Lesung aus dem Buch Daniel.
In jenen Tagen
verurteilte die versammelte Gemeinde Susanna zum Tod.
Susanna aber schrie auf mit lauter Stimme und sagte:
Ewiger Gott, du kennst auch das Verborgene;
du weißt alles, noch bevor es geschieht.
Du weißt auch,
dass sie eine falsche Aussage gegen mich gemacht haben.
Darum muss ich jetzt sterben,
obwohl ich nichts von dem getan habe,
was diese Menschen mir vorwerfen.
Der HERR erhörte ihr Rufen.
Als man sie zur Hinrichtung führte,
erweckte Gott den heiligen Geist
in einem jungen Mann namens Daniel.
Dieser schrie mit lauter Stimme:
Ich bin unschuldig am Blut dieser Frau.
Da wandten sich alle Leute nach ihm um und fragten ihn:
Was soll das heißen, was du da gesagt hast?
Er trat mitten unter sie und sagte:
Seid ihr so töricht, ihr Söhne Israels?
Ohne Verhör und ohne Prüfung der Beweise
habt ihr eine Tochter Israels verurteilt.
Kehrt zurück zum Ort des Gerichts!
Denn diese Ältesten haben eine falsche Aussage gegen Susanna gemacht.
Eilig kehrten alle Leute wieder um
und die Ältesten sagten zu Daniel:
Setz dich hier mitten unter uns und sag uns,
was du zu sagen hast!
Denn dir hat Gott den Vorsitz verliehen.
Daniel sagte zu ihnen:
Trennt diese beiden Männer,
bringt sie weit auseinander!
Ich will sie verhören.
Als man sie voneinander getrennt hatte,
rief er den einen von ihnen her und sagte zu ihm:
In Schlechtigkeit bist du alt geworden;
doch jetzt kommt die Strafe für die Sünden,
die du bisher begangen hast.
Ungerechte Urteile hast du gefällt,
Schuldlose verurteilt,
aber Schuldige freigesprochen;
und doch hat der HERR gesagt:
Einen Schuldlosen und Gerechten sollst du nicht töten.
Wenn du also diese Frau wirklich gesehen hast, sage:
Unter welchem Baum hast du sie miteinander verkehren sehen?
Er aber sagte: Unter einem Mastixbaum.
Da sagte Daniel:
Mit deiner Lüge hast du dein eigenes Haupt getroffen.
Der Engel Gottes wird dich zerspalten;
schon hat er von Gott den Befehl dazu erhalten.
Dann ließ er ihn wegbringen und befahl,
den andern vorzuführen.
Zu ihm sagte er: Du Sohn Kanaans, nicht Judas,
dich hat die Schönheit verführt,
die Leidenschaft hat dein Herz verdorben.
So tatet ihr an den Töchtern Israels
und jene verkehrten mit euch,
weil sie sich fürchteten;
aber eine Tochter Judas duldete eure Gesetzlosigkeit nicht.
Nun sag mir:
Unter welchem Baum hast du sie ertappt,
während sie miteinander verkehrten?
Er sagte: Unter einer Eiche.
Da sagte Daniel zu ihm:
Mit deiner Lüge hast auch du dein eigenes Haupt getroffen.
Der Engel Gottes wartet schon mit dem Schwert in der Hand,
um dich mitten entzweizuhauen.
So wird er euch beide vernichten.
Da schrie die ganze Gemeinde laut auf
und pries Gott, der alle rettet, die auf ihn hoffen.
Dann erhoben sie sich gegen die beiden Ältesten,
die Daniel durch ihre eigenen Worte
als falsche Zeugen entlarvt hatte.
Das Böse, das sie ihrem Nächsten hatten antun wollen,
tat man nach dem Gesetz des Mose ihnen an:
Man tötete sie.
So wurde an jenem Tag unschuldiges Blut gerettet.
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit
ging Jesus zum Ölberg.
Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel.
Alles Volk kam zu ihm.
Er setzte sich und lehrte es.
Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau,
die beim Ehebruch ertappt worden war.
Sie stellten sie in die Mitte
und sagten zu ihm: Meister,
diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt.
Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben,
solche Frauen zu steinigen.
Was sagst du?
Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen,
um einen Grund zu haben, ihn anzuklagen.
Jesus aber bückte sich und
schrieb mit dem Finger auf die Erde.
Als sie hartnäckig weiterfragten,
richtete er sich auf
und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist,
werfe als Erster einen Stein auf sie.
Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Als sie das gehört hatten,
ging einer nach dem anderen fort,
zuerst die Ältesten.
Jesus blieb allein zurück
mit der Frau, die noch in der Mitte stand.
Er richtete sich auf
und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben?
Hat dich keiner verurteilt?
Sie antwortete: Keiner, Herr.
Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht.
Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Gotteslob Nr. 448: Herr, gib uns Mut zum Hören
1. Herr, gib uns Mut zum Hören auf das, was du uns sagst.
Wir danken dir, dass du es mit uns wagst.
2. Herr, gib uns Mut zum Dienen, wo’s heute nötig ist.
Wir danken dir, dass du dann bei uns bist.
3. Herr, gib uns Mut zur Stille, zum Schweigen und zum Ruhn.
Wir danken wir: Du willst uns Gutes tun.
4. Herr, gib uns Mut zum Glauben an dich, den einen Herrn.
Wir danken dir, denn du bist uns nicht fern.
(Text und Melodie Kurt Rommel 1963)
Mut zum Hören, zum Dienen, zur Stille, zum Glauben. Darum bitten wir Gott, wenn wir dieses Lied singen oder den Text gemeinsam lesen. In dieser herausfordernden Zeit, in der viele Menschen verunsichert und manche mutlos geworden sind, weil wir nicht wissen, wie es weitergeht, kann der Glaube uns Mut geben. Aber es darf auch sein, dass der Mut uns kurzzeitig verlässt. Wir dürfen alles, was uns bewegt, unsere Sorgen, unsere Ängste, unsere Klage vor Gott bringen. Er hält es aus.
Mut ist mit dem Wort Demut verwandt. Wir erkennen gerade deutlich, dass wir Menschen nicht alles in der Hand haben, dass viele unserer Planungen jetzt ins Leere führen. Was kann mir dabei helfen, die ganze Situation anzunehmen? Vielleicht erinnere ich mich an schwierige Zeiten in meinem Leben, die ich schon gemeistert habe. Was war damals hilfreich für mich? Schaffe ich es auch jetzt, Hilfe anzunehmen beziehungsweise um Hilfe zu bitten?
Psalm 23 ist vielen von uns vertraut. Heute lade ich ein, ihn in einer anderen Übersetzung zu beten:
(Übersetzung Bibel in gerechter Sprache)
Adonaj* weidet mich, mir fehlt es an nichts.
Auf grüner Wiese lässt Gott mich lagern,
zu Wassern der Ruhe leitet Gott mich sanft.
Gott lässt meine Lebendigkeit zurückkehren.
Gott führt mich auf gerechten Spuren –
so liegt es im Namen Gottes.
Wenn Finsternis tief meinen Weg umgibt,
fürchte ich nichts Böses.
Ja, du bist bei mir,
dein Stab und deine Stütze – sie lassen mich aufatmen.
Du bereitest einen Tisch vor mir,
direkt vor denen, die mich bedrängen.
Mit Öl salbst du mein Haupt.
Mein Becher fließt über.
Nur Gutes und Freundlichkeit
werden mir alle Tage meines Lebens folgen,
und ich werde zurückkehren in das Haus Adonajs
für die Dauer meines Lebens.
(*Adonaj ist eine mögliche Wiedergabe des Tetragramms JHWH, des Gottesnamens, der im Judentum bis heute nicht ausgesprochen wird. In der Einheitsübersetzung 2016 wird JHWH mit HERR wiedergegeben).
Stille
Welcher Vers aus dem Psalm spricht mich besonders an?
Alle Mitbetenden sind eingeladen, diesen Vers mit den anderen zu teilen. Wenn ich alleine bete, kann ich genauso wiederholen, was mich anspricht und es auskosten.
Stille
Zu Gott, der uns Mut schenkt,
kommen wir vertrauensvoll mit unseren Fürbitten:
Gott, du kennst unser Herz und schenkst uns Mut in dieser Zeit.
Dafür loben wir dich heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.
Gotteslob Nr. 421: Mein Hirt ist Gott der Herr
1. Mein Hirt ist Gott der Herr, er will mich immer weiden,
darum ich nimmermehr kann Not und Mangel leiden.
Er wird auf grüner Au, so wie ich im vertrau,
mir Rast und Nahrung geben und wird mich immerdar
an Wassern still und klar erfrischen und beleben.
2. Er wird die Seele meine mit seiner Kraft erquicken,
wird durch den Namen sein auf rechte Bahn mich schicken.
Und wenn aus blinder Wahl ich auch im finstern Tal
weitab mich sollt verlieren, so fürcht ich dennoch nicht;
ich weiß mit Zuversicht, du, Herr, du wirst mich führen.
3. Du wirst zur rechten Zeit den Hirtenstab erheben,
der allzeit ist bereit, dem Herzen Trost zu geben.
Dazu ist wunderbar ein Tisch mir immerdar
von dir, o Herr, bereitet, der mir die Kräfte schenkt,
wann mich der Feind bedrängt, und mich zum Siege leitet.
4. Du hast mein Haupt getränkt, gesalbt mit Freudenöle,
den Kelch mir eingeschenkt, hoch voll zur Lust der Seele.
Herr, deine Gütigkeit wird durch des Lebens Zeit
mich immer treu begleiten, dass ich im Hause dein
fest möge wohnhaft sein zu ewiglichen Zeiten.
(Text: nach Caspar Ulenberg 1582 nach Psalm 23; Melodie: Johannes Hatzfeld 1948 nach Caspar Ulenberg 1582)
Gott, du schenkst mir Mut und Vertrauen.
Sei mir und allen Menschen, die mir am Herzen liegen, nah
und stärke mich mit deinem Heiligen Geist,
durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Zusammengestellt von Elisabeth Fritzl, Graz
Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott:
https://www.youtube.com/watch?v=IopcSexAVls
Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens,
https://www.youtube.com/watch?v=kclZw0H-mys
1. Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
2. Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf dem Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.
3. Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.
4. Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied. - Amen.
Youtube-Version:
https://www.youtube.com/watch?v=41cSIWZnPrk
Originaltitel: Zolang er mensen zijn op aarde, Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Dieter Trautwein.
Herr, ich bin dein Eigentum,
dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm
hast du mir’s gegeben.
Väterlich führst du mich
auf des Lebens Wegen
meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht,
du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht
durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich
in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Gib auch, dass ich wachend sei,
Herr, an deinem Tage,
und das Licht der Gnaden treu
durch mein Leben trage.
Dass ich dann fröhlich kann
dir am End der Zeiten
Herr, entgegenschreiten.
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
Originaltitel: Ik sta voor U
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Lothar Zenetti
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge,
in deiner Liebe birgst du uns.
Du bist nicht fern, denn die zu dir beten
wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.
Du bist nicht sichtbar für unsre Augen,
und niemand hat dich je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben,
dass du uns trägst, dass wir bestehen.
Guter Gott, dein Sohn ist für uns Mensch geworden und geht alle unsere Wege mit.
Wir bitten dich:
Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und bekräftigen wir, in dem wir das Gebet des Herrn sprechen:
Wer unterm Schutz des Höchsten steht (GL 424)
1) Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.
2) Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.3)
Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft, wird erhört.
Ich will mich zeigen als sei Gott, ich bin ihm nah in jeder Not;
des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,
dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,
dass Du allein ewig bist,
dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!
Johannes Hartl, Theologe, Augsburger Gebetshaus
Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben,
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.
Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.
Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Dieses Gebet wird derzeit von der Don Bosco Familie weltweit gebetet; nach einem Gebet von Erzbischof Cesare Nosiglia,Turin)
https://www.donbosco4youth.at/de/news/details/novene-zu-maria-der-hilfe-der-christen-coronavirus.html
Heiliger Sebastian,
du warst und bleibst für viele Menschen
ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich demütig:
Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns vor einer Erkrankung durch den Corona-Virus.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit,
frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Stärke unser Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
https://www.pfarre-gisingen.at/sebastian/gebet-zum-hl-sebastian-um-schutz-vor-dem-coronavirus/
Guter Gott,
ich fühle mich nicht wohl und habe immer wieder Angst. So viele Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie geht es jetzt weiter? Bleibe ich gesund? Habe ich auch schon den Virus? Wie geht es den erkrankten Menschen bei uns und überall?
Mit all diesen Ängsten und Zweifeln komme ich zu Dir.
Du bist doch der liebe Gott seit meinen Kindertagen.
Ich schaue auf deinen Sohn am Kreuz, der all die Ängste und Nöte von uns Menschen selbst durchleben musste. Und ich sehe die vielen Kreuze in unseren Tagen, die Leid und Trauer bringen, die Hoffnung auf eine Zukunft zerstören.
Bist du der gute Gott, der auch jetzt zu mir steht?
Ich will glauben, dass Du mir nah bist in deiner Liebe.
Ich will vertrauen, dass Du treu bleibst in deiner Kraft der Nähe. Ich will hoffen, dass du mich erfüllst mit deiner Barmherzigkeit.
Guter Gott, gib uns deinen Geist der Solidarität und Stärke, der Hoffnung und Zuversicht. Lass uns erkennen, was jetzt wichtig ist und zählt.
Du bist der gute Gott, der uns befreit und begleitet! Lass uns in diesem Glauben die nächsten Schritte wagen. Amen.
https://mk-online.de/
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
(Stilles Gebet)
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz (www.liturgie.ch)
Beten wir für alle Menschen,
die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die unter der Angst vor der Ansteckung leiden,
für alle, die die Quarantäne einhalten,
für alle, die sich in den Spitälern um die Kranken kümmern,
für alle, die in der Forschung den Virus bekämpfen,
und für die Politiker, die gewichtige Entscheidungen treffen, dass Gott uns bewahre und uns den Weg durch diese Zeit weise.
Akklamation nach jeder Anrufung: Erbarme dich unser!
Du heiliger Gott. (Jes 6,1-3)
Du gerechter Gott.
Du langmütiger Gott. (Ex 34,6)
Du Gott, reich an Huld. (Ex 34,6)
Du treuer Gott. (Ex 34,6)
Du geduldiger Gott. (Röm 15,5)
Gott des Mitleids mit den Leidenden. (Ps 106,44f)
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes. (2 Kor 1,3)
Gott, der uns tröstet wie eine Mutter. (Jes 66,13)
Gott, in dessen Schoss wir geborgen sind. (Hos 11)
Gott, an dessen Brust wir ruhen können. (Ps 131)
Gott, der uns nie vergisst. (Jes 49,15)
Gott, dessen Namen wir kennen. (Ex 3,14)
Gott, der uns eingezeichnet hat in seine Hände. (Jes 49,16)
Gott, der uns beim Namen ruft. (Jes 43,1)
Gott, dem wir gehören. (Jes 43,1)
Gott mit uns. (Mt 1,23)
Gott für uns. (Röm 8,31ff)
Gott, der uns aus der Gefangenschaft herausführt. (Ex 13,17-14,31)
Gott der Armen und Kleinen und Hilflosen. (Lk 1,46-55)
Gott, dessen Güte reicht soweit der Himmel ist. (Ps 36,5)
Gott aller, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. (Mt 11,28ff)
Gott, der weiss, was wir brauchen. (Mt 6,8)
Gott, der die Verlorenen sucht. (Mt 18,12-14)
Gott, der grösser ist als unser Herz.(1 Joh 3,20)
Gott, der den Hoffnungslosen Hoffnung gibt. (Röm 15,13)
Gott, der uns Sündern gnädig ist. (Lk 18,9-14)
Gott, dessen Erbarmen uns aus dem Tod rettet. (Eph 4,24)
Gott, unser Retter.
Gott des Lebens.
Du unsagbar grosser Gott.
Du leidenschaftlich liebender Gott.
Du unbegreiflich verzeihender Gott. (Lk 15,11-32)
Du masslos gnädiger Gott.
Du unendlich gütiger Gott.
Du barmherziger Gott.
Die Litanei ist stark von biblischen Texten inspiriert. Bei den meisten Anrufungen sind deshalb entsprechende Bibelstellen angegeben. Wenn keine Bibelstelle angegeben ist, bedeutet dies, dass dieser Aspekt der Barmherzigkeit Gottes sich an vielen Stellen der Bibel findet.
Die Bitten haben Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Magdenau formuliert - herzlichen Dank!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens und der einzig wahre Weinstock.
Ich glaube, dass du wirklich anwesend bist
im heiligsten Sakrament der Eucharistie.
Ich suche dich.
Ich preise dich und bete dich an.
Da ich dich nicht empfangen kann
im eucharistischen Brot und Wein
bete ich, dass du in mein Herz und meine Seele kommst,
damit ich mit dir vereint sein kann
durch deinen allmächtigen und allgegenwärtigen Heiligen Geist.
Lass mich dich empfangen und von dir genährt werden.
Werde für mich das Manna in meiner Wüste,
das Brot der Engel
für meine sehr menschliche Reise durch die Zeit,
ein Vorgeschmack auf das himmlische Festmahl
und Trost in der Stunde meines Todes.
Ich erbitte all dies im Vertrauen darauf, dass du selbst
unser Leben, unser Friede und unsere immerwährende Freude bist.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat
und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen
und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung
und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes,
jetzt und in Ewigkeit. Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott Vater, Schöpfer der Welt,
du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt.
Schau auf deine Kinder,
die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden,
um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst,
heile unsere Kranken,
tröste ihre Familien,
gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit,
den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft,
den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung,
sondern erlöse uns von allem Bösen.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen.
Maria, Mutter der Kranken und Mutter der Hoffnung, bitte für uns!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gedenke, o Herr unser Gott, auch Deines ganzen Volkes,
gieß auf alle den Reichtum Deines Erbarmens aus ...
derjenigen, die wir aus Unwissenheit, Vergeßlichkeit und der Menge der Namen nicht erwähnt haben,
gedenke Du selbst, o Gott;
denn Du kennst eines jeden Alter und Namen,
und jeder ist Dir vom Mutterschoße an bekannt.
Denn Du, o Gott, bist die Hilfe der Hilflosen,
die Hoffnung der Hoffnungslosen ...
und der Arzt der Kranken.
Werde selbst allen alles,
da Du einen jeden kennst, seine Bitten, sein Haus und sein Bedürfnis.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
www.dibk.at/Meldungen/Gebet-in-der-Coronakrise
Herr Jesus Christus,
Du bist immer unter uns.
Du begleitest uns ...
Selbst in den dunklen Nächten
Bist du bei uns,
wenn alles uns zurückhaIten will,
den Schritt vom Zweifel zum Glauben zu tun,
den Schritt vom Vertrauen, zur Hingabe an Dich.
Christus wir loben dich:
In der Tiefe unseres Zweifels erwartest Du uns
mit brennendem
Vertrauen.
Frère Roger, Taizé in: Im Dunkel glüht der Funke Hoffnung. Herausgegeben von Claudia Peters. Verlag am Eschbach der Schwabenverlag AG, Eschbach 2010.
O Herr, Du hast gesagt,
dass unser Vater im Himmel für uns sorgen wird,
so wie er für die Lilien auf dem Felde
und die Vögel unter dem Himmel sorgt.
Du, der du nicht einmal einen Platz hatte,
wohin er sein müdes Haupt hinlegen konnte,
sei unser Lehrer.
Lehre uns, auf Gottes Vorsehung zu vertrauen,
und hilf uns, unsere menschliche Habgier zu überwinden,
Habgier hat nie jemanden glücklich gemacht.
Gib uns die Kraft, uns Dir ganz zu geben,
damit wir ein Werkzeug sein können,
Deinen Willen zu tun.
Segne den Gebrauch des Geldes in der Welt,
damit die Hungernden gespeist,
die Nackten bekleidet, die Armen beherbergt
und die Kranken gepflegt werden können.
Und Herr, gib uns Deinen Heiligen Geist,
damit wir durch den Glauben,
den Du uns verleihst, klar erkennen,
dass wir alle vor dir mehr gelten
als jede schöne Lilie
oder jede singende Lerche in der Luft.
Amen.
O Herr, Du hast gesagt,
dass unser Vater im Himmel für uns sorgen wird,
so wie er für die Lilien auf dem Felde
und die Vögel unter dem Himmel sorgt.
Du, der du nicht einmal einen Platz hatte,
wohin er sein müdes Haupt hinlegen konnte,
sei unser Lehrer.
Lehre uns, auf Gottes Vorsehung zu vertrauen,
und hilf uns, unsere menschliche Habgier zu überwinden,
Habgier hat nie jemanden glücklich gemacht.
Gib uns die Kraft, uns Dir ganz zu geben,
damit wir ein Werkzeug sein können,
Deinen Willen zu tun.
Segne den Gebrauch des Geldes in der Welt,
damit die Hungernden gespeist,
die Nackten bekleidet, die Armen beherbergt
und die Kranken gepflegt werden können.
Und Herr, gib uns Deinen Heiligen Geist,
damit wir durch den Glauben,
den Du uns verleihst, klar erkennen,
dass wir alle vor dir mehr gelten
als jede schöne Lilie
oder jede singende Lerche in der Luft.
Amen.
Mutter Teresa in YOUCAT, Jugendkatechismus der Katholischen Kirche. 2011.
Lebendiger Gott,
Du weißt, wie schwer mein Herz
und wie eng meine Brust.
Ich weiß nicht ein noch aus.
Hilf mir, mein Gott.
Ich glaube ja, dass Du es gut mit mir meinst,
dass du alles verantwortest, was mir begegnet,
und dass du alles zum Guten führen wirst.
Lass nicht zu,
dass dennoch die Angst Macht über mich gewinnt.
Dir vertraue ich diesen Tag an
und mein ganzes Leben.
Führe mich, wie du es willst
und wie es gut ist für mich.
Ob ich lebe oder sterbe:
Ich bin bei Dir und Du bist bei mir, mein Gott. Amen.
Dörte Schrömges in YOUCAT, Jugendkatechismus der Katholischen Kirche. 2011.
Barmherziger Jesus, ich vertrauen auf Dich!
Nichts soll mich mehr ängstigen und beunruhigen.
Ich vertraue auf Dich früh und spät, in Freuden und Leiden,
in Versuchungen und Gefahren, im Glück und Unglück,
im Leben und Tode, für Zeit und Ewigkeit.
Ich vertraue auf dich beim Gebet und bei der Arbeit,
bei Erfolgen und Misserfolgen, im Wachen und Ruhen,
bei Trübsal und Traurigkeit,
ja selbst in meinen Fehlern und Sünden
will ich unerschütterlich auf Dich vertrauen.
Du bist ja der Ankergrund meiner Hoffnung,
der Stern meiner Wanderschaft,
die Stütze meiner Schwachheit,
die Verzeihung meiner Sünden,
die Kraft meiner Tugend,
die Vorstellung meines Lebens,
der Trost meiner Sterbestunde,
die Freude und Wonne meines Himmels.
Barmherziger Jesus, Du starke Ruhe und sichere Burg meiner Seele,
vermehre mein Vertrauen und vollende meinen Glauben an Deine Macht und Güte.
Wenn ich auch der ärmste Deiner Verehrer und der letzte Deiner Diener bin,
so will ich doch groß und vollkommen sein im Vertrauen,
dass du mein Heil und meine Rettung bist für die ganze Ewigkeit.
Dieses mein Vertrauen sei meine Empfehlung bei Dir,
jetzt und alle Zeit, am meisten aber in der Stunde meines Todes!
Amen.
Schwester Faustina Kowalska, in: You Cat, Jugendgebetbuch, München 2011.
Für mein Enkelkind Isabel
Ganz unvermutet
hat sich die Kinderhand
so im Gehen
in meine Hand geschmiegt.
Kleine Geste,
großes Geschenk
des Vertrauens -
berührt Hand und Herz.
Aus: Ilse Pauls: Worte am Weg. Gedichte. Wolfgang Hager Verlag, Stolzalpe 2013.
Komme, was mag! Gott ist mächtig!
Wenn unsere Tage verdunkelt sind
und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte,
so wollen wir stets daran denken,
dass es in der Welt eine große, segnende Kraft gibt,
die Gott heißt.
Gott kann Wege aus der Ausweglosigkeit weisen.
Er will das dunkle Gestern
in ein helles Morgen verwandeln -
zuletzt in den leuchtenden Morgen
der Ewigkeit.
Martin Luther King

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Die Stelle unterbricht zwischen Johannes 7 und Johannes 8,12 ff die lähmende Frage der Anerkennung des Anspruchs Jesu. Hier zählt nicht mehr Anspruch und Begründung. Hier zählt nur noch die tatsächliche Autorität. Wird sonst daran gezweifelt, ob Jesus berechtigt ist, so zu handeln und zu reden, wie er sagt, erkennen hier alle seine Autorität an. Der Versuch, Jesus zu schaden, wird zum Gegenteil.
Die Frage nach dem Gesetz des Mose und der Befolgung bleibt außen vor. Es geht nicht mehr um Gesetz sondern darum, wer es für sich in Anspruch nehmen darf. Die damaligen Autoritäten waren es jedenfalls nicht. Jesus hätte es in Anspruch nehmen können, aber sein Gesetz ist Barmherzigkeit. Darin wird er auch später seine Größe zeigen.
Formgeschichtlich ist die Perikope unter den Streitgesprächen zu nennen. Anders als sonst üblich liegt das Streitmoment aber ausserhalb des Verhaltens Jesu. Auch trifft Jesus keine allgemeingültige Aussageformel, sondern entscheidet einen Einzelfall. Rudolf Schnackenburg sieht als "Sitz im Leben” dieses Textes die Katechese der frühen Gemeinde.
Die Zugehörigkeit der Begebenheit zum "historischen Jesus” gilt als wahrscheinlich. Das Thema "Ehebruch” gehört in die Zeit Jesu, das gespiegelte Verhalten Jesu entspricht dem Bild, das auch Mk, Mt und Lk bieten. Es bleiben die Fragen offen, warum bei der aufgezeigten Einheitlichkeit des Textes dieser nicht viel früher Eingang ins Evangelium gefunden hat und warum er ausgerechnet an dieser Stelle zu lesen ist, wo er den Fluss von Kap. 7 nach Kap. 8 stört.
In diesem Zusammenhang fällt auf, dass unsere Textstelle eigentlich nicht in die Diktion des Johannesevangeliums passt. In der Fachliteratur wird auch hingewiesen, dass diese Stelle in den ältesten erhaltenen Handschriften der Evangelien nicht in allen an ein und der selben Stelle im Johannesevangelium aufzufinden ist, und in manchen sogar überhaupt fehlt.
Die Stelle würde besser zu den anderen Evangelien passen, in denen Jesus viel mehr als Freund der Sünder hervorgestrichen wird. Jedenfalls scheint die Sache klar. Die Geschichte als solche gehört zu denen, mit denen wir aus den Evangelien bestens vertraut sind: entweder die Tora oder Jesus.
Was Jesus am Boden schreibt, lässt sich nicht eruieren. Jedes Sinnieren und Vermuten darüber bleibt wohl krampfhaft. Die Handlung in sich war den Gesetzeshütern wohl Hohn. Jedenfalls mit seiner Antwort zerreisst Jesus den Strick, der ihm gedreht werden sollte. Zuletzt verweise ich noch auf Vers 15 in diesem Kapitel, wo Jesus spricht: Ich richte niemand. Dieser verstärkt die Haltung Jesu.