Lesung aus dem Buch Jeremia.
Der HERR ließ es mich wissen und so wusste ich es;
damals ließest du mich ihr Treiben durchschauen.
Ich aber war wie ein zutrauliches Lamm,
das zum Schlachten geführt wird,
und ahnte nicht, dass sie gegen mich Böses planten:
Wir wollen den Baum im Saft verderben;
wir wollen ihn ausrotten aus dem Land der Lebenden,
sodass seines Namens nicht mehr gedacht wird.
Aber der HERR der Heerscharen richtet gerecht,
er prüft Nieren und Herz.
Ich werde deine Vergeltung an ihnen sehen,
denn dir habe ich meine Sache anvertraut.
Kv: Herr, mein Gott, ich hoffe auf dich. - Kv
HERR, mein Gott, ich flüchte mich zu dir; *
hilf mir vor allen Verfolgern und rette mich,
damit niemand wie ein Löwe mein Leben zerreißt, *
mich packt und keiner ist da, der rettet! - Kv
Verschaffe mir Recht, HERR, nach meiner Gerechtigkeit, *
nach meiner Unschuld, die mich umgibt!
Die Bosheit der Frevler finde ein Ende, /
doch dem Gerechten gib Bestand, *
der du Herzen und Nieren prüfst, gerechter Gott! - Kv
Mein Schutz ist Sache Gottes, *
er ist Retter derer, die redlichen Herzens sind.
Gott ist ein gerechter Richter, *
ein Gott, der an jedem Tag zürnt. - Kv
Aus dem Johannesevangelium.
In jener Zeit sagten
einige aus dem Volk, als sie diese Worte hörten:
Dieser ist wahrhaftig der Prophet.
Andere sagten: Dieser ist der Christus.
Wieder andere sagten:
Kommt denn der Christus aus Galiläa?
Sagt nicht die Schrift:
Der Christus kommt aus dem Geschlecht Davids
und aus dem Dorf Betlehem, wo David lebte?
So entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge.
Einige von ihnen wollten ihn festnehmen;
doch keiner legte Hand an ihn.
Als die Gerichtsdiener zu den Hohepriestern und den Pharisäern zurückkamen,
fragten diese:
Warum habt ihr ihn nicht hergebracht?
Die Gerichtsdiener antworteten:
Noch nie hat ein Mensch so gesprochen.
Da entgegneten ihnen die Pharisäer:
Habt auch ihr euch in die Irre führen lassen?
Ist etwa einer von den Oberen oder von den Pharisäern
zum Glauben an ihn gekommen?
Dieses Volk jedoch, das vom Gesetz nichts versteht,
verflucht ist es.
Nikodemus aber, einer aus ihren eigenen Reihen,
der früher einmal Jesus aufgesucht hatte,
sagte zu ihnen:
Verurteilt etwa unser Gesetz einen Menschen,
bevor man ihn verhört und festgestellt hat, was er tut?
Sie erwiderten ihm:
Bist du vielleicht auch aus Galiläa?
Lies doch nach und siehe,
aus Galiläa kommt kein Prophet.
Dann gingen alle nach Hause.
Gönnen Sie sich ein wenig Luxus, nehmen Sie sich eine Auszeit aus Homeoffice, Hausaufgaben, Fernseh- und Internet und schaffen Sie eine Atmosphäre, die eine Zeit der Ruhe und Besinnung erlaubt. Das kann alleine oder mit der Familie sein. Schön ist es auch, wenn sich mehrere verabreden zur gleichen Zeit zu beten, je bei sich zuhause.
Beginnen wir Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Du, Herr, gibst mir immer wieder
Augenblicke der Stille,
eine Atempause,
in der ich zu mir komme
Du stellst mir Bilder vor die Seele,
die ich sammeln
und mir Gelassenheit geben:
Oft lässt du mir mühelos
Irgendetwas gelingen,
und es überrascht mich selbst,
wie zuversichtlich ich sein kann.
Ich merke,
wenn man sich dir anvertraut,
bleibt das Herz ruhig.
(Aus Japan)
Gotteslob Nr. 456: Herr du bist mein Leben
1. Herr du bist mein Leben, Herr du bist mein Weg.
Du bist meine Wahrheit, die mich leben lässt.
Du rufst mich beim Namen, sprichst zu mir dein Wort.
Und ich gehe deinen Weg, du Herr gibst mir den Sinn.
Mit dir hab` ich keine Angst, gibst du mir die Hand.
Und so bitt ich, bleib doch bei mir.
2. Jesus, unser Bruder, du bist unser Herr.
Ewig wie der Vater, doch auch Mensch wie wir.
Dein Weg führte durch den Tod in ein neues Leben.
Mit dem Vater und den Deinen bleibst du nun vereint.
Einmal kommst du wieder, das sagt uns dein Wort,
um uns allen dein Reich zu geben.
3. Du bist meine Freiheit, du bist meine Kraft.
Du schenkst mir den Frieden, du schenkst mir den Mut.
Nichts in diesem Leben trennt mich mehr von dir,
weil ich weiß, dass deine Hand mich immer führen wird.
Du nimmst alle Schuld von mir und verwirfst mich nie,
lässt mich immer ganz neu beginnen.
4. Vater unsres Lebens, wir vertrauen dir.
Jesus, unser Retter, an dich glauben wir,
und du, Geist der Liebe, atme du in uns.
Schenke du die Einheit, die wir suchen auf der Welt.
Und auf deinen Wegen führe uns ans Ziel.
Mach uns zu Boten deiner Lieber.
Aus dem Johannesevangelium:
Einige aus dem Volk sagten, als sie diese Worte hörten:
Dieser ist wahrhaftig der Prophet.
Andere sagten: Dieser ist der Christus.
Wieder andere sagten: Kommt denn der Christus aus Galiläa?
Sagt nicht die Schrift:
Der Christus kommt aus dem Geschlecht Davids
und aus dem Dorf Betlehem, wo David lebte?
So entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge.
Einige von ihnen wollten ihn festnehmen;
doch keiner legte Hand an ihn.
Als die Gerichtsdiener zu den Hohepriestern und den Pharisäern zurückkamen,
fragten diese: Warum habt ihr ihn nicht hergebracht?
Die Gerichtsdiener antworteten:
Noch nie hat ein Mensch so gesprochen.
Ein Streitgespräch darüber, wer ist dieser Jesus spaltet die Menschen. Die Meinungen gehen hin und her. Ein Satz hat mich besonders berührt: „Noch nie hat ein Mensch so gesprochen.“
Ich weiß nicht, an welche Worte sich dieser Gerichtsdiener erinnert. Sie müssen aber einen ganz tiefen Eindruck bei ihm hinterlassen haben.
Ich überlege, welche Worte Jesu haben sich in mein Gedächtnis so eingeprägt, dass sie Wegweiser sind. Worte, die Jesu Liebe zu allen Menschen, unabhängig von Ansehen, Leistung, Beruf, Religion etc. gezeigt hat. Jesu Worte, die Menschen an Leib und Seele geheilt haben. Jesu Aufforderung ebenso zu handeln: „Dann geh und handle genauso.“ oder „Bittet, und es wird euch gegeben werden“ und neben vielen anderen das Vater unser.
Für mich ist dieser Satz Aufforderung, das Evangelium in die Hand zu nehmen,
Jesu Worte zu lesen und mich von ihnen neu berühren, anstecken zu lassen.
In dieser kranken Zeit, beten wir zu Gott:
Mit diesen und allen unseren Bitten dürfen wir uns voll Vertrauen und Dankbarkeit an Gott wenden mit dem Gebet, dass Jesus seinen Jüngern gelehrt hat:
Liebender Gott,
schenke uns deinen Segen;
vertreibe in uns die Angst und erfülle uns mit Zuversicht.
Das gewähre uns der dreieinige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
Gotteslob Nr. 448: Herr, gib uns Mut zum Hören
1. Herr, gib uns Mut zum Hören auf das, was du uns sagst.
Wir danken dir, dass du es mit uns wagst.
2. Herr gib uns Mut zum Dienen, wo`s heute nötig ist.
Wir danken dir, dass du dann bei uns bist.
3. Herr, gib uns Mut zur Stille, zum Schweigen und zum Ruhn.
Wir danken dir: Du willst uns Gutes tun.
4. Herr, gib uns Mut zum Glauben an dich, den einen Herrn.
Wir danken dir; denn du bist uns nicht fern.
Zusammengestellt von Uta Lünebach, Religionspädagogin Bonn.
V/A: Herr, wende dich mir zu und errette mich, in deiner Huld bring mir Hilfe!
(Ps 6,5)
Im Namen des Vaters…
Gottesdlob Nr. 414: Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
1. Herr, unser Herr, wie bist du zugegen und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge, in deiner Liebe birgst du uns.
2. Du bist nicht fern, denn die zu dir beten, wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte, dass du wohl dieses Lied verstehst.
3. Du bist nicht sichtbar für unsre Augen, und niemand hat die je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben, dass du uns trägst, dass wir bestehn.
4. Du bist in allem ganz tief verborgen, was lebt und sich entfalten kann.
Doch in den Menschen willst du wohnen, mit ganzer Kraft uns zugetan.
5. Herr, unser Herr, wie bist du zugegen, wo nur auf Erden Menschen sind.
Bleib gnädig so um uns in Sorge, bis wir in dir vollkommen sind.
Guter Gott,
die Gefahr ist noch lange nicht vorbei.
Die Corona-Pandemie hält uns fest im Griff.
Und niemand kann sagen:
„Mich wird sie nicht erreichen,
mir wird nichts passieren.
Gut, darum zu wissen,
dass dann, wenn ich falle, mir Hilfe zuteil wird.
Dass es den gibt, der mich aufhebt
und dafür sorgt, dass ich leben kann.
Und der, der mir hilft,
er hat einen Namen:
Jesus Christus, der Herr.
Gut, darum zu wissen, dass einer mich trägt.
Denn selbst, wenn ich falle:
Ich falle stets in seine guten Hände.
Herr, unser Herrscher, /
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; *
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob, /
deinen Gegnern zum Trotz; *
deine Feinde und Widersacher müssen verstummen.
Seh ich den Himmel, das Werk deiner Finger, *
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, *
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, *
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt /
über das Werk deiner Hände, *
hast ihm alles zu Füßen gelegt:
All die Schafe, Ziegen und Rinder *
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, *
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.
Herr, unser Herrscher, *
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!
Gotteslob 424,1+2+5): Wer nur den lieben Gott lässt walten
1. Wer nur den lieben Gott lässt walten
und hoffet auf ihn allezeit,
den wird er wunderbar erhalten
in aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten traut,
der hat auf keinen Sand gebaut.
2. Was helfen uns die schweren Sorgen,
was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
Beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
Nur größer durch die Traurigkeit.
5. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getru
und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht
Auf Gott setzt, den verlässt er nicht.
Kehrvers:
V./A.:Kostet und seht, wie gütig der Herr.
Allen wird Heil, die ihm vertraun.
V: Herr Jesus Christus, sieh auf die Ängste so vieler Menschen,
die Angst, durch das Virus krank zu werden,
die Angst, den Arbeitsplatz oder gar die Existenzgrundlage zu verlieren,
die Angst, in Quarantäne ausharren zu müssen,
die Angst um erkrankte Angehörige.
Du, Herr, weißt, was Angst ist, erlitten am Ölberg.
A.: Kehrvers
V: Herr Jesus Christus, schau auf die Lasten und Kreuze, die Menschen tragen.
Du weißt, wie drückend ein Kreuz sein kann.
Schau auf die Leidenden, die an Leib und Seele ausbluten:
Du, Herr, weißt, wie Schmerz und Kummer plagen.
A.: Kehrvers
V: Herr Jesus Christus, blick auf die Menschheit,
die sterblich und dem Tod verfallen ist.
Du hast den Tod überwunden.
Blick auf die Toten aller Zeiten,
besonders auf die durch das Corona-Virus Verstorbenen.
Du bist in deinem Tod hinabgestiegen in das Reich der Toten
und hast die Auferstehung kundgetan.
A.: Kehrvers
A: In deine Hand, Herr Jesus Christus,
legen wir unser Leben.
In deine Hand, Herr Jesus Christus,
legen wir unsere Angst und unsere Sorgen.
In deine Hand, Herr Jesus Christus,
legen wir unser Hoffen und unser Verlangen.
In deine Hand, Herr Jesus Christus,
legen wir unsere Zuversicht und unseren Dank.
In deiner Hand sind wir geborgen und getragen.
Wir danken dir, dass deine gute Hand uns hält,
auch dann, wenn wir es manchmal nicht spüren.
Wir danken dir, dass wir -
Was auch immer kommen mag –
Bei dir nicht vergessen sind.
V: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist
A: Wie im Anfang so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen.
Wir bitten die Gottesmutter:
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren,
o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Führe uns zu deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.
Mein Gott, du allein bist heilig,
Dir haben unsere Väter vertraut,
sie haben vertraut, und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit,
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
(Psalm 22,4-5)
So breite, guter Gott, deine schützende Hand über uns
und segne uns
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.
Gotteslob 435,1+2: Herr, ich bin dein Eigentum
1. Herr, ich bin dein Eigentum, dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mir’s gegeben.
Väterlich führst du mich auf des Lebens Wegen
Meinem Ziel entgegen.
2. Deine Treue wanket nicht, du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht durch die Zeiten lenken.
So weiß ich, du hast mich in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Wer unterm Schutz des Höchsten steht (GL 424)
1) Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.
2) Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält, wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht, kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl, zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein anstoße und verletzt mög sein.3)
Denn dies hat Gott uns zugesagt: Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt; und wer mich anruft, wird erhört.
Ich will mich zeigen als sei Gott, ich bin ihm nah in jeder Not;
des Lebens Fülle ist sein Teil, und schauen wird er einst mein Heil.
Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott:
https://www.youtube.com/watch?v=IopcSexAVls
Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens,
https://www.youtube.com/watch?v=kclZw0H-mys
1. Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
2. Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf dem Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.
3. Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.
4. Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied. - Amen.
Youtube-Version:
https://www.youtube.com/watch?v=41cSIWZnPrk
Originaltitel: Zolang er mensen zijn op aarde, Text: Huub Oosterhuis, Übertragung: Dieter Trautwein.
Herr, ich bin dein Eigentum,
dein ist ja mein Leben,
mir zum Heil und dir zum Ruhm
hast du mir’s gegeben.
Väterlich führst du mich
auf des Lebens Wegen
meinem Ziel entgegen.
Deine Treue wanket nicht,
du wirst mein gedenken,
wirst mein Herz in deinem Licht
durch die Zeit hin lenken.
So weiß ich, du hast mich
in die Hand geschrieben,
ewig mich zu lieben.
Gib auch, dass ich wachend sei,
Herr, an deinem Tage,
und das Licht der Gnaden treu
durch mein Leben trage.
Dass ich dann fröhlich kann
dir am End der Zeiten
Herr, entgegenschreiten.
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
Originaltitel: Ik sta voor U
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Lothar Zenetti
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen
und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge,
in deiner Liebe birgst du uns.
Du bist nicht fern, denn die zu dir beten
wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.
Du bist nicht sichtbar für unsre Augen,
und niemand hat dich je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben,
dass du uns trägst, dass wir bestehen.
Guter Gott, dein Sohn ist für uns Mensch geworden und geht alle unsere Wege mit.
Wir bitten dich:
Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und bekräftigen wir, in dem wir das Gebet des Herrn sprechen:
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms,
um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen,
niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist,
dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können,
dass Du allein ewig bist,
dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!
Johannes Hartl, Theologe, Augsburger Gebetshaus
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unser Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.
Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben,
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.
Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.
Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Dieses Gebet wird derzeit von der Don Bosco Familie weltweit gebetet; nach einem Gebet von Erzbischof Cesare Nosiglia,Turin)
https://www.donbosco4youth.at/de/news/details/novene-zu-maria-der-hilfe-der-christen-coronavirus.html
Heiliger Sebastian,
du warst und bleibst für viele Menschen
ein machtvoller Fürsprecher in Zeiten der Not.
Wir bitten dich demütig:
Erbitte uns die Gesundheit an Leib und Seele.
Beschütze uns vor einer Erkrankung durch den Corona-Virus.
Gib uns Klugheit in der rechten Sorge um unsere Gesundheit,
frei von Ängstlichkeit als auch von Gleichgültigkeit.
Stärke unser Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand geborgen ist.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
https://www.pfarre-gisingen.at/sebastian/gebet-zum-hl-sebastian-um-schutz-vor-dem-coronavirus/
Guter Gott,
ich fühle mich nicht wohl und habe immer wieder Angst. So viele Fragen schießen durch meinen Kopf. Wie geht es jetzt weiter? Bleibe ich gesund? Habe ich auch schon den Virus? Wie geht es den erkrankten Menschen bei uns und überall?
Mit all diesen Ängsten und Zweifeln komme ich zu Dir.
Du bist doch der liebe Gott seit meinen Kindertagen.
Ich schaue auf deinen Sohn am Kreuz, der all die Ängste und Nöte von uns Menschen selbst durchleben musste. Und ich sehe die vielen Kreuze in unseren Tagen, die Leid und Trauer bringen, die Hoffnung auf eine Zukunft zerstören.
Bist du der gute Gott, der auch jetzt zu mir steht?
Ich will glauben, dass Du mir nah bist in deiner Liebe.
Ich will vertrauen, dass Du treu bleibst in deiner Kraft der Nähe. Ich will hoffen, dass du mich erfüllst mit deiner Barmherzigkeit.
Guter Gott, gib uns deinen Geist der Solidarität und Stärke, der Hoffnung und Zuversicht. Lass uns erkennen, was jetzt wichtig ist und zählt.
Du bist der gute Gott, der uns befreit und begleitet! Lass uns in diesem Glauben die nächsten Schritte wagen. Amen.
https://mk-online.de/
Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.
(Stilles Gebet)
Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz (www.liturgie.ch)
Beten wir für alle Menschen,
die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die unter der Angst vor der Ansteckung leiden,
für alle, die die Quarantäne einhalten,
für alle, die sich in den Spitälern um die Kranken kümmern,
für alle, die in der Forschung den Virus bekämpfen,
und für die Politiker, die gewichtige Entscheidungen treffen, dass Gott uns bewahre und uns den Weg durch diese Zeit weise.
Akklamation nach jeder Anrufung: Erbarme dich unser!
Du heiliger Gott. (Jes 6,1-3)
Du gerechter Gott.
Du langmütiger Gott. (Ex 34,6)
Du Gott, reich an Huld. (Ex 34,6)
Du treuer Gott. (Ex 34,6)
Du geduldiger Gott. (Röm 15,5)
Gott des Mitleids mit den Leidenden. (Ps 106,44f)
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes. (2 Kor 1,3)
Gott, der uns tröstet wie eine Mutter. (Jes 66,13)
Gott, in dessen Schoss wir geborgen sind. (Hos 11)
Gott, an dessen Brust wir ruhen können. (Ps 131)
Gott, der uns nie vergisst. (Jes 49,15)
Gott, dessen Namen wir kennen. (Ex 3,14)
Gott, der uns eingezeichnet hat in seine Hände. (Jes 49,16)
Gott, der uns beim Namen ruft. (Jes 43,1)
Gott, dem wir gehören. (Jes 43,1)
Gott mit uns. (Mt 1,23)
Gott für uns. (Röm 8,31ff)
Gott, der uns aus der Gefangenschaft herausführt. (Ex 13,17-14,31)
Gott der Armen und Kleinen und Hilflosen. (Lk 1,46-55)
Gott, dessen Güte reicht soweit der Himmel ist. (Ps 36,5)
Gott aller, die sich plagen und schwere Lasten zu tragen haben. (Mt 11,28ff)
Gott, der weiss, was wir brauchen. (Mt 6,8)
Gott, der die Verlorenen sucht. (Mt 18,12-14)
Gott, der grösser ist als unser Herz.(1 Joh 3,20)
Gott, der den Hoffnungslosen Hoffnung gibt. (Röm 15,13)
Gott, der uns Sündern gnädig ist. (Lk 18,9-14)
Gott, dessen Erbarmen uns aus dem Tod rettet. (Eph 4,24)
Gott, unser Retter.
Gott des Lebens.
Du unsagbar grosser Gott.
Du leidenschaftlich liebender Gott.
Du unbegreiflich verzeihender Gott. (Lk 15,11-32)
Du masslos gnädiger Gott.
Du unendlich gütiger Gott.
Du barmherziger Gott.
Die Litanei ist stark von biblischen Texten inspiriert. Bei den meisten Anrufungen sind deshalb entsprechende Bibelstellen angegeben. Wenn keine Bibelstelle angegeben ist, bedeutet dies, dass dieser Aspekt der Barmherzigkeit Gottes sich an vielen Stellen der Bibel findet.
Die Bitten haben Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Magdenau formuliert - herzlichen Dank!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens und der einzig wahre Weinstock.
Ich glaube, dass du wirklich anwesend bist
im heiligsten Sakrament der Eucharistie.
Ich suche dich.
Ich preise dich und bete dich an.
Da ich dich nicht empfangen kann
im eucharistischen Brot und Wein
bete ich, dass du in mein Herz und meine Seele kommst,
damit ich mit dir vereint sein kann
durch deinen allmächtigen und allgegenwärtigen Heiligen Geist.
Lass mich dich empfangen und von dir genährt werden.
Werde für mich das Manna in meiner Wüste,
das Brot der Engel
für meine sehr menschliche Reise durch die Zeit,
ein Vorgeschmack auf das himmlische Festmahl
und Trost in der Stunde meines Todes.
Ich erbitte all dies im Vertrauen darauf, dass du selbst
unser Leben, unser Friede und unsere immerwährende Freude bist.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat
und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen
und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung
und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes,
jetzt und in Ewigkeit. Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gott Vater, Schöpfer der Welt,
du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt.
Schau auf deine Kinder,
die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden,
um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst,
heile unsere Kranken,
tröste ihre Familien,
gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit,
den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft,
den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung,
sondern erlöse uns von allem Bösen.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen.
Maria, Mutter der Kranken und Mutter der Hoffnung, bitte für uns!
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Gedenke, o Herr unser Gott, auch Deines ganzen Volkes,
gieß auf alle den Reichtum Deines Erbarmens aus ...
derjenigen, die wir aus Unwissenheit, Vergeßlichkeit und der Menge der Namen nicht erwähnt haben,
gedenke Du selbst, o Gott;
denn Du kennst eines jeden Alter und Namen,
und jeder ist Dir vom Mutterschoße an bekannt.
Denn Du, o Gott, bist die Hilfe der Hilflosen,
die Hoffnung der Hoffnungslosen ...
und der Arzt der Kranken.
Werde selbst allen alles,
da Du einen jeden kennst, seine Bitten, sein Haus und sein Bedürfnis.
Amen.
https://liturgie.ch/praxis/gottesdienst-waehrend-des-corona-virus/1583-corona-gebete
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.
www.dibk.at/Meldungen/Gebet-in-der-Coronakrise
Der auferstandene Jesus erschien den Jüngern
und sagte:
Ich bin es.
Sie staunten, aber sie konnten es noch nicht begreifen.
Jesus sagte zu ihnen:
So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und
am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem
Namen wird man allen Völkern verkünden,
sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.
Ihr seid Zeugen dafür
Als Jesus gekreuzigt worden war, waren seine Jünger
voller Angst, Trauer und Mutlosigkeit.
Wie sollte es weitergehen, nachdem durch das Leben Jesu
und sein Wirken so viel Hoffnung aufgekeimt war, aber
nun durch sein schreckliches Ende alles zerstört schien.
Nach seiner Auferstehung konnte Jesus durch seine
spürbare Gegenwart den Jüngern viel von ihrer
Angst nehmen.
Doch Jesus belässt es nicht bei den Erscheinungen.
Er macht die Jünger zu Zeugen:
Ihr seid Zeugen dafür!
Dieser Aufruf gilt auch uns,
die wir von Jesus Christus wissen und an ihn glauben.
Wir sind aufgerufen, Zeugnis davon zu geben,
dass Jesus auferstandne ist,
dass der Tod nicht das Letzte ist, was bleibt, sondern
durch die Auferstehung Jesu überwunden wird,
Zeugnis davon zu geben, dass mit dem Tod
nicht alles aus ist,
sondern etwa beendet wird und gleichzeitig ein neues
Leben beginnt, das ewige Leben,
Zeugnis zu geben, dass die Liebe das ist, was bleibt
und was den Tod überwindet.
Wie können wir in unserer jetzigen Zeit
Jesu Auferstehung bezeugen?
Es ist heute nicht selbstverständlich, sich über die
Geschehnisse von vor über 2000 Jahren mit anderen
Menschen zu unterhalten.
Nicht überall können wir über diese Ereignisse
so einfach sprechen.
Wie können wir dann die Auferstehung Jesu bezeugen?
Mit Worten allein ist dies nicht getan.
Diesen Worten müssen Taten folgen.
Taten, die von Liebe und Nächstenliebe geprägt sind.
Vor allem aber müssen wir überzeugt sein.
Wie geht das, überzeugt sein?
Wir können darum beten, dass unser Glaube an Jesus
Christus lebendig bleibt und wächst.
Wenn wir in diesem Glauben an die Überwindung
des Todes durch die Auferstehung verwurzelt sind,
was auch immer uns auf unserem je persönlichen
Lebensweg begegnen mag,
dann wird diese innere Haltung
auch unsere Mitmenschen anrühren.
Es bedarf keiner großen
und außergewöhnlichen Werke.
Ob wir an Jesus Christus und seine Auferstehung glauben,
zeigt sich in unserem Alltag.
Ohne dass wir es manchmal merken,
wird im Alltäglichen sichtbar,
ob wir an die Überwindung des Todes
durch die Liebe glauben können.
Nutzen wir unsere menschliche Freiheit,
die Gott uns geschenkt hat,
indem wir uns darin üben,
Böses durch Gutes zu überwinden,
nicht der Resignation anheim zu fallen,
in schwierigen Situationen nicht zu verzweifeln.
Nutzen wir unsere menschliche Freiheit,
um uns auf de Veränderungen im Leben einzulassen,
und unseren Teil dafür zu tun,
dass der Glaube an Jesus wächst
und die Liebe sichtbar wird.
Möge diese Zeit der Anbetung
den Glauben in uns stärken.
1
mit einer schar von freunden (freundinnen auch)
durch galiläas dörfer und Städte ziehend
hat er kranke geheilt und geschichten erzählt
von der weltleidenschaft des ewigen gottes
2
privilegien der klasse der bildung galten ihm nichts
zu seinem umgang zählten tagelöhner und zöllner
wo mangel sich zeigte an nahrung oder getränk
teilte er fische brot und wein aus für viele
3
die gewalt von gewalthabern verachtete er
gewaltlosen hat er die erde versprochen
sein thema: die zukunft gottes auf erden
das ende von menschenmacht über menschen
4
in einer patriarchalischen welt blieb er der sohn
und ein anwalt unmündiger frauen und kinder
wollten galiläer ihn gar zum könig erheben? er aber
ging hinauf nach jerusalem: direkt seinen gegnern ins garn
5
auf einem jungesel kam er geritten - kleinleute-messias:
die finger einer halbweltdame vollzogen die salbung an ihm ...
bald verwirrt bald euphorisch folgten ihm die freunde die jünger
um bei seiner Verhaftung ratlos unterzutauchen ins dunkel
6
über sein schweigen hin rollte der schnelle prozess
ein afrikaner schleppte für ihn den balken zum richtplatz hinaus
stundenlang hing er am kreuz: folter mit tödlichem ausgang -
drei tage später die nicht zu erwartende wendung
7
anstatt sich verstummt zu verziehen ins bessere jenseits
brach er von neuem auf in das grausame diesseits
zum langen marsch durch die viellabyrinthe
der völker der kirchen und unserer unheilsgeschichte
8
oft wandelt uns jetzt die furcht an er könnte
sich lang schon verirrt und verlaufen haben
entmutigt verschollen für immer vielleicht - oder bricht er
noch einmal (wie einst an ostern) den bann?
9
und also erzählen wir weiter von ihm
die geschichten seiner rebellischen liebe
die uns aufwecken vom täglichen tod -
und vor uns bleibt: was möglich wär’ noch
Kurt Marti in: Georg Langenhorst, Gedichte zur Bibel. Texte - Interpretationen - Methoden. Ein Werkbuch für Schule und Gemeinde. Kösel Verlag, München 2001.
Ich glaube an Gott der Liebe ist
den Schöpfer des Himmels und der Erde
Ich glaube an Jesus
sein menschgewordenes Wort
den Messias der Bedrängten und Unterdrückten
der das Reich Gottes verkündet hat
und gekreuzigt wurde deswegen
ausgeliefert wie wir der Vernichtung des Todes
aber am dritten Tag auferstanden
um weiterzuwirken für unsere Befreiung
bis dass Gott alles in allem sein wird
Ich glaube an den heiligen Geist
der uns zu Mitstreitern des Auferstandenen macht
zu Brüdern und Schwestern derer
die für Gerechtigkeit kämpfen und leiden
Ich glaube an die Gemeinschaft der weltweiten Kirche
an die Vergebung der Sünden
an den Frieden auf Erden, für den zu arbeiten Sinn hat,
und an die Erfüllung des Lebens über unser Leben hinaus.
Kurt Marti

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