Lesung aus dem Buch Jesaja.
Der HERR sprach weiter zu Ahas - dem König von Juda;
und sagte:
Erbitte dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott,
tief zur Unterwelt
oder hoch nach oben hin!
Ahas antwortete:
Ich werde um nichts bitten
und den HERRN nicht versuchen.
Da sagte Jesaja:
Hört doch, Haus Davids!
Genügt es euch nicht, Menschen zu ermüden,
dass ihr auch noch meinen Gott ermüdet?
Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben:
Siehe, die Jungfrau hat empfangen,
sie gebiert einen Sohn
und wird ihm den Namen Immanuel
- Got mit uns - geben.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Kv - Mein Gott, ich komme;
deinen Willen zu tun macht mir Freude. - Kv
An Schlacht- und Speiseopfern hattest du kein Gefallen, /
doch Ohren hast du mir gegraben,
Brand- und Sündopfer hast du nicht gefordert.
Da habe ich gesagt: Siehe, ich komme.
In der Buchrolle steht es über mich geschrieben. - Kv
Deinen Willen zu tun, mein Gott, war mein Gefallen
und deine Weisung ist in meinem Innern.
Gerechtigkeit habe ich in großer Versammlung verkündet,
meine Lippen verschließe ich nicht; HERR, du weißt es. - Kv
Deine Gerechtigkeit habe ich nicht in meinem Herzen verborgen.
Ich habe gesprochen von deinem Heil und deiner Treue,
nicht verschwiegen deine Huld
und deine Treue vor großer Versammlung. - Kv
Lesung
aus dem Hebräerbrief:
Schwestern und Brüder!
Das Blut von Stieren und Böcken
kann unmöglich Sünden wegnehmen.
Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt:
Schlacht- und Speiseopfer hast du nicht gefordert,
doch einen Leib hast du mir bereitet;
an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen.
Da sagte ich: Siehe, ich komme
- so steht es über mich in der Schriftrolle - ,
um deinen Willen, Gott, zu tun.
Zunächst sagt er:
Schlacht- und Speiseopfer,
Brand- und Sündopfer forderst du nicht,
du hast daran kein Gefallen,
obgleich sie doch nach dem Gesetz dargebracht werden;
dann aber hat er gesagt:
Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun.
Er hebt das Erste auf,
um das Zweite in Kraft zu setzen.
Aufgrund dieses Willens
sind wir durch die Hingabe des Leibes Jesu Christi geheiligt -
ein für alle Mal.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Der Hebräerbrief, der eigentlich diesen Namen nicht verdient, hat zwei große Themen: Die Bedeutung des wandernden Gottesvolkes und die Bedeutung des Hohepriestertums Christi. Die Lesung ist dem zweiten Teil entnommen. Deshalb wird in Vers Hebr 10,5 ff. gleich abgesetzt: Christus bringt ein anderes Opfer als das, welches man gekannt hat. Er bringt ein neues Opfer, das dem Willen Gottes näher kommt. Sein Opfer ist Gehorsam (Verse 7 und 9). Sein Opfer ist einmalig (siehe Vers 10). ER ist der Schlüssel zum Verstehen der Schrift (Vers 7).
Gerade aus der Betonung des Gehorsams wächst der Weg zum Evangelium: Jesus war gehorsam in seiner Bereitschaft, in die Welt zu kommen. Dies konnte er aus dem Gehorsam Marias heraus. Und das wiederum ermöglichte ihm den Gehorsam des Lebens und Sterbens.
Der Hebräerbrief wird zu den sogenannten "katholischen" (d.h. "an alle gerichteten") Briefen gerechnet. Wer ihn schrieb und wer seine Adressaten waren, wissen wir heute nicht mehr. Weil er die hebräische Bibel gut kannte, aber ausgezeichnet Griechisch konnte, nimmt man an, dass der Autor ein gebildeter Judenchrist - vielleicht aus der Diaspora - war, der für Seinesgleichen diesen Text verfasste. Er entstand zwischen 80 und 95 n. Chr.
Ursprünglich war der Hebräerbrief nicht als Brief gedacht - es fehlen Anrede und eine Grußliste, wie sie z. B. die Paulusbriefe haben -, sondern war wohl eher eine Art urchristliche Predigt, in der wichtige Stellen des Alten Testamentes ausgelegt werden. Der Verfasser möchte zeigen, dass Christus die Erfüllung der alten Verheißungen ist, um so die alttestamentliche Überlieferung mit dem Neuen, das mit Christus begonnen hat, zu verbinden. Seiner Ansicht nach ist schon im Alten Testament überall von Christus die Rede.
Aus heutiger Sicht sagen wir vielleicht, dass der Verfasser des Hebräerbriefs das Alte Testament ungebührlich vereinnahmt. Ich denke, dass sich darin ein Teil der Streitigkeiten zwischen der zahlenmäßig noch überlegenen Synagoge und der kleineren, aber ständig anwachsenden jungen Kirche widerspiegelt. Zwischen Christen und Juden war bereits ein tiefer Graben - beides zugleich konnte niemand sein. Der Autor dieser Schrift will sein jüdisches Erbe nicht preisgeben, aber ebenso wenig sein christliches Bekenntnis, und verfällt daher auf diese besondere Art der Schriftauslegung, um beides vereinen zu können.
Im vorliegenden Abschnitt des Hebräerbriefs werden zunächst die Verse 5 - 7 aus dem Psalm 40 zitiert, und zwar nach der griechischen Übersetzung, die die Juden in der Diaspora verwendeten. Psalm 40 ist ein Danklied. Der Beter preist Gott für seine Errettung aus großer Not. In den Versen, um die es hier geht, erklärt der Beter, warum er es nicht einfach bei einem Dankopfer im Tempel bewenden lässt: Gott sind diese Opfer egal. Der wahre Gottesdienst ist es, seinen Willen zu tun, und dazu möchte sich der Psalmbeter aus Dankbarkeit gerne verpflichten.
Der Autor des Hebräerbriefs deutet diese Stelle nun ganz neu, indem er die Psalmworte Christus selber in den Mund legt, und liest sie so: Christus erteilt den Opfern der alten Art eine Absage. Denn er ist das wahre Opfer. Aber nicht ein blutiges Tieropfer, sondern ein Opfer der neuen Art: Er kommt, um Gottes Willen zu tun. Wenn Christus also das wahre Opfer ist, dann nicht in erster Linie deshalb, weil er stirbt, sondern weil er zu Gottes Willen ein ungeteiltes Ja sagt.
Einer der Schwerpunkte des Briefes an die Hebräer ist die Ausfaltung der Bedeutung des Hohepriestertums Jesu Christi.
In Abhebung von und zu den Opfern im älteren Testament wird klar angesprochen, dass Gott an den vorangegangenen Opferformen keinen Gefallen mehr hat und diese Opferformen werden gleichsam außer Kraft gesetzt. Er setzt nun ein zweites Opfer, die Opfergabe seines Leibes in Kraft - ein Opfer von völlig neuer Qualität.
Die Opferthematik steht in diesem Textabschnitt im Vordergrund. Doch bei genauerem Studium erhält Vers 7, "Da sagte ich: Ja, ich komme - so steht es über mich in der Schriftrolle -, um deinen Willen, Gott, zu tun." eine große Bedeutung. Hier wird angesprochen, dass Jesus der verheißene und erwartete messianische Heilsmittler ist. Dies rückt die Perikope nicht nur in die Nähe der alttestamentlichen ersten Lesung, sondern erklärt auch ihre Verwendung in der Adventzeit, in der die erwartete Begegnung mit Jesus Christus als Erfüllung aller Sehnsüchte und Vorbereitung auf sein zukünftiges Kommen am Ende der Geschichte gesehen werden kann.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir! – Kv
Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt,
und wir haben seine Herrlichkeit geschaut.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas:
In jener Zeit wurde der Engel Gabriel
von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt.
Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt,
der aus dem Haus David stammte.
Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein
und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete,
der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede
und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria;
denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Siehe, du wirst schwanger werden
und einen Sohn wirst du gebären;
dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein
und Sohn des Höchsten genannt werden.
Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen
und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel:
Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr:
Heiliger Geist wird über dich kommen
und Kraft des Höchsten wird dich überschatten.
Deshalb wird auch das Kind heilig
und Sohn Gottes genannt werden.
Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte,
hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen;
obwohl sie als unfruchtbar gilt,
ist sie schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria:
Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe, wie du es gesagt hast.
Danach verließ sie der Engel.
(Lektionar 2018 ff. © 2024 staeko.net)
Das Evangelium stammt aus der Kindheitsgeschichte des Lukas. Ein Text, der nicht zum ursprünglichen Anliegen des Lukasevangeliums gehört hat (siehe Lukas 1,1).
Die Kindheitsgeschichte ist später eingefügt worden und bringt die Anfänge der Geschichte Johannes des Täufers und der Geschichte Jesu zusammen.
Es finden sich in den anderer Kulturen vergleichbaren Texte zu unserem heutigen Abschnitt. Dies legt umso mehr den Schluss nahe, dass es sich um eine Angleichung an Gewohntes handelt, um dann das ganz andere der Botschaft von Jesus zu bringen.
Zentral sind hier zwei Dinge: Der Engel Gabriel wird von Gott gesandt – Gott selbst eröffnet die Kommunikation. Maria ist es, die antwortet – erst nach ihrem Ja kehrt der Engel zurück.
Die Bezeichnung Marias als "Jungfrau" (Vers 27) und die Formulierung von Vers 31 bezieht sich auf Jes 7,14 (vgl. 1. Lesung), und zwar auf die griechische Übersetzung dieser Stelle, die ausdrücklich "Jungfrau" meint statt des ursprünglichen Begriffs "junge Frau". Damit wird in Bezug auf Jesus betont, dass dieses Kind seine ganze Existenz dem Geist und der Kraft Gottes verdankt und dass er von Anfang seines Lebens an Gottes Sohn ist (Vers 35).
Im symbolischen Sinn bedeutet "jungfräulich sein": noch in Erwartung sein, offen und leer sein, bereit sein. Mit dieser Haltung wird Maria für Menschen heute zum hilfreichen Modell und trifft den Wunsch vieler nach mehr Gelassenheit. Gerade in Lebenssituationen, die ganz anders sind als erwartet und erwünscht, ist man herausgefordert, die eigenen festen Vorstellungen von der Zukunft loszulassen. Leer davon geworden, wird der Mensch offen und bereit für das Leben, wie es eben gerade jetzt auf ihn zukommt. Im Vertrauen auf das Wirken des Gottesgeistes (Vers 35a) in jedem Menschen kann man dann lernen Ja zu sagen zu Gottes Willen für unser Leben (Vers 38: "mir geschehe"). Dieser Prozess des Leerwerdens, sich Öffnens für Gottes Kraft und sich Einlassens auf seinen Willen lässt sich am Gespräch Marias mit dem Engel schrittweise aufzeigen und auf den Umgang mit konkreten Lebenssituationen heute übertragen. Der Hinweis auf die "Elisabeth, deine Verwandte" (Vers 36) öffnet darüber hinaus den Blick für Weggefährten auf den eigenen Lebenswegen, die sich in Krisenzeiten gegenseitig ermutigen können.
Ein Glaubender kann viele Dinge von Gott erhoffen. Es geschehen auch immer wieder „Zeichen und Wunder“. Doch sie erklären sich oft erst viel später und aus der Rückschau. Das gilt auch für das Fest der Verkündigung des Herrn!
Leben ist schön. Zum Teil wünschen wir uns es nur unterschiedlich. Einige Menschen mögen einen planbaren Ablauf des Tages. Andere lieben die vielen Überraschungen des Alltags. Für diese Menschen bietet der heutige Tag viele Facetten.
Gott will mit der Rettung seines Volkes anfangen. Hat damit jemand gerechnet? Bibelkennner hätten es tun können. Jesaja hatte es in seinem Wort an Ahas angekündigt: „Der Herr wird euch selbst ein Zeichen geben. Siehe, die Jungfrau hat empfangen.“ (Jes 7,14). Hören Sie den Unterschied in dieser neuen Bibelübersetzung? Wir haben noch den alten Text im Ohr: „Die Jungfrau wird ein Kind empfangen“. Dies können wir als Bild für die Zukunft gelten lassen. Einmal wird das sein. Aber wann? Und wie viele Generationen nach mir? Jetzt heißt es: Die Jungfrau hat empfangen. Christliche Übersetzer*innen lesen die Texte des Jesaja mit ihrer Glaubensüberzeugung.
Völlig unerwartet kommt es zur Begegnung zwischen Maria und dem Engel Gabriel. Wieder gilt: Bibelkenner hätten es wissen können. Immer wieder spricht das AT von Engeln Gottes bei den Menschen. Eine tolle Erfahrung. Sie kann tragen. Aber für die junge Maria? Hätte sie damit rechnen können?
„Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben.“ (Lk 1,30.) Wie soll Maria damit rechnen? „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“ (Lk 1,34).
Tatsächlich wird Maria schwanger. Und – wie am Freitag im Evangelium des Josefstags gehört: „Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.“ (Mt 1,19). Er tut es nicht – auch er hat die unerwartete Begegnung mit dem Engel.
An Weihnachten und bei der Darstellung Jesu im Tempel („Lichtmess“) geht es weiter. Es hat doch niemand damit gerechnet, dass es mit dieser kleinen Familie etwas Besonderes auf sich hat. Die Evangelien erwähnen die Hirten, die Sterndeuter, Simeon und Hannah. Sie ahnen und erkennen. Aber wer kann das ernst nehmen? Lange Jahre passiert nichts Aufregendes um Jesus. Ein geregelter Alltag eben.
Dann geschehen Berufungen. Damit hatte doch niemand gerechnet! Es kommt zu Heilungen. Damit hatte doch niemand gerechnet! Menschen fühlen sich plötzlich verstanden. Damit hatte doch niemand gerechnet! Hoffnungen werden greifbar. Damit hatte doch niemand gerechnet!
Erst Ostern bietet den Schlüssel. Erst Pfingsten kann das Geschehen einordnen und beschreiben. Im Hebräerbrief gibt es dann einen Versuch des Beschreibens und Deutens.
Im Lauf der Zeit werden viele andere Wege daraus. Die Verkündigung wird in der Kunst immer wieder dargestellt. Jede Epoche bringt ihr Verständnis in die Darstellung ein. Bei Josef Mohr wird daraus das bekannte Lied: „Maria war alleine versunken im Gebet. Emmanuel erscheine, dich kündet der Prophet.“ (Siehe »Kontexte«). Ähnlich wie in seinem Lied »Stille Nacht!« ist es etwas für das Herz.
Wir feiern heute das Fest der Verkündigung des Herrn. Wir feiern es aus dem Abstand der Geschichte. Wir feiern es im Wissen um das, was die Spiritualität im Lauf der Jahrhunderte daraus gemacht hat.
Aber ist damit die Geschichte Gottes mit seinem Volk schon zu Ende? Ich glaube: Nein! Vielleicht hat Gott schon längst unter uns Dinge angefangen, die wir jetzt noch nicht ahnen. Vielleicht werden die Menschen später dann auch sagen: Damit hatte doch niemand gerechnet!
Die Erzählung von der Verkündigung des Heilsplanes Gottes an Maria zeigt, wie Gott mit den Menschen umgeht. Er beruft sie, an seinem Plan mitzuwirken. Wer sich von ihm rufen lässt, kann nicht mit einem bessergestellten Leben rechnen. Die Krönung kommt erst am Ende.
Das Fest der Verkündigung des Engels Gabriel an Maria „Gott möchte, dass sie Mutter seines Sohnes werde“ gehört zu den Hochfesten des Kirchenjahres, auch wenn dieser Tag nicht als offizieller, arbeitsfreier Festtag begangen wird.
Die Berufungsgeschichte Mariens zur Mutter des Sohnes Gottes offenbart uns, welches Verhältnis Gott zu uns Menschen anstrebt und aufbauen will. Gott hat seine Pläne. Von seiner Macht her könnte er sie alle ohne uns verwirklichen. Aber er handelt nicht an uns Menschen vorbei, übergeht uns nicht. Er will uns an der Verwirklichung seiner Pläne beteiligen.
Im Alten Testament hat sich Gott an die Propheten gewandt und durch sie verkünden lassen, was sein Wille ist. An Moses wendet er sich, die Israeliten aus der Gefangenschaft Ägyptens zu befreien und während der Wüstenwanderung in die Vertiefung des Glaubens zu führen. Johannes der Täufer darf Jesus den Weg für sein öffentliches Auftreten bereiten. Die Apostel und Jünger und alle Getauften werden beauftragt, den Aufbau des Reiches Gottes unter der Leitung des Hl. Geistes weiterzuführen. Gott wünscht unsere Mitarbeit an seinen Vorhaben und Absichten.
An der Erzählung von der Überbringung der göttlichen Botschaft an Maria können wir beobachten und erkennen: Gott diktiert nicht; er bittet uns Menschen um die Einwilligung in die Mitarbeit an seinen Plänen. Er selbst übernimmt seinen, den göttlichen Anteil. Was den menschlichen Anteil an seinen Plänen betrifft, da möchte er mit uns zusammenwirken. Vieles im Leben ist ganz und gar uns überlassen: Wie wir äußerlich den Alltag gestalten, welche Hobbies wir pflegen, welches Vergnügen wir bevorzugen. Aber wo es um das Zusammenleben geht,
- die Behebung von Nöten in gegenseitiger Fürsorge,
- um Achtung und Wertschätzung,
- um Frieden und Versöhnung im Großen wie im Kleinen,
- um Verantwortung in verschiedenen Bereichen,
dort möchte Gott gemeinsames Vorgehen und Handeln in seinem Sinn. Außer unserer eigenen Kraft, die Gott von Natur aus in uns hineinlegte, will er unser Mühen zusätzlich unterstützen mit seiner Gnade und seinem Segen.
Mit welcher Hochachtung Gott uns Menschen begegnet bei seiner Bitte um unsere Mitarbeit an seinen Plänen, können wir am Auftreten des Engels Gabriel ablesen. Bevor dieser seine Botschaft und das Anliegen Gottes ausspricht, verkündet er Maria zunächst, welchen Wert sie in den Augen Gottes hat. Gabriel nennt Maria bei ihrem Namen. Dies drückt Würdigung und besondere Nähe aus. In ihrer, Mariens Ratlosigkeit, wie das Verkündete geschehen kann, erklärt ihr der Engel den Plan Gottes im Einzelnen. Maria kann erkennen, dass sie nicht überfordert wird. Ihr erster Beitrag und Schritt, sich an der Verwirklichung des Planes Gottes zu beteiligen, besteht im Gottvertrauen. Sie sagt zu, spricht ihr Ja.
Diese Szene ausgiebig zu betrachten, möchte uns der Evangelist Lukas ans Herz legen. Wie spüren ja auch des Öfteren: Im Blick auf Gott müsste ich so und so handeln. Aber dann kommt uns das Gefühl: Wie soll das gehen und möglich werden. Bei diesem Gefühl sollen wir nicht zu schnell aufgeben, will uns Lukas nahelegen. Im Gottvertrauen das als richtig und wichtig Erkannte durchaus wagen, dazu sollen wir uns im Blick auf Maria ermutigen lassen. Und nicht selten findet sich oft auch bei uns ein Weg und eine Lösung, die wir zunächst nicht sahen.
Sich an der Verwirklichung von Gottes Plänen beteiligen und mitarbeiten, kommt nicht stets einem Vergnügen gleich. Das soll nicht verschwiegen werden. Es kostet Kraft und Zeit, Anstrengung und Wachsamkeit und führt gelegentlich auch durch Leid. Dies alles können wir an Maria beobachten. Obwohl Maria Mutter des Sohnes Gottes ist, unterscheidet sich ihr Leben äußerlich kaum vom Leben vieler anderer. Um ihrem Kind das Leben zu retten, muss sie mit ihm fliehen. Zurückgekehrt wird sie nicht reich, erfährt nicht einmal besondere Ehrungen. Sie muss sich mühen und sorgen wie die übrigen Einwohner Nazareths, ihren „Mann stehen“ in dem Umfeld und Lebensraum, wohin sie durch ihre Geburt gestellt wurde.
Hierin gleicht sie ganz und gar uns. Wo wir bereit sind, an den Plänen Gottes mitzuarbeiten, wird es auch uns in der Regel ergehen wie Maria. Dennoch wird so manches, was wir mit Gott zusammen im Laufe unseres Lebens an Gutem und Schönen bewirken konnten, uns immer wieder erfreuen, beglücken und ermutigen, im Verborgenen mit dem Gutestun fortzufahren. Die besondere Auszeichnung oder Ehrung erfahren wir – wie Maria – am Ende unseres Lebens durch die Krönung mit der Aufnahme in die Gemeinschaft des Himmels.
Maria durfte Jesus unter ihrem Herzen tragen, ihm das Leben schenken und ihn durch das Leben begleiten. Zu dieser Aufgabe hatte Gott sie ausersehen. Diesem Geschehen ähnlich will Gott auch uns mit seinem Geist überschatten und in unseren Herzen Wohnung nehmen. Das ist die Berufung an uns. In welches Umfeld dieser Erde wir auch geboren werden, wie unser Leben äußerlich auch verläuft, wir sollen Gottes Geist in unseren Herzen tragen, um mit ihm zusammen seine Heilspläne zu verwirklichen. Auch wir sind Erwählte, Begnadete und von Gott Angefragte. Lassen wir uns davon beseelen und beglücken und Gott dafür in besonderer Weise danken am heutigen Tag, wo wir der Erwählung Mariens zur Gottesmutter ausdrücklich gedenken.
Mit vielem in unserem Leben haben wir nicht gerechnet. Und doch ist es, wie der Engel bei Maria, in unser Lebenshaus eingetreten. Überraschend? Kann sein! Es kann aber auch sein, dass wir nicht zu Hause waren, als uns die Botschaft gebracht wurde? Lukas verweist im Bild des Engels auf die oft kaum wahrnehmbare Wirklichkeit Gottes. Aber sie ist da und soll uns ermutigen, für einen Neubeginn des Lebens mitten im alltäglichen Geschehen offen zu sein.
<link file:10285 - download></link>
Lukas Darstellung von Maria im Evangelium ist für uns heutige Menschen fast nicht nachvollziehbar. Er erzählt von einer Frau, die nicht als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, die nicht als Leiterin des Pfarrflohmarktes, die nicht im Liturgiekreis usw. tätig ist. Nein, seine Maria ist zu Hause erreichbar, in einer ihr vertrauten Umgebung. Es ist ein Ort, wo sie Veränderungen, mit denen sie vielleicht nicht so schnell gerechnet hat, auch wahrnehmen und eine Botschaft aufnehmen kann.
Rubens hat dazu ein wunderbares barockes Bild gemalt (zu sehen im KHM in Wien):
Ein „Rauscheengel“, wie man ihn aufgrund seiner Kleidung aus Satinstoff nennen möchte, sieht fast flehend die etwas skeptische, aus ihrem Lesen aufgeschreckte, Maria an. Sein Blick will sagen: „Nimm an, was dir verkündigt wird!“ Rubens lässt symbolisch - während der Verkündigung durch den Engel - Marias linke Hand auf einer geöffneten Bibel ruhen. Göttliches Licht erhellt die Dunkelheit im Hintergrund des Gemäldes und der Geist Gottes kommt auf Maria „als Taube schwebend“ herab.
Spannend, echt spannend ist nicht nur Rubens „Bildnis von Maria“. Spannend ist auch, dass diese „gemalte“ Situation in unserer Zeit wahrgenommen werden kann. Fragen wie „Bin ich bei mir wenigstens zeitweise zu Hause?“ oder „Bin ich meistens außer mir?“ oder „Können überraschende Nachrichten, Botschaften, die mein Leben verändern würden, mich überhaupt erreichen?“ sind dazu an uns selbst - im Lichte dieses Evangeliums – zu stellen.
Es wäre für jeden sicherlich interessant, welche Antworten wir „in“ uns vorfinden.
Das heutige Evangelium will uns ermutigen, für die Botschaft des Lebens offen und bereit zu sein. Dann ist die Botschaft in uns angekommen.
„Danach verließ sie der Engel“, so erzählt Lukas weiter. Wer begriffen hat, worum es geht, muss sich nun mit dem, was in ihm angekommen ist, auf den Weg machen.
"Leben ist das, was passiert,
während du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen."
(John Lennon)
Das kennen Sie sicher auch: wenn Sie voller Vorfreude auf etwas sind oder sich etwas fest vorgenommen haben - und dann kommt etwas Unerwartetes dazwischen. Das können kleine Dinge im Alltag sein, wie z. B. ein geplanter Ausflug, der wegen Regen "ins Wasser fällt". Aber auch unsere großen Lebenspläne und -wünsche werden manchmal durchkreuzt: wenn für den Traumberuf keine Ausbildungsstelle zu finden ist, wenn der Wunsch nach einem Kind nicht in Erfüllung geht, wenn eine Krankheit oder der Tod eines lieben Menschen unser Leben plötzlich total verändern.
"Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen." - das hat auch Maria hautnah erfahren: mit Josef verlobt, vielleicht mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, mit der Vorstellung von einem ganz normalen Ehe- und Familienleben im vertrauten Dorf Nazareth. Und dann - passiert das: Etwas völlig Neues tritt in ihr Leben, schon mit dem Gruß des Engels "Du Begnadete, der Herr ist mit Dir." Diese Anrede passt so wenig zu dem Bild, das Maria von sich selbst hat, dass sie erschrickt. Sie beginnt zu überlegen, was das jetzt zu bedeuten hat. Genau das tun wir ja auch bei solchen unvorhergesehenen Ereignissen in unserem Leben: Wir versuchen das Neue mit dem Verstand zu erfassen. Wir vergleichen das Neue mit unseren bisherigen Erfahrungen und versuchen so die Konsequenzen abzuschätzen. Aber manchmal kommen wir damit nicht weiter: das Erschrecken bleibt.
Da wird Maria vom Engel ermutigt: "Fürchte dich nicht!" Doch wie er dann die von Gott gewollte Zukunft Marias beschreibt, klingt alles andere als beruhigend: statt des ganz normalen Familienlebens in Nazareth ein Kind, das "Sohn Gottes genannt wird"!?
Darauf reagiert Maria auf zweierlei Weise ganz überraschend:
Zum einen zweifelt sie gar nicht daran, dass es so kommen wird, sondern fragt direkt nach dem "Wie". Sie hat ihre eigenen Pläne und Erwartungen schon losgelassen, sie stehen ihr und Gott nicht mehr im Wege. Maria kann sich erwartungsvoll und offen auf das Leben, auf Gottes Willen, auf eine ungewisse Zukunft einlassen. Allzu feste Vorstellungen loszulassen sind auch wir oft herausgefordert: sei es beim Traumberuf, der Planung des Ruhestands oder dem Wunsch nach einem perfekten Familienleben. Unsere engen Bilder loslassen: Nur so werden wir frei und offen für andere, neue Möglichkeiten, die unser Leben bietet. Nur so können wir selber erfahren, was Dietrich Bonhoeffer schrieb: "Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche."
Das zweite Überraschende an Marias Reaktion: Sie fragt nicht voller Tatendrang - wie mancher von uns das schnell tut: "Was soll ich machen?". Sondern ihre Frage lautet: "Wie soll das geschehen?" Und auch der Engel spricht nicht vom "machen", sondern von Gottes geheimnisvollem Wirken. Was ist Marias Aufgabe? Nichts machen, außer: geschehen lassen, Heiligen Geist über sich kommen lassen, sich von der Kraft Gottes erfüllen lassen.
Für uns Menschen, die gerne alles im Griff haben wollen, ist das eine große Herausforderung: statt zu machen zu lassen. Aber gerade in Situationen wie Krisen oder Krankheiten, in denen wir spüren, dass wir nicht mehr alles in der Hand haben, kann dieses "geschehen lassen können" befreiend wirken. Eine solche gelassene Haltung hat niemand von heute auf morgen. "Geschehen lassen können" wird in einem langen Prozess gelernt und will selbst dann immer wieder neu geübt werden. Dabei dürfen wir uns darauf verlassen, dass der Heilige Geist ja nicht nur in besonderen Menschen wie Maria wirkt. Gottes Kraft ist in jedem von uns lebendig wirksam.
Das bedeutet nicht, dass Lassen besser sei als Machen, oder gar, dass wir alles mit uns machen lassen sollten. Die Kunst besteht vielmehr darin wahrzunehmen, wann eher Handeln und aktives Gestalten angebracht ist und wann eher Zulassen und Gelassenheit.
Sich selbst und seine Zukunft so vertrauensvoll Gott zu überlassen wie Maria - das klingt vielleicht abgehoben und riskant wie ein Seiltänzer ohne doppelten Boden.
Aber Gott lässt Maria - und uns - nicht "in der Luft hängen". Ungefragt weist der Engel Maria auf ihre Verwandte Elisabeth hin: Maria ist nicht allein, da gibt es eine Seelenverwandte! Der geht es ganz ähnlich und sie ist Maria sogar zeitlich voraus. Deren Zukunftsperspektive sah bisher auch ganz anders aus. Aber Gott stört sich nicht an irgendwelchen Etiketten wie "die Unfruchtbare". Darin zeigt sich Gottes unfassbare Weite und sein Wille zu geglücktem Leben für uns Menschen. Auch Elisabeth lernt gerade sich auf ein völlig neues Leben einzulassen und sich dabei Gottes Wirken anzuvertrauen.
Auch uns stellt Gott solche "Verwandte" an die Seite, vielleicht auch dort, wo wir es erst gar nicht vermuten. Wenn wir entdecken, wer ähnliche Wege geht, dann können wir uns gegenseitig ermutigen, uns auf Unerwartetes einzulassen. Dann können wir leichter wie Maria Ja sagen zu Gottes Willen für unser Leben und unsere Zukunft. Dann können wir lernen, Gottes Wirken an uns zu-zu-lassen mit den Worten: "Mir geschehe."
© Claudia Simonis-Hippel, in: Bernhard Krautter/Franz-Josef Ortkemper (Hg.), Gottes Volk Lesejahr B/2012. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2012..
Lieder:
GL 215: Gott sei gelobet und gebenedeiet
GL 227: Komm, du Heiland aller Welt (1.-3. Str.)
GL 236: Es kommt ein Schiff geladen (1.-3. Str.)
GL 251: Jauchzet ihr Himmel, frohlocket ihr Engel in Chören (1. 4.-6. Str.)
GL 252: Gelobet seist du, Jesu Christ (4.-7. Str.)
GL 395: Den Herren will ich loben
GL 464: Gott liebt diese Welt
GL 521: Maria, dich lieben (1. und 2. Str.)
GL 527: Ave Maria zart
GL 528: Ein Bote kommt, der Heil verheißt
GL 530: Maria, Mutter unsres Herrn
GL 537: "Ave maria, gratia plena!" So grüßt der Engel
GL 551: Nun singt ein neues Lied dem Herren
Psalmen und Kehrverse:
GL 38: Der Herr ist mein Licht und mein Heil - Mit Psalm 27 oder mit Psalm 40 (GL 41,2) - IV.
GL 255: Das Wort wurde Fleisch und wohnte bei uns - Mit 1 Sam 2,1-10 - VIII.
GL 622,1: Habt Mut, ihr Verzagten, und fürchtet euch nicht! Gott selbst wird kommen und euch erretten. - Mit 1 Sam 2,1-10 - VIII.
GL 625: Mein Herz ist voll Freude über den Herrn. - Mit 1 Sam 2,1-10 - VIII.
GL 633,3: Hebt euch, ihr Tore, hebt euch, ihr Tore! Unser König kommt. - Mit Psalm 24 - VII.
Wir feiern das Fest der Verkündigung des Herrn. Maria soll ihn gebären. Sie wird gefragt: Willst du Gott helfen in seinem Herzensanliegen? Maria sagt ja.
Gott fragt die Menschen, die an ihn glauben, seitdem immer wieder: Willst du dich erlösen lassen? Sagen wir dann auch ja?
Der allmächtige Gott demonstriert seine Macht nicht. Vieles an Gutem, das er tut, bring er mit uns Menschen gemeinsam auf den Weg. So vollzieht sich der Eintritt seines Sohnes in die Welt durch eine natürliche, menschliche Geburt. Maria war bereit, am Plane Gottes mitzuwirken. Gott erfragt ihre Bereitschaft und Maria stimmt zu.
Heute, neun Monate vor Weihnachten, dem Geburtstag Jesu, gedenken wir des Geschehens von damals. Wir feiern und ehren unseren Gott und Maria, wobei wir gleichzeitig um Kraft bitten, Mariens Beispiel nachahmen zu können, wenn Gott uns zum Mitwirken an der Verwirklichung seiner Pläne anspricht.
Herr Jesus,
du bist Gottes Angebot an unsere Zukunft.
Kyrie, eleison.
Deine Mutter Maria hat durch ihr Ja diesen Weg möglich gemacht.
Christe, eleison.
Du hast als Jesus von Nazareth gezeigt, welchen Weg Gott mit uns geht.
Kyrie, eleison.
Herr Jesus Christus,
eins im Wollen mit dem Vater und dem Hl. Geist
hast du die Erde betreten, um uns Heil zu bringen.
Herr, erbarme dich.
Du lädst uns ein, uns an deinem Werk und Wirken zu beteiligen.
Christus, erbarme dich.
Du schenkst uns Kraft, wenn unser Mitwirken am Guten uns große Mühe abverlangt.
Herr, erbarme dich.
Der Herr schenke uns auf die Fürsprache der Gottesmutter Kraft zur Umkehr, wo wir uns zur Mitarbeit am Guten verweigerten. – Amen.
Treuer und liebender Gott,
deine Verheißungen hast du nicht vergessen,
sondern ins Leben umgesetzt.
Lass uns dankbar sein für deinen Weg zu uns Menschen
durch deinen Sohn Jesus Christus,
der mit dir und dem Heiligen Geist
unser Leben erfüllt und begleitet. Amen.
Gott, Maria hat mit ihrem Ja einen Beitrag zur Erlösung geleistet.
Wir bitten dich für unsere Welt in ihrer Erlösungsbedürftigkeit:
Herr, erlöse dein Volk!
Die Pandemie ist allgegenwärtig.
Sie bestimmt unseren Alltag, unser Miteinander, unsere Ängste und unsere Träume.
Wir bitten:
Wir erleben in vielen Situationen, am Ende zu sein.
Erlösung ermöglicht einen Neuanfang.
Wir bitten:
Hunger und Krieg finden wir in vielen Ländern dieser Welt.
Paare fragen sich, ob sie in diese Welt Kinder setzen können.
Wir bitten:
Schuld zugeben ist eine Sache.
Sie einsehen und vor sich selbst bekennen ist der erste Weg.
Wir bitten:
Das Volk in der Not sollte ein Zeichen sehen.
Zeichen der Ermutigung brauchen viele Menschen.
Wir bitten:
Das heutige Fest bereitet auf Weihnachten vor.
Für die Hoffnung auf Zuwendung und Liebe ist es weit weg.
Wir bitten:
So lass deine Erlösung immer wieder geschehen, Gott.
Lass es gerne auch da sein, wo niemand damit rechnet. - Amen.
Gütiger, uns Menschen zugewandter Gott,
mit uns zusammen willst du Gutes vollbringen.
Wir bitten dich:
Öffne unsere Herzen für deine Bitten an uns und stärke unsere Bereitschaft zu einem Ja an dich.
Gütiger, uns zugewandter Gott…
Segne das Bemühen aller, die sich für etwas Gutes einsetzen.
Gütiger, uns zugewandter Gott…
Stehe besonders jenen bei, denen du anvertraust, schwierige Probleme zu lösen.
Gütiger, uns zugewandter Gott…
Sei nahe und Hilfe allen Frauen, die ein Kind unter ihrem Herzen tragen.
Gütiger, uns zugewandter Gott…
Stärke in uns und in allen Gläubigen das Vertrauen in dich.
Gütiger, uns zugewandter Gott…
Für alle Armen, Entrechteten, Verkannten und Leidenden erbitten wir Hilfe .
Gütiger, uns zugewandter Gott…
Nimm alle Verstorbenen auf in die Gemeinschaft mit dir.
Gütiger, uns zugewandter Gott…
Guter Gott,
wir danken dir für deine Liebe und Sorge um uns.
Mit unserem Ja zu dir und der Bereitschaft, mit dir zusammen Gutes zu wirken und zu vollbringen, wollen wir dich ehren. – Amen.
Gott,
das Ja Marias war ein Geschenk für dein ganzes Volk.
Du hast sie für ihren Weg gestärkt.
Schenke den Gaben von Brot und Wein deinen Segen,
damit wir durch diese Gaben gestärkt werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. – Amen.
Kehrvers:
Meine Seele preist die Größe des Herrn
und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter.
Guter und treuer Gott,
wir bringen Dir unseren Lobpreis dar.
Wir haben allen Grund, Dir zu danken.
Denn Du hast Deinem Volk ein Zeichen gegeben,
dass Du der treue Gott bist, der die Seinen nicht vergisst.
Kehrvers
An der Jungfrau Maria hast du deinen Willen gezeigt,
das Heil zu wirken, wo Menschen dies für unmöglich halten.
Du hast sie erwählt, die Mutter Deines Sohnes zu werden.
Kehrvers
Vom Heiligen Geist hat sie den empfangen,
der die ganze Menschheit gerettet und erlöst hat
und dessen Herrschaft kein Ende hat.
Maria hat dir vertraut und zu deinem Willen ja gesagt.
Kehrvers
Darum preisen wir Dich mit allen Engeln.
und mit allen, die sich durch die Annahme deiner Frohen Botschaft
haben heiligen lassen.
Mit ihnen und der ganzen Schöpfung singen wir Dir unser Lob:
Danklied, z. B. Den Herren will ich loben… (GL 395)
Marias Ja war Zeichen des Vertrauens.
Gottes Wirken hat es bestätigt.
Auch wir dürfen Vertrauen haben und rufen:
Vater Unser…
Herr Jesus,
Du hast den Menschen in Situationen Frieden gesagt und gezeigt,
in denen sie nicht damit gerechnet haben.
Du kannst auch uns Frieden sagen und zeigen.
Darum bitten wir:
Herr, Jesus Christus, schaue nicht…
Gott,
am Ende des Gottesdienstes danken wir dir
für die Wege, mit denen du zeigst:
Ich erlöse euch immer mehr.
Lass uns dich erkennen,
wann immer du dies bei uns tun willst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Gott, der allmächtige Vater,
segne euch durch den Erlöser der Welt,
unseren Herrn Jesus Christus,
den Sohn der jungfräulichen Mutter Maria. - Amen.
Sie hat den Urheber des Lebens geboren;
ihre mütterliche Fürsprache erwirke euch Gottes Hilfe. - Amen.
Euch und allen, die heute das Fest der Verkündigung unseres Herrn begehen,
schenke Gott die wahre Freude und den ewigen Lohn. - Amen.
Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater …
Gott ließ durch den Engel Maria fragen.
Er segne euch auf Eurem Weg in die Zukunft. – Amen.
Christus wurde von Maria geboren und erzogen.
Er segne euch mit seinem Wissen um den Menschen. – Amen.
Im Heiligen Geist nahm alles seinen Anfang.
In seiner Begleitung konnten die Menschen verstehen.
Dazu helfe er euch in seinem Segen. - Amen.
Und der Segen des allmächtigen Gottes,
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
erfülle euch und euer Leben. – Amen.
Suchen Sie sich für den Hausgottesdienst einen geeigneten Platz in Ihrer Wohnung,
zünden Sie eventuell eine Kerze an und beginnen Sie:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. - Amen.
Wir feiern das Fest der Verkündigung des Herrn. Maria soll ihn gebären. Sie wird gefragt: Willst du Gott helfen in seinem Herzensanliegen? Maria sagt ja.
Gott fragt die Menschen, die an ihn glauben, seitdem immer wieder: Willst du dich erlösen lassen? Sagen wir dann auch ja?
Herr Jesus,
du bist Gottes Angebot an unsere Zukunft.
Kyrie, eleison.
Deine Mutter Maria hat durch ihr Ja diesen Weg möglich gemacht.
Christe, eleison.
Du hast als Jesus von Nazareth gezeigt, welchen Weg Gott mit uns geht.
Kyrie, eleison.
Treuer und liebender Gott,
deine Verheißungen hast du nicht vergessen,
sondern ins Leben umgesetzt.
Lass uns dankbar sein für deinen Weg zu uns Menschen
durch deinen Sohn Jesus Christus,
der mit dir und dem Heiligen Geist
unser Leben erfüllt und begleitet. Amen.
Lesung aus dem Buch Jesaja.
Der HERR sprach weiter zu Ahas - dem König von Juda;
und sagte:
Erbitte dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott,
tief zur Unterwelt
oder hoch nach oben hin!
Ahas antwortete:
Ich werde um nichts bitten
und den HERRN nicht versuchen.
Da sagte Jesaja:
Hört doch, Haus Davids!
Genügt es euch nicht, Menschen zu ermüden,
dass ihr auch noch meinen Gott ermüdet?
Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben:
Siehe, die Jungfrau hat empfangen,
sie gebiert einen Sohn
und wird ihm den Namen Immanuel
- Got mit uns - geben.
Kv - Mein Gott, ich komme;
deinen Willen zu tun macht mir Freude. - Kv
An Schlacht- und Speiseopfern hattest dukein Gefallen, /
doch Ohren hast du mir gegraben,
Brand- und Sündopfer hast du nicht gefordert.
Da habe ich gesagt: Siehe, ich komme.
In der Buchrolle steht es über mich geschrieben. - Kv
Deinen Willen zu tun, mein Gott, war mein Gefallen
und deine Weisung ist in meinem Innern.
Gerechtigkeit habe ich in großer Versammlung verkündet,
meine Lippen verschließe ich nicht; HERR, du weißt es. - Kv
Deine Gerechtigkeit habe ich nicht in meinem Herzen verborgen.
Ich habe gesprochen von deinem Heil und deiner Treue,
nicht verschwiegen deine Huld
und deine Treue vor großer Versammlung. – Kv
Lesung aus dem Hebräerbrief.
Schwestern und Brüder!
Das Blut von Stieren und Böcken
kann unmöglich Sünden wegnehmen.
Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt:
Schlacht- und Speiseopfer hast du nicht gefordert,
doch einen Leib hast du mir bereitet;
an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen.
Da sagte ich: Siehe, ich komme
- so steht es über mich in der Schriftrolle - ,
um deinen Willen, Gott, zu tun.
Zunächst sagt er:
Schlacht- und Speiseopfer,
Brand- und Sündopfer forderst du nicht,
du hast daran kein Gefallen,
obgleich sie doch nach dem Gesetz dargebracht werden;
dann aber hat er gesagt:
Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun.
Er hebt das Erste auf,
um das Zweite in Kraft zu setzen.
Aufgrund dieses Willens
sind wir durch die Hingabe des Leibes Jesu Christi geheiligt -
ein für alle Mal.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir! – Kv
Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt,
und wir haben seine Herrlichkeit geschaut.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas:
In jener Zeit wurde der Engel Gabriel
von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt.
Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt,
der aus dem Haus David stammte.
Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein
und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete,
der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede
und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria;
denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Siehe, du wirst schwanger werden
und einen Sohn wirst du gebären;
dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein
und Sohn des Höchsten genannt werden.
Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen
und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel:
Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr:
Heiliger Geist wird über dich kommen
und Kraft des Höchsten wird dich überschatten.
Deshalb wird auch das Kind heilig
und Sohn Gottes genannt werden.
Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte,
hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen;
obwohl sie als unfruchtbar gilt,
ist sie schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria:
Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe, wie du es gesagt hast.
Danach verließ sie der Engel.
Kehrvers:
Meine Seele preist die Größe des Herrn
und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter.
Guter und treuer Gott,
wir bringen Dir unseren Lobpreis dar.
Wir haben allen Grund, Dir zu danken.
Denn Du hast Deinem Volk ein Zeichen gegeben,
dass Du der treue Gott bist, der die Seinen nicht vergisst.
Kehrvers
An der Jungfrau Maria hast du deinen Willen gezeigt,
das Heil zu wirken, wo Menschen dies für unmöglich halten.
Du hast sie erwählt, die Mutter Deines Sohnes zu werden.
Kehrvers
Vom Heiligen Geist hat sie den empfangen,
der die ganze Menschheit gerettet und erlöst hat
und dessen Herrschaft kein Ende hat.
Maria hat dir vertraut und zu deinem Willen ja gesagt.
Kehrvers
Darum preisen wir Dich mit allen Engeln.
und mit allen, die sich durch die Annahme deiner Frohen Botschaft
haben heiligen lassen.
Mit ihnen und der ganzen Schöpfung singen wir Dir unser Lob:
Danklied, z. B. Den Herren will ich loben… (GL 395)
Gott, Maria hat mit ihrem Ja einen Beitrag zur Erlösung geleistet.
Wir bitten dich für unsere Welt in ihrer Erlösungsbedürftigkeit:
Herr, erlöse dein Volk!
Die Pandemie ist allgegenwärtig.
Sie bestimmt unseren Alltag, unser Miteinander, unsere Ängste und unsere Träume.
Wir bitten:
Wir erleben in vielen Situationen, am Ende zu sein.
Erlösung ermöglicht einen Neuanfang.
Wir bitten:
Hunger und Krieg finden wir in vielen Ländern dieser Welt.
Paare fragen sich, ob sie in diese Welt Kinder setzen können.
Wir bitten:
Schuld zugeben ist eine Sache.
Sie einsehen und vor sich selbst bekennen ist der erste Weg.
Wir bitten:
Das Volk in der Not sollte ein Zeichen sehen.
Zeichen der Ermutigung brauchen viele Menschen.
Wir bitten:
Das heutige Fest bereitet auf Weihnachten vor.
Für die Hoffnung auf Zuwendung und Liebe ist es weit weg.
Wir bitten:
So lass deine Erlösung immer wieder geschehen, Gott.
Lass es gerne auch da sein, wo niemand damit rechnet. - Amen.
Gott,
am Ende des Gottesdienstes danken wir dir
für die Wege, mit denen du zeigst:
Ich erlöse euch immer mehr.
Lass uns dich erkennen,
wann immer du dies bei uns tun willst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Gott ließ durch den Engel Maria fragen.
Er segne euch auf Eurem Weg in die Zukunft. – Amen.
Christus wurde von Maria geboren und erzogen.
Er segne euch mit seinem Wissen um den Menschen. – Amen.
Im Heiligen Geist nahm alles seinen Anfang.
In seiner Begleitung konnten die Menschen verstehen.
Dazu helfe er euch in seinem Segen. - Amen.
Und der Segen des allmächtigen Gottes,
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
erfülle euch und euer Leben. – Amen.
Pater Norbert Riebartsch
Maria war alleine, versunken im Gebet
„Emmanuel, erscheine, dich kündet der Prophet!
O Davids Sohn, wie gern möcht ich dich schau’n
und dienen deiner Mutter, der Königin der Frau’n.“
Kyrie, eleison!
Und sieh, gesandt von oben ein Engel trat herein:
„Maria, hoch erhoben, gegrüßet sollst du sein!
Die Huld und Kraft des Ew’gen ist mit dir;
o zage nicht, Maria, dich schmückt der Gnaden Zier.
Kyrie, eleison!
Du sollst der Welt gebären des Allerhöchsten Sohn,
und ewiglich wird währen des Vaters David Thron.
An dir, o Jungfrau, Großes sich erweist;
du wirst von Gott empfangen, betaut vom Heil’gen Geist.
Kyrie, eleison!
Maria sprach mit Neigen: „Ich bin des Herren Magd;
er mag an mir erzeigen, was du mir angesagt.“
Der Engel schied. Das Wunder ist gescheh’n.
Lass dich nun bald, o Heiland, in unsrer Mitte seh’n!
Kyrie, eleison!
Josef Mohr, Gotteslob, Diözesanausgabe Freiburg.
… wenn du von Oben angerufen wirst, angefordert, erwählt, ermächtigt, gesandt:
du mit diesem deinem sterblichen Stück Leben bist gemeint,
dieser Augenblick ist nicht davon herausgenommen,
er lehnt sich ans Gewesene an und winkt dem noch zu lebenden Rest,
du wirst nicht in einer unverbindlichen Fülle verschlungen,
du wirst gewollt für die Verbundenheit.
Martin Buber in: Des Lebens Geschenk. Kiefel Verlag Wuppertal 1980.
Heilige Maria,
deine Erwählung erinnert mich,
dass Gott sich für mich entschieden hat
und mir seine Verheißung gilt.
Heilige Maria,
deine Berufung sagt mir,
dass Gott auch mich berufen hat,
mir seine Gnade schenken zu lassen.
Heilige Maria,
dein Gehorsam ermutigt mich,
auf Gott einzugehen
und sein Wort geschehen zu lassen.
Heilige Maria,
dein Vertrauen weckt in mir
neues Zutrauen
zu den verborgenen Plänen Gottes.
Heilige Maria,
dein Weg führt mich
zu tieferem Vertrauen auf Gott,
der uns niemals aufgibt.
Aus: Berufung. Zur Pastoral der Geistlichen Berufe Heft 36 (1998) Informationszentrum Berufe der Kirche, Freiburg.
Verkündigung: Der unfassbare, alles verändernde Einbruch Gottes ins Leben dieses einen Menschen Maria – und damit in die Weltgeschichte – ist angekündigt und zugleich auch geschehen. Gottes Wort ist schöpferisches Wort: Es bewirkt (unverzüglich), was es besagt.
Drei Verben sind es, die dieses Wirken des Geistes Gottes im biblischen Text und in den Gesängen der Liturgie beschreiben:
descendet – superveniet – obumbrabit:
Er steigt herab, er entschließt sich, er lässt sich ein…
Er überfällt, er überrascht, er wirft sich darüber…
Er beschattet, er verdunkelt, er schützt…
Schwester Emmanuela Kohlhaas OSB in: Aus der Stille leben. Ermutigende Impulse von Ordensleuten zum Kirchenjahr St. Benno Verlag Leipzig, o.J.
Nun soll es wissen alle Welt:
Gekommen ist, der Leben bringt,
erschienen ist, der Rettung schafft
und aus des Feindes Joch uns löst.
Denn was Jesus einst verhieß,
ist in der Jungfrau jetzt erfüllt;
was Gabriel ihr kundgetan,
das wirkt in ihr des Höchsten Kraft.
Empfangen hat Mariens Schoß
des Vaters Wort, den ew´gen Sohn;
ihn, den die ganze Welt nicht fasst,
umschließt und trägt der Jungfrau Leib.
Zur Erde kam das Licht vom Licht,
verscheucht die Nacht, besiegt den Tod.
Kommt alle, glaubt und betet an
den Gott im Schoße einer Frau.
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Preis,
Gott, den die Jungfrau uns gebar,
Lob auch dem Vater und dem Geist
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
Aus: Stundenbuch für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes. Herder Verlag Freiburg im Breisgau 1978.
Zuerst nur Dunkelheit –
langsames Erkennen –
das Auge gewöhnt sich –
Maria in demütiger Geste
hell schimmernd ihr Gesicht
die Lilie undeutlich,
der Engel im Dunkel verborgen,
aber im hellen Gewand,
beide einander zugewandt,
Auge in Auge –
Herz spricht zum Herzen –
Beginn eines neuen Lebens
Mich loszulassen, Herr, bin ich hier:
Aus meiner Verspannung,
aus meiner Verstrickung,
aus meiner Verkrampftheit,
mit der ich mich selbst festhalten will,
und doch verliere.
Mich niederzulassen, Herr, bin ich hier:
In meine Mitte,
in meine Tiefe,
in meinen Grund.
Dorthin, wo ich an Dich grenze,
wo mein Leben an Dein Leben rührt.
Eins zu werden, Herr, bin ich hier:
Mit dem Boden,
mit der Erde,
in der ich wurzeln kann
und die mich trägt: Du.
Neu zu werden, Herr, bin ich hier:
Aus Deiner Kraft,
aus Deiner Liebe,
aus Deinem Geist,
mit dem Du mich durchflutest,
und Leben in Fülle schenkst.
(Alois Albrecht, Quelle unbekannt)
Lesung aus dem Buch Genesis
In jenen Tagen
erschien der Herr dem Abram.
Abram fiel auf sein Gesicht nieder;
Gott redete mit ihm und sprach:
Das ist mein Bund mit dir:
Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern.
Man wird dich nicht mehr Abram nennen.
Abraham - Vater der Menge - wirst du heißen;
denn zum Stammvater einer Menge von Völkern
habe ich dich bestimmt.
Ich mache dich sehr fruchtbar
und lasse Völker aus dir entstehen;
Könige werden von dir abstammen.
Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir
samt deinen Nachkommen,
Generation um Generation,
einen ewigen Bund:
Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein.
Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan,
das Land, in dem du als Fremder weilst,
für immer zu Eigen, und ich will ihnen Gott sein.
Und Gott sprach zu Abraham:
Du aber halte meinen Bund,
du und deine Nachkommen,
Generation um Generation.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Gotteslob Nr 272: Zeige uns, Herr, deine Allmacht und Güte
1. Zeige uns, Herr, deine Allmacht und Güte;
komm uns zu Hilfe mit göttlicher Kraft!
Mit deinem Beistand uns allzeit behüte,
der uns befreit und Geborgenheit schafft.
Hör unser Bitten; die Angst in uns wende;
Feuer des Heiligen Geistes uns sende!
2. Hilf unserm Glauben, wenn mutlos wir werden;
Lichtblick und Freude erblühen aus dir.
Dein Reich des Friedens lass wachsen auf Erden;
Werkzeuge deiner Verheißung sind wir.
Lehr uns aus Glaube und Liebe zu handeln
und so uns selbst und die Welt zu verwandeln.
3. Ruf uns zur Umkehr, sooft wir versagen;
du bist barmherzig, vergibst uns die Schuld.
Antwort bist du in verzweifeltem Fragen;
lehr uns Verzeihen, Vertrauen, Geduld.
Du hast für uns deinen Sohn hingegeben,
Wort und Taten, aus denen wir leben.
(Text: Raymund Weber 1982; Melodie: bei Johann Anastasius Freylinghausen 1708)
Lesung aus dem Buch Genesis
In jenen Tagen erschien der Herr dem Abram.
Abram fiel auf sein Gesicht nieder;
Gott redete mit ihm und sprach:
Das ist mein Bund mit dir:
Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern.
Man wird dich nicht mehr Abram nennen.
Abraham - Vater der Menge - wirst du heißen;
denn zum Stammvater einer Menge von Völkern
habe ich dich bestimmt.
Ich mache dich sehr fruchtbar
und lasse Völker aus dir entstehen;
Könige werden von dir abstammen.
Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir
samt deinen Nachkommen,
Generation um Generation,
einen ewigen Bund:
Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein.
Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan,
das Land, in dem du als Fremder weilst,
für immer zu Eigen,
und ich will ihnen Gott sein.
Und Gott sprach zu Abraham:
Du aber halte meinen Bund,
du und deine Nachkommen,
Generation um Generation.
Gott schließt einen Bund mit Abram. Dieser Bund gilt bis heute, auch für uns. Gottes Bund bedeutet, dass wir unter seinem Schutz stehen, dass er immer treu zu uns steht. Abram bekommt durch den Bund, den Gott mit ihm schließt, einen neuen Namen: Abraham (Vater der Menge). Gott verheißt Abraham viele Nachkommen und das Land Kanaan.
Wir bekommen in der Taufe einen neuen Namen: wir werden zu Christinnen und Christen. Mit dem Bund, den Gott mit uns schließt, geht auch ein Auftrag einher. Wir sind hineingenommen in die Gemeinschaft der Kirche und somit mit Menschen auf der ganzen Welt verbunden. Wir sollen priesterlich, königlich und prophetisch leben. Das heißt für mich, dass wir füreinander beten, unsere eigene und die Würde der Anderen achten und unsere Stimme gegen das Unrecht in der Welt und ganz konkret in unserer Umgebung erheben. Das ist nicht immer einfach, wir sind ständig auf diesem Weg, der uns Christus immer ähnlicher machen soll. Gott ist dabei mit uns unterwegs, er schenkt uns immer wieder Gelegenheiten zum Neuanfang.
Gott ist treu. Zu ihm kommen wir mit unseren Bitten:
Gott, du verlässt uns nicht.
Dafür danken wir dir und loben dich,
heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.
Gotteslob Nr. 464: Gott liebt diese Welt
1. Gott liebt diese Welt, und wir sind sein Eigen.
Wohin er uns stellt, sollen wir es zeigen:
Gott liebt diese Welt!
2. Gott liebt diese Welt, er rief sie ins Leben.
Gott ist’s, der erhält, was er selbst gegeben.
Gott gehört die Welt!
3. Gott liebt diese Welt. Feuerschein und Wolke
und das heilge Zelt sagen seinem Volke:
Gott ist in der Welt!
4. Gott liebt diese Welt. Ihre Dunkelheiten
hat er selbst erhellt. Im Zenit der Zeiten
kam sein Sohn zur Welt.
5. Gott liebt diese Welt. Durch des Sohnes Sterben
hat er uns bestellt zu des Reiches Erben.
Gott erneut die Welt!
(Text und Melodie: Walter Schulz 1962/1970)
Der HERR segne dich
und behüte dich!
Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig!
Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden!
Amen.
Zusammengestellt von Elisabeth Fritzl, Graz.
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
www.dibk.at/Meldungen/Gebet-in-der-Coronakrise
Gott Vater, Schöpfer der Welt,
du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt.
Schau auf deine Kinder,
die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden,
um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst,
heile unsere Kranken,
tröste ihre Familien,
gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit,
den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft,
den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung,
sondern erlöse uns von allem Bösen.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen.
Maria, Mutter der Kranken und Mutter der Hoffnung, bitte für uns!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gedenke, o Herr unser Gott, auch Deines ganzen Volkes,
gieß auf alle den Reichtum Deines Erbarmens aus ...
derjenigen, die wir aus Unwissenheit, Vergeßlichkeit und der Menge der Namen nicht erwähnt haben,
gedenke Du selbst, o Gott;
denn Du kennst eines jeden Alter und Namen,
und jeder ist Dir vom Mutterschoße an bekannt.
Denn Du, o Gott, bist die Hilfe der Hilflosen,
die Hoffnung der Hoffnungslosen ...
und der Arzt der Kranken.
Werde selbst allen alles,
da Du einen jeden kennst, seine Bitten, sein Haus und sein Bedürfnis.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat
und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen
und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung
und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes,
jetzt und in Ewigkeit. Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens und der einzig wahre Weinstock.
Ich glaube, dass du wirklich anwesend bist
im heiligsten Sakrament der Eucharistie.
Ich suche dich.
Ich preise dich und bete dich an.
Da ich dich nicht empfangen kann
im eucharistischen Brot und Wein
bete ich, dass du in mein Herz und meine Seele kommst,
damit ich mit dir vereint sein kann
durch deinen allmächtigen und allgegenwärtigen Heiligen Geist.
Lass mich dich empfangen und von dir genährt werden.
Werde für mich das Manna in meiner Wüste,
das Brot der Engel
für meine sehr menschliche Reise durch die Zeit,
ein Vorgeschmack auf das himmlische Festmahl
und Trost in der Stunde meines Todes.
Ich erbitte all dies im Vertrauen darauf, dass du selbst
unser Leben, unser Friede und unsere immerwährende Freude bist.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen,
die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die unter der Angst vor der Ansteckung leiden,
für alle, die die Quarantäne einhalten,
für alle, die sich in den Spitälern um die Kranken kümmern,
für alle, die in der Forschung den Virus bekämpfen,
und für die Politiker, die gewichtige Entscheidungen treffen, dass Gott uns bewahre und uns den Weg durch diese Zeit weise.
Akklamation nach jeder Anrufung: Erbarme dich unser!
Du heiliger Gott. (Jes 6,1-3)
Du gerechter Gott.
Du langmütiger Gott. (Ex 34,6)
Du Gott, reich an Huld. (Ex 34,6)
Du treuer Gott. (Ex 34,6)
Du geduldiger Gott. (Röm 15,5)
Gott des Mitleids mit den Leidenden. (Ps 106,44f)
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes. (2 Kor 1,3)
Gott, der uns tröstet wie eine Mutter. (Jes 66,13)
Gott, in dessen Schoss wir geborgen sind. (Hos 11)
Gott, an dessen Brust wir ruhen können. (Ps 131)
Gott, der uns nie vergisst. (Jes 49,15)
Gott, dessen Namen wir kennen. (Ex 3,14)
Gott, der uns eingezeichnet hat in seine Hände. (Jes 49,16)
Gott, der uns beim Namen ruft. (Jes 43,1)
Gott, dem wir gehören. (Jes 43,1)
Gott mit uns. (Mt 1,23)
Gott für uns. (Röm 8,31ff)
Gott, der uns aus der Gefangenschaft herausführt. (Ex 13,17-14,31)
Gott der Armen und Kleinen und Hilflosen. (Lk 1,46-55)
Gott, dessen Güte reicht soweit der Himmel ist. (Ps 36,5)
Gott aller, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. (Mt 11,28ff)
Gott, der weiss, was wir brauchen. (Mt 6,8)
Gott, der die Verlorenen sucht. (Mt 18,12-14)
Gott, der grösser ist als unser Herz.(1 Joh 3,20)
Gott, der den Hoffnungslosen Hoffnung gibt. (Röm 15,13)
Gott, der uns Sündern gnädig ist. (Lk 18,9-14)
Gott, dessen Erbarmen uns aus dem Tod rettet. (Eph 4,24)
Gott, unser Retter.
Gott des Lebens.
Du unsagbar grosser Gott.
Du leidenschaftlich liebender Gott.
Du unbegreiflich verzeihender Gott. (Lk 15,11-32)
Du masslos gnädiger Gott.
Du unendlich gütiger Gott.
Du barmherziger Gott.
Die Litanei ist stark von biblischen Texten inspiriert. Bei den meisten Anrufungen sind deshalb entsprechende Bibelstellen angegeben. Wenn keine Bibelstelle angegeben ist, bedeutet dies, dass dieser Aspekt der Barmherzigkeit Gottes sich an vielen Stellen der Bibel findet.
Die Bitten haben Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Magdenau formuliert - herzlichen Dank!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
(Stilles Gebet)
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz (www.liturgie.ch)
Guter Gott,
ich fühle mich nicht wohl und habe immer wieder Angst. So viele Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie geht es jetzt weiter? Bleibe ich gesund? Habe ich auch schon den Virus? Wie geht es den erkrankten Menschen bei uns und überall?
Mit all diesen Ängsten und Zweifeln komme ich zu Dir.
Du bist doch der liebe Gott seit meinen Kindertagen.
Ich schaue auf deinen Sohn am Kreuz, der all die Ängste und Nöte von uns Menschen selbst durchleben musste. Und ich sehe die vielen Kreuze in unseren Tagen, die Leid und Trauer bringen, die Hoffnung auf eine Zukunft zerstören.
Bist du der gute Gott, der auch jetzt zu mir steht?
Ich will glauben, dass Du mir nah bist in deiner Liebe.
Ich will vertrauen, dass Du treu bleibst in deiner Kraft der Nähe. Ich will hoffen, dass du mich erfüllst mit deiner Barmherzigkeit.
Guter Gott, gib uns deinen Geist der Solidarität und Stärke, der Hoffnung und Zuversicht. Lass uns erkennen, was jetzt wichtig ist und zählt.
Du bist der gute Gott, der uns befreit und begleitet! Lass uns in diesem Glauben die nächsten Schritte wagen. Amen.
https://mk-online.de/
Heiliger Sebastian,
du warst und bleibst für viele Menschen
ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich demütig:
Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns vor einer Erkrankung durch den Corona-Virus.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit,
frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Stärke unser Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
https://www.pfarre-gisingen.at/sebastian/gebet-zum-hl-sebastian-um-schutz-vor-dem-coronavirus/
Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben,
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.
Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.
Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Dieses Gebet wird derzeit von der Don Bosco Familie weltweit gebetet; nach einem Gebet von Erzbischof Cesare Nosiglia,Turin)
https://www.donbosco4youth.at/de/news/details/novene-zu-maria-der-hilfe-der-christen-coronavirus.html
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,
dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,
dass Du allein ewig bist,
dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!
Johannes Hartl, Theologe, Augsburger Gebetshaus
Wer unterm Schutz des Höchsten steht (GL 424)
1) Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.
2) Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.3)
Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft, wird erhört.
Ich will mich zeigen als sei Gott, ich bin ihm nah in jeder Not;
des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.
Guter Gott, dein Sohn ist für uns Mensch geworden und geht alle unsere Wege mit.
Wir bitten dich:
Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und bekräftigen wir, in dem wir das Gebet des Herrn sprechen:
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge,
in deiner Liebe birgst du uns.
Du bist nicht fern, denn die zu dir beten
wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.
Du bist nicht sichtbar für unsre Augen,
und niemand hat dich je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben,
dass du uns trägst, dass wir bestehen.
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
Originaltitel: Ik sta voor U
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Lothar Zenetti
Herr, ich bin dein Eigentum,
dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm
hast du mir’s gegeben.
Väterlich führst du mich
auf des Lebens Wegen
meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht,
du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht
durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich
in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Gib auch, dass ich wachend sei,
Herr, an deinem Tage,
und das Licht der Gnaden treu
durch mein Leben trage.
Dass ich dann fröhlich kann
dir am End der Zeiten
Herr, entgegenschreiten.
Youtube-Version:
https://www.youtube.com/watch?v=41cSIWZnPrk
Originaltitel: Zolang er mensen zijn op aarde, Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Dieter Trautwein.
1. Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
2. Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf dem Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.
3. Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.
4. Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied. - Amen.
Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens,
https://www.youtube.com/watch?v=kclZw0H-mys
Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott:
https://www.youtube.com/watch?v=IopcSexAVls

Seit 1. Fastensonntag 1996 veröffentlicht ein Team von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und pastoral engegierter Laien
spirituelle Impulse, Bibeltexte mit Erklärungen, Gebete für Gottesdienstfeiern und Denkanstöße für jeden Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres.
Verbesserte Suchfunktionen - Neue Exportfunktionen
Ab 1. Adventsonntag: Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern
Schneller am Ziel
Die Unterseiten des Predigtforums kann man auch mit einer Kurzadresse erreichen:
Ihre Spende ermöglicht uns die Weiterführung und Weiterentwicklung des Predigtforums.
Wie an den drei vorigen Sonntagen stammt die alttestamentliche Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja. Es ist einer der bekanntesten Texte des gesamten Buches und enthält die berühmte Weissagung von der Geburt des Immanuel, was übersetzt heißt "Gott ist mit uns". Das prophetische Wort Jesajas ergeht im Laufe eines Gesprächs an den jüdischen König Ahas während eines Krieges im Jahre 732 v. Chr.
Der König Ahas muß eine politische Niederlage hinnehmen und verschanzt sich in Jerusalem. Zugleich sieht er sich nach einem Bundesgenossen um, der ihm aus der Bedrohung helfen könnte. Er plant, den König von Assur um Hilfe anzugehen. Dies hätte nicht nur politische sondern auch religiöse Folgen gehabt: Die Staatsgötter der Schutzmacht müßten anerkannt werden, die Bilder im Tempel aufgestellt werden. In dieser Situation richtet Jesaia seine Botschaft an Ahas. Er fordert ihn auf, Assur nicht um Hilfe zu bitten, sondern allein der Hilfe Gottes zu vertrauen. Die vom König geforderte Entscheidung besteht in der Wahl zwischen der vertrauensvollen Treue zu Gott oder dem Abfall zu Götzen.
Verse 10-11: Im Auftrag Gottes will Jesaia Ahas zu einer klaren Glaubensentscheidung bewegen. Der Prophet fordert den König auf, sich ein Zeichen von Gott zu erbitten, das ihm Jahwes Gegenwart und Wirkmacht verbürgt. Das angebotene Zeichen soll dem Glauben des Ahas dienen.
Vers 12: Ahas lehnt es ab, ein Zeichen zu fordern, weil er angeblich den Herrn nicht versuchen will. Die Antwort, Gott nicht versuchen zu wollen, ist eine Ausrede und eine Verweigerung des Glaubens. Ahas zieht es vor, sich auf seine "Real-Politik" und nicht auf die Verheißung Gottes zu verlassen.
Vers 13: Gott läßt sich nicht "ausmanövrieren", schon gar nicht von frommen Sprüchen. Gottes Geduld mit dem König ist erschöpft, seine Langmut zu Ende.
Vers 14: Was der Prophet ausspricht, kann ein Heilswort gleichzeitig wie eine Gerichtsdrohung für Ahas sein. Er verheißt einen im Gegensatz zu Ahas stehenden Idealkönig; mit ihm soll nach vorausgegangener Katastrophe eine Ära paradiesischen Glücks anheben. Gott bleibt der David gegebenen Verheißung treu, wird jedoch die gegenwärtig regierenden Linie unterbrechen und einen Neubeginn setzen.
Haupthandelnder dabei ist der persönlich eingreifende Gott. Er wird sich bei seinem Eingreifen einer mit David verbundenen "Jung-Frau" bedienen, die an Gottes Gegenwart und Handeln glaubt und diesem ihrem Glauben Ausdruck verleiht, daß sie ihren Sohn Emmanuel, d.h. "Gott ist mit uns" nennt.
Praktische Tipps zum Vorlesen und Textauslegung der Katholischen Bibelwerke Deutschland, Österreich und Schweiz
Auslegung aus jüdischer und christlicher Perspektive