Lesung aus dem Buch Hosea.
So spricht der HERR:
Kehr um, Israel, zum HERRN, deinem Gott!
Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld.
Nehmt Worte der Reue mit euch,
kehrt um zum HERRN und sagt zu ihm:
Nimm alle Schuld hinweg
und nimm an, was gut ist:
Anstelle von Stieren bringen wir dir unsere Lippen dar.
Assur kann uns nicht retten,
wir wollen nicht mehr auf Pferden reiten
und zum Machwerk unserer Hände sagen wir nie mehr:
Unser Gott.
Denn nur bei dir findet ein Waisenkind Erbarmen.
Ich will ihre Untreue heilen
und sie aus freiem Willen wieder lieben.
Denn mein Zorn hat sich von Israel abgewandt.
Ich werde für Israel da sein wie der Tau,
damit es sprosst wie die Lotosblüte
und seine Wurzeln schlägt wie der Libanon.
Seine Zweige sollen sich ausbreiten,
sodass seine Pracht wie die des Ölbaums wird
und sein Duft wie der des Libanon.
Die in seinem Schatten wohnen,
bauen wieder Getreide an
und sie sprossen wie der Weinstock,
dessen Wein so berühmt ist wie der Wein vom Libanon.
Efraim, was habe ich noch mit den Götzen zu tun?
Ich, ja, ich habe ihm geantwortet und achte auf ihn:
Ich bin wie der grünende Wacholder,
an mir findest du reiche Frucht.
Wer weise ist, begreife dies alles,
wer klug ist, erkenne es.
Ja, die Wege des HERRN sind gerade;
die Gerechten gehen auf ihnen,
die Treulosen aber kommen auf ihnen zu Fall.
Kv: Ich bin der Herr, dein Gott,
höre auf meine Stimme! - Kv
Oder GL 53,1
Eine Stimme höre ich, die ich noch nie vernahm: *
Seine Schulter hab ich von der Bürde befreit,
seine Hände kamen los vom Lastkorb. *
Du riefst in der Not und ich riss dich heraus; - Kv
Ich habe dich aus dem Versteck des Donners erhört, *
an den Wassern von Meríba geprüft.
Höre, mein Volk, ich will dich mahnen! Israel, *
wolltest du doch auf mich hören! - Kv
Kein fremder Gott soll bei dir sein, *
du sollst dich nicht niederwerfen vor einem fremden Gott.
Ich bin der HERR, dein Gott, *
der dich heraufgeführt hat aus Ägypten. - Kv
Ach, dass mein Volk doch auf mich hörte, *
dass Israel gehen wollte auf meinen Wegen!
Ich würde es nähren mit bestem Weizen, *
dich sättigen mit Honig aus dem Felsen. - Kv
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit
ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin
und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
Jesus antwortete:
Das erste ist: Höre, Israel,
der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen und ganzer Seele,
mit deinem ganzen Denken
und mit deiner ganzen Kraft.
Als zweites kommt hinzu:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister!
Ganz richtig hast du gesagt:
Er allein ist der Herr
und es gibt keinen anderen außer ihm
und ihn mit ganzem Herzen,
ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben
und den Nächsten zu lieben wie sich selbst,
ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte,
und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes.
Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.
Keine Inhalte für diese Messfeier vorhanden
Hoffnung und Glaube werden ein Ende haben, wenn wir sterben. Die Liebe aber wird bleiben. Liebe währt ewig. Liebe kommt von Gott und kehrt zu Gott zurück. Wenn wir sterben, werden wir alles verlieren, was das Leben uns gab, außer der Liebe. Die Liebe, in der wir unser Leben geführt haben, ist die Liebe Gottes in uns. Sie ist der göttliche, unzerstörbare Kern unseres Seins. Diese Liebe wird nicht nur fortdauern, sondern auch Früchte tragen von Geschlecht zu Geschlecht.
Stehen wir an der Schwelle unseres Todes, dann lasst uns zu allen, die wir zurücklassen, sagen: "Seid nicht traurig! Die Liebe Gottes, die in meinem Herzen wohnt, wir zu euch kommen und euch Trost und Stärke sein."
Henri Nouwen, Leben hier und jetzt; Herder Verlag, Freiburg1996.
Du liebst leidenschaftlich
kennst Zorn und Glut
Doch Du bist Liebe
Du liebst zärtlich
wie Mutterhände
Innig wie Liebende
Milde und nachsichtig
Du bist treu und vergibst
Du liebst weise und gütig
Du richtest auf
Leidenschaftlich willst Du
geliebt werden
geliebt sein
Aus ganzem Herzen
Aus ganzem Gemüt
Aus ganzer Kraft
Heilige lebten so
In allem spürten sie
Deinen Atem und
ließen sich auf ihn ein
Überfordert
mühen wir uns ab
an Deiner Welt
Theresia Hauser, Offen für den Augenblick. Schwabenverlag, Ostfildern 2002.
Die Liebe führt mich
zu den Dingen,
und die Dinge
führen mich zu der Liebe.
Alle Trennungen sind künstlich,
es gibt nur eine Verwandlung
zum Leben hin,
und die geschieht durch die Liebe.
Seit Jahrtausenden
sind wir nicht müde geworden,
neue Namen für den Zauber zu finden,
aber am Ende kehren wir doch zurück
zu dem Wort,
das uns Hoffnung macht
und in dem die Verwandlung
beheimatet ist.
Kannst du es mir glauben,
wenn ich noch einmal sage:
"Ich liebe dich."
Ulrich Schaffer, Liebendes Wahrnehmen. Ed. Schaffer im Kreuz Verlag, Stuttgart 1989.
Behüte unsere Liebe
vor Lieblosigkeit und Egoismus,
behüte sie vor Eifersucht
und Vertrauensbruch,
lass uns darüber klar werden,
ob wir für immer
zusammenbleiben wollen,
sei du in unserer Mitte.
Guido Erbrich, Zum Beispiel: du. Gebete für junge Menschen; Leipzig, St. Benno Verlag, 2002.

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Die Frage nach dem "ersten" der Gebote zielt auf eine Rangordnung: das wichtigste Gebot.
Jesus gibt in der Antwort eindeutig einen solchen Vorrang der beiden Liebesgebote vor allen anderen an.
Jesus zitiert Dtn 6,5 - und bezeugt: es geht um die Liebe zum einzigen Gott Israels, Jahwe. Er soll geliebt werden mit Herz, Seele und Kraft. - Hinzugefügt wird der Dtn-Stelle: mit ganzem Denken - die Vernünftigkeit der Gottesliebe.
Das zweite Gebot: den Nächsten lieben wie sich selbst (Jesus zitiert Lev 19,18). Wer ist der Nächste? (Vgl. Lk 10,30-37: sogar der Feind, der Samariter!)
Der Schriftgelehrte führt Jesu Antwort weiter: diese Gebote sind allen Kultgeboten vorzuziehen.
Indem ein jüdischer Schriftgelehrter Jesus bestätigt, wird Jesu Lehrautorität gewissermaßen von offizieller Seite bestätigt.