendige Tradition war, als aus dem Verfolger ein Jünger Jesu geworden war. Jesus nahm das Brot und gab es.
Er hat kein ganz neues Zeichen eingeführt. Er hat dem bekannten Zeichen einen weiteren und tieferen Sinn gegeben.
- Und Jesus? Bei der wunderbaren Brotvermehrung zeigt er seine ganze Kraft. Wo nichts ist, kann viel werden. Wo scheinbar Armut war, entsteht ein Zeichen von Fülle. Es soll Kraft werden über die Zeit hinaus.
Ich habe in der Einleitung zur Messe von dem alten Priester erzählt. Er brachte in der Nachkriegszeit beide Nöte seiner Gemeinde zusammen: Hunger nach Brot, um körperlich satt zu werden, und Hunger nach dem rettenden Anker. „Ich will Gott im Brot sehen und daran denken, was er getan hat.“ Dafür verzichte ich gern auf ein Stück Brot im Magen.
Wenn Gott gut zu uns ist, soll er es auf jede Weise machen.
Zu Fronleichnam zeigen wir der Öffentlichkeit unsere Schätze. Unser kostbarster Schatz ist das Allerheiligste. Der Wert, den es repräsentiert, liegt jedoch hinter dem Sichtbaren im Verborgenen: in der Hingabe Jesu an Gott und die Menschen. Wie weit unsere Fronleinams-Aktion Menschen überzeugt, hängt nicht zuletzt von der Glaubwürdigkeit unseres Lebens als Christen ab.
In Europa läuft die Tourismus-Sommersaison an. Gewaltige Ströme von Menschen bewegen sich nicht nur an die Sonnenstrände, Städte und Länder präsentieren alle Schätze, die etwaige Interessenten anlocken könnten. Nicht nur Museen, Galerien, Schlösser und Kirchen ziehen Menschen an, auch kulturelle Darbietungen wie Theater, Opern, Konzerte usw. haben Hochsaison. Da gibt es Highlights, die so überlaufen sind, dass man den Zugang regulieren muss. Der Wert dieser alljährlichen Sommerübung ist nicht nur wirtschaftlich zu bemessen. Die Begegnung mit anderen Kulturen und Traditionen hat noch viele weitere positiven Seiten, die gut für uns sind. Wir lernen uns gegenseitig schätzen und kennen, zwischenmenschliche Begegnungen bringen bisher einander Fremde ein wenig näher.
Der alte Brauch, zu Fronleichnam eine feierliche Prozession mit dem Allerheiligsten zu halten, hat mit dem Phänomen Tourismus eine gemeinsame Wurzel: Wir tragen das Kostbarste unseres Glaubens öffentlich zur Schau. In vielen Gegenden ist es üblich, für diese Prozession alles aufzubieten, was ein Dorf oder eine Stadt an Wertvollem aufbieten kann, angefangen von kostbaren Trachten bis hin zum Chor und zur Musikkapelle, nicht zu vergessen kunstvolle Kleinode wie tragbare Altäre, kostbare Fahnen und Bilder, die das Jahr über in Kirchendepots oder Häusern ein verborgenes Dasein fristen.
Wie bei den meisten Präsentationen, liegt das eigentlich Wertvolle dahinter und ist für das nicht geübte Auge nicht auf den ersten Blick sichtbar. Wer sieht schon, wieviel Probenarbeit dahintersteckt, damit eine Musikkapelle oder ein Chor sich sehen und hören lassen kann. Wer sieht schon, wieviel Zeit und Arbeit, und auch finanzieller Aufwand für die Pflege der Kulturgüter nötig ist.
Das gilt auch für die religiöse Dimension des Fronleichnamsfestes. Das Kostbarste, das wir an diesem Tag über die Straßen tragen, ist im Eucharistischen Brot symbolisiert, das für uns in der Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung Jesu zu seinem Leib geworden ist, und in dem wir ihn mitten unter uns gegenwärtig wissen. Mit diesem Allerheiligsten tragen wir die Erinnerung an Jesus von Nazareth und an seine Hingabe an Gott und die Menschen in unsere heute Lebenswelt hinein.
"Was bringt das?", wird sich manch einer fragen. Der Wert dieses Tuns lässt sich nicht wirtschaftlich berechnen. Der Wert dieses Tuns hängt nicht zuletzt davon ab, wieviel vom Geist Jesu wir selbst glaubhaft repräsentieren, verkörpern und in unsere heutige Welt einbringen. Es genügt nicht, dass wir unseren kostbarsten Schatz, das Allerheiligste, vor uns hertragen. Es kommt darauf an, dass wir seinen Wert, seine Werte in uns tragen, dass wir uns vom Geist dieses Jesus prägen und führen lassen.
In Österreich - in abgewandelter Form gilt das auch für alle unsere Nachbarländer - erleben wir derzeit eine tiefe Krise der Glaubwürdigkeit der politischen Parteien und auch der Religionsgemeinschaften. Die Bürger sind den Werbeparolen gegenüber misstrauisch geworden. Sie bewerten die Politiker nach ihrem Tun.
Das Gleiche gilt aber auch für uns als Christen: Leben wir das, was wir in unseren Glaubenssätzen zusammengefasst haben? Leben wir den Geist Jesu? Orientieren wir uns an seinem Wort und an seinem Tun? – Nicht die Glaubenssätze sind neu zu formulieren, dass sie wieder passen, der Geist Jesu und sein Gedankengut müssen von denen neu aufgenommen werden, die sich auf ihn berufen.
Wir öffnen uns seinem Geist, wenn wir immer wieder die Heiligen Schriften lesen und wenn wir uns in der Feier der heiligen Messe in Erinnerung rufen, was er für uns getan hat, und ihm darin nachfolgen. Dann werden auch wir Christen glaubwürdiger sein, und die Menschen werden spüren, dass es mit unserem Allerheiligsten mehr auf sich hat, als die Pflege eines alten Brauches.
Fronleichnam hat viele Tiefendimensionen. An diesem Tag stellen wir das Geheimnis der Eucharistie in die Mitte. In der Prozession preisen wir Gott für das Leben und den Segen, den er uns zuteilwerden lässt. Im Vollzug der Eucharistie danken wir für den Segen Gottes.
Lieder:
GL 140: Kommt herbei, singt dem Herrn
GL 144: Nun jauchzt dem Herren, alle Welt (1., 4., 5., 7. Str.)
GL 184: Herr, wir bringen in Brot und Wein
GL 186: Was uns die Erde Gutes spendet
GL 209: Du teilst es aus mit deinen Händen (2. Str.)
GL 210: Das Weizenkorn muss sterben
GL 211: Wir rühmen dich König der Herrlichkeit
GL 213: O wunderbare Speise
GL 215: Gott sei gelobet und gebenedeiet (1. Str.)
GL 281: Also sprach beim Abendmahle (1. Str.)
GL 282: Beim letzten Abendmahle
GL 377: O Jesu, all mein leben bist du
GL 378: Brot, das die Hoffnung nährt (1. und 3. Str.)
GL 414: Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
GL 421: Mein Hirt ist Gott der Herr (3. Str.)
GL 425: Solang es Menschen gibt auf Erden
GL 442: Wo die Güte und die Liebe wohnt
GL 470: Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
GL 484: Dank sei dir Vater, für das ewge Leben (2. und 4. Str.)
GL 492: Jesus, du bist hier zugegen
GL 493: Preise Zunge das Geheimnis (Pange, lingua)
GL 494: Pange lingua
GL 495: Sakrament der Liebe Gottes (Tantum ergo)
GL 496: Tantum ergo
GL 497: Gottheit tief verborgen
GL 498: Das Heil der Welt, Herr Jesus Christ
GL 642: Zum Mahl des Lammes schreiten wir (1. und 4. Str.)
Kehrverse und Psalmen:
GL 37: Der Herr ist mein Hirt; er führt mich an Wasser des Lebens - Mit Psalm 23 - VI.
GL 55: Jubelt, ihr Lande, dem Herrn; alle Enden der Erde schauen Gottes Heil - Mit Psalm 98 - VIII.
GL 59: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks - Mit Psalm 110 - I.
GL 60: Der Herr hat uns befreit; auf ewig währt sein Bund. - Mit Psalm 111 oder mit Psalm 116 (GL 629,4) - VI.
GL 214: Dies Brot ist mein Leib für das Leben der Welt - Mit Psalm 100 (GL 56,2) - V.
GL 558: Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig.
GL 652,1: Du hast uns erlöst mit deinem Blut
GL Ö875: Preiset den Herrn, denn er ist gut
Ein alter Priester erzählte, dass er an Fronleichnam 1946 mit dem Leitgedanken den Gottesdienst gehalten hat: „Gott ist für uns so gut wie ein Stück Brot!“ Er erlebte die Reaktion der Teilnehmenden wie ein Aufatmen.
Im Gedenken an das Festgeheimnis und im Wissen um den Hunger lässt uns der heutige Tag und die Begegnung im Mahl und in der Monstranz aufatmen und strahlen.
Zu Fronleichnam steht in den meisten Gemeinden die Fronleichnamsprozession im Mittelpunkt. Sie ist der Höhepunkt dieses Festes. Sie wird jedoch zur leeren Hülle, zu überholtem Brauchtum, wo sie nicht ausgefüllt ist vom Geist der Eucharistie. In der Eucharistiefeier halten wir lebendig, was uns Jesus Christus beim Abendmahl als Testament hinterlassen hat: Wir sollen das Gedächtnis seiner Hingabe an Gott und die Menschen lebendig halten. Dies geschieht einerseits im Feiern der heiligen Messe, andererseits dadurch, dass wir uns selbst davon verwandeln lassen.
Am Beginn dieser Gedächtnisfeier treten wir vor unseren Herrn hin und bitten wir ihn um sein Erbarmen:
Herr Jesus,
wer zu dir kam, um Brot zu bekommen,
kam nicht vergebens.
Kyrie, eleison.
Wer zu dir kam, um einen geistigen Impuls zu empfangen,
fand ihn.
Christe, eleison.
Wer auf ein Zeichen der Zuwendung hoffte,
wurde an dein Mahl mit den Jüngern erinnert.
Kyrie, eleison.
Herr, Jesus Christus,
Du bist Mensch geworden
und hast als Mensch unter Menschen gelebt.
Kyrie, eleison.
Du hast dein Leben hingegeben zum Heil der Welt.
Christe, eleison.
Du hast uns ein Zeichen deiner Liebe und Hingabe hinterlassen,
damit auch wir in der Liebe wachsen
und füreinander da sind wie du.
Kyrie, eleison.
Herr Jesus Christus,
im wunderbaren Sakrament des Altares
hast du uns das Gedächtnis deines Leidens
und deiner Auferstehung hinterlassen.
Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse
deines Leibes und Blutes so zu verehren,
dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird.
Der du in der Einheit des Heiligen Geistes
Mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
MB Fronleichnam
Gott.
Du hast uns zu dieser Feier geladen.
Du sagst uns dein rettendes Wort
und reichst uns das lebenspendende Brot.
Mach uns fähig, weiterzugeben,
was wir in deinen Gaben empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Auswahl 3
Gott, unser Heil,
du hast das Werk der Erlösung
im österlichen Geheimnis vollendet.
Darum verkünden wir in der heiligen Eucharistie
den Tod und die Auferstehung deines Sohnes.
Schenke uns in dieser Feier
immer reicheren Anteil an der Erlösung
und lass uns von Tag zu Tag neu erfahren,
dass wir gerettet sind.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
MB Votivmesse von der hl. Eucharistie
Allmächtiger, ewiger Gott,
am Abend vor seinem Leiden
hat dein geliebter Sohn der Kirche
das Opfer des Neuen und Ewigen Bundes anvertraut
und das Gastmahl seiner Liebe gestiftet.
Gib, daß wir aus diesem Geheimnis
die Fülle des Lebens und der Liebe empfangen.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
MB Gründonnerstag
Herr Jesus,
du hast Menschen Brot gegeben,
nachdem sie dir zugehört hatten
und kein Brot mehr kaufen konnten.
Wir bitten dich um deine Gaben für uns,
die wir nun dir begegnen wollen,
dem einen Gott und Mensch,
der mit dem Vater und dem Heiligen Geist
die Menschen begleitet bis in Ewigkeit. - Amen.
Zum guten Leben braucht es mehr als einen reich gedeckten Tisch. Nur aus deiner Hand, guter Gott, empfangen wir die Gaben, die uns wirklich leben lassen.
Dich bitten wir:
Bewege alle christlichen Kirchen zum Streben nach Einheit in Vielfalt.
Bewege die ganze Menschheitsfamilie zum Teilen mit denen, die zu wenig Ressourcen zum Überleben haben.
Bewege alle, die an dich glauben, zu einem Zeugnis für deine Botschaft der Liebe in einer Welt.
Bewege alle, die in sich eine spirituelle Sehnsucht spüren, auf Wege, auf denen sie dich finden.
Bewege uns zu einem festen Glauben an die Auferstehung und das ewige Leben.
Dir haben wir unsere Bitten anvertraut, erfülle sie nach deinem Willen. - Amen.
In der Kraft Jesu konnten die Menschen teilen und satt werden.
Ihn bitten wir:
Kehrvers:
Herr, teile mit den Bedürftigen deine Liebe
Menschen sind auf der Flucht. Einige aus der Ukraine haben bei uns eine Bleibe gefunden.
Wir bitten…
Schon Paulus hat die Gemeinde in Korinth ermahnt, die Armen nicht zu übersehen.
Wir bitten…
In unserer Gemeinde bringen wir regelmäßig den Kranken die Kommunion zu ihnen in die Wohnung.
Wir bitten…
Die Mitarbeiter*innen in den Tafelläden und Suppenküchen stellen einen immer größeren Kreis an Bedürftigen fest.
Wir bitten…
Nicht jeder zeigt sein Leid und seine Not, aber er lebt mitten unter uns.
Wir bitten…
Herr, wir vertrauen dir.
Sei den Menschen, an die wir gedacht haben, nahe wie in einem Stück Brot. - Amen.
Demonstrationen begegnen wir im Straßenbild häufig.
Heute demonstrieren wir katholische Christen über das ganze Land verteilt auf Straßen und Feldern. Wir geben damit Zeugnis von unserem Glauben an die Gegenwart Gottes im Sakrament.
Lasst uns für alle, denen wir dabei begegnen, beten:
Brot und Wein werden in den meisten Kulturen als lebensspendende Gaben geschätzt.
Beten wir für alle, die in den verschiedenen Religionen und Kirchen Richtung für ihr Leben suchen.
Weltweit sind Millionen Menschen von Hunger, Kriegen, Flucht und Umweltkatastrophen bedrängt.
Beten wir für sie und alle jene, die sich ehrenamtlich oder beruflich darum bemühen, ihr Los zu erleichtern.
Schöne Worte reichen nicht. Das Reden muss sich im konkreten Tun verwirklichen.
Beten wir um offene Augen und Herzen für die Nöte derer, die mit uns am Weg sind.
Im Brechen des Brotes in der Liturgie sind wir in Jesu Tod und Auferstehung hineingenommen.
Beten wir um seinen Frieden für uns und alle, denen wir uns verbunden fühlen.
Gerade in der Begegnung mit dem Tod brauchen wir deinen Beistand und das Vertrauen, dass wir in deine Hände fallen dürfen.
Beten wir für unsere Verstorbenen.
Dir, der uns im Übermaß Leben und Hoffnung schenkt, vertrauen wir unsere ausgesprochenen und unausgesprochenen Bitten an.
Dich beten wir an und verehren wir jetzt und immer. - Amen.
Herr, Jesus Christus, du bist unter uns gegenwärtig im Sakrament der Eucharistie,
wir bitten dich:
Für alle Gemeinden, die heute dein Gedächtnis in der Gestalt der Fronleichnamsprozession feiern.
Schenke ihnen einen lebendigen Glauben, der auch andere überzeugt.
Für alle Gemeinden, die nicht mehr jeden Sonntag Eucharistie feiern können, weil die Diözese nicht mehr genug Priester zur Verfügung hat.
Erhalte ihren Glauben lebendig.
Für die Kinder und Jugendlichen unserer Pfarrgemeinden.
Lass sie überzeugten Christinnen und Christen begegnen, an denen sie erleben können, wie kostbar der Glaube an Jesus Christus und die Feier der heiligen Sakramente ist.
Für alle Menschen, die in unserem Land leben und arbeiten oder zu Gast sind.
Lass sie erkennen, wie kostbar und heilig uns der überlieferte Glaube ist
und schenke uns gegenseitigen Respekt vor unseren Überzeugungen.
Für unserer Verstorbenen, mit denen wir uns als Glieder des Leibes Christi wissen.
Gib ihnen ewiges Leben.
Deine Liebe, Herr Jesus Christus preisen und besingen wir
und für deine Gegenwart danken wir dir. – Amen.
Feierlich ziehen wir heute mit Jesus in Brotgestalt in den Städten und Dörfern dorthin, wo wir inmitten aller Menschen leben.
Für sie und mit ihnen beten wir:
Für Papst Franziskus, alle Bischöfe und Priester,
die in deinem Auftrag für die ganze Kirche und für sich das eucharistische Opfer feiern.
Für alle jene, die in Mitverantwortung und globaler Solidarität für Klimaschutz und gerechte Lebensbedingungen für alle ihr Leben gestalten.
Für alle Christen, die deine Botschaft der Liebe bewusst mit anderen teilen und dadurch selbst immer tiefer von ihr erfüllt werden.
Für uns selbst, wenn wir in unserem Alltag den verschiedensten Lebenswirklichkeiten anderer begegnen und uns davon berühren lassen.
Für unsere Verstorbenen, mit denen wir uns in der Teilnahme am eucharistischen Mahl vereint fühlen.
Herr, Jesus Christus!
Durch dich und deine reale Anwesenheit in den Gaben von Brot und Wein sind wir in Gemeinschaft mit dir und untereinander verbunden.
Dir gilt unser Lob und Dank jetzt und bis in Ewigkeit. - Amen.
Herr, unser Gott,
wir bringen das Brot dar,
das aus vielen Körnern bereitet,
und den Wein,
der aus vielen Trauben gewonnen ist.
Schenke deiner Kirche,
was diese Gaben geheimnisvoll bezeichnen:
die Einheit und den Frieden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
MB Fronleichnam
Herr, du trägst Sorge für uns,
du hast uns Brot und Wein geschenkt
als Nahrung für unser vergängliches Leben.
Wir bringen diese Gaben zum Altar;
reiche sie uns neu als Sakrament der Unsterblichkeit.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 4. Dienstag der Fastenzeit
Die Bittmesse
Gütiger Gott,
wir bringen die Gaben dar
für die Gedächtnisfeier unserer Erlösung.
Mache sie zum Sakrament,
das die Einheit bezeichnet
und uns in deiner Liebe zusammenschließt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB Votivmesse von der hl. Eucharistie
Herr,
gib, daß wir das Geheimnis des Altares ehrfürchtig feiern;
denn sooft wir die Gedächtnisfeier dieses Opfers begehen,
vollzieht sich an uns das Werk der Erlösung.
Durch Christus, unseren Herrn.
MB Gründonnerstag
Herr,
damals waren es viele Tausend Menschen,
die du erfüllt hast.
Erfülle diese Gaben mit deinem Segen,
dass wir erfüllt sind
in der Schar, die du vor dir siehst.
Darum bitten wir dich, unseren Herrn. – Amen.
Kehrvers: Lobe den Herrn,
preist seine Huld und Treue. (GL 401)
Großer und fürsorglicher Gott,
wir wollen dir danken für all das Gute,
das du uns tagtäglich schenkst:
Wir danken dir für das Geschenk des Lebens
und für die Freude, die wir daran haben.
Kehrvers
Brot und Wein sind für uns Inbegriff dessen,
was wir zum Leben brauchen, und was uns gut tut.
Sie verkörpern deine Liebe zu allen Geschöpfen.
Kehrvers
Mit Manna hast du dein Volk am Leben erhalten,
als es durch die Wüste zog,
und du hast ihm Korn geschaffen,
als es das verheißene Land in Besitz nahm.
Kehrvers
Jesus dein Sohn, hat das Volk mit deinem Wort gesättigt,
als er ihm den Sinn der Schriften erschloss,
und hat mit ihnen das Brot geteilt,
sodass alle essen und satt werden konnten.
Kehrvers
Am Abend vor seinem Tod hat er sich selbst seinen Jüngern
im Brot zur Speise und im Wein zum Trank gegeben.
Am Kreuz hat er dieses Vermächtnis mit der Hingabe seines Lebens erfüllt.
Kehrvers
So ist er für uns zum Brot geworden,
das vom Himmel herabgekommen ist,
das uns für immer sättigt
und durch das wir mit dir auf das Innigste verbunden sind.
Kehrvers
Wir danken dir für dieses große Geheimnis,
in dem deine unerschöpfliche Liebe
für uns zur Quelle ewigen Lebens geworden ist.
Wir stimmen ein in den Lobgesang der Kirche aller Jahrhunderte
und singen mit allen Engeln und Heiligen:
Danklied, z. B. GL 484: Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater,
allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Als der wahre und ewige Hohepriester
hat er die Feier eines immerwährenden Opfers gestiftet.
Er hat sich selbst als Opfergabe dargebracht
für das Heil der Welt
und uns geboten,
daß auch wir diese Gabe darbringen zu seinem Gedächtnis.
Er stärkt uns,
wenn wir seinen Leib empfangen,
den er für uns geopfert hat.
Er heiligt uns,
wenn wir sein Blut trinken,
das er für uns vergossen hat.
Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln,
den Thronen und Mächten und mit all den Scharen
des himmlischen Heeres
den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 1
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er hat beim Lezten Abendmahl
das Gedächtnis des Kreuzesopfers gestiftet
zum Heil der Menschen bis ans Ende der Zeiten.
Er hat sich dargebracht als Lamm ohne Makel,
als Gabe, die dir gefällt,
als Opfer des Lobes.
Dieses erhabene Geheimnis heiligt
und stärkt deine Gläubigen,
damit der eine Glaube
die Menschen der einen Erde erleuchte,
die eine Liebe sie alle verbinde.
So kommen wir zu deinem heiligen Tisch,
empfangen von dir Gnade um Gnade und
werden neu gestaltet nach dem Bild deines Sohnes.
Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde,
Engel und Menschen und
singen wie aus einem Munde
das Lob deiner Herrlichkeit:
Heilig ...
MB Eucharistie 2
Gott,
du bist so gut zu uns wie ein Stück Brot.
Die Bitte um das tägliche Brot erinnert uns daran.
So beten wir im Namen Jesu zu dir:
Vater unser….
Jesus will mit seiner Kraft in seinem Leib bei uns sein.
Er selbst empfing seine Kraft aus der Nähe zu seinem Vater.
Mit ihm rufen wir:
Vater unser im Himmel...
Einleitung zum Friedensgebet:
Herr Jesus, dein Segen über Brot und Fisch vermochte viel.
Deine Kraft des Friedens vermag es auch.
Darum bitten wir:
Herr Jesus Christus, schaue nicht auf unsere Sünden...
Herr Jesus, du hast den Menschen, die gekommen waren, um dich zu hören, das Brot geteilt.
Wir hoffen auf eine ähnliche Erfahrung des geteilten und erfüllenden Friedens.
So bitten wir:
Herr Jesus Christus…
Geheimnis des Glaubens
so bekennen wir
bei jeder heiligen Messe
Ja, es ist ein Geheimnis
und mit unseren Sinnen nicht zu fassen
Gottes Sohn ist da
in Brot und Wein
Für uns
und zu unserem Heil
ist er zur Welt gekommen
und bleibt bei uns
Um uns zu stärken
und zu begleiten
auf allen unseren Wegen
bis hin zum Ziel
zu dem alle berufen sind
die glauben
Herr Jesus Christus,
der Empfang deines Leibes und Blutes
ist für uns ein Vorgeschmack der kommenden Herrlichkeit.
Sättige uns im ewigen Leben
durch den vollen Genuss deiner Gottheit.
Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.
MB Fronleichnam
Allmächtiger Gott,
du hast uns heute
im Abendmahl deines Sohnes gestärkt.
Sättige uns beim himmlischen Gastmahl
mit dem ewigen Leben.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
MB Gründonnerstag
Herr und Gott,
du hast uns mit dem Brot des Himmels gesättigt
und uns in dieser Speise
ein Unterpfand dessen gegeben,
was unseren Augen noch verborgen ist.
Lass in unserem Leben sichtbar werden,
was wir im Sakrament empfangen haben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 3. Fastensonntag
Gütiger Gott,
du schenkst uns Anteil an deinem Sakrament.
Gib, dass wir das heilige Brot nicht nur mit dem Mund empfangen,
sondern ganz von seiner Kraft durchdrungen werden,
so dass wir wahrhaft aus deiner Gnade leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 2. Samstag der Fastenzeit
Gott, du Spender alles Guten,
du hast uns das Brot des Himmels geschenkt.
Erhalte in uns das Verlangen nach dieser Speise,
die unser wahres Leben ist.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
MB 6. Sonntag im Jahreskreis
Herr Jesus,
wir durften dich finden
und uns stärken lassen.
[Und wir dürfen dich jetzt durch unsere Straßen tragen.]
Wir danken dir
und vertrauen auf deine Begleitung und Kraft.
Durch dich, Christus, unseren Herrn. – Amen.
Gott ist gut zu uns
– auch in seinem Segen. - Amen!
Gott ist gut zu uns
– auch in der Eucharistie, die wir empfangen haben. - Amen!
Gott ist gut zu uns
– und lässt uns seinen Geist erfahren. - Amen!
Und so segne uns dieser gute Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. - Amen!
Gott gebe euch so seinen Segen,
wie sein Volk einst das Manna erfahren hat. - Amen.
Gott gebe euch so seinen Segen,
wie ihn die Menschen bei der Brotvermehrung erfahren haben. – Amen.
Gott gebe euch so seinen Segen,
wie er immer wieder Menschen dahin geführt hat,
wo sie eine Antwort auf Not waren. - Amen.
Und der Segen Gottes des Vaters,
des Sohnes und des Heiligen Geistes
lasse euch seine stärkende Nähe spüren. – Amen.
Das können wir uns nicht backen,
dass alles glatt geht,
dass kein Rest mehr bleibt,
das Leben ohne Ecken und Kanten,
ohne Brüche und Wanken.
Das können wir uns nicht backen,
dass eine Begegnung zum Geschenk wird,
dass Gerechtigkeit siegt trotz allem Ringen,
dass alle satt werden an Leib und Seele,
dass eine Hoffnung bleibt am Ende von allem.
Das können wir uns nicht backen
weil der Teig nicht aufgegangen ist,
weil die Hefe der Liebe fehlte,
auch weil wir nicht immer Sauerteig sein konnten
in der Gesellschaft der Macher und Selbstoptimierer.
Das können wir uns nicht backen
und brauchen es auch nicht:
dass ich immer stark bin und gut,
dass ich besser bin und mir kein Fehler geschieht,
dass ich alles im Griff habe und immer die Übersicht.
Das können wir uns nicht backen
das Brot, das mehr ist,
das Brot des Lebens,
das Brot der Liebe,
das Brot des Himmels.
Nur schenken lassen können wir uns
das tägliche Brot von Sinn und Begabung,
das Brot der Vergebung,
das Brot der Versöhnung,
das Brot des Friedens.
Nur schenken lassen können wir uns
das Bot des Lebens von dem, der sagte:
Ich bin das Brot des Lebens
Für jede und jeden, keinen ausgeschlossen.
Kommt und esst – seid Brot mit mir.
Im gebrochenen Brot,
im geteilten Wein,
im einen Leib
können wir sein, was wir sind:
der e i n e Leib.
Klaus Honermann, honermann-k@bistum-muenster.de. Fronleichnam 2025.
Kinder leiden besonders unter dem Konflikt im Nahen Osten. Im Gazastreifen bringen die anhaltende Gewalt, Vertreibungen und Hunger die Kinder in größte Gefahr. In unserem Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
Alle dreizehn Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger. 733 Millionen Menschen hungern – dabei gibt es genug Nahrung, Wissen und Mittel für alle. Mehr noch: Alle Menschen haben ein Recht auf Nahrung. Die Welthungerhilfe arbeitet seit ihrer Gründung mit vielfältigen Strategien daran, den Hunger in der Welt bis 2030 zu beenden.
Gott beschloss, der Erde einen Besuch abzustatten, also schickte er zuvor einen Engel hinunter, um zu sehen, wie dort die Lage war.
Der Engel kehrte zurück und berichtete: „Die meisten haben nicht genug zu essen, und sehr viele sind arbeitslos.“
Gott sagte: „Dann werde ich in der Form von Nahrung für die Hungernden erscheinen und als Arbeit für die Arbeitslosem.“
Aus: Anthony de Mello; Warum der Vogel singt. Geschichten für das richtige Leben. Herder Verlag, Freiburg – Basel – Wien 1984.
Unser Brot - Dein Brot
Dein Brot - unser Brot
Unser Wein - Dein Wein
Dein Wein - unser Wein
Unser Leben - Dein Leben
Dein Leben - unser Leben
Unsere Gedanken - Deine Gedanken
Deine Gedanken - unsere Gedanken
Unsere Welt - Deine Welt
Deine Welt - unsere Welt
durch Jesus Christus, unseren Herrn
Aus: Anton Rotzetter, Gott, der mich atmen lässt. Gebete des Lebens, Herder 1986.
du hast uns von etwas kostbarem kosten lassen
das brot
das wir miteinander geteilt haben
ist das brot deines lebens
für unser leben.
der kelch
aus dem wir getrunken haben
ist der kelch
der uns als gemeinde
zu deiner gemeinschaft
weggemeinschaft werden lässt.
Gott wir wollen
auf diesem weg
weitergehen
den weg deiner verheißungen
nicht scheuen
sondern
offenen auges verantwortung übernehmen
und herausforerungen nicht scheuen
lass uns deine
gemeinde sein
ohne wenn und aber
nachdenklich aber entschieden.
Amen.
Julia Strecker in: Benedikta Hintersberger OP (Hrsg); Du bist der Atem meines Lebens. Das Frauengebetbuch Schwabenverlag, Ostfildern 2006.
Zu den besonderen und bewegenden Momenten gehört für viele Lourdespilger die Sakramentsprozession am Nachmittag mit der anschließenden sakramentalen Einzelsegnung der Kranken und Leidenden.
Für diese Prozession wird an jedem Morgen an der Grotte eine neue Hostie konsekriert und nach der Prozession gebrochen, um dann bei der Kommunionspendung verteilt zu werden.
Ohne Herkunftsangabe
Wir tragen Jesu Leib durch die Straßen.
Mancher fragt sich: Für wen halte ich dich?
Für wen halte ich dich,
wenn ich damit gesegnet werde?
Für wen halte ich dich,
wenn ich zur Kommunion die Hand ausstrecke?
Für wen halte ich dich,
auf dessen Namen ich getauft bin?
Aus: Sonntagsgruß 94. Jahrgang 2019 – 25. Freiburg.
Als kleines Stück Brot
gab Er sich selbst aus der Hand
und liegt in unseren Händen.
Als kleiner Schluck Wein
will Er uns ganz durchdringen
und verwandeln in Sein Sein.
Als kleines, aufbauendes Wort
will Er bei uns ankommen
und das Leben bringen -
das Leben in Fülle.
Ilse Pauls
Ein Lied von Reinhard Burchhardt nach einem Text von Mutter Theresa.
Herunterladen als PDF
Text: Mutter Teresa, Musik: Reinhardt Burchhardt
Wir wollen heut ein Mahl feiern
miteinander
und jeder
soll an Jesu Tod und
Auferstehung denken
Wir wollen dann sein Brot teilen
miteinander
und jeder
soll ein Stück empfangen
und davon essen
Wir sollen selber Brot werden
füreinander
und jeder
soll sich eine Scheibe
abschneiden können
Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2006.
Ein Stück Brot
in meiner Hand
mir gegeben
dass ich lebe
dass ich liebe
dass ich Speise bin
für die andern
Ein Schluck Wein
in meinem Mund
mir gegeben
dass ich lebe
dass ich liebe
dass ich Trank bin
für die andern
Aus: Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2006.

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
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Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
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Der "Höchste Gott", der Himmel und Erde erschaffen hat, ist mit Jahwe identisch. Eine so positive Beurteilung eines außerisraelitischen, kanaanäischen Kultes findet sich im ganzen AT nur hier. Melchisedek ehrt den siegreich heimkehrenden Abraham mit einem Friedopfer und spricht über ihn den Segen, weil es für ihn selbstverständlich war, dass Gott ihm den Sieg verliehen hat.
In der Abgabe des Zehnten anerkennt Abraham die Vorrangstellung des Melchisedek.
Dieser Textabschnitt dürfte erst nachträglich in die Geschichte vom Feldzug Abrahams eingefügt worden sein, um die Anerkennung Abrahams als von Gott Beschützten und Erwählten auszudrücken. Diese Anerkennung geschieht wechselseitig: Abraham stattet Melchisedek den Zehent ab.
Ob Melchisedek eine historische Gestalt ist, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Von vielen wird er als zeitloser Priesterkönig angesehen. Auf diese Gestalt greifen viele theologische Aussagen zurück. Er ist als Urbild des Hohenpriesters gesehen worden. Das Bringen von Brot und Wein ist schon in sehr früher christlicher Zeit als Hinweis und Vorwegnahme der Eucharistie gedeutet worden. Dadurch hat der Name Melchisedek auch Eingang in das römische Hochgebet der Eucharistiefeier gefunden.
Hier bekommt er dein doppeltes Gewicht als König und als Priester. Er ist es, der aus Opfergaben an Abraham weitergibt. Und er ist es, der segnet. Darin setzte Melchisédek ein Zeichen der Anerkennung in einer Phase, in der Abraham um seine Aufgabe und Bedeutung ringen musste.